Rechtstracker.at

BGBl. II Nr. 479/2006

kundgemacht 14.12.2006 RIS↗
Gewässerzustandsüberwachungsverordnung – GZÜV
Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Überwachung des Zustandes von Gewässern (Gewässerzustandsüberwachungsverordnung – GZÜV)
Kundmachung BGBl. II Nr. 479/2006× zu ××

Änderungen durch diese Kundmachung

Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) neu § 0↗RIS↗
Anl. 10neu
in Kraft ab 22.12.2006 · idF BGBl. II Nr. 479/2006 Anl. 10↗RIS↗

Anlage 10

Seen – Tiefenstufen

Bei Seen sind zur Analyse der chemischen Parameter an den Messstellen Einzelproben aus mehreren Tiefenstufen zu entnehmen, wobei folgende Mindestanzahl der Einzelproben einzuhalten ist:

  1. Ziffer eins
    Während der Stagnationsphasen:
    1. Litera i
      Epilimnion: 3 Tiefenstufen
    2. Sub-Litera, i, i
      Metalimnion: bis 20 Meter: 2 Tiefenstufen
    3. iii
      Hypolimnion: 1 Tiefenstufe pro 20 Meter, die letzte Einzelprobe 1 Meter über Grund
  2. Ziffer 2
    Während der Zirkulationsphasen:
    1. Sub-Litera, i, v
      Epilimnion: 1 Tiefenstufe
    2. Litera v
      Metalimnion: bis 20 Meter: 1 Tiefenstufe
    3. Sub-Litera, v, i
      Hypolimnion: 1 Tiefenstufe pro 30 Meter, die letzte Einzelprobe 1 Meter über Grund
Im Neusiedler See wird eine Tiefenstufe, in der Alten Donau werden zwei Tiefenstufen (Oberfläche, über Grund) beprobt. Die Ermittlung einer mittleren Konzentration erfolgt bei den geschichteten Seen als volumengewichtetes arithmetisches Mittel der Proben aus den einzelnen Tiefenstufen.