Änderungen zwischen den Fassungen
Anl. 2/05aufgehoben
V. Berechnung der Wanddicken von Dampfkesselflammrohren
mit äußerem Überdruck
A. Allgemeines.
B. Glatte und versteifte Rohre.
1. Bezeichnet
s die Blechdicke in mm,
d den Innendurchmesser zylindrischer Flammrohre, bei kegeligen
Flammrohren den mittleren Innendurchmesser in mm,
p den größten Betriebsdruck in kg/cm2,
a einen Zahlenwert,
l die Länge des Flammrohres in mm, gegebenenfalls die größte
Entfernung der wirksamen Versteifungen voneinander, dann ist
( ----------------)
p x d ( / a x l )
s = ------- ( 1 + / 1 + ----------- ) + 2 mm ...... (3)
2400 ( V p x (l + d) )
Hierin ist zu wählen:
a = 100 für Rohre mit überlappter Längsnaht, )
a = 80 für Rohre mit gelaschter oder ge- )
schweißter Längsnaht, ) Bei liegenden
a = 75 für Rohre ohne Naht oder mit ge- ) Flammrohren
schweißter Längsnaht, deren Unrundheit)
1% des Soll-Durchmessers nicht über- )
schreitet. )
a = 70 für Rohre mit überlappter Längsnaht, )
a = 50 für Rohre mit gelaschter oder ge- )
schweißter Längsnaht, ) Bei stechenden
a = 45 für Rohre ohne Naht oder mit ge- ) Flammenrohren
schweißter Längsnaht, deren Unrundheit )
1% des Soll-Durchmessers nicht über- )
schreitet. )
2. Die Länge l derjenigen Rohrstrecken, welche von Quersiedern
durchdrungen werden, kann man wie folgt annehmen:
(Anm.: Die Rohrstrecken sind nicht darstellbar.)
bei der Rohrstrecke a
l = l + 0.5 l , sofern l die größere Strecke,
1 2 1
bei der Rohrstrecke b
l = l + l , sofern l größer als l , andernfalls tritt
1 2 1 3
l an die Stelle von l ,
3 1
bei der Rohrstrecke c
l = l + l ,
1 2
bei der Rohrstrecke d
l = l + l beziehungsweise l = l + l .
2 3 3 4
3. Sind mit Rücksicht auf die Größe, die Befestigungsweise, den Durchdringungsort des Querrohres usw. Zweifel vorhanden, ob es in ausreichendem Maße versteifend einwirkt, so ist es ratsam, für l die volle Länge einzusetzen, also von einer rechnungsmäßigen Berücksichtigung der versteifenden Wirkung der Querrohre abzusehen.
C. Wellrohre und gerippte Rohre.
(Anm.: Die Zeichnungen sind nicht darstellbar.)
1. Bezeichnet
s die Blechdicke in mm,
d den kleinsten inneren Flammrohr-Durchmesser in mm,
p den größten Betriebsüberdruck in kg/cm2,
dann ist
p x d
s = ------- + 2 mm ......... (4)
1200
2. Die Blechdicke soll nicht kleiner als 7 mm genommen werden; nur
bei kleinen Kesseln (zum Beispiel für Feuerspritzen oder Kraftfahrzeuge) sind allenfalls dünnere Bleche zulässig.
Da bei der Herstellung gewellter Flammrohre der gerade Teil des Rohres ohnedies stärker verbleibt (in der Regel um etwa 1.5 mm) als der gewellte Teil, braucht dieser gerade Teil nicht nach der Formel für glatte Flammrohre berechnet zu werden, sofern seine Länge von Mitte der Nietreihe bis zum Beginn der ersten Welle 250 mm nicht übersteigt.