BGBl. II Nr. 395/2019
Änderungen durch diese Kundmachung
Anlage C 1
LEHRPLAN DER ALLGEMEINEN SONDERSCHULE
1. PRÄAMBEL
Der Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter und bildet die Grundlage für die eigenverantwortliche Planung und Durchführung des Unterrichts durch die Lehrerin bzw. den Lehrer. Er ist als Planungskonzept angelegt, der den Lehrerinnen und Lehrern in der Auswahl der Aufgaben und Inhalte ein Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.
Der Lehrplan umfasst acht Schulstufen, welche in die Grundstufe römisch eins, die Grundstufe römisch zwei und die Sekundarstufe römisch eins gegliedert sind, und enthält folgende Abschnitte:
- StrichaufzählungPräambel;
- StrichaufzählungAllgemeines Bildungsziel;
- StrichaufzählungAllgemeine Bestimmungen;
- StrichaufzählungAllgemeine didaktische Grundsätze;
- StrichaufzählungStundentafeln;
- StrichaufzählungLehrpläne für den Religionsunterricht;
- StrichaufzählungBildungs- und Lehraufgaben sowie didaktische Grundsätze und Lehrstoff der Pflichtgegenstände, verbindlichen und unverbindlichen Übungen sowie Freigegenstände.
Für Schülerinnen und Schüler, die eine Hör- bzw. Sehbehinderung aufweisen, finden die entsprechenden Teile der Lehrpläne der Sonderschule für gehörlose Kinder (Anlage C 2) bzw. der Sonderschule für blinde Kinder (Anlage C 3) Anwendung.
2. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Die Allgemeine Sonderschule hat im Sinne der Paragraphen 2, 22 und 23 des Schulorganisationsgesetzes an der Heranbildung der jungen Menschen beim Erwerb von Wissen, bei der Entwicklung von Kompetenzen und bei der Vermittlung von Werten mitzuwirken, Lernprozesse und Lernbedingungen zu schaffen, welche bestehende Barrieren abbauen sowie sie in einer ihrer Lernbeeinträchtigung entsprechenden Weise zu fördern und sie zu einer positiv erfüllten Lebensgestaltung zu führen. Innerhalb der Schulgemeinschaft sollen die Schülerinnen und Schüler Schlüsselqualifikationen entwickeln, die die Gestaltung ihres individuellen Lebens und die Teilnahme am gesellschaftlichen Handeln ermöglichen. Grundlegende Einsichten und Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten tragen zum Erwerb von Sach-, Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz bei.
Den Kindern und Jugendlichen soll nach Möglichkeit eine der Volksschule oder Hauptschule entsprechende Bildung vermittelt werden.
Die Wissensvermittlung soll die Schülerinnen und Schüler im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens zur aktiven Aneignung sowie zur kritisch prüfenden Auseinandersetzung mit dem verfügbaren Wissen in einer komplexen Lebenswelt befähigen und ermutigen. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre eigenen Lebenspläne und Vorstellungen von beruflichen Möglichkeiten entwickeln.
Die Auseinandersetzung mit ethischen, moralischen sowie religiösen Werten ist wichtiger Bestandteil des Unterrichts; ebenso sind die Würde jedes Menschen, seine Freiheit und Integrität, die Gleichheit aller Menschen, die Gleichstellung der Geschlechter in Familie, Beruf und Gesellschaft wichtige Werte und Erziehungsziele der Schule.
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihrem Entwicklungsstand entsprechend Problemstellungen zu definieren, Lösungen zu entwickeln und das Ergebnis zu kontrollieren.
Ziel der Schule ist die Entwicklung und Förderung individueller Begabungen und Möglichkeiten. Wesentliche Bedeutung kommt dem Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen zu, sowie der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, mit anderen zu kooperieren und Strategien zur Konfliktbewältigung zu erwerben.
Der Bildungs- und Erziehungsprozess erfolgt vor dem Hintergrund rascher gesellschaftlicher Veränderungen insbesondere in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Technik, Umwelt und Recht. Der europäische Integrationsprozess ist im Gange, die Globalisierung der Wirtschaft schreitet voran und zunehmend stellen sich Fragen der interkulturellen Begegnung.
Die jungen Menschen sollen zu verantwortungsbewussten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich als Mitglied der Europäischen Union herangebildet werden. Die Wahrnehmung von demokratischen Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Lebens- und Gesellschaftsbereichen erfordert die Befähigung zur sach- und wertbezogenen Urteilsbildung und zur Übernahme sozialer Verantwortung. Zur Entwicklung dieser Fähigkeiten ist in hohem Maße Selbstsicherheit sowie selbst bestimmtes und selbst organisiertes Lernen und Handeln zu fördern. Es ist notwendig, bestehende Barrieren bewusst zu machen und abzubauen.
Erziehung und Unterricht tragen dazu bei, dass Kommunikationsbereitschaft und Kommunikationskompetenz gefördert werden. Informations- und Kommunikationstechnologien zu nutzen und kritisch mit ihnen umzugehen ist eine Grundvoraussetzung für den aktiven und ungehinderten Zugang der Schülerinnen und Schüler zu Information und Wissenserwerb. Dadurch wird die Chance für eine künftige gesellschaftliche und berufliche Teilhabe sowie für ein Höchstmaß an selbstständiger Lebensführung beträchtlich erhöht.
3. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
3.1 Gliederung nach Lehrplan – Hauptstufen
Die acht Schulstufen des Lehrplanes der Allgemeinen Sonderschule sind in drei Lehrplan - Hauptstufen zusammengefasst:
Grundstufe I: 1.und 2. Schulstufe
Grundstufe römisch zwei. 3. und 4. Schulstufe
Sekundarstufe I: 5. bis 8. Schulstufe
Grundsätzlich werden die je einem Schuljahr entsprechenden Schulstufen der Grundstufe römisch eins und der Grundstufe römisch zwei zu zwei Grundstufen zusammengefasst und zwar so, dass sich die Grundstufe römisch eins über die erste und zweite Schulstufe, die Grundstufe römisch zwei über die dritte und vierte Schulstufe erstreckt.
Innerhalb der Grundstufen römisch eins und römisch zwei sind die im Lehrplan angegebenen Jahresziele als Richtmaß anzusehen. Die Zusammenfassung von Schulstufen zu den beiden Lehrplan-Grundstufen ermöglicht eine Verlängerung der Lernzeit durch einen sich über zwei Unterrichtsjahre erstreckenden Zeitraum, wenn dies aus didaktischen Gründen erforderlich ist.
Wegen des vielfältigen Förderauftrages der Allgemeinen Sonderschule wird im Lehrplan eine umfassende Aufgabenbeschreibung vorgenommen.
Der Lehrplan ist als Planungskonzept angelegt, der den Lehrerinnen und Lehrern in der Auswahl der Aufgaben und Inhalte ein Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht.
3.2 Gliederung der Bildungsangebote nach Unterrichtsgegenständen – Dauer unterrichtlicher Einheiten
Die Stundentafeln nennen Unterrichtsgegenstände, geben das Stundenausmaß der Unterrichtsgegenstände an und definieren die Freiräume für schulautonome Maßnahmen.
Die angegebenen Inhalte sind als Richtmaß für die Unterrichtsplanung und Leistungsbeurteilung anzusehen.
Der Lehrstoff ist auf Grund des Schulorganisationsgesetzes (Paragraphen 6 und 23) nach Unterrichtsgegenständen gegliedert, denen in den Stundentafeln Zeitrichtwerte zugeordnet werden.
Damit ist die Lehrerin bzw. der Lehrer verpflichtet, den Schülerinnen und Schülern Bildungsangebote aus allen angeführten Lernbereichen zu machen. Eine strenge Trennung des Lehrstoffes nach Unterrichtsgegenständen ist zu vermeiden. Dies ist schon deshalb nötig, weil der Unterricht – besonders auf der Grundstufe römisch eins – womöglich von den Erfahrungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder ausgeht oder diese zumindest einbezieht. Somit sind die Lernanlässe oft situationsorientiert und fächerübergreifend. Auf der Grundstufe römisch zwei wird sich der Unterricht in größerem Ausmaß an den Eigengesetzlichkeiten bestimmter Lernbereiche orientieren.
Im gefächerten Unterricht der Sekundarstufe römisch eins dürfen die einzelnen Unterrichtsgegenstände keinesfalls beziehungslos nebeneinander stehen, vielmehr müssen Möglichkeiten für Querverbindungen und Wechselbeziehungen genützt werden. Es soll versucht werden, fächerübergreifende Bildungseinheiten zu konzipieren, die über einen längeren Zeitraum in verschiedenen Unterrichtsgegenständen behandelt werden können.
Die Dauer unterrichtlicher Einheiten in den Grundstufen römisch eins und römisch zwei orientiert sich vor allem an der Konzentrations- und Lernfähigkeit der Kinder und hängt von der jeweiligen Lehraufgabe und vom Lehrstoff ab. Sie wird sich deshalb – mit Ausnahme von raum- bzw. personengebundenem Unterricht (zB Bewegung und Sport, Werkerziehung) – im Allgemeinen nicht an der schulorganisatorischen Zeiteinheit „Unterrichtsstunde“ orientieren. Im Stundenplan ist daher nur der raum- bzw. personengebundene Unterricht auszuweisen.
Darüber hinaus ist grundsätzlich für ein entsprechendes Ausmaß an täglicher Bewegungszeit für die Schülerinnen und Schüler zu sorgen.
Die verbindliche Übung Lebende Fremdsprache ist auf der 3. und 4. Schulstufe der Grundstufe römisch zwei integrativ zu führen (in kürzeren Einheiten fächerübergreifend). In der Sekundarstufe römisch eins kann die verbindliche Übung Lebende Fremdsprache im Rahmen der in der Stundentafel vorgesehenen Wochenstunden in längeren Unterrichtseinheiten bzw. integrativ geführt werden.
3.3 Unterrichtsplanung
Im Sinne des Paragraph 17, Absatz eins, des Schulunterrichtsgesetzes ist unterrichtliches Planen Ausdruck der eigenständigen und verantwortlichen Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Lehrerin bzw. des Lehrers.
Der Lehrplan dient der Lehrerin bzw. dem Lehrer bei der Planung als Grundlage für
- Strichaufzählungdie Konkretisierung des allgemeinen Bildungsziels, der besonderen Bildungsaufgaben und fächerübergreifenden Lernbereiche sowie der Bildungs- und Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände;
- Strichaufzählungdie Konkretisierung der Lehrstoffe;
- Strichaufzählungdie zeitliche Verteilung und Gewichtung der Ziele und Lehrstoffe;
- Strichaufzählungdie Festlegung der Methoden (Unterrichtsgliederung, Sozial- und Arbeitsformen, Projekte, Differenzierungsmaßnahmen und Ähnliches) und Medien des Unterrichts;
- Strichaufzählungdie Eröffnung von vielfältigen Zugängen zum Wissen;
- Strichaufzählungdie Schaffung von Gelegenheiten, Können zu entwickeln und anzuwenden sowie Erfahrungen und Eindrücke zu gewinnen;
- Strichaufzählungdie Arbeit mit Individuellen Förderplänen.
Bei der Planung und Durchführung des Unterrichts sind insbesondere folgende Grundsätze zu beachten:
Jede Lehrerin bzw. jeder Lehrer hat bei der unterrichtlichen Arbeit von einer Jahresplanung auszugehen, die eine Konkretisierung des Lehrplanes für die jeweilige Schulstufe oder Lerngruppe und Schulsituationen bezogen auf ein Unterrichtsjahr darstellt und auch in den Individuellen Förderplänen ihren Niederschlag findet. Die klassenbezogene Jahresplanung soll während des Schuljahres durch mittelfristige Planungen ergänzt werden. Diese sollen auch die aktuellen Bedürfnisse und Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und ihnen ein dem Alter und der Entwicklung entsprechendes Maß an Mitbestimmung ermöglichen können. Hier bieten sich ua. auch Formen des offenen Unterrichts an.
In der Grundstufe römisch eins und in der Grundstufe römisch zwei ist für Übung, Wiederholung, freies Lernen, Spiel und Feier usw. bereits bei der Jahresplanung ein entsprechender Zeitrahmen vorzusehen. Aktuelle Ereignisse und Lernanlässe sind im Sinne des Gelegenheitsunterrichts aufzugreifen.
Die Arbeit mit dem Lehrbuch ist dieser Konzeption unterzuordnen.
3.4 Lernen und Lehren a) Informations- und Kommunikationstechnologien
Die Arbeit mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnet Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven und Chancen für ihre persönliche Entwicklung, der gesellschaftlichen Teilhabe, ihre späteren Arbeits- und Berufsmöglichkeiten sowie den Abbau von Barrieren.
Ziel ist der sachgerechte, selbst bestimmte und verantwortliche Umgang mit diesen Technologien. Gefördert werden soll vor allem die Fähigkeit zu gezielter Beschaffung, Auswahl, Bewertung und Bearbeitung von Informationen. Geeignete Programme und behinderungsspezifische Medien ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, kreativ tätig zu werden, Lerninhalte zu wiederholen, zu festigen und zu überprüfen sowie individuelle Lösungen zu entwickeln.
Einsatz und Auswahl der entsprechenden Technologien orientieren sich an den Voraussetzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
b) Lernformen
Um den Unterricht in der Grundstufe römisch eins und römisch zwei kindgemäß, lebendig und anregend zu gestalten, soll die Lehrerin bzw. der Lehrer verschiedene Lernformen ermöglichen. Ausgehend von den eher spielorientierten Lernformen soll zu bewusstem, selbstständigem, zielorientiertem Lernen hingeführt werden. Dieses Lernen kann insbesondere durch folgende Formen gefördert werden:
- StrichaufzählungLernen im Spiel;
- Strichaufzählungoffenes Lernen;
- Strichaufzählungprojektorientiertes Lernen;
- Strichaufzählungentdeckendes Lernen;
- Strichaufzählunginformierendes Lernen;
- Strichaufzählungwiederholendes und übendes Lernen.
Lernorganisation umfasst die Aspekte „Gestaltung des Unterrichts“ und „Lernen – lernen“.
Um Schülerinnen und Schüler nach ihrem jeweiligen Entwicklungsstand, ihren Begabungen und Fähigkeiten zu fördern, ist der Unterricht schülerzentriert, handlungsorientiert und differenziert zu gestalten.
Die Schülerinnen und Schüler müssen genügend Zeit für die persönliche Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff haben.
c) Lerngesetzmäßigkeiten und Lerntechniken
Bei der Planung und Organisation von Lernprozessen sollen für das Lernen in der Schule relevante Erkenntnisse der Lernforschung Berücksichtigung finden. Lern- und Arbeitstechniken sind situationsbezogen zu vermitteln und einzuüben.
d) Schularbeiten
In den Unterrichtsgegenständen Deutsch und Mathematik sind in der 5. Schulstufe je zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen. Die Festlegung der Anzahl der Schularbeiten erfolgt – vorbehaltlich einer Regelung durch schulautonome Lehrplanbestimmung - durch die jeweilige Lehrerin oder den jeweiligen Lehrer.
3.5 Fächerverbindender und fächerübergreifender Unterricht
Der Schule sind viele Bildungs- und Erziehungsaufgaben gestellt, die nicht einem konkreten Unterrichtsgegenstand oder wenigen Unterrichtsgegenständen zugeordnet werden können, sondern nur fächerübergreifend im Zusammenwirken vieler oder aller Unterrichtsgegenstände zu bewältigen sind. Dieses Zusammenwirken erfolgt durch fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht. Dabei erfolgt eine Bündelung von allgemeinen und fachspezifischen Zielen unter einem speziellen Blickwinkel, wodurch es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, sich Wissen in größeren Zusammenhängen selbstständig anzueignen. Anregungen bzw. Aufträge für fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht ergeben sich sowohl aus den Allgemeinen Bestimmungen als auch aus den Lehrplänen der einzelnen Unterrichtsgegenstände.
Für einen solchen Unterricht sind folgende Aspekte von besonderer Bedeutung: Soziales Lernen, Gesundheitserziehung und Suchtprävention, Leseerziehung, Medienerziehung, Musische Erziehung, Politische Bildung, Interkulturelles Lernen, Sexualerziehung, Sprecherziehung, Erziehung zum Umweltschutz, Verkehrserziehung, Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt, Wirtschaftserziehung, Erziehung zur Anwendung neuer Technologien, Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern, Gender Mainstreaming.
Bei fächerübergreifender Unterrichtsgestaltung steht ein komplexes, meist lebens- oder gesellschaftsrelevantes Thema oder Vorhaben im Mittelpunkt. Die einzelnen Unterrichtsgegenstände haben im integrativen Zusammenwirken – zB im Sinne des Projektunterrichts – ihren themenspezifischen Beitrag zu leisten. Dies bedingt eine aufgabenbezogene besondere Organisation des Fachunterrichts und des Stundenplanes. Die Organisation kann über längere Zeiträume sowie klassen- und schulstufenübergreifend erfolgen.
Die Umsetzung des fächerübergreifenden Unterrichts im Schulalltag erfordert eine wirksame Koordination der Unterrichtsgegenstände unter Ausnützung ihrer Querverbindungen, den Einsatz geeigneter zusätzlicher Unterrichtsmittel. Die Heranziehung außerschulischer Fachleute kann die Unterrichtsarbeit der Lehrerin bzw. des Lehrers unterstützen.
3.6 Entscheidungsfreiräume im Lehrplan – Methodenfreiheit und Methodengerechtheit
Der Rahmencharakter des Lehrplanes ermöglicht der Lehrerin bzw. dem Lehrer Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der Auswahl und Gewichtung, der zeitlichen Verteilung, der Konkretisierung und Strukturierung der Lehrstoffe sowie hinsichtlich der Festlegung der Unterrichtsmethoden und -mittel nach verschiedenen didaktischen Gesichtspunkten.
Aus der Entscheidungsfreiheit der Lehrerin bzw. des Lehrers hinsichtlich seiner Unterrichtsarbeit erwächst die pädagogische und didaktische Verantwortung.
Für die Auswahl und Gewichtung der Lehrstoffe innerhalb der einzelnen Pflichtgegenstände, verbindlichen und unverbindlichen Übungen ist Ausgewogenheit anzustreben; soziale, emotionale, intellektuelle und körperliche Bildung stehen in engem Zusammenhang und sind daher entsprechend zu berücksichtigen. Außerdem sind bei der Konkretisierung der Lehrstoffe und bei der Auswahl der Unterrichtsmittel zu beachten:
- Strichaufzählungdie Berücksichtigung des Lernstandes der Klasse im Allgemeinen sowie einzelner Schülerinnen und Schüler im Besonderen;
- Strichaufzählungsozialen und kulturellen Umfeldes des Kindes sowie aktuelle Anlässe;
- Strichaufzählungdas Vermeiden von Überlastungen bzw. Überforderungen der Schülerin bzw. des Schülers durch zu umfangreiche, verfrühte oder zu komprimierte Anforderungen;
- Strichaufzählungdie Berücksichtigung exemplarischer Inhalte, die in besonderer Weise geeignet erscheinen, grundlegende und bedeutsame Einsichten und Erkenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse auf andere Sachverhalte zu übertragen;
- Strichaufzählungdas Nutzen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (nach Maßgabe der ausstattungsmäßigen Gegebenheiten an der Schule).
3.7 Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten sowie schulischen und außerschulischen Einrichtungen
Während der gesamten Schullaufbahn der Kinder und Jugendlichen ist die Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Erziehungsberechtigten sowie mit anderen schulischen und außerschulischen Institutionen besonders wichtig.
Lehrerinnen bzw. Lehrer und Erziehungsberechtigte sollten gemeinsam über Maßnahmen beraten, die erforderlich sind, um eine bestmögliche Förderung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Diese Zusammenarbeit wird in besonderem Maße gefördert, wenn die Erziehungsberechtigten auch an der Gestaltung schulischer Aktivitäten mitwirken.
Der Lehrerin bzw. dem Lehrer kommt gemäß Paragraph 11, Absatz 3 a, der Leistungsbeurteilungsverordnung auch die Aufgabe zu, die Erziehungsberechtigten nicht nur über Inhalte und Gestaltung des Unterrichts, sondern auch über den individuellen Leistungsstand ihres Kindes zu informieren.
Durch eine solche Kooperation können unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen an das Kind transparent gemacht und daraus resultierende Belastungen reduziert werden. Für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Lehrerin bzw. des Lehrers kann es eine große Hilfe sein, wenn die Erziehungsberechtigten Aufschlüsse über das Kind geben.
Für die Bewährung in der Berufs- und Arbeitswelt sind in vielen Fällen Hilfestellungen für einzelne Schülerinnen und Schüler notwendig. Darunter sind Maßnahmen zu verstehen, die gegen Ende der Schulpflicht in enger Zusammenarbeit mit für den Jugendlichen neuen Bereichen der Berufs- und Arbeitswelt Start- und Eingliederungshilfe gewähren.
3.8 Schuleintritt
Einer pädagogischen Gestaltung des Schuleintritts kommt besondere Bedeutung zu. In Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und vor- bzw. außerschulischen Institutionen soll der Schuleintritt möglichst harmonisch erfolgen.
In den ersten Schultagen und Schulwochen erwirbt das Kind wichtige Orientierungen für künftiges Leben und Lernen. Das Kind soll Zeit und Gelegenheit haben, seine Mitschülerinnen und Mitschüler kennen zu lernen und zu ihnen wie zur Lehrerin bzw. zum Lehrer positive Kontakte herzustellen. Es soll mit dem Schulhaus und der Zeiteinteilung in der Schule vertraut werden.
Es ist darauf zu achten, dass zunächst die dem Kind bekannten und vertrauten Formen des täglichen Lebens, der Sprache, des Spielens und des häufig eher zufälligen Lernens von der Schule aufgenommen werden. Allmählich und behutsam sind diese Formen zu eher zielorientierten Lernformen zu erweitern. Anzustreben ist eine sachbezogene Arbeitshaltung, die unter anderem durch Genauigkeit, Sorgfalt und Ausdauer gekennzeichnet ist, die aber auch Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme mit einschließt.
Erfahrungsaustausch zwischen Lehrerinnen, Lehrern und Erziehungsberechtigten kann widersprüchliche Lern- und Erziehungsmuster durchschaubar machen und daraus resultierende Belastungen für Kinder abbauen.
Derartige Ziele werden nur dann erreichbar sein, wenn im Sinne der Schulpartnerschaft (siehe die Paragraphen 62, 63 a, sowie Paragraph 19, Absatz 8, des Schulunterrichtsgesetzes) die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie ein entsprechendes Vertrauensverhältnis gegeben sind.
3.9 Übergang Schule – Arbeitswelt
Der pädagogischen Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt kommt besondere Bedeutung zu. Durch eine rechtzeitige und systematische Berufswahlvorbereitung werden die Jugendlichen befähigt, ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten einzuschätzen und Kompetenzen, Qualifikationen, Neigungen und Interessen zu erkennen. Berufsorientierung und Berufsvorbereitung im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung beinhalten eine Auseinandersetzung mit den Anforderungen in Ausbildung und Beruf auf der Grundlage realistischer Perspektiven.
Bei der Vorbereitung auf die berufliche Integration ist eine enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten, Einrichtungen zur Berufseingliederung, Ausbildungsbetrieben und einschlägigen Beratungsstellen notwendig.
3.10 Öffnung der Schule
Die Schule ist in ein soziales Umfeld eingebettet, zB in die Nachbarschaft, den Stadtteil, die Gemeinde. Durch Öffnung nach außen und nach innen ist dem Rechnung zu tragen, um die darin liegenden Lernchancen zu nutzen.
Öffnung nach außen kann durch Unterricht außerhalb der Schule erfolgen sowie durch Ergänzung des Unterrichts in Form von Schulveranstaltungen. Den Grundsätzen der Anschaulichkeit und der Alltagsbezogenheit entsprechend eignen sich Betriebe, öffentliche Einrichtungen, Naturräume usw. als Unterrichts- bzw. Lernorte.
Öffnung nach innen bedeutet, Personen aus dem Umfeld der Schule einzubeziehen, die ihre Erfahrungen, ihre Fertigkeiten und ihre Kenntnisse an die Schülerinnen und Schüler weitergeben können.
3.11 Lehrplan – Zusatz „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch“
Der Lehrplan-Zusatz „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch“ ist in Verbindung mit dem Lehrplan „Deutsch, Lesen, Schreiben“ bzw. „Deutsch, Lesen“ Grundlage für das Lehren und Lernen von Deutsch als Zweitsprache.
Eine detaillierte Berücksichtigung der zum Teil sehr unterschiedlichen Vorkenntnisse der Schülerinnen bzw. der Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch kann nicht im Lehrplan, sondern nur auf der Ebene der klassenbezogenen Jahresplanung unter Berücksichtigung des jeweiligen lernorganisatorischen Modells erfolgen, das an der Schule verwirklicht wird.
Der Lehrplan-Zusatz „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch“ ist nicht nach Schulstufen gegliedert. Er versteht sich als ein mehrjähriges Lernkonzept, das von Schülerinnen bzw. Schülern mit keinen oder mit nur geringen sprachlichen Vorkenntnissen in Deutsch jeweils vom Beginn an durchlaufen wird (unabhängig von der Schulstufe, in die die Schülerin bzw. der Schüler eingestuft wird), das bei bestehenden Vorkenntnissen aber auch in Teilbereichen übersprungen werden kann.
Der Lehrplan-Zusatz „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch“ ist im Wesentlichen als Differenzierungs- und Individualisierungshilfe für den Unterricht zu verstehen, der sich immer auch an den Lernzielen und Vermittlungsformen des allgemeinen Lehrplanes für Deutsch orientiert. Dies ist schon allein deshalb erforderlich, weil Schülerinnen bzw. Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch in vielen Fällen in einem mehr oder weniger großen Ausmaß am Unterricht in „Deutsch“ teilnehmen bzw. in diesen immer wieder einbezogen werden. Die unterrichtspraktische Verklammerung zwischen einzelnen Teilbereichen des Lehrplanes für Deutsch mit jenen des Lehrplan-Zusatzes wird mit zunehmender Lernzeit wachsen und zu fließenden Übergängen führen
3.12 Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern immer zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale soziale Wirklichkeit gibt.
Der Begriff Gender soll sichtbar machen, dass
- Strichaufzählungunsere Vorstellungswelt, unsere Sprache und unsere Gesellschaftsstruktur durch das Denken in zwei Geschlechtern geprägt sind;
- StrichaufzählungGeschlecht nicht nur biologisch definiert ist, sondern ebenso eine soziale und kulturelle Kategorie darstellt, die historisch gewachsen, veränderbar und politisch gestaltbar ist;
- Strichaufzählungdie Verhältnisse zwischen den Geschlechtern nicht von der Natur vorgegeben, sondern gesellschaftlich konstruiert sind und damit nicht statisch sondern veränderbar sind;
- Strichaufzählungdas soziale Geschlecht täglich in den Beziehungen zwischen den Menschen, Organisationen und Institutionen hergestellt wird;
- Strichaufzählunggesellschaftliche und politische Entscheidungen unterschiedliche Auswirkungen auf Männer und Frauen, Buben und Mädchen haben; die Genderperspektive richtet den Blick auf beide Geschlechter und nimmt sie in ihrer Differenz wahr.
Mit Gender Mainstreaming sind daher folgende inhaltliche Anliegen verbunden:
- StrichaufzählungBewusstmachung von geschlechtsspezifischer Sozialisation durch Familie, Schule, Medien und Arbeitswelt sowie von Auswirkungen dieser Sozialisation auf die Ausbildungs- und Berufswahl, Lebensplanung, Freizeitgestaltung und das eigene Denken und Verhalten;
- StrichaufzählungWahrnehmung von Ursachen und Formen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung im Privatbereich und in der Arbeitswelt und der damit verbundenen Berufschancen und Arbeitsbedingungen;
- StrichaufzählungErkennen möglicher Beiträge zur Tradierung und Verfestigung von Rollenklischees im Lebensfeld Schule;
- StrichaufzählungReflexion des eigenen Verhaltens, der Interaktionen im Unterricht, des täglichen Umgangs miteinander und der eigenen Geschlechtsrollenvorstellungen;
- StrichaufzählungBewusstmachen von alltäglichen Formen von Gewalt und Sexismus sowie Aufzeigen von Möglichkeiten der Prävention und Intervention;
- StrichaufzählungFörderung der Bereitschaft zum Abbau von geschlechtsspezifischen Vorurteilen sowie Förderung des partnerschaftlichen Verhaltens von Buben und Mädchen, Frauen und Männern.
3.13 Schulautonome Lehrplanbestimmungen
Schulautonome Lehrplanbestimmungen haben sich an der jeweiligen Bedarfs- und Problemsituation in einer Klasse oder Schule an einem bestimmten Schulort sowie aus den daraus resultierenden Wunsch- bzw. Zielvorstellungen zu orientieren. Die Nutzung von Freiräumen im Rahmen der Schulautonomie soll sich nicht in isolierten Einzelmaßnahmen erschöpfen, sondern erfordert ein auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtetes Gesamtkonzept. Weiters ist der zur Verfügung stehende Rahmen an Lehrerwochenstunden und Möglichkeiten der räumlichen und ausstattungsmäßigen Gegebenheiten der Schule zu beachten.
Schulautonome Lehrplanbestimmungen (Paragraph 6, Absatz eins, des Schulorganisationsgesetzes) sind in der 1. bis 8. Schulstufe im Bereich der Pflichtgegenstände (ausgenommen ist der Pflichtgegenstand „Religion“), der verbindlichen Übung „Lebende Fremdsprache“ und der unverbindlichen Übungen vorgesehen. Die Gesamtwochenstundenzahl für die einzelnen Schulstufen ist in einem Rahmen vorgegeben. Innerhalb dieses Rahmens können in den einzelnen Pflichtgegenständen sowie in der verbindlichen Übung „Lebende Fremdsprache“ die Wochenstunden pro Schulstufe um höchstens eine Wochenstunde, insgesamt um höchstens zwei Wochenstunden, erhöht bzw. verringert werden. Eine Verringerung des Stundenausmaßes im Pflichtgegenstand „Bewegung und Sport“ ist nicht zulässig. Die gänzliche Streichung eines Unterrichtsgegenstandes auf einer Schulstufe ist nicht zulässig.
Soweit schulautonom Unterrichtsgegenstände eingeführt werden, die in diesem Lehrplan nicht enthalten sind, müssen die schulautonomen Lehrplanbestimmungen neben Lehrstoffumschreibungen auch Bildungs- und Lehraufgaben und didaktische Grundsätze enthalten.
Wird schulautonom das Stundenausmaß für einen bestehenden Unterrichtsgegenstand erhöht, können Zusätze zu dessen Fachlehrplan formuliert werden.
3.14 Betreuungsplan für ganztägige Schulformen
Der Betreuungsteil an ganztägigen Schulformen umfasst die Bereiche gegenstandsbezogene Lernzeit, individuelle Lernzeit sowie Freizeit (einschließlich Verpflegung). Der Betreuungsteil kann sowohl in zeitlicher Trennung vom Unterricht als auch mit diesem verschränkt organisiert werden.
Aufgaben des Betreuungsteils:
Allgemein:
- StrichaufzählungIndividuelle Interessens- und Begabungsförderung
- StrichaufzählungSoziales Lernen, Bestärken des Zusammenlebens und Persönlichkeitsbildung
- Strichaufzählungsprachliche Förderung
- StrichaufzählungLeseförderung
- StrichaufzählungFörderung des Gesundheitsbewusstseins
Freizeit:
- StrichaufzählungErholung
- Strichaufzählungindividueller Freiraum
- StrichaufzählungMotivation zu körperlicher Bewegung – ergänzende Bewegungseinheiten
- StrichaufzählungFörderung der Kreativität
- StrichaufzählungAnregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung
Lernzeiten:
- StrichaufzählungFörderung der Lernmotivation
- StrichaufzählungFestigung des Unterrichtsertrages
- StrichaufzählungUnterstützung des schulischen Erfolgs
- StrichaufzählungAnleitung zu eigenständiger Lernorganisation
Zur Verwirklichung dieser Aufgaben sind folgende Grundsätze zu beachten:
Pädagogisches Konzept und Planung:
Das Zusammenwirken von Unterricht, Lern- und Freizeit sowie die konkreten Angebote sind durch mittel- und langfristige Planung inhaltlich und organisatorisch-konzeptionell abzustimmen und in einem standortspezifischen pädagogischen Konzept festzuhalten. In der Planung ist auf die Heterogenität (zB Entwicklungsstand, Alter, Schulstufen) der Gruppen sowie auf die unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler durch ein gefächertes Bildungsangebot und Differenzierung einzugehen. Dabei sind die vor- und außerschulischen Erfahrungen und Potentiale (Mehrsprachigkeit, Interkulturalität usw.) der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen.
Kommunikation und Austausch:
Bezüglich der zu erreichenden Lernziele und Lernfortschritte der einzelnen Schülerinnen und Schüler sowie hinsichtlich der Quantität und Qualität der Aufgabenstellungen aus dem Unterricht (zB Hausübungen) hat in regelmäßigen Abständen ein Austausch zwischen den Pädagoginnen und Pädagogen des Unterrichtsteils und jenen des Betreuungsteils zu erfolgen, um eine optimale Förderung in beiden Phasen zu ermöglichen.
Eine sinnvolle und zweckmäßige Kommunikation zwischen Pädagoginnen und Pädagogen des Unterrichtsteils und des Betreuungsteils mit den Erziehungsberechtigten, insbesondere hinsichtlich der Lernfortschritte und der zu erledigenden Aufgaben, ist sicherzustellen.
Der Ablauf von Lern-, Ruhe-, Bewegungs-, Spiel-, Förder- und Essenszeiten ist unter Berücksichtigung der Leistungskurve altersgemäß differenziert zu gestalten. Rückzugsmöglichkeiten und Freiräume sollen in ausreichendem Ausmaß vorgesehen werden. Als notwendige Erholungsphase vor der Lernzeit soll nach Möglichkeit Freizeit eingeplant werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in der Lernzeit individuelle Unterstützung bei der Bearbeitung von Aufgabenstellungen aus dem Unterricht (zB Hausübungen) und der Festigung der Lerninhalte des Unterrichtsteils. Bestandteile des Freizeitteils sind die individuelle Förderung und Entdeckung kreativer, musischer sowie sportlicher Begabungen und Interessen. Damit die schulische Tagesbetreuung ein qualitativ hochwertiges Angebot sein kann, ist die Anwesenheit bis zumindest 16:00 Uhr erforderlich.
Es sind Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen, soziale Kontakte über die Zugehörigkeit zu Gesellschaftsschichten, Religionen, Kulturen uä. hinweg zu knüpfen und zu pflegen sowie in der Gruppe zu lernen und sich gemeinsam weiter zu entwickeln.
Umfassende, fächerübergreifende sprachliche Bildung sowie eine nachhaltige Sprach- und Lesekultur sind zentrale Aufgaben in allen Bereichen der ganztägigen Schulform und somit fixer Bestandteil des Angebotes sowohl in der Lernzeit als auch in der Freizeit. Der Leseförderung ist als Teil der sprachlichen Bildung Platz einzuräumen.
Projekte sollen das Angebot an ganztägigen Schulen ergänzen. Diese können in weniger intensiven Phasen des Unterrichtsjahres über einen längeren Zeitraum und auch übergreifend zwischen Freizeit und Lernzeiten auf Basis der mittel- und langfristigen Planung stattfinden.
Wo die Möglichkeit besteht, sollen Aktivitäten im Freien vorgesehen werden und soll die Betreuung auch an dislozierten Betreuungsorten (Ausflüge und Exkursionen) Teil des Angebotes sein.
Lernzeiten:
Die Lernzeiten müssen strukturiert sein und dienen der Festigung und der Förderung der Unterrichtsarbeit aus dem Unterrichtsteil (zB durch Hausübungen) sowie der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, nicht jedoch der Erarbeitung neuer Lerninhalte. Der Lernbetreuung kommt die Aufgabe der Unterstützung und nicht die Kompensation des Unterrichts zu. Dabei muss auf angepasste Angebote geachtet werden und angeregt werden, Schritte in Richtung Weiterentwicklung zu tun. Es soll ermutigt werden, Energie und Zeit in das eigene Lernen (Schülerinnen- und Schülerinvolvement) zu investieren. Pädagoginnen und Pädagogen haben dabei nach Bedarf Unterstützung zu leisten.
Durch eine offene und anregende Gestaltung ist eine positive Lernatmosphäre sicherzustellen, die die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützt. Der Vermittlung von Lerntechniken ist Raum zu geben.
Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, eigenverantwortlich individuelle Lernarbeit zu bewältigen. Das individuelle Lernziel (Lenkung), die selbstständige Lernkontrolle (Steuerung), die eigenverantwortliche Energieeinteilung (Lernökonomie) sowie die individuelle Nutzung von Begabungen werden gefördert. Dabei ist darauf zu achten, dass fehlende Unterstützung der Entwicklung und des Lernfortschrittes durch die Erziehungsberechtigten durch das ganztägige schulische Angebot nach Möglichkeit ausgeglichen werden soll.
Im Sinne der individuellen Betreuung sind innere Differenzierung und häufiges Arbeiten in kleinen Gruppen oder in Einzelarbeitsphasen vorzunehmen, vor allem wenn Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen gemeinsam betreut werden.
Aufgabenstellungen aus dem Unterricht:
Aufgabenstellungen aus dem Unterricht (zB Hausübungen) dienen dazu, das im Unterricht Erarbeitete durch Üben und die selbstständige Auseinandersetzung zu festigen, einzuprägen und anzuwenden, Lernvorgänge selbst zu organisieren sowie Arbeitsmittel und Arbeitstechniken selbst zu wählen und einzusetzen. Es liegt im Ermessen und im Erfahrungsbereich der Lehrkraft des Unterrichtsteils, Hausübungen qualitativ und quantitativ sinnvoll und gezielt einzusetzen. Es ist darauf zu achten, dass diese Aufgaben in Absprache zwischen den Pädagoginnen und Pädagogen des Unterrichtsteils und des Betreuungsteils (Lernzeit) grundsätzlich so zu stellen sind, dass sie im zeitlichen Ausmaß der im Betreuungsteil für die individuelle Lernzeit anberaumten Wochenstunden erledigt werden können.
Gegenstandsbezogene Lernzeit:
Die gegenstandsbezogene Lernzeit umfasst drei Wochenstunden (sofern schulautonom keine andere Festlegung erfolgt), wobei nicht mehrere Stunden an einem Tag vorgesehen werden sollen. In der gegenstandsbezogenen Lernzeit ist der Ertrag der Unterrichtsarbeit zu sichern und durch entsprechende Übungen zu festigen. Dabei soll nicht die Menge, sondern die Wesentlichkeit der Bildungsinhalte im Vordergrund stehen. Neue Lernstoffe dürfen nicht erarbeitet werden. Im Sinne der Individualisierung ist offenen Arbeitsformen mit gezielt zusammengestellten Aufgabenpaketen der Vorzug zu geben. Die Unterstützung durch die Pädagogin und den Pädagogen darf nur so weit gehen, dass die Erledigung der gestellten Aufgabe die selbstständige Leistung der Schülerin und des Schülers bleibt. Vorbereitete Lernimpulse sind zur Vertiefung und zur Förderung der Talente zu setzen.
Individuelle Lernzeit:
Die individuelle Lernzeit umfasst vier Wochenstunden (sofern schulautonom keine andere Festlegung erfolgt). Im Mittelpunkt der individuellen Lernzeit steht die eigenständige Vertiefung. Zweckmäßige und zeitökonomische Verfahrensweisen des selbstständigen Lernens (Erledigung der Aufgabenstellungen aus dem Unterricht wie zB Hausübungen, Aneignung des Lernstoffes, Vermittlung von Lerntechniken, Vorbereitung auf Leistungsfeststellungen usw.) stehen im Vordergrund. Jede Schülerin und jeder Schüler ist in der individuellen Lernzeit von den betreuenden Pädagoginnen und Pädagogen durch individuelle Lernunterstützung bestmöglich zu begleiten. Die Organisation und Struktur der Lernzeit soll eigenständiges Lernen begünstigen und den Schülerinnen und Schülern nach Bedarf Hilfestellungen zukommen lassen.
Schulautonome Gestaltung der gegenstandsbezogenen und der individuellen Lernzeiten:
Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann das Ausmaß der gegenstandsbezogenen Lernzeit und der individuellen Lernzeit unter Bedachtnahme auf pädagogische, räumliche und ausstattungsmäßige Gegebenheiten entsprechend der nachfolgenden Tabelle festgesetzt werden:
Lernzeiten | Wochenstunde(n) | |||
Gegenstandsbezogene Lernzeit | 1 | 2 | 3 | 4 |
Individuelle Lernzeit | 8 | 6 | 4 | 2 |
Wenn es in Ermangelung des erforderlichen Personals nicht möglich ist, individuelle Lernzeit im Ausmaß von zumindest zwei Wochenstunden vorzusehen, dann ist statt der individuellen Lernzeit die gegenstandsbezogene Lernzeit mit fünf Wochenstunden festzulegen.
Sowohl in der gegenstandsbezogenen als auch in der individuellen Lernzeit sollen die Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden.
Ebenso können therapeutische und funktionelle Übungen – auch unter Einbeziehung von geeigneten Computerprogrammen – vorgesehen werden, die wichtige psychische und physische Grundfunktionen stärken und damit die Voraussetzungen zur Erreichung der Lehrplanziele verbessern.
Bei Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Förderbedarf ist dem richtigen Einüben von Alltagshandlungen im Sinne eines lebenspraktischen Trainings besonderes Augenmerk zu schenken.
Bei der Gestaltung des Betreuungsteiles soll gegebenenfalls eine Koordinierung mit außerschulischen Therapiemaßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler oder Gruppen von Schülerinnen und Schülern vorgenommen werden.
Freizeit:
Im Freizeitteil ist verstärkt auf individuelle Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen und Erholungsphasen sind einzubauen. Freiräume zur selbstbestimmten Planung durch Schülerinnen und Schüler sind einzuplanen. Es sollen auch Anreize geboten werden, sich mit neuen Bereichen auseinanderzusetzen. Auch dem Bedürfnis nach Sich-Zurückziehen und Erholung sowie Bewegung im Freien ist ausreichend Raum zu geben. Projekte können unter Wahrung der Zeiteinheiten übergreifend in Lern- und Freizeit organisiert werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einem sinnvollen Freizeitverhalten geführt werden, indem sie Einstellungen, Kompetenzen und Fähigkeiten erwerben, die über die Schulzeit hinaus positive Wirkung haben.
Das Angebot unterschiedlicher Aktivitäten ist unter Einbeziehung und Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler zu erstellen. Es sollten, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen, Wahlmöglichkeiten geboten werden, um bedürfnisorientierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Teil der Freizeit ist das Mittagessen mit einem altersgerechten Speisenangebot und einem abwechslungsreichen Speiseplan. Durch richtige Ernährung wird ein wichtiger Beitrag zur körperlichen Gesundheit geleistet. Aspekte der Ernährungspädagogik sind dabei zu berücksichtigen.
An ganztägigen Schulformen hat die Angebotspalette insbesondere folgende Bereiche zu berücksichtigen:
- StrichaufzählungPhysische Fitness durch ausreichende Bewegung, um Bewegungsmangel auszugleichen und die motorische Entwicklung zu unterstützen; insbesondere an jenen Tagen, an denen im Stundenplan kein Unterricht in „Bewegung und Sport“ vorgesehen ist, sind die Angebote im Bereich der Freizeit nach Möglichkeit so zu setzen, dass eine Bewegungseinheit angeboten wird. Dafür sind geeignete und zur Verfügung stehende Außen- und Innenbereiche einzubeziehen.
- StrichaufzählungSchulische Kulturarbeit zur Entfaltung von Kreativität und sozialen Kompetenzen: Theater, Instrumentalmusik, Chor, Tanz, Spielpädagogik, Medienpädagogik, Erlebnispädagogik, kreatives Gestalten, Werken, Malen, Zeichnen usw.
- StrichaufzählungSoziales Lernen: Entwicklung von Kontaktfähigkeit, Toleranz, Konfliktmanagement, Interreligiosität usw. als Beiträge zu Inklusion, Friedenserziehung, Gewaltprävention, politischer Bildung uä. Peer-Mediation kann in das Angebot integriert werden.
- StrichaufzählungLesen: Die Kulturtechnik „Lesen“ ist durch eine positive Lesekultur und Leseatmosphäre, ein altersadäquates Literaturangebot und Bibliotheksnutzung zu fördern.
- StrichaufzählungPersönlichkeitsbildung: Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Stärkung des Selbstkonzepts, eigene Stärken und Schwächen erkennen, Umgang mit Gefühlen usw.
- StrichaufzählungGeschlechterbewusste Pädagogik: Unterschiedliche Rollen und Verhaltensweisen von Männern und Frauen in unserer Gesellschaft einbeziehen und reflektieren; Stereotypen begegnen und mit entsprechenden Angeboten entgegenwirken.
- StrichaufzählungFreizeitverhalten: Ohne Leistungs- und Konkurrenzdruck zu einem sinnvollen Freizeitverhalten führen (zB spielerische und sportliche Aktivitäten, Umgang mit den Medien und Social Media, Lesen).
- StrichaufzählungErholung: Für die Schülerinnen und Schüler sind Freiräume (in den Außen- und Innenbereichen) und Erholungsphasen zur selbstständigen Ausgestaltung vorzusehen.
3.15 Politische Bildung
Politische Bildung soll die Schülerinnen und Schüler zum Verständnis für politische Vorgänge und zur Teilhabe am demokratischen und politischen Leben befähigen. Somit muss auch ein wesentlicher Beitrag zur Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Hautfarben, Menschen mit Behinderungen, usw. geleistet werden.
Dabei ist besonders auf den Erwerb politischer Kompetenzen (politische Urteilskompetenz, politische Handlungskompetenz, politische Methodenkompetenz und politische Sachkompetenz) sowie auf den Erwerb historischer Kompetenzen (historische Fragekompetenz, historische Methodenkompetenz, historische Sachkompetenz und historische Orientierungskompetenz) zu achten.
Folgende Ziele sind im Rahmen der ganztägigen Schulform anzustreben:
- StrichaufzählungLernmotivation und Lernunterstützung,
- StrichaufzählungSoziales Lernen,
- StrichaufzählungKreativität,
- StrichaufzählungAnregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung und
- StrichaufzählungRekreation.
Lernmotivation und Lernunterstützung:
Die Lernbereitschaft und Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler soll sowohl durch gezielte individuelle Förderung als auch durch partnerschaftliche Lernformen erhöht werden. Dabei ist auf ihre jeweiligen Interessen und Möglichkeiten Bedacht zu nehmen. Lern- und Arbeitstechniken sind situationsbezogen einzuüben bzw. anzuwenden.
Soziales Lernen:
Die ganztägige Schulform soll durch ihr vielgestaltiges Schulleben mehr Gelegenheit für soziales Lernen bieten und die Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern (verschiedener Gesellschaftsschichten, Religionen, Kulturen uä.) intensivieren. Kontaktfähigkeit, Toleranz und sozial angemessene Begegnungsformen sollen weiterentwickelt und gefördert werden. Dabei sind die vor- und außerschulischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.
Kreativität:
Die ganztägige Schulform soll zusätzliche Möglichkeiten zur Entfaltung der Kreativität bieten.
Anregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung:
Die ganztägige Schulform soll zu einem sinnvollen Freizeitverhalten (zB spielerische und sportliche Aktivitäten, Umgang mit den Medien) führen. Dabei sollen vermehrt Haltungen und Einstellungen, aber auch Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben und gefördert werden, die über die Schulzeit hinaus positive Wirkung haben sollen.
Rekreation:
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre elementaren Bedürfnisse nach Bewegung, Sich-zurückziehen-Können und Erholung erfüllen können. Dies setzt allerdings ein Mindestmaß an Raum und Ausstattung voraus. Wo die Möglichkeit besteht, sollte auch für Aufenthalt im Freien gesorgt werden.
Zur Verwirklichung dieser Ziele sind folgende Grundsätze zu beachten:
Auf die unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler ist durch ein breit gefächertes Bildungsangebot, Differenzierung und gezielte individuelle Zuwendung einzugehen. Durch partnerschaftliche Lernformen sowie durch die Vermittlung von Lerntechniken sind die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernbereitschaft und Lernmotivation zu fördern. Sowohl lernschwache als auch überdurchschnittlich lernbefähigte Kinder sollten möglichst gezielt gefördert werden.
Die biologische Leistungskurve ist bei der Abfolge der Lern- und Freizeiteinheiten zu berücksichtigen.
Der Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Erzieherinnen und Erzieher des Betreuungsteiles mit den Erziehungsberechtigten sowie bezüglich der Lernzeiten mit den Lehrerinnen und Lehrern des Unterrichtsteiles kommt in ganztägigen Schulformen besondere Bedeutung zu.
Die gegenstandsbezogene Lernzeit umfasst drei Wochenstunden (sofern gemäß Ziffer 3 Punkt 14, schulautonom keine andere Festlegung erfolgt), wobei nicht mehrere Stunden an einem Tag vorgesehen werden sollten. Im Sinne eines zeitgemäßen Grundschulunterrichtes bezieht sich die gegenstandsbezogene Lernzeit primär auf Pflichtgegenstände. Sie dient der Festigung und Förderung des Unterrichtsertrages, nicht jedoch der Erarbeitung neuer Lehrstoffe. Hiebei ist auf vollständiges und möglichst eigenständiges Arbeiten Wert zu legen. Arbeitsaufträge an einzelne Schülerinnen und Schüler sind unerlässlich und sollen zu einer ökonomischen Nutzung der Lernzeit führen.
Die individuelle Lernzeit umfasst vier Wochenstunden (sofern gemäß Ziffer 3 Punkt 14, schulautonom keine andere Festlegung erfolgt). Im Mittelpunkt der individuellen Lernzeit stehen zweckmäßige und zeitökonomische Verfahrensweisen des selbstständigen Lernens (Erledigung der Hausübungen, Aneignung des Lernstoffes, Vorbereitung auf Leistungsfeststellungen usw.). Jede Schülerin bzw. jeder Schüler ist in der individuellen Lernzeit von den betreuenden Lehrerinnen bzw. Lehrern oder Erzieherinnen bzw. Erziehern durch individuelle Lernunterstützung zu fördern.
Bei der Erstellung des Betreuungsplans ist die Abfolge von gegenstandsbezogener bzw. individueller Lernzeit so zu wählen, dass den Schülerinnen und Schülern täglich Freizeitphasen in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.
4. ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
4.1 Orientierung an den Schülerinnen und Schülern sowie Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen
Der Unterricht hat sich grundsätzlich an den Voraussetzungen und individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler zu orientieren sowie an ihre Vorkenntnisse, Vorerfahrungen und an ihre Vorstellungswelt anzuknüpfen.
Diese individuell unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, Sprache, Kognition, personale und soziale Identität bilden die Grundlage für die Anbahnung weiterer Entwicklungsschritte und Festlegung der Lernziele.
Der bisherige Verlauf und der aktuelle Stand der Entwicklung, die Vorerfahrungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sind wesentliche Grundlagen für gezielte Fördermaßnahmen. Das familiäre Umfeld, die für die Schülerinnen und Schüler entscheidenden Bezugspersonen, Freizeitaktivitäten sowie außerschulische Fördermaßnahmen sind ebenso bedeutsam wie die Bedingungen der schulischen Situation.
Bei der Unterrichtsgestaltung ist insbesondere in der Grundstufe römisch eins und römisch zwei darauf zu achten, dass dem besonderen Bewegungsbedürfnis der Kinder Rechnung getragen wird. Es gibt zahlreiche Lernsituationen, die keinerlei Sitzzwang erfordern. Gymnastische Übungen, Bewegungsspiele und andere motorische Aktivitäten sind in den Unterricht einzubauen. Besondere Bedeutung kommt diesbezüglich auch der Pausengestaltung zu. Bei der Bemessung der Hausübungen muss im Sinne von Paragraph 17, Absatz 2, des Schulunterrichtsgesetzes auch darauf Bedacht genommen werden, dass den Schülerinnen und Schülern genügend Zeit für Bewegung und Freizeitaktivitäten bleibt.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit aller am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten trägt zur positiven Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bei.
4.2 Konzentration der Bildung
Die Lehrerinnen und Lehrer haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Ganzheit – d.h. vom Körperlichen bis zum Seelisch-Geistigen – zu bilden, ohne dabei einen Bereich zu vernachlässigen. Im Hinblick auf das Bildungsgut der Schule bedeutet dies, dass die Lehrinhalte in größeren Sinnganzheiten unter Ausnützung aller Wechselbeziehungen der Schülerin bzw. dem Schüler zu vermitteln sind.
Durch fächerübergreifenden und -verbindenden Unterricht ist den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu gegeben, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Vernetztes Denken soll dazu beitragen, die Welt zu verstehen, mit zu gestalten und zu verändern.
Bei fächerübergreifender Unterrichtsgestaltung steht ein komplexes, meist lebens- oder gesellschaftsrelevantes Thema im Mittelpunkt. Die einzelnen Unterrichtsgegenstände haben durch integratives Zusammenwirken – zB im Projektunterricht – ihren themenspezifischen Beitrag zu leisten.
4.3 Anschaulichkeit und Herstellen von Bezügen zur Lebenswelt
Die Lehrerin bzw. der Lehrer hat Lerngelegenheiten zu arrangieren bzw. aufzugreifen, die das soziale, kulturelle und naturhafte Umfeld der Schülerinnen und Schüler und der Schule, die Alltagssituationen oder aktuelle Ereignisse bieten und den Kindern und Jugendlichen die Bedeutsamkeit und Sinnhaftigkeit der Lehraufgaben und Lehrstoffe für ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben zu vermitteln. Im Sinne des exemplarischen Lernens sind möglichst zeit- und lebensnahe Themen zu wählen, durch deren Bearbeitung Einsichten, Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden gewonnen werden, die eigenständig auf andere strukturverwandte Probleme und Aufgaben übertragen werden können. Die Materialien und Medien, die im Unterricht eingesetzt werden, haben möglichst aktuell und anschaulich zu sein, um die Schülerinnen und Schüler zu aktiver Mitarbeit anzuregen.
Die Lebensbezogenheit drückt sich auch in der Verbundenheit der Schule und des Unterrichts mit dem Leben außerhalb der Schule aus. Begegnungen mit Fachleuten, die in den Unterricht eingeladen werden können, sowie die Einbeziehung außerschulischer Lernorte bzw. die Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichts durch Schulveranstaltungen stellen wesentliche Bereicherungen dar. Den neuen Technologien kommt verstärkt Bedeutung zu.
4.4 Sachgerechtheit
Die Lehrerin bzw. der Lehrer hat im Unterricht den Anspruch der Sache zur Geltung zu bringen, hiebei ist Sachrichtigkeit grundsätzlich erforderlich, auch wenn aus psychologischen bzw. methodischen Gründen Vereinfachungen geboten sind.
Außerdem ist der Unterricht so zu führen, dass die Schülerin bzw. der Schüler genügend Zeit zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff hat. Es bedeutet auch keinen Verstoß gegen diesen didaktischen Grundsatz, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, auf dem Umweg über Irrtümer zu lernen, was häufig viel nachhaltiger und damit letztlich effektiver ist. (Dies gilt jedoch nicht für den Teilbereich Rechtschreiben.) Denn auch dieses Lernen ist von der Absicht geleitet, zum Erfassen des „Sachrichtigen“ hinzuführen.
4.5 Aktivierung und Motivierung
In allen Bereichen des Unterrichts sind, wo immer möglich, spontanes Interesse, Neugierverhalten, Wissensbedürfnis und Leistungsbereitschaft der Schülerin bzw. des Schülers zu wecken und zu pflegen.
Das Erlernen und Beherrschen von verschiedenen Arbeits- bzw. Lerntechniken ist eine wichtige Grundlage für die Möglichkeit selbsttätigen Bildungserwerbs in verschiedenen Unterrichts- und Sozialformen. Eine wichtige Voraussetzung für Aktivierung und Motivierung wird dadurch geschaffen, dass die Lehrerin bzw. der Lehrer versucht, die Bedeutsamkeit von Lehraufgaben und Lehrstoffen, dort, wo es sinnvoll ist, über die subjektive Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler zu vermitteln. Damit wird einerseits der Sinn eines Unterrichtsabschnitts einsichtig, andererseits die Aufmerksamkeit für das Unterrichtsangebot geweckt.
Um dies zu gewährleisten, sind folgende Motivationshilfen einzusetzen:
- StrichaufzählungAnknüpfen an Interessen der Schülerinnen und Schüler;
- StrichaufzählungOffenlegung der Zielsetzungen und Unterstützung der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers beim selbstständigen Setzen realistischer Ziele;
- StrichaufzählungUnterstützungsangebote, die zu Erfolgserlebnissen führen und die Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler erweitern;
- StrichaufzählungVermeidung von Über- bzw. Unterforderung;
- Strichaufzählungattraktive Aufbereitung des Lehrstoffes;
- StrichaufzählungEinsatz von Arbeitsmitteln mit hohem Aufforderungscharakter.
4.6 Stärken von Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung
Auch durch bloße Übernahme von Erfahrungen anderer können das Wissen, Können und Erleben erweitert werden. Im Unterricht ist durch das Schaffen einer entsprechenden Lernatmosphäre - nicht zuletzt auf Grund der wachsenden Bedeutung dynamischer Fähigkeiten - die selbsttätige und selbstständige Form des Lernens besonders zu stärken.
Durch einen lebensbedeutsamen, situations-, handlungs- und praxisorientierten Unterricht soll die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Die Unterrichtsinhalte sind so auszuwählen, dass sie für die Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Aufgaben und Herausforderungen Bedeutung haben. Ausgehend von den konkreten Erfahrungen und den persönlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler werden neue Inhalte erarbeitet und in Beziehung zu ihrer Lebenswelt gesetzt. Durch vielfältiges Handeln (praktisches Tun, Entdecken, Experimentieren usw.) in lebensnahen Situationen unter Einbeziehung möglichst vieler Sinne erfahren und erfassen die Schülerinnen und Schüler ihre Umwelt und entwickeln dabei eigene Begriffs- und Denkstrukturen. Diese sind in alltagsbezogenen Situationen möglichst lebensnah anzuwenden. Dafür bieten sich projektartige und offene Lernformen sowie Realbegegnungen im weitesten Sinn an.
Die Auseinandersetzung mit bedeutenden Anlässen, interessanten Erlebnissen sowie aktuellen Situationen trägt zum Erwerb von Kompetenzen und zur Entwicklung neuer Sichtweisen bei.
Die Schülerinnen und Schüler sind ihrem Alter und ihren individuellen Voraussetzungen entsprechend zu kritischem und eigenverantwortlichem Denken zu führen. Es sind Impulse zu setzen, die die Entwicklung eigener Wert- und Normvorstellungen bei den Schülerinnen und Schülern anregen und fördern.
Den Schülerinnen und Schülern ist Lernen als Prozess verständlich zu machen. Sie sollen die an sie gestellten Anforderungen kennen, sich selbst einschätzen lernen und darin auch Motivation für ihre Arbeit finden.
Die Vermittlung von Lerntechniken ist eine unabdingbare Voraussetzung für selbsttätiges Erarbeiten von Kenntnissen und Fertigkeiten, dient aber auch dem Zweck, eine Basis für den lebensbegleitenden selbstständigen Bildungserwerb zu legen. Bei der Gestaltung des Unterrichts ist darauf zu achten, dass für die Präsentation individuellen Wissens Möglichkeiten geboten werden.
4.7 Aufgaben, Prinzipien und Ziele sonderpädagogischer Förderung
Sonderpädagogik ist ein elementarer Bereich der allgemeinen Pädagogik, der wichtige Impulse setzt.
Sonderpädagogische Förderung verwirklicht das Recht der Kinder und Jugendlichen mit Lernbehinderung auf eine ihren individuellen Möglichkeiten entsprechende Bildung und Erziehung mit dem Ziel schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung. Sie orientiert sich an der jeweiligen individuellen und sozialen Situation und schließt die persönlichkeits- und entwicklungsorientierte Vorbereitung auf zukünftige Lebenssituationen ein.
Sie erfordert die Gestaltung von Lernumwelten, die Schülerinnen und Schülern – ausgehend von deren Fähigkeiten und Stärken – die Aneignung von Lerninhalten, Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen ermöglicht.
Zur sonderpädagogischen Förderung gehören über den Unterricht hinaus Unterstützungs- und Beratungsangebote im schulischen und außerschulischen Umfeld sowie die Kooperation mit allen am Bildungs- und Erziehungsprozess beteiligten Personen und Institutionen.
Schülerinnen und Schüler müssen unterstützt werden, sich auf aktive, kreative und kooperative Weise Lerninhalte anzueignen. Sie benötigen entsprechende Kompetenzen, um Unterrichtsinhalte zu begreifen, zu behalten und anzuwenden. Sie sind daher mit Arbeitsformen und Lernstrategien vertraut zu machen, die ein selbstständiges Arbeiten, Handeln und Üben ermöglichen.
Lehrerinnen und Lehrer begleiten, helfen, motivieren und sind Ansprechpartnerin und -partner. Sie bieten geeignete Möglichkeiten zum Lernen an, schaffen neue Lernsituationen, setzen Vertrauen in das Können und in die Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler, gewähren Zeit und lassen auch Fehler als Chance für neue Einsichten und Lernprozesse zu.
Arbeiten und Üben in therapeutischer und funktioneller Absicht ist unverzichtbar und ein wesentlicher Bestandteil der sonderpädagogischen Förderung. Diese Übungen verstehen sich als ein durchgängiges Prinzip sonderpädagogischer Förderung im Unterricht, welches zu einer positiven Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schülerinnen und Schüler beitragen soll. Insbesondere können durch diese Übungen die Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnistraining und Wahrnehmung sowie die motorische und soziale Entwicklung unterstützt werden.
Die Arbeit mit Individuellen Förderplänen dient der besonderen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Die Unterrichtsthemen sind mit den in den Individuellen Förderplänen beschriebenen Methoden zu erarbeitet. Ziel ist es, das individuelle Entwicklungspotenzial der Schülerinnen und Schüler auszuschöpfen.
4.8 Individualisieren, Differenzieren und Fördern
Aufgabe der Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zur bestmöglichen Entfaltung ihrer individuellen Leistungspotenziale zu führen. Leistungsfähigkeit und besondere Begabungen sind dabei kontinuierlich zu fördern. Individualisierungsmaßnahmen beziehen sich auf die einzelne Schülerin bzw. den einzelnen Schüler.
Die Lehrerin bzw. der Lehrer hat sich nicht nur im Förderunterricht zu bemühen, den Schülerinnen bzw. Schülern kontinuierliche Erfolgserlebnisse zu ermöglichen, die eine auf Selbstvertrauen begründete Leistungsbereitschaft entstehen lassen.
Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich hinsichtlich des Entwicklungsstandes des Sozialverhaltens, der Kommunikationsfähigkeit, der Selbstständigkeit, der Interessen, der Motivation, des Vorwissens, der Lernfähigkeit, der Arbeitshaltung ua. sehr häufig voneinander.
Diese Unterschiede müssen erkannt und beachtet werden und bilden die Grundlage für individualisierende und differenzierende Lernangebote. Individuelle Förderpläne unterstützen eine spezifizierte Planung im Sinne des Differenzierens und Individualisierens.
Um diese Aufgabe bestmöglich erfüllen zu können, hat jede Lehrerin bzw. jeder Lehrer von einer individuellen Planung auszugehen. Die Grundlage für die Erstellung derartiger Förderpläne ergibt sich aus den jeweiligen Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler.
Individuelle Förderpläne enthalten eine pädagogische Diagnose (Analyse der persönlichen sowie der umfeldbezogenen Bedingungen), benennen aus ganzheitlicher Sicht Ziele und Maßnahmen der Unterstützung, dokumentieren den individuellen Lern- und Entwicklungsfortschritt und sind im Hinblick auf notwendige Adaptierungen einer regelmäßigen Überprüfung zu unterziehen. Zu ihrer erfolgreichen Umsetzung tragen alle am Bildungsprozess Beteiligten in gemeinsamer Verantwortung bei.
Für den Unterricht ergeben sich daraus folgende wesentliche Aufgabenstellungen und methodisch-didaktische Konsequenzen:
- StrichaufzählungSchaffen einer pädagogischen Atmosphäre von Ermutigung und Erfolgszuversicht, Geduld, Vertrauen und Verständnis, gegenseitiger Achtung und Rücksichtnahme;
- StrichaufzählungErstellung von differenzierten Lernangeboten, die individuelle Zugänge und auch immer wieder neue Einstiege und Anreize bieten;
- StrichaufzählungEingehen auf die individuell notwendige Arbeitszeit, auf unterschiedliche Lerntypen, Vorkenntnisse, Vorerfahrungen und kulturelles Umfeld;
- StrichaufzählungBerücksichtigung des unterschiedlichen Unterstützungsbedarfs;
- StrichaufzählungBewusstmachen der Stärken und Schwächen im persönlichen Begabungsprofil der Schülerinnen und Schüler, wobei bevorzugt an die Stärken anzuknüpfen ist;
- StrichaufzählungEinsatz unterschiedlicher Sozialformen;
- StrichaufzählungHilfestellung durch Mitschülerinnen und Mitschüler (Peer-Teaching);
- StrichaufzählungÜberprüfung und Bewertung der getroffenen Maßnahmen und gesetzten Ziele in Zusammenhang mit den Entwicklungsfortschritten der Schülerinnen und Schüler;
- StrichaufzählungHerstellung eines individuell förderlichen Lernklimas und Vermeidung von Demotivation.
4.9 Lernorganisation und Lernformen
Lernorganisation umfasst die Aspekte „Gestaltung des Unterrichts“ und „Lernen – lernen“.
Um Schülerinnen und Schüler nach ihrem jeweiligen Entwicklungsstand, ihren Begabungen und Fähigkeiten zu fördern, ist der Unterricht schülerzentriert, handlungsorientiert und differenziert zu gestalten.
Die Schülerinnen und Schüler müssen genügend Zeit für die persönliche Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff haben.
Die Zusammenfassung von Schulstufen zu den beiden Lehrplan-Grundstufen ermöglicht eine Verlängerung der Lernzeit durch einen sich über zwei Unterrichtsjahre erstreckenden Zeitraum, wenn dies aus didaktischen Gründen erforderlich ist.
Bei der Gestaltung des Unterrichts ist Wert zu legen auf
- Strichaufzählunginhaltlich – fachliches Lernen;
- Strichaufzählungsozial – kommunikatives Lernen;
- Strichaufzählungemotionales Lernen;
- Strichaufzählungmethodisch – strategisches Lernen.
Organisationsformen, bei denen das eigenverantwortliche Lernen im Mittelpunkt steht, sind wesentliche Elemente des Unterrichts. Diese können sein: Epochalunterricht, offenes Lernen, projektorientiertes Lernen, Projektunterricht, Wochenplanarbeit uvm.
„Lernen – lernen“ besteht darin:
- StrichaufzählungLernen als Prozess zu verstehen;
- Strichaufzählungentsprechende Lerntechniken kennen zu lernen und anzuwenden;
- Strichaufzählungkritisches Denken und eigenverantwortliches Lernen weiter zu entwickeln;
- StrichaufzählungLernergebnisse zu überprüfen und in weiterer Folge zu reflektieren.
4.10 Soziales Lernen
Soziales Lernen hat wie alles Lernen in der Schule Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung. Die Entwicklung der sozialen Fähigkeiten spielt im Leben von Kindern und Erwachsenen eine ebenso bedeutende Rolle wie ihre Kenntnisse und Fertigkeiten. Durch das soziale Lernen werden geeignete Situationen aufgegriffen und somit wird eine kontinuierliche Lernentwicklung ermöglicht.
In Verbindung mit und neben dem fachlichen Lernen ist auch das soziale Lernen der Kinder und Jugendlichen anzuregen, zu fördern und weiter zu entfalten.
Schülerinnen und Schüler in der Entwicklung ihrer Identität zu unterstützen, ist eine grundlegende pädagogische Aufgabe. Dazu gehört im System Schule, identitätsfördernde Bedingungen zu gestalten und dabei die besonderen Lebenserschwernisse der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu berücksichtigen.
Identität kann nur im Austausch mit anderen entwickelt werden und muss in Interaktionen mit der Umwelt ständig reflektiert und neu gewonnen werden.
In besonderer Weise ermöglicht das soziale Lernen das Mit- und Voneinanderlernen, das gegenseitige Helfen und Unterstützen, das Erwerben von Umgangsformen, das Entwickeln und Akzeptieren von Regeln bzw. eines Ordnungsrahmens als Bedingung für Unterricht, das gewaltfreie Lösen bzw. das Vermeiden von Konflikten, das Erkennen und Durchleuchten von Vorurteilen, das Verständnis für Manipulation und die Sensibilisierung für Geschlechterrollen.
Die Bildung von Identität und die Stärkung des Selbstwertgefühls erfordert, die eigenen Wertmaßstäbe, Bedürfnisse und Interessen einzubringen und sich gleichzeitig auf die Anforderungen und Erwartungen des sozialen Umfeldes einzulassen. Das setzt auf der einen Seite die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich geltenden Werten und Normen voraus, auf der anderen Seite bedarf es eines Bewusstseins der persönlichen Bedingungen, Bedürfnisse, Interessen und Einstellungen.
Möglichkeiten dazu bieten zum Beispiel verschiedene Situationen im Zusammenleben in der Klasse, das Lernen in kooperativen Sozialformen (Kreisgespräch, Partner- und Gruppenarbeit, Rollenspiel, Peer Tutoring usw.) und das Aufgreifen von sozialen Themen im Unterricht.
Um soziales Lernen zu ermöglichen, muss ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und der mitmenschlichen Verantwortung geschaffen werden.
Klasse und Schule sollen von Lehrerinnen bzw. Lehrern sowie Schülerinnen bzw. Schülern gemeinsam als Hilfe-, Aussprache-, Arbeits-, Spiel- und Feiergemeinschaft gestaltet und erlebt werden.
Der Weg führt dabei von der Entwicklung möglichst vieler positiver Ich-Du-Beziehungen über den Aufbau eines Wir-Bewusstseins zur gemeinsamen Verantwortung aller für alle. Dies gilt in der Klasse oder Lerngruppe beim Mitgestalten einer lebendigen Schulgemeinschaft und dient dem Verständnis für andere größere Sozialgebilde (Gemeinde, Bundesland, Österreich als Staat in Europa usw.) Damit soll Verantwortungsbewusstsein für verschieden große Solidargemeinschaften bei den Schülerinnen und Schülern grundgelegt bzw. gefestigt werden. Dies gelingt nur, wenn Vorurteile bewusst gemacht und Toleranz zu üben gelernt werden. Soziales Lernen erhält besonders große Bedeutung und Chance, wenn Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, unterschiedlicher Schulstufen, mit unterschiedlicher Muttersprache, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen sowie mit speziellen Bedürfnissen gemeinsam unterrichtet werden.
4.11 Interkulturelles Lernen
Interkulturelles Lernen beschränkt sich nicht bloß darauf, andere Kulturen kennen zu lernen. Vielmehr geht es um das gemeinsame Lernen und das Begreifen, Erleben und Mitgestalten kultureller Werte. Aber es geht auch darum, Interesse und Neugier an kulturellen Unterschieden zu wecken, um nicht nur kulturelle Einheit, sondern auch Vielfalt als wertvoll erfahrbar zu machen. Durch die identitätsbildende Wirkung des Erfahrens von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Kulturen, insbesondere in ihren alltäglichen Ausdrucksformen (Lebensgewohnheiten, Sprache, Brauchtum, Texte, Liedgut usw.), sind die Schülerinnen und Schüler zu Akzeptanz, Respekt und gegenseitiger Achtung zu führen.
Unterschiedliche Ausgangsbedingungen sind zu berücksichtigen. Eine allenfalls vorhandene Zwei- oder Mehrsprachigkeit soll positiv besetzt und die Schülerinnen und Schüler sollen ermuntert werden, Kenntnisse in ihrer Muttersprache im Unterricht sinnvoll einzubringen.
4.12 Bewusste Koedukation
Koedukation beschränkt sich nicht auf gleichzeitiges Unterrichten von Schülerinnen und Schülern. Vielmehr ist eine bewusste Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Vorurteilen zu führen. Es ist wesentlich, Lerninhalte auszuwählen, die gleichermaßen Mädchen und Knaben ansprechen, den Unterricht so zu gestalten, dass er sowohl den Bedürfnissen der Mädchen als auch der Knaben entgegenkommt, ein (Lern-)Klima der gegenseitigen Achtung zu schaffen sowie Erwartungshaltungen und Umgangsformen der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber Mädchen und Knaben zu reflektieren.
Unterricht in geschlechtshomogenen Gruppen kann zu einer Erweiterung des Verhaltens- und Interessensspektrums von Mädchen und Knaben beitragen.
4.13 Sicherung des Unterrichtsertrages und Rückmeldungen; Leistungsbeurteilung
Lernerfolge stehen in enger Wechselwirkung mit den Beziehungen, die Schülerinnen und Schüler zu sich selbst, zu anderen und zu ihrer Umwelt herstellen und vermitteln Sicherheit, Wohlbefinden, Vertrauen, Akzeptanz und Wertschätzung. Sie wecken und fördern das Interesse für Neues und motivieren zum weiteren Lernen.
Um die Lern- bzw. Leistungsfreude und -fähigkeit der Kinder zu erhalten und womöglich zu steigern, hat die Lehrerin bzw. der Lehrer zu versuchen, ihnen Erfolgserlebnisse im Lernen und Leisten zu ermöglichen. Dazu soll sie bzw. er trachten, durch zielgerichtete Wiederholungen und Übungen mit abwechslungsreichen Materialien und Medien, Wechsel der Aufgabenstellungen, Anknüpfen an Bekanntes, Herstellen von Querverbindungen in motivierender und individualisierender Form, den Lernertrag zu sichern. Hausübungen sollen die Unterrichtsarbeit durch vielfältige und interessante Aufgabenstellungen ergänzen. Dabei ist auf die Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler zu achten (siehe auch Paragraph 17, Absatz 2, des Schulunterrichtsgesetzes).
An ganztägigen Schulen sollen die Aufgabenstellungen aus dem Unterricht (zB Hausübungen) hinsichtlich Quantität und Qualität in Abstimmung mit den Pädagoginnen und Pädagogen des Betreuungsteils erfolgen. Die Aufgaben sind so zu stellen, dass sie nach Möglichkeit im zeitlichen Ausmaß der im Betreuungsteil für die individuelle Lernzeit anberaumten Wochenstunden erledigt werden können.
So wird der Lernerfolg zur sicheren Grundlage für weiteres Lernen und Leisten. Damit Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung als ermutigende Rückmeldung auf den individuellen Lernprozess wirken können, soll im Rahmen der Lernzielorientierung auch der individuelle Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Die Kinder sollen daher allmählich angeleitet werden, Lernkontrolle zunehmend auch in der Form von Selbstkontrolle ihrer Lernprozesse wahrzunehmen.
Lernkontrolle ist ein integrierter Bestandteil von Lernprozessen. Lernkontrolle und Beobachtung der Schülerleistung dienen der Lehrerin bzw. dem Lehrer dazu, die Wirksamkeit der Unterrichtsarbeit zu überprüfen und Maßnahmen zu ihrer Verbesserung zu treffen; sie informieren aber auch Schülerinnen bzw. Schüler und Erziehungsberechtigte über den Leistungsstand und über Lernfortschritte beim einzelnen Kind. Die dazu erforderlichen Kontakte sind sorgsam zu pflegen.
Lernen und schulische Leistungen beschränken sich nicht allein auf Wissen und Fertigkeiten. Sozialverhalten und Arbeitsverhalten sind zwei entscheidende Dimensionen schulischen Lernens, die Aufschlüsse darüber geben, wie Leistungen zu Stande kommen.
Eine detaillierte Rückmeldung über die erreichte Leistung ist wichtig. Sie soll Anleitung zur Selbsteinschätzung sein sowie Motivation, Ausdauer und Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflussen.
Die Schülerinnen und Schüler sind in die Planung und Gestaltung, Kontrolle und Analyse ihrer Arbeitsprozesse und Arbeitsergebnisse in zunehmendem Maße aktiv einzubeziehen, damit sie schrittweise Verantwortung für die Entwicklung ihrer eigenen Kompetenzen übernehmen können.
Die Lehrerinnen und Lehrer haben ihr Gesamtkonzept der Rückmeldung und Leistungsfeststellung den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten in geeigneter Weise bekannt zu geben.
4.14 Einsatz spezifischer Materialien
Alle zur Unterstützung und Kompensation eingesetzten Materialien müssen den besonderen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler angepasst werden und sollen selbstständig gehandhabt werden können. Es ist Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer in Kooperation mit allen Beteiligten dies sicher zu stellen, damit der Einsatz möglichst problemlos statt finden kann.
5. STUNDENTAFELN
A. Stundentafeln der Grundstufen römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)
| Schulstufen und Wochenstunden | |||||||
Pflichtgegenstände | 1. | 2. | 3. | 4. | Gesamt | |||
Religion | 2 | 2 | 2 | 2 |
| |||
Sachunterricht | 3 | 3 | 3 | 3 |
| |||
Deutsch, Lesen, Schreiben | 5 | 5 | 6 | 6 |
| |||
Mathematik | 3 | 3 | 4 | 4 |
| |||
Musikerziehung | 2 | 2 | 1 | 1 |
| |||
Bildnerische Erziehung | 2 | 2 | 2 | 2 |
| |||
Technisches Werken/Textiles Werken | 2 | 2 | 2 | 2 |
| |||
Bewegung und Sport | 3 | 3 | 3 | 3 |
| |||
Verbindliche Übungen |
|
|
|
|
| |||
Lebende Fremdsprache | - | - | x | x |
| |||
Verkehrserziehung | x | x | x | x |
| |||
Gesamtwochenstundenzahl | 20-23 | 20-23 | 22-25 | 22-25 | 90 | |||
Förderunterricht | 1 | 1 | 1 | 1 |
| |||
Unverbindliche Übungen | ||||||||
1. Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen: | ||||||||
Interessens- und Begabungsförderung | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Verkehrserziehung | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Chorgesang | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Spielmusik | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Darstellendes Spiel | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Technisches Werken/Textiles Werken | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Bewegung und Sport | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Einführung in die Informatik | - | - | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Lebende Fremdsprache | - | - | (1)-2 | (1)-2 | ||||
Muttersprachlicher Unterricht | 2-6 | 2-6 | 2-6 | 2-6 | ||||
2. Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen: | ||||||||
Interessens- und Begabungsförderung | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Verkehrserziehung | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Chorgesang | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Spielmusik | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Darstellendes Spiel | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Technisches Werken/Textiles Werken | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Bewegung und Sport | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
Einführung in die Informatik | - | - | 1 | 1 | ||||
Lebende Fremdsprache | - | - | 1 | 1 | ||||
Muttersprachlicher Unterricht | 2-6 | 2–6 | 2–6 | 2-6 | ||||
Ergänzende Anmerkungen
Schulstufen und Wochenstunden: Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen können von der ersten bis zur vierten Schulstufe innerhalb des vorgesehenen Rahmens die Wochenstunden in den einzelnen Pflichtgegenständen (ausgenommen ist der Pflichtgegenstand „Religion“) pro Schulstufe um höchstens eine Wochenstunde, insgesamt im höchstens zwei Wochenstunden erhöht bzw. verringert werden. Eine Verringerung des Stundenausmaßes im Pflichtgegenstand „Bewegung und Sport“ ist nicht zulässig. Die gänzliche Streichung eines Unterrichtsgegenstandes auf einer Schulstufe ist nicht zulässig.
Lebende Fremdsprache: 32 Jahresstunden, die im Rahmen der zur Verfügung stehenden Gesamtwochenstundenzahl der Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.
Verkehrserziehung: 10 Jahresstunden, die im Rahmen der zur Verfügung stehenden Gesamtwochenstundenzahl der Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.
Förderunterricht: Kann integrativ in den Unterrichtsgegenständen oder additiv angeboten werden. Siehe Ziffer 3, der Bemerkungen zur Stundentafel.
Unverbindliche Übungen: Das Angebot stellt in der Regel eine Vertiefung bzw. Ergänzung eines Pflichtgegenstandes bzw. einer verbindlichen Übung dar und soll so ausgewogen und breit sein, dass die Schülerinnen und Schüler eine Auswahl entsprechend ihrer Interessen, Neigungen und speziellen Bedürfnisse vorfinden. Auf eine geeignete Schwerpunktsetzung ist jedenfalls Bedacht zu nehmen. Ebenso können zusätzliche unverbindliche Übungen im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse, Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler vorgesehen werden.
Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen: Siehe Ziffer 6, der Bemerkungen zur Stundentafel.
Muttersprachlicher Unterricht: Für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch.
Bemerkungen zur Stundentafel der Grundstufe römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)
- Ziffer einsDie Zusammenfassung von Schulstufen zu den beiden Lehrplan-Grundstufen ermöglicht eine Verlängerung der Lernzeit durch einen sich über zwei Unterrichtsjahre erstreckenden Zeitraum, wenn dies aus didaktischen Gründen erforderlich ist.
- Ziffer 2Unterrichtsgegenstände mit einer Wochenstunde können mit zwei Stunden in jeder zweiten Woche während eines ganzen Unterrichtsjahres geführt werden.
- Ziffer 3Der Förderunterricht ist als fächerübergreifende Unterrichtsveranstaltung je Unterrichtsjahr und Klasse bei Bedarf – für Schülerinnen und Schüler, die eines zusätzlichen Lernangebotes bedürfen – anzubieten. Dieser Förderunterricht kann additiv oder integrativ durchgeführt werden. Bei der Feststellung der Förderbedürftigkeit durch die Lehrerin bzw. den Lehrer gemäß Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes sind die voraussichtliche Dauer (Kursdauer) des Förderunterrichts, die Art der Förderung (schriftliches Förderkonzept) sowie der Unterrichtsgegenstand, auf den sich die Förderung bezieht, anzugeben.
- Ziffer 4Für außerordentliche Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch kann zum Erwerb der Unterrichtssprache ein besonderer Förderunterricht im Ausmaß von bis zu zwölf Wochenstunden angeboten werden. Dieser Förderunterricht kann sowohl parallel zum Unterricht in den Pflichtgegenständen bzw. verbindlichen Übungen als auch mit diesen gemeinsam geführt werden. Sofern die Organisation des besonderen Förderunterrichtes nur zusätzlich zum Unterricht in den Pflichtgegenständen möglich ist, ist durch Begrenzung des Förderunterrichtes oder durch entsprechende Kürzungen in anderen Unterrichtsgegenständen dafür Sorge zu tragen, dass eine zusätzliche zeitliche Belastung von höchstens drei Wochenstunden nicht überschritten wird. Bei Bedarf ist eine ganzjährige Führung dieses Förderunterrichtes zulässig.
- Ziffer 5Für ordentliche Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch kann bei Bedarf abweichend vom Förderunterricht im Sinne der Ziffer 3, ein besonderer Förderunterricht im Ausmaß von bis zu fünf Wochenstunden angeboten werden. Dieser Förderunterricht kann sowohl parallel zum Unterricht in den Pflichtgegenständen bzw. verbindlichen Übungen als auch mit diesen gemeinsam geführt werden. Bei Bedarf ist eine ganzjährige Führung dieses Förderunterrichtes zulässig. Bei einer drei- bis fünfstündigen Führung dieses Unterrichtes kann für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine Kürzung der Gesamtwochenstundenzahl in den Pflichtgegenständen bis zu drei Wochenstunden vorgesehen werden.
- Ziffer 6Im Sinne einer flexiblen Organisation können die unverbindlichen Übungen bei schulautonomen Lehrplanbestimmungen geblockt oder im gleichen Wochenstundenausmaß während des ganzen Unterrichtsjahres geführt werden. „(1)“ bedeutet, dass eine unverbindliche Übung auch mit weniger als einer ganzen Wochenstunde geführt werden kann.
- Ziffer 7Bei der unverbindlichen Übung „Muttersprachlicher Unterricht“ siehe Artikel römisch eins Paragraph 4, Absatz eins, Litera a, der Verordnung.
B. Stundentafeln der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe)
1. Ermächtigung für schulautonome Bestimmungen
| Schulstufen und Wochenstunden | ||||
Pflichtgegenstände | 5. | 6. | 7. | 8. | Summe |
Religion | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 |
Deutsch |
|
|
|
| 13-21 |
Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung |
|
|
|
| 3-9 |
Geographie und Wirtschaftskunde |
|
|
|
| 4-11 |
Mathematik |
|
|
|
| 12-20 |
Geometrisches Zeichnen |
|
|
|
| 1-3 |
Biologie und Umweltkunde |
|
|
|
| 4-11 |
Chemie |
|
|
|
| 1-3 |
Physik |
|
|
|
| 1-8 |
Musikerziehung |
|
|
|
| 4-10 |
Bildnerische Erziehung |
|
|
|
| 4-11 |
Technisches Werken/Textiles Werken |
|
|
|
| 4-11 |
Ernährung und Haushalt |
|
|
|
| 2-6 |
Bewegung und Sport |
|
|
|
| 12-18 |
Verbindliche Übungen |
|
|
|
|
|
Lebende Fremdsprache |
|
|
|
| 4-8 |
Berufsorientierung |
| 0-1 | 0-1 | 1-2 | 1-4 |
Gesamtwochenstundenzahl | 25-31 | 26-31 | 28-32 | 28-32 | 111 |
Förderunterricht | 2 | 2 | 2 | 2 |
|
2. Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:
| Schulstufen und Wochenstunden | ||||
Pflichtgegenstände | 5. | 6. | 7. | 8. | Summe |
Religion | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 |
Deutsch | 5 | 5 | 5 | 5 | 20 |
Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung | - | 2 | 1 | 1 | 4 |
Geographie und Wirtschaftskunde | 1 | 1 | 2 | 2 | 6 |
Mathematik | 5 | 5 | 5 | 4 | 19 |
Geometrisches Zeichnen | - | - | - | 1 | 1 |
Biologie und Umweltkunde | 1 | 2 | 2 | 2 | 7 |
Chemie | - | - | - | 1 | 1 |
Physik | - | 1 | 1 | 1 | 3 |
Musikerziehung | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 |
Bildnerische Erziehung | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 |
Technisches Werken/Textiles Werken | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 |
Ernährung, Haushalt | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 6 |
Bewegung und Sport | 3 | 3 | 3 | 3 | 12 |
Verbindliche Übungen |
|
|
|
|
|
Lebende Fremdsprache | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 |
Berufsorientierung | - | - | x | x |
|
Gesamtwochenstundenzahl | 24,5 | 28,5 | 28,5 | 29,5 | 111 |
Förderunterricht | 2 | 2 | 2 | 2 |
|
| Schulstufen und Wochenstunden | ||||
Unverbindliche Übungen und Freigegenstände Vertiefung bzw. Ergänzung eines Pflichtgegenstandes, einer verbindlichen bzw. unverbindlichen Übung | 5. | 6. | 7. | 8. | Summe |
Interessen- und Begabungsförderung |
|
|
|
| 2-8 |
Verkehrserziehung |
|
|
|
| 2-8 |
Berufsorientierung |
|
|
|
| 2-8 |
Chorgesang |
|
|
|
| 2-8 |
Spielmusik |
|
|
|
| 2-8 |
Darstellendes Spiel |
|
|
|
| 2-8 |
Technisches Werken/Textiles Werken |
|
|
|
| 2-8 |
Bewegung und Sport |
|
|
|
| 2-8 |
Einführung in die Informatik |
|
|
|
| 2-8 |
Lebende Fremdsprache |
|
|
|
| 2-8 |
Muttersprachlicher Unterricht |
|
|
|
| 8-24 |
Freigegenstände |
|
|
|
|
|
Lebende Fremdsprache |
|
|
|
| 4-8 |
Ergänzende Anmerkungen
1. Ermächtigung für schulautonome Bestimmungen:
Technisches Werken/Textiles Werken: Als alternative Pflichtgegenstände.
Berufsorientierung: Kann auch geblockt oder integriert in den Unterricht von Pflichtgegenständen geführt werden.
Förderunterricht: Kann integrativ in den Unterrichtsgegenständen oder additiv angeboten werden.
2. Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:
Technisches Werken/Textiles Werken: Als alternative Pflichtgegenstände.
Berufsorientierung: Kann auch geblockt oder integriert im Ausmaß von je 32 Jahresstunden in den Unterricht von Pflichtgegenständen geführt werden.
Förderunterricht: Kann integrativ in den Unterrichtsgegenständen oder additiv angeboten werden. Siehe Ziffer 2, der Bemerkungen zur Stundentafel.
Muttersprachlicher Unterricht: Für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch.
Unverbindliche Übungen und Freigegenstände: Das Angebot stellt in der Regel eine Vertiefung bzw. Ergänzung eines Pflichtgegenstandes bzw. einer verbindlichen Übung dar und soll so ausgewogen und breit sein, dass die Schülerinnen und Schüler eine Auswahl entsprechend ihrer Interessen, Neigungen und speziellen Bedürfnisse vorfinden. Auf eine geeignete Schwerpunktsetzung ist jedenfalls Bedacht zu nehmen. Ebenso können zusätzliche unverbindliche Übungen im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse, Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler vorgesehen werden.
Bemerkungen zur Stundentafel der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe)
- Ziffer einsUnterrichtsgegenstände mit weniger als 2 Wochenstunden können in größeren Einheiten geblockt geführt werden.
- Ziffer 2Der Förderunterricht ist als fächerübergreifende Unterrichtsveranstaltung je Unterrichtsjahr und Klasse bei Bedarf – für Schülerinnen und Schüler, die eines zusätzlichen Lernangebotes bedürfen – anzubieten. Dieser Förderunterricht kann additiv oder integrativ durchgeführt werden. Bei der Feststellung der Förderbedürftigkeit durch die Lehrerin bzw. den Lehrer gemäß Paragraph 12, Absatz 7, des Schulunterrichtsgesetzes sind die voraussichtliche Dauer (Kursdauer) des Förderunterrichts, die Art der Förderung (schriftliches Förderkonzept) sowie der Unterrichtsgegenstand, auf den sich die Förderung bezieht, anzugeben.
- Ziffer 3Für außerordentliche Schülerinnen und Schüler, mit anderen Erstsprachen als Deutsch, kann zum Erwerb der Unterrichtssprache zusätzlich zum Förderunterrichtsangebot ein besonderer Förderunterricht im Ausmaß von bis zu zwölf Wochenstunden angeboten werden, der bei besonderen Lernproblemen bis auf achtzehn Wochenstunden erweitert werden kann. Dieser Förderunterricht kann sowohl parallel zum Unterricht in den Pflichtgegenständen als auch mit diesem gemeinsam geführt werden. Sofern die Organisation des besonderen Förderunterrichts nur zusätzlich zum Unterricht in den Pflichtgegenständen möglich ist, ist - allenfalls auch durch entsprechende Kürzungen in anderen Unterrichtsgegenständen - dafür Sorge zu tragen, dass die zusätzliche Belastung höchstens sechs Wochenstunden beträgt. Bei Bedarf ist eine ganzjährige Führung dieses Förderunterrichts zulässig.
- Ziffer 4Für ordentliche Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch kann zusätzlich zum Förderunterrichtsangebot ein besonderer Förderunterricht im Ausmaß von bis zu sechs Wochenstunden angeboten werden. Dieser Förderunterricht kann sowohl parallel zum Unterricht in den Pflichtgegenständen als auch mit diesem gemeinsam geführt werden. Bei Bedarf ist eine ganzjährige Führung dieses Förderunterrichts zulässig. Sofern dieser Unterricht mehr als zwei Wochenstunden umfasst, kann für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Gesamtwochenstundenanzahl der Pflichtgegenstände um bis zu drei Wochenstunden gekürzt werden.
C. Stundentafeln der Deutschförderklassen
1. Stundentafel der Grundstufen römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)
| Wochenstunden pro Semester |
Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen |
|
Deutsch in der Deutschförderklasse | 15 |
Religion | 2 |
Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen1 | x2 |
Gesamtwochenstundenzahl | x3 |
Freigegenstände und unverbindliche Übungen:
Wie Stundentafel der Grundstufen römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe)
_________________________
1 Einzelne oder mehrere Pflichtgegenstände (ausgenommen den Pflichtgegenstand Religion) und verbindliche Übungen gemäß der Stundentafel der Grundstufen römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe); die Festlegung der weiteren Pflichtgegenstände und der verbindlichen Übungen sowie der Anzahl der Wochenstunden, die auf die einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen entfallen, erfolgt durch die Schulleitung.
2 Die Anzahl der Wochenstunden ergibt sich aus der Differenz zur Gesamtwochenstundenzahl.
3 Die Gesamtwochenstundenzahl entspricht jener der jeweiligen Schulstufe gemäß der Stundentafel der Grundstufen römisch eins und römisch zwei (1. bis 4. Schulstufe).
2. Stundentafel der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe)
| Wochenstunden pro Semester |
Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen |
|
Deutsch in der Deutschförderklasse | 20 |
Religion | 2 |
Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen1 | x2 |
Gesamtwochenstundenzahl | x3 |
Freigegenstände und unverbindliche Übungen:
Wie Stundentafel der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe)
_________________________
1 Einzelne oder mehrere Pflichtgegenstände (ausgenommen den Pflichtgegenstand Religion) und verbindliche Übungen gemäß der Stundentafel der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe); die Festlegung der weiteren Pflichtgegenstände und der verbindlichen Übungen sowie der Anzahl der Wochenstunden, die auf die einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen entfallen, erfolgt durch die Schulleitung.
2 Die Anzahl der Wochenstunden ergibt sich aus der Differenz zur Gesamtwochenstundenzahl.
3 Die Gesamtwochenstundenzahl entspricht jener der jeweiligen Schulstufe gemäß der Stundentafel der Sekundarstufe römisch eins (5. bis 8. Schulstufe).
6. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
a) Katholischer Religionsunterricht
Siehe die Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 180 aus 2019,
b) Evangelischer Religionsunterricht
Siehe die Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 395 aus 2019, in der jeweils geltenden Fassung.
c) Altkatholischer Religionsunterricht
Für die Erteilung des Religionsunterrichtes an den Sonderschulen sind mit Bedachtnahme auf die gegebenen Voraussetzungen die Bildungs- und Lehraufgaben der Lehrpläne für die entsprechende Volksschule (Anlage A) in Anwendung zu bringen.
d) Islamischer Religionsunterricht
Siehe die Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Nr. 421 aus 1983,.
7. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND LEHRSTOFF DER PFLICHTGEGENSTÄNDE DER GRUNDSTUFEN römisch eins, römisch zwei UND DER SEKUNDARSTUFE römisch eins
Sachunterricht Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Sachunterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre unmittelbare und mittelbare Lebenswirklichkeit zu erschließen.
In diesem Sinne hat der Sachunterricht die Aufgabe, an entsprechenden Beispielen die vielseitige Betrachtungsweise der Wirklichkeit sowie die Stellung des Menschen - insbesondere die der Schülerin bzw. des Schülers - in dieser Wirklichkeit bewusst zu machen.
Ein kindgemäßer, gleichzeitig aber auch sachgerechter Unterricht führt die Schülerinnen und Schüler allmählich zu einem differenzierten Betrachten und Verstehen ihrer Lebenswelt und befähigt sie damit zu bewusstem und eigenständigem Handeln.
Im Sachunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnisse, Einsichten und Einstellungen erwerben, die zur eigenständigen Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit und zu selbstständigem Wissenserwerb führen.
Der Unterrichtsgegenstand Sachunterricht ist in folgende Erfahrungs- und Lernbereiche gegliedert:
- StrichaufzählungGemeinschaft und soziale Beziehungen
- StrichaufzählungRaumorientierung
- StrichaufzählungZeitorientierung
- StrichaufzählungWirtschaftsorientierung
- StrichaufzählungNaturwissenschaftliche Zusammenhänge
Didaktische Grundsätze:
Bei der Unterrichtsplanung und bei der Unterrichtsgestaltung ist darauf Bedacht zu nehmen, dass Inhalte aus den einzelnen Teilbereichen unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler ganzheitlich aufeinander abgestimmt werden.
Darüber hinaus sollen Zusammenhänge im Lernen und Denken der Schülerinnen und Schüler durch situationsorientierte Unterrichtsanlässe, durch handelnde Arbeitsweisen (zB entdeckendes Lernen, projektorientiertes Lernen) sowie durch sinnvolles Vernetzen von bereichsübergreifenden Aspekten angestrebt werden.
Die Aufgliederung des Sachunterrichts in Erfahrungs- und Lernbereiche ist für die Planung und die Gestaltung der Unterrichtsarbeit nicht das primär strukturierende Prinzip. Vielmehr ist sicherzustellen, dass über die allgemeinen didaktischen Grundsätze hinaus Lernprozesse in konkreten Erlebnis-, Handlungs- und Sachzusammenhängen ermöglicht werden. Es sind daher solche Themenbereiche aufzugreifen, die bereichs- und fächerübergreifendes Lernen zulassen, dabei können auch Einblicke über die Grenzen Österreichs hinaus gemacht werden.
Bei der didaktischen Umsetzung der „europäischen Dimension“ im Unterricht geht es vor allem um das Entwickeln von Einstellungen, Haltungen und Orientierungen.
Auf der Grundstufe römisch zwei wird sich der Unterricht in größerem Ausmaß an der Eigengesetzlichkeit der einzelnen Erfahrungs- und Lernbereiche orientieren können.
Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft und soziale Beziehungen
Lernen in diesem Bereich erfordert besondere didaktische Maßnahmen und Bedingungen und ist nicht selten auf langfristige Prozesse angewiesen; auch Umwege können fruchtbare Elemente dieses Lernens sein. Als innere Voraussetzung bedarf solches Lernen der emotionellen Betroffenheit aller Beteiligten. Lernen in diesem Bereich ist stets in eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Toleranz einzubetten und erfordert Behutsamkeit und Diskretion der Lehrerin bzw. des Lehrers. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Sexualerziehung.
Hier dürfen die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre eigenen Ausdrücke verwenden; sie sollen jedoch lernen, die allgemein akzeptierten Begriffe zu gebrauchen. Als wichtige Rahmenbedingungen sind gerade in diesem Bereich die Formen kooperativen Lernens und ein pädagogisches Klima, in dem sich alle wohl fühlen können, anzusehen.
Erfahrungs- und Lernbereich Raumorientierung
Ausgehend davon, dass die Schülerinnen und Schüler sich bereits in ihrer unmittelbaren Umgebung zurechtfinden können, soll diese Orientierungsfähigkeit erweitert werden durch Orientierungsspiele und kindgemäße Übungen sowie durch Hinführen zu bewusstem Reagieren auf Regeln und Symbole (zB Verkehrsregeln und Verkehrszeichen).
Beispiele aus der Umgebung der Schülerin bzw. des Schülers bilden die Grundlage für das Erkennen von Zusammenhängen zwischen landschaftlichen, verkehrstechnischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten.
Als Veranschaulichungs- und Vermittlungshilfen bieten sich an:
- StrichaufzählungEinsatz von Modellen und einfachen Skizzen;
- Strichaufzählungbewusste Betrachtung landschaftlicher Geländeformen und Vergleichen mit der Wirklichkeit und realistischen Abbildungen (zB Fotos);
- StrichaufzählungDarstellen, Beschreiben, Vergleichen der geographischen Umwelt des Heimatortes, des Schulortes, der Gemeinde, des politischen Bezirkes und des Bundeslandes;
- StrichaufzählungSammeln von Anschauungsmaterial zur Illustration und Festigung der geographischen Kenntnisse;
- StrichaufzählungOrientierung unter Verwendung möglicher Orientierungshilfen wie Kompass, Plan, Karte und Ähnlichem.
Der Lehrerin bzw. dem Lehrer steht dafür eine Vielfalt methodischer Möglichkeiten zur Verfügung:
- Strichaufzählungdas Aufgreifen realer sozialer Begebenheiten und Situationen;
- Strichaufzählungdie verbale Darstellung und Verarbeitung sozialer Ereignisse und Probleme in unterschiedlichen Gesprächssituationen;
- StrichaufzählungVerbalisieren von Gefühlen, Einstellungen und Meinungen;
- Strichaufzählungdas Verdeutlichen sozialer Erscheinungen und Abläufe sowie von Gefühlen durch Darstellen und Bearbeiten in verschiedenen Spielformen;
- Strichaufzählungdas Einholen und Verarbeiten von Informationen über sich selbst und andere;
- Strichaufzählungsoziale Situationen erfahrbar machen und für sie verschiedene Lösungsmöglichkeiten suchen (zB Bild- und Textvorgaben);
- Strichaufzählungdie vielfältigen Möglichkeiten des Schullebens für Begegnungen, soziales Planen, Entscheiden und Handeln (zB klassenübergreifende Aktionen, Patenschaften, Einbeziehung der Eltern);
- Strichaufzählungdas Planen und Durchführen sozialer Vorhaben.
Erfahrungs- und Lernbereich Zeitorientierung
Schulanfängerinnen und Schulanfängern ist die Orientierung in zeitlichen Dimensionen nur in erlebnismäßig erfassbarem Ausmaß möglich; das Orientierungsvermögen muss daher durch entsprechende Hilfeleistung systematisch ausgebaut und begrifflich erfassbar gemacht werden, indem Ereignisse, Personen, Gegenstände, zu denen die Schülerin bzw. der Schüler Beziehungen herstellen kann, in den Unterricht einbezogen werden.
An bedeutsamen Zeitbildern aus der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler soll der historische Raum zunehmend erfasst werden.
Als Lern- und Arbeitsformen bieten sich an:
Sammeln, Ordnen und Vergleichen von Informationen unter historisch-kulturellem Aspekt;
Erkunden und Erkennen von Veränderungen der Umwelt der Schülerin bzw. des Schülers und ihrer bzw. seiner Bezugspersonen durch Beschreiben, Darstellen (Rollenspiel), Vergleichen, zeitliches Zuordnen (Entwicklungsreihen);
Begegnung mit Zeuginnen und Zeugen und anderen Quellen der Vergangenheit.
Erfahrungs- und Lernbereich Wirtschaftsorientierung
Elementares wirtschaftskundliches Lernen erfolgt primär in der unmittelbaren Begegnung und Auseinandersetzung mit jenen Ausschnitten und Zusammenhängen der Wirtschaft, denen die Schülerinnen und Schüler in ihrem täglichen Leben begegnen.
Darüber hinaus sind immer wieder auch jene Erfahrungen aufzugreifen, die die Schülerinnen und Schüler aus ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation gewonnen haben. Bezüge zu ihrer künftigen Rolle als Konsument bzw. in Arbeitswelt, Wirtschaft und Kultur sollen in kindgerechter Form hergestellt werden.
Für das Lernen in diesem Bereich stehen der Lehrerin bzw. dem Lehrer mehrere methodische Möglichkeiten zur Verfügung:
der wirtschaftskundlich akzentuierte Lehrausgang; das Auswerten von Erkundungs- und Beobachtungsaufgaben; das Befragen von Personen, die von ihren eigenen wirtschaftlichen Erfahrungen berichten können (Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, Expertinnen und Experten);
das Arrangieren von Lernsituationen mit Hilfe originaler Materialien aus dem Bereich der Wirtschaft (Lebensmittel, Kleidung, Verpackungsmaterial, Werbemittel, Werkzeuge und dergleichen) sowie mit einschlägigem didaktischem Material;
durch das Klären grundlegender Begriffe aus dem Wirtschaftsleben Tatsachen und Zusammenhänge besser verständlich machen;
Abläufe solidarischen wirtschaftlichen Handelns in spielerischer Form durchschaubar machen;
angemessenes Verhalten in Geschäften und Betrieben (zB Einkaufen, Reklamieren, Werbeangebot, Preis- und Qualitätsauszeichnungen).
Erfahrungs- und Lernbereich Naturwissenschaftliche Zusammenhänge
Die didaktischen Überlegungen müssen sich auf die Tatsache stützen, dass die Schülerinnen und Schüler besonderes Interesse an der lebenden Natur zeigen. Die beste Voraussetzung für Lernmotivation und effektiven Unterricht ist die direkte Begegnung mit der Natur. Dabei muss auf Natur- und Umweltschutz Bedacht genommen werden.
Wo die unmittelbare Begegnung mit der Natur nicht möglich ist oder zur Veranschaulichung nicht ausreicht, muss die Nachbildung der Wirklichkeit herangezogen werden (zB Filme). Der Unterricht hat solchen didaktischen Konzepten zu folgen, die es ermöglichen, dass in den Kindern der Wunsch zum Entdecken und Erforschen der Natur verstärkt wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Gebrauch altersgemäßer Bestimmungsbücher eingeführt werden.
Durch Vernetzung des Lernbereiches Naturwissenschaftliche Zusammenhänge mit den anderen Bereichen des Sachunterrichts wird die Vertiefung verantwortungsvollen und umweltgerechten Verhaltens angestrebt. Entsprechend der Bedeutung von Gesundheit und Bewegung ist eine enge und nachhaltige Vernetzung mit dem Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport anzustreben.
Die didaktischen Überlegungen müssen von der Tatsache ausgehen, dass das Interesse des Kindes sehr stark auf technische, physikalische und chemische Sachverhalte seiner Umwelt ausgerichtet ist.
Neben der unmittelbaren Begegnung mit der Wirklichkeit kommt dem Versuch besondere Bedeutung zu. Er integriert sämtliche fachspezifische Arbeitsweisen und fördert Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Kooperationsfähigkeit. In diesem Zusammenhang sind die in der Werkerziehung gewonnenen Produkte und Erkenntnisse einzubeziehen.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft und soziale Beziehungen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungsich in der neuen Gemeinschaft zurechtfinden
- Strichaufzählungfür das Zusammenleben wichtige Gesprächsregeln anwenden
- StrichaufzählungOrdnungsformen im Schulalltag kennen lernen und einhalten
- StrichaufzählungBeiträge für das Zusammenleben leisten
- Strichaufzählungbesondere Anlässe und Formen von Festen kennen lernen und gemeinsam gestalten
- Strichaufzählungdie Familie als Lebensgemeinschaft – verschiedenen Funktionen und Rollen der Familienmitglieder besprechen, unterschiedliche Formen von Familien thematisieren
- Strichaufzählungüber Erfahrungen, die in anderen Gemeinschaften gemacht wurden, sprechen
- Strichaufzählungdie Notwendigkeit von Regelungen und Ordnungen in Gemeinschaften einsehen
- Strichaufzählungeigenes Verhalten und die eigene Rolle gegenüber anderen beobachten – sich selbst beschreiben
- StrichaufzählungGefühle und Stimmungen in bestimmten Situationen beschreiben
- StrichaufzählungSpiele zur Verbesserung der Kommunikation
- Strichaufzählungdas Anderssein der Mitmenschen wahrnehmen, sich damit auseinander setzen und andere akzeptieren
- Strichaufzählungrichtiges Verhalten gegenüber möglicher Verführung und Gewalt
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie Klasse und die Schule als neue Gemeinschaft erleben
- Strichaufzählungdas Zusammenleben in verschiedenen Gemeinschaften kennen lernen
- Strichaufzählungdie Familie als Lebensgemeinschaft erfahren
- Strichaufzählungsich selbst und andere kennen lernen
Erfahrungs- und Lernbereich Raumorientierung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungräumliche Beziehungen (zB links – rechts, davor – dahinter, weit – nahe) erkennen und benennen
- StrichaufzählungStandorte von Dingen, Wege und Entfernungen beschreiben
- Strichaufzählungan Modellen bzw. in der unmittelbaren Umgebung Orientierungsgesichtspunkte gewinnen
- Strichaufzählungim Zusammenhang mit der Verkehrserziehung den Schulweg und andere Wege beschreiben
- Strichaufzählungverschiedene Geländeformen, Gewässer Verkehrswege usw. kennen lernen und benennen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie unmittelbare Umgebung kennen lernen und sich darin zurechtfinden und erste Orientierungsgesichtspunkte erfassen
- Strichaufzählunggeografische Gegebenheiten der näheren Umgebung kennen und benennen
Erfahrungs- und Lernbereich Zeitorientierung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungZeitabläufe erfassen (zB Tagesablauf, Wochenplan, Jahreskreis)
- Strichaufzählungdie Zeit gliedern und durch Erlebnisse und Erfahrungen zu einem alters- und entwicklungsgemäßen Geschichtsverständnis gelangen (zB alte Gebäude, Kulturdenkmäler in der unmittelbaren Umgebung)
- Strichaufzählungdie Verwendung der Uhr und des Kalenders anbahnen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungZeitbewusstsein anbahnen
- StrichaufzählungZeitabläufe bewusst wahrnehmen
- Strichaufzählungdurch eigene Erlebnisse und Erfahrungen zu einem altersgemäßen Geschichtsverständnis gelangen
Erfahrungs- und Lernbereich Wirtschaftsorientierung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungelementare Einsichten über Dinge gewinnen, die wir zum täglichen Leben brauchen
- Strichaufzählungeinen einfachen Produktionsvorgang beobachten und überschauen versuchen
- Strichaufzählungelementare Kenntnisse über einige Berufe und Arbeitsstätten erwerben
- Strichaufzählungüber grundlegende Zusammenhänge zwischen Arbeit, Geldverdienen und Geldausgeben Bescheid wissen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungein erstes Verständnis für das Versorgt werden gewinnen
- Strichaufzählungeinfache Kenntnisse über Arbeit und Verdienst erwerben
Erfahrungs- und Lernbereich Naturwissenschaftliche Zusammenhänge
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Formenvielfalt von Pflanzen und Tieren in der Natur bewusst betrachten (zB suchen und sammeln von Blättern)
- Strichaufzählungeinige Pflanzen und Tiere kennen und benennen können
- Strichaufzählungden Bau von Pflanzen und Tieren besprechen
- Strichaufzählungdie Beziehung des Menschen zur Natur verstehen lernen
- Strichaufzählungdie eigene Verantwortung gegenüber der Natur allmählich erkennen
- Strichaufzählungdie Gliederung und die wichtigsten Funktionen des menschlichen Körpers besprechen
- Strichaufzählungdie Voraussetzungen und die Wichtigkeit für eine gesunde Lebensführung kennen lernen
- StrichaufzählungInformationen über die menschliche Sexualität gewinnen (Geschlechtsunterschiede, Liebe und Partnerschaft)
- StrichaufzählungWahrnehmungen und Erlebnisse zu sexuellen Themen klären und die damit verbundenen Gefühle und sozialen Erlebnisse bewusst machen
- Strichaufzählunggegenüber Sexualtätern schützende und rettende Verhaltensweisen kennen lernen
- Strichaufzählungmit Geräten umgehen und deren Verwendung besprechen (zB messen, erstes experimentieren)
- Strichaufzählungüber Gefahren beim Gebrauch technischer Geräte Bescheid wissen
- Strichaufzählungmit technischen Geräten sinnvoll und sparsam umgehen
- StrichaufzählungAuswirkungen einiger Kräfte kennen lernen (zB Magnetkraft)
- Strichaufzählungausgehend von Gegenständen aus der Umwelt Stoffe benennen und besprechen; dabei einige ihrer Eigenschaften und Veränderungen feststellen
- Strichaufzählungdie Gefährlichkeit bestimmter Stoffe (zB Medikamente, Reinigungsmittel) kennen und richtiges Verhalten besprechen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungBegegnungen mit der Natur
- Strichaufzählungerste Einsichten über Lebensvorgänge und biologische Zusammenhänge gewinnen
- Strichaufzählungerste Formenkenntnisse über Pflanzen und Tiere erwerben
- Strichaufzählungverantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber der Natur erlernen
- StrichaufzählungKenntnisse über den menschlichen Körper erwerben
- Strichaufzählungdie Bedeutung der eigenen Gesundheit erkennen lernen und gesundheitsbewusstes Verhalten anbahnen
- Strichaufzählungelementares Wissen und eine positive Einstellung zur menschlichen Sexualität anbahnen
- StrichaufzählungKenntnisse über technische Gegebenheiten in der Umgebung erwerben
- Strichaufzählungverantwortungsbewusstes Handeln beim Gebrauch technischer Geräte entwickeln
- StrichaufzählungUmgang mit Objekten und dabei spezifische Arbeitsweisen kennen lernen
- StrichaufzählungErkenntnisse über Kräfte und ihre Wirkungen erwerben
- StrichaufzählungGrundkenntnisse über Stoffe und ihre möglichen Veränderungen gewinnen
- Strichaufzählungsachgemäßes und verantwortungsbewusstes Handeln im Umgang mit Stoffen entwickeln
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft und soziale Beziehungen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungzum Zusammenleben in der Schule und in anderen Gemeinschaften durch soziales Verständnis und Handeln beitragen (zB gemeinsame Erlebnisse vorbereiten und mitgestalten)
- Strichaufzählungbesondere Situationen des Gemeinschaftslebens wahrnehmen (zB Hilfsbedürftigkeit anderer erkennen)
- StrichaufzählungMöglichkeiten schaffen, eigene Gefühle kennen zu lernen, die Gefühle anderer wahrnehmen und damit umzugehen
- StrichaufzählungFähigkeiten und Eigenarten anderer erkennen, verstehen und akzeptieren
- StrichaufzählungAlltagskonflikte aufgreifen, nach ihren Ursachen suchen, mögliche Lösungen finden; mit Konflikten leben können
- Strichaufzählungeigene Neigungen, Fähigkeiten und Schwächen erkennen
- Strichaufzählungdie Begriffsbildung, Kooperationsfähigkeit, Konzentration und Ausdauer durch verschiedenen Arbeitsweisen, verschiedene Spiele und Spielformen fördern
- StrichaufzählungWissen über Einrichtungen und Organe der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, der Gemeinde, des Bezirkes und des Bundeslandes sowie öffentliche Dienstleistungsbetriebe gewinnen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie Fähigkeit und Bereitschaft miteinander zu leben und zu arbeiten – in der Schulgemeinschaft und in anderen Gemeinschaften entwickeln
- Strichaufzählungsich selbst und andere verstehen
- Strichaufzählungdie Verschiedenheit anderer erkennen und sie in ihrem Anderssein verstehen
- Strichaufzählungeine verantwortliche Einstellung gegenüber der Arbeit und dem Arbeitsmaterial erwerben
- Strichaufzählungdie Bereitschaft wecken, sich Spielregeln unterzuordnen und Spielniederlagen hinzunehmen
- Strichaufzählungöffentliche Einrichtungen kennen lernen
Erfahrungs- und Lernbereich Raumorientierung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdurch Erkundungsübungen die Orientierungsfähigkeit erweitern
- Strichaufzählungden Verlauf von Wegen und die Landschaftsformen feststellen und beschreiben
- Strichaufzählungmodellhafte Darstellung der unmittelbaren Umgebung (zB Sandkasten)
- Strichaufzählungausgehend vom Modell Grundrisse herstellen und dabei das Verständnis für geografische Darstellungen anbahnen
- Strichaufzählungdie Beschreibung bedeutsamer Orientierungspunkte durch Angabe der Himmelsrichtung (zB Himmelsrichtungen mit Hilfe des Kompasses feststellen)
- StrichaufzählungÜbersicht über das eigene Bundesland gewinnen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErkundungs- und Orientierungsübungen in der näheren Umgebung durchführen
- StrichaufzählungHilfen zur Orientierung im Raum kennen lernen
- StrichaufzählungAnbahnen der Arbeit mit Modellen, Skizzen und Plänen als geografische Darstellungsformen
- Strichaufzählunggrundlegende geografische Informationen über das eigene Bundesland gewinnen
Erfahrungs- und Lernbereich Zeitorientierung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungZeitabläufe genauer definieren
- StrichaufzählungUhr und Kalender zur Bestimmung und Gliederung der Zeit verwenden
- StrichaufzählungVeränderungen von Menschen und Dingen beobachten und an altersgemäß verständlichen Entwicklungsreihen feststellen
- Strichaufzählungdie Vergangenheit des Heimatortes an einigen ausgewählten Beispielen historischer Zeitbilder zurückverfolgen
- Strichaufzählungaktuelle Ereignisse unter Beachtung historischer Aspekte erschließen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungZeitabläufe erfassen und darstellen
- StrichaufzählungUhr und Kalender zur Bestimmung und Gliederung der Zeit verwenden
- StrichaufzählungVeränderungen in der engeren und weiteren Umwelt im Ablauf der Zeit feststellen und deuten
- StrichaufzählungBezugsräume unter Beachtung historischer Aspekte erschließen
- Strichaufzählungdurch ausgewählte Bilder aus der Geschichte und Kultur des Bundeslandes einen ersten historischen Überblick gewinnen
Erfahrungs- und Lernbereich Wirtschaftsorientierung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEinsichten über die Familie als Wirtschaftsgemeinschaft gewinnen
- Strichaufzählungpersönliche und wirtschaftliche Bedeutung von Arbeit erkennen
- Strichaufzählungmit Geld umgehen lernen
- Strichaufzählungden wirtschaftlichen Zusammenhang von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch einer Ware an überschaubaren Beispielen des täglichen Lebens aufzeigen
- Strichaufzählungverschiedenen Formen der Werbung kennen lernen; verschiedene Werbeabsichten feststellen und vergleichen
- Strichaufzählungverschiedene Berufe besprechen; erkennen, dass sie unterschiedliche Ausbildung erfordern
- Strichaufzählungdie wirtschaftliche und persönliche Bedeutung der Freizeitgestaltung erfassen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungdas Verständnis für Versorgt werden und Versorgen erweitern und vertiefen
- Strichaufzählungweitere Kenntnisse über die persönliche und wirtschaftliche Bedeutung von Arbeit, Verdienst und Geld gewinnen
- StrichaufzählungKenntnisse über Wirtschaftsformen, über Arbeit, Beruf und Erholung gewinnen; Zusammenhänge verstehen
Erfahrungs- und Lernbereich Naturwissenschaftliche Zusammenhänge
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdurch Experimentieren Einsichten in einfache ökologische Zusammenhänge gewinnen (zB Wachstum von Pflanzen bei Düngung und Überdüngung)
- StrichaufzählungEntwicklungsvorgänge, Lebensweisen und Lebensräume bei Pflanzen und Tieren erfassen
- Strichaufzählungdie zur Auseinandersetzung mit der Natur bisher erlernten Arbeitsweisen vertiefen und anwenden
- Strichaufzählungausgewählte Bestimmungsbücher gebrauchen lernen
- Strichaufzählungan Aktionen zum Natur- und Umweltschutz mitwirken
- Strichaufzählungeinfache Experimente planen, durchführen und auswerten (zB Pflanzen unter verschiedenen Lebensbedingungen aufziehen)
- StrichaufzählungAuswirkungen des eigenen Verhaltens auf die Natur erfassen und Folgen von Fehlverhalten abschätzen und aus diesem Verständnis entsprechend handeln
- StrichaufzählungAufgaben und Leistungen einzelner Körperteile und Organe kennen
- Strichaufzählungdie körperliche Gesundheit als eine Grundlage geistigen und seelischen Wohlbefindens erkennen
- Strichaufzählungdie Bedeutung gesunder Lebensführung erkennen und sich gesundheitsbewusst verhalten
- Strichaufzählungüber Bereiche menschlicher Fortpflanzung und Pubertät grundlegendes Wissen erwerben
- StrichaufzählungLiebe und Partnerschaft als Grundlage menschlicher Sexualität verstehen
- Strichaufzählungtechnische Einrichtungen kennen lernen und deren Funktion erkennen
- Strichaufzählungspezifische Arbeitsweisen erweitern (experimentieren)
- Strichaufzählungsachgemäßen und verantwortungsvollen Umgang mit Werkzeugen lernen – Vorsichtsregeln zur Vermeidung von Unfällen
- Strichaufzählungweitere Kräfte und deren Wirkungen (zB Magnetkraft, Wettererscheinungen) kennen lernen
- Strichaufzählungdie Erscheinungsformen verschiedener Stoffe kennen und benennen
- StrichaufzählungExperimente durchführen und die Ergebnisse festhalten
- Strichaufzählungdie Kennzeichnung gefährlicher Stoffe besprechen und den Umgang mit ihnen vermeiden
- Strichaufzählungzur Sammlung wieder verwertbarer Stoffe beitragen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungEinsichten über Lebensvorgänge und biologische, sowie ökologische Zusammenhänge gewinnen
- StrichaufzählungBegegnung mit der Natur und dabei spezifische Arbeitsweisen und Fertigkeiten erlernen und anwenden
- StrichaufzählungFormenkenntnisse über Pflanzen und Tiere erweitern
- Strichaufzählungsich umweltgerecht verhalten
- StrichaufzählungKenntnisse über den menschlichen Körper erweitern
- Strichaufzählungdie Bedeutung gesunder Lebensführung erkennen
- StrichaufzählungWissen und eine positive Einstellung zur menschlichen Sexualität erweitern
- StrichaufzählungKenntnisse über technische Gegebenheiten aus der Umwelt der Schülerinnen und Schüler vertiefen
- StrichaufzählungKenntnisse über Kräfte und ihre Wirkungen ausbauen
- StrichaufzählungKenntnisse über Stoffe und ihre Veränderungsmöglichkeiten erweitern
- StrichaufzählungSachgemäßes und umweltbewusstes Handeln im Umgang mit Stoffen
Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung beschäftigt sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven. Er leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Orientierung der Schülerinnen und Schüler in Zeit und Raum und zur Identitätsfindung in einer pluralistisch verfassten Gesellschaft. Dabei ist der Vermittlung von historischen und politischen Kompetenzen besonders Beachtung zu schenken. Kontroverse Interessen in Geschichte und Politik sind im Unterricht ebenso kontrovers darzustellen. Lehrkräfte haben darauf zu achten, dass Schülerinnen und Schüler eine kritisch-abwägende Distanz aufrecht erhalten können. Das Kennenlernen verschiedener Modelle menschlichen Zusammenlebens in der Vergangenheit soll zu Verständnis der eigenen Situation und Toleranz dem Anderen gegenüber in der Gegenwart führen.
Im besonderen Maße ist hierbei von der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler auszugehen. Im Bereich des historischen Lernens stellen ua. Neue Kulturgeschichte/Geschlechtergeschichte, Umweltgeschichte oder Globalgeschichte gleichberechtigte Zugänge dar. Im Bereich des politischen Lernens sind Themenbereiche aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wie zB Medien, Konsum, Migrationserfahrungen, Lebenswegentscheidungen aufzugreifen.
Der Unterricht soll Einblick in die Geschichte und Politik unterschiedlicher räumlicher, kultureller und zeitlicher Dimensionen geben. Dabei sind besonders interkulturelles und globales Lernen in den Unterricht mit einzubeziehen.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht in Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung ist so zu gestalten, dass es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, historische und politische Kompetenzen zu erwerben.
Die Fragestellungen sollen den Erfahrungen, Problemen und Erkenntnisinteressen der Gegenwart entstammen. Historische Sachverhalte müssen aus dem jeweiligen Kontext heraus erklärt und verstanden werden.
Es ist ein wichtiges Anliegen des Unterrichts, dass die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen politisch bewusstes Handeln entwickeln.
Der Einsatz verschiedener Sozialformen soll dazu beitragen, Erkenntnisse individuell oder gemeinschaftlich zu gewinnen. Eine Diskussionskultur, in der die Meinung der anderen respektiert wird, ist anzustreben.
Historische Kompetenzen
Geschichte gibt Antworten auf Fragen, die an die Vergangenheit gestellt werden. Im Unterricht sind vorhandene Fragestellungen in Geschichtsdarstellungen aufzuzeigen und die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Fragen an die Vergangenheit zu erkennen und zu formulieren (Historische Fragekompetenz).
Der Umgang mit historischen Quellen zum Aufbau einer Vorstellung über die Vergangenheit (Geschichte selbst erzählen) sowie der kritische Umgang mit historischen Darstellungen (zB in Form von Ausstellungen, Spielfilmen mit historischen Inhalten) ist zu fördern. Es sind Möglichkeiten zu eröffnen, durch die die Schülerinnen und Schüler in „freien Arbeitsphasen” und in Projekten forschendes und entdeckendes Lernen praktizieren können (Historische Methodenkompetenz).
Im Unterricht dienen Begriffe und Konzepte zur Erfassung von historischen Sachverhalten. Der individuellen bzw. altersgemäßen Konkretisierung und Weiterentwicklung dieser Begriffe und Konzepte ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken (Historische Sachkompetenz).
Historisches Lernen soll zum besseren Verstehen von Gegenwartsphänomenen und von zukünftigen Herausforderungen beitragen (Historische Orientierungskompetenz).
Politische Kompetenzen
Da das alltägliche Leben von politischen Entscheidungen und Kontroversen beeinflusst wird, soll Politische Bildung einerseits zu einer möglichst selbstständigen, begründeten und möglichst sach- und wertorientierten Beurteilung politischer Entscheidungen, Probleme und Kontroversen befähigen und es andererseits schrittweise ermöglichen, sich selbst (Teil-)Urteile zu bilden und zu formulieren (Politische Urteilskompetenz).
Der Unterricht soll die Bereitschaft und die Fähigkeit zu politischem Verstehen und Handeln fördern. Dazu sind die Entwicklung der Fähigkeiten, politische Konflikte auszutragen, eigene Positionen in politischen Fragen zu formulieren sowie politische Positionen anderer zu verstehen, aufzugreifen und an der Lösung von Problemen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter Rücksichtnahme auf eigene und fremde Bedürfnisse mitzuwirken, anzustreben. Diese für politisches Handeln zentralen Fähigkeiten sind anhand konkreter Beispiele, zB durch Simulationsspiele zu üben (Politische Handlungskompetenz).
Politische Bildung soll einerseits dazu befähigen, Grundlagen und Informationen zu reflektieren, indem ein Repertoire von Methoden zur Analyse von Daten, Bildern und Texten vermittelt wird. Andererseits sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich politisch artikulieren und in einen Diskurs mit anderen treten zu können, zB Schülerinnen- und Schülervertreterwahl (Politische Methodenkompetenz).
Bei der Bearbeitung von Begriffen und Konzepten ist darauf zu achten, dass sie in politischen Kontexten vermittelt werden und an das vorhandene Wissen anschließen. Der alters- und entwicklungsgemäßen Konkretisierung und Weiterentwicklung ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken (Politische Sachkompetenz).
Die historischen und politischen Kompetenzen sind anhand konkreter Themen zu entwickeln. Die beschriebenen Kompetenzen sind als Ausgangspunkt der Unterrichtsplanung und –gestaltung heranzuziehen. Die Themenbereiche sind bezogen auf die zu erwerbenden Kompetenzen sorgfältig und begründet auszuwählen.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 6. Schulstufe
Erstes Auftreten der Menschen bis zum Ende des Mittelalters
Beispielsweise:
- Strichaufzählungder Vergleich des Zusammenlebens von Menschen früher und heute
- Strichaufzählungverschiedene Kulturen von der Antike bis zum Mittelalter
- Strichaufzählungdas Leben der Menschen unter Berücksichtigung des Alltags sowie der Generationen- und Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Gemeinschaften und Lebenswelten (zB Nomadentum, Bauern und Dorf, ritterliches Leben und höfische Kultur)
- Strichaufzählungdie Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und ihre Auswirkungen auf die Organisation des menschlichen Zusammenlebens
- StrichaufzählungEntwicklung der Arbeitsteilung und des Wirtschaftens anhand exemplarischer Wirtschaftsformen
- Strichaufzählungverschiedenen Herrschaftsformen und Religionen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungFormen des Zusammenlebens früher und heute kennen lernen
- Strichaufzählungverschiedene Gemeinschaften und Lebenswelten erfahren
- StrichaufzählungEntwicklung der Wirtschaft darstellen
- Strichaufzählungpolitische Herrschaftsformen kennen lernen
- StrichaufzählungCharakteristika von Hochkulturen kennen lernen
- Strichaufzählungverschiedene Weltbilder kennen lernen
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Beginn der Neuzeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErfindungen und Entdeckungen, die die Welt verändert haben
- StrichaufzählungHumanismus und Renaissance
- Strichaufzählungdie Reformen Maria Theresias und Josefs römisch zwei. (zB Einführung der Schulpflicht)
- StrichaufzählungNapoleon und die Französische Revolution
- Strichaufzählungverschiedene Formen des Wirtschaftens und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt, Freizeit, Generationen, Familie und Stellung von Frauen und Männern
- Strichaufzählungdie Menschenrechte und das Problem ihrer Durchsetzung
- Strichaufzählungder Erste Weltkrieg – Ursache und Auswirkungen für die Menschen in Europa
- StrichaufzählungKunst und Kultur – von der Renaissance bis hin zum Jugendstil unter Berücksichtigung der Alltagskultur
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungdas neue Menschen- und Weltbild am Beginn der Neuzeit kennen lernen
- Strichaufzählungdie Zeit des Absolutismus und der Aufklärung erkunden
- Strichaufzählungdie napoleonische Zeit und ihre Auswirkung auf eine Neuordnung von Europa erfahren
- Strichaufzählungdie Auswirkungen der Wirtschaft auf die Gesellschaft erkennen
- Strichaufzählungdas Wissen über Menschenrechte, insbesondere der Kinderrechte, erwerben
- StrichaufzählungStaaten und Völker im Krieg kennen lernen – am Beispiel „Erster Weltkrieg“
- StrichaufzählungKunst und Kultur als Ausdruck des Lebensgefühls einer Epoche erfahren
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Zeitraum vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart – Möglichkeiten der politischen Beteiligung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungMöglichkeiten einer politischer Beteiligung, Mitbestimmung und Mitverantwortung
- StrichaufzählungGrundzüge der österreichischen Verfassung, Demokratie, politische Parteien
- StrichaufzählungRechte und Pflichten einer Staatsbürgerin bzw. eines Staatsbürgers
- Strichaufzählungwirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge im Hinblick auf Veränderungen in Arbeitswelt und Freizeit
- StrichaufzählungWirtschaftskrisen
- StrichaufzählungRolle der Frauen, der Männer, der Generationen und der Familien
- StrichaufzählungDemokratie und Diktatur in Europa
- Strichaufzählungder Nationalsozialismus, Holocaust, Erinnerungskulturen
- Strichaufzählungder Zweite Weltkrieg und seine Folgen
- StrichaufzählungÖsterreich – die Zweite Republik: politisches System, wirtschaftliche und soziale Entwicklung
- StrichaufzählungÖsterreich als Mitglied der Europäischen Union
- StrichaufzählungEuropa und seine Integration
- Strichaufzählungaktuelle Konflikte und Möglichkeiten der Friedenserziehung
Lernziele der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie Möglichkeiten politischer Beteiligung, Mitbestimmung und Mitverantwortung im Schulalltag, im sozialen Umfeld und den demokratischen Institutionen erkennen und wahrnehmen können
- StrichaufzählungKenntnisse über die Grundzüge der österreichischen Verfassung haben
- StrichaufzählungKenntnisse über die wichtigsten Rechte und Pflichten von Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern erwerben
- Strichaufzählungdie Auswirkungen der Wirtschaft auf die Gesellschaft im 20. Jahrhundert erkennen
- Strichaufzählungdemokratische und diktatorische Herrschaftsformen in Europa kennen lernen
- Strichaufzählungdie Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf das Weltgeschehen hinsichtlich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfahren
Geographie und Wirtschaftskunde Bildungs- und Lehraufgabe:
Im Mittelpunkt von Geographie und Wirtschaftskunde steht der Mensch. Seine Aktivitäten und Entscheidungen haben immer auch Auswirkungen auf räumliche Strukturen. Diese räumlichen Aspekte menschlichen Handelns sind Gegenstand des Unterrichts. Besonders thematisiert werden solche Vernetzungen am Beispiel der Wirtschaft, deren allgemeine Grundlagen zu erarbeiten sind. Es bieten sich vielfältige Ansätze Fächerverbindenden Arbeitens an. Neben der bewussten Wahrnehmung wird die Beschreibung sowie die Erklärung von Sachverhalten, Zusammenhängen und Entwicklungen des menschlichen Handelns angestrebt. Geographie und Wirtschaftskunde soll Schülerinnen und Schülern helfen, im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich verantwortungsbewusst und tolerant zu handeln.
Didaktische Grundsätze:
Geographische und wirtschaftskundliche Inhalte sollen im Unterricht nicht nebeneinander stehend getrennt, sondern in starkem Maße miteinander verflochten in vergleichender Darstellung aller Kontinente unter möglichst häufiger Berücksichtigung Österreichs behandelt werden.
Der Unterricht in Geographie und Wirtschaftskunde muss sich regelmäßig der erreichbaren realen Umwelt zuwenden. In Lehrausgängen, Wanderungen, Betriebserkundungen uä. sollen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar an der Wirklichkeit räumliche und wirtschaftliche Situationen erleben. Viele Lerninhalte sind einer unmittelbaren Begegnung jedoch nicht zugänglich. Deshalb ist Geographie und Wirtschaftskunde auf die Verwendung unterschiedlicher Medien und Fördermethoden angewiesen. Sie ermöglichen die wiederholte Auseinandersetzung mit Lerninhalten und dienen der Objektivierung und Zuordnung der Einzelbeobachtung. Die Verwendung elektronischer Medien soll zur arbeitsorientierten Unterrichtsgestaltung wesentliche Impulse beisteuern. Besonders zu fördern sind Unterrichtsprojekte, da sie eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit komplexen Fragestellungen ermöglichen. Offene Lernformen sollen eine Individualisierung und Autonomisierung des Lernprozesses gewährleisten.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. Schulstufe
Darstellung menschlichen Lebens und Wirtschaftens; graphische Darstellungen; die Bedeutung von Rohstoffen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungausgehend vom eigenen Bundesland und Österreich das Beziehungs- und Wirkungsgefüge von Mensch, Landschaft und Wirtschaft erarbeiten
- StrichaufzählungKenntnisse über unterschiedliche Wirtschaftsformen gewinnen
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen Wirtschaftsformen und -berufe kennen lernen
- StrichaufzählungÜbungen im Umgang mit grafischen Darstellungen, Karten und Atlas
- StrichaufzählungKenntnisse über Arbeit, Beruf und Erholung gewinnen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- Strichaufzählungdas Leben und Wirtschaften von Menschen in unterschiedlichen Gebieten kennen lernen –erkennen, wie Menschen mit Naturgewalten umgehen
- Strichaufzählunggrundlegende Einsicht, dass Gesellschaft und Wirtschaft räumlich strukturiert sind, gewinnen
- Strichaufzählungdie Gütererzeugung in gewerblichen und industriellen Betrieben sowie den Dienstleistungsbereich kennen lernen
- StrichaufzählungUmgang mit grafischen Darstellungen, Karten und Atlas
- Strichaufzählungdie Bedeutung einiger wichtiger Rohstoffe kennen lernen
Lehrstoff: 6. Schulstufe
Die Erde; kartographische Darstellungen; Wirtschaftsformen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErwerben grundlegender Informationen über die Erde mit Globus, grafischen Darstellungen, Karten und Atlas – die Erde als Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen
- StrichaufzählungErdteile und Weltmeere kennen lernen
- Strichaufzählungbesondere geografische und wirtschaftliche Gegebenheiten der Erdteile kennen lernen
- StrichaufzählungLebensräume mit schwierigen Lebensbedingungen exemplarisch vermitteln
- StrichaufzählungAuswirkungen von Natur- und Gesellschaftsbedingungen auf Wirtschaftsformen kennen lernen
- Strichaufzählungdie verschiedenen Lebens- und Konsumgewohnheiten des Menschen kennen lernen
- StrichaufzählungGewinnung und Nutzung von Rohstoffen und Energie
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungErwerben grundlegender Informationen über die Erde
- StrichaufzählungErkennen wie einfache Wirtschaftsformen von Natur- und Gesellschaftsbedingungen beeinflusst werden
- StrichaufzählungErkennen, dass sich Menschen in ihren Lebens- und Konsumgewohnheiten auf regionale und kulturelle Voraussetzungen einstellen
- StrichaufzählungErkennen, dass Lebensweisen einem ständigen Wandel unterliegen
- StrichaufzählungKenntnisse über die Gewinnung von Rohstoffen und Energie
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Leben und Wirtschaften in Österreich, in Europa, auf der Erde; topographische Kenntnisse
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdas Leben des Menschen in natürlicher und gestalteter Umwelt vergleichen
- Strichaufzählungunterschiedliche Standorte an den Beispielen Verkehr, Infrastruktur, Versorgung und Umweltqualität vergleichen
- Strichaufzählungeinige wichtige Ursachen und Folgen der Bevölkerungsverteilung und -entwicklung kennen lernen
- StrichaufzählungErfassen der Zusammenhänge von Wirtschaftsweise und Landnutzung
- Strichaufzählungdie Bedeutung der Berufswahl für die Lebensgestaltung kennen lernen
- StrichaufzählungErkennen der Notwendigkeit, im privaten Haushalt Ausgaben den eigenen finanziellen Möglichkeiten anzupassen
- StrichaufzählungBeispiele für die wirtschaftliche Verflechtung kennen lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungweitere Kenntnisse und Einsichten über menschliches Leben und Wirtschaften in Österreich
- Strichaufzählungden Lebensraum Österreich anhand von unterschiedlichen grafischen Darstellungen und Karten erfassen
- StrichaufzählungEinblicke in die Arbeits- und Berufswelt
- StrichaufzählungWirtschaften im privaten Haushalt
- StrichaufzählungVolkswirtschaftliche Zusammenhänge kennen lernen
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Kulturelle, soziale, politische und technologische Entwicklungen; volkswirtschaftliche Zusammenhänge
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Vielfalt Europas – Landschaft, Kultur, Bevölkerung und Wirtschaft – kennen lernen
- StrichaufzählungKenntnisse über Informationen über ausgewählte Regionen und Staaten Europas gewinnen
- StrichaufzählungBewusstseinsbildung für das „Gemeinsame Europa“
- StrichaufzählungErkennen, dass gewisse Gegenwarts- und Zukunftsprobleme nur überregional zu lösen sind
- Strichaufzählungden stetigen Wandel der Arbeits- und Berufswelt erkennen
- Strichaufzählungdie Einsicht in die Notwendigkeit der ständigen Weiterbildung und Mobilität gewinnen
- Strichaufzählungüber subjektive und gesamtwirtschaftliche Probleme der Arbeitslosigkeit Bescheid wissen
- StrichaufzählungMöglichkeiten für die Wahrung von Verbraucherinteressen in der Marktwirtschaft kennen lernen
- Strichaufzählungdie europäischen Wirtschaft und ihre Stellung in der Welt kennen lernen
- Strichaufzählungdie Verantwortung des Menschen für das Leben auf „Einer Erde“ – Globalisierung – erkennen
Lernziele der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungvertiefende Kenntnisse und Einsichten über menschliches Leben und Wirtschaften in Europa und auf der Erde erwerben
- Strichaufzählungden Lebensraum Europa und die Lebensräume weiterer Kontinente erfassen: kulturelle, soziale und politische Unterschiede kennen und verstehen lernen
- Strichaufzählungdie Arbeits- und Berufswelt unter dem Aspekt wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen sehen
- StrichaufzählungVertiefung der Erkenntnisse über volkswirtschaftliche Zusammenhänge
Biologie und Umweltkunde
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Biologie und Umweltkunde hat die Beschäftigung mit den Themenbereichen Mensch und Gesundheit, Tiere und Pflanzen und Ökologie und Umwelt zum Schwerpunkt.
Der Unterricht in Biologie und Umweltkunde soll Kenntnisse über den menschlichen Organismus und typische Vertreter des Tier- und Pflanzenreiches vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler sollen Verständnis für den eigenen Körper erwerben, das sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst befähigt (Akzeptanz des eigenen Körpers, der eigenen Sexualität; Gesundheitsförderung). Daraus soll die Bereitschaft zu gesunder Lebensführung und verantwortungsbewusstem Verhalten gegenüber der Natur erwachsen.
Er soll den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Natur als allgemeine Lebensgrundlage erkennen lassen, deren Erhaltung und Förderung auch zur Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen führt.
Er soll Liebe zur Natur und Freude an ihrem Formenreichtum wecken sowie zu einen umweltbewussten, nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen motivieren und befähigen die Wichtigkeit von Natur- und Umweltschutz bewusst machen.
Didaktische Grundsätze:
Bei der Erarbeitung aller Themen ist stets die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen, sowohl bei der Auswahl der Inhalte und Methoden, als auch durch Anwendung des Wissens auf den eigenen Bezugsrahmen. Gesellschaftsrelevante Aspekte sind miteinzubeziehen, um der Bedeutung biologischer Erkenntnisse für die Gesellschaft gerecht zu werden und die Schülerinnen und Schüler auf die zukünftige Beteiligung und Verantwortung am gesellschaftlichen Leben vorzubereiten.
Die Schülerinnen und Schüler sind zu möglichst selbstständigem Arbeiten anzuregen und zur Problemlösefähigkeit unter Anwendung folgender Arbeitstechniken hinzuführen: Beobachten, Vergleichen, Ordnen; Arbeiten mit geeigneten Hilfsmitteln (zB Lupe, Mikroskop, Computer, usw.); Suchen, Verarbeiten und Darstellen von Information; Identifizieren und Lösen von Problemen; Durchführen einfacher Experimente und Messverfahren.
Die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Umwelt, die Entwicklung eines Umweltbewusstseins sowie die Reflexion des eigenen und gesellschaftlichen Beitrags zur Erhaltung bzw. Mitgestaltung der natürlichen Lebensgrundlagen kann insbesonders durch fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten gefördert werden. Naturbegegnung ist anzustreben (zB durch Exkursionen, Arbeiten im Freiland, pflegenden Umgang mit Tieren und Pflanzen). Lern- und Sozialformen wie etwa Gruppenarbeit, soziales Lernen, offenes Lernen sollen die soziale wie personale/emotionale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAufgaben und Leistung der inneren Organe kennen lernen
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen einzelnen Körperteilen und Organen und dem ganzen Körper erkennen
- Strichaufzählungan Hand der Schwerpunkte Bewegung und Sexualität eine Vertiefung des Verständnisses für den eigenen Körper erlangen
- StrichaufzählungBau und Funktion der Geschlechtsorgane, Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt
- Strichaufzählungüber körperliche und psychische Entwicklung und Befindlichkeit in der Pubertät Bescheid wissen
- Strichaufzählungsexuellen Missbrauch thematisieren
- StrichaufzählungFormenkenntnisse über Pflanzen und Tiere im Hinblick auf Lebensräume und Entwicklungsstufen ausweiten; im Vordergrund stehen jene Organismen die für das Ökosystem Wald von Bedeutung sind
- Strichaufzählungdie Notwendigkeit von Gesetzen und Maßnahmen zur Erhaltung der Natur kennen lernen
- Strichaufzählungpositive wie negative Folgen menschlichen Wirkens thematisieren und hinterfragen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- StrichaufzählungKenntnisse über den menschlichen Körper weiter ausbauen und dadurch Verständnis für den eigenen Körper erhalten
- Strichaufzählungzur Akzeptanz des eigenen Körpers und der eigenen Sexualität gelangen
- Strichaufzählungdie Bedeutung gesunder Lebensführung erkennen und sich gesundheitsbewusst verhalten
- StrichaufzählungFormenkenntnisse über Pflanzen und Tiere erweitern und festigen
- Strichaufzählungspezifische Arbeitsweisen und Fertigkeiten erweitern, festigen und bewusst anwenden
- StrichaufzählungVerständnis für die ökologischen Auswirkungen menschlichen Handelns gewinnen
- Strichaufzählungsich eigenverantwortlich und umweltgerecht verhalten lernen
Lehrstoff: 6. Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen Mikroorganismen und Körper erkennen
- StrichaufzählungHaus- und Nutztiere; Zusammenhänge mit der Nahrungsmittelproduktion
- StrichaufzählungBeispiele für wirbellose Tiere
- StrichaufzählungHaus-, Garten- und Waldpflanzen
- Strichaufzählungdie Zelle und deren Aufbau erarbeiten
- Strichaufzählungökologische Grundbegriffe anhand der Systeme Wald und heimischer Gewässer erarbeiten; Umwelt- und Naturschutz an konkreten Beispielen lebenspraktisch demonstrieren
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungAuswirkungen von Mikroorganismen auf den Menschen kennen lernen
- Strichaufzählungan Hand einheimischer Vertreter aus dem Tier- und Pflanzenreich, Bau und Funktion sowie Zusammenhänge zwischen Bau, Lebensweise und Umwelt zu erarbeiten
- Strichaufzählungdie Zelle als Grundbaustein aller Lebewesen erkennen
- Strichaufzählungan Hand der Ökosysteme Wald und heimischer Gewässer ökologische Grundbegriffe kennen lernen
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
- Strichaufzählungausgewählte Tiere und Pflanzen und die Zusammenhänge zwischen deren Lebensweise und ihrer Umwelt erarbeiten
- Strichaufzählungaufbauend auf heimischen Ökosystemen die Ökosysteme anderer Regionen erarbeiten – Folgen menschlichen Wirkens analysieren, Ursachen feststellen und Lösungsvorschläge erarbeiten
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungausgewählte Tiere und Pflanzen und die Zusammenhänge zwischen deren Lebensweise und ihrer Umwelt kennen lernen
- StrichaufzählungAuswirkungen von Ökosystemen erkennen und verstehen lernen
- Strichaufzählungheimische Ökosysteme weiter vertiefen und die anderer Regionen kennen lernen
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdas menschliche Gehirn und Nervensystem erarbeiten – schädigende Einflüsse von Genuss- und Suchtmitteln
- StrichaufzählungGeschlecht und Sexualität als physiologisches, psychologisches und soziales Phänomen, Schwangerschaft und Geburt, Empfängnisregelung, Prophylaxe
- Strichaufzählungden Aufbau der Zelle und die Zellteilung erarbeiten
- Strichaufzählungdie Grundlagen der Vererbung erarbeiten und deren Anwendungsmöglichkeiten wie die Gentechnik auch im Hinblick auf gesellschaftliche und ethische Fragen diskutieren
- Strichaufzählungwichtige lebensrettende Maßnahmen mit Experten/innen und Experten erarbeiten – Erste Hilfe Kurs; Maßnahmen zur Unfallvermeidung kennen lernen
- Strichaufzählungdie Entwicklung der Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte kennen lernen
- Strichaufzählungdie Ökosysteme verschiedener Regionen erarbeiten und die Folgen menschlichen Wirkens hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt analysieren, Ursachen und Lösungsvorschläge erarbeiten
Lernziele der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie Steuerung der Lebensvorgänge im menschlichen Körper bewusst wahrnehmen
- StrichaufzählungSexualität und persönliche Verantwortung
- Strichaufzählungweitere Vertiefung der Kenntnisse über den menschlichen Körper – Gesundheit/Krankheit gewinnen
- Strichaufzählungdie Zelle als Grundbaustein aller Lebewesen erkennen
- Strichaufzählungeinfache Grundlagen der Vererbung kennen lernen
- StrichaufzählungErste Hilfe – Unfallvermeidung
- Strichaufzählungweitere Kenntnisse über die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens gewinnen
- StrichaufzählungKenntnisse über Ökosysteme weiter vertiefen
Chemie Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Chemieunterricht soll das Verständnis für chemische Vorgänge in der Umwelt wecken. Er soll die Grundlagen zur Beurteilung von Gefahren für die Umwelt wecken, um eine menschenwürdige Zukunft zu sichern.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien sind unabhängig von diesem Lehrplan stets aktuell und ergänzend im Unterricht zu berücksichtigen.
Chemische Vorgänge sind in konkreten Erlebnis-, Handlungs- und Sachzusammenhängen zu vermitteln.
Didaktische Grundsätze:
Der Chemieunterricht soll überwiegend von der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Prinzipiell ist der induktive Weg zum Erkenntnisgewinn anzustreben. Dies bedeutet, dass vom Lehrer/innen Experiment und vor allem auch vom Schüler/innen Experiment auszugehen ist. Dabei ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Suchen, Forschen und Entdecken zu geben.
Der Unterricht soll durch moderne Lern- und Sozialformen (zB Teamarbeit) auch das Lernen im sozialen und emotionalen Bereich fördern. Darüber hinaus hat eine Auseinandersetzung mit neuen Technologien, Unterrichtssoftware und elektronischen Informationssystemen zu erfolgen.
Bei der Unterrichtsgestaltung ist ein ausgewogenes Verhältnis von exemplarischer Vertiefung (zB durch Projektunterricht, Lehrausgänge und Exkursionen) und informierender Darbietung (womöglich unterstützt durch Experimente oder Formen des Medieneinsatzes) anzustreben.
Chemieunterricht ist Sicherheitserziehung im weitesten Sinne. Daher muss hier ganz besonders auf Gefahren, die von Stoffen und Reaktionen ausgehen, hingewiesen werden, ohne zu dramatisieren oder zu verniedlichen. Durch den vorschriftsmäßigen Gebrauch von Sicherheitsausstattung und -Hilfen sind die Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren auch aktiv an die Sicherheitsstandards zu gewöhnen. Die Entsorgung ist vor allem wegen der Vorbildfunktion demonstrativ sorgfältig durchzuführen.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 8. Schulstufe
Chemische Produkte und Vorgänge; Chemie und Umwelt
Beispielsweise:
- Strichaufzählungchemische Produkte im Haushalt kennen lernen: Einsatzmöglichkeiten und verantwortungsvoller Umgang, Einsicht und Deutung der chemischen Symbolsprache, Kennzeichnung chemischer Produkte
- Strichaufzählungchemische Vorgänge kennen lernen: Einteilung und Eigenschaften von Stoffen
- StrichaufzählungEinsicht gewinnen in wichtige Eigenschaften und Reaktionen von Stoffen
- StrichaufzählungWirkung und Auswirkung chemischer Produkte kennen lernen: entwicklungsgemäße Schulung der Einschätzung von Stoffen im Hinblick auf deren Gefährlichkeit
- StrichaufzählungRohstoffquellen kennen lernen: Gewinnung – Verarbeitung – Bedeutung – verantwortungs-bewusste Nutzung – Entsorgung – Möglichkeiten der Wiederverwertung
- StrichaufzählungPrinzipielles Verstehen von Umweltproblemen als Störung natürlicher Systeme
- Strichaufzählungdie Bedeutung und Auswirkung der Chemie für den Bereich Gesundheit kennen lernen: Ernährung – Kleidung – Wohnen
- StrichaufzählungAuseinandersetzung mit den Gefahren und dem Missbrauch der Chemie: Schadstoffe – Suchtmittel – Medikamente
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungAuseinandersetzung mit chemischen Produkten im Haushalt
- StrichaufzählungAnleitung und Hinführung zu einem bewussten Beobachten einfacher chemischer Vorgänge
- Strichaufzählungchemische Prinzipien und Arbeitstechniken erleben
- Strichaufzählungdie Bedeutung der Chemie für alle Lebensformen und Lebensvorgänge erfahren
- Strichaufzählungdie Bedeutung der Chemie für den Bereich Gesundheit erfahren
- Strichaufzählungsich mit den Gefahren der Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse auseinander setzen
Physik Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Physik trägt zu allen Bildungsbereichen bei und soll sich keinesfalls nur auf die Darstellung physikalischer Inhalte beschränken.
Der Unterricht hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern das Modelldenken der Physik (Realwelt – Modell – Modelleigenschaften – Realwelt) zu vermitteln und physikalisches Wissen in größere Zusammenhänge zu stellen.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien sind unabhängig von diesem Lehrplan stets aktuell und ergänzend im Unterricht zu vermitteln.
Physikalische Vorgänge sind in konkreten Erlebnis-, Handlungs- und Sachzusammenhängen zu vermitteln.
Didaktische Grundsätze:
Ausgehend von konkreten Beobachtungen beziehungsweise Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schüler sind unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten jeweils die zu Grunde liegenden physikalischen Inhalte zu erarbeiten.
Modellvorstellungen und grundlegende Begriffe (zB Trägheit, Kraft oder Energie) sind an allen geeigneten Stellen zur Erklärung von Vorgängen in Natur und Technik heranzuziehen, um entwicklungsgemäß aufbereitet immer tiefergreifende Verständnisebenen zu erreichen.
An geeigneten Inhalten ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Untersuchen, Entdecken bzw. Forschen zu geben.
Dies bedingt auch den Einsatz von Schülerversuchen.
Entwicklungsgemäße Denkwege und Deutungsversuche der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 6. Schulstufe
Physikalische Erscheinungsformen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Ursachen für Bewegung, unterschiedliche Bewegungsabläufe und Bewegungshemmungen aus Alltagserfahrungen kennen lernen
- StrichaufzählungErkennen von Zusammenhängen: Weg-Zeit-Geschwindigkeit, Masse-Kraft, Masse-Trägheit
- Strichaufzählungden Begriff Wärme als Bewegungsenergie von Körperteilchen (zB Reibung) kennen lernen
- Strichaufzählungdie Luft als Körper: Luft hat Gewicht und übt Druck aus; Luftverdichtung-Luftverdünnung-Vakuum; die Prinzipien „leichter als Luft“ und „schwerer als Luft“ (Ballonfahrt)
- Strichaufzählungdie Luft als Träger kennen lernen: das Fliegen von zB Vögeln und Flugzeugen
- Strichaufzählungdas Element Wasser: Ursachen des Schwimmens, Schwebens und Sinkens von Körpern (der Auftrieb und die Wasserverdrängung)
- Strichaufzählungverschiedene elektrische Energiequellen und den Aufbau des Stromkreises kennen lernen
- StrichaufzählungMagnetismus als eine unsichtbare Kraft kennen lernen: die Pole des Magneten, die Kompassnadel
- StrichaufzählungDruck, Frequenz, Tonhöhe, Lautstärke, Geschwindigkeit
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählunggrundlegende bewegungsfördernde und bewegungshemmende Vorgänge verstehen und anwenden
- Strichaufzählungdie Alltagsbegriffe Wärme und Kälte begreifen und verstehen
- Strichaufzählungdie Eigenschaften der Elemente Wasser und Luft vertieft erfahren und erfassen
- Strichaufzählungeinfache elektrische Phänomene und Vorgänge begreifen und verstehen
- Strichaufzählungeinfache Formen des Magnetismus begreifen und verstehen
- Strichaufzählunggrundlegendes Wissen über Entstehung und Ausbreitung des Schalls erwerben
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Elektrische Phänomene und Geräte; Klimavorgänge
Beispielsweise:
- StrichaufzählungVertiefung und Erweiterung der Erkenntnisse: Weg-Zeit-Geschwindigkeit, die gleichförmige und die gleichförmig beschleunigte Bewegung, Masse-Kraft, Masse-Trägheit
- Strichaufzählungdas Rad mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
- StrichaufzählungEinsicht in elektrische Phänomene (zB Blitzschlag) und in einfache Bereiche der Elektrotechnik: Kraftwerke zur Stromgewinnung
- StrichaufzählungEnergie im Haushalt: wichtige Elektrogeräte und ihre Einsatzmöglichkeiten – Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit elektrischen Einrichtungen entwickeln
- Strichaufzählungökologische Bedeutung von Energiesparmaßnahmen
- Strichaufzählungweitere Energiequellen für Antriebe kennen lernen (zB Dampfkraft)
- StrichaufzählungFestigung des Wissens über Druck-Frequenz-Tonhöhe-Lautstärke-Geschwindigkeit
- StrichaufzählungEinsichten über lokale und globale Wettervorgänge und Klimaerscheinungen gewinnen
- StrichaufzählungWasserkreisläufe, Meeres- und Windströmungen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungaufbauend auf die sechste Schulstufe weitere bewegungsfördernde und bewegungshemmende Vorgänge verstehen und anwenden
- Strichaufzählungweitere elektrische Phänomene und Vorgänge begreifen und verstehen
- StrichaufzählungEnergiequellen für Antriebe kennen lernen
- StrichaufzählungFestigung des Wissens über Entstehung und Ausbreitung des Schalls erwerben
- StrichaufzählungKenntnisse über Wärme und Temperatur erwerben
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Elektrizität und Radioaktivität
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEinsicht in elektrische Phänomene und in einfache Bereiche der Elektrotechnik: Kraftwerke zur Stromgewinnung, der Generator und der Dynamo, der Transformator, der Elektromotor, der Elektromagnet
- StrichaufzählungGefahren des elektrischen Stromflusses kennen lernen und sicherheitsbewusst handeln
- StrichaufzählungKennen lernen wesentlicher physikalischer Maßeinheiten und Messinstrumente
- Strichaufzählungunsichtbare Wellen: Sender und Empfänger, Bild- und Tonübertragung
- Strichaufzählungdie Entstehung und das Ausbreitungsverhalten des Lichtes kennen lernen: Lichtquellen, Lichtspektrum, Schatten und Schattenbilder, Geschwindigkeit, einfache optische Geräte
- StrichaufzählungRadioaktivität: Vorkommen, Anwendung, Gefahren
- Strichaufzählungdie Erde als Teil des Universums kennen lernen - unser Sonnensystem
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen elektrischer und magnetischer Energie begreifen und verstehen lernen
- StrichaufzählungGefahren des elektrischen Stromflusses erkennen und sicherheitsbewusstes Handeln erreichen (Sicherheitsnormen, Prüfzeichen und Qualitätssiegel)
- Strichaufzählungverschiedene Maßeinheiten benennen und zuordnen; Messinstrumente richtig anwenden
- StrichaufzählungKenntnisse über Entstehung und Ausbreitungsverhalten des Lichtes erwerben
- StrichaufzählungWissen über Radioaktivität erwerben
- Strichaufzählungdie Erde als Teil des Universums erfahren
Deutsch, Lesen, Schreiben, (1. bis 4. Schulstufe), , Deutsch (5. bis 8. Schulstufe) Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zur Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit und über Sprache zu fördern.
Schwerpunkte sind:
- Strichaufzählungdie individuelle Sprache zu erweitern und Einsichten in Struktur und Funktion von Sprache zu gewinnen
- Strichaufzählungden richtigen Sprachgebrauch im mündlichen und schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen
- Strichaufzählungmit Sprache Erfahrungen und Gedanken auszutauschen, Beziehungen zu gestalten und Interessen wahrzunehmen
- StrichaufzählungArbeits- und Lerntechniken zu vermitteln, die zu selbstständigem Bildungserwerb befähigen
- Strichaufzählungden lebenspraktischen Nutzen des Lesen- und Schreibenkönnens erfahrbar zu machen
- StrichaufzählungInformationen aufzunehmen, zu bearbeiten und zu vermitteln und sich mit Sachthemen auseinanderzusetzen
- Strichaufzählungden kritischen Umgang mit Medien zu fördern
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ihre kognitiven, emotionalen und kreativen Möglichkeiten nutzen und erweitern.
Der Unterricht fördert die Kritikfähigkeit und führt zur Auseinandersetzung mit einem ethischen Menschen- und Weltbild.
Folgende Teilbereiche stehen in einem engen Zusammenhang und haben die gemeinsame Aufgabe, einen ganzheitlichen Erziehungs- und Lernprozess in Gang zu setzen:
- StrichaufzählungHören und Sprechen,
- StrichaufzählungLesen und Schreiben,
- StrichaufzählungUmgang mit Texten
- StrichaufzählungGestalten und Durchschauen der Sprache.
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch soll beitragen, die Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Voraussetzungen zu befähigen, ihre kognitiven, emotionalen und kreativen Möglichkeiten zu erkennen, zu nutzen und zu erweitern.
Dabei sollen die sozialen, kulturellen und sprachlichen Erfahrungen thematisiert und gefördert werden. Der Mundart kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch muss mit den anderen Unterrichtsgegenständen verknüpft gesehen werden. Er berücksichtigt die besonderen Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler.
Daraus ergeben sich:
- Strichaufzählungdie Arbeit mit individuellen Förderplänen
- Strichaufzählungeine zieldifferente Strukturierung
- Strichaufzählungeine binnendifferenzierte Organisation des Lernprozesses und
- Strichaufzählungeine Sicherung der Lernmotivation
Gesprächssituationen sollen aus natürlichen Anlässen hervorgehen, wobei die Bedürfnisse und Gefühle der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen sind. In verschiedenen Formen des Rollenspiels können die sprachlichen Ausdrucksformen erweitert werden.
Zur Behebung sprachlicher Entwicklungsrückstände oder Sprachstörungen werden spezielle Lernhilfen angeboten (zB therapeutische und funktionelle Übungen, Sprachtherapie).
Das Lesenlernen ist mit dem Schreibenlernen eng zu verbinden, weil sich beide Handlungen gegenseitig unterstützen. Zur Unterstützung und Förderung des Lesen- und Schreibenlernens wird die Form-, Klang- und Bewegungswahrnehmung differenziert, der Wortschatz erweitert und das Formulieren und verstehen von Sätzen geübt.
Beim Erwerb der Schriftsprache sind von Anfang an alle drei Sprachelemente: Satz, Wort und laut zu berücksichtigen.
Beim Lesen- und Schreibenlernen soll auch die Fähigkeit zum produktiven Umgang mit der Schriftsprache entwickelt werden. Mit kleinsten Elementen wie Wörtern, Satzteilen und grafischen Gebilden lässt sich bereits Sinnvolles gestalten.
Der systematische Aufbau eines begrenzten und gründlich geübten Wortschatzes ist eine gute Möglichkeit, den eigenen Lernfortschritt sichtbar zu machen. Rechtschreibübungen sollen den Schülerinnen und Schülern Rückmeldung über ihren Lernstand geben.
Bei der Auswahl von Texten ist auf den Erfahrungs- und Erlebnishintergrund der einzelnen Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen; daher sollten unterschiedliche Textsorten herangezogen werden. Über den Ausbau der Leseecke durch geeignetes Angebot an Kinder- und Jugendbüchern soll das Leseinteresse gesteigert und die Freude am Besitz eigener Bücher geweckt werden.
Lebensnahe Schreibanlässe sind zu schaffen und zu nützen, um das Verfassen und Überarbeiten von Texten zu üben. Aus der Verbindung zum Sachunterricht ergeben sich zahlreiche weitere Formen der gemeinschaftlichen, später der individuellen Textgestaltung.
Systematische Rechtschreibübungen sind gerechtfertigt. Dabei müssen elementare Prinzipien des Rechtschreibunterrichts beachtet werden.
Im Unterricht sind Situationen zu gestalten, in denen die Schülerinnen und Schüler individuelle Lernstrategien entwickeln und sich der Methoden bewusst werden, die sie beim Hören und Sprechen, beim Lesen und Schreiben, im Umgang mit Texten und Medien und beim Gestalten und Durchschauen der Sprache einsetzen können.
Durch regelmäßiges Üben werden erworbenes Wissen gesichert und Fertigkeiten automatisiert und erweitert.
Durch abwechslungsreiche Beschäftigung mit unterschiedlichen Texten gelangen die Schülerinnen und Schüler zu einem umfassenden Textverständnis und zu einer positiven Einstellung zum Lesen.
Grammatisches und orthografisches Wissen befähigt die Schülerinnen und Schüler, bewusst mit Sprache umzugehen, über Sprache zu reden und Texte selbstständig zu bearbeiten.
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch bietet Gelegenheit zum projektorientierten und fächerübergreifenden Arbeiten.
Schularbeiten:
In der 5. Schulstufe sind zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFreude und Bereitschaft zum Erzählen, Mitteilen und Zuhören entwickeln
- StrichaufzählungNamen, Begriffe und Geschichten erfinden und verändern
- StrichaufzählungLaut- und Wortspielereien versuchen
- StrichaufzählungGehörtes wiedergeben und sich zu Gehörtem äußern
- Strichaufzählungin Sprechsituationen Erfahrungen sammeln und Situationen sprachlich bewältigen
- StrichaufzählungErzählen und Mitteilen von Erlebnis- und Handlungsinhalten
- StrichaufzählungHinführen zum Gespräch durch einfache Kommunikationsformen
- StrichaufzählungWortschatz erweitern und differenzieren (zB durch die sprachliche Darstellung von Tätigkeiten Geräuschen und Beobachtungen)
- StrichaufzählungSätze mit gleichem Satzbau analog bilden
- StrichaufzählungSchulung des Hörens und Verstehens
- StrichaufzählungSprecherziehung: bewusstes Beachten der Artikulation beim Sprechen
- StrichaufzählungAtemübungen, Artikulationsübungen und Stimmbildungsübungen
- StrichaufzählungGesprächsregeln kennen lernen, einsehen, vereinbaren und anwenden
- Strichaufzählungrichtige Satzmuster üben
- StrichaufzählungTexte wiedergeben und sinngestaltend sprechen
- StrichaufzählungMundart und Standardsprache vergleichen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungbeim Erzählen und Mitteilen anderer aufmerksam zuhören und sich zu Gehörtem äußern können
- Strichaufzählungin verschiedenartigen Situationen sprachlich angemessen handeln
- Strichaufzählungeinsehen, dass Miteinander-Sprechen geregelt werden muss, Gesprächsregeln vereinbaren und beachten
- StrichaufzählungGehörtes differenziert wahrnehmen und verarbeiten
- Strichaufzählungsich Anderen mitteilen
- StrichaufzählungWortschatz auf verschiedenen Ebenen (zB Wortbedeutung, Wortfamilie) erweitern
- StrichaufzählungLaute richtig bilden sowie Wörter und Texte gut artikulieren können
- Strichaufzählungausdrucksvoll sprechen können
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- StrichaufzählungVorbereitende und stützende Übungen: räumliche Positionen und Beziehungen, Training der für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik, Schulung der Auge-Hand-Koordination, usw.
- StrichaufzählungErstlesen und weiterführendes Lesen: Grundleistungen wie Lesemotivation, Sprechmotorik, akustische und visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit, Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen erarbeiten, Wörter auditiv und visuell durchgliedern sowie prägnante Wortdetails entdecken und einprägen, einfache unbekannte Texte lesen, usw.
- Strichaufzählungdas Zeichenverständnis vorbereiten (zB Verkehrszeichen, Symbole darstellen und ihre Aussage verbalisieren)
- Strichaufzählungmit Linien und Formen spielerisch umgehen
- StrichaufzählungZiffern, Buchstaben, Wörter, Sätze und kurze Texte ab- und aufschreiben
- StrichaufzählungSchreibabläufe zunehmend automatisieren
- Strichaufzählungformgerecht und geordnet schreiben lernen durch die Einhaltung formaler Ordnung beim Schreiben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungLesemotivation entwickeln
- StrichaufzählungPiktogramme und Symbole deuten und verstehen
- StrichaufzählungWörter als einmalige Folge von Buchstaben lesen
- StrichaufzählungWortbausteine erfassen, speichern und wiedergeben können
- StrichaufzählungWörter, Satzteile und Sätze erarbeiten
- StrichaufzählungLesen als Deutungsleistung begreifen
- StrichaufzählungZeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
- Strichaufzählungkurze Texte sinnentnehmend lesen können
- Strichaufzählungdie für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik trainieren
- Strichaufzählunggrundlegendes Begriffsverständnis für Bewegungsrichtungen und Bewegungsformen entwickeln
- Strichaufzählungmit unterschiedlichen Materialien schreiben
- Strichaufzählungerlernte Wörter und Sätze richtig schreiben
- Strichaufzählungin einer Schriftart frei schreiben können
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- Strichaufzählungvorbereitende und begleitende Übungen zum Verfassen von Texten wie zB das mündliche Erzählen und Mitteilen; vorgegebene kurze Texte – auch einzelne Sätze und Wortgruppen abschreiben oder allenfalls auch ohne Vorlage aufschreiben
- Strichaufzählungungeordnet vorgegebene Wörter zu einem Satz zusammenbauen; passende Überschriften finden; die inhaltlichen Aussagen einer Bildfolge in Sätzen ausdrücken; zu einer Geschichte einen Schluss finden
- StrichaufzählungMitteilungen, Wünsche, Fragen und Antworten und Ähnliches formulieren
- Strichaufzählungeinfachste Gedächtnisstützen anwenden
- StrichaufzählungTexte einfachster Art verfassen
- Strichaufzählungdie Sprache als Mittel zum spielerisch-experimentierenden Schreiben verwenden; wie zB Erfinden von Fantasiewörtern
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungFreude am Verfassen von Texten entwickeln
- StrichaufzählungErlebnisse, Beobachtungen und Notizen in kurzen Sätzen aufschreiben
- StrichaufzählungWichtiges von weniger oder Unwichtigem unterscheiden
- Strichaufzählungvorgegebene Textteile ergänzen
- Strichaufzählunggemeinsames Erarbeiten von Texten
- StrichaufzählungHandlungsanweisungen verstehen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungder Satz als Sinn- und Klangeinheit zur Verständigung innerhalb einer Situation (zB Satzstrukturübungen, Sprechreihen, Formulieren von einfachen Texten zu Bildern und Reizwörtern; ordnen von Sätzen einer Geschichte)
- Strichaufzählungfunktionaler Gebrauch des Substantivs, Adjektivs und Verbs
- StrichaufzählungAufschreiben von Wörtern und kurzen Sätzen nach Vorlagen
- Strichaufzählungallenfalls allmählicher Übergang vom Schreiben mit Vorlage zum freien Schreiben eines ausgewählten, begrenzten individuellen Grundwortschatzes
- StrichaufzählungAnalogien bilden und überprüfen
- Strichaufzählungbewusstes Rechtschreiben einfacher Wörter
- Strichaufzählungeinige grundlegende Kenntnisse der Großschreibung, Interpunktion und Trennung erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungEinsicht in Sprache durch Entdecken, Vergleichen und Betrachten gewinnen
- StrichaufzählungEinsicht in Sprache durch spielerischen Umgang mit sprachlichen Elementen gewinnen
- Strichaufzählungrichtig abschreiben
- StrichaufzählungSätze als Sinneinheiten erkennen
- StrichaufzählungWortarten benennen
- Strichaufzählungsprachbezogene Begriffe verstehen
- StrichaufzählungWortschatz erweitern
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungsituationsbezogenes Sprechen: Erzählen, Mitteilen, Zuhören
- Strichaufzählungüber Ereignisse, persönliche Erlebnisse und dergleichen in zeitlich richtiger Abfolge erzählen
- Strichaufzählungkurze gelesene oder gehörte Geschichten anderen erzählen
- StrichaufzählungSachverhalte und Handlungsabläufe möglichst genau sprachlich darstellen
- StrichaufzählungSprecherziehung (zB ausdrucksvoll und deutlich sprechen)
- StrichaufzählungErweiterung der Sprachfähigkeit: Wortschatz erweitern und differenzieren, Wortarten Standard sprachlich verwenden, Satzmuster üben und erweitern
- StrichaufzählungTexte wiedergeben und sinngestaltend sprechen
- StrichaufzählungGespräch, Gesprächsregeln und -techniken üben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErzählen, Zuhören und Informieren
- StrichaufzählungGehörtes differenziert wahrnehmen und wiedergeben
- Strichaufzählungsich Anderen mitteilen
- StrichaufzählungGesprächsregeln formulieren und beachten
- Strichaufzählunglautrichtig und verständlich sprechen
- StrichaufzählungWortschatz und Satzbau altersadäquat anwenden
- Strichaufzählungverschiedene Gesprächstechniken kennen lernen und anwenden
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- Strichaufzählungallenfalls Lese- und Schreiblehrgang systematisch nachholen
- StrichaufzählungSteigerung der Lese- und Schreibfertigkeit und -fähigkeit
- Strichaufzählungeinfache Wortgestalten sicher erfassen
- Strichaufzählungprägnante Wortteile und -merkmale erfassen, einprägen und unterscheiden
- StrichaufzählungWörter, Wortgruppen und Sinneinheiten überblicken
- Strichaufzählungindividuelle Leseinteressen und -bereitschaft weiter bilden und ausbauen
- StrichaufzählungLesekultur entwickeln
- Strichaufzählungverschiedene Texte verstehen: Kerninformationen aus Texten entnehmen, antizipierendes Lesen, kurze Texte sinnerfassend lesen
- Strichaufzählungsich mit einfachen Texten kritisch auseinandersetzen
- Strichaufzählungsinn- und klanggestaltendes Lesen und Vorlesen
- StrichaufzählungSchrift und Schriftzeichen in der engeren Umgebung bewusst wahrnehmen, als Verständigungs-mittel und Bildelemente verstehen, fantasievoll anwenden und gestalten
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungdas Lesen an persönlichen Interessen orientieren
- StrichaufzählungPiktogramme und Symbole deuten und verstehen
- StrichaufzählungLesen als Deutungsleistung begreifen
- StrichaufzählungZeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
- Strichaufzählungdie österreichische Schreibschrift und die Gemischtantiqua möglichst sicher beherrschen
- Strichaufzählungdie Rechtschreibung als Konvention anerkennen, anwenden und einen allgemein gebrauchten Grundwortschatz möglichst sicher beherrschen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- Strichaufzählungbegleitende Übungen zum Verfassen von Texten: Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden, Gedanken ordnen und möglichst klar, genau, anschaulich und folgerichtig ausdrücken
- Strichaufzählungunterschiedliche Texte verfassen (zB um zu informieren, sich eigene Notizen machen)
- Strichaufzählungsachliche Zusammenhänge erkennen und darstellen
- Strichaufzählungeigene Gedanken und Wünsche schriftlich ausdrücken
- Strichaufzählungkreatives Schreiben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungInformationen sammeln und ordnen
- StrichaufzählungTexte in verschiedenen Formen (zB Sachtexte, kindgerechte literarische Texte) lesen und bearbeiten
- StrichaufzählungHandlungsanweisungen verstehen und umsetzen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungder Satz als Sinn- und Klanggestalt: Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze
- StrichaufzählungEinblick in Wortbildung und Wortbedeutung: Zusammensetzung von Wörtern, Überbegriffe, Wortfamilien, Wortfelder, Vor- und Nachsilben
- Strichaufzählungerkennen von sinntragenden Satzteilen
- StrichaufzählungZeichen für direkte Rede und Satzschluss
- Strichaufzählungfunktionaler Gebrauch von Substantiv, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen
- StrichaufzählungWörter, Sätze und kurze selbstverfasste Texte nach Vorlage und frei schreiben
- Strichaufzählungden bisher gesicherten und jetzt systematisch zu erweiternden Wortschatz frei schreiben
- Strichaufzählungvom gesicherten Wortschatz ausgehend auf die Rechtschreibung weiterer Wörter schließen
- StrichaufzählungWörter zum Bewusstmachen ihrer Rechtschreibung optisch und akustisch durchgliedern
- StrichaufzählungRechtschreibbesonderheiten: Großschreibung, Bezeichnung der Kürze oder Länge von Vokalen, Silbentrennung, Interpunktion
- StrichaufzählungHilfen für das Rechtschreiben, insbesondere die Arbeit mit dem Wörterbuch
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungBuchstaben, Wörter und Texte kreativ gestalten
- Strichaufzählungdie Bedeutung von Wörtern durch Umbauen verändern
- StrichaufzählungWortarten kennen und richtig anwenden
- StrichaufzählungPersonal- und Zeitformen
- StrichaufzählungSatzzeichen
- StrichaufzählungErweiterung und Festigung der Satzbildung
- StrichaufzählungWortschatz erweitern
- StrichaufzählungKommunikationsfähigkeit steigern
- StrichaufzählungBesonderheiten der Rechtschreibung
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSprecherziehung und Sprechtraining: Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden üben
- Strichaufzählungsituationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen aufnehmen, verstehen und weiter geben, Mittel der Gesprächsführung kennen lernen und üben, Gesprächsregeln gebrauchen
- Strichaufzählungsituations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen
- Strichaufzählungsprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, einfache Sachverhalte und Beobachtungen beschreiben, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen verständlich sprechen, literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- StrichaufzählungSprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren lernen
- StrichaufzählungErlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen
- Strichaufzählungvertraute Gesprächsformen anwenden und neue kennen lernen
- Strichaufzählungsituations- und adressatenbezogen sprechen lernen
- Strichaufzählungeigene Absichten und Absichten anderer wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken üben
- Strichaufzählungunter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen üben
- StrichaufzählungVorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und berichten
- Strichaufzählungmit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- StrichaufzählungLesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte sinnerfassend lesen, Leseangebot erweitern
- Strichaufzählungden Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, Textgattungen kennen lernen, einfache Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, Inhalte darstellen
- StrichaufzählungRechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: persönliche Angaben korrekt schreiben, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung möglichst einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten (zB durch Übernahme der Rechtschreibkontrolle durch die Schülerin bzw. den Schüler, Selbstdiktat), den eigenen Grundwortschatz erweitern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern und zusammensetzen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- Strichaufzählungdurch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzen
- Strichaufzählungdie sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens kennen lernen
- Strichaufzählungdie Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
- Strichaufzählungdurch Lesen Informationen aus Texten entnehmen
- Strichaufzählungden Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen allmählich erweitern
- Strichaufzählungorthografische Korrektheit anstreben
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- Strichaufzählungeinfache Sach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
- Strichaufzählungmit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, Bildgeschichten erzählen, Texte ausgestalten, verschiedene Textformen kennen, Kinder- und Jugendliteratur lesen, Autoren kennen lernen
- StrichaufzählungInformationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen herstellen, Texte am Computer gestalten
Lernziele der fünften Schulstufe:
- Strichaufzählungweitere Textformen kennen lernen
- StrichaufzählungInformationen aus verschiedenen Textsorten gewinnen
- StrichaufzählungTexte wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
- StrichaufzählungGedichte auswendig vortragen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungfantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Textaufbau üben, Texte unterscheiden, verwendungsbezogene Texte kennen lernen, Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und weitere kreative Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen
- StrichaufzählungGrundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: unterschiedliche Satzarten
- Strichaufzählungverschiedene Wortarten: Nomen durch Pronomen ersetzen, die vier Fälle üben, Verben in der richtigen Zeit- und Personalform verwenden, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden
- StrichaufzählungWortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz erweitern, gebräuchliche Fremdwörter verstehen, die Bedeutung von Modewörtern kennen, häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- Strichaufzählungfreies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen
- StrichaufzählungSchrift als sozial-kommunikative Funktion einsetzen
- Strichaufzählungsachgerecht schreiben lernen
- StrichaufzählungSprache richtig anwenden
- Strichaufzählungden Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln üben
- StrichaufzählungWortarten richtig gebrauchen
- Strichaufzählungdurch Einüben von Satzmustern die Sprechkompetenz erweitern
- Strichaufzählungden Wortschatz erweitern
- StrichaufzählungWörter genau und treffend wählen üben
- StrichaufzählungBegriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen lernen
Lehrstoff: 6. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSprecherziehung und Sprechtraining: komplexe Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden
- Strichaufzählungsituationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen einholen und weitergeben, die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern, Gesprächsformen mit zunehmender Sicherheit anwenden, Gesprächsregeln gebrauchen, situations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen; Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; Personen zu verschiedenen Themenbereichen fragen
- StrichaufzählungSprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, Sachverhalte beschreiben, Beobachtungen sprachlich umsetzen, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen, weitere literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungSprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren
- StrichaufzählungErlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich mitteilen
- StrichaufzählungInformationen einholen
- Strichaufzählungdie bereits bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern
- Strichaufzählungunter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
- Strichaufzählungsituations- und adressatenbezogen sprechen
- StrichaufzählungVorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und wiedergeben
- Strichaufzählungweitere sprachliche Mittel kennen lernen und erproben
- Strichaufzählungmit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- StrichaufzählungLesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte flüssig und sinnentnehmend lesen, Leseangebot erweitern und nutzen; das individuelle Lesetempo verbessern
- StrichaufzählungTexte lesend aufnehmen und verarbeiten: Gebrauchs- und Handlungsanweisungen umsetzen, Inhalte erfassen
- Strichaufzählungden Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, wichtige bzw. unverständliche Passagen hervorheben, weitere Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, auf das Gelesene mit einer Handlung reagieren, Lösungen für Geschichten finden
- StrichaufzählungRechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: individuelle Rechtschreibförderung ausgehend von selbst gewählten Wörtern und Themen, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten, den eigenen Grundwortschatz erweitern und sichern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern, zusammensetzen und unterscheiden; Wörterbuchgebrauch und Nutzung weiterer Hilfsmittel beim Verfassen von Texten
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungdurch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erweitern
- Strichaufzählungdie sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens ausbauen
- Strichaufzählungdie Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
- Strichaufzählungdurch Lesen Informationen aus Texten entnehmen und verstehen
- Strichaufzählungden Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern
- Strichaufzählungorthografische Korrektheit ausbauen
- Strichaufzählungbeim Lesen erlernte Arbeitstechniken zum Schreiben nutzen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
- Strichaufzählungmit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen Stellung nehmen, persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, Texte ausgestalten, weitere Textformen kennen, geeignete Literatur und deren Autorinnen und Autoren,
- StrichaufzählungInformationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen erarbeiten, Texte am Computer gestalten
- StrichaufzählungAusdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Möglichkeiten erkennen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungInformationen aus verschiedenen Medien erkennen, sammeln und ordnen
- Strichaufzählungthemenorientiert Texte auswählen, wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
- StrichaufzählungGedichte auswendig vortragen
- Strichaufzählungverschiedene Textformen kennen und selbst gestalten
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungfantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Aufbau eines komplexen Textes kennen; Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und bereits bekannte Gestaltungsmöglichkeiten dabei anwenden
- StrichaufzählungGebrauchstexte sachgerecht gestalten: über Gegenstände, Vorgänge, Sachverhalte informieren; verwendungsbezogene Texte verfassen
- StrichaufzählungGrundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: ein- und mehrgliedrige Sätze bilden, unterschiedliche Satzarten kennen und anwenden
- Strichaufzählungverschiedene Wortarten: logische Zusammenhänge und zeitliche Abfolgen durch die Wahl der passenden Konjunktion erfassen, den Gebrauch der vier Fälle üben, Satzglieder umstellen, um zB eine Aussage zu verändern, beim Überarbeiten von Texten weitere Satzglieder einbauen, um zB die Aussage zu präzisieren, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden und vergleichen
- StrichaufzählungWortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz weiter ausbauen, weitere Fremdwörter kennen lernen und einige anwenden, weitere häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungfreies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten üben
- StrichaufzählungSchrift als sozial-kommunikative Funktion erweitert einsetzen
- Strichaufzählungsachgerecht schreiben
- StrichaufzählungSprache richtig anwenden und darüber reflektieren
- Strichaufzählungden Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln
- Strichaufzählungden richtigen Gebrauch der Wortarten weiter ausbauen
- Strichaufzählungdurch Einüben erweiterter Satzmuster die Sprechkompetenz steigern
- Strichaufzählungden Wortschatz erweitern
- StrichaufzählungWörter genau und treffend wählen
- StrichaufzählungBegriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen
- Strichaufzählungsituationsgerecht sprechen
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErlebnisse fesselnd erzählen; über belastende Erlebnisse sprechen; Gefühle ausdrücken und abklären; Gedanken sprechend entwickeln
- StrichaufzählungGesprächsformen: freies Gespräch, Dialog, unterhaltendes Gespräch, usw.
- Strichaufzählungsich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen und verarbeiten; Sachverhalte differenziert darstellen, gezielt fragen und nachfragen
- Strichaufzählungverschiedene Aspekte gegeneinander abwägen
- StrichaufzählungNeubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden üben
- Strichaufzählungsich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, nachfragen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen lernen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen lernen, Aufgaben- und Problemstellungen artikulieren und allenfalls strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien entwickeln und erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen üben
- Strichaufzählungkreatives Sprechen und Sprachhandeln: pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten inszenieren, einfache Spieltexte selbst erarbeiten, spielerisch probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- StrichaufzählungSprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden üben
- StrichaufzählungErlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich parntnergerecht mitteilen
- StrichaufzählungSprachkompetenz fördern
- StrichaufzählungBeziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen üben
- Strichaufzählungin vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
- StrichaufzählungInformationen von Personen gezielt einholen üben und anwenden
- Strichaufzählungmit unterschiedlichen Informationen umgehen lernen
- Strichaufzählungalltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen
- StrichaufzählungAufgabenstellungen sprachlich strukturieren
- Strichaufzählungpantomimisch und szenisch kommunizieren lernen
- Strichaufzählungkreativen Umgang mit Sprache weiter ausbauen
- Strichaufzählungdurch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter entwickeln und das individuelle Lesetempo steigern
- Strichaufzählungorientierendes Lesen als Voraussetzung für den Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen, Absichten bei der Gestaltung von Texten erkennen
- StrichaufzählungSachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden
- StrichaufzählungLeseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und nutzen üben; die Bedeutung des Lesens für die Freizeitgestaltung erfahren
- StrichaufzählungTexte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen Stellungnahmen zusammenfassen
- StrichaufzählungRechtschreibung: Regeln anwenden, das laut-fonologische Prinzip kennen und anwenden, Satzzeichen möglichst beherrschen, übliche Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungdurch unterschiedliche Formen des Lesens Wissensaneignung und Freizeitgestaltung verbessern und bereichern
- Strichaufzählungpragmatische und literarische Texte kennen lernen
- StrichaufzählungDenken und Fantasie durch differenzierte Lernangebote weiter entwickeln
- Strichaufzählungsich mit verschiedenen Textarten auseinandersetzen
- Strichaufzählungdurch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
- Strichaufzählungdurch Schreiben Kontakte aufnehmen und Verständigung herstellen
- StrichaufzählungSchreibaufträge sachbezogen ausführen
- Strichaufzählungdie Prinzipien der Rechtschreibung kennen
- Strichaufzählungdurch Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch vorstellen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten, Nachschlagewerke kennen lernen, Anleitungen, Anweisungen und Pläne lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen üben; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen
- Strichaufzählungliterarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
- Strichaufzählungaudio-visuelle Medien nutzen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- StrichaufzählungMedien zur Informationsgewinnung nutzen lernen
- StrichaufzählungInhalt von Texten kritisch betrachten
- Strichaufzählungeine eigene Meinung bilden und vertreten lernen
- Strichaufzählungaudiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen üben
- Strichaufzählungmedienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen
- StrichaufzählungManipulationsmöglichkeiten erkennen
- Strichaufzählungästhetische Gestaltungselemente anwenden lernen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungfantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
- StrichaufzählungGebrauchstexte sachgerecht gestalten: Texte leserlich schreiben, Vorgänge und Sachverhalte festhalten, Sachverhalte und Konflikte erörtern; lebenspraktische Texte, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
- StrichaufzählungAufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: über Sätze nachdenken, an Sätzen arbeiten
- StrichaufzählungWortarten und ihre Veränderungen: die wichtigsten Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Teilveränderungen arbeiten
- StrichaufzählungWortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie Schreibfertigkeit weiter entwickeln
- StrichaufzählungFreude am kreativen mündlichen und schriftlichen Gestalten haben
- Strichaufzählungverschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens
- StrichaufzählungSachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben üben
- Strichaufzählungsituationsangemessen sprechen und schreiben üben
- StrichaufzählungSchriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen lernen
- StrichaufzählungSachprobleme erkennen
- Strichaufzählungdurch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch verbessern
- StrichaufzählungMöglichkeiten der Wortbildung kennen und üben
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungsich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen, verarbeiten und damit umgehen; Zusammenhänge zu anderen Informationen herstellen, Neubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen und verstehen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden
- Strichaufzählungsich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen, Aufgaben- und Problemstellungen strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen
- Strichaufzählungkreatives Sprechen und Sprachhandeln: Rede und Gegenrede pflegen; pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten und Situationen inszenieren, Spieltexte selbst erarbeiten, probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungSprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden können
- StrichaufzählungBeziehungen aufnehmen, weiter ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen können
- Strichaufzählungeigene Sprachkompetenz weiter fördern
- Strichaufzählungeigene Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Empfindungen mündlich und schriftlich mitteilen
- Strichaufzählungsich in verschiedenen Gesprächsformen angemessen verhalten
- StrichaufzählungInformationen selbstständig einholen, auswerten und weitergeben
- Strichaufzählungmit unterschiedlichen Informationen umgehen
- StrichaufzählungInteressen wahrnehmen; verschiedene, auch versteckte, Absichten erkennen und zuordnen
- Strichaufzählungalltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen können
- StrichaufzählungAufgabenstellungen sprachlich strukturieren
- Strichaufzählungpantomimisch und szenisch kommunizieren
- Strichaufzählungkreativen Umgang mit Sprache ausbauen
- Strichaufzählungdurch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter ausbauen und das individuelle Lesetempo steigern
- Strichaufzählungorientierendes Lesen als Voraussetzung für Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, das Gelesene rekapitulieren, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen und anwenden, Absichten hinter Texten erkennen und verstehen
- Strichaufzählungselektives und verstehendes Lesen: Sachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen und verstehen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden; mit Texten aus verschiedenen Epochen Bezüge zur Gegenwart herstellen
- StrichaufzählungTextstellen zunächst still lesen und dann sinngemäß wiedergeben
- StrichaufzählungLeseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, literarische Texte zu bestimmten Themenschwerpunkten lesen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und gezielt nutzen - auch in der Freizeit
- StrichaufzählungTexte aus verschiedenen Epochen - Bezüge zur Gegenwart herstellen
- StrichaufzählungTexte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen und eventuell schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen
- StrichaufzählungRechtschreibung: Regeln anwenden, Festigung des laut-fonologischen Prinzips; Satzzeichen beherrschen, weitere Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungdurch Lesen Wissensaneignung und Freizeitgestaltung bereichern
- Strichaufzählungpragmatische und literarische Texte erleben und verstehen
- StrichaufzählungDenken und Fantasie durch differenzierte Leseangebote weiterentwickeln und Einblicke in Wirkungszusammenhänge gewinnen
- Strichaufzählungdurch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
- Strichaufzählungdurch Schreiben Kontakte aufnehmen, Verständigung herstellen und Wirkungen erreichen
- StrichaufzählungSchreibaufträge möglichst objektiv und sachbezogen ausführen
- Strichaufzählungdie Prinzipien der Rechtschreibung kennen und anwenden
- Strichaufzählungdurch richtige Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch lesen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten und darauf reagieren, komplexe Nachschlagewerke kennen lernen und verwenden, Pläne und komplexe Anweisungen lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen und selbst verfassen
- Strichaufzählungliterarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
- Strichaufzählungaudio-visuelle Medien: audio-visuelle Medien nutzen und gestalterisch mit ihnen umgehen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungMedien zur Informationsgewinnung nutzen
- StrichaufzählungForm und Inhalt von Texten kritisch betrachten und bewerten
- Strichaufzählungdie eigene Meinung vertreten
- Strichaufzählungaudiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen
- Strichaufzählungmedienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen, einordnen und diskutieren
- StrichaufzählungManipulationsmöglichkeiten erkennen und damit umgehen
- Strichaufzählungästhetische Gestaltungselemente anwenden
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählungfantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, Geschichten mündlich und schriftlich weiter erzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
- StrichaufzählungGebrauchstexte sachgerecht gestalten: eigene Texte schreiben, Vorgänge und Sachverhalte auch schriftlich festhalten, Schriftstücke gestalten, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
- StrichaufzählungAufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: Sätze bzw. Texte umformulieren
- StrichaufzählungWortarten und ihre Veränderungen: Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Veränderungen arbeiten
- StrichaufzählungWortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungSchreibfertigkeit weiter entwickeln und festigen
- StrichaufzählungFreude am kreativen verbalen und schriftlichen Gestalten haben
- Strichaufzählungverschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens anwenden
- StrichaufzählungSachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben
- Strichaufzählungsituationsangemessen sprechen und schreiben
- StrichaufzählungSchriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen
- StrichaufzählungSachprobleme erkennen und erörtern
- Strichaufzählungdurch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch weiter verbessern
- Strichaufzählungunterschiedliche Wirkungsweisen der Satzarten verstehen
- StrichaufzählungMöglichkeiten der Wortbildung kennen
Lehrplanzusatz
Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Erwerb einer weiteren Sprache durch Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch ist Teil von vielfältigen interkulturellen Lernvorgängen, die sich als ein Mit- und Voneinanderlernen von Menschen verschiedener Herkunftskulturen auffassen lassen und sich auf jeden Kulturbereich beziehen können. Beim interkulturellen Lernen geht es vor allem darum, die spezifischen Lebensbedingungen dieser Schülerinnen und Schüler erwachsenden Probleme zu berücksichtigen sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zu entwickeln, Aspekte der eigenen Kultur darzustellen, das Anderssein des jeweiligen anderen wahrzunehmen, zu verstehen und sich damit kritisch auseinander zu setzen. In der Schule soll interkulturelles Lernen als Chance für eine inhaltliche und soziale Bereicherung aller Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Weltgemeinschaft erfahren und genützt werden.
Der Deutschunterricht muss Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Lern- und Lebenserfahrungen ihrer sprachlichen und kulturellen Sozialisation so fördern, dass damit eine grundlegende Voraussetzung für deren schulische und gesellschaftliche Integration geschaffen wird.
Die zuerst erworbene Sprache ist in hohem Maß Grundlage für den Erwerb einer Zweitsprache, daher soll die Muttersprache beim Zweitspracherwerb nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die Einbindung des Zweitsprachenerwerbs in das interkulturelle Lernen soll kooperatives Von- und Miteinanderlernen aller Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
Schwerpunkte sind:
- StrichaufzählungFreude an der Zweitsprache zu gewinnen
- Strichaufzählungdie deutsche Standardsprache nach und nach besser verstehen zu können
- Strichaufzählungsich differenziert in deutscher Standardsprache verständigen und am Unterricht beteiligen zu können
- StrichaufzählungTexte als eigenständige und lebensbedeutsame Formen der Verarbeitung von Sprache verstehen, lesen, schreiben und verfassen zu können
- StrichaufzählungArbeits- und Lerntechniken kennen zu lernen, die den Erwerb der Zweitsprache unterstützen
Didaktische Grundsätze:
Unterricht ist immer auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen. Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen erfolgt immer im sozialen Kontext.
Es ist festzustellen, in welcher Muttersprache und in welcher Schriftart die Schülerinnen und Schüler bereits alphabetisiert wurden.
Bei der Einschätzung der individuellen Lernfähigkeit sind Motivation, vorhandene Möglichkeiten und tatsächliche Ausdrucksfähigkeit zu berücksichtigen.
Ungesteuerter Spracherwerb hat im Unterricht große Bedeutung. Ausgehend von kommunikativen Realsituationen ist eine kontinuierliche Reflexion und sensible Korrektur anzustreben. Der Spracherwerb erfolgt möglichst unter Rückgriff auf bereits verfügbare Kenntnisse der Muttersprache und auf eventuell vorhandene Kenntnisse der Zweitsprache.
Der Spracherwerb geschieht im Wechselspiel von Global- und Detailverständnis. Bei der Sinnerschließung helfen vor allem der Handlungs- und der Sprachkontext (vor allem im schriftlichen Bereich unterstützen beigefügte Illustration), bei der Sinnvermittlung unter anderem nonverbalen Elemente der Mimik und Gestik.
Wesentliche Bedeutung für Fortschritte im Prozess des Spracherwerbes kommt der Fähigkeit und Bereitschaft zu, die eigenen Sprachäußerungen im Wechselspiel der Kommunikation zu reflektieren, zu vergleichen und zu korrigieren. Es ist Aufgabe des Unterrichts, diese Bereitschaft und Fähigkeit zu fördern und zu entwickeln.
Wo es sich anbietet, soll der Bezug zur jeweiligen Muttersprache und Herkunftskultur der Schülerin bzw. des Schülers hergestellt werden (Vergleich von Sprachen und Kulturen). Dazu sind Kontakte, Kooperationen und Absprachen, vor allem mit der Lehrerin/dem Lehrer für den muttersprachlichen Zusatzunterricht, aber auch mit den Erziehungsberechtigten sehr hilfreich. Wenigstens gelegentlich sollte die Erarbeitung eines Themas in beiden Sprachen gleichzeitig erfolgen.
Der Unterricht hat an die besondere Motivationslage der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Die anfänglich meist vorhandene Leistungsbereitschaft soll erhalten und womöglich noch gesteigert werden. Dadurch kann der Gefahr des Stehenbleibens und Verfestigens auf einem bestimmten Niveau der Zweitsprache begegnet werden.
Schülerinnen und Schüler, die sich kaum auf Deutsch verständigen können, sollten keinesfalls zum Freischreiben angehalten werden. Gerade für sie müssen alle Formen eines lustbetonten Schreibens aufgespürt werden: zB Piktogramme gestalten, Zeichnungen beschriften. Die allgemeine Sprachkompetenz ist in jedem Unterrichtsgegenstand, nicht nur im Sprachunterricht, zu fördern: Jeder Unterricht ist auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen.
Es sind besondere Hilfsmittel bereitzustellen bzw. einzusetzen und verschiedene Arbeitstechniken zu vermitteln. Den verschiedenen Lösungshilfen beim Rechtschreiben ist besondere Beachtung zu schenken:
Nachschlagen in verschiedenartigen ein- und zweisprachigen Wörterbüchern und in Lexika, Erstellen und Gebrauchen von Wortlisten, Arbeit mit Muttersprachlichen Paralleltexten uam.
Die Korrekturen in sprachlicher und in sachlicher Hinsicht sind sehr behutsam, verständnis- und taktvoll vorzunehmen.
Das Hörverstehen stellt im Zweitsprachenunterricht eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation dar. Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit einschließlich der richtigen Aussprache und Intonation soll einen Schwerpunkt im Unterricht von Deutsch als Zweitsprache bilden.
Hörverstehen ist vor dem Sprechen und Leseverstehen vor dem Schreiben zu vermitteln. Grundsätzlich ist nichts zu schreiben, was nicht durch vorangegangene Sprechübungen abgesichert ist.
Eigenständiger Spracherwerb ist durch selbstständiges Lesen anzustreben.
Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit soll einen Schwerpunkt in diesem Unterrichtsgegenstand bilden. Der Sprachunterricht ist dabei als Prozess zu verstehen, in dessen Verlauf die Schülerinnen und Schüler möglichst befähigt werden, sprachliche Mittel selbstständig einzusetzen und bestimmte Sprachnormen einzuhalten.
Lehrstoff:
Unabhängig von den einzelnen Teilbereichen sollen sich sprachliche Lernsituationen auf folgende Lebens- bzw. Handlungsbereiche beziehen, wobei die einzelnen Themen immer die kulturellen und soziokulturellen Aspekte aller in der Klasse vertretenen Kulturen (Herkunftskultur, Migrantenkultur und Kultur des Gastlandes) umfassen.
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie eigene Person und die Familie: eigene Lebensumstände, Erfahrungen, Interesse, Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, usw.
- Strichaufzählungdie Schule: Mitschülerinnen und Mitschüler, Mitgestalten des Klassen- und Schullebens, usw.
- Strichaufzählungdie Freizeit: Freundinnen und Freunde, Hobbys, Reisen, usw.
- Strichaufzählungdie Öffentlichkeit, Straßenverkehr, Einkaufen, Berufs- und Arbeitswelt, usw.
- StrichaufzählungLebensformen und Lebensgewohnheiten: Rollenverhalten, Sitten und Bräuche, Feste, Wertvorstellungen, usw.
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungfonetische Übungen: Laute und Lautgruppen in ihren Eigenschaften wahrnehmen, unterscheiden und bilden
- Strichaufzählungbedeutungsunterscheidende Lautveränderung in Wörtern beachten
- Strichaufzählungden Sinn einfacher sprachlicher Äußerungen aus dem Sprechkontext, Gestik und Mimik, Intonation und Sprachrhythmus erfassen
- StrichaufzählungTexte verstehen und angemessen reagieren
- Strichaufzählungdie richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
- Strichaufzählungdie Bedeutung eines Wortes aus der Sprachhandlungssituation erschließen
- StrichaufzählungWortbedeutungen abklären
- Strichaufzählungin Sprachhandlungssituationen des Alltags und in Rollenspielen einen passiven Verstehens- und einen aktiven Sprechwortschatz erwerben und kontinuierlich erweitern und differenzieren
- Strichaufzählungden zur Bewältigung der verschiedenen Unterrichtsaufgaben benötigten Fachwortschatz für das Verstehen wie für das Sprechen kontinuierlich aufbauen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
- StrichaufzählungWortbedeutungen abklären
- StrichaufzählungFormen lustbetonten Schreibens anwenden
- Strichaufzählungdurch Schreiben in Sinnzusammenhängen den aktiven Wortschatz erweitern
- StrichaufzählungStrategien des Abschreibenlernens entwickeln
- Strichaufzählunggleiche Formen zusammenstellen und Regeln erkennen und anwenden lernen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Bedeutung eines Wortes aus dem Text und dem Satzzusammenhang erschließen
- StrichaufzählungTexte verstehen und angemessen reagieren
- Strichaufzählungeine geläufige Nachschlagetechnik erwerben
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
- Strichaufzählunggrundlegende Einsichten in die deutsche Sprache durch Betrachten, Vergleichen und Entdecken gewinnen
- Strichaufzählungden Satz als Sinneinheit erfassen
- StrichaufzählungStellung des Prädikats
- StrichaufzählungUmkehrung der Subjekt-Prädikat-Folge
- StrichaufzählungMehrzahlbildungen
- StrichaufzählungAnwenden der Fälle
- StrichaufzählungVerwendung der Artikel in Verbindung mit dem Substantiv
- Strichaufzählungattributiver, prädikativer, adverbialer Gebrauch des Eigenschaftswortes
- StrichaufzählungVerwendung der Personalformen des Verbs in Verbindung mit dem persönlichen Fürwort
- Strichaufzählungdie gebräuchlichsten Strukturwörter in Satzzusammenhängen verstehen und anwenden
- Strichaufzählungnach Möglichkeit auch Strukturvergleiche mit der Muttersprache erarbeiten
Mathematik
Bildungs- und Lehraufgabe:
In der Grundstufe römisch eins und römisch zwei soll der Mathematikunterricht den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten geben,
- Strichaufzählungschöpferisch tätig zu sein,
- Strichaufzählungrationale Denkprozesse anzubahnen; Lösungsstrategien entwickeln,
- Strichaufzählungdie praktische Nutzbarkeit der Mathematik zu erfahren sowie
- Strichaufzählunggrundlegende mathematische Techniken zu erwerben.
Der Mathematikunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur geistigen Entwicklung der Kinder, insbesondere zum logischen Denken, zum Symbolverständnis, zur Abstraktions- und Merkfähigkeit und zur Raumorientierung. Weiters sollen Arbeitshaltungen wie Sorgfalt, Genauigkeit, Ordnung und Klarheit entwickelt werden.
Der Unterrichtsgegenstand Mathematik gliedert sich in folgende Teilbereiche:
- StrichaufzählungAufbau der natürlichen Zahlen
- StrichaufzählungRechenoperationen
- StrichaufzählungGrößen
- StrichaufzählungGeometrie
Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und stoffliche Linienführung des Lehrplanes. Das soll aber keinesfalls zu einer isolierten Behandlung der einzelnen Teilbereiche führen, sondern deren sinnvolle Vernetzung ist möglichst durchgehend anzustreben.
In der Sekundarstufe römisch eins sollen die Schülerinnen und Schüler:
- Strichaufzählungmathematisches Können und Wissen aus verschiedenen Bereichen ihrer Erlebnis- und Wissenswelt nutzen sowie durch Verwenden von Informationsquellen weiter entwickeln
- Strichaufzählungdurch das Benutzen entsprechender Arbeitstechniken, Lernstrategien und Methoden Lösungswege und -schritte bei Aufgaben und Problemstellungen planen und in der Durchführung erproben
- StrichaufzählungSituationen und Problemen mit Hilfe rationalen Denkens untersuchen
- StrichaufzählungTexte in mathematische Handlungen umsetzen können
- Strichaufzählungkritisches Denken insbesondere im Hinblick auf die Überprüfung von Vermutungen entwickeln
- Strichaufzählungplanmäßiges, sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten erlernen bzw. festigen
- Strichaufzählungverschiedene Technologien (zB Taschenrechner, PC) einsetzen können
Didaktische Grundsätze:
Die Gestaltung des Unterrichts zielt auf möglichst eigenständiges Lösen von Problemen ab. Wesentliche Schritte sind dabei das Erarbeiten, das Einüben und Anwenden von Lösungsmodellen sowie das selbstständige Suchen von Lösungswegen.
Bei der Auswahl von Aufgaben ist die Relevanz für das tägliche Leben, in der Sekundarstufe römisch eins zunehmend die Berufsrelevanz, zu berücksichtigen.
Systematisches, situationsbezogenes und anschauliches Lernen, verständnisvolles Lernen
Unterricht in Mathematik ist insbesondere in der Grundstufe römisch eins und römisch zwei handlungsorientiert. Zum Aufbau des Abstraktionsvermögens spielt der Umgang mit Dingen eine entscheidende Rolle. Für die Bildung von mathematischen Begriffen ist es erforderlich, Handlungs- und Anschauungsmaterial zu variieren, um die Begriffsbildung zu festigen.
Bei der Erarbeitung neuer Inhalte ist darauf zu achten, diese in kleine Lernschritte zu gliedern und aufzuteilen.
Bei der Erkenntnisgewinnung und Denkentwicklung ist ein forschend experimentierendes Vorgehen zu wählen. Es sind Zusammenhänge aufzuzeigen und verwandte Operationen sichtbar zu machen.
Unterschiedliche Lösungswege für Sachverhalte aus dem Alltag sind aufzuzeigen und auch grafisch darzustellen.
Elementare Begriffe, Symbole und Darstellungsformen der mathematischen Fachsprache sind sinnvoll in geeigneter Weise einzuführen.
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sowie zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sind herzustellen.
Variation der Veranschaulichung und der Darstellungsebenen
Ein allgemeines Erfassen mathematischer Operationen und Begriffe ist besser zu erreichen, wenn die Bindung an ein bestimmtes Material oder eine bestimmte Veranschaulichung vermieden wird.
Durch den wiederholten Wechsel von handelnden, bildhaften, grafischen und symbolischen Darstellungsebenen wird das Sichern von Begriffen, die Einsicht in Operationsstrukturen und das Finden von Lösungsstrategien möglich.
Funktionen des Übens
Operatives Üben zielt auf die Vertiefung des Verständnisses ab (zB Erkennen von Zusammenhängen), beim operativen Üben werden Kenntnisse und Fertigkeiten (zB Verwenden überschaubaren Zahlenmaterials, Sichern von Begriffen) automatisiert und gefestigt.
Gedankengänge, die zum Erwerb mathematischen Wissens geführt haben, sind zu wiederholen; dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, erworbenes Wissen zu rekonstruieren, eigenständig darzustellen und zu begründen.
Planmäßige und abwechslungsreich gestaltete Übungen und Wiederholungen sollen zu größtmöglicher Sicherheit, Geläufigkeit und Genauigkeit führen.
Motivierung
Selbstständiges Entdecken und Erproben sowie Erfolgserlebnisse sind wesentliche Beiträge zur Steigerung der Motivation. Durch lebenspraktische Beispiele soll die Nützlichkeit der Mathematik in verschiedenen Lebens- und Wissensbereichen veranschaulicht und bewusst gemacht werden.
Arbeiten mit dem Taschenrechner und anderen elektronischen Medien
Grundsätzlich sind Einsatzmöglichkeiten zur planmäßigen Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln vorzusehen. Die Möglichkeiten elektronischer Systeme bei der Unterstützung schülerzentrierter experimenteller Lernformen sind zu nutzen.
Schularbeiten:
In der 5. Schulstufe sind zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
- Strichaufzählunggrundlegende mathematische Fähigkeiten entwickeln, Dinge betrachten und damit hantieren
- StrichaufzählungArbeiten mit Mengen, Mengen legen und ordnen, Mengen vergleichen
- StrichaufzählungZuordnen von Zahlen zu Mengen und umgekehrt
- Strichaufzählungmit Mengen (Zahlen) operieren
- StrichaufzählungZiffern lesen und schreiben
- Strichaufzählungentwickeln des Zahlenbegriffs einschließlich der Null, Vor- und Zurückzählen auch im Zweierschritt – allenfalls in größeren Schritten
- StrichaufzählungBegriffe „das Doppelte“ und „das Paar“ verwenden
- Strichaufzählungdas Verständnis für Zahlen unter Berücksichtigung des Kardinal-, Ordinal-, Rechen- und Maßzahlaspekts sichern
- StrichaufzählungZahlenraum bis 20 aufbauen und festigen, allenfalls Erweiterung des Zahlenraums über 20
- StrichaufzählungZehnersymbol in Zusammenhang mit Bündelung einführen
Rechenoperationen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungspielerisches Umgehen mit Zahlen und Rechenoperationen in Verbindung mit konkretem Handeln und bildhaftem Darstellen
- StrichaufzählungRechenoperationen im additiven Bereich, Zu- und Wegzählen, Zerlegen, Ergänzen
- Strichaufzählungallenfalls Überschreiten des Zehners
- StrichaufzählungOperation des Verdoppelns und Vervielfachens einführen und aufbauen
- StrichaufzählungTeilen und Messen als unterschiedliche Operationen einführen
- Strichaufzählungden Begriff „Hälfte“ einführen
- StrichaufzählungErarbeiten von Malreihen im gesicherten Zahlenraum, allenfalls auch deren Umkehrung
- StrichaufzählungLösung von Sachproblemen aus der unmittelbaren Erlebniswelt
Größen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBegriffsbildung durch vergleichen, schätzen und messen
- Strichaufzählungverschiedene Maßeinheiten aus der Erfahrungswelt der Kinder kennen lernen (zB Zeitmaße, Längenmaße, Gewichtsmaße, Größenbereich Geld)
Geometrie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungOrientierung im Raum, Raumlagebeziehungen handelnd erfahren; Eigenschaften von Dingen erkennen und benennen
- Strichaufzählungräumliche Beziehungen und Formen aus der Erlebniswelt der Kinder beobachten, ordnen und strukturieren
- Strichaufzählungmit Flächen und Körpern hantieren
- Strichaufzählungan Körpern mit geometrischen Grundformen die Begriffe wie Ecke, Kante, Fläche einführen
- StrichaufzählungLineal erproben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungelementares mathematisches Denken entwickeln und anwenden
- Strichaufzählungin einem gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen gewinnen
- Strichaufzählungmathematische Operationen in Zusammenhang mit Realbegegnung, in Spiel- und Sachsituationen anwenden können
- Strichaufzählungelementare Kenntnisse und Fertigkeiten zur Raumorientierung und Raumanschauung
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFestigen von Zahlenvorstellungen und Zahlenverständnis im bekannten Zahlenraum
- StrichaufzählungZahlenraum bis 200 aufbauen, durchdringen und festigen; allenfalls Zahlenraum 1000 (zB im Hunderterschritt) aufbauen
- StrichaufzählungErarbeiten des neuen Zahlenraumes über Grob- und Feinstruktur
- StrichaufzählungVeranschaulichen von Zahlen
- StrichaufzählungOrdnen und Zerlegen von Mengen
- Strichaufzählungorientieren im Zahlenraum: Auf- und Abbauen von Zahlenfolgen, Herstellen von Relationen unter Verwendung der bekannten Symbole, Runden von Zahlen
- Strichaufzählungdas Verständnis für den dekadischen Aufbau ausbauen und sichern
- StrichaufzählungZiffern und Stellenwert der Ziffer unterscheiden; Stellenwertsystem
- Strichaufzählungsach- und größenbezogene Vorstellungen zu großen Zahlen schaffen (zB mit Geldwerten, Längen)
- StrichaufzählungAnbahnen des Ablesens und Interpretierens von Daten aus grafischen Darstellungen (zB Tabellen)
Rechenoperationen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFestigung mündlicher und schriftlicher Rechenoperationen im gesicherten Zahlenraum
- Strichaufzählungschriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwert Über- bzw. Unterschreitung
- StrichaufzählungMalreihen festigen und erweitern
- StrichaufzählungEinführung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens insbesondere im Zahlenraum 200
- Strichaufzählungdas Teilen und Messen in anschaulichen Situationen anwenden
- StrichaufzählungOperationen des Teilens und Messens festigen
- Strichaufzählungüberschlagendes Rechnen
- Strichaufzählungeinfache Sachaufgaben analysieren und Lösungswege suchen, allenfalls Sachsituationen zu Rechenoperationen finden
- StrichaufzählungErgebnisse kontrollieren und verbalisieren
Größen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungVerständnis für die bereits eingeführten Größen vertiefen
- StrichaufzählungHerstellen von Maßbeziehungen und mit Maßreihen arbeiten
- StrichaufzählungSchätzen, Messen und Vergleichen unter sachgerechter Verwendung bekannter Maßeinheiten; einfache Maßumwandlungen (zB m-cm, kg-dag)
- StrichaufzählungMaßeinheiten und ihren Differenzierungen (zB Stunde, Minute, Sekunde; km-m-dm-cm.)
- StrichaufzählungMaßeinheiten – allenfalls auch Flächenmaße - in Sachaufgaben anwenden
- StrichaufzählungBruchzahlen bildhaft darstellen, Bruchzahlen lesen und schreiben
- StrichaufzählungDezimalzahlen anhand lebenspraktischer Beispiele (zB Preisschilder lesen und schreiben) anwenden
Geometrie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFestigung der Orientierung im Raum: räumliche Positionen, Lagebeziehungen sowie Richtungen und Richtungsänderungen wahrnehmen und beschreiben
- Strichaufzählunggeometrische Grundformen (Flächen und Körper) entdecken und klassifizieren
- StrichaufzählungGestalten mit Körpern und Flächen
- StrichaufzählungStrecken messen und zeichnen, Zeichengeräte verwenden
- Strichaufzählungdas Rechteck und das Quadrat als besondere Vierecke kennen lernen, beschreiben und zeichnen; den rechten Winkel und gleich lange Seiten als Merkmale erfassen
- StrichaufzählungKreise zeichnen
- StrichaufzählungEntwickeln der Begriffe Umfang und Fläche
- StrichaufzählungBerechnung des Umfangs von Rechteck und Quadrat
- Strichaufzählungallenfalls einfache Flächenberechnungen einführen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungmathematisches Denken weiter entwickeln und anwenden
- StrichaufzählungErarbeitung des Zahlenraums 200; allenfalls Erweiterung bis 1000
- StrichaufzählungSicherheit im Addieren, Subtrahieren, Ergänzen, Vervielfältigen und Teilen insbesondere im Zahlenraum 200 entwickeln
- Strichaufzählungim gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Maßen und Größen gewinnen
- Strichaufzählungden dekadischen Aufbau und den Stellenwert verstehen
- StrichaufzählungZusammenhänge in Rechenoperationen und einfache Rechengesetze erkennen sowie anwenden
- StrichaufzählungGrößen unter sachgerechter Verwendung der Maßeinheiten schätzen, messen und vergleichen, Maßumwandlung anbahnen
- Strichaufzählungmathematische Operationen in Spiel- und Sachsituationen verstehen
- StrichaufzählungLösungen für einfache Sachaufgaben finden
- StrichaufzählungBruchzahlen kennen lernen
- StrichaufzählungBegegnung mit Dezimalzahlen
- StrichaufzählungKenntnisse und Fertigkeiten in der Raumorientierung und Raumanschauung sichern und ausbauen
- StrichaufzählungFlächen und Körper nach ihren Formen unterscheiden, benennen und erfassen; Umfang und allenfalls die Fläche von Rechteck und Quadrat berechnen
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
- StrichaufzählungKenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit natürlichen Zahlen im Zahlenraum 1000 vertiefen
- StrichaufzählungVervielfachen, Teilen und Messen, Umkehroperationen, Festigung der Malreihen
- Strichaufzählungschrittweise Steigerung des Schwierigkeitsgrades beim Kopfrechnen
- Strichaufzählungschriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwertüberschreitung
- StrichaufzählungFestigung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls Einführung des zweistelligen Multiplizierens und Dividierens
- StrichaufzählungWiederholung der Bruch- und Dezimalzahlen sowie Einführung des Rechnens mit Dezimalzahlen
- StrichaufzählungSachaufgaben analysieren und lösen, mündlich und als Textaufgaben
- StrichaufzählungRechnen mit verschiedenen Maßen (insbesondere Zeit-, Gewichts-, Hohl- und Geldmaße sowie Längen- und Flächenmaße) zur Bearbeitung von Sachaufgaben und geometrischen Berechnungen im Zahlenraum 1000; Umwandlungsaufgaben; Potenzschreibweisen (zB cm²)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFestigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften geometrischer Figuren und Körper
- Strichaufzählungmit Linien, Geraden und Strecken arbeiten; die Begriffe „Parallele“ und „Normale“ einführen
- StrichaufzählungRechtecke und Quadrate zeichnen, ihre Merkmale kennen und unterscheiden, das Quadrat als besondere Form des Rechtecks erkennen
- StrichaufzählungZeichengeräte zum Zeichnen von Rechtecken und Kreisen gebrauchen
- StrichaufzählungUmfang und Fläche von Rechtecken berechnen
- Strichaufzählungverschiedene Winkel kennen lernen, im Umfeld finden und allenfalls zeichnen
- Strichaufzählungverschiedene weitere geometrische Figuren (zB Kreis, Würfel) kennen lernen und herstellen (zeichnen, formen usw.)
Statistik
Beispielsweise:
- Strichaufzählungeinfache Tabellen erstellen (zB Wettertabelle)
- StrichaufzählungDaten in Tabellen eintragen
- StrichaufzählungDaten aus grafischen Darstellungen ablesen
Lernziele der fünften Schulstufe:
- StrichaufzählungErarbeitung bzw. Festigung des Zahlenraums 1000; gesicherte Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen entwickeln
- StrichaufzählungZahlensystem als Stellenwertsystem erfassen
- StrichaufzählungSicherheit im Kopfrechnen gewinnen
- StrichaufzählungRechenoperationen mit Stellenwertüber- bzw. -unterschreitung beherrschen
- StrichaufzählungFestigung und Erweiterung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls zweistelliges Multiplizieren und Dividieren
- StrichaufzählungSachaufgaben analysieren, in die mathematische Sprache übertragen und lösen können
- StrichaufzählungKenntnisse über Bruch- und Dezimalzahlen erweitern und dies in Sachaufgaben anwenden
- StrichaufzählungMaße in Sachzusammenhängen verstehen und in Rechenoperationen anwenden
- StrichaufzählungKenntnisse über geometrische Figuren festigen und erweitern, Umfang- und Flächenberechnungen
- StrichaufzählungDaten einfach tabellarisch und grafisch darstellen können
- Strichaufzählungallenfalls Einführung elektronischer Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen
Lehrstoff: 6. Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
- Strichaufzählungschriftliches Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren in großen Zahlenräumen
- StrichaufzählungLösungen für komplexe Sachaufgaben in mündlicher und schriftlicher Form finden
- Strichaufzählunganschauliches Rechnen mit Bruchzahlen
- StrichaufzählungSachrechnen mit Dezimalzahlen im erweiterten Zahlenraum
- StrichaufzählungMaße und Maßbeziehungen im Rahmen komplexerer Sachaufgaben anwenden
- StrichaufzählungErarbeitung von Raum- und Hohlmaßen, Potenzschreibweisen
Figuren und Körper
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEigenschaften von Dreiecken und Vierecken unterscheiden
- StrichaufzählungDreiecke und Vierecke zeichnen, allenfalls konstruieren
- StrichaufzählungUmfang von Dreiecken und Vierecken berechnen
- StrichaufzählungUmfang- und Flächenberechnungen von Rechtecken; zusammengesetzte Flächen
- Strichaufzählungverschiedene Körper kennen lernen (zB Quader, Würfel, Kugel) und beschreiben
- StrichaufzählungMerkmale des Quaders; den Würfel als einen besonderen Quader erkennen
- StrichaufzählungGradeinteilung von Winkeln kennen lernen
- StrichaufzählungWinkel zeichnen
Statistik
Beispielsweise:
- Strichaufzählungsituations- bzw. anlassbezogen Daten erheben und grafisch darstellen (zB Tages- und Nachttemperaturen im Lauf einer Woche)
- Strichaufzählungeinfache Datenauswertung und Mittelwertberechnungen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungErweiterung des Zahlenraums über 1000, Zahlenraum Million aufbauen
- Strichaufzählungdie Grundrechnungsarten sicher anwenden können
- StrichaufzählungSicherheit im Kopfrechnen festigen
- StrichaufzählungMaße und Maßbeziehungen sicher beherrschen
- Strichaufzählungmit Bruch- und Dezimalzahlen rechnen
- Strichaufzählungkomplexere Sachaufgaben analysieren und lösen können; Ergebnisse schätzen
- StrichaufzählungKenntnisse über geometrische Figuren und Körper vertiefen und erweitern
- StrichaufzählungDaten erfassen und darstellen können
- Strichaufzählungallenfalls elektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen verwenden
Lehrstoff: 7. Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen sicher anwenden
- StrichaufzählungPotenzschreibweise kennen, in einfachsten Beispielen anwenden
- StrichaufzählungProzente als Teil des Ganzen erkennen, allenfalls einfache Prozentrechnungen
- StrichaufzählungFestigung des Rechnens mit Dezimalzahlen
- StrichaufzählungFestigung des Rechnens mit Bruchzahlen
- StrichaufzählungKennen lernen von negativen Zahlen (zB anhand von Temperaturmaßen)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFestigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften von geometrischen Figuren und Körpern (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegmente; Quader, Würfel, Zylinder)
- Strichaufzählunggeometrische Figuren und Körper zeichnen, allenfalls konstruieren
- StrichaufzählungFestigung von Umfang- und Flächenberechnungen
- StrichaufzählungOberfläche von Quader und Würfel, allenfalls Volumen von Quadern und Würfel berechnen
- StrichaufzählungFormeln für die Berechnung von geometrischen Figuren kennen lernen
- StrichaufzählungWinkel und Winkelmaße
Statistik
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErheben, Untersuchen und Darstellen von Datenmengen auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel
- StrichaufzählungDaten auswerten und erklären
Lernziele der siebenten Schulstufe:
- StrichaufzählungFestigung der Durchdringung großer Zahlenräume
- StrichaufzählungZahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
- Strichaufzählungsichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
- StrichaufzählungProzentzahlen kennen lernen
- StrichaufzählungLösen von komplexen Sachaufgaben
- Strichaufzählunggeometrische Figuren und Körper berechnen
- StrichaufzählungDaten erfassen und auch mit elektronischen Hilfsmitteln darstellen können
- Strichaufzählungelektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen sicher verwenden
Lehrstoff: 8. Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
- Strichaufzählungalle Grundrechnungsarten auch mit Dezimalzahlen sicher anwenden
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen Bruchzahlen und Dezimalzahlen herstellen
- StrichaufzählungFestigung und Vertiefung des Prozentrechnens
- StrichaufzählungFestigung der Lösung von komplexeren Sachaufgaben
Figuren und Körper
Beispielsweise:
- Strichaufzählunggeometrische Figuren und Körper (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegment; Quader, Würfel, Zylinder) konstruieren; allenfalls Maßstabszeichnungen anfertigen
- StrichaufzählungUmfang- und Flächenberechnungen (zB Kreis), Berechnung der Oberfläche und allenfalls des Volumens (zB Würfel, Quader)
- StrichaufzählungFormeln für die Berechnung von Figuren und Körpern anwenden (allenfalls mit Taschenrechner)
Statistik
Beispielsweise:
- StrichaufzählungDaten auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel sammeln, auswerten und interpretieren
- Strichaufzählungeinfache Berechnungen des Mittelwertes anhand von Alltagsbeispielen
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungFestigung der Durchdringung großer Zahlenräume
- StrichaufzählungZahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
- Strichaufzählungsichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
- Strichaufzählungmit Dezimal- und Bruchzahlen sowie mit Prozenten rechnen
- StrichaufzählungLösen von komplexen Sachaufgaben und Textaufgaben
- StrichaufzählungMaße und Maßbeziehungen sachgerecht und sicher anwenden können
- Strichaufzählunggeometrische Figuren und Körper konstruieren und berechnen
- StrichaufzählungDaten auswerten und interpretieren können
- Strichaufzählungelektronische Hilfsmittel aufgabengerecht und sicher verwenden
Geometrisches Zeichnen Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen verknüpft die Vorstellung von den Erscheinungen der Welt in uns und das Verständnis für Raum und Figur.
Die Sprache als Kommunikationsmittel ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, geometrische Objekte und Vorgänge zu beschreiben und zu erklären.
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf die Berufswelt (zB durch den zweckentsprechenden Einsatz von Werkzeugen und durch das Aufzeigen der Vorteile von Gründlichkeit und Ordnung).
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht soll auf die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sein. Jene Arbeitsaufträge, die die Kreativität und die selbstständige Gestaltungskraft der Schülerinnen und Schüler anregen, sind zu bevorzugen.
Auf Genauigkeit und Sauberkeit ist Wert zu legen. Der grafischen Gestaltung der Arbeiten kommt - abgestimmt auf die jeweils verwendete Ausfertigungstechnik - besondere Bedeutung zu.
Die Konstruktion auf dem Zeichenblatt soll durch Modelle und andere Hilfsmittel, die der Entwicklung der Raumanschauung dienen bzw. die geometrischen Hintergründe deutlich machen, begleitet werden.
Bei der Behandlung von Raumobjekten sollen Aussagen über geometrische Inhalte und Beziehungen aus der jeweiligen Raumsituation entwickelt werden.
Bei der Abbildung von Raumobjekten soll stets exakt zwischen einer Betrachtung der Raumsituation und einer Beschreibung des Bildes unterschieden werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer geeigneten Form der Dokumentation der Unterrichtsarbeit hingeführt werden.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 8. Schulstufe
Ebene Geometrie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungGerade, Strecke, Parallele, Normale (geometrische Muster: zB Ornamente, Fadenmuster)
- StrichaufzählungStreckensymmetrale, Spiegelung, Schiebung
- StrichaufzählungPlan lesen und erstellen (Maßstab, Wohnungsgrundriss) – Werkzeichnung
- StrichaufzählungWinkel als Drehung erfassen
- StrichaufzählungKonstruktion von Rechteck, Quadrat und Dreieck
- StrichaufzählungWürfelnetze, Quadernetze
- Strichaufzählungallenfalls: Ebene geometrischer Flächen richtig skizzieren; Würfel, Quader richtig skizzieren
Hauptrisse
Beispielsweise:
- StrichaufzählungKartesisches Koordinatensystem - Tabelle, Darstellungsformen: Wetterskala oder Größenvergleich, Wahldiagramm und Raumkoordinaten
- StrichaufzählungHerstellen und rekonstruierendes Lesen von Grund- und Aufriss
- StrichaufzählungMaßstab
- Strichaufzählungräumliches Verstehen: Quader, Würfel, allenfalls Zylinder; Raumvorstellungsübungen
- Strichaufzählungallenfalls einfacher Schrägriss von Quader und Würfel
- StrichaufzählungSichtbarkeit von Körperkanten
Perspektive
Beispielsweise:
- StrichaufzählungGrundgesetze und Eigenschaften der Perspektive einsehen und auf einfache Darstellungen anwenden (fächerübergreifendes Projekt mit Bildnerischer Erziehung – zB ein Auto fährt aus einem Tunnel)
Lernziele der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungKenntnisse über das Vorkommen der Geometrie erwerben und die Raumvorstellung schulen
- Strichaufzählunggeometrische Grundfiguren erkennen (Struktur, Eigenschaften)
- Strichaufzählungrichtige Handhabung fachspezifischer Werkzeuge in Abstimmung mit der Aufgabenstellung
- Strichaufzählungdie Zeichengeräte zum Anfertigen einfacher Zeichnungen (Werkzeichnung) gebrauchen und einfache Konstruktionen durchführen
- StrichaufzählungInformationsgewinn durch geeignete Ausfertigung grafischer Arbeiten
- Strichaufzählungallenfalls geometrische Objekte und Sachverhalte richtig skizzieren können (Freihandzeichnung)
Musikerziehung Bildungs- und Lehraufgabe:
Musikerziehung hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers zum Singen, Musizieren, bewussten Hören, Bewegen zur Musik und zum kreativen musikalischen Gestalten zu führen.
Musikerziehung soll sie zu lustbetonter musikalischer Betätigung anleiten und ihnen die Möglichkeit geben, Freude, Bereicherung und Anregung durch die Musik der Gegenwart und der Vergangenheit zu erfahren.
Ausgehend vom aktiven Umgang mit Musik, sind grundlegende Informationen und Kenntnisse über Musik zu vermitteln. Das Verständnis für Musik als künstlerische Ausdrucksform ist anzubahnen.
Musikalische Aktivitäten wirken auf die Persönlichkeitsbildung der Heranwachsenden nachhaltig ein. Ausgehend von den individuellen Anlagen und Fähigkeiten sind daher durch sinnvolle Verknüpfung von Inhalten und Übungen zu fördern.
Musik als nonverbale Sprache wirkt auf Empfinden, Vitalität, Gemüt, Atmosphäre, Zusammengehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftserleben.
Musikerziehung hat die Aufgabe, ausgehend von der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der Schülerinnen und Schüler auf der Basis von Aktualität, kultureller Tradition und Lebensnähe einen selbstständigen, weiterführenden Umgang mit Musik zu vermitteln.
Die Vernetzung von Musik und Lebenswelt und die gesellschaftlicher Bedeutung von Musik, sowie Musik als Faktor individueller Lebensgestaltung sollen erkannt werden.
Dies erfolgt in der aktiven Auseinandersetzung mit exemplarisch ausgewählten Bereichen, Epochen und Ausdrucksformen der Musik.
Schwerpunkte sind:
- Strichaufzählungästhetische Wahrnehmung, Vorstellungskraft, Ausdrucksfähigkeit und Freude an lustbetonter musikalischer Betätigung
- StrichaufzählungErlebnis- und Ausdrucksfähigkeit durch gezielten Einsatz von Stimme, Instrumenten und Bewegung
- Strichaufzählungdie sprachlichen Fähigkeiten durch Sprachgestaltung, Klangexperimente mit Sprech- und Singstimme und das Beschreiben von Höreindrücken
- StrichaufzählungSchlüsselqualifikationen wie Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Toleranz aufzubauen
- Strichaufzählungmusikalische Fertigkeiten in den Bereichen des bewussten Hörens, des Bewegens zur Musik und des aktiven Musizierens ausgehend von den Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler zu vermitteln
- Strichaufzählungmusikalisches Grundwissen aus der Musiklehre und der Musikgeschichte zu erwerben
- StrichaufzählungWissen um die psychischen, physischen und sozialen Wirkungen von Musik und deren Nutzung zu gewinnen
- StrichaufzählungSchulung der Motorik, Bewusstmachung von Raum-Zeit-Dynamik-Verbindungen
- StrichaufzählungVernetzung beider Gehirnhälften – musiktherapeutische Ansätze anwenden und dadurch Wohlbefinden, Beruhigung – Stimulation entwickeln
- Strichaufzählungdie musikalische Identität Österreichs im historischen, regionalen und internationalen Kontext zu thematisieren
Didaktische Grundsätze:
Im Mittelpunkt der Musikerziehung steht das musikalische Handeln der Schülerinnen und Schüler und wird angeregt durch:
- Strichaufzählungeine tägliche Begegnung mit Musik
- Strichaufzählungbewusstes Aufnehmen von Musik
- Strichaufzählungeigenständiges musikalisches Nachgestalten und Gestalten
- Strichaufzählungkritische Auseinandersetzung mit Musik
Die Lehrstoffbereiche Singen und vokales Musizieren, instrumentales Musizieren, Hören, Bewegen, Gestalten und musikalisches Grundwissen sind immer im Zusammenhang zu sehen und sollen dem jeweiligen Lernziel entsprechend vernetzt werden.
Ausgehend von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler soll das Interesse für die vielfältigen Ausdrucksformen in der Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen vor allem praxisorientiert geweckt und weiterentwickelt werden. Dabei sind auch regionale Traditionen zu berücksichtigen.
Instrumente, Materialien, Medien und aktuelle Technologien sind mit einzubeziehen. Durch selbstständiges Lernen in verschiedensten Sozialformen soll das Interesse gefördert, der Lernerfolg gesichert und zu partnerschaftlichen und kommunikativen Verhalten beigetragen werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht musikalisch tätig erleben.
Ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsgestaltung ist die aktive Einbeziehung von Künstlerinnen, Künstlern, Expertinnen und Experten sowie die Verbindung zum regionalen und überregionalen Kulturleben in und außerhalb der Schule.
Durch Projekte sind die Schülerinnen und Schüler zu künstlerischer Tätigkeit anzuregen und das Gemeinschaftserlebnis zu fördern.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
- Strichaufzählungvor- und nachsingen, auch mit optischen und motorischen Vorstellungshilfen zum Melodieverlauf
- Strichaufzählungsituationsbedingte Rufe, kleine Dialoge ausdrucksvoll gestalten
- StrichaufzählungMelodieerfindungen zu einem vorgegebenen Text
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungLieder aus dem Tages- und Jahreskreis, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder allenfalls auch Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
- StrichaufzählungErfinden eigener Melodien
- Strichaufzählungeinstimmige Lieder gemeinsam rhythmisch und melodisch richtig singen
- StrichaufzählungTexte verstehen, richtig artikulieren und verständlich wiedergeben
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
- Strichaufzählungzu einem Text entsprechende Rhythmen und Klänge erfinden, dazupassende Instrumente auswählen
- StrichaufzählungMetrum, Akzente und einfache rhythmische Ostinati
- Strichaufzählunggrafische Zeichen auf verschiedenen Instrumenten in Klang umsetzen
- Strichaufzählungnach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
- StrichaufzählungKlangmöglichkeiten verschiedener Instrumente erforschen und erleben
- Strichaufzählungeinfache Handlungsabläufe klanglich darstellen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungeinfache Tonfolgen und Rhythmen erfassen und spielen
- Strichaufzählungrhythmische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten
- StrichaufzählungKlangexperimente durchführen
- Strichaufzählungmit verschiedenen Instrumenten richtig umgehen können
- Strichaufzählungselbst erfundene und vorgegebene Notationen
Hören
Beispielsweise:
- StrichaufzählungHöraufgaben zu unmittelbar erzeugten Geräuschen und Klängen und zu Tonaufnahmen stellen (zB zu Geräuschen im Straßenverkehr)
- StrichaufzählungÜbungen zum Unterscheiden von Tonhöhe, Tondauer, Tempo, Lautstärke und Klangfarbe
- Strichaufzählungkurze Hörbeispiele von Musik aus der Umwelt des Kindes
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungGeräusche und Klänge aus der Umwelt erkennen, benennen, nachahmen und in grafische Zeichen umsetzen
- Strichaufzählungeinige Musikinstrumente an ihrem Klang erkennen und benennen
- StrichaufzählungMusik aus der Umwelt erfassen und dazu Stellung nehmen
Bewegen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungGrunderfahrungen mit Musik und Bewegung – Übungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
- StrichaufzählungSpüren von Spannung und Entspannung
- StrichaufzählungFreie Bewegungen zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen
- StrichaufzählungBewegungsgestaltung und szenische Darstellung
- StrichaufzählungKindertänze, Spiel- und Tanzlieder
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungim Zusammenwirken von Musik und Bewegung Körperbewusstsein, Raum- und Zeit Erfahrung sowie Formempfinden gewinnen
- StrichaufzählungTakt und Metrum nachvollziehen
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff:
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
- Strichaufzählungverschiedene Arten der Liederarbeitung; Lieder durch Zusatzstimmen mehrstimmig gestalten; Atem- und Stimmbildungsübungen
- StrichaufzählungLieder selbst erfinden
- StrichaufzählungSpiele mit den Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme gestalten (zB traurig, lustig)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungLieder aus dem Tages-, Jahres- und Lebenskreis der Schülerinnen und Schüler, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder und Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
- Strichaufzählungmehrstimmige Lieder
- StrichaufzählungKlangexperimente mit Sprech- und Singstimme
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
- Strichaufzählungnach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
- StrichaufzählungTonfolgen, Rhythmen und Formverläufe erfassen, spielen, allenfalls notieren
- StrichaufzählungKlangmöglichkeiten verschiedener Instrumente und der Stimme erforschen und erleben
- StrichaufzählungKlangergebnisse vergleichen, beurteilen und ordnen
- Strichaufzählungrhythmische Ostinati, musikalische Akzente an bestimmten Stellen setzen (zB Pausen ausfüllen), Vor-, Zwischen- und Nachspiele
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungrhythmische und melodische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten kennen lernen
- StrichaufzählungTonfolgen, Rhythmen und einfache Formverläufe kennen
- StrichaufzählungNotationen
- StrichaufzählungKlangexperimente
Hören
Beispielsweise:
- Strichaufzählungeinzeln, hintereinander und gleichzeitig erklingende Instrumente und Stimmen benennen und unterscheiden
- StrichaufzählungÜbungen zum Unterscheiden von Lautstärke, Tondauer, Tempo, Tonhöhe und Klangfarbe und deren Veränderung
- Strichaufzählungsubjektive Höreindrücke beschreiben und vergleichen, in grafisches und bildnerisches Gestalten oder in Bewegung umsetzen
- StrichaufzählungHörbeispiele Funktionsbereichen zuordnen (zB Volks-, Kirchen-, Tanz-, Filmmusik)
- Strichaufzählungallenfalls einige Informationen über den Komponisten und seine Zeit, die zum besseren Verständnis des Werkes beitragen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungWirkungen von Höreindrücken beschreiben und grafisch umsetzen
- Strichaufzählungkurze Hörbeispiele verschiedener Arten
- StrichaufzählungBeispiele von Musik zu verschiedenen Anlässen hören
- StrichaufzählungKomponisten und ihre Werke in beispielhaften Zusammenhängen kennen lernen
Bewegen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungÜbungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
- StrichaufzählungMetrum, Takt, Rhythmus, Lautstärke und Melodie in Bewegung übertragen (Körpersprache)
- StrichaufzählungBildgeschichten, Bewegungen aus der Umwelt szenisch und musikalisch ausgestalten
- StrichaufzählungTanzformen aus vorbereiteten Bewegungen und Schrittarten aufbauen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErfahrungen mit Musik und Bewegung machen
- Strichaufzählungfreie Bewegungsabläufe zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen durchführen
- StrichaufzählungBewegungsgestaltung und szenische Darstellung
- Strichaufzählungverschiedene Tänze kennen lernen
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. und 6. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
- StrichaufzählungStimmbildung und Sprecherziehung in Gruppen und chorisch (Lockerung, Haltung, Atmung, usw.)
- StrichaufzählungErarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
- StrichaufzählungLieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungmit der eigenen Stimme schonend umgehen und sie künstlerisch gebrauchen
- Strichaufzählungsich über Musik verständlich äußern können
- StrichaufzählungErarbeiten ein- und mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke
- Strichaufzählungdie mediale Wirkung von Musik kennen und verstehen lernen
- Strichaufzählungein multikulturelles Verständnis entwickeln
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
- StrichaufzählungHandhabung von Rhythmusinstrumenten und Stabspielen lernen und üben
- StrichaufzählungMusizieren mit herkömmlichen, selbst gebauten, elektronischen und Körperinstrumenten
- Strichaufzählungelementare Gruppenimprovisationen und Liedbegleitung üben
- StrichaufzählungGrundbegriffe der Musiklehre kennen lernen (zB grafische und traditionelle Notation, Metrum, Takt, Rhythmus, Dynamik, Tempo, Intervalle, Akkorde, Dur, Moll)
- StrichaufzählungKennen lernen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungelementare Liedbegleitung erarbeiten
- StrichaufzählungRhythmusinstrumente und Stabspiele kennen lernen
- StrichaufzählungGruppenimprovisationen anbahnen
- StrichaufzählungGrundbegriffe der Musiklehre kennen lernen
- StrichaufzählungAufbau eines musikalischen Fachvokabulars
- StrichaufzählungEinblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
- Strichaufzählungentwickeln von emotionalen und kognitiven Bezügen zur Musik durch Hören ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Musikrichtungen
- Strichaufzählungkreatives Spiel mit Rhythmen, Tönen und Klängen
- StrichaufzählungNutzung von Medien und neuen Technologien
- Strichaufzählungtextiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungErfahren, Beschreiben und Bewerten der akustischen Umwelt
- Strichaufzählungausgewählte Musikbeispiele aus verschiedenen Epochen hören
- Strichaufzählungtextiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Bewegen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErarbeiten und Üben von Körperhaltung und Bewegungsabläufen
- Strichaufzählunggebundene und freie Bewegungsformen auch unter Einbeziehung von Materialien und Instrumenten erleben
- StrichaufzählungErfahren von Metrum, Takt, Rhythmus, Melodie sowie Form, Klang und Stil durch Bewegung
- StrichaufzählungGruppentänze, vorgegebene und selbsterarbeitete Tanzformen
- StrichaufzählungTanzlieder
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungBewegung in Verbindung mit Stimmbildung erfahren
- StrichaufzählungKörperhaltung mit Bewegungsabläufen verbinden
- Strichaufzählunggebundene und freie Bewegungsabläufe üben
- StrichaufzählungMusik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben
- StrichaufzählungGruppentänze, Tanzlieder
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
- Strichaufzählunggrafische und traditionelle Notation als Hör-, Musizier- und Singhilfe anwenden; Metrum, Takt, Rhythmus
- StrichaufzählungDur und Moll unterscheiden lernen
- Strichaufzählungexemplarisches Kennenlernen musikalischer Gattungen
- Strichaufzählungoptisches und akustisches Erkennen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
- StrichaufzählungEinblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern mit ausgewählten Musikstücken
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungGrundbegriffe der Musiklehre vor allem im Zusammenhang mit dem Klassenrepertoire kennen lernen
- StrichaufzählungNotation als Hör-, Musizier- und Singhilfe erkennen
- StrichaufzählungIntervalle und Akkorde kennen lernen
- StrichaufzählungKennen lernen musikalischer Gattungen
- StrichaufzählungAufbau eines musikalischen Fachvokabulars
- StrichaufzählungEinblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern gewinnen
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
- Strichaufzählungstilgerechter Einsatz der Stimme
- StrichaufzählungErarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder unter Berücksichtigung der mutierenden Stimmen im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
- StrichaufzählungÜben von Sprechstücken
- StrichaufzählungLieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungStimmbildung unter Berücksichtigung der körperlichen und entwicklungs-psychologischen Voraussetzung
- StrichaufzählungWiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
- StrichaufzählungErarbeiten und Üben ein- und mehrstimmiger Lieder
- StrichaufzählungÜben von Sprechstücken
- StrichaufzählungExemplarische Lieder zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
- StrichaufzählungWiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
- StrichaufzählungErweiterung der Musizierpraxis mit Körperinstrumenten, Rhythmusinstrumenten, Stabspielen und elektronischen Instrumenten
- StrichaufzählungLiedbegleitung und improvisatorisches Musizieren
- StrichaufzählungEinbeziehung aktueller Medien
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungErweiterung der Musizierpraxis
- Strichaufzählungverstärkter Einsatz vorhandener Klasseninstrumente
- StrichaufzählungGruppenimprovisationen
- StrichaufzählungNotation als Musizierhilfe sehen und anwenden
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungHören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stilrichtungen aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
- StrichaufzählungGestaltung von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven, Texten und Bewegungsabläufen
- Strichaufzählungkritische Auseinandersetzung mit den Wirkungen von Musik anhand unterschiedlicher Beispiele
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungHören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stile aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
- Strichaufzählungkritische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Wirkungen von Musik
- StrichaufzählungGestalten von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven
- StrichaufzählungEinbeziehung aktueller Medien
Bewegen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBewegungsabläufe in Verbindung mit Stimmbildung
- Strichaufzählungverschiedene Bewegungsformen und Tänze unter Berücksichtigung der aktuellen Musik
- Strichaufzählungexemplarische Tänze zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungBewegung in Verbindung mit Stimmbildung durchführen
- Strichaufzählungverschiedene Bewegungsformen und Tänze
- StrichaufzählungMusik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben und pflegen
- Strichaufzählungemotionale Befindlichkeit durch Musik ausdrücken und nachvollziehen
- StrichaufzählungTänze
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAnwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
- StrichaufzählungEnsembles und Besetzungen in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
- Strichaufzählungausgewählte Beispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen insbesondere der Gegenwart
- Strichaufzählungaktuelle Strömungen der Popular- und Volksmusik
- StrichaufzählungMusik und Biografien von Musikerinnen und Musikern im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umfeld
- StrichaufzählungOrientierung im regionalen, überregionalen und internationalen Kulturleben
- StrichaufzählungErkennen von Musik als Wirtschaftsfaktor
- StrichaufzählungKennen lernen von Berufen im Bereich der Musik
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungAnwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
- StrichaufzählungErweiterung des musikalischen Fachvokabulars
- StrichaufzählungBeispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen hören und unterscheiden
- Strichaufzählungweitere Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
- StrichaufzählungKennen lernen von Berufen im Musikbereich
Bildnerische Erziehung Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Bildnerische Erziehung ist Teil der kulturellen Bildung und soll grundlegende Erfahrungen des Wahrnehmens, der visuellen Kommunikation und des Gestaltens motivierend vermitteln, zu erlebnisbetonter Aktivität führen und Zugänge zu den Bereichen bildende Kunst, visuelle Medien, Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erschließen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vertrauen in ihre individuelle Gestaltungsfähigkeit gewinnen und Lust bekommen, diese über die Schulzeit hinaus eigenständig weiterzuentwickeln. Die selbstständig gestalterische Tätigkeit wird ergänzt und weiter entwickelt durch die Reflexion der eigenen Arbeit sowie durch die Auseinandersetzung mit Beispielen aus Alltagskultur, Medien und Kunst.
Sie soll die Schülerinnen und Schüler mit Werkmitteln, Verfahren und bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertraut machen, sodass sie sich auf bildnerische Weise mitteilen, bildnerische Mitteilungen anderer verstehen und dadurch Erfahrungen über sich selbst sowie über ihre engere und weitere Umwelt sammeln können. In der bildnerischen Tätigkeit geht es einerseits um das Kennen lernen, Erproben und Anwenden von Ausdrucksmöglichkeiten in Bereichen wie Grafik, Malerei, Plastik, Raum, Schrift, Fotografie, Film, Video, Neue Medien, Spiel und Aktion sowie Gestaltung der eigenen Umwelt. Andererseits geht es um die Entwicklung des bildhaften Denkens und persönlichkeitsbezogener Eigenschaften wie Offenheit, Flexibilität, Experimentierfreude, Einfallsreichtum, Sensibilität, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Kooperationsbereitschaft und Rücksichtnahme.
Auf dieser Grundlage sollen Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Erlebnisfähigkeit gesteigert und Vorstellungskraft, Fantasie, individueller Ausdruck und Gestaltungsvermögen entwickelt werden.
Bildnerische Erziehung ermöglicht die Verknüpfung sowohl von sinnlichen und emotionalen als auch von kognitiven und psychomotorischen Zugängen.
Die eigene Gestaltungsarbeit soll Einsichten in die Zusammenhänge von Produkt und Prozess ermöglichen, technische und handwerkliche Grundlagen vermitteln und Offenheit, Experimentierfreudigkeit, Flexibilität und Beharrlichkeit als wichtige Voraussetzungen für kreatives Gestalten erlebbar machen.
Die Ergänzung und Relativierung der subjektiven Erfahrungen durch grundlegendes Sachwissen zielt auf Erweiterung der Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Handlungsqualitäten im visuellen und haptischen Bereich.
Neben der Entwicklung persönlicher Erlebnisfähigkeit und Freude an bildender Kunst sollen auch verstandesmäßige Zugänge eröffnet und das reflektorische und kritische Potenzial von Kunstwerken in altersgemäßer Form bewusst gemacht werden.
Die Selbsterfahrung durch eigenständige Gestaltungsarbeit, die Förderung der Kreativität, der Handlungsbereitschaft und der Freude am eigenen Tun sowie die Wertschätzung ästhetischer Vielfalt und die Entwicklung kultureller Toleranz leisten wichtige Beiträge zur Persönlichkeitsbildung und zur Wahrnehmung sozialer Verantwortung.
Schwerpunkte sind:
- Strichaufzählungfrei und spontan zu gestalten
- StrichaufzählungAusdrucksformen erfahren und zu erweitern
- StrichaufzählungInhalte durch bildnerische Mittel auszudrücken
- StrichaufzählungWerkmittel und Techniken zu erproben und anzuwenden
- Strichaufzählungsich mit bildnerischen Aktivitäten und Produkten auseinander zu setzen
- Strichaufzählungdurch Anwendung des Gelernten die Handlungsfähigkeit auszubauen
- Strichaufzählungdie gesellschaftliche Bedeutung visueller Medien kennen und nutzen zu lernen
Didaktische Grundsätze:
Motivation der Schülerinnen und Schüler und deren Freude an eigenständiger bildnerischer Tätigkeit sollen zentrale Aspekte der Bildnerischen Erziehung sein.
Individuelle bildnerische Äußerungen der Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich anzuerkennen. Wertungen sind vor allem im Sinne einer positiven Verstärkung einzusetzen.
Die Einführung in ein Thema ist so zu gestalten, dass die Fantasie und der bildnerische Einfallsreichtum geweckt werden. Der Aufgabenrahmen soll eine Orientierung bieten, aber gleichzeitig so viel Spielraum lassen, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine persönlichen Ideen und Vorlieben einbringen und sich mit dem fertigen Werk identifizieren kann. Dieser Gestaltungsspielraum ist auch notwendig, um den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Begabungen innerhalb einer Klasse gerecht zu werden. Im Vergleich mit den anderen kann jede Schülerin bzw. jeder Schüler sich in seiner Eigenart erkennen und gleichzeitig die Eigenart der anderen anerkennen.
Der Aufgabenrahmen kann auch – im Sinne demokratischen Handelns – in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt werden.
In gemeinsamer Arbeit sollen fallweise größere Projekte verwirklicht werden. Dabei geht es nicht nur um die Förderung im Bereich des sozialen Lernens, sondern auch um die Erfahrung, die eigene Umwelt verändern zu können und ein Thema ganzheitlich darzustellen. Dies bietet vielfältige Möglichkeiten für die Verknüpfung mit anderen Unterrichtsgegenständen.
Wesentliche Inhalte der Bildnerischen Erziehung sollen vor allem die reale Lebenssituation und die soziale Umwelt sein, aber auch Irreales, Fantastisches und Utopisches.
Die vertiefende und mehrdimensionale Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen sowie Vernetzungs- und Transferleistungen sind wichtiger als die Behandlung einer möglichst großen Anzahl von Aufgaben.
Im Sinne der Anschaulichkeit ist bei der Präsentation von Kunstwerken auf optimale Qualität der verwendeten Bildmedien zu achten. Die Begegnung mit dem Original ist anzustreben.
Lehrausgänge in Ausstellungen, Ateliers, Galerien und Museen ermöglichen die Begegnung mit Originalen sowie den Dialog mit Fachleuten und sind daher ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Der Ertrag ist durch gezielte Vorbereitung, Begleitung und Dokumentation zu sichern.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungDarstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt (zB Tiere, Personen. Tätigkeiten treffend darstellen)
- StrichaufzählungGestaltungen mit verschiedenen Techniken (zB Pantomime)
- StrichaufzählungArbeiten mit grafischen, malerischen und plastischen Mitteln (zB Kohle, Wachsmalstifte), großformatiges Arbeiten
- Strichaufzählungspielerischer Umgang mit Farbe, mit Naturmaterialien, mit Licht und Schatten
- StrichaufzählungAnfertigen von Collagen
- Strichaufzählungzweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
- StrichaufzählungUmgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
- StrichaufzählungSensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
- StrichaufzählungRaumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
- StrichaufzählungDurchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche)
- Strichaufzählungeigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken
- Strichaufzählungpersönliche Eindrücke anderen mitteilen
- StrichaufzählungInteressantes über Werke und deren Gestalterinnen und Gestalter erfahren
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungeigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen
- Strichaufzählungsich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen
- StrichaufzählungWesentliches für andere sichtbar machen
- StrichaufzählungGefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken
- StrichaufzählungExperimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft
- StrichaufzählungUmgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
- StrichaufzählungBildnerische Techniken kennen lernen – spielerisches Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
- Strichaufzählungsinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung, Raumerfahrung
- StrichaufzählungWahrnehmen von Arbeiten und darüber reflektieren
- Strichaufzählungauf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden
- StrichaufzählungVerhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
- StrichaufzählungDarstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt – Themen, die zur Darstellung von Bewegung anregen
- StrichaufzählungGestaltung von Personen, Tieren, Pflanzen und Gegenständen; Darstellung von räumlichen Beziehungen; grafische, malerische und plastische Mittel
- StrichaufzählungVerdeutlichung durch Hervorhebung, etwa durch Größe und Farbe oder durch Reduktion auf das Wesentliche
- StrichaufzählungErfinden von Bildzeichen
- StrichaufzählungBildgeschichten, Plakate, Kombinationen von Text und Bild
- Strichaufzählungspielerischer Umgang mit Farbe, Naturmaterialien, Licht und Schatten
- StrichaufzählungAnfertigen von Collagen
- StrichaufzählungVerdeutlichung von Gefühlen durch Körpersprache
- Strichaufzählungzweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
- Strichaufzählungverschiedene Kombinationsmöglichkeiten ausprobieren, durch neue Anordnungen neue Sinnzusammenhänge herstellen
- StrichaufzählungUmgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
- StrichaufzählungEinsatz verschiedener Materialien und Arbeitsweisen; Schriftgestaltung für Einladungen, Plakate, usw.
- StrichaufzählungSensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
- StrichaufzählungRaumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
- StrichaufzählungDurchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche, demokratische Formen der Entscheidungsfindung)
- StrichaufzählungDokumentationen von Unterrichtsprojekten (zB Foto, Text, neue Medien)
- Strichaufzählungeigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken, Details entdecken, inhaltliche Zusammenhänge erfassen
- Strichaufzählungeigene Gefühle und Assoziationen den anderen mitteilen (zB durch Gestik, Mimik, Musik)
- Strichaufzählungsubjektive Eindrücke anderen verständlich machen
- StrichaufzählungVermutungen über dargestellte Inhalte äußern
- Strichaufzählungausgewählte Kunstwerke betrachten (zB Bilder, Plastiken, Bauwerke, ausgewählte Künstlerinnen und Künstler, ausgewählte Materialien und Arbeitsweisen)
- Strichaufzählungbewusstes Wahrnehmen von Schriftgestaltung in der Umgebung (zB Plakate, Logos)
- Strichaufzählunginhaltliche und gestalterische Ideen zu einem Thema sammeln
- StrichaufzählungGestaltungsmöglichkeiten besprechen
- StrichaufzählungDarstellungsabsichten erklären
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungeigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen, Repertoire der Zeichen zunehmend differenzieren und erweitern
- Strichaufzählungsich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen, Wesentliches für andere sichtbar machen
- StrichaufzählungGefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken (zB durch Farben, Formen, Bewegung)
- StrichaufzählungExperimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft, Frustrationstoleranz und Entscheidungsfähigkeit
- StrichaufzählungUmgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
- StrichaufzählungBildnerische Techniken kennen lernen – Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
- Strichaufzählungverschiedene Aspekte der Schriftgestaltung kennen lernen
- Strichaufzählungsinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung (zB für visuell oder haptisch erfassbare Eigenschaften und Materialien, Raumerfahrungen)
- Strichaufzählungwahrnehmen und reflektieren – Werke betrachten, persönliche Eindrücke anderen mitteilen und begründen
- Strichaufzählungauf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden – erweitern des Erfahrungshorizonts im Bereich der kulturellen Bildung
- StrichaufzählungVerhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen – eigene bildnerische Ausdrucksformen finden und besprechen
Sekundarstufe römisch eins
Die Lehrstoffinhalte sind den folgenden Sachgebieten zuzuordnen:
Bildende Kunst
Malerei, Grafik, Schrift, Plastik/Objekt, Architektur, Foto, Film, Video, Computer, zeitgenössische künstlerische Medien und Ausdrucksformen (zB Aktionskunst, Performance, Montage, Environment, Konzeptkunst)
- StrichaufzählungBildfunktionen, Bildauffassungen
- StrichaufzählungBildordnung: Bildelemente und Struktur
- StrichaufzählungFarbe: Licht, Farbwahrnehmung, Funktion und Wirkung der Farbe, Maltechniken, Farbtheorien
- StrichaufzählungKunst und Gesellschaft, Kunst und Politik, Kunst und Geschichte
- StrichaufzählungKunstvermittlung: Museum, Galerie, Kunstmarkt, Medien
Visuelle Medien
- StrichaufzählungZeichnung als Informationsträger
- StrichaufzählungSchrift, Typografie, Layout, Graphic Design
- StrichaufzählungSchrift und Bild: Plakat, Zeitung, Illustrierte, Comics, visuelle Aspekte der Werbung
- StrichaufzählungSprache und Bild: Vortrag, Präsentation, Präsentationsmedien
- StrichaufzählungFotografie, Film, Video, DVD, Computer
- Strichaufzählunggesellschaftliche Bedeutung der Bildmedien
- StrichaufzählungKunstwerke als Massenmedien
Umweltgestaltung und Alltagsästhetik
- Strichaufzählungvisuelle Aspekte der Architektur und des Design
- StrichaufzählungStadtbilder, Stadtstrukturen, Idealstädte, Stadtutopien, Denkmalschutz, Kulturtourismus, Identität eines Ortes
- StrichaufzählungRaumgestaltung, Raumwirkung
- Strichaufzählungästhetisch geprägte Situationen und Prozesse: kulturelle, religiöse, politische und sportliche Veranstaltungen, Feste und Feiern, Zeremonien und Rituale, Spiele und Aktionen
- StrichaufzählungSelbstdarstellung: Körpersprache, Mode, Make-up
Lehrstoff: 5. und 6. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
- Strichaufzählungim spielerischen Umgang mit den bildnerischen Mitteln unterschiedliche Gestaltungsweisen und Techniken kennen lernen und zur Visualisierung altersgemäßer Themenstellungen anwenden
- Strichaufzählungexperimentelle Verfahren als Impuls nutzen
- Strichaufzählungdie Wahrnehmung von Bildern und Zeichen der alltäglichen Lebenswelt bewusst machen und erörtern
- Strichaufzählungaktuelle Bildmedien im Rahmen von Gestaltungsaufgaben als Werkzeug kennen lernen
- StrichaufzählungWerke der bildenden Kunst kennen lernen – nach Möglichkeit im Zusammenhang mit der eigenen bildnerischen Tätigkeit
- StrichaufzählungUmweltgestaltung als Gemeinschaftsaufgabe erkennen und in der Bearbeitung altersgemäßer Gestaltungsaufgaben eigene Konzepte mit den Entwürfen anderer abstimmen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungdurch möglichst eigenständiges Lösen von Gestaltungsaufgaben visuelle Darstellungsformen für Sachverhalte, Ideen und Konzepte finden und eigenen Gedanken, Gefühlen, Fantasien und Utopien mit bildnerischen Mitteln Ausdruck verleihen lernen
- Strichaufzählungdurch die Reflexion der eigenen Gestaltungsleistungen und durch die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst, mit visuellen Medien, mit Themen der Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erste Einblicke in Struktur und Funktion visueller Gestaltung gewinnen
- Strichaufzählungdie Erfahrung, dass visuelle Wahrnehmung in vielen Fällen durch haptische, akustische und andere Sinneseindrücke unterstützt und wesentlich mitbestimmt wird
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
- Strichaufzählungerweitertes Wissen über Zusammenhänge von Form und Wirkung
- StrichaufzählungAufgabenstellungen zunehmend durch die eigenständige Wahl der Technik und der Gestaltungsmittel themengerecht bewältigen
- Strichaufzählungvisuelle Phänomene strukturiert beschreiben
- StrichaufzählungGrundgesetze visueller Kommunikation mit den damit verbundenen Möglichkeiten der Manipulation kennen und kritisch beurteilen
- Strichaufzählungkreative Möglichkeiten aktueller Bildmedien erfahren und nutzen
- StrichaufzählungWissen über kunsthistorische Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen Ursachen erwerben
- Strichaufzählungdie Auseinandersetzung mit Kunstwerken durch Vernetzung unterschiedlicher Betrachtungsaspekte und durch Einbeziehung gesicherter Sachinformation intensivieren
- Strichaufzählungästhetisch bestimmte Aspekte des Alltagslebens erkennen und im persönlichen Bereich gestalten
- StrichaufzählungProjekte der Umweltgestaltung durch Nutzung der ästhetischen Zugänge analysieren und allenfalls in eigenen Gestaltungsversuchen Alternativen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungerworbene Erfahrungen, Fertigkeiten und Kenntnisse vertiefen, erweitern und zunehmend selbstständig anwenden
- Strichaufzählungin der engen Verbindung eigener Gestaltungserfahrungen mit der Reflexion und dem Erwerb spezifischen Sachwissens allenfalls unkonventionelle Lösungswege kennen lernen
- Strichaufzählungdie Vielgestaltigkeit ästhetischer Ausdrucksmöglichkeiten erfahren
- StrichaufzählungVielfalt als Qualität erkennen und mit der Mehrdeutigkeit visueller Aussagen umgehen lernen
- StrichaufzählungInformationsquellen und Einrichtungen der Kunstvermittlung kennen und selbstständig nutzen lernen
Technisches Werken Bildungs- und Lehraufgabe:
Technisches Werken soll durch tätige Auseinandersetzung mit Werkstoff und Werkzeug Einsichten in die Bereiche „Gebaute Umwelt, „Technik“ und „Produktgestaltung/Design“ und in die Arbeits- und Berufswelt gewonnen werden, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, neue Situationen in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen und ein verstehendes und kritisches Verhalten zu den Gegenständen ihrer Umwelt zu entwickeln. Das entdeckende und forschende Lernen soll die Ausbildung des kreativ-produktiven Denkens fördern, zur Persönlichkeitsbildung und zur Berufsorientierung beitragen.
In allen Bereichen der Werkerziehung sind Gewissenhaftigkeit, Ausdauer, Arbeitshygiene und Unfallverhütung, Material- und Zeitökonomie und Sinn für Ordnung und Sauberkeit anzustreben. Soziale Erfahrungen sind zu ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler sind zu einem verantwortungsvollen Handeln für eine menschengerechte Umweltgestaltung hinzuführen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Sammeln von Erfahrungen aus der praktischen Arbeit Kompetenzen erwerben wie:
- StrichaufzählungKooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bei Planungs- und Herstellungsprozessen
- StrichaufzählungSteigerung der Sensibilität durch sinnliches Erleben beim Verarbeiten verschiedener Werkstoffe
- StrichaufzählungZielstrebigkeit und Konsequenz beim Lösen gestellter Aufgaben
- Strichaufzählungkritische Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit als Grundlage von Entscheidungsfindungen
- StrichaufzählungUrteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein bei der Bewertung von Produkten
- StrichaufzählungFähigkeiten und Begabungen zur Lebens- und Freizeitgestaltung
- StrichaufzählungSicherheitsbewusstsein und den werkgerechten Einsatz von Maschinen und Werkzeugen
Die Achtung und Wertschätzung der Produkte anderer – auch anderer Kulturen – müssen ebenso grundgelegt werden, wie das Anbahnen des Bewusstseins der Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsprozess.
Didaktische Grundsätze:
Der Gegenstand Technisches Werken soll zu Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten im gestaltenden Umgang mit Werkstoffen und Werkzeugen führen. Werken soll ein kreativer Prozess sein, in dem die Eigenständigkeit bei der Entwicklung von Lösungsstrategien gefördert wird.
In der verantwortungsbewussten Auswahl von Themeninhalten und Technologien müssen sowohl ökologische als auch ökonomische Überlegungen berücksichtigt werden. Die Auswahl der Aufgaben im Werkunterricht ist dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzupassen.
Bei der Planung des Unterrichts ist zu berücksichtigen, dass die Fachbereiche stufenweise immer komplexer behandelt werden. Wegen des besonderen Motivationscharakters ist es wichtig, dass konkrete Produkte hergestellt werden. Bei der Auswahl der Themen ist die Erlebniswelt zu berücksichtigen. Da der Unterrichtsertrag in diesem Unterrichtsgegenstand meist in der Prozessorientiertheit liegt, sind Planen, Skizzieren, Arbeiten mit Baukästen und Herstellen von Vormodellen bei manchen Werkthemen unerlässlich.
Einsichten in technische Zusammenhänge können auch durch experimentierendes und prozesshaften Erarbeiten gewonnen werden, wobei in diesem Fall keine fertigen Endprodukte erzielt werden müssen. Ergebnisse von solchen Auseinandersetzungen sollen in geeigneter Form dargestellt oder präsentiert werden, um zur Festigung des Gelernten beizutragen.
Erziehung zu Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft, Koordinations- und Kooperationsvermögen sind bei der praktischen Arbeit zu fördern.
Exkursionen und Lehrausgänge stellen wesentliche Ergänzungen des Unterrichts dar.
Grundsätzlich ist der Unterricht koedukativ zu führen, da die Inhalte des Technischen Werkens sowohl für Mädchen als auch für Knaben gleichermaßen relevant sind. Der handlungsorientierte Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern spezifische Möglichkeiten für das Verständnis technischer und gestalterischer Inhalte. Es ist ein wichtiges Anliegen des Unterrichtsgegenstandes, eine grundsätzliche wertschätzende Haltung gegenüber der eigenen und der fremden Arbeit zu fördern, Kritikfähigkeit zu üben und das Selbstwertgefühl zu stärken. Der Umgang mit Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Werkstoffen erfordert sachgemäße Hinweise und Handhabung, wobei die Vorbildwirkung der Lehrerin bzw. des Lehrers besonders wichtig ist. Werkprozesse sind so zu planen und durchzuführen, dass eine Gefährdung und Beeinträchtigung der Gesundheit ausgeschlossen werden können. Individuelle Voraussetzungen und der Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Elektrogeräte und Maschinen sind besonders zu beachten. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht an Fräsmaschinen, Hobelmaschinen, Kreissägen und mit Winkelschleifern arbeiten. Die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen sind zu beachten.
Bei Werkstücken oder Aufgaben, die die Arbeit mit elektrischem Strom vorsehen, darf nur eine maximale Stromspannung von 24 Volt Stromspannung bzw. 20-30 mA zur Anwendung kommen. Auf die Gefahren bei der Arbeit mit elektrischem Strom ist besonders hinzuweisen.“
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
- Strichaufzählungerste Einsichten in den Zusammenhang von Raumgröße, Raumformen und Benutzbarkeit anbahnen
- Strichaufzählungpersönliche Raumeindrücke beschreiben, Räume errichten und herstellen (zB Wohnraummodelle bauen, Verschieben und Kombinieren von Möbelelementen)
- StrichaufzählungBau von Objekten (zB Schneeburg) mit geeigneten Materialien
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungbeim Gestalten und Erleben Raumerfahrungen sammeln
- StrichaufzählungWohnfantasien entwickeln
- StrichaufzählungErfahrungen mit Werkmaterialien erwerben
- Strichaufzählungdurch Spielen, Experimentieren und Konstruieren elementare Bauerfahrungen gewinnen
Technik
Beispielsweise:
- Strichaufzählungelementares Wissen über die Eigenschaften verschiedener Fahrzeuge erwerben
- Strichaufzählungzerlegen, untersuchen, experimentieren (zB technisches Spielzeug)
- StrichaufzählungMaterial auswählen und auf Eignung prüfen (zB Schwimmkörper)
- StrichaufzählungHerstellen von Modellen (zB Windrad und die Wirkungsweise von Kräften erfahren)
- StrichaufzählungGrundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- Strichaufzählungan die für sie bedeutsame technische Umwelt herangeführt werden
- StrichaufzählungEinsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
- StrichaufzählungEinsichten in Funktionsweisen anbahnen
- StrichaufzählungBau-, Material- und Konstruktionserfahrung sammeln
- StrichaufzählungEnergie sichtbar machen und nutzen
- StrichaufzählungKräfte sparen und Kräfte übertragen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie Bedeutung von Form, Funktion und Farbe erkennen – Einsichten in den Zusammenhang von Größe, Form und Farbe erfahren
- StrichaufzählungFertigungsverfahren wie (zB Falten, Schneiden üben)
- Strichaufzählungbeim Herstellen einfacher Spiel- und Gebrauchsgegenstände (zB Kerzenständer) erste Kenntnisse in Bezug auf Funktion, Form und Werktechnologie erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungBetrachten, Erproben und Fertigen einfacher Gebrauchsgegenstände
- Strichaufzählungverschiedene Fertigungsverfahren zum Umformen, Trennen und Verbinden kennen lernen
- StrichaufzählungEinsichten in die Herstellung von Gebrauchsgegenständen gewinnen
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
- Strichaufzählungräumlich-funktionelle Zusammenhänge der gebauten Umwelt (zB Supermarkt) kennen lernen
- StrichaufzählungFördern des bewussten Erlebens, Planens und Herstellen von Raummodellen (zB Bauen mit großen Schachteln)
- StrichaufzählungKonstruktionsmerkmale einsichtig machen (zB Brücke)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErleben, Bauen und Gestalten von Räumen
- StrichaufzählungEinsichten in Anordnung, Nutzung und Ausgestaltung von Räumen erwerben
- StrichaufzählungMerkmale von Konstruktionsmethoden erkennen und anwenden
Technik
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFahr-, Flug- und Schwimmfähigkeit von Fahrzeugen erproben
- Strichaufzählungeinfache Reparaturen (zB beim Fahrrad) durchführen
- StrichaufzählungBauteile und deren Funktion (zB Lichtschalter) im Stromkreis kennen lernen
- StrichaufzählungErkennen der Grundfunktionen und Wirkungsweisen von einfachen Maschinen und technischen Geräten in der Umwelt der Schülerinnen und Schüler
- StrichaufzählungUntersuchen und Bauen einfacher Messgeräte (zB Sonnenuhr)
- Strichaufzählungdie Bedeutung des Messens in verschiedenen technischen Zusammenhängen erkennen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- Strichaufzählungvertiefte Einsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
- StrichaufzählungPflege und Wartung technischer Geräte
- Strichaufzählungelektrische Bauteile und deren Funktion
- StrichaufzählungGrundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen und anwenden
- StrichaufzählungMessen und Vergleichen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungselbst hergestellte, handwerklich oder industriell gefertigte Gegenstände hinsichtlich Funktion, Brauchbarkeit und Zweckmäßigkeit beurteilen lernen und zu einem konsumkritischen Verhalten führen
- StrichaufzählungTrennung von Werkstoffen und Recycling
- Strichaufzählungdurch Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Produktfertigung Einsichten in technische, wirtschaftliche und soziale Abläufe in der Arbeitswelt gewinnen (zB Arbeit in Beruf und Haushalt, Besuch von Werkstätten)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErproben und Betrachten von Spiel- und Gebrauchsgegenständen – Produktanalyse
- Strichaufzählungkonsumkritisches Verhalten erwerben
- StrichaufzählungMöglichkeiten von Entsorgung und Wiederverwerten kennen lernen
- Strichaufzählungtechnische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen in der Arbeitswelt kennen lernen
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. und 6. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAuseinandersetzung mit der Lage eines Bauwerks, seinem Außenraum, seiner Umgebung
- StrichaufzählungKennenlernen von Kategorien zur Unterscheidung nach Nutzung und Raumbedarf, Gestaltung und Form, unterschiedliche Konstruktionen, Baumaterialien
- StrichaufzählungAnfertigung von Wohnungsmodellen, Lösungen nach eigenen Wohnbedürfnissen und Wohnvorstellungen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungMitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereichs anbahnen
- StrichaufzählungErkennen der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur anbahnen
Technik
Beispielsweise:
- StrichaufzählungFunktionsmodelle mit einfachen Hebel-, Zug- und Drehmechanismen, Sperr- und Bremsvorrichtungen, Lenk- und Antriebsmöglichkeiten bei Fahrzeugen
- StrichaufzählungHerstellen und Erproben einfacher elektrischer Schaltungen (nur Schwachstrom)
- StrichaufzählungEinsichten in die Gesetze des Fliegens und Schwimmens beim Bauen und Erproben von einfachen Modellen gewinnen
- Strichaufzählungeinfache Reparaturen aus dem lebenspraktischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler durchführen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungGewinnen von Einsichten in einfache mechanische Vorgänge an Maschinen
- StrichaufzählungGewinnen von Einsichten in Grundprinzipien an Maschinen, die Luft- und Wasserströmungen nutzen
- StrichaufzählungGewinnen von Einsichten in einfache elektrische Schaltungen
Produktgestaltung/Design
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntwickeln und Herstellen einfacher Gebrauchsgegenstände und funktionstüchtigen Produkten für Alltag und Spiel
- Strichaufzählungkonsumkritisches Verhalten ausbauen und die Beurteilung von Produkten entwickeln anhand der Erarbeitung eines Anforderungskataloges am Beginn einer Aufgabe
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungHerstellen einfacher Werkzeuge und Produkte aus leicht zu bearbeitenden Materialien
- Strichaufzählungkonsumkritisches Verhalten weiter ausbauen
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErleben und Vergleichen von unterschiedlichen Gebäudetypen
- StrichaufzählungEntwickeln von Konzepten für das Wohnen von Menschen mit ähnlichen oder unterschiedlichen Bedürfnissen
- StrichaufzählungAuseinandersetzung mit Ausstattung und Funktionalität von Wohnräumen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungMitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereichs, eventuell Fantasien und Denkmodelle für die Zukunft entwickeln
- StrichaufzählungErkennen der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur und über die daraus resultierenden Probleme sprechen
Technik
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErweitern und Vertiefen der Einsichten anhand von Funktionsmodellen mit Hebel-, Zug- und Drehmechanismen, Sperr- und Bremsvorrichtungen, Lenk- und Antriebsmöglichkeiten bei Fahrzeugen
- StrichaufzählungFunktionsweise von Bauteilen erarbeiten und bei einfachen Grundschaltungen anwenden
- StrichaufzählungReparaturen und einfache Montagen aus dem lebenspraktischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler durchführen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungGewinnen von Einsichten in verschiedene Antriebs-, Lenkungs- und Steuerungssysteme
- StrichaufzählungErweitern des Verständnisses für verschiedene Funktionsweisen aus dem Bereich der Hydro- und Aerodynamik
- StrichaufzählungLesen und Verstehen von einfachen elektrischen Schaltplänen
Produktgestaltung/Design
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAnfertigen von Werkstücken auch nach selbst angefertigten Werkzeichnungen
- Strichaufzählungkonsumkritisches Verhalten weiter ausbauen – Zusammenhänge zwischen Form, Funktion, Werkstoff, Ökologie und Ökonomie erkennen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungHerstellen anspruchsvollerer Werkzeuge und Produkte aus Materialien mit höheren Anforderungen
- StrichaufzählungPlanen, Gestalten und Herstellen von Gebrauchsgütern
- Strichaufzählungkonsumkritisches Verhalten weiter ausbauen
Textiles Werken Bildungs- und Lehraufgabe:
Textilien spielen eine wesentliche Rolle in der Lebenswelt der Menschen und bedingt eine bewusste Auseinandersetzung mit entsprechenden Materialien, Prozessen und Produkten. Durch tätige Beschäftigung mit Werkstoff und Werkzeug sollen Einsichten in die Bereiche textile Materialien, Design/Produktgestaltung-Umweltgestaltung, Kleidung, Wohnen sowie in die Arbeits- und Berufswelt gewonnen werden, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, neue Situationen in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen und ein verstehendes und kritisches Verhalten zu ihrer Umwelt zu entwickeln.
Im Textilen Werken sollen fachspezifische Erkenntnisse über Materialien, textile Herstellungsverfahren und Gestaltungsprozesse erworben werden und beim Herstellen beziehungsweise Umgestalten textiler Produkte Anwendung finden.
Im Mittelpunkt steht die tätige Auseinandersetzung mit Textilien und anderen Materialien. Der Wert des praktischen Arbeitens soll erfahren werden und dadurch an Bedeutung gewinnen. Die regelmäßige Werkbetrachtung ermöglicht eine entsprechende Reflexion.
Im Umgang mit Material, Werkzeug und Maschinen sollen Gefahren erkannt und Sicherheitsmaßnahmen sowie Verhaltensregeln eingehalten werden. Auf entsprechende Gestaltung des Arbeitsplatzes ist Rücksicht zu nehmen.
Unterrichtsinhalte sind miteinander zu verknüpfen sowie Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen (zB zum Sachunterricht, zu Deutsch, zum Technischen Werken) herzustellen. Aufbauend auf individuellen Fähigkeiten, Vorkenntnissen, Bedürfnissen und Interessen sollen Fertigkeiten geübt und die Selbstständigkeit gefördert werden. Spezifische Kriterien der Wahrnehmung und Motorik sollen bei allen Tätigkeiten Berücksichtigung finden und auch gezielt trainiert werden.
Kreativität, Experimentierfreude, Spontaneität und Flexibilität sollen einen zentralen Stellenwert im Textilen Werken einnehmen. Soziale Kompetenzen wie zB Teamfähigkeit oder Hilfsbereitschaft sollen beim gemeinsamen Tun gefördert werden und zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Im Unterrichtsgegenstand Textiles Werken sollen sowohl der Weg als auch das Ergebnis gleichwertige Bedeutung haben.
Das entdeckende und forschende Lernen soll die Ausbildung des kreativ-produktiven Denkens fördern, zur Persönlichkeitsbildung und zur Berufsorientierung beitragen.
In allen Bereichen der Werkerziehung sind Gewissenhaftigkeit, Konzentration und Ausdauer, Arbeitshygiene und Unfallverhütung, Material- und Zeitökonomie sowie Sinn für Ordnung und Sauberkeit anzustreben. Soziale Erfahrungen sind zu ermöglichen.
Schwerpunkte sind:
- StrichaufzählungSteigerung der Sensibilität durch sinnliches Erleben beim Verarbeiten verschiedener Werkstoffe
- StrichaufzählungFertigkeiten in den textilen Grundtechniken
- StrichaufzählungZielstrebigkeit und Konsequenz beim Lösen gestellter Aufgaben
- StrichaufzählungFähigkeiten zur Informationsbeschaffung auf dem Textilsektor zur Feststellung eigener Bedürfnisse
- StrichaufzählungKooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bei Planungs- und Herstellungsprozessen
- Strichaufzählungkritische Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit als Grundlage von Entscheidungsfindungen
- StrichaufzählungUrteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein bei der Bewertung von Produkten
- Strichaufzählungverantwortungsvolles Handeln für eine menschengerechte Umweltgestaltung
- StrichaufzählungBegabungen zur Lebensgestaltung
- StrichaufzählungSicherheitsbewusstsein und den werkgerechten Einsatz von Maschinen und Werkzeugen
Didaktische Grundsätze:
Der Gegenstand Textiles Werken soll durch Freude am Tun zu grundlegenden Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten im gestaltenden Umgang mit Werkstoffen und Werkzeugen führen.
Im Textilen Werken sollen den Schülerinnen und Schülern an unterschiedlichen Beispielen bewusst gemacht werden, dass Textilien aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Im handelnden Umgang mit Textilien kann eine positive Einstellung zum Material aufgebaut werden. Durch vielfältiges Arbeiten und Gestalten mit und an Materialien werden Interesse und Motivation geweckt. Freude am Tun kann ausschließlich durch anschauliche Aufbereitung der Themen und Aufgabenstellungen geweckt und erlebt werden. Die Wertschätzung der Lehrperson gegenüber den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler kann wesentlich zu deren positiver Einstellung gegenüber dem Unterrichtsgegenstand beitragen.
Im Rahmen einer Werkbetrachtung wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, sich über die Arbeiten gedanklich auszutauschen und darüber miteinander zu reflektieren. Gegenseitiges Akzeptieren wird dabei erlernt, Kritikfähigkeit geübt und die individuelle Persönlichkeit gefördert. Beim Erproben textiler Verfahren und Prozesse und beim Herstellen von Produkten werden vielfältige Erfahrungen gesammelt. Dabei ist eine kritische Auseinandersetzung mit textilen Produkten anzubahnen und zu fördern.
Indem sich die Auswahl der Themen an den Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler orientiert, wird der Zugang zu Arbeitsprozessen erleichtert. Sie erleben dabei das Herstellen von Produkten für den jeweils eigenen, ganz persönlichen Bedarf und das Mitgestalten ihrer Umwelt. Bei der Auswahl der Verfahren soll auf Aktualität, Verwendungszweck, Praxisbezug usw. Rücksicht genommen werden.
Durch Sammeln und Vergleichen von Informationen und praktischen Erfahrungen lernen Kinder ua. Achtung und Verständnis für Textilien aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit. Bei der Auseinandersetzung mit Textilien können Einsichten sowohl in die eigene Kultur als auch in andere Kulturen gewonnen werden.
Ebenso bieten aktuelle Situationen und Aktivitäten Möglichkeiten für fächerübergreifendes Arbeiten. Ganzheitliches Lernen und Lernen in Sinnzusammenhängen sollen den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Vernetzung einzelner Fachbereiche und Unterrichtsgegenstände bewusst zu erkennen.
Schöpferisches Tun in verschiedensten Sozialformen wie Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und der Arbeit im Team ermöglicht die Zuordnung nach persönlichen Neigungen und Fähigkeiten. Individuelle, auf die Situation des Kindes abgestimmte Aufgabenstellungen fördern Arbeitshaltung, Ausdauer und Konzentration.
Die Rechts- und Linkshändigkeit sind zu berücksichtigen. Bei der Unterrichtsplanung und Gestaltung ist entsprechend den Voraussetzungen der Kinder auf größtmögliche Differenzierung Wert zu legen.
Erziehung zu Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft, Koordinations- und Kooperationsvermögen sind bei der praktischen Arbeit zu fördern.
Der bewusste Einsatz von Rohmaterialien und dessen Recycling ist zu vermitteln.
Beim Entwerfen und Planen ist die zeichnerische Darstellung auch mit modernen Technologien als Mittel der Information zu fördern.
Hinsichtlich der Werkstoffe und der Technologien ist der Ökonomie und Ökologie auf allen Schulstufen Rechnung zu tragen.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Elektrogeräte und Maschinen sind zu beachten; die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen sind einzuhalten.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungMaterialien durch Betrachten und Fühlen kennen lernen
- Strichaufzählunggrundlegendes über Herkunft und Gewinnung textiler Rohstoffe (zB Baumwolle) erfahren
- Strichaufzählungden spielerischen Umgang mit Materialien erleben (zB durch Fadenspiele)
- Strichaufzählungunterschiedliche textile Materialien haptisch-taktil und visuell unterscheiden und beschreiben
- StrichaufzählungFördern der Sensomotorik beim Durchführen von Tätigkeiten (zB beim Einfädeln, Verknoten)
- StrichaufzählungTrainieren der Finger- und Handgelenksbeweglichkeit (zB beim Stecken, Fädeln)
- Strichaufzählungeinfache Werkzeuge und Arbeitsgeräte entwickeln und erproben
- Strichaufzählungzur Unfallverhütung durch sachgerechten Umgang mit Werkzeug und Material beitragen
- StrichaufzählungHerstellen von Schnüren und Bändern (zB durch Drehen, Flechten)
- StrichaufzählungHerstellen von einfachen Flächen und Formen (zB durch Weben)
- StrichaufzählungGestaltungsübungen und -möglichkeiten mit Papier, Stoff, Faden- und Naturmaterialien
- StrichaufzählungPlanen und Entwickeln einfacher Schnittformen für Flächen und Hüllen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungSammeln und Erproben elementarer Erfahrungen mit textilen Materialien und anderen Werkstoffen
- StrichaufzählungSensibilisierung der Wahrnehmung und Schulung der Motorik
- StrichaufzählungHandhabung von Werkzeugen und Arbeitsgeräten
- StrichaufzählungUnfallverhütung
- StrichaufzählungHerstellungsverfahren kennen lernen
- StrichaufzählungGestaltungsprozesse und einfache Schnitte entwickeln
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSpiele aus Materialmix erfinden, entwickeln und erproben
- Strichaufzählungsich selbst für Spiele verändern (zB durch Verkleiden)
- StrichaufzählungTextiles in Bezug auf Verwendung und Brauchbarkeit in Beruf und Alltag zuordnen und prüfen
- Strichaufzählungerste Zusammenhänge zwischen Zweck, Form, Farbe und Herstellungsverfahren kennen lernen
- StrichaufzählungEntdecken und Erforschen der eigenen Kultur und andere Kulturen kennen lernen hinsichtlich Kleidung, Schmuck, Wohnen und Spielen
- StrichaufzählungKunstbegegnung durch Kunstbetrachtung
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
- StrichaufzählungTextilien als Impuls zum Spielen und Lernen
- StrichaufzählungTextilien in Alltags- und Berufswelt kennen lernen
- Strichaufzählungeinfache Produkte herstellen
- Strichaufzählungverschiedene Kulturen und ihre Textilkunst kennen lernen
- StrichaufzählungTextilkunst kennen lernen
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit textilem Material und textilen Techniken festigen und anwenden können
- Strichaufzählungerworbenes Wissen über Herkunft und Gewinnung textiler Rohstoffe (zB Baumwolle, Jute) erweitern
- Strichaufzählungüber Pflegeeigenschaften textiler Materialien erfahren und „erleben“
- StrichaufzählungExperimentieren und Arbeiten mit Materialien (zB Umgestalten, Reißen, Färben, Drucken)
- StrichaufzählungSensibel machen für die Verwendung verschiedener Materialien
- StrichaufzählungWerkzeuge materialgerecht einsetzen, mit Bedienungsanleitungen vertraut machen und manche davon praktisch anwenden
- StrichaufzählungEinblick in die historische Entwicklung von Arbeitsgeräten gewinnen
- StrichaufzählungMaßnahmen zur Unfallverhütung durch sachgerechten Umgang mit Werkzeug und Material erkennen und gezielt einsetzen
- StrichaufzählungHerstellen von Schnüren und Bändern (zB durch Knüpfen, experimentelles Weben, Maschenbilden)
- Strichaufzählunghandwerkliche und industrielle Verfahren vergleichen (zB Nähen mit der Hand und Nähen mit der Nähmaschine)
- StrichaufzählungErweitern der Gestaltungsmöglichkeiten (zB durch Sticken, Bedrucken, Marmorieren)
- Strichaufzählungindividuelle Schnittformen entwickeln und anwenden
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungErweitern von Erfahrungen mit textilen Materialien und anderen Werkstoffen
- StrichaufzählungExperimentieren und Arbeiten mit Materialien
- StrichaufzählungErkennen der Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Motorik und Handeln
- StrichaufzählungErlernen sachgerechter Handhabung von Werkzeugen
- StrichaufzählungEinbeziehen historischer Aspekte
- StrichaufzählungUnfallverhütung
- StrichaufzählungErproben, Einsetzen und Kombinieren textiler Techniken
- StrichaufzählungEinsichten in industrielle Herstellungsverfahren gewinnen
- StrichaufzählungKenntnisse hinsichtlich Gestaltungsprozesse und Schnittentwicklung erweitern
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungHerstellen von textilen Spielobjekten, mit Kleidungsstücken und Accessoires Signale setzen, Bühnenbilder entwerfen
- StrichaufzählungSpiele aus verschiedenen Kulturen vergleichen und eventuell herstellen
- Strichaufzählungtextile Produkte unterscheiden und nach verschiedenen Kriterien beurteilen lernen
- Strichaufzählungmit Textilien und textilen Accessoires Räume gestalten
- Strichaufzählungdie Bedeutung von textilen Materialien, Objekten und Kleidungsstücken aus der Vergangenheit kennen lernen und mit der Gegenwart vergleichen
- StrichaufzählungBegegnung mit anderen Kulturen aus den Bereichen Kleidung und Wohnen erleben und verstehen
- StrichaufzählungKunstobjekte gestalten und präsentieren
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungGestalten von Spielobjekten, Kostümen und Spielumgebung
- StrichaufzählungHistorische und kulturelle Aspekte des Spiels
- StrichaufzählungTextilien im Alltag und in der Berufswelt
- StrichaufzählungVerändern und Gestalten textiler Produkte
- StrichaufzählungTextile Tradition und ihre Ausdrucksform
- StrichaufzählungInterkulturelle Begegnungen
- StrichaufzählungTextilkunst erfahren
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. und 6. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungKennenlernen und erproben fadenbildender oder fadenverstärkender Verfahren, praktisches Anwenden flächenbildender Verfahren mit Fasern und Fäden
- StrichaufzählungEigenschaften der Fasern, Pflege- und Pflegekennzeichen im Hinblick auf die sachgerechte Auswahl von Textilien
- StrichaufzählungKennen lernen, Umsetzen und praktisches Anwenden von flächenverbindenden oder flächengestaltenden Verfahren, Schnitte entwickeln, weitere Grundformen und ihre Abwandlungen kennen lernen und anwenden
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungtextile Techniken und nähtechnische Grundverfahren für die selbstständige Fertigung anwenden
- StrichaufzählungKenntnisse über die Herstellung und Gewinnung textiler Rohstoffe erwerben
- StrichaufzählungEigenschaften und Pflege von Fasern
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
- StrichaufzählungKenntnisse über Funktionen der Kleidung, Möglichkeiten individueller Gestaltung und Aktualisierung von Kleidungsstücken unter Berücksichtigung funktionaler und ästhetisch-gestalterischer Gesichtspunkte erweitern
- StrichaufzählungHerstellung oder Veränderung von Kleidung und Accessoires unter Anwendung textiler Techniken
- StrichaufzählungRaumfunktionen und Darstellung von Räumen (zB Grundriss, Maße)
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- Strichaufzählungtextile Verfahrens-, Fertigungs- und Produktionstechniken kennen lernen
- Strichaufzählungerste Einsichten in ökonomische und ökologische Zusammenhänge gewinnen
- StrichaufzählungGestaltungsgrundlagen des Designs wie Farbe, Form, Struktur, Musterung, Rhythmus, Harmonie, Kontrast und Proportion zur Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit kennen lernen
- Strichaufzählungeigene Entwürfe unter Berücksichtigung einfacher Gestaltungskriterien für das Design umsetzen
- Strichaufzählungdie unterschiedlichen Funktionen von Kleidung erkennen
- Strichaufzählungweitere Einsichten in Wohnbedürfnisse gewinnen
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAnwenden von Fadenbildenden, Fadenverstärkenden oder Flächenbildenden Verfahren, Planen und Erproben der Einzel- und Serienfertigung
- StrichaufzählungEinsatzmöglichkeiten neuer technologischer Hilfsmittel
- Strichaufzählungtextile Prüfverfahren, Textilveredelung praktisch erfahren
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungtextile Techniken und nähtechnische Grundverfahren für die selbstständige Fertigung anwenden
- Strichaufzählungweitere Kenntnisse über die Herstellung und Gewinnung textiler Rohstoffe erwerben
- Strichaufzählungtextile Verfahrens-, Fertigungs- und Produktionstechniken erkennen
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
- Strichaufzählungpraktisches Anwenden von Flächengestaltenden oder Flächenverbindenden Verfahren
- StrichaufzählungSchnitte aus Vorlagen und einfache Abänderungen
- StrichaufzählungReflexion der Planungs- und Durchführungsarbeiten sowie der Erscheinungsform und Funktionalität des Produkts
- StrichaufzählungUnterschiede selbst gefertigter und industriell hergestellter Produkte im Hinblick auf Qualität, Originalität und Kosten erkennen
- StrichaufzählungPhänomene der Mode, Bewertung von Material, Schnitt und Ausführung hinsichtlich des Verwendungszweckes, der Gesundheit und des Wohlbefindens
- StrichaufzählungPlanung und Herstellung oder Veränderung von Kleidung und Accessoires unter Anwendung textiler Techniken, Reinigung und Pflege
- StrichaufzählungVergleichen der unterschiedlichen Bekleidungen in den verschiedenen Kulturkreisen
- StrichaufzählungBeurteilungskompetenz bezüglich Einrichtungsgegenständen und Textilien des Innenraums durch selbstständiges Lösen von Gestaltungsaufgaben erweitern
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungweitere Einsichten in ökonomische und ökologische Zusammenhänge gewinnen
- StrichaufzählungGestaltungsgrundlagen des Designs wie Farbe, Form, Struktur, Musterung, Rhythmus, Harmonie, Kontrast und Proportion zur Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit erweitern
- Strichaufzählungeigene Entwürfe unter Berücksichtigung von Gestaltungskriterien für das Design umsetzen
- Strichaufzählungdie Funktionen von Kleidung kennen und Kulturvergleiche anstellen
- StrichaufzählungAnalyse und Bewertung von Material, Schnitt und Ausführung
- Strichaufzählungkritisches Konsumverhalten in den Bereichen Kleidung, Wohnen, Werbung, Mode und Freizeit entwickeln
- StrichaufzählungErlernen der Beurteilungskompetenz bezüglich Einrichtungsgegenständen und Textilien des Innenraums
Ernährung und Haushalt Bildungs- und Lehraufgabe:
Ernährung und Haushalt ist ein themenzentrierter und handlungsorientierter Unterrichtsgegenstand und soll Entscheidungsgrundlagen für die Förderung des psychischen, physischen, sozialen und ökologischen Wohlbefindens anbieten.
Die Zusammenhänge zwischen Alltagsgestaltung und Lebensqualität sollen aufgezeigt werden. Ein zentrales Anliegen in allen Fragen der Lebensgestaltung muss die Gesunderhaltung sein.
Das Bewusstsein, dass dem Leben im Haushalt unterschiedliche Wert- und Normvorstellungen zu Grunde liegen, soll zu aufgeschlossenem, tolerantem Umgang miteinander sowie im multikulturellen Umfeld führen.
Der Unterricht in Ernährung und Haushalt soll zur selbstständigen Bewältigung von Aufgaben im privaten Haushalt befähigen, wobei der Haushalt in seiner Gesamtheit als Versorgungs-, Wirtschafts- und Sozialbereich zu sehen ist.
Der Unterrichtsgegenstand Ernährung und Haushalt gliedert sich in die Teilbereiche:
- StrichaufzählungErnährung und Gesundheit
- StrichaufzählungHaushalt und Gesellschaft
- StrichaufzählungVerbraucherbildung und Gesundheit
- StrichaufzählungLebensgestaltung und Gesundheit
Didaktische Grundsätze:
Die praktische Anwendung von Erkenntnissen ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts in Ernährung und Haushalt. Für die praktische Erprobung empfiehlt sich die Nutzung von fachspezifischen Unterrichtsräumen, die den erforderlichen Ausstattungs-, Sicherheits- und Hygienestandards entsprechen.
Einfache, grundlegende Arbeitstechniken sind zu vermitteln und zu üben. Bei der Auswahl von Lebensmitteln und beim Zusammenstellen von Speisen und Speisefolgen sind ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.
Moderne Technologien und Kommunikationssysteme sind dem Lernanlass entsprechend sinnvoll zu nutzen.
Selbstständigkeit, Übernahme von Verantwortung und Kooperation sind bei der Bewältigung von Aufgaben wesentliche Kompetenzen und daher im Unterricht ausreichend zu üben.
Für den Unterrichtsertrag unerlässlich ist ständiges Üben und Wiederholen von Arbeitsabläufen; Möglichkeiten von Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sind wahr zu nehmen.
Der Schwierigkeitsgrad der Lehrstoffinhalte ist nach dem individuellen Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf den einzelnen Schulstufen aufzubauen.
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff:
Ernährung und Gesundheit
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBedeutung der gesunden Ernährung und Regeln für eine gesunde Ernährung
- StrichaufzählungNährstoffauswahl und Nährstoffzusammensetzung
- Strichaufzählungdie Ernährungspyramide
- Strichaufzählunglebensnotwendige Inhaltsstoffe unserer Nahrung und deren Aufgabe im menschlichen Körper
- StrichaufzählungMahlzeiten des Tages – Tagesleistungskurve
- StrichaufzählungGarmachungsarten und Konservierungstechniken
- StrichaufzählungUnfallverhütung, Sicherheitsmaßnahmen – Verhaltensregeln
- StrichaufzählungErste Hilfe – Hausapotheke
Haushalt und Gesellschaft
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEinkaufsplanung, Einkauf – Wirtschaften mit Geld
- StrichaufzählungBevorratung im Haushalt – Konservierung
- StrichaufzählungHaushaltsgeräte
- StrichaufzählungHaushalt und Umwelt – Mülltrennung
- StrichaufzählungOrdnungs- und Reinigungsarbeiten
- StrichaufzählungTisch-, Ess- und Trinkkultur, Regeln des Servierens
- StrichaufzählungHygieneverhalten
Verbraucherbildung und Gesundheit
Beispielsweise:
- StrichaufzählungPreis-, Qualitäts- und Handelsklassen
- StrichaufzählungMarktinformation, Werbung, Markterkundung
- StrichaufzählungLebensmittelgesetz und Konsumentenschutz
- StrichaufzählungLebensmittelkennzeichnung
Lebensgestaltung und Gesundheit
Beispielsweise:
- StrichaufzählungGerichte planen und zubereiten
- Strichaufzählungverschiedene Arbeitstechniken für die Zubereitung
- StrichaufzählungEnergiebedarf in Bezug auf Alter und Tätigkeiten
- Strichaufzählungverschiedene Kostformen (zB Diätkost)
- StrichaufzählungFeiern und Feste im Jahreskreis
- StrichaufzählungInterkulturelle Aspekte
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungAufgaben der Haushaltsführung selbstständig bewältigen zu können
- StrichaufzählungArbeitsabläufe planen zu können
- Strichaufzählungökonomisches und kritisches Verbraucherdenken zu entwickeln und verantwortungsbewusstes Kauf- und Konsumverhalten zu lernen
- StrichaufzählungMarktinformationen kennen und durch sinnvolles und preisbewusstes Einkaufen zu nützen
- Strichaufzählungeinen Überblick über die Grundlagen einer gesunden Ernährung zu gewinnen
- Strichaufzählungsich für eine der Gesundheit dienliche Ernährungsweise entscheiden zu können
- Strichaufzählungmit Lebensmitteln sachgerecht und verantwortungsvoll umgehen zu lernen
- Strichaufzählungnach Rezepten Speisen zubereiten zu lernen
- StrichaufzählungFormen der Bevorratung von Lebensmitteln kennen und Einsicht in deren Nutzen zu gewinnen
- StrichaufzählungKenntnisse von der Verwendung von Fertig- und Halbfertiggerichten zu erwerben
- StrichaufzählungEss- und Tischkulturen kennen und situationsgerecht anwenden zu können
- StrichaufzählungArbeitstechniken zur Lebensmittelverarbeitung zu erlernen
- Strichaufzählungverschiedene Arbeitsbereiche, Arbeitsmittel und Geräte der Küche in ihrer Funktionalität zu kennen
- StrichaufzählungOrdnungs- und Reinigungsarbeiten auszuführen
- StrichaufzählungHygieneregeln kennen zu lernen und zu beachten
- StrichaufzählungUnfallgefahren im Haushalt zu kennen und Erkenntnisse der Unfallverhütung im eigenen Verhalten zu berücksichtigen
Bewegung und Sport Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport soll gleichrangig zur Entwicklung der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz beitragen: durch vielseitiges Bewegungskönnen und vielfältige Bewegungserfahrung; Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen Körper und das eigene Bewegungsverhalten; Selbstvertrauen; Entfaltung von Leistungsbereitschaft, Spielgesinnung, Kreativität, Bewegungsfreude und Gesundheitsbewusstsein; Umgang mit Geschlechterrollen im Sport und Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Interessen und Bedürfnisse; partnerschaftliches Handeln; Übernehmen von Aufgaben; Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft; Durchsetzungsvermögen unter Beachtung fairen Handelns; Regelbewusstsein und interkulturelles Verständnis.
Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport gliedert sich in die Teilbereiche:
- StrichaufzählungGrundlagen zum Bewegungshandeln
- Strichaufzählungkönnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
- Strichaufzählungspielerische Bewegungshandlungen
- Strichaufzählunggestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
- Strichaufzählunggesundheitsorientiert - ausgleichende Bewegungshandlungen
- Strichaufzählungerlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch exemplarische Auswahl von entsprechenden Inhalten differenziert in den einzelnen Alterstufen, wobei der jeweilige Entwicklungsstand zu berücksichtigen ist, folgende Sinngebungen von Bewegung, Spiel und Sport erfahren:
- StrichaufzählungFörderung der Freude am spielerischen und sportlichen Tun
Grundlagen zum Bewegungshandeln
- StrichaufzählungAusbildung und Weiterentwicklung der konditionellen und koordinativen Grundlagen des Bewegungshandelns, Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit. Die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erwerben, erweitern, eigene Stärken erkennen.
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungErwerb eines grundlegenden und vielseitigen Bewegungskönnens und das Schaffen von Möglichkeiten zum Entdecken von Vorlieben für bestimmte Bewegungsformen und deren Einbeziehung in den persönlichen Lebensstil. Das Leisten erfahren und reflektieren.
Spielerische Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungGemeinsames Handeln, Spielen und sich Verständigen. Befähigung zum Bewegungshandeln sowohl in Kooperation als auch in Konkurrenz und Befähigung zum Umgehen mit Konflikten.
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungBewegung gestalten und darstellen; sich körperlich ausdrücken.
Gesundheitsorientierte und ausgleichende Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungGesundheitsbewusstsein entwickeln; die Fitness verbessern.
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungVielfältige Körper- und Bewegungserfahrungen in unterschiedlichen Situationen und Räumen, besonders auch in erlebnishaften und naturnahen Bewegungstätigkeiten; Erlebnis und Wagnis in Verantwortung für sich selbst und andere erfahren.
Didaktische Grundsätze:
Die Bildungs- und Lehraufgabe ist in jeder Schulstufe unter Setzen von alters- und entwicklungsgemäßen Schwerpunkten zu erfüllen. Diese Schwerpunkte sind den Teilbereichen des Lehrstoffes (Bewegungshandlungen) gleichmäßig zuzuordnen und auch unter Beachtung geschlechtsspezifischer Anliegen festzulegen.
Bei der Wahl der Lehrwege sowie bei der Festlegung der Anforderungen ist das motorische Entwicklungs- bzw. Leistungsniveau durch Einholen von Informationen und Erhebungen über den Leistungsstand zu berücksichtigen. Leistungskontrollen können einen Lern- und Übungsanreiz für die Schülerinnen und Schüler darstellen und auch als Rückmeldungen für die Unterrichtsplanung und -durchführung herangezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler weisen oft eine sehr unterschiedliche Leistungsfähigkeit auf und sollen möglichst nach Beobachtung und Bewegungsdiagnose zusätzlich individuell gefördert werden (Gruppen-, Partner-, Einzelarbeit).
Die Vermittlung der motorischen Grundlagen hat in jedem Fall unter Berücksichtigung gesundheitsorientierter und motorisch fördernder Gesichtspunkte zu erfolgen. Dazu gehören vielfältige Bewegungsangebote unter Bedachtnahme auf die individuelle gesundheitliche und physiologische Reizsetzung, wobei auf die unteren und oberen Grenzen der Wirksamkeit Bedacht zu nehmen ist.
Die Lernbereitschaft kann durch Einbeziehung der Bewegungswelt der Schülerinnen und Schüler und entsprechender Trends im freizeitlichen Bewegungshandeln gesteigert werden. Eine weitere mögliche Motivation zum Sporttreiben sind die Vorbereitung und Teilnahme an jugendgemäßen Vorführungen und Wettkämpfen (Schulvorführungen und -wettkämpfe, Vereins- und Verbandswettkämpfe) sowie das Erwerben von Leistungsabzeichen,
Auf eine sinnvolle Verteilung wie Vielfalt, Ergänzung und Kontrast der Lehrinhalte über die Schulstufen hinweg ist zu achten. Dabei sollen die Inhalte des Unterrichts nicht nur von den Rahmenbedingungen am jeweiligen Schulstandort abhängen, sondern sich auch an den Möglichkeiten bei Schulveranstaltungen und Schulwettkämpfen orientieren, wobei Kooperationen mit außerschulischen Partnern anzustreben sind. Für ausgewählte Inhalte ist auch die Abwicklung des Unterrichts in Kurs- oder Blockform an geeigneten Übungsstätten vorzusehen.
Theoriegeleitete Inhalte sind ausgehend vom Bewegungshandeln zu vermitteln und möglichst in fächerübergreifenden Lehr- und Lernverfahren zu vertiefen.
Eine angestrebte Leistungssteigerung hat sich an von Schülerinnen und Schülern eigen- und mitbestimmten, aber auch an fremdbestimmten Leistungsmaßstäben zu orientieren; die individuellen Voraussetzungen sind dabei zu beachten und kognitive Grundlagen zur Leistungsverbesserung zu vermitteln.
Auf Schulveranstaltungen mit bewegungserziehlichen Inhalten sind die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausreichend vorzubereiten.
Im Unterricht ist zu jeder Zeit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Schülerinnen und Schüler sollen Risiko und Gefahren bei der Sportausübung erkennen und einschätzen lernen und selbst und für andere Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung beim Sporttreiben (auch über die Schule hinaus) beitragen oder auch treffen können.
Grundstufe römisch eins Lehrstoff: 1. und 2. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
- Strichaufzählungvielfältige motorische Aktivitäten
- StrichaufzählungÜben von konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer (im aeroben Bereich)
- StrichaufzählungBeweglichkeit
- Strichaufzählungpsychomotorische Schulung und Stabilisieren der koordinativen Fähigkeiten: Gleichgewicht, Raumwahrnehmung und Orientierung
- StrichaufzählungRhythmusfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
- StrichaufzählungGewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBewegungsabläufe ohne, mit und an geeigneten Geräten erfahren
- Strichaufzählungüber Hindernisse laufen, weit, hoch und über Hindernisse springen
- Strichaufzählungin die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen anbahnen
- Strichaufzählungvielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen in einer Schwimmlage anbahnen
- StrichaufzählungTauchen mit einfachsten Anforderungen
- StrichaufzählungBaderegeln kennen lernen
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntwickeln von Spielfähigkeit mit einfachen Anforderungen in verschiedenen Situationen mit Gegenständen, mit und ohne Geräte wie zB unterschiedliche Übungen mit dem Ball
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAufbau von Körperwahrnehmung: einfache Bewegungen zum Rhythmus von Sprechversen
- StrichaufzählungSingspiele und Kindertänze
- Strichaufzählungeinfache Tanzschritte und einfache Tanzfassungen
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungden Zusammenhang zwischen Bewegung und körperlichem Wohlbefinden erfahren und die Freude an der Bewegung fördern
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
- StrichaufzählungEntdecken und Erschließen von einfachen Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen, vorzugsweise im Freien und Erfahrungen mit einfachen, rollenden und gleitenden Geräten gewinnen
- Strichaufzählunggemeinsam handeln und dabei an Sicherheit gewinnen
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff 3. und 4. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
- StrichaufzählungErweitern der vielfältigen motorischen Aktivitäten
- Strichaufzählunggrundlegender Erwerb konditioneller Fähigkeiten wie zB Ausdauer, und Beweglichkeit
- StrichaufzählungVerbessern der koordinativen Fähigkeiten (Psychomotorik)
- StrichaufzählungBewusstmachen des eigenen Bewegungsverhaltens hinsichtlich Bewegungsqualität und Bewegungsökonomie
- StrichaufzählungGewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung
- Strichaufzählungdie Wichtigkeit einer richtigen Atmung bewusst machen
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten anbahnen
- Strichaufzählungleichte Kunststücke allein und in der Kleingruppe (er)finden, erproben, üben und einander präsentieren
- Strichaufzählungtrainieren von Ausdauer und überwinden von Hindernissen angepasst an die individuellen Möglichkeiten
- Strichaufzählungin die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen üben
- Strichaufzählungvielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen in einer Schwimmlage üben; Tauchen mit einfachen Anforderungen; einfache Sprünge
- Strichaufzählunganspruchsvollere Bewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten erlernen und üben; Verbessern und vielfältiges Anwenden von sportartspezifischen (Grund)Formen
- StrichaufzählungWettkämpfe (und deren Vorformen) in verschiedenen Sportarten und Sportspielen kennen lernen, wobei Leistungswille, Fairness und Umgang mit Sieg und Niederlage grundlegend thematisiert werden
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntwicklung der Sportspielfähigkeit (allein, miteinander und gegeneinander) unter technikrelevanten Aspekten und Beachtung von Spielregeln
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEigenständiges und kreatives Variieren, Kombinieren und Erfinden von Bewegungen mit und ohne Materialien
- StrichaufzählungUmsetzen von Musik und Rhythmus in Bewegung und Tanz
- StrichaufzählungAkrobatische und gauklerische Fertigkeiten erproben
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungKörpergefühl entwickeln und Körperwahrnehmung verbessern: Reaktionen des Körpers bewusst erfahren – zB Ermüdung, Pulsfrequenz
- StrichaufzählungErkennen der Gefahrenvermeidung, des richtigen Verhaltens in Gefahrensituationen und bei Unfällen
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntdecken und Erschließen von weiterführenden Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen, vorzugsweise im Freien
- StrichaufzählungErweiterung der Erfahrungen mit rollenden und gleitenden Geräten
- StrichaufzählungMaßnahmen zur Sicherheit kennen lernen; selbst und in der Gruppe Gefahren erkennen
- StrichaufzählungKenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Geräten sowie zu Gefahren bei Natursportarten erwerben
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff 5. und 6. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
- Strichaufzählungvielfältige motorische Aktivitäten anbieten und üben
- StrichaufzählungVerbessern der konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer (vorwiegend im aeroben Bereich), Beweglichkeit
- Strichaufzählungpsychomotorische Schulung
- StrichaufzählungStabilisieren der koordinativen Fähigkeiten: Gleichgewicht, Raumwahrnehmung und Orientierung, Rhythmusfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
- StrichaufzählungGewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung und Aufbau von sportartspezifischen Grundstrukturen
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten erlernen, üben und zu kurzen Bewegungsfolgen verbinden
- StrichaufzählungKunststücke allein und in der Kleingruppe (er)finden, erproben, üben und einander präsentieren
- Strichaufzählungnach individuellen Voraussetzungen schnell, ausdauernd und über Hindernisse laufen; weit, hoch und über Hindernisse springen; in die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen
- Strichaufzählungvielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen können allenfalls in einer (weiteren) Schwimmlage; Sprünge
- StrichaufzählungErlernen, Üben und Anwenden von leichtathletischen Grundformen
- StrichaufzählungEntwicklung von sportspielübergreifenden Fähigkeiten und Fertigkeiten
- StrichaufzählungWettkämpfe (und deren Vorformen) in den verschiedenen Sportarten und Sportspielen durchführen, wobei Leistungswille, Fairness und Umgang mit Sieg und Niederlage thematisiert werden; Leistungsgrenzen sollen erkannt und respektiert werden, aber auch durch eigenständiges Lernen und Üben verändert werden können
- Strichaufzählungangemessener Aufbau kognitiver Grundlagen zu sportlicher Leistung und Leistungsverbesserung
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntwickeln von Spielfähigkeit und vielseitigem Spielkönnen durch spontanes und kreatives Spiel in verschiedenen Situationen mit Gegenständen, mit und ohne Geräte, durch kooperative Spiele, Spiele ohne Verlierer und durch regelgebundene Spiele
- StrichaufzählungEntwickeln von Regelbewusstsein als Fähigkeit, Spielvereinbarungen und Spielregeln anzuerkennen, situativ abzuändern und neu zu gestalten
- Strichaufzählungtaktische Maßnahmen setzen können
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAufbau von Körperwahrnehmung; Entwicklung von Sensibilität für verschiedene Sinne und von ästhetischer Erfahrung in Ausdruck und Bewegung
- StrichaufzählungEntwickeln der Fähigkeit, Erlebnisse, Stimmungen und Gefühle in Bewegung zum Ausdruck zu bringen
- StrichaufzählungUmsetzen von Musik und Rhythmus in Bewegung und Tanz
- Strichaufzählunggymnastische Grundformen ohne und mit Geräten und deren räumlich-zeitliche Gestaltung als Einzel- und Gruppenarbeit
- Strichaufzählungeinfache akrobatische und gauklerische Fertigkeiten erlernen und üben
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungBedeutung der Bewegung für das physische, psychische und soziale Wohlbefinden erfassen
- Strichaufzählungbewusstes und eigenverantwortliches Umgehen mit dem Körper
- StrichaufzählungErfahren, Ausgleichen und Vermeiden allfälliger muskulärer Dysbalancen und ebenso motorischer Schwierigkeiten in den Bereichen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit unter besonderer Berücksichtigung der Haltung
- StrichaufzählungErlernen der Gefahrenvermeidung, des richtigen Verhaltens in Gefahrensituationen und bei Unfällen
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntdecken und Erschließen von weiteren Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen, vorzugsweise im Freien
- StrichaufzählungErfahrungen mit rollenden und gleitenden Geräten festigen allenfalls erweitern
- Strichaufzählunggemeinsam handeln und dabei an Sicherheit gewinnen
- Strichaufzählungfachspezifische Kenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Geräten sowie zu Gefahren bei Natursportarten erwerben
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Grundlagen zu Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungAusbau der vielfältigen motorischen Aktivitäten
- Strichaufzählungweiterer Ausbau der konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit; Kraft (auch Verwendung angemessener Geräte und allenfalls Einsatz von Fitnessgeräten), Ausdauer (sowohl im aeroben Bereich als auch im anaeroben Bereich), Beweglichkeit
- StrichaufzählungVerbessern der koordinativen Fähigkeiten; Bewusstmachen des eigenen Bewegungsverhaltens hinsichtlich Bewegungsqualität, Bewegungsökonomie und Erkennen der persönlichen Grenzen
- StrichaufzählungGewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung; sportartspezifische Grundstrukturen verfeinern und daraus komplexe Bewegungsfertigkeiten entwickeln
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- Strichaufzählunganspruchsvollere Bewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten erlernen und üben; Bewegungsverbindungen erarbeiten und nach räumlich-zeitlichen sowie ästhetischen Kriterien gestalten
- StrichaufzählungKunststücke allein, in der Gruppe und im Klassenverband (er)finden, erproben, üben und gemeinsam präsentieren
- Strichaufzählungmöglichst schnell und ausdauernd in einer Lage auch allenfalls in Wettkampfform schwimmen; Kennenlernen einer weiteren Lage. Sprünge
- StrichaufzählungVerbessern und vielfältiges Anwenden von leichtathletischen Grundformen
- StrichaufzählungEntwicklung der Sportspielfähigkeit (allein, miteinander und gegeneinander) unter technikrelevanten Aspekten. Spielorganisation übernehmen
- StrichaufzählungWettkämpfe (und deren Vorformen) in den verschiedenen Sportarten und Sportspielen durchführen, wobei Leistungswille, Fairness und Umgang mit Sieg und Niederlage thematisiert werden; Leistungsgrenzen sollen erkannt und respektiert werden, aber auch durch eigenständiges Lernen und Üben verändert werden können
- Strichaufzählungangemessener Aufbau kognitiver Grundlagen zu sportlicher Leistung und Leistungsverbesserung
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungWeiterentwicklung der Spielfähigkeit unter verstärkt technikrelevanten Aspekten
- Strichaufzählungzunehmend genaue Regelauslegung. Spielleitungen übernehmen
- Strichaufzählungtaktische Einzelentscheidungen treffen bzw. gruppen- und mannschaftstaktische Maßnahmen umsetzen können
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntwicklung eines differenzierten Bewegungsgefühls und von Verständnis für Bewegungsqualität
- Strichaufzählungeigenständiges und kreatives Variieren, Kombinieren und Erfinden von Bewegungen mit und ohne Materialien
- Strichaufzählungkreatives Umsetzen von Musik und Rhythmus in Bewegung und Tanz
- StrichaufzählungErweiterung der gymnastischen Grundformen ohne und mit Geräten; Koordination von Raum, Zeit und Dynamik erfahren; als Einzel- und Gruppengestaltung umsetzen
- Strichaufzählungakrobatische und gauklerische Fertigkeiten durchführen
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- Strichaufzählungden Einfluss der Körperfunktionen und Bewegungswirkungen auf das physische, psychische und soziale Wohlbefinden verstehen (zB Verbessern der organischen Leistungsfähigkeit, aktive Erholung und ausgleichende Bewegung)
- StrichaufzählungKörpergefühl entwickeln und Körperwahrnehmung verbessern; Reaktionen des Körpers erfahren
- Strichaufzählungfachspezifische Informationen über Körperstatik - zB Wirbelsäule – und Körperfunktionen - zB Muskelfunktion, Ermüdung, Pulsfrequenz erfahren
- StrichaufzählungErlernen und Üben der Gefahrenvermeidung, des richtigen Verhaltens in Gefahrensituationen und bei Unfällen.
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungEntdecken, Erschließen von komplexen Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen – vorzugsweise im Freien
- StrichaufzählungErweiterung der Erfahrung mit rollenden und gleitenden Geräten (zB auch mit Einrad, Snowboard)
- StrichaufzählungMaßnahmen zur Sicherheit ergreifen; selbst und in der Gruppe Gefahren erkennen und zu aktiver Hilfeleistung führen
- Strichaufzählungfachspezifische Kenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Geräten sowie zu Gefahren bei Natursportarten erwerben und ausbauen
8. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND LEHRSTOFF DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN Lebende Fremdsprache, Englisch Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern die Begegnung mit der englischen Sprache in einer motivierenden Atmosphäre zu ermöglichen, ihr Interesse für diese Sprache zu wecken, ihre kognitiven, emotionalen und kreativen Fähigkeiten zu nutzen und zu erweitern.
Sprachverhalten ist zu entwickeln, um die englische Sprache als Verständigungsmittel im Alltag gebrauchen zu können.
Darüber hinaus sollen alle Möglichkeiten zu sozialem Lernen wahrgenommen werden, die sich beim gemeinsamen Lernen einer fremden Sprache ergeben.
Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben stehen in einem engen Zusammenhang und haben die gemeinsame Aufgabe, einen ganzheitlichen Erziehungs- und Lernprozess in Gang zu setzen.
Diese Teilbereiche sind fächerübergreifend anzuwenden, ergänzen sich gegenseitig, greifen ineinander und führen zum richtigen Verständnis und Gebrauch der englischen Sprache hin.
Einblicke in die Lebensgewohnheiten der Menschen in englischsprachigen Ländern sind zu vermitteln und können zu einer aufgeschlossenen Haltung gegenüber Menschen anderer Sprachgemeinschaften allgemein beitragen.
Schwerpunkte sind:
- StrichaufzählungElemente der englischen Sprache und deren Aussprache kennen zu lernen, diese ständig zu erweitern und Einsichten in die Struktur und Funktion dieser Sprache zu gewinnen
- Strichaufzählungden richtigen Sprachgebrauch vorwiegend im mündlichen, nach Möglichkeit auch im schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen
- StrichaufzählungErfahrungen und Gedanken in englischer Sprache auszutauschen und den lebenspraktischen Nutzen bewusst zu machen
Didaktische Grundsätze:
Aus lernpsychologischen Gründen sollte der Englischunterricht – sofern dies organisatorisch möglich ist – in den Gesamtunterricht integriert werden und sich thematisch am Unterricht anderer Gegenstände orientieren.
Der Englischunterricht hat in erster Linie den Aufbau mündlicher Kommunikationsfähigkeit zum Schwerpunkt.
Das Hörverstehen ist durch regelmäßige Hörübungen sowohl durch das Verstehenlernen der Äußerungen von Lehrerinnen bzw. Lehrern und Mitschülerinnen und Mitschüler als auch durch das Lösen von gezielten Aufgaben zum Hörverstehen anhand von geeigneten Hörtexten zu entwickeln. Dabei sind die Aufgaben in den ersten beiden Lernjahren so zu gestalten, dass sie ohne Lese- und Schreibfertigkeiten bewältigt werden können.
Der Sprechunterricht hat anhand von Dialogen Situationen aus der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Es ist notwendig, sich auf einen leicht erlernbaren jedoch vielseitig verwendbaren Wortschatz zu beschränken. Dieser Wortschatz ist immer wieder in kurzen, abwechslungsreichen Übungen zu wiederholen, zu festigen, in neuen Zusammenhängen zu verwenden und so weit wie möglich zu erweitern.
Durch Verwendung von zB rhythmischen Sprechübungen und kurzen Reimen werden Ausspracheübungen attraktiv und interessant gestaltet.
Leseverstehen beschränkt sich auf zusammenhängende Äußerungen in Verbindung mit den jeweiligen Themen.
Der passive Wortschatz gewinnt vor allem bei der Entwicklung von sinnerfassendem Lesen Bedeutung. Erst daraus kann ein aktiver Wortschatz individuell entwickelt und aufgebaut werden. Lautes Lesen trägt wesentlich zur Schulung der Aussprache bei; es sollen in der Regel gemeinsam erarbeitete Texte von den Schülerinnen und Schülern laut gelesen werden.
Schreiben ist als eigene Fertigkeit nur in bescheidenem Ausmaß anzustreben. Grundsätzlich ist nichts zu schreiben, was nicht durch vorangegangene Sprechübungen abgesichert ist.
Die Themen des Fremdsprachenlernens ergeben sich aus der Jahresplanung und werden im Laufe der Unterrichtsjahre immer wieder erarbeitet und erweitert.
Folgende Themen bieten sich beispielsweise an:
- Strichaufzählungmeine Familie, meine Freunde und ich
- Strichaufzählungmeine Schule
- Strichaufzählungmeine Freizeit und meine Interessen
- Strichaufzählungmein Jahresablauf
- Strichaufzählungmein Körper und mein Befinden
- Strichaufzählungmeine Umwelt
- StrichaufzählungArbeit und Beruf
- StrichaufzählungGesellschaft und Kultur
Grundstufe römisch zwei Lehrstoff: 3. und 4. Schulstufe
Schulung des Hörens und Hörverstehens; Bewältigung einfacher Sprechsituationen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSchulung des Hörens und Hörverstehens durch Hinführung zum bewussten Zuhören durch Übungen zur Lautwahrnehmung und Lautunterscheidung
- StrichaufzählungSchulung des Hörens und Hörverstehens durch Hinführung zum Einander-Zuhören und zum Verstehen und Erschließen fremdsprachlicher Äußerungen, Anweisungen und Aufforderungen unter Zuhilfenahme aller Sinne
- StrichaufzählungBewältigung einfacher Sprechsituationen im sozialen Kontext: einfache Grußformen, Familienmitglieder und Freunde vorstellen, einfache Glückwünsche, Dank ausdrücken und Entschuldigungsformen
- StrichaufzählungWiedergeben von einfachen Texten: Sprüche, Reime, Lieder und Spiele
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
- StrichaufzählungÄußerungen im Rahmen der erarbeiteten Gesprächsstoffe verstehen
- StrichaufzählungHörtexte über Medien erfassen, sofern sie Thematisches an Bekanntes anschließen
- Strichaufzählungkurze Dialoge führen und verstehen
- Strichaufzählungeinen Grundwortschatz aufbauen
Sekundarstufe römisch eins Lehrstoff: 5. und 6. Schulstufe
Schulung des Hörens und Hörverstehens; Bewältigung komplexerer Sprechsituationen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungSchulung des Hörens und Hörverstehens durch Hören von Texten, die kommunikativen Wert haben und aus bekannten Elementen bestehen
- StrichaufzählungBewältigung von Sprechsituationen im sozialen Kontext: Grußformen, Familienmitglieder und Freunde vorstellen, Einladungen, einfache Telefonate, Glückwünsche, Danken und Entschuldigen, Reagieren auf Fragen und Erteilen von Auskünften
- StrichaufzählungBeziehungen regeln: Befinden erfragen, eigenes Befinden beschreiben, um Erlaubnis bitten und darauf reagieren
- StrichaufzählungNichtwissen bzw. Nichtverstehen äußern
- StrichaufzählungSprüche, Reime und Lieder
- StrichaufzählungSpielszenen und Rollenspiele
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
- StrichaufzählungÄußerungen verstehen
- StrichaufzählungDialoge führen und verstehen
- Strichaufzählungden bereits erworbenen Grundwortschatz ständig erweitern
- Strichaufzählungthemenbezogene Hörtexte im Wesentlichen verstehen
- StrichaufzählungSprüche, Reime und Lieder reproduzieren
- Strichaufzählungkurze Spielszenen und Rollenspiele realisieren
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Schulung des Hörens und Hörverstehens; Bewältigung von Sprech- und Alltagssituationen
Beispielsweise:
- StrichaufzählungHandlungen anbahnen: um Hilfe ersuchen und Hilfe anbieten, Vorschläge machen und darauf reagieren, Anordnungen erteilen und verstehen
- StrichaufzählungAlltagssituationen in der Fremdsprache bewältigen: Informationen einholen und geben
- StrichaufzählungStellungnahmen abgeben
- StrichaufzählungWünsche und Gefühle ausdrücken und erfragen
- StrichaufzählungSprüche, Reime und Lieder
- StrichaufzählungSpielszenen und Rollenspiele
- StrichaufzählungTexte lesen, eventuell schreiben und verfassen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- StrichaufzählungInformationen im Rahmen vorgesehener Themen und Situationen geben und erfragen
- Strichaufzählungpersönliche Befindlichkeiten zum Ausdruck bringen
- StrichaufzählungSprüche, Reime und Lieder reproduzieren
- Strichaufzählungsich über Erlebtes und Erarbeitetes äußern
- Strichaufzählungkurze Spielszenen und Rollenspiele realisieren
- StrichaufzählungTexte sinn erfassend und richtig artikuliert lesen
- StrichaufzählungMitteilungen und Texte verfassen
Verkehrserziehung Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Verkehrserziehung zum bewussten Wahrnehmen, zu einer kritischen, verantwortungsvollen und umweltbewussten Einstellung und zu überlegtem Handeln in Verkehrssituationen geführt werden.
Verkehrserziehung soll:
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen Verkehrsregelung und Verkehrsablauf sowie zwischen Verkehr und Umwelt aufzeigen
- Strichaufzählungdie Fähigkeit der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktion als Voraussetzung für eine selbstständige und sichere Teilnahme am Verkehr fördern und trainieren
- Strichaufzählungerforderliche Kenntnisse über Verkehrszeichen, -einrichtungen, -vorschriften, -wege und -mittel sowie Kenntnisse über die Bedeutung des Umweltschutzes vermitteln
- Strichaufzählungzur Bereitschaft führen, Normen und Regelungen sowie sonstige Erfordernisse und Gegebenheiten im Verkehr zu akzeptieren und sich um soziales, auf Sicherheit gerichtetes, die Umwelt schützendes Verhalten zu bemühen
- Strichaufzählungdurch Einübung konkreter Verhaltensmuster zur Bewältigung der täglichen Anforderungen als Verkehrsteilnehmerin bzw. Verkehrsteilnehmer befähigen
Schwerpunkte sind:
- Strichaufzählungkritisches, verantwortungsvolles, umweltbewusstes und überlegtes Handeln in Verkehrssituationen
- StrichaufzählungZusammenhänge zwischen Verkehrsregelung und Verkehrsablauf sowie zwischen Verkehr und Umwelt zu erkennen
- Strichaufzählungdie Fähigkeit der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktion als Voraussetzung für eine selbstständige und sichere Teilnahme am Verkehr zu gewinnen und weiter zu entwickeln
- Strichaufzählungerforderliche Kenntnisse über Verkehrszeichen, -einrichtungen, -vorschriften, -wege und -mittel sowie Kenntnisse über die Bedeutung des Umweltschutzes zu erwerben
- StrichaufzählungNormen und Regelungen sowie sonstige Erfordernisse und Gegebenheiten im Verkehr zu akzeptieren
- Strichaufzählungsich um soziales, partnerschaftliches, rücksichtsvolles, auf Sicherheit gerichtetes, die Umwelt schützendes Verhalten zu bemühen
- Strichaufzählungkonkrete Verhaltensmuster zur Bewältigung der täglichen Anforderungen als Verkehrsteilnehmerin bzw. Verkehrsteilnehmer einzuüben
Didaktische Grundsätze:
Verkehrserziehung ist ihrem Wesen nach auf die Aneignung normgerechten, situationsangemessenen Verhaltens, das der eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer dient, ausgerichtet.
Neben sachlichem Lernen ist Verkehrserziehung wesentlich auch auf soziales Lernen ausgerichtet. Jeder trägt nicht nur für sich selbst, sondern im hohen Maß auch für andere Verantwortung. Durch Prozesse der Selbsterfahrung im Unterricht ist den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass in einer Verkehrsgemeinschaft alle Verantwortung zu tragen haben.
Lerninhalte und Anlässe orientieren sich an realen Verkehrsereignissen und -situationen im Umfeld der Schülerinnen und Schüler. Dies schließt die Möglichkeit von Gelegenheitsunterricht ein.
Üben, regelmäßiges Wiederholen und systematische Festigung von Verkehrsregeln in verschiedenen Zusammenhängen und aus verschiedenen Blickwinkeln sind Voraussetzungen für die Sicherung des Unterrichtsertrags.
Verkehrserziehung soll so angelegt werden, dass sie von jeder Schülerin und von jedem Schüler als etwas Wichtiges, Lebensbedeutsames erkannt und akzeptiert wird. Richtiges und zunehmend selbstständiges Verhalten sollte als echte Lernleistung anerkannt und verstärkt werden.
Der Schwierigkeitsgrad der Lehrstoffinhalte ist nach dem individuellen Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf den einzelnen Schulstufen aufzubauen.
Grundstufe römisch eins und römisch zwei Lehrstoff: 1. bis 4. Schulstufe
Verkehrsregeln und Verhalten im Straßenverkehr
Beispielsweise:
- Strichaufzählungdie optische und akustische Wahrnehmung verfeinern und schulen: Lichtzeichen von Anlagen und Fahrzeugen bewusst wahrnehmen und ihre Signalfunktion verstehen; verschiedenste Verkehrsgeräusche (zB Motorengeräusche) bewusst wahrnehmen, unterscheiden und das eigene Verhalten darauf einstellen
- Strichaufzählungdie Kommunikations- und Reaktionsfähigkeit im Verkehr verfeinern und fördern: die im Straßenverkehr gebräuchlichen nonverbalen Kommunikationsmuster wahrnehmen, verstehen und das eigene Verhalten darauf einstellen (zB Handzeichen, Blickkontakt, Warnsignale)
- Strichaufzählungdie Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit möglichst optimieren
- StrichaufzählungVerkehrszeichen, -vorschriften und -regeln kennen lernen und akzeptieren (zB Benützen des Gehsteigs, Verhalten vor und beim dem Überqueren der Fahrbahn, Zebrastreifen)
- StrichaufzählungVerkehrsverhältnisse im Einzugsbereich der Schule
- Strichaufzählungbesondere Gefahrenstellen
- Strichaufzählungder sichere Schulweg
- Strichaufzählungrichtiges Verhalten als Fußgängerin und als Fußgänger üben
- StrichaufzählungVerhalten beim Mitfahren in privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln (zB Verhalten beim Aus- und Einsteigen in ein Verkehrsmittel)
- Strichaufzählungsoziales, vorausblickendes und sicherheitsorientiertes Verhalten im Verkehr (zB sich als Fußgänger sicher verhalten, für andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Verantwortung übernehmen, mögliche Gefahren rechtzeitig erkennen)
- Strichaufzählungrichtiges Verhalten bei Unfällen: entwicklungs- altersgemäß und situationsgerecht handeln
- Strichaufzählungdas Fahrrad als Verkehrsmittel: das verkehrssichere Fahrrad – vorschriftsmäßige Ausrüstung, Sicherheitsausrüstung, Pflege und Wartung, möglichst sichere Beherrschung des Fahrrads, Verhaltensregeln für das Rad fahren auf Freilandstraßen und in verbauten Gebieten
- StrichaufzählungVerkehr und Umwelt
Berufsorientierung Bildungs- und Lehraufgabe:
Berufsorientierung findet viele Ansatzpunkte in anderen Unterrichtsgegenständen, verfolgt jedoch darüber hinausgehend eigenständige Ziele. Der Unterricht in Berufsorientierung strebt die Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler an und soll folgende Hauptkomponenten integrieren: Ichstärke (Selbstkompetenz) und Wissen um die bzw. Auseinandersetzung mit der Arbeits- bzw. Berufswelt (Sach- und Methodenkompetenz). Sozialkompetenz gewinnt steigende Bedeutung in der Arbeits- bzw. Berufswelt und soll im Rahmen der Berufsorientierung geübt und gefestigt sein.
Somit soll ein wesentlicher Beitrag zur Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler geleistet werden. Die Entwicklung und Stärkung von Hoffnung, Wille, Entscheidungsfähigkeit, Zielstrebigkeit, Tüchtigkeit, Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und Beziehungsfähigkeit soll dabei im Mittelpunkt stehen.
Berufsorientierung soll die Begegnung der Schülerinnen und Schüler mit der Arbeits- bzw. Berufswelt vorbereiten und möglichst viele praktische Einblicke in das Berufsleben bieten. Der Unterricht soll Interesse an einer künftigen Berufsarbeit wecken, aber auch falsche Erwartungen richtig stellen.
Berufsorientierung hat wesentlich dazu beizutragen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Neigungen und Interessen auseinander setzen.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht soll den prozesshaften Charakter der Berufsorientierung berücksichtigen. Er soll die Berufswahl einleiten, begleiten und zur selbstständigen Berufswahlentscheidung hinführen. Dabei ist auf berufsorientierende Inhalte anderer Unterrichtsgegenstände, auch früherer Schulstufen, Bezug zu nehmen.
Die Beiträge der Berufsorientierung zur Persönlichkeitsbildung bedingen eine besondere Art der Unterrichtsgestaltung: anschauliches, unmittelbares Erleben und Selbsttätigkeit sowie die Berücksichtigung der persönlichen Erlebnis- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler sind dafür Voraussetzung.
Für die Umsetzung im Unterricht bieten sich Klassengespräche, Rollenspiele, Gruppenarbeit, selbstständige Einzelarbeit und direkte Begegnungen der Schülerinnen und Schüler mit Personen und Einrichtungen aus der Arbeits- bzw. Berufswelt oder dem Ausbildungsbereich (Realbegegnungen wie Betriebs-, Berufs- und Schulerkundungen, Berufspraktische Tage, Besuch von Messen und weiteren Veranstaltungen zur Berufsinformation usw.) an.
Sie erfordern eine fundierte Vor- und Nachbereitung mit den Schülerinnen und Schülern und eine intensive Kooperation zwischen den Schulen und Betrieben. Bei der Terminisierung ist auf den Gesamtablauf des Berufsorientierungsprozesses zu achten.
Eine intensive Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten sowie mit außerschulischen Einrichtungen und Institutionen bildet einen wichtigen Schwerpunkt in der Berufsorientierung.
Lehrstoff: 7. und 8. Schulstufe
Bedeutung und Aspekte von Arbeit und Beruf
Beispielsweise:
- StrichaufzählungArbeit und Berufe
- StrichaufzählungAnforderungsprofile für Arbeit und berufliche Tätigkeiten
- StrichaufzählungBerufswunsch und Realisierbarkeit im Wirkungsgefüge von zB Erziehungsberechtigte, Freundeskreis, Wirtschaft und Gesellschaft
- StrichaufzählungArbeit im unmittelbaren Erlebnisbereich der Schülerinnen und Schüler
- StrichaufzählungArbeit in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsräumen
- StrichaufzählungFormen von Arbeit
- Strichaufzählungdie Arbeits- und Berufswelt erfahren – Realbegegnungen
- StrichaufzählungVerständnis gewinnen für die Verantwortung des arbeitenden Menschen gegenüber der Betriebsgemeinschaft, dem Betrieb, der Gesellschaft und dem Staat
- Strichaufzählungdie Bedeutung von sozialen Kompetenzen
- StrichaufzählungArbeit und Gesundheit
- StrichaufzählungPartnerschaft und Aufgabenteilung in Familie, Ehe- und Lebensgemeinschaften
- StrichaufzählungRollenverständnis von Mädchen und Frauen, Knaben und Männern
- StrichaufzählungVeränderungen und Weiterentwicklung von Arbeit und Berufen unter historischen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen, ergonomischen und ökologischen Aspekten
- StrichaufzählungAuswirkungen neuer Technologien auf die verschiedenen Berufs- und Lebensbereiche
- StrichaufzählungArbeitslosigkeit als strukturelles Phänomen
- StrichaufzählungInteressensvertretungen und Grundlagen des Arbeits- und Sozialrechts
- Strichaufzählungberufsrelevante Informationen
- StrichaufzählungBeratungseinrichtungen im eigenen Bundesland
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
- Strichaufzählungdie eigenen Wünsche, Interessen und Neigungen entdecken, erforschen und hinterfragen lernen
- StrichaufzählungBegabungen und Fähigkeiten wahrnehmen können, um persönliche Erwartungen reflektieren und einschätzen zu lernen
- StrichaufzählungArbeit in ihrer vielfältigen Bedeutung und Form als Elementarfaktor für die Menschen und ihren Lebensraum erkennen und ihr einen persönlichen Stellenwert zuordnen können
- Strichaufzählungdurch die Auseinandersetzung mit der Problematik der geschlechtsspezifischen Konzentration auf bestimmte Ausbildungswege die daraus resultierenden Konsequenzen einschätzen lernen
- Strichaufzählungaktuelle Formen sowie die Veränderbarkeit von Arbeit und Berufen erkennen und eine persönliche Strategie für die eigene Berufs- und Lebensplanung aufbauen können
- Strichaufzählungvertiefte Einblicke in ausgewählte Berufe gewinnen
- StrichaufzählungBeratungseinrichtungen, die Hilfe für die Planung der beruflichen Ausbildung anbieten, kennen lernen und das Angebot für sich nutzen können
9. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND LEHRSTOFF DER UNVERBINDLICHEN ÜBUNGEN UND FREIGEGENSTÄNDE
Die Inhalte der unverbindlichen Übungen Verkehrserziehung, Lebende Fremdsprache Englisch, Berufsorientierung, Bewegung und Sport sowie Technisches Werken und Textiles Werken enthalten vertiefende Angebote aus dem Lehrplan der entsprechenden Pflichtgegenstände bzw. der verbindlichen Übungen mit Schwerpunktsetzungen gemäß den Interessen und Bedürfnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
Die Inhalte der unverbindlichen Übungen Interessens- und Begabungsförderung, Chorgesang, Spielmusik, Darstellendes Spiel, Einführung in die Informatik und Muttersprachlicher Unterricht orientieren sich am Lehrplan der Volks- bzw. der Hauptschule.
Der Inhalt des Freigegenstandes Lebende Fremdsprache Englisch enthält vertiefende Angebote aus dem Lehrplan der verbindlichen Übung Lebende Fremdsprache Englisch mit Schwerpunktsetzungen gemäß den Interessen und Bedürfnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
10. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND LEHRSTOFF DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE DER DEUTSCHFÖRDERKLASSEN A. GRUNDSTUFE römisch eins UND römisch zwei Deutsch in der Deutschförderklasse
Wie Anlage A Zehnter Teil Abschnitt B
Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen
Für die weiteren Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie im 7. und 8. Teil anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
Freigegenstände und unverbindliche Übungen
Für die Freigegenstände und unverbindlichen Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie im 9. Teil anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
B. SEKUNDARSTUFE römisch eins
Deutsch in der Deutschförderklasse
Wie Anlage A Zehnter Teil Abschnitt C
Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen
Für die weiteren Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie im 7. und 8. Teil anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
Freigegenstände und unverbindliche Übungen
Für die Freigegenstände und unverbindlichen Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie im 9. Teil anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.