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BGBl. II Nr. 217/2026

kundgemacht 22.07.2026 RIS↗
Versicherungsvermittlungs-Verordnung 2026
Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Energie und Tourismus über die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsagent sowie in der Form Versicherungsmakler und Beratung in Versicherungsangelegenheiten und die Berechtigung zur Versicherungsvermittlung bei der Gewerblichen Vermögensberatung 2026 (Versicherungsvermittlungs-Verordnung 2026)
Kundmachung BGBl. II Nr. 217/2026× zu ××

Änderungen durch diese Kundmachung

Versicherungsvermittlungs-Verordnung 2026 neu § 0↗RIS↗
§ 6neu
in Kraft ab 23.07.2026 · idF BGBl. II Nr. 217/2026 § 6↗RIS↗

3. Abschnitt
Versicherungsmakler und Beratung in Versicherungsangelegenheiten

Fachliche Qualifikationserfordernisse

Paragraph 6,

  1. Absatz eins,Die fachliche Qualifikation zum Antritt des Gewerbes Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsmakler und Beratung in Versicherungsangelegenheiten wird durch die abgelegte Befähigungsprüfung erfüllt.
  2. Absatz 2,Die fachliche Qualifikation zum Antritt des Gewerbes Versicherungsvermittlung in der Form Versicherungsmakler und Beratung in Versicherungsangelegenheiten wird auch durch den Nachweis einer ununterbrochenen dreijährigen fachlichen Tätigkeit als Betriebsleiter oder Unselbstständiger im Gewerbe Versicherungsvermittlung (Paragraph 94, Ziffer 76, GewO 1994) in der Form Versicherungsmakler und Beratung in Versicherungsangelegenheiten erbracht, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit den Abschluss eines fachlich einschlägigen
    1. Ziffer eins
      Studiums gemäß
      1. Litera a
        Paragraph 54, des Universitätsgesetzes 2002 – UG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 120 aus 2002,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 68 aus 2025,, oder
      2. Litera b
        Paragraph 8, des Privathochschulgesetzes – PrivHG, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 77 aus 2020,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 50 aus 2024,,
    2. Ziffer 2
      Fachhochschul-Studienganges gemäß Paragraph 3, des Fachhochschulgesetzes – FHG, Bundesgesetzblatt Nr. 340 aus 1993,, in der Fassung des Bundesgesetzes Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 50 aus 2024,,
    3. Ziffer 3
      Universitätslehrganges oder
    4. Ziffer 4
      Lehrganges universitären Charakters

    Sub-Litera, i, m Mindestausmaß von 60 ECTS nachweist.

  3. Absatz 3,Als fachlich einschlägige Ausbildung im Sinne des Paragraph 6, Absatz 2, gilt eine Ausbildung, welche Lehrveranstaltungen in den Bereichen
    1. Ziffer eins
      Grundlagen der Rechtswissenschaften,
    2. Ziffer 2
      Grundlagen des Bürgerlichen Rechts,
    3. Ziffer 3
      Versicherungsvertragsrecht,
    4. Ziffer 4
      Versicherungsaufsichtsrecht,
    5. Ziffer 5
      Versicherungsvermittlerrecht und
    6. Ziffer 6
      Spartenkunde (Sach-, Personen- und Vermögensversicherungen)
    im Mindestausmaß von insgesamt 30 ECTS beinhaltet.
  4. Absatz 4,Die fachliche Tätigkeit gemäß Paragraph 6, Absatz 2, hat unbeschadet Paragraph 2, Erfahrungen in den Bereichen Versicherungsvertragsrecht, Versicherungsvermittlerrecht sowie Spartenkunde (Sach-, Personen- und Vermögensversicherungen) zu beinhalten und in vollzeitlichem Umfang oder während einer entsprechenden Gesamtdauer in Teilzeit zu erfolgen. Lehrtätigkeiten gelten nicht als fachliche Tätigkeit. Die Beendigung dieser Tätigkeit darf nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Einreichung des vollständigen Antrags der betroffenen Person bei der zuständigen Behörde.