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BGBl. II Nr. 236/2025

kundgemacht 05.11.2025 RIS↗
Änderung der AEV Verbrennungsgas, der AEV Getränke, der Emissionsregisterverordnung 2017, der AEV anorganische Pigmente sowie der AEV anorganische Chemikalien
Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, mit der die AEV Verbrennungsgas, die AEV Getränke, die Emissionsregisterverordnung 2017, die AEV anorganische Pigmente und die AEV anorganische Chemikalien geändert werden
Kundmachung BGBl. II Nr. 236/2025× zu ××

Änderungen durch diese Kundmachung

Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung von anorganischen Chemikalien (AEV Anorganische Chemikalien) 2 § 0↗RIS↗
Anl. 1geändertlit b Z 1 Tabelle
in Kraft 24.05.2019 – 05.11.2025 · idF BGBl. II Nr. 128/2019 · danach: BGBl. II Nr. 236/2025 Anl. 1↗RIS↗
in Kraft ab 06.11.2025 · idF BGBl. II Nr. 236/2025 Anl. 1↗RIS↗
… 5 unveränderte Absätze
Anhang A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1 Abs. 1
(Herstellung von anorganischen Säuren, Basen und Salzen)
I)
Anforderungen An Einleitungen in ein Fließgewässer
II)
Anforderungen an Einleitungen in eine öffentliche Kanalisation
A 1 Allgemeine Parameter
1.
Temperatur
30 °C
35 °C
2.
Toxizität
2.1
Bakterientoxizität GL
4
a)
2.2
Fischeitoxizität GF,Ei
b)
a)
3.
Abfiltrierbare Stoffe
50 mg/l
250 mg/l
c)
4.
pH-Wert
6,5-8,5
6,5-9,5
A 2 Anorganische Parameter
5.
Aluminium
2,0 mg/l
durch Parameter
ber. als Al
Nr. 3 begrenzt
6.
Antimon
0,3 mg/l
0,3 mg/l
ber. als Sb
7.
Arsen
0,1 mg/l
0,1 mg/l
ber. als As
8.
Barium
5,0 mg/l
5,0 mg/l
ber. als Ba
9.
Blei
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als Pb
10.
Cadmium
0,1 mg/l
0,1 mg/l
ber. als Cd
d)
d)
11.
Chrom – Gesamt
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als Cr
e)
e)
12.
Chrom-VI
0,1 mg/l
0,1 mg/l
ber. als Cr
13.
Cobalt
1,0 mg/l
1,0 mg/l
ber. als Co
14.
Eisen
2,0 mg/l
durch Parameter
ber. als Fe
Nr. 3 begrenzt
15.
Kupfer
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als Cu
16.
Molybdän
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als Mo
17.
Nickel
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als Ni
18.
Quecksilber
0,01 mg/l
0,01 mg/l
ber. als Hg
f)
f)
19.
Strontium
1,0 mg/l
1,0 mg/l
ber. als Sr
20.
Vanadium
0,5 mg/l
0,5 mg/l
ber. als V
g)
g)
21.
Wolfram
1,0 mg/l
1,0 mg/l
ber. als W
22.
Zink
1,0 mg/l
1,0 mg/l
ber. als Zn
23.
Zinn
1,0 mg/l
1,0 mg/l
ber. als Sn
24.
Freies Chlor
0,2 mg/l
0,2 mg/l
ber. als Cl2
25.
Ammonium
20 mg/l
h)
ber. als N
27.
Chlorid
durch Par.
–
ber. als Cl
Nr. 2 begrenzt
30.
Fluorid
10 mg/l
20 mg/l
ber. als F
31.
Nitrit
1,0 mg/l
10 mg/l
ber. als N
32.
Phosphor – Gesamt
2,0 mg/l
–
ber. als P
33.
Sulfat
durch Par.
h)
ber. als SO4
Nr. 2 begrenzt
34.
Sulfid
0,1 mg/l
1,0 mg/l
ber. als S
35.
Sulfit
1,0 mg/l
10 mg/l
ber. als SO3
A 3 Organische Parameter
36.
Gesamter org. geb.
25 mg/l
–
Kohlenstoff TOC
ber. als C
i)
37.
Chemischer Sauerstoffbedarf
75 mg/l
–
stoffbedarf CSB
ber. als O2
i)
38.
Adsorbierbare org.
0,5 mg/l
0,5 mg/l
geb. Halogene AOX
ber. als Cl
39.
Kohlenwasserstoff-Index
5,0 mg/l
10 mg/l
a) Eine Einleitung gemäß § 1 Abs. 1 darf keine Beeinträchtigungen der biologischen Abbauvorgänge in einer öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen.
b) Der Parameter Fischeitoxizität GF,Ei ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen. Es gelten folgende Emissionsbegrenzungen:
1. Enthält das Abwasser Chlorid oder Sulfat, so darf in Abhängigkeit vom von der Summe des Chlorid- oder Sulfatgehalt und Sulfatgehaltes die Fischeitoxizität GF,Ei nachstehende Werte nicht überschreiten:
Summe des Chlorid- oderSulfatgehalt und Sulfatgehaltes des Abwassers (in Gramm pro Liter)
(in Gramm proLiter)
Fischeitoxizität GF,Ei gemäß
Methode in Anlage A Abschnitt II der MVW
größer als
nicht größer als
8
2
8
16
3
16
24
4
24
32
5
32
40
6
40
48
7
usw.
usw.
2. in allen anderen Fällen GF,Ei 2.
… 9 unveränderte Absätze
c) Die Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe.
d) Bei Abwasser aus der Herstellung von anorganischen Cadmiumverbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,2 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Cadmium. Werden in einem Betrieb gemäß § 1 Abs. 4 neben anderen anorganischen Chemikalien auch anorganische Cadmiumverbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Cadmium am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.
e) Bei Abwasser aus der Herstellung von anorganischen Chloraten durch Elektrolyse von wässrigen anorganischen Chloridlösungen gilt eine Emissionsbegrenzung von 1,0 mg/l.
f) Bei Abwasser aus der Herstellung von anorganischen Quecksilberverbindungen ist zusätzlich zur Emissionsbegrenzung für die Konzentration eine produktionsspezifische Emissionsbegrenzung von 0,01 kg/t einzuhalten; diese bezieht sich auf die Tonne installierte Einsatzkapazität für Quecksilber. Werden in einem Betrieb gemäß § 1 Abs. 4 neben anderen anorganischen Chemikalien auch anorganische Quecksilberverbindungen hergestellt, so sind die Emissionsbegrenzungen für Quecksilber am Abwasserteilstrom vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.
g) Bei Abwasser aus der Herstellung anorganischer Vanadiumsalze gilt eine Emissionsbegrenzung von 1,0 mg/l.
h) Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall in Abhängigkeit von den Baustoffen und den Mischungsverhältnissen in der öffentlichen Kanalisation festzulegen (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).
i) Die Festlegungen für die Parameter TOC und CSB erübrigen eine Festlegung für den Parameter BSB5.
Schlagworte
Chloridgehalt