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Anlage 16
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KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE
Das Sonderfach Kinder- und Jugendheilkunde umfaßt die Erkennung und Behandlung aller körperlichen und seelischen Erkrankungen, Prävention, Schutzimpfungen, pädiatrische Intensivmedizin, Rehabilitation und Fürsorge im Kindes- und Jugendalter.
1. Hauptfach:
Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monatenkinder- und Jugendneuropsychiatrie als Schwerpunktausbildung in Neurologie oder in Psychiatrie anzurechnen ist.
2. Pflichtnebenfächer:
3. Wahlnebenfächer:
Sechs Monate in einem oder zwei der im § 20 Abs. 1 Z 1 bis 43 genannten Sonderfächer, wobei jedes Wahlnebenfach zumindest in der Dauer von drei Monaten zu absolvieren ist.
1. Kenntnisse auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendheilkunde mit besonderer Berücksichtigung der Ätiologie, Symptomatologie, Diagnostik und Differentialdiagnostik sowie Therapie der Kinderkrankheiten, Anatomie, Pathologie, Physiologie, Pharmakologie;
2. Punktionen, insbesondere Pleura-, Aszites-, Knochenmark-, Lumbalpunktionen;
3. Laboratoriumsuntersuchungen einschließlich Blutgasanalyse, Chromosomenanalyse;
4. Sonographie;
5. Kenntnisse der Röntgendiagnostik und des Strahlenschutzes;
6. Infusionstherapie und parenterale Ernährung, Bluttransfusion und einschlägige Serologie einschließlich Austauschtransfusionen;
7. Reanimation, Schockbehandlung und Intensivpflege;
8. Perinatologie, Neonatologie;
9. Frühgeborenenpflege;
10. Säuglingsernährung und Diätetik (Mutterberatung);
11. Kenntnisse der Sozialpädiatrie;
12. Kenntnisse der Heilpädagogik;
13. Impfkunde;
14. Infektionskrankheiten;
15. Kardiologie einschließlich Elektrokardiogramm und Phonokardiographie;
16. Diagnose und konservative Behandlung cerebraler Erkrankungen;
17. Endokrinologie, insbesondere Diabetes und angeborene Stoffwechselstörungen;
18. Vorsorgemedizin einschließlich genetischer Beratung und Rehabilitation;
19. Kenntnisse der Phoniatrie, Logopädie, Audiologie, insbesondere der Pädaudiologie;
20. Kenntnisse psychologischer Testverfahren und Beurteilung psychologischer Befunderhebungen;
21. Kenntnisse der Psychosomatik;
22. Kenntnisse umweltbedingter Erkrankungen;
23. Information und Kommunikation mit Patienten über Vorbereitung, Indikation, Durchführung und Risken von Untersuchungen und Behandlungen;
24. Dokumentation;
25. Kenntnisse der für die Ausübung des ärztlichen Berufes einschlägigen Rechtsvorschriften;
26. Begutachtungen.
1. Kenntnisse der Humangenetik, der Zytogenetik, der klinischen Genetik, der Populationsgenetik, der Mutationsforschung sowie der Teratologie;
2. genetische Beratung, zytogenetische Diagnostik hinsichtlich aller Zellkulturarten und aller Chromosomendarstellungsverfahren, biochemische Humangenetik einschließlich der wichtigsten biochemischen Diagnoseverfahren von Erbkrankheiten und Interpretation entsprechender Befunde sowie experimentelle Zytogenetik und Mutationsforschung;
3. Diagnose und Therapie bei genetisch bedingten oder durch Chromosomenaberrationen hervorgerufenen Krankheiten sowie bei angeborenen Fehlbildungen anderer Genese;
4. prophylaktische Maßnahmen zur Verhütung von Erbkrankheiten und angeborenen Fehlbildungen sowie Beratung.
1. Reanimation und Schocktherapie;
2. Überwachung Schwerstkranker mit invasiven und nichtinvasiven Methoden;
3. Analgesie und Sedierung;
4. Pathophysiologie und Korrektur von Störungen des Flüssigkeits- und Säurebasenhaushaltes;
5. Bluttransfusion und einschlägige Serologie;
6. Pathophysiologie und Therapie von Gerinnungsstörungen;
7. Pathophysiologie und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen einschließlich Elektrotherapie;
8. Echokardiographie;
9. Pathophysiologie und Therapie der respiratorischen Insuffizienz einschließlich der Durchführung assistierter und kontrollierter Beatmungsformen;
10. Pathophysiologie und Therapie des akuten Nierenversagens einschließlich extrakorporaler Eliminationsverfahren;
11. klinische Toxikologie einschließlich primärer und sekundärer Gifteliminationsverfahren;
12. Pathophysiologie und Therapie des akuten Leberversagens, des Leberausfalls sowie gastrointestinaler Blutungen;
13. Pathophysiologie und Therapie von akuten endokrinen Krisen;
14. Infektionen, insbesondere der nosokomialen Infektion und Infektionsprophylaxe;
15. Punktionen von Arterien, zentralen Venen, Pleurahöhle, Ascites, Perikard und Lumbalkanal;
16. Pathophysiologie, Therapie und Überwachung cerebraler Erkrankungen;
17. Kenntnisse in Energie- und Substratstoffwechsel;
18. Kenntnisse in Interpretation bildgebender Verfahren.
1. Kenntnisse der Entwicklung, Anatomie, Physiologie und Pathologie des Nervensystems;
2. Kenntnisse der Endokrinologie, Reifungsbiologie und -pathologie;
3. Kenntnisse der Pathologie des Stoffwechsels;
4. Kenntnisse der Soziologie und Epidemiologie psychiatrisch-neurologischer Krankheitsbilder;
5. Kenntnisse der Entwicklungspsychologie, Psychodynamik, Neurosenlehre und Psychosomatik;
6. Kenntnisse der Psychopathologie;
7. biographische Anamneseerhebung, Verhaltensbeobachtung und Explorationstechnik;
8. psychologische Testverfahren und Beurteilung psychologischer Befunderhebungen;
9. neurologische Untersuchungsmethoden einschließlich der Entwicklungsneurologie;
10. Kenntnisse labordiagnostischer Befunde einschließlich Laborchemie sowie bildgebender und elektrophysiologischer Verfahren;
11. Kenntnisse psychiatrischer und neurologischer Krankheitsbilder;
12. Kenntnisse über Verhaltensauffälligkeiten unter Berücksichtigung der Psycho- und Soziogenese;
13. Diagnose und Therapie psychosomatischer Störungen und Krankheiten;
14. Eltern- und Erziehungsberatung;
15. Indikation heil- und sonderpädagogischer Methoden und funktionell-therapeutischer Verfahren;
16. Kenntnisse über im Kindes- und Jugendalter besonders angewandte psychotherapeutische Methoden;
17. Kenntnisse der phasenspezifischen Psychohygiene, der Prävention und der Rehabilitation einschließlich der Neurorehabilitation;
18. Früherkennung, Frühförderung und Betreuung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder;
19. Kenntnisse der Beurteilungskriterien für spezielle Fragestellungen von Institutionen der Pädagogik, der Jugendwohlfahrt und der Rechtspflege.