BGBl. II Nr. 219/2016
Änderung der Verordnung über die Lehrpläne der allgemein bildenden höheren Schulen; Änderung der Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
Verordnung der Bundesministerin für Bildung, mit der die Verordnung über die Lehrpläne der allgemein bildenden höheren Schulen geändert wird; Bekanntmachung, mit der die Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen geändert wird
Änderungen durch diese Kundmachung
Anl. 1/m1geändertÜberschrift, Text, lit a, lit b (neu), lit c (neu), lit d (neu) · 5. Klasse (1. und 2. Semester): Überschrift, Text, lit a, lit b · 6. Klasse: Überschrift (neu) · 3. Semester – Kompetenzmodul 3: Überschrift (neu), Text (neu), lit a (neu), lit b (neu) · 4. Semester – Kompetenzmodul 4: Überschrift (neu), Text (neu), lit a (neu), lit b (neu) · 7. Klasse: Überschrift, Text (entfallen) · 5. Semester –Kompetenzmodul 5: Überschrift, Text, lit a, lit b (neu) · 6. Semester – Kompetenzmodul 6: Überschrift (neu), Text (neu), lit a (neu), lit b (neu) · 8. Klasse – Kompetenzmodul 7: Überschrift (neu) · 7. Semester: Überschrift, Text, lit a, lit b · 8. Semester: Überschrift, Text, lit a, lit b · 1. bis 4. Klasse: Überschrift (entfallen), Text (entfallen) · 5. Semester – Kompetenzmodul 5: Überschrift (neu) · B. VERBINDLICHE ÜBUNGEN: Text
… 168 unveränderte Absätze
Anlage A/m 1
LEHRPLAN DES GYMNASIUMS UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER MUSISCHEN AUSBILDUNG
ERSTER TEIL
ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Wie Anlage A, unter Bedachtnahme auf die besondere Berücksichtigung der musischen Ausbildung.
ZWEITER TEIL
ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Wie Anlage A.
Darüber hinaus ist die Teamarbeit der Lehrerinnen und Lehrer besonders zu pflegen, weil nur auf diesem Wege das Ziel der Durchdringung aller Unterrichtsgegenstände zum zentralen Bildungsziel dieser Sonderform werden kann: Einheit der Bildungsgestaltung und Bildungsentwicklung trotz der Fächerung des Bildungsgutes. Dabei soll ein harmonischer Ausgleich zwischen intuitivem Erkennen und spontanem Erleben bis hin zu analytisch-rationalem Denken, systematischem Ordnen, Erwerben einer gesicherten Überschau und positiv kritischem Abwägen angestrebt werden. So gesehen wird dieses musische Bildungsprinzip nicht nur von den künstlerischen und sprachlich-literarischen Unterrichtsgegenständen und der Bewegungserziehung vertreten, vielmehr haben sämtliche Unterrichtsgegenstände die Aufgabe, auf alle Aspekte der musischen Bildung Bezug zu nehmen. Vornehmste Mittel dieser musischen Bildung sind schöpferisch-freudebetontes Spiel und nachschöpferische Gestaltung im weitesten Rahmen, die den jungen Menschen befähigen, unter behutsamer Lenkung wissenschaftliche und künstlerische Entdeckungen selbstständig nachzuvollziehen und damit nachzuerleben.
DRITTER TEIL
SCHUL- UND UNTERRICHTSPLANUNG
Wie Anlage A.
VIERTER TEIL
STUNDENTAFEL
Unterstufe
1.
Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen:
Pflichtgegenstände | Klassen und Wochenstunden | Summe 1) | Lehrverpflich-tungsgruppe2a) | |||||
1. Kl. | 2. Kl. | 3. Kl. | 4. Kl. | Unterstufe | ||||
Religion | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | (III) | ||
Deutsch | 15-21 | (I) 2) | ||||||
Erste lebende Fremdsprache | 12-18 | (I) 2) | ||||||
Latein | 7-11 | (I) | ||||||
Geschichte und Sozialkunde/ Politische Bildung | 5-10 | (III) | ||||||
Geographie und Wirtschaftskunde | 7-12 | (III) | ||||||
Mathematik | 13-18 | (II) 2) | ||||||
Biologie und Umweltkunde | 7-12 | III | ||||||
Chemie | 2-4 | (III) | ||||||
Physik | 5-9 | (III) | ||||||
Musikerziehung Bildnerische Erziehung | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | (IVa) (IVa) | ||
Technisches Werken 4) Textiles Werken 4) | ![]() ![]() | 7-12 | IV | |||||
Bewegung und Sport | 12-16 | (IVa) | ||||||
Verbindliche Übungen | ||||||||
Berufsorientierung | – | 0-1 | 0-1 | 1-2 | 1-45) | III6) | ||
sonstige. | 0-1 | 0-1 | 0-1 | 0-1 | 0-4 | |||
Gesamtwochenstundenzahl | 30-32 | 30-32 | 31-35 | 33-36 | 124-132 | |||
Freigegenstände, unverbindliche Übungen, Förderunterricht:
Wie Anlage A.
2.
Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:
Pflichtgegenstände | Klassen und Wochenstunden | Summe | Lehrververpflich-tungsgruppe | ||||
1. Kl. | 2. Kl. | 3. Kl. | 4. Kl. | Unterstufe | |||
Religion | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | (III) | |
Deutsch | 4 | 4 | 4 | 4 | 16 | (I) 1) | |
Lebende Fremdsprache | 4 | 4 | 3 | 3 | 14 | (I) 1) | |
Latein | - | - | 4 | 3 | 7 | (I) | |
Geschichte und Sozialkunde/ Politische Bildung | 2 | 2 | 2 | 6 | (III) | ||
Geographie und Wirtschaftskunde | 2 | 1 | 2 | 2 | 7 | (III) | |
Mathematik | 4 | 4 | 3 | 3 | 14 | (II) 1) | |
Biologie und Umweltkunde | 2 | 2 | 1 | 2 | 7 | III | |
Chemie | 2 | 2 | (III) | ||||
Physik | 1 | 2 | 2 | 5 | (III) | ||
Musikerziehung Bildnerische Erziehung | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | ![]() ![]() | (IVa) (IVa) | |
Technisches Werken 3) Textiles Werken 3) | ![]() ![]() | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | IV |
Bewegung und Sport | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 | (IVa) | |
Verbindliche Übung | |||||||
Berufsorientierung | x 4) | x 4) | III 5) | ||||
Gesamtwochenstundenzahl | 31 | 31 | 34 | 36 | 132 | ||
Freigegenstände :
Wie Anlage A für das Gymnasium, jedoch ohne die Freigegenstände Technisches Werken und Textiles Werken.
Unverbindliche Übungen, Förderunterricht:
Wie Anlage A für das Gymnasium.
Oberstufe
a) PFLICHTGEGENSTÄNDE
aa) Pflichtgegenstände | Klassen und Wochenstunden | Summe | Lehrververpflich-tungsgruppe | |||
5. Kl. | 6. Kl. | 7. Kl. | 8. Kl. | Unterstufe | ||
Religion | 2 | 2 | 2 | 8 | (III) | |
Deutsch | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 | (I) |
Erste lebende Fremdsprache | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 | (I) |
Latein | 3 | 3 | 3 | 12 | (I) | |
Geschichte und Sozialkunde | 1 | 2 | 2 | 2 | 7 | (III) |
Geographie und Wirtschaftskunde | 2 | 1 | 2 | 2 | 7 | (III) |
Mathematik | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 | (II) |
Biologie und Umweltkunde | 2 | 2 | – | 2 | 6 | III |
Chemie | – | – | 2 | 2 | 4 | (III) |
Physik | – | 3 | 2 | 2 | 7 | (III) |
Psychologie und Philosophie | – | – | 2 | 2 | 4 | III |
Informatik | 2 | – | – | – | 2 | II |
Musikerziehung *) | 4/2 | 3/2 | 4/2 | 3/2 | 14/8 | (IVa) 3) |
Bildnerische Erziehung *) | 2/4 | 2/3 | 2/4 | 2/3 | 8/14 | (IVa) 3) |
Technisches Werken/Textiles Werken *) | 2 | 2 | – | – | 4 | IV |
Bewegung und Sport | 3 | 2 | 2 | 2 | 9 | (IVa) |
Summe der Pflichtgegenstände | 32 | 31 | 32 | 33 | 128 | |
![]() ![]() | ||||||
bb) Wahlpflichtgegenstände | 6 | 6 | ||||
Gesamtwochenstundenzahl aa) + bb) | 134 | |||||
bb) Wahlpflichtgegenstände:
„Bildnerisches Gestalten und Werkerziehung .. | – | (2) | 2 | 2 | 4/2 | IV.“ |
b) FREIGEGENSTÄNDE
Wie Anlage A.
c) UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
Wie Anlage A.
d) FÖRDERUNTERRICHT
Wie Anlage A.
FÜNFTER TEIL
LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage A.
SECHSTER TEIL
LEHRPLÄNE DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
a. Pflichtgegenstände
DEUTSCH
Wie Anlage A, mit folgenden Abweichungen:
Im Abschnitt “Bildungs- und Lehraufgabe” ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen:
Als vordringliche Aufgaben müssen gelten: Erhaltung und Stärkung der kindlichen Phantasie; Erziehung zu produktivem Denken, zu Selbständigkeit und Kritikfähigkeit; Weckung der Freude an der Dichtung, Förderung des Verständnisses ihrer Formen und Gehalte; Anleitung zu eigenen – wenn auch bescheidenen – schöpferischen Gestaltungsversuchen; Pflege der verschiedensten Arten des darstellenden Spieles.
ERSTE LEBENDE FREMDSPRACHE
Englisch
Wie Anlage A.
LATEIN
Wie Anlage A für das Gymnasium.
Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung
Wie Anlage A, mit folgender Ergänzung:
Im Abschnitt “Didaktische Grundsätze” ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen:
Den kulturgeschichtlichen Aspekten und den Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen ist besondere Bedeutung zuzumessen.
GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE
Wie Anlage A.
MATHEMATIK
Wie Anlage A, mit folgenden Ergänzungen:
Im Abschnitt “Bildungs- und Lehraufgabe” ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen:
Weckung der Freude an mathematischem Denken und an der Schönheit geometrischer Konstruktionen.
Erlebnis der Mathematik als Herausforderung an schöpferische Phantasie, Verstandeskraft, Arbeitswillen, Ausdauer und Genauigkeit.
Kenntnis einiger Querverbindungen zwischen Mathematik, Bildender Kunst, Musik und Kulturgeschichte.
Im Abschnitt “Didaktische Grundsätze” ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen:
Wird auch der Einstieg in die mathematische Problematik meist aus der Anschauung und Alltagserfahrung zu erfolgen haben, so ist doch früh das Verständnis für abstrakte Methoden und Modelle zu wecken, zunächst als Spiel mit selbstgegebenen Regeln (fallweise auch im Team), später als schrittweiser Aufbau eines umfassenden Systems.
Durch Pflege sinnvoller Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen (insbesondere zu Musikerziehung, Bildnerischer Erziehung sowie Geschichte und Sozialkunde) soll jede Isolierung mathematischen Wissens und Könnens vermieden werden. Mit Beharrlichkeit soll auf sorgfältige Arbeitsweise, auf Genauigkeit und gefällige äußere Form, insbesondere der geometrischen Konstruktionen, geachtet werden, wobei die sinnvolle Verwendung von Farben stets willkommen ist.
BIOLOGIE UND UMWELTKUNDE
Wie Anlage A.
PHYSIK
Wie Anlage A, mit folgender Ergänzung:
Im Abschnitt „Bildungs- und Lehraufgabe“ ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen:
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen, insbesondere zu Musikerziehung (Klangerzeugung, Musikinstrumente, Tonintervalle) beziehungsweise zu Bildnerischer Erziehung (Farbenlehre), zu Geschichte und Sozialkunde sowie zu Geographie und Wirtschaftskunde sind zu pflegen.
PSYCHOLOGIE UND PHILOSOPHIE
Wie Anlage A für das Gymnasium.
INFORMATIK
Wie Anlage A.
MUSIKERZIEHUNG
Unterstufe
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Musikunterricht soll einen selbstständigen, weiterführenden Umgang mit Musik unter Beachtung altersspezifischer Voraussetzungen auf der Basis von Handlungsorientiertheit, Aktualität, kultureller Tradition und Lebensnähe vermitteln. Dies soll in der aktiven Auseinandersetzung mit möglichst vielen musikalischen Bereichen, Epochen und Ausdrucksformen erfolgen. Dabei sollen ästhetische Wahrnehmungsfähigkeit, Vorstellungskraft, Ausdrucksfähigkeit und Fantasie der Schülerinnen und Schüler eine Erweiterung und Differenzierung erfahren.
Die systematische und aufbauende – ausgehend von den Vorkenntnissen – Weiterentwicklung der musikalische Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler ist das Ziel. Im Laufe der vier Unterrichtsjahre ist ein Repertoire an Liedern, Tänzen, Instrumentalstücken und Hörbeispielen zu entwickeln und zu festigen. Durch die Beschäftigung mit Musik sollen Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Toleranz gefördert werden.
Die Vernetzung von Musik und Lebenswelt und die gesellschaftliche Bedeutung von Musik sollen – auch mit Hilfe von fächerübergreifendem Unterricht – erkannt werden. Dazu gehört auch das Erfahren und das Wissen um die psychischen, physischen, sozialen, manipulierenden und therapeutischen Wirkungen von Musik und deren Nutzung.
Kritikfähigkeit und Bewertung musikalischen Geschehens und künstlerischer Leistungen unter Anwendung fachkundiger Äußerung wird angestrebt. Musik soll als Faktor individueller Lebensgestaltung sowie als Möglichkeit für die eigene Berufswahl erkannt werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, am regionalen Kulturleben gestaltend mitzuwirken. Dazu dienen Einsichten in die Wechselwirkungen von Musik und Wirtschaft auf regionaler und überregionaler Ebene.
Besonderer Wert ist auf die Bewusstmachung der musikalischen Identität Österreichs im historischen, regionalen und internationalen Kontext zu legen.
Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule:
– Musik als wesentlicher Bestandteil in Kult und Religion
– Religion und Weltanschauung als Impuls für kompositorisches Schaffen
– Musik als nonverbale, wertprägende Sprache, die auf Empfinden, Vitalität, Gemüt, Atmosphäre, Zusammengehörigkeitsgefühl, Gemeinschaftserlebnis wirkt
– Musik als Spiegel und Former des Lebensgefühls und des Zeitgeistes
Beiträge zu den Bildungsbereichen:
Verständigungsmöglichkeiten über die Sprache hinaus; Textgestaltung mit musikalischen Mitteln; künstlerischer und physiologischer Umgang mit der eigenen Stimme; fachkundige Äußerungen über Musik; multikulturelles Verständnis; Wirkung von Medien
Musik als Spiegel der Gesellschaft, Jugendkultur; kritisches Konsumverhalten – sinnvolle Freizeitgestaltung; gesellschaftliches Verhalten und Erleben im Kulturbetrieb – Verständnis für künstlerische Lebenswelt; Musik als Wirtschaftsfaktor – Musikland Österreich – Berufswelt Musik; Entwicklung des Kulturverständnisses durch Toleranz und Kritikfähigkeit; kreativer Umgang mit neuen Medien; Erziehung zur Genauigkeit
Akustik und Instrumentenkunde, physiologische Grundlagen des Hörens und der Stimme; analytische und kreative Problemlösungsstrategien
Fertigkeiten der Reproduktion, Produktion und Improvisation durch Singen, Musizieren, Bewegen, Gestalten; Entwicklung der Fantasie, Spontaneität und Kreativität – individuell und in Gemeinschaft; nonverbale Kommunikation; emotionale Intelligenz – emotionale Befindlichkeit mit Musik
Didaktische Grundsätze:
Die Lehrplanbereiche vokales Musizieren, instrumentales Musizieren, Bewegen, Gestalten, Hören, Grundwissen sind immer im Zusammenhang zu sehen und dem jeweiligen Lernziel entsprechend zu vernetzen. Dabei sind fächerübergreifende und fächerverbindende Aspekte besonders zu berücksichtigen.
Grundlage für theoretisches Wissen hat das musikalische Handeln – auch mit improvisatorischen Mitteln – und der Zusammenhang mit dem musikalischen Werk zu sein. Die einzelnen Stufen: Kennenlernen – Erfahren und Erleben – Erlernen, Erarbeiten und Üben – Wissen und Anwenden (rezeptiv, reproduktiv, kreativ) sind zielorientiert einzusetzen. Ausgehend von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ist das Interesse für die vielfältigen Ausdrucksformen in der Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen vor allem praxisorientiert zu wecken und weiter zu entwickeln. Dabei sind auch regionale musikalische Traditionen zu berücksichtigen.
Instrumente, Materialien, Medien und aktuelle Technologien sind mit einzubeziehen. Durch selbstständiges Lernen in verschiedensten Sozialformen ist das Interesse zu fördern, der Lernerfolg zu sichern und zu partnerschaftlichem und kommunikativem Verhalten beizutragen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen den Lehrer bzw. die Lehrerin im Unterricht musikalisch tätig erleben.
Ein unerlässlicher Bestandteil der Unterrichtsgestaltung ist die aktive Einbeziehung von Künstlerinnen, Künstlern, Expertinnen und Experten sowie die Verbindung zum regionalen und überregionalen Kulturleben in und außerhalb der Schule. Schulveranstaltungen wie der Besuch von verschiedenartigen musikalischen Veranstaltungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Allgemeinbildung.
Projekte und Veranstaltungen können die Schülerinnen und Schüler zu künstlerischer Tätigkeit anregen und das Gemeinschaftserlebnis fördern.
Die Zusammenarbeit mit dem Instrumentalunterricht bzw. Chor oder Orchester hat zur notwendigen Verbindung von Musizierpraxis, theoretischem Wissen und Reflexion über Musik beizutragen.
Lehrstoff:
Kernbereich:
1. und 2. Klasse
Vokales Musizieren:
Stimmbildung und Sprecherziehung in Gruppen und chorisch (Lockerung, Haltung, Atmung, Ansatz, Artikulation); Repertoireerwerb auch unter Berücksichtigung der Hörerfahrung und der regionalen musikalischen Traditionen; Erarbeiten und Üben ein- und mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit; Gestaltung von Liedern aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit oder ohne Begleitung, auch in Verbindung mit Bewegung; Blattsingübungen im Oktavraum
Instrumentales Musizieren:
Handhabung von Rhythmusinstrumenten und Stabspielen; Musizieren mit herkömmlichen, selbst gebauten, elektronischen und Körperinstrumenten; Gruppenimprovisationen und Erfindungsübungen als Anregung zu kreativem Gestalten; Erarbeiten von Begleitmustern; praktische Umsetzung von musikkundlichen Inhalten
Bewegen:
Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung; Erarbeiten und Üben von Körperhaltung und Bewegungsabläufen; gebundene und freie Bewegungsformen auch unter Einbeziehung von Materialien und Instrumenten; Erfahren von Metrum, Takt, Rhythmus, Melodie sowie Form, Klang und Stil durch Bewegung; Gruppentänze, vorgegebene und selbsterarbeitete Tanzformen, Tanzlieder
Gestalten:
Textliches, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik; kreatives Spiel mit Rhythmen, Tönen und Klängen; Nutzung von Medien und neuen Technologien
Hören:
Erfahren, Beschreiben und Bewerten der akustischen Umwelt; Entwicklung von emotionalen, aber auch kognitiven Bezügen zur Musik durch Hören ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Epochen, Stilen, Funktionsbereichen und Kulturkreisen und beim vokalen und instrumentalen Musizieren
Grundwissen:
1. Klasse:
Grundbegriffe der Musiklehre vor allem in Zusammenhang mit dem Klassenrepertoire: grafische und traditionelle Notation als Basis für das Singen, Musizieren und Hören; Halbtonschritte, Ganztonschritte und Intervalle in Verbindung mit Tonleitern; Pentatonik; Einführung in die Klangstrukturen neuer Musik; Dreiklänge (Dur, Moll); Metrum, Takt, Rhythmus; Tempobezeichnungen; dynamische Bezeichnungen; Entwicklung von zeitlichen und dynamischen Vorstellungen; Motiv, Thema; Wiederholung, Sequenz, Variierung; zwei- und dreiteilige Liedform; Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern in Zusammenhang mit ausgewählten Musikbeispielen; Aufbau eines musikalischen Fachvokabulars
2. Klasse:
Molltonleitern; Feinbestimmung der Intervalle; Chromatik; Dreiklangsarten (Dur, Moll, vermindert, übermäßig); Dreiklangsumkehrungen; Klangstrukturen neuer Musik; Quintenzirkel; die menschliche Stimme: Funktionsweise, Gattungen; optisches und akustisches Erkennen der gebräuchlichen Instrumente und deren Spielweise; Variation, Reihenform, Rondo; Musikerinnen und Musiker in ihrem historisch-sozialen Umfeld in Verbindung mit ausgewählten Musikbeispielen
3. und 4. Klasse:
Vokales Musizieren:
Stimmbildung unter Berücksichtigung der körperlichen und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen; stilgerechter Einsatz der Stimme; Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires; Erarbeiten und Üben ein- und mehrstimmiger Lieder unter Berücksichtigung der mutierenden Stimmen und im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit; exemplarische Lieder zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen in möglichst stilgerechter Umsetzung; Sprechstücke
Instrumentales Musizieren:
Ensemblebildung entsprechend dem instrumentalen Ausbildungsstand; Musizieren von Stücken verschiedener Epochen und Stilrichtungen in unterschiedlichen Notationsformen; Erarbeiten von Begleitmustern mit erweiterten technischen und musikalischen Ansprüchen; praktische Umsetzung der musikkundlichen Inhalte
Bewegen:
Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung; verschiedene Bewegungsformen und Tänze unter Berücksichtigung der aktuellen Musik; exemplarische Tänze zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Gestalten:
Gestaltung von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven, Texten und Bewegungsabläufen; Einbeziehung aktueller Medien; musikalische Umsetzung von Stimmungen und Gefühlen und bildlichen Darstellungen; Gestaltung szenischer Abläufe
Hören:
Hören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stile aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen; kritische Auseinandersetzung mit den Wirkungen von Musik; fachliches Verbalisieren von Hörerfahrungen
Grundwissen:
3. Klasse:
Akkordverbindungen; Funktionsharmonik; Schlussformen; Septakkorde; modale Tonarten; Ganztonleiter; Lied, Oper, Oratorium, Musical; Suite, Konzert, Programmmusik; Grundlagen der Akustik und Instrumentenkunde; Ensembles und Besetzungen in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen; Musik und Biografien von Musikerinnen und Musikern in ihrem historisch-sozialen Umfeld; Auseinandersetzung mit der akustischen Umwelt; Umgang mit Medien
4. Klasse:
Polyphone Techniken; Sonatenhauptsatzform; Sonate und Symphonie; Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts; zeitgenössische Musik; die großen Entwicklungslinien der Musik und ihre bedeutenden Persönlichkeiten im historischen, sozialen und wirtschaftlichen Umfeld; Musik und Computer
Erweiterungsbereich:
Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze festgelegt (siehe den Abschnitt “Kern- und Erweiterungsbereich” im Dritten Teil)
Oberstufe
Bildungs- und Lehraufgabe (5. bis 8. Klasse):
– rhythmische, melodische und harmonische Übungen mit Stimme, Körper und Instrument Hausübungen dienen der Festigung der im Unterricht erworbenen Kompetenzen
– Stimmbildungsübungen im Hinblick auf Tonumfang, Registerausgleich, Klangentwicklung Die Anzahl und -differenzierung der Zeitrahmen für Schularbeiten sind dem Abschnitt „Leistungsfeststellung“ des dritten Teiles der Anlage A zu entnehmen.
– den Musikgeschmack anderer Akzeptanz und Respekt entgegenbringen
– unbekannter und ungewohnter Musik offen begegnen
– gemeinsam Regeln entwickeln und sich an Vereinbarungen halten
– Arbeitsprozesse in der Gruppe miteinander planen und durchführen
– sich je nach Anforderung in unterschiedlichen Gruppen einordnen oder eine Führungsrolle übernehmen und verantwortungsvoll gestalten
– mit Konflikten in der Gruppe konstruktiv umgehen
– konstruktive Kritik äußern und mit Kritik konstruktiv umgehen
– sich in unterschiedlichen Situationen einfühlend und verantwortungsvoll verhalten
b) Personale Kompetenzen:
– eigene Stärken/Erfolge einschätzen und daraus Selbstvertrauen schöpfen
– Misserfolge analysieren, eigene Schwächen erkennen und an deren Verbesserung arbeiten
– Eigeninitiative entwickeln
– sich ausdauernd und konzentriert mit Musik beschäftigen
– selbstständig und eigenverantwortlich üben
– sich selbstbewusst und in angemessener Form präsentieren
– die eigene künstlerische Leistung ein- und wertschätzen
– künstlerische Verantwortung übernehmen und Projekte mittragen
– Musik als emotionales Ausdrucksmittel erleben und sich dazu äußern
– Musik als positiven Beitrag zur Lebensgestaltung erkennen
c) Kommunikative Kompetenzen:
– Musik als nonverbales Verständigungsmittel erkennen und einsetzen
– gemeinsames Musizieren als kommunikativen Prozess erkennen
– Körpersprache wahrnehmen und bewusst einsetzen
– Stimme und Instrument differenziert einsetzen
– sich deutlich und inhaltlich verständlich äußern
– eigene Ideen entwickeln und auf Ideen anderer eingehen
d) Methodenkompetenzen:
– Lern-, Arbeits- und Übetechniken anwenden
– Informationen einholen, bewerten und in unterschiedliche Arbeitsprozesse einbringen
– aktuelle Technologien und Medien nutzen
Bildungs- und Lehraufgabe, Lehrstoff:
Die Kompetenzen sind mit dem thematischen Schwerpunkt des jeweiligen Semesters/der jeweiligen Schulstufe zu verbinden. In unterschiedlichen Semestern gleichlautende Kompetenzen sind nach Komplexität und Anspruchsniveau zu differenzieren. Aus dieser Differenzierung ergibt sich eine Progression innerhalb dieser Kompetenzen.
5. und 6. Klasse: Klasse (1. und 2. Semester)
– zweistimmige polyphone Satztechniken die Sing- und Sprechstimme unter Anwendung stimmtechnischer Grundlagen bewusst und gestalterisch einsetzen
– Tonsysteme ein einfaches Repertoire einstimmig und mehrstimmig ohne und mit Instrumentalbegleitung melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher singen
– Stimmphysiologie Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– akustische Grundlagen, Instrumentenkunde mit Stimme und/oder Instrument auf elementarer Ebene improvisieren
– Systematik der vokalen und instrumentalen Formen und Gattungen aller Stilepochen unter Berücksichtigung der praktischen vokalen einfache melodische und instrumentalen Kenntnisse; ausgewählte Literatur im entsprechenden musikhistorischen harmonische Strukturen erkennen und biographischen Kontext anwenden
– einfache melodische und rhythmische Motive erfinden und bearbeiten
– Musik durch Bewegung erfassen und Bewegungsabläufe zur Musik gestalten
– traditionelle Notenschrift lesen und anwenden
Hören, erfassen, beschreiben, analysieren, Kontexte herstellen
– Stimmtypen erkennen und beschreiben
– Instrumente erkennen und beschreiben
– Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen
– die Funktionen von Musik erfassen und erklären
– einfache musikalische Strukturen erkennen und beschreiben
– Merkmale populärer Musik anhand ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Epochen und Stilen
– Stars und Virtuosen
– Gebrauchsmusik
– Filmmusik
– Bausteine der Musik
– Musik und Technik
– Songwriting
– Urheberrecht
6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3
Unterschiedliche Erscheinungsformen von Vokalmusik
a) Vokales und instrumentales Gestalten
– die Sing- und Sprechstimme unter Anwendung stimmtechnischer Grundlagen bewusst und gestalterisch einsetzen
– ein anspruchsvolleres Repertoire melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher singen
– Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– mit Stimme und/oder Instrument mit erweiterten musikalischen Mitteln improvisieren
b) Hören, erfassen, lesen und notieren
– melodische und harmonische Strukturen erkennen und anwenden
– melodische und rhythmische Motive erfinden und bearbeiten
– Musik durch Bewegung erfassen und Bewegungsabläufe zur Musik gestalten
– verschiedene Notationsformen lesen und anwenden
Hören, erfassen, beschreiben, analysieren, Kontexte herstellen
– Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen
– musikalische Strukturen erkennen und beschreiben
– Formen des Musiktheaters
– weltliche und geistliche Vokalformen
– Textvertonungen
– Wort-Ton-Verhältnis
– polyphone Gestaltungsprinzipien
– formale Zusammenhänge
4. Semester – Kompetenzmodul 4
Unterschiedliche Erscheinungsformen von Instrumentalmusik
a) Vokales und instrumentales Gestalten
– die Sing- und Sprechstimme unter Anwendung stimmtechnischer Grundlagen bewusst und gestalterisch einsetzen
– ein anspruchsvolleres Repertoire melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher singen
– Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– mit Stimme und/oder Instrument mit erweiterten musikalischen Mitteln improvisieren
b) Hören, erfassen, lesen und notieren
– melodische und harmonische Strukturen erkennen und anwenden
– melodische und rhythmische Motive erfinden und bearbeiten
– Musik durch Bewegung erfassen und Bewegungsabläufe zur Musik gestalten
– verschiedene Notationsformen lesen und anwenden
Hören, erfassen, beschreiben, analysieren, Kontexte herstellen
– Ensembles unterscheiden, beschreiben und an ihrem Klang erkennen
– Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen
– musikalische Strukturen erkennen und beschreiben
– Kompositionstechniken
– Klangkörper im Wandel der Zeit
– formale Zusammenhänge
– Instrumentation und Arrangement
– zyklische Formen
– Instrumentalgattungen
– polyphone Gestaltungsprinzipien
7. und 8. Klasse:
5. und 6. Klasse: Semester –Kompetenzmodul 5
– ein anspruchsvolleres Repertoire melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher singen
– Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– mit Stimme und/oder Instrument improvisieren
– Klassenensembles leiten
b) Hören, erfassen, lesen und notieren
– melodische und harmonische Strukturen erkennen und anwenden
– gängige Musiksoftware einsetzen
Hören, erfassen, beschreiben, analysieren, Kontexte herstellen
– Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen und in einen musikgeschichtlichen und biografischen Kontext stellen
– musikalische Strukturen analysieren und in Fachsprache beschreiben
– sich über die Rolle von Musik als Wirtschaftsfaktor äußern
– Interpretinnen und Interpreten
– Volksmusik
– Spezifische regionale/nationale Ausprägungen von Musik in unterschiedlichen Erscheinungsformen
– außereuropäische Musikkulturen
– World-Music
– Festivals
– Entwicklung des Jazz
– formale und harmonische Strukturen des Jazz
– Musik und Business
– Musiksoftware
6. Semester – Kompetenzmodul 6
Wirkung und Effekt
a) Vokales und instrumentales Gestalten:
– ein Repertoire mit gesteigerten Anforderungen melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher singen
– Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– mit Stimme und/oder Instrument improvisieren
– Klassenensembles leiten
b) Hören, erfassen, lesen und notieren:
– melodische und harmonische Strukturen erkennen und anwenden
– gängige Musiksoftware einsetzen
Hören, erfassen, beschreiben, analysieren, Kontexte herstellen:
– Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen und in einen musikgeschichtlichen und biografischen Kontext stellen
– musikalische Strukturen analysieren und in Fachsprache beschreiben
– Wirkung von Musik erfassen und erklären
– absolute Musik
– Programmmusik
– Musikpsychologie
– Medien und Publikum
– Musiksoftware
– synästhetische Phänomene
– Wirkung von Akkordverbindungen
– Spannung und Lösung
– Affektenlehre
8. Klasse – Kompetenzmodul 7
7. und 8. Klasse: Semester
– Vergleichen von Interpretationen ein stilistisch vielfältiges Repertoire melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher und stilgerecht singen
– Bewusstmachen Melodieverlauf, Rhythmus und Interpretieren musikhistorischer Entwicklungen aus der Sicht der Gegenwart Dynamik erfassen und umsetzen
– Entwickeln eines ästhetischen Bewusstseins in der Vernetzung von musikpraktischen und kognitiven Inhalten Klassenensembles leiten
– ökonomischer Gebrauch der Stimme Werke aus einem ausgewählten Hörrepertoire erkennen und in einen musikgeschichtlichen, kulturellen und biografischen Kontext stellen
– reine Intonation musikalische Strukturen analysieren und in Fachsprache beschreiben
– klangvolles Singen stilistische Merkmale erkennen, beschreiben und Sprechen zuordnen
– Entwicklung der inneren Tonvorstellung Musik und andere Kunstformen
– die Wahrnehmungsfähigkeit zum Erfassen formaler Verläufe, harmonischer Bezüge Musik und stilistischer Merkmale Politik
– textierte Übungen ein stilistisch vielfältiges Repertoire melodisch und rhythmisch richtig sowie textsicher und stilgerecht singen
– Resonanzübungen Melodieverlauf, Rhythmus und Dynamik erfassen und umsetzen
– Gestaltungsaufgaben im Zusammenhang mit Texten, Bewegung komplexe melodische und Instrumentalspiel harmonische Strukturen erkennen und anwenden
BILDNERISCHE ERZIEHUNG
… 32 unveränderte Absätze
Unterstufe
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wie im Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung (Anlage A). Spezielle Zusätze für das Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung:
Im Hinblick auf die besonderen Begabungen der Schülerinnen und Schüler, die sich aufgrund der Eignungsprüfung für die Sonderform unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung qualifiziert haben, und auf Basis der höheren Wochenstundenanzahl ist eine entsprechend stärkere Intensität in der Auseinandersetzung mit den Inhalten des Lehrstoffs und eine höhere Leistungsanforderung das Ziel.
Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule und Beiträge zu den Bildungsbereichen:
Wie im Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung (Anlage A).
Didaktische Grundsätze:
Wie im Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung (Anlage A); die Stundensumme in der Unterstufe ist höher als in Anlage A, was bei der Planung des Unterrichtes und durch die jeweilige zeitliche Gewichtung und konkrete Umsetzung der Vorgaben zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus ist zu beachten:
Neben dem Erreichen der elementaren fachspezifischen Lernziele sind die individuellen Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler gezielt zu entwickeln und besonders zu fördern. Gehobene Anforderungen im Rahmen anspruchsvoller Aufgaben, die den Einsatz aller gewonnener Einsichten und Erfahrungen herausfordern, sind zu stellen.
Die Vielfalt der bildnerischen Problemstellungen ist nach Art, Umfang und curricularer Bedeutung ihrer Inhalte zu strukturieren und dem individuellen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzupassen.
Fallweises Experimentieren soll als wichtiger Bestandteil im kreativen Prozess bewusst in den Unterricht eingebaut werden.
Themen und Inhalte aktueller Anlässe sind ebenso wie fächerübergreifende und öffentlichkeitsorientierte Projekte verstärkt für das Erreichen bildnerischer Lernziele zu nutzen.
Außerschulischer Expertinnen und Experten sowie ergänzende Unterrichtsveranstaltungen, die sich an örtlichen Gegebenheiten und aktuellen Anlässen orientieren sollen, sind in die Unterrichtsarbeit einzubeziehen. Dazu gehören auch Lehrausgänge zur Kunstbetrachtung am Original.
Die Selbstständigkeit und Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit den Bildungsinhalten ist zunehmend – zB über schriftliche Reflexionen, Referate und Präsentationen – zu entwickeln und zu fördern.
Sachgebiete:
Wie im Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung (Anlage A).
Lehrstoff:
Wie im Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung (Anlage A). Darüber hinaus:
Kernbereich:
1.-4. Klasse:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
– bildnerische Gestaltungsmittel aus allen Sachbereichen systematisch kennen und erproben lernen
– sich mit der Vielfalt an Ausdrucksformen der bildenden Kunst vertieft auseinandersetzen
– vertieftes und differenziertes Wissen über kunsthistorische Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen Ursachen erwerben
– das Fachvokabular kennen und konsequent anwenden lernen
– sich mit selbst gewählten bildnerischen Themen und Inhalten sowie mit einzelnen Techniken aus dem visuellen und haptischen Bereich vertieft auseinandersetzen
– sich mit Gestaltungsaufgaben aus ihrem persönlichen Lebensbereich verstärkt auseinandersetzen
– elementare Einsichten betreffend Einsatz der digitalen Medien im Dienste fachspezifischer Aufgaben gewinnen
– im Rahmen konkreter bildnerischer Gestaltungsaufgaben die Effizienz klassischer und digitaler Bild- und Schrifttechniken vergleichen und abschätzen lernen
– bildnerische Projekte mit angewandten Aufgabenstellungen im Rahmen von Wettbewerben, Ausstellungen, Schulveranstaltungen und anderen öffentlichkeitswirksamen Projekten durchführen lernen (Filmprojekte, Theater- und Musikveranstaltungen, Modeschauen, Feste und Feiern sowie andere ästhetisch geprägte Situationen)
Erweiterungsbereich:
Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze festgelegt (siehe den Abschnitt “Kern- und Erweiterungsbereich” im Dritten Teil).
Oberstufe
Bildungs- und Lehraufgabe (5. bis 8. Klasse):
– eine gesteigerte die an der Unterstufe erworbenen Sach- und differenzierte Fähigkeit zum Erfassen Methodenkenntnisse, Fertigkeiten, Einsichten und Umsetzen von Gestaltqualitäten ästhetischer Produkte Haltungen sowie die sinnliche Erlebnisfähigkeit, die schöpferischen Kräfte und das Ausdrucksvermögen erweitern, differenzieren und vertiefen
– persönliche bildnerische Schwerpunkte in der vertiefenden und reflektierenden Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst und in der produktiven, gestalterischen Tätigkeit Wahrnehmungsbezogenes mit Begrifflich-Logischem verbinden und anschauliches Denken entwickeln
– die Auseinandersetzung mit kunstwissenschaftlichen Aussagen das kritische Bewusstsein in Bezug auf Klischees und Theorien Rollenbilder schärfen
– eigenverantwortliches in verschiedenen Lebensbereichen den Gestaltungswillen und selbstständiges Nutzen von Medien die Freude an bewusster Gestaltung fördern sowie das geistige und Einrichtungen der Kunstvermittlung emotionale Potential von Kunst erschließen
– über die schöpferischen Kräfte strukturierte Dokumentation der eigenen Arbeit einen vertieften Bezug zur persönlichen Leistung ermöglichen und Verständnis für künstlerische Leistungen die Bereitschaft zur Reflexion entwickeln
– Freude an in der eigenen Arbeit Nutzung des fachtypisch interdisziplinären Potentials allgemeine Transferleistungen ermöglichen, wissenschaftliches Denken und Leistung Arbeiten vorbereiten und damit einen wesentlichen Beitrag für die Studierfähigkeit sowie zur Berufsvorbereitung leisten
– zur Profilierung der persönlichen Ausdrucksfähigkeit differenzierte Kenntnisse und Fertigkeiten in Kommunikationsfähigkeit und Medienkompetenz entwickeln
– zur Identitätsfindung das jeweilige kulturelle Umfeld in größere gesellschaftliche Zusammenhänge stellen und Persönlichkeitsentwicklung dazu befähigen, am zeitgenössischen Kulturgeschehen bewusst teilzunehmen
– für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen über die intensive, aufbauend strukturierte Aneignung technischer Fertigkeiten eine dem Zeitausmaß und dynamischen Fähigkeiten der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Sicherheit in der bildnerischen Praxis entwickeln
– zu sachkompetenter Mitwirkung bei der Gestaltung der Lebensumwelt die Fähigkeit zum Erfassen und Umsetzen von Gestaltqualitäten ästhetischer Produkte steigern und differenzieren
– zur sinnerfüllten Lebensgestaltung sowie Studierfähigkeit und Berufsorientierung die Qualität der eigenen Arbeit in Form öffentlichkeitsorientierter Präsentationen sichtbar machen
– zur Entwicklung von Grundlagen im Vorfeld professioneller bildnerisch-gestaltender Tätigkeit in facheinschlägigen Studien individuelle bildnerische Schwerpunkte setzen und Berufen vertiefen
Transferieren von kreativer Kompetenz aus dem Lernfeld Kunst in alle Bildungsbereiche; Bildnerisches Denken und Gestalten als verfügbare Methode zu kreativem Handeln gebrauchen können; Entwickeln von Problemlösungsstrategien, experimentellen Vorgangsweisen, paradoxen Zugängen, divergierendem Denken, Versuch-Irrtum-Lernen, Modellkonstruktionen; konstruktives und kreatives Umgehen mit „Fehlern“; Entwickeln von praktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten im Umgang mit Geräten, Werkzeugen und Materialien
Ausbilden der sinnlichen Fähigkeiten zur qualitätsvollen Kommunikation mit der Umwelt; Entwickeln der emotionalen Bildung durch bewussten Umgang mit Gefühlen und persönlichen Stärken und Schwächen; Auseinandersetzen mit unterschiedlichen Ausdrucksformen des menschlichen Körpers in Kunst und Kultur; Erkennen ergonomischer Aspekte in Architektur und Design; Steigern der Lebensqualität durch schöpferische Tätigkeit und durch Kunstverständnis
Didaktische Grundsätze (5. bis 8. Klasse):
– Die für die Unterstufe formulierten Grundsätze behalten auch für die Oberstufe ihre Gültigkeit. Der Unterricht muss auf den in der Unterstufe erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen aufbauen
– Durch eine Vielfalt an Inhalten, Methoden, Materialien und Techniken ist den unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen
– Die Unterrichtsgestaltung hat zwischen Strukturierung und Offenheit einen Rahmen für komplexe Lernsituationen zu schaffen und vielfältige Lernchancen zu ermöglichen. Dazu gehört auch das Nutzen des Bildungspotentials, das in der konstruktiven Wechselbeziehung zwischen praktischer Arbeit und Reflexion wirksam wird
– Die Möglichkeit, die bildnerische Arbeit in einen größeren Sinn- und Produktionszusammenhang zu stellen, ist im Rahmen von Projekten zu wechselnden Themenkreisen zu nutzen
– Formen des fächerverbindenden Unterrichts sind in allen Schulstufen anzustreben, um über fachspezifische Zugänge Einsichten in gemeinsame Problemfelder zu gewinnen
– Die Lerninhalte sind im Hinblick auf persönliche Interessens- und Lebensbereiche in zunehmendem Maße von den Schülerinnen und Schülern mitzubestimmen und eigenverantwortlich zu bearbeiten. Bei der Auswahl haben die Lehrerinnen und Lehrer Entscheidungshilfen anzubieten und bei der Umsetzung der Aufgabenstellung thematisch, technisch, gestalterisch und arbeitsorganisatorisch zu beraten
– Erscheinungsformen und Entwicklungslinien der bildenden und angewandten Kunst, der Architektur und der visuellen Medien sind exemplarisch in thematisch-funktionellen Zusammenhängen unter Beachtung der chronologischen Zuordnung und der zeitbedingten Besonderheiten zu erschließen. Diese Methode baut ein vernetztes Wissen auf, entwickelt Verständnis und fördert Fähigkeiten, die für Transferleistungen und die Bewältigung komplexer Inhalte notwendig sind
– Durch geeignete Rahmenbedingungen ist im Bereich der Reflexion das selbstorganisierte Erarbeiten von Lerninhalten durch die Schülerinnen und Schüler zunehmend zu fördern
– Sowohl die qualitative Erarbeitung der praktischen Lernziele und deren notwendige reflektorische Einbettung als auch der Anspruch auf lebensbegleitende Pflege der persönlichen kreativen Ressourcen stellen besondere Anforderungen an den Organisationsrahmen der Lernprozesse. Die Doppelstunde als minimale Zeiteinheit des Unterrichtsgeschehens ist eine Voraussetzung dafür
– Da in der Erarbeitung der Fachinhalte der Bildnerischen Erziehung eine sinnlich-anschauliche Form der Auseinandersetzung von besonderer Bedeutung ist, sind Einsatz und Ergiebigkeit der Lehrmittel von besonderer Wichtigkeit. Bei der Wahl der Bildmedien ist auf Effizienz und optimale Qualität zu achten
Am Gymnasium/Realgymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung gilt weiters:
– Neben dem Erreichen der elementaren fachspezifischen Lernziele sind die individuellen Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler gezielt zu entwickeln und intensiv zu fördern
– Komplexe Aufgaben, die die Vernetzung der gewonnenen Einsichten und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler herausfordern, sind zu stellen
– Die bildnerischen Problemstellungen sind nach Art, Umfang und Bedeutung ihrer Inhalte so zu strukturieren, dass sie dem individuellen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden
– Aktuelle Anlässe, Wettbewerbe und öffentliche Ausstellungen von Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sind verstärkt zur Erreichung bildnerischer Lernziele zu nutzen
– Interdisziplinäre Erfahrungen und Kenntnisse sind über fächerverbindendes Arbeiten in der Schule und Einbeziehen von außerschulischen Expertinnen und Experten zugänglich zu machen. Einblicke in Strukturen fachverwandter Einrichtungen und Berufe sind zu ermöglichen
– Die Auseinandersetzung mit Originalwerken ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Unterrichts
– Die Unterrichtsarbeit ergänzende Schulveranstaltungen richten sich nach örtlichen Gegebenheiten und aktuellen Anlässen
– Durch regelmäßiges Arbeiten mit Fachliteratur und geeigneten Medien ist die individuelle Zusammenstellung von geeignetem Bildmaterial und das Sammeln und Verfassen von Fachtexten durch die Schülerinnen und Schüler zu fördern
– Hausübungen sind im erforderlichen Ausmaß zu geben und dienen der Verfestigung von praktischen und theoretischen Fähigkeiten und Kenntnissen, aber auch der Vorbereitung bzw. Durchführung von Teilen größerer Projektarbeiten
– In der 7. und 8. Klasse sind Schularbeiten (7. Klasse zwei zweistündige je Semester, 8. Klasse eine zweistündige und eine dreistündige Schularbeit im 1. Semester sowie eine vierstündige im 2. Semester) durchzuführen. Bei jeder Schularbeit ist ein Bezug zur praktischen Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler herzustellen
Bildungs- und Lehraufgabe, Lehrstoff:
Kompetenzmodell
Die drei für den Unterrichtsgegenstand Bildnerische Erziehung relevanten Kompetenzbereiche setzen sich zusammen aus Bildnerische Praxis, Reflexion sowie Dokumentation und Präsentation. Die Kompetenzen und Teilkompetenzen der fünften Klasse benennen die Basiskompetenzen, welche in den aufsteigenden Klassen kontinuierlich vertieft und verdichtet werden. Die angeführten exemplarischen Inhalte dienen als Beispiele zur Erarbeitung der fachlichen Teilkompetenzen.
5. bis 8. Klasse: (1. und 2. Semester)
– zur Entfaltung der schöpferischen Kräfte und zur Entwicklung der persönlichen Bildsprache freies Arbeiten praktizieren Gestaltungsaufgaben aus unterschiedlichen bildnerischen Bereichen bearbeiten
– thematisch gebundene Gestaltungsaufgaben, die eine bildnerische Umsetzung vorgegebener Inhalte über Material- und Gestaltungserfahrungen zum Ziel haben (zB literarische Inhalte, Tagesthemen, Werbebotschaften, Signet) sowie zweckgebundene Gestaltungsaufgaben mit technischen Vorgaben (zB Denkmal, Werbespot, Architekturmodelle, Produktdesign) bearbeiten zielgerichteten Einsatz der bildnerischen Mittel gelangen
– gezieltes Naturstudium, das die intensive Auseinandersetzung mit bildnerischen Teilaspekten ermöglicht (zB auch Anatomiestudien unter besonderen Voraussetzungen) Repertoire eigener Bildvorstellungen und gegebenenfalls im Zusammenhang mit einer größeren Arbeit steht (zB Themenzyklen), durchführen Darstellungsmöglichkeiten erweitern
– Sachzeichnungen und Werkzeichnungen digitale Medien im Dienste komplexer Projekte sowie Studien bzw. Skizzen zu bestimmten Gestaltungsaufgaben (Naturstudien, Personendarstellungen, Architekturstudien, Planzeichnungen, Darstellungsformen räumlicher Sachverhalte usw.) herstellen fachspezifischer Aufgaben einsetzen
– digitale Medien im Dienste fachspezifischer Aufgaben einsetzen die eigenen Gestaltungsabsichten und als Werkzeug der Produktion, Präsentation Arbeitsergebnisse reflektieren und Kommunikation kennen lernen bewerten
– die aktive Planung und Durchführung von öffentlichkeitswirksamen bildnerischen Projekten sowie die Teilnahme an Wettbewerben mit Phänomenen der visuellen Massenmedien bewusst und Ausstellungen erproben verantwortungsvoll umgehen
– Einsichten gewinnen in Strukturen der sinnlich erfahrbaren Welt als Voraussetzung für Bildverstehen, Bildgebrauch und Kommunikation
– Bewusstsein für gesellschaftliche Funktionen bildlicher Darstellungen entwickeln
– Entwicklungslinien der bildenden und angewandten Kunst kennen
– Kenntnisse über Werkstoffe und Arbeitsmittel erwerben
– Kunstwerke analysieren und Interpretationen anbahnen
Dokumentation und Präsentation
Grafik, Malerei, Plastik, Architektur, Design, gestaltete Umwelt, Fotografie, Film, Studien vor dem Objekt, Raumdarstellung, Bildnerische Mittel, Komposition, Gestaltungsprozesse (Skizze, Studie, Entwurf)
Fachvokabular des Gestaltens und Reflektierens, Bereiche der Bildenden Kunst, Vergleichende Werkbetrachtungen, Bildgattungen, Epochenraster, Original und Reproduktion, massenmediale Bildproduktion (Fernsehen, Film, Internet)
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Werktagebuch, Ausstellung
6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3
Bildnerische Praxis
– gestalterische Strategien zu Identitätskonstruktionen erwerben
– durch vielfältige Darstellungs- und Gestaltungsweisen die Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit im Visuellen und Haptischen erweitern
– das Vorstellungsvermögen steigern und eine persönliche, differenzierte Bildsprache entwickeln
– thematisch gebundene Gestaltungsaufgaben, die eine bildnerische Umsetzung vorgegebener Inhalte zum Ziel haben, lösen
– gezieltes Naturstudium zur Auseinandersetzung mit bildnerischen Teilaspekten durchführen, die gegebenenfalls in Zusammenhang zu einem Themenzyklus stehen
– digitale Medien im Dienste fachspezifischer Aufgaben einsetzen
– öffentlichkeitswirksame bildnerische Projekte planen und durchführen
Reflexion
– Reflexivität und Diskursfähigkeit im Umgang mit Bildmedien zeigen
– die eigenen Gestaltungsabsichten und Arbeitsergebnisse reflektieren und bewerten
– exemplarisch Aufgabenfelder und Erscheinungsformen der bildenden und angewandten Kunst kennen
– zeitbedingte Besonderheiten und Entwicklungslinien der bildenden und angewandten Kunst einordnen
– Faktoren erkennen, die in ihrem Zusammenwirken bestimmend für Gestaltung sind
– Kenntnisse über Ausdrucksformen in der bildenden Kunst gewinnen
– Interpretationsversuche zu Kunstwerken anstellen
Dokumentation und Präsentation
– Präsentation und Dokumentation als Möglichkeiten der Kommunikation nutzen
– Ergebnisse der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in exemplarischer Form zusammenstellen
– unterschiedliche Formen der Präsentation verwenden
– Analyse und Interpretation ästhetischer Phänomene anschaulich und sprachlich kompetent darbieten
Exemplarische Inhalte
Grafik, Malerei, Plastik, visuelle Medien und performative Techniken (inszenierte Fotografie, Tableau vivant, Videoclip, literarische Inhalte, Illustration, Tagesthemen, Werbung, Signet, Denkmal, Themenzyklen, Personendarstellungen), Wettbewerbe und Ausstellungen
Fachvokabular des Gestaltens und Reflektierens, vergleichende Werkbetrachtungen, Original und Reproduktion, massenmediale Bildproduktionen (Fernsehen, Film, Internet), Manipulation, Analyse von Kunstwerken (gesellschaftlicher Hintergrund, Anlass, Auftraggeberin bzw. Auftraggeber, Material und Technik, Künstlerinnen- und Künstlerpersönlichkeit), Kunstgeschichte im Überblick
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign
4. Semester – Kompetenzmodul 4
Bildnerische Praxis
– Informationen zielgruppengerecht, medien-, methoden- und themenadäquat visualisieren
– Denk- und Gestaltungsprozesse visualisieren
– Gestaltungsmittel zielgruppengerecht einsetzen und Medienauftritte planen
– zweckgebundene Gestaltungsaufgaben bearbeiten und bildnerische Mittel gezielt einsetzen
– digitale Medien im Dienste fachspezifischer Aufgaben einsetzen und als Werkzeug der Produktion, Präsentation und Kommunikation verwenden
– öffentlichkeitswirksame bildnerische Projekte planen und durchführen
Reflexion
– Visuelle Botschaften dechiffrieren, differenzieren und bewerten
– bildnerische Mittel in ihrer Wirkung erkennen, als Träger von Inhalt und Aussage interpretieren und dabei die lokalen und zeitbedingten Besonderheiten berücksichtigen
– die Wirkung der bildnerischen Mittel im Hinblick auf den Realitätsgehalt medial vermittelter Botschaften erkennen und analysieren
– Ausdrucksformen in der Kunst kennen und kunsthistorische Zusammenhänge im Überblick herstellen
– Funktionen und Bedeutung von Kunst und Bildmedien in einen gesellschaftlichen Kontext setzen
Dokumentation und Präsentation
– Bilder und Medien zur Kommunikation auswählen, ordnen und verwenden
– persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren
– Ergebnisse der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in exemplarischer Form zusammenstellen
– Medien der Informations- und Kommunikationstechnologie fachadäquat und zielorientiert anwenden
– ästhetische Phänomene analysieren, strukturieren und interpretieren sowie anschaulich und sprachlich kompetent darbieten können
Exemplarische Inhalte
Schrift, Layout und Informationsdesign, Scribble, Werktagebuch, Mindmap, Produktdesign, literarische Inhalte, Werbebotschaften, Signet, Plakat, Flyer, Wettbewerbe, Ausstellungen
Bildnerische Mittel, Grafikdesign, Typografie, Zeichen und Geste, Mode/Design, Text/Bild Relation, Filmische Codes, Corporate Design, Urheberrecht, Massenmedien, Werbung, Manipulation, hedonistische, kritische, kommunikative oder wirtschaftliche Funktion von Kunst
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Ausstellungsgestaltung, Präsentationstechniken
7. Klasse
5. Semester – Kompetenzmodul 5
Bildnerische Praxis
– die bildnerische Gestaltungsfähigkeit durch experimentelle und künstlerische Zugangsweisen erweitern
– in der Auseinandersetzung mit der Natur und mit Objekten aus der Lebensumwelt Sachverhalte beobachten und daraus Anregungen für die eigene Gestaltung gewinnen
– künstlerische Strategien für die eigene bildnerische Praxis entwickeln
– einen selbst gewählten bildnerischen Schwerpunkt mit reflektierendem Anteil setzen
– eine persönliche Bildsprache zu komplexen Gestaltungsaufgaben entwickeln
– digitale Medien als Werkzeug der Produktion, Präsentation und Kommunikation verwenden
– öffentlichkeitswirksame bildnerische Projekte planen und durchführen
Reflexion
– Kenntnisse über die Ausdrucksformen in der Kunst und Überblick über die Kunstgeschichte (zB bedeutende Künstlerinnen und Künstler und Werke, thematische und stilistische Besonderheiten, personenbezogene spezielle Werkstoffe und zeitbedingte Schwerpunkte, chronologische Einordnung in den gesellschaftspolitischen Kontext) gewinnen Arbeitsmittel erwerben
– Kenntnisse über Werkstoffe sich eigenständig mit bildender und Arbeitsmittel erwerben angewandter Kunst sowie visuellen Medien auseinandersetzen
– Funktion verschiedene Einrichtungen und Bedeutung Medien der Kunst Kunstvermittlung nützen und der Bildmedien im gesellschaftlichen Kontext (zB hedonistische, therapeutische, kritische, kommunikative oder wirtschaftliche Funktion) erfahren damit Einsichten in den Kunst- und Kulturbetrieb erhalten
– Kenntnisse über kunstwissenschaftliche Aussagen und Theorien gewinnen Beispiele für kunsttheoretische Ansätze kennen
– Methoden und praktische Erfahrungen im Vorfeld wissenschaftlichen Arbeitens erwerben
– Einsichten in den Kunst- Bildersammlungen erweitern und Kulturbetrieb bekommen strukturieren
– künstlerische Prozesse dokumentieren
– Ergebnisse der praktischen Arbeit mit der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung zusammenführen
Exemplarische Inhalte
Experimentelle Verfahren, künstlerische Strategien, Fotografie, Film, digitale Medien, Studien vor dem Objekt, Skizze, Grafik, Malerei, Plastik, Natur- und Architekturstudien, Ausstellungen und Wettbewerbe
Bildentwicklungen in Längsschnitten, Methoden der Bildanalyse (zB vergleichende Bildbetrachtung, Strukturanalyse), Bildgespräch, Recherchemethoden, Museums- und Ausstellungsbesuche, Ateliers, Medien, Fachliteratur, künstlerische Forschung
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Ausstellungsgestaltung, Präsentationstechniken, visuelles Material für vorwissenschaftliches Arbeiten aufbereiten
6. Semester – Kompetenzmodul 6
Bildnerische Praxis
– Raum und Räumlichkeit in die Bildnerische Gestaltung einbeziehen
– Räume als Orte künstlerischer Gestaltung und Intervention nutzen
– sich mit dem eigenen Lebensraum im Bereich Architektur und Design konstruktiv gestaltend auseinandersetzen
– Abbildungs- und Darstellungsverfahren als Möglichkeiten zur Vermittlung von sachlichen Gegebenheiten nutzen
– technische, bauliche und räumliche Gegebenheiten von Architektur und Designobjekten erschließen und darstellen
– Raum- und Designaspekte durch Naturstudium, Interventionen, Modelle, Simulationen intensiv erforschen
– Interventionen im (öffentlichen) Raum erproben
Reflexion
– ästhetische Phänomene im Kontext von Raum und Räumlichkeit erforschen
– Strukturen von gebauter Umwelt, Design und künstlerischen Interventionen analysieren
– Einsichten in alltagsästhetische Phänomene insbesondere im Bereich Architektur und Design gewinnen und in einen gesellschaftlichen Kontext setzen
– Kenntnisse über die Ausdrucksformen in der Kunst und Überblick über die Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Architektur und Design erwerben
– ästhetische Phänomene analysieren, strukturieren und interpretieren sowie anschaulich und sprachlich kompetent in schriftlicher und mündlicher Form darbieten können
– Einblicke in das komplexe Zusammenwirken von geistigen, materiellen und ästhetischen Faktoren in Kunst, Design und Architektur erhalten
– Einsichten in Aufbau und Gestaltung von Kunst- und Kultureinrichtungen gewinnen
– Methoden vorwissenschaftlichen Forschens erweitern
Dokumentation und Präsentation
– Einzel- oder Gruppenarbeit mediengerecht organisieren, dokumentieren und vermitteln
– Architektur und Designobjekte visualisieren
– Analysen und Interpretationen anschaulich und sprachlich kompetent darbieten
– Ergebnisse der praktischen Arbeit, persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren
– öffentlichkeitswirksame bildnerische Projekte planen und durchführen sowie an Wettbewerben teilnehmen
– Raum als Präsentationsort nutzen
Exemplarische Inhalte
Abbildungs- und Darstellungsverfahren, Architektur- oder Designobjekte/-modelle, Objekte, exemplarische Realisierungsprojekte: Stadtraum, Freiraum, Naturraum, öffentlicher Raum, Produktdesign, Webdesign (Homepage, Animationen, Video), Gattungen und Techniken der bildenden Kunst
Raumdesign, Raumwahrnehmung, Raumnutzungskonzepte, Bildraum, Kunst im öffentlichen Raum, Methoden vorwissenschaftlicher Forschung
Architektonischer Raum als Präsentationsort, weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Ausstellungsgestaltung
8. Klasse – Kompetenzmodul 7
7. Semester
Bildnerische Praxis
– Gestaltungsprozesse selbst organisieren und umsetzen
– einen selbst gewählten bildnerischen Schwerpunkt mit reflektierendem Anteil setzen
– Arbeitsprozesse planen und durchführen
– Gestaltungsmittel und künstlerische Verfahren individuell auswählen und anwenden
– durch die freie bildnerische Praxis den persönlichen Ausdruck weiter entwickeln
Reflexion
– Aspekte des künstlerischen Denkens und Handelns an Beispielen traditioneller und gegenwärtiger Kunst nachvollziehen
– künstlerische Positionen reflektieren und mit der eigenen Arbeit in Verbindung bringen
– zeit- und gesellschaftsbezogene formale und inhaltliche Besonderheiten sowie innovative Faktoren künstlerischer Entwicklung erkennen
– Funktion und Bedeutung von Kunst und Bildmedien im gesellschaftlichen Kontext aufzeigen
– verschiedene Einrichtungen und Medien der Kunstvermittlung wie Museen, Sammlungen, Ausstellungen, Kunstmessen, Ateliers, Medien, Fachliteratur für die eigene Arbeit erschließen
– eigene bildnerische Arbeiten und Dokumentationen in Hinblick auf die Themenbereiche der Oberstufe sortieren und zuordnen
– Querverbindungen zwischen Gestaltung, Reflexion, Dokumentation und Präsentation bildnerischer Praxis und Theorie in schriftlicher und mündlicher Form herstellen
Dokumentation und Präsentation
– Ergebnisse der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in exemplarischer Form zusammenstellen
– persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren
– ästhetische Phänomene analysieren, strukturieren und interpretieren sowie anschaulich und sprachlich kompetent darbieten
Exemplarische Inhalte
Konzeptionelle Kunst- und Gestaltungsprojekte, Gattungen und Techniken der bildenden Kunst, Design und Alltagsästhetik, Medien
Methoden künstlerischer Forschung, Kunst im Zusammenhang mit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit (Propaganda, Kunstpolitik, Werbung, Kunstmarkt, erweiterter Kunstbegriff)
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Ausstellungsgestaltung, Präsentationstechniken
8. Semester
Bildnerische Praxis
– Gestaltungsprozesse selbstorganisiert abschließen
– einen selbst gewählten bildnerischen Schwerpunkt setzen
– Mappe, Portfolio, Projektdokumentationen der praktischen Arbeiten der Oberstufe gestaltend abschließen
Reflexion
– eigene bildnerische Arbeiten und Dokumentationen in Hinblick auf die Themenbereiche der Oberstufe sortieren und zuordnen
– Querverbindungen zwischen Gestaltung, Reflexion, Dokumentation und Präsentation bildnerischer Praxis und Theorie in schriftlicher und mündlicher Form herstellen
– das erworbene Wissen über Kunst, Medien und gestaltete Umwelt strukturieren und in größere Zusammenhänge stellen
Dokumentation und Präsentation
– Ergebnisse der eigenen praktischen und theoretischen Auseinandersetzung anschaulich darstellen
Exemplarische Inhalte
Gestaltung von Dokumentationen und Präsentationen
Eigene bildnerische Arbeit, Bildersammlungen, Themenbereiche
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Mappe, Werktagebuch, Präsentationstechniken
TECHNISCHES WERKEN
Unterstufe
Wie Anlage A für das Realgymnasium.
Oberstufe
Bildungs- und Lehraufgabe (5. bis 6. Klasse):
Wie im Pflichtgegenstand Technisches Werken der Unterstufe (Anlage A). Darüber hinaus gilt für den Unterricht in der Oberstufe:
Der Unterricht soll technisches Grundwissen und Technikverständnis sowie manuelle Fertigkeiten und technische Fähigkeiten weiter ausbilden und altersadäquate Zugänge zur technisch orientierten Lebenswelt erschließen.
Die praktische und theoretische Auseinandersetzung mit technischen Produkten und Bildungsinhalten soll:
– Einsichten in funktionale und formale Strukturen und Aspekte technischer Produkte und Systeme eröffnen
– Erfahrungen im Umgang mit Werkzeug, Maschinen, Werkstoffen und Technologien und in der Umsetzung von technischen Verfahren, Methoden und Arbeitsorganisationen ermöglichen
– zu Sach- und Methodenkompetenz für Problemlösungsprozesse führen
– Erfahrungen mit rational-analytischen und emotional-intuitiven Denkweisen bringen
– sowohl kreatives und intuitives als auch systembezogenes und planmäßig organisiertes Handeln entwickeln
– den bewussten Umgang und die kritische Auseinandersetzung mit den Gegenständen der alltäglichen Umwelt im Hinblick auf ihren Funktions-, Gebrauchs- und Symbolwert sowie Einsichten in ökonomische und ökologische Aspekte fördern
– die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, Interessen, Fähigkeiten, Vorstellungen und Erwartungen anregen
– die Einschätzung für Machbares im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen (materielle, instrumentelle, räumliche, finanzielle, persönliche bzw. personelle Ressourcen, Zeitbudget usw.) ermöglichen
– Einsichten in technische Entstehungs- und Verwendungszusammenhänge im sozio-kulturellen Kontext vermitteln
– Qualitätsbewusstein zu Qualitätsbewusstsein, Urteilsfähigkeit und Werthaltungen hinführen
– den Gestaltungswillen und die Freude an der eigenen Arbeit und Leistung sowie einen wesentlichen Beitrag zur Orientierung in der technischen Umwelt entwickeln und fördern
– die persönlichen schöpferischen und handwerklichen Ressourcen in Form eines kontinuierlichen, lebensbegleitenden Prozesses entwickeln und fördern sowie einen wesentlichen Beitrag pflegen
– zur Orientierung in der technischen Umwelt Identitätsfindung und Persönlichkeitsbildung beitragen
– zur Entwicklung und Pflege der persönlichen schöpferischen zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen und handwerklichen Ressourcen in Form eines kontinuierlichen, lebensbegleitenden Prozesses dynamischen Fähigkeiten führen
– zur Identitätsfindung die kritische Auseinandersetzung mit Klischées und Persönlichkeitsbildung Rollenbildern fördern
– für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen und dynamischen Fähigkeiten zur kompetenten Mitgestaltung des Lebensraums ermutigen
– zur kritischen Auseinandersetzung zum verantwortungsvollen Umgang mit Klischees und Rollenbildern den zur Verfügung stehenden Ressourcen hinführen
– zur kompetenten Mitgestaltung des Lebensraums Gesundheits- und Sicherheitsbewusstsein entwickeln
– zur Entwicklung von Gesundheits- sinnerfüllten Lebensgestaltung sowie Studierfähigkeit und Sicherheitsbewusstsein Berufsorientierung beitragen.
Die im Lehrplan der Unterstufe definierten Beiträge sind altersadäquat weiter zu entwickeln und zu vertiefen.
Beiträge zu den Bildungsbereichen:
Erweitern des Fachvokabulars und Professionalisieren der Kommunikationsfähigkeit über bildhafte Darstellungsformen (zB Planzeichnungen);, Entwickeln und Anwenden sprachlicher Fähigkeiten im Rahmen fachspezifischer Aufgaben wie zB Produktanalysen
Bewusst machen von technischen Entstehungs-, Verwendungs- und Wirkungszusammenhängen im Rahmen gesellschaftlich geprägten menschlichen Handelns; Entwickeln von Kompetenz und Verantwortung für die Gestaltung des Lebensraums; Erwerb von Teamfähigkeit im Rahmen komplexer Aufgabenbewältigung; Beiträge zur sinnerfüllten Lebensgestaltung sowie Studierfähigkeit und Berufsorientierung
Einsichten in das Wesen technischer Strukturen; Verständnis für funktionelle und formale Zusammenhänge technischer Produkte und Systeme; Erfahrungen im Umgang mit Werkstoffen, Arbeitsmitteln, Werkzeugen und Maschinen; Umsetzen von Verfahren und Methoden sowie Organisation von Arbeitsabläufen; Erkenntnisse über Strukturen und Funktionen der Natur im Hinblick auf ihre technische Verwertbarkeit (“Bionik”„Bionik“); Anwenden von Kenntnissen und Erfahrungen aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich; bewusster Umgang und kritische Auseinandersetzung mit technischen Einrichtungen und Gegenständen der alltäglichen Umwelt auch im Hinblick auf Effizienz und ökologische Vertretbarkeit; Entwickeln von Grundlagen zur sachkompetenten Mitgestaltung der Umwelt
Entwickeln von Problemlösungsstrategien, experimentellen Verfahren, rational-analytischen und emotional-intuitiven Vorgangsweisen, Versuch-Irrtum-Lernen, Modellkonstruktionen
Erkennen ergonomischer Aspekte bei Gebrauchsgegenständen und ihre Bedeutung in Architektur und Design; Steigern der Lebensqualität durch kompetenten Umgang mit technischen Einrichtungen; Entwickeln von elementaren technischen Kompetenzen und von Gesundheits- und Sicherheitsbewusstsein
Didaktische Grundsätze (5. bis 6. Klasse):
– Die im Lehrplan der Unterstufe definierten Grundsätze sind altersadäquat anzuwenden. Die Vorgaben im Abschnitt “Lehrstoff” „Lehrstoff“ sind auf die Sachbereiche “Gebaute Umwelt” „Gebaute Umwelt“, “Technik” „Technik“ und „Produktgestaltung“ bzw. „Design“ (vgl. Lehrplan der Unterstufe) zu beziehen
Die drei für den Unterrichtsgegenstand Technisches Werken relevanten Kompetenzbereiche setzen sich zusammen aus Werkpraxis, Reflexion sowie Dokumentation und Präsentation. Die Kompetenzen und Teilkompetenzen der fünften Klasse benennen die Basiskompetenzen, welche in den aufsteigenden Klassen vertieft und verdichtet werden. Die angeführten exemplarischen Inhalte dienen als Beispiele zur Erarbeitung der fachlichen Teilkompetenzen. Die Kompetenzen werden zwischen Werkpraxis und Reflexion verschränkt entwickelt.
Aufbauend auf die Unterstufe sind die drei Inhaltsbereiche „Gebaute Umwelt“, „Produktgestaltung/Design“ und „Technik“ im gleichen Ausmaß auch an der Oberstufe umzusetzen. In der 6. Klasse steht der Prozess des Problemlösens im Vordergrund.
5. und 6. Klasse: Klasse (1. und 2. Semester)
– Erfahrungen im Einsatz von Werkstoffen und Sicherheit in der Handhabung von Werkzeugen aufbauen und ihre handwerklichen (manuellen) Fähigkeiten perfektionieren Werkstücke/Arbeitsaufträge praktisch umsetzen
– funktionelle, räumliche, statische und kinetische Zusammenhänge von technischen Systemen erkennen Werkstoffe/Werkzeuge/Technologien kennen und gestalten (dreidimensionale Funktionsmodelle, Verständigungsmodelle, Modellbaukasten usw.) fachgerecht einsetzen
– zweidimensionale Werkstoffe in dreidimensionale raumplastische Gebilde überführen die motorischen/manuellen/handwerklichen Fähigkeiten perfektionieren und gezielt einsetzen
– Erfahrungen Werkzeuge und Maschinen in der Verarbeitung und Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe machen praktischen Arbeit sicher handhaben
– funktionelle Zusammenhänge von technischen Systemen erfahren Aufgaben nach dem Prinzip „Experimentieren, Forschen, Erfinden“ lösen
– klassische Handwerkstechniken Raum nach funktionalen, ästhetischen Aspekten und Konstruktionsprinzipien kennen lernen individuellen Bedürfnissen gestalten
– Einsichten in das Wesen den Aufbau technischer Strukturen, wie Funktion und Form, Konstruktion und Statik, sowie in kinetische Vorgänge gewinnen Systeme kennen
– Einsichten in einfache serielle kinetische Vorgänge experimentell und automatisierte Fertigungsabläufe erlangen konstruktiv umsetzen
– den bewussten Vollzug der Realisierung eines Objekts Zusammenhänge von der Idee bis zur Verwirklichung erleben Form/Funktion und von Konstruktion/Statik wahrnehmen und anwenden
– klassische und zeitgenössische Designvorstellungen sowie innovative Produkte und Designlösungen in ihrer sozio-kulturellen Einbettung kennen lernen Probleme durch Anwenden von Lösungsstrategien aus anderem Kontext bewältigen, zB durch das Finden von Analogien
– Kenntnisse über Werkstoffe, Werkzeug Transfer zwischen Modell und Maschinen erwerben realer Welt herstellen
– Einblicke in Gegebenheiten Verflechtungen von Kultur, Konsumwelt, Technik, Wirtschaft, Ökologie und Entwicklungen in der technisch geprägten Umwelt sowie moderne Werkstoffe Gesellschaft erkennen und Technologien erhalten reflektieren
– die Bedeutung des Designs für die Produktentwicklung erkennen in Konstruktions-, Planungs- und Entwicklungsvorgängen den Zusammenhang von Auftrag, Entwurf, Planung und Ausführung wahrnehmen und umsetzen
– Kenntnisse über die Verflechtung von Technik, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik serielle und Kultur erwerben automatisierte Fertigungsabläufe verstehen und planen
– manuelle und industrielle Produktionsformen und Bedingungen der Berufs- und Arbeitswelt kennen lernen verschiedene Arbeitsformen organisieren
– sich mit den eigenen Arbeiten praktisch und reflektorisch in Form einer repräsentativen Werkdokumentation zur anschaulichen Gegebenheiten und informativen Darstellung Entwicklungen der Werkstücke auseinandersetzen technisch geprägten Umwelt analysieren und bewerten
– Ergebnis und Entwicklung der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in adäquater Form zusammenstellen und präsentieren
Exemplarische Inhalte
Gebaute Umwelt
– Ideenskizzen, Werk- und Planzeichnungen, räumlich-perspektivische Darstellungsformen, dreidimensionale Funktions- und Verständigungsmodelle, Objekte in verschiedenen Maßstäben
– funktionale und ästhetische Aspekte von Raum (Wohnformen und Architektur verschiedener Epochen und Kulturen)
– Stadt-, Regionalplanung, Infrastruktur
Design und Produktentwicklung
– Möbel, Leuchtobjekte, Brillen, Geräte
– Produktanalyse
– praktische, ästhetische und symbolische Funktion
– Produktionsaufwand, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit von Gebrauchsgegenständen
– klassisches und zeitgenössisches Design
– innovative Produkte und Designlösungen in ihrer soziokulturellen Einbettung
Technik
– funktionelle, räumliche, statische und kinetische Zusammenhänge von technischen Systemen, Bau von Maschinen, Robotern, Elektronik, Elektrotechnik
– Unfallverhütung
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital: Werkzeichnungen, Messreihen, Versuchsdokumentation), Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Video
6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3
Werkpraxis
– individuelle Lösungen für vorgegebene Probleme aus den drei Fachbereichen „Gebaute Umwelt“, „Produktgestaltung/Design“ und „Technik“ entwickeln
– Probleme wahrnehmen, Ursachen eines Problems erkennen und Lösungswege finden, bewerten und auswählen
– Arbeitsabläufe strukturieren
– Arbeitsprozesse organisieren (Kommunikation, Auslagerung, Teambildung, Kooperationen)
– praktische Hilfsmitte wie Werkzeuge, Materialien und Technologien sinnvoll auswählen
– technisch-, technologische bzw. gestalterische Prozesse nachvollziehen und realisieren
– Werkstoffe/Werkzeuge/Technologien kennen und fachgerecht einsetzen
– klassische Handwerkstechniken und Konstruktionsprinzipien verstehen und anwenden, mit neuen Technologien und Anwendungsbereichen verknüpfen
– die motorischen/manuellen/handwerklichen Fähigkeiten perfektionieren und gezielt einsetzen
– Sicherheit im Umgang mit Maschinen, Materialien und Werkzeugen erwerben
Reflexion
– Inhalte von anderen Fachbereichen (zB naturwissenschaftlichen Fächern) zielführend in Planungs-, Konstruktions- oder Fertigungsprozesse einbinden
– vernetzt denken
– Ziele formulieren, Ideen entwickeln, Methoden auswählen
– Bewertungskriterien kennen und Ergebnisse evaluieren
– die eigene und die Arbeiten anderer kritisch reflektieren und bewerten
– Kritik annehmen und reflektieren
– Probleme analysieren
– Teilprobleme gliedern und ordnen
– die eigene Arbeit optimieren
Dokumentation und Präsentation
– Ergebnis und Entwicklung der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in adäquater Form zusammenstellen und präsentieren
Exemplarische Inhalte
Gebaute Umwelt
– stadtplanerische Aspekte gebauter Umwelt (Stadt-Regionalplanung, Infrastruktur, stadtplanerische Einrichtungen, Straßenbau, öffentlicher Verkehr, Kultur und Kunst, Sport, Bildung, Jugend)
– Skizzen, Modelle, Fotomontagen, Raummodelle, Architekturmodelle
– funktionale und ästhetische Aspekte von Räumen
Produktgestaltung/Design
– Geräte, Gebrauchsgegenstände, Möbel, Werkzeuge (Aufbewahrungsmöbel, Sitzmöbel, Lampen, Leuchtobjekte)
– serielle und automatisierte Fertigungsabläufe
– klassische Handwerkstechniken
Technik
– funktionelle, räumliche, statische und kinetische Zusammenhänge (mechanische Spielzeuge, einfache Maschinen, elektronische Spielzeuge, Gebrauchsgegenstände)
– mechanische Übertragungssysteme (Licht-, Geräusch,- Klangmaschinen)
– Bionik
Forschungs- und Experimentiermethoden, Unfallverhütung, Designgeschichte, Konstruktionslehre, Ideenfindungsprozesse (Brainstorming, Delphimethode, Analogienbildung, divergierendes Denken), Lehrausgänge in technische Betriebe, Produktanalysen, Museums- und Ausstellungsbesuche
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital: Werkzeichnungen, Messreihen, Versuchsdokumentation), Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang Werktagebuch, Portfolio, Blog, Video
4. Semester – Kompetenzmodul 4
Werkpraxis
– Werkstoffe/Werkzeuge/Technologien kennen und fachgerecht einsetzen
– klassische Handwerkstechniken und Konstruktionsprinzipien verstehen und anwenden, mit neuen Technologien und Anwendungsbereichen verknüpfen
– die motorischen/manuellen/handwerklichen Fähigkeiten perfektionieren und gezielt einsetzen
– Ursachen eines Problems wahrnehmen
– individuelle Lösungen zu selbst gefundenen Problemen aus den drei Fachbereichen entwickeln
– die eigene Arbeit optimieren
– Sicherheit im Umgang mit Maschinen, Materialien und Werkzeugen erwerben
Reflexion
– Problemstellungen analysieren
– gliedern und ordnen der Teilprobleme
– die eigene und die Arbeiten anderer kritisch reflektieren und bewerten
– Kritikpunkte in die Produktoptimierung aufnehmen
Dokumentation und Präsentation
– Ergebnisse und Entwicklungen der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in adäquater Form zusammenstellen, reflektieren und präsentieren
Exemplarische Inhalte
Persönliche Schwerpunkte der Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Gebaute Umwelt, Produktgestaltung/Design, Technik
Forschungs- und Experimentiermethoden, Bewertungsmethoden, Konsumverhalten, Produktanalysen, Lehrausgänge in technische Betriebe, Museums und Ausstellungsbesuche
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital: Werkzeichnungen, Messreihen, Versuchsdokumentation), Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Video
TEXTILES WERKEN
Unterstufe
Wie Anlage A für das Realgymnasium.
Oberstufe
Bildungs- und Lehraufgabe (5. bis 6. Klasse):
Durch die Auseinandersetzung mit textilen Produkten und textiler Kultur verbindet der Unterricht aus Textilem Werken handlungsorientiertes mit kognitivem Lernen und vermittelt Kompetenzen und Qualifikationen, die auch in anderen Bildungsbereichen genutzt werden können.
Durch selbsttätiges, erforschendes und problemlösendes Arbeiten der Schülerinnen und Schüler, durch Erweiterung und Differenzierung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit, durch Einbeziehung der emotionalen Dimension in Lernprozesse trägt Textiles Werken zur Steigerung der Innovationsbereitschaft sowie zur Lern- und Studierfähigkeit bei.
Damit leistet der Unterrichtsgegenstand Textiles Werken einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinbildung, zur Persönlichkeitsfindung und Berufsvorbereitung sowie lebensbegleitend auch zu sinnvoller Freizeitgestaltung.
Die Schülerinnen praktische und Schüler sollen theoretische Auseinandersetzung mit textilen Produkten und Bildungsinhalten soll:
– an Hand von Werken aus Vergangenheit und Gegenwart erkennen vermitteln, dass Textiles ein wesentlicher Teil der Gesamtkultur ist (interkulturelle Bildung)
– durch praktische und theoretische Auseinandersetzung textile Werke ästhetisch erleben können erlebbar machen
– Einblicke in das vielfältige Zusammenwirken von textilen Materialien gewinnen geben, insbesondere durch Kombination von Techniken, Verfahren und Gestaltungsweisen
– spezifische Eigenschaften wie Farbe und Textur an ausgewählten Materialien im Zusammenhang mit ihrer Anwendung und Verarbeitung, auch im Hinblick auf Funktion und Formgebung, einsetzen können benennen
– Einblicke in die Probleme und Möglichkeiten der Herstellung textiler Produkte gewinnen ermöglichen (Einzel-, Serien -und Serien- und Massenproduktion), zu verantwortungsbewusstem Konsumverhalten, kritischer Auseinandersetzung mit der Alltagskultur sowie der Gestaltung ihrer persönlichen und auch beruflichen Umwelt fähig werden
Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule, Beiträge zu den Bildungsbereichen
Die im Lehrplan der Unterstufe definierten Beiträge sind altersadäquat weiter zu entwickeln und zu vertiefen.
Didaktische Grundsätze (5. bis 6. Klasse):
– Die Intentionen des Lehrplanes der Unterstufe sind als Grundlage für die Unterrichtstätigkeit an der Oberstufe heran zu ziehen. Bei der Vertiefung und Festigung der Lehrstoffinhalte ist der exemplarischen Konfrontation gegenüber einer überblicksmäßigen Gewichtung der Vorzug zu geben.
– Den individuellen Eingangsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ist durch weitgehende Flexibilität in der Unterrichtsführung Rechnung zu tragen. Weiters ist durch Durch flexible und projektorientierte sowie fächerübergreifende Unterrichtsgestaltung sind die Selbstkompetenz und die Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Im Sinne einer Erweiterung der Sprachkompetenz sind die rhetorischen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der Fachterminologie im Unterricht zu schulen.
– Die besonderen Anforderungen an den Organisationsrahmen der Lernprozesse legt die Doppelstunde als minimale Zeiteinheit des Unterrichtsgeschehens nahe.
– Themen, die aktuelle Anlässe aufgreifen, sind wegen ihres hohen Motivationscharakters in den Unterricht einzubeziehen.
– Die theoretische Auseinandersetzung mit ästhetischen, technischen, ökonomischen, ökologischen und kulturhistorischen Aspekten textiler Kultur und Produkten hat die praktische Tätigkeit zu begleiten bzw. von dieser auszugehen.
– Durch die Beschäftigung mit textiler Kultur als wesentlichem Teil der Gesamtkultur ist die interkulturelle Bildung zu fördern.
– Die Begegnung mit Originalen ist jeder Darbietung von der Arbeit mit Reproduktionen vorzuziehen.
– Die Unterrichtsarbeit ergänzende Schulveranstaltungen, speziell der Besuch handwerklicher und industrieller Produktionsstätten, richten sich nach örtlichen Gegebenheiten und aktuellen Anlässen.
– Interdisziplinäre Erfahrungen und Kenntnisse sind über das Einbeziehen von außerschulischen Expertinnen und Experten sowie Institutionen zugänglich zu machen.
– Die Schülerinnen und Schüler sind anzuleiten, sich mit einschlägiger Fachliteratur und dem Angebot von Museen, Ausstellungen usw. selbstständig auseinander zu setzen. Apparative Medien, Arbeitshilfen und neue Technologien sind sinnvoll einzusetzen.
– Zur Sicherung des Unterrichtsertrages sind die Ergebnisse der praktischen Arbeiten als auch deren theoretisch-reflektorische Aufarbeitung in Form einer repräsentativen Werkdokumentation zur anschaulichen und informativen Darstellung der Werkstücke vorzusehen. Die öffentliche Präsentation textiler Produkte ist zu unterstützen.
Bildungs- und Lehraufgabe, Lehrstoff:
Kompetenzmodell
Die drei für den Unterrichtsgegenstand Textiles Werken relevanten Kompetenzbereiche setzen sich zusammen aus Werkpraxis, Reflexion sowie Dokumentation und Präsentation. Die Kompetenzen und Teilkompetenzen der fünften Klasse benennen die Basiskompetenzen, welche in der aufsteigenden Klasse vertieft und verdichtet werden. Die angeführten exemplarischen Inhalte dienen als Beispiele zur Erarbeitung der fachlichen Teilkompetenzen.
Aufbauend auf die Unterstufe sind vom Inhalt her die Fachbereiche „Kleidung/Mode/Bekleidungspsychologie“, „Wohnen/Raumgestaltung“, „Kultur/Textilgeschichte“ und „Produktgestaltung/Design“ in der Oberstufe umzusetzen, wobei in vorgegebenen Problemfeldern individuelle Fragestellungen gefunden und diese in eigenständigen Gestaltungsprozessen selbstorganisiert umgesetzt werden.
In der 6. Klasse stehen der Prozess des Lösens von individuellen Fragestellungen und die selbstständige Umsetzung eigener Gestaltungsprozesse im Mittelpunkt.
5. und 6. Klasse: Klasse (1. und 2. Semester)
– Faser-Faden-Textile Flächen bzw. Textiltechnologie Kenntnisse und Fertigkeiten flächengestaltender und flächenbildender Textiltechniken erweitern und festigen
– Design bzw. Gestaltungstechniken körper- und raumbildende textile Verfahren und Techniken zur Herstellung von dreidimensionalen Produkten anwenden
– Kultur bzw. Textilgeschichte durch vielfältige Darstellungs- und Gestaltungsweisen die Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit im visuellen und haptischen Bereich erproben
– Kleidung, Mode das Vorstellungsvermögen steigern und Bekleidungsphysiologie eine entsprechende persönlich differenzierte Ausdrucksweise entwickeln
Reflexion
– die Bedeutung des Textilen als einen wesentlichen Teil der Gesamtkultur erkennen
– Erscheinungsformen und Wirkung von Kleidung, Mode und Wohnumfeld im gesellschaftlichen und historischen Kontext erkennen und reflektieren
– politische, ökonomische und ökologische Aspekte der Textilwirtschaft verstehen und bewerten
– spezifische Eigenschaften von textilen Materialien erkennen und sie in Zusammenhang mit ihrer Anwendung und Verarbeitung hinsichtlich Funktion und Formgebung setzen
Dokumentation und Präsentation
– textiles Arbeiten und Gestalten als Grundlage für Präsentation und Dokumentation verwenden
– Präsentation und Dokumentation als Möglichkeiten der Kommunikation nutzen
– persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren
Exemplarische Inhalte
Kleidung, Mode, Wohnen, Raum- und Produktgestaltung, textile Verfahren und Techniken, auch mit nichttextilen Materialien, Entwurf und Schnitttechnik, Massen- und Serienproduktion, Redesign und Upcycling
Kultur- bzw. Textilgeschichte, Kleidung, Mode und Bekleidungsphysiologie, Konsumverhalten, Museums- und Ausstellungsbesuche
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital: Werktagebuch, Portfolio, Blog), Gestaltung von Ausstellungen, Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang (Mode, Schmuck, Raum)
6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3
Werkpraxis
– Frage- und Problemstellungen eigenständig beantworten und lösen
– Aufgaben zur Produktgestaltung analysieren und selbstständig in Entwurfs-, Planungs- und Arbeitsprozessen umsetzen
– die Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Materialien, Techniken und Verfahren zur Gestaltung nützen
– individuelle Arbeitsprozesse und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen
– Arbeitsmittel und Arbeitsverfahren fachgerecht, ökologisch und ökonomisch einsetzen
– Kenntnisse und Fertigkeiten körperbildender Textiltechniken erweitern
– körper- und raumbildende textile Verfahren und Techniken zur Herstellung von dreidimensionalen Produkten oder Objekten individuell anwenden
Reflexion
– Bedeutung des Textilen als einen wesentlichen Teil der Gesamtkultur erkennen
– Probleme der Produktgestaltung aus den drei Fachbereichen „Kleidung/Mode/Bekleidungspsychologie“, „Wohnen/Raumgestaltung“ und „Produktgestaltung/Design“ erkennen und deren kunsthistorische und kulturpolitische Zusammenhänge kennen und bewerten
– ökonomische und ökologische Aspekte von Materialien und Prozessen analysieren und in andere Bildungsbereiche transferieren
Dokumentation und Präsentation
– individuelle Ergebnisse und Entwicklungen der praktischen Arbeit und theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in adäquater Form gestalten und präsentieren
Exemplarische Inhalte
Körperbildende Verfahren und dreidimensionale Formen, Schmuck- und Objektdesign, Rauminstallation, flächenbildende und flächengestaltende Textiltechniken
Kleidung und Mode, Architektur und Raum, Konsumverhalten und Verbraucherinnen- und Verbraucherbildung, Museums- und Ausstellungsbesuche, Analyse von Zeitschriften und Werbung, Recherche, Kultur- bzw. Textilgeschichte
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital: Werktagebuch, Portfolio), Blog, Webdesign, Video, Gestaltung von Ausstellungskonzepten und Ausstellungen, Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang
4. Semester – Kompetenzmodul 4
Werkpraxis
– in vorgegebenen Problemfeldern individuelle Fragestellungen finden und diese in eigenständigen Gestaltungsprozessen selbstorganisiert umsetzen
– erreichte Kompetenzen, die selbstständiges Problemlösen ermöglichen, weiter entwickeln und anwenden
– Material, Verfahren, experimentelle Vorgangsweisen und Gestaltungsmittel einsetzen
– umfangreiche individuelle Arbeitsprozesse eigenständig planen und durchführen
– in der Auseinandersetzung mit Objekten und Kunstwerken Anregungen für die eigene gestalterische Arbeit finden
– das Vorstellungsvermögen steigern und eine entsprechende persönlich differenzierte Ausdrucksweise entwickeln
– Arbeitsmittel und Arbeitsverfahren fachgerecht, ökologisch und ökonomisch einsetzen
Reflexion
– Bedeutung und Ausdruck des Textilen als einen wesentlichen Teil von Kunst und Kultur erkennen
– sich mit der eigenen Arbeit kritisch auseinandersetzen und diese mit dem erworbenen Wissen aus unterschiedlichen Bereichen vernetzen und in größere Zusammenhänge stellen
Dokumentation und Präsentation
– persönliche Leistungen und Entwicklungen fachgerecht dokumentieren
– Medien der Informations- und Kommunikationstechnologie fachadäquat und zielorientiert anwenden
– Denk- und Gestaltungsprozesse adäquat visualisieren und dokumentieren
Exemplarische Inhalte
Praktische Aufgabenstellungen aus dem Bereich Textilkunst, Architektur und Raum, Produktgestaltung und Design, fächerübergreifende Projekte
Kultur- bzw. Textilgeschichte, Architektur und Raum, Kleidung und Kostüm, Museums- und Ausstellungsbesuche, Alltagskultur
Weiterführende Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse (analog/digital): Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Video, Gestaltung von Ausstellungskonzepten und Ausstellungen, Präsentation von Objekten im Funktionszusammenhang, Installation, Performance
BEWEGUNG UND SPORT
… 4 unveränderte Absätze
Wie Anlage A, mit folgenden Änderungen:
Im Abschnitt „Bildungs- und Lehraufgabe“ ist mit Wirksamkeit für die Unterstufe anzufügen: „Die rhythmische und gymnastische Erziehung ist besonders zu berücksichtigen.“
Die Stundensumme in der Unterstufe ist niedriger als in Anlage A. Die Lehrerinnen und Lehrer haben dies bei der Planung des Unterrichtes durch die jeweilige zeitliche Gewichtung und konkrete Umsetzung der Vorgaben zu berücksichtigen.
b. Wahlpflichtgegenstände
BILDNERISCHES GESTALTEN UND WERKERZIEHUNG
Bildungs- und Lehraufgabe (für alle Klassen):
Das Ziel des Wahlpflicht-Unterrichts ist, den Schülerinnen und Schülern gemäß ihrer Interessen eine Erweiterung bzw. Vertiefung ihres Bildungshorizontes zu bieten.
Didaktische Grundsätze (für alle Klassen):
– die Auseinandersetzung mit selbst gewählten Themen und Techniken aus unterschiedlichsten Fachbereichen erweitern und vertiefen
– individuelle Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln,
– Reflexion unter besonderer Berücksichtigung österreichischer Kunstwerke und Künstlerpersönlichkeiten
– fachliche Inhalte exemplarisch selbstständig erschließen
– theoretische Inhalte in den Zusammenhang mit der individuellen bildnerisch-gestaltenden Praxis setzen
– Ergebnisse der praktischen Arbeit und der theoretisch-reflektorischen Auseinandersetzung in exemplarischer Form zusammenstellen
– Persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren
Exemplarische Inhalte
Projektarbeiten zu bildnerischen, technischen oder textilen Themenbereichen, experimentelles Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien, freies künstlerisches Schaffen, Performanceformen
Einrichtungen und Medien der Kunstvermittlung, Museen, Sammlungen, Ausstellungen, Kunstmessen, Ateliers, Medien, Fachliteratur
Dokumentation des Arbeitsprozesses und der Arbeitsergebnisse: Mappe, Bildersammlung, Werktagebuch, Portfolio, Blog, Webdesign, Ausstellungen in der Schule oder in öffentlichen Bereichen
B. VERBINDLICHE ÜBUNGEN
C. FREIGEGENSTÄNDE
… 3 unveränderte Absätze
Wie Anlage A.
D. UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
Wie Anlage A ohne Darstellendes Spiel.















