Änderungen zwischen den Fassungen
Anl. 1neu
PROTOKOLL
DIE HOHEN VERTRAGSCHLIESSENDEN PARTEIEN,
VON DEM WUNSCHE GELEITET, die Anwendung gewisser Vorschriften des Abkommens vom heutigen Tage über den Schutz von Herkunftsangaben, Ursprungsbezeichnungen und Benennungen landwirtschaftlicher und gewerblicher Erzeugnisse näher zu regeln,
HABEN DIE NACHSTEHENDEN BESTIMMUNGEN, die einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bilden, VEREINBART:
Österreichische Rebsortenbezeichnungen sind insbesondere:
Bouviertraube
Blaufränkisch
Blauer Portugieser
Blauer Wildbacher (oder Schilcher)
Burgunder oder Pinot (Klevner, Blauburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder)
Cabernet
Cabernet – Sauvignon
Jubiläumsrebe
Mädchentraube
Malvasier
Morillon (oder Chardonnay)
Müller-Thurgau
Muskat
Muskateller
Muskat-Ottonel
Muskat-Sylvaner
Neuburger
Rheinriesling (oder Riesling)
Rotgipfler
Ruländer (oder Grauer Burgunder)
St. Laurent (oder Laurenzitraube)
Sauvignon (oder Muskat-Sylvaner)
Sylvaner
Traminer (Roter Traminer, Gewürztraminer)
Veltliner (Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Frühroter Veltliner)
Welschriesling (oder Riesling)
Zierfandler (oder Spätrot)
Zweigeltrebe
Die Bezeichnung,,Burgunder“ wird in Österreich nicht allein, sondern lediglich in den Wortzusammensetzungen,,Weißburgunder“,,,Blauburgunder“ oder,,Grauburgunder“ oder im Zusammenhang mit einer österreichischen geographischen Bezeichnung verwendet.
Die Rebsortenbezeichnungen,,Cabernet“,,,Morillon (oder Chardonnay)“,,,St. Laurent“,,,Sauvignon“ und,,Pinot“ werden für österreichische Weine nur in Verbindung mit einer österreichischen geographischen Bezeichnung oder mit einem anderen eindeutigen Hinweis auf ihre österreichische Herkunft verwendet.
Burgenland | Steiermark |
Kärnten | Tirol |
Niederösterreich | Vorarlberg |
Oberösterreich | Wien |
Salzburg |
Die im Artikel III des Abkommens genannten ehemaligen französischen Provinzen sind:
Alsace | Ile-de-France |
Angoumois | Languedoc |
Anjou | Limousin |
Artois | Lorraine |
Aunis | Lyonnais |
Auvergne | Maine |
Bearn | Marche |
Berry | Comte de Nice |
Bourbonnais | Nivernais |
Bourgogne | Normandie |
Bretagne | Orleanais |
Champagne | Picardie |
Comte de Foix | Poitou |
Corse | Provence |
Dauphine | Roussillon |
Flandre | Saintonge |
Franche-Comte | Savoie |
Gascogne | Touraine |
Guyenne Comtat | Venaissin |
a) bei österreichischen und französischen Weinen und Branntweinen:
die Angabe des Erntejahres (Jahrgang),
der Name einer oder mehrerer Rebsorten, die Bezeichnungen: rose, sec, doux, brut, mousseux, V.O., V.S.O.P., Reserve, Extra, trois etoiles (in graphischer Darstellung);
b) bei österreichischen Weinen:
Alkoholgehalt, Hersteller (Produzent), Abfüller, Händler;
die Bezeichnungen:
weiß, rot, Wachstum, Gewächs, Kreszenz, original, Originalabfüllung, Originalabzug, Kellerabfüllung, Kellerabzug, Eigengewächs, Spätlese, Spätlesewein, Auslese, Auslesewein, Beerenauslese, Beerenauslesewein, Ausbruch, Ausbruchwein, Trockenbeerenauslese, Hochgewächs, Spitzengewächs, Clarettwein, Kabinett (Cabinet), Tischwein, Tafelwein, Bratenwein, Qualitätswein, Qualitätswein besonderer Reife und Leseart, Siegelwein, Dessertwein, aromatisierter Wein, Wermut (Vermouth), Perlwein, Schaumwein, Sekt, Qualitätsschaumwein, Qualitätssekt;
c) bei französischen Weinen:
Blanc de blanc, Zwicker, Edelzwicker, haut, grand cru, cru classe, premier cru, grand vin, petillant, appellation controlee, appelation d'origine, vin delimite de qualite superieure (ou V.D.Q.S.), vin de pays, mise en bouteille au chateau, mise en bouteille a la propriete;
d) bei französischen Branntweinen:
Appellation reglementee, Napoleon, Vieille reserve.
a) von den Eingangsabgaben frei bleiben;
b) als Geschenk eingeführt werden, das sind, soweit Österreich betroffen ist, Sendungen bis zu einer Menge von 20 Litern bei Wein und 4 Litern bei Spirituosen;
c) als Teil von Übersiedlungsgut, Erbschaftsgut oder Ausstattungsgut eingeführt werden;
d) im Reiseverkehr, einschließlich des kleinen Grenzverkehrs, eingeführt werden und dem Verbrauch während der Reise oder im Haushalt des Reisenden dienen.
ZU URKUND DESSEN haben die Bevollmächtigen der beiden Vertragsstaaten dieses Abkommen unterzeichnet und mit Siegeln versehen.
GESCHEHEN zu Wien, am 10. Mai 1974 in zwei Urschriften, jede in deutscher und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen authentisch ist.