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Anl. 2neu
Anlage 2 zu § 7
Vertiefte Abschätzung der Auswirkungen auf das Klima
Die Abschätzung der zukünftigen Treibhausgasemissionen und Kohlenstoffspeicherung umfasst die Beantwortung der folgenden Fragen:
a) Welche Auswirkungen hat das Regelungsvorhaben oder das sonstige Vorhaben auf die zukünftigen Treibhausgasemissionen oder die Kohlenstoffspeicherung entsprechend der österreichischen Treibhausgasinventur in jedem einzelnen der nächsten fünf Jahre ab Realisierung des Vorhabens in Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalent? b) Wie verteilen sich diese Auswirkungen auf die jeweiligen Sektoren der nationalen Treibhausgasinventur? c) Was sind die zentralen Treiber (Verursacher) der Auswirkung auf die Treibhausgasemissionen oder die Kohlenstoffspeicherung? d) Welche Auswirkungen hat das Vorhaben auf die zukünftigen Treibhausgasemissionen oder die Kohlenstoffspeicherung, die nicht von der österreichischen Treibhausgasinventur umfasst sind? e) Welche Treibhausgas „Lock-in“ Effekte entstehen oder werden durch das Vorhaben verstärkt? | |
Die Abschätzung zur Anpassungsfähigkeit umfasst die Beantwortung der vertiefenden Fragen zu den jeweils relevanten Aktivitätsfeldern:
Aktivitätsfelder | Vertiefende Fragen | Unterstützende Fragen |
a) dem Wasserverbrauch oder -bedarf in der Landwirtschaft und kann es auf Grund der Folgen des Klimawandels (zB Hitze, Trockenheit) zu Nutzungskonflikten um die Ressource Wasser führen? b) Erosion und Bodenverdichtung bzw. auf die Bodenqualität? c) der Wasserhaltekapazität und damit auf die Stärkung bzw. Schwächung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels? d) dem Biodiversitätsverlust bzw. das Auftreten invasiver Arten? e) Naturgefahren, wie etwa Überflutungen, Hagel oder Dürre, oder das Auftreten neuer Krankheitserreger in der Tierhaltung? | ||
a) Erosion und Bodenverdichtung bzw. Bodenqualität? b) der Wasserhaltekapazität und damit auf die Stärkung bzw. Schwächung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels? c) dem Biodiversitätsverlust bzw. Auftreten invasiver Arten? d) Naturgefahren wie etwa Überflutungen, Dürre, Brände bzw. Auswirkungen auf die Schutzfunktion des Waldes vor Naturgefahren? | ||
a) dem Wasserverbrauch und kann es auf Grund der Folgen des Klimawandels (zB Hitze, Trockenheit) zu Nutzungskonflikten um die Ressource Wasser führen oder derartige Nutzungskonflikte verstärken (zB durch Bewässerung)? b) der sicheren Wasserversorgung und Trinkwasserversorgung insbesondere auch in Notfallzeiten (zB Dürre)? c) der nachhaltigen Bewirtschaftung von Gewässern und die Sicherung von Quellen und Grundwasserkörpern? | ||
a) klimawandelbedingten Veränderungen im Wintertourismus wie etwa Abnahme der Frosttage, Rückgang der Schneesicherheit oder Gletscherschmelze? b) klimawandelbedingten Veränderungen im Sommertourismus wie etwa Anstieg der Hitzetage, längere Saisonen oder Anstieg der Wassertemperaturen? c) den Sicherheitsgefährdungen von Besucherinnen und Besuchern wie etwa durch Steinschlag, Hangrutschungen, Hitze oder andere Naturgefahren? | ||
a) klimawandelbedingten Veränderungen wie etwa Niederwasserperioden? b) der Sicherheit von Energieinfrastrukturen gegenüber Extremwetterereignissen und Naturgefahren? c) dem veränderten Energiebedarf (Abnahme der Heizgradtage, dafür Zunahme des Kühlenergiebedarfs)? | ||
a) zunehmenden Hitzetagen und Tropennächten? b) zunehmenden Naturgefahren bzw. Extremwetterereignissen? | ||
a) Kapazitäten von Einsatzorganisationen sowie von Gesundheitsversorgung während oder nach einer Naturkatastrophe? b) der Infrastruktur zur Bewältigung einer Naturkatastrophe, wie zB Straßen zur Erreichbarkeit eines Katastrophengebiets oder der Abwasser- und Kanalisationssysteme? c) der Sicherheit von kritischer Infrastruktur bei Naturkatastrophen? | ||
a) die Hitzeanfälligkeit durch Anstieg der Hitzetage bzw. Verlängerung von Hitzeperioden? b) die Anfälligkeit auf verstärkte Ausbreitung von allergenen Tier- und Pflanzenarten sowie von Krankheitsüberträgern und Infektionskrankheiten und das damit im Zusammenhang stehende Risiko für die menschliche Gesundheit? c) die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung während und nach extremen Wetterereignissen/Naturkatastrophen? | ||
a) dem Erhalt oder Erweiterung, Verlust, Verkleinerung oder Zerschneidung von Ökosystemen und damit auf die Stärkung bzw. Schwächung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels? b) der Biodiversität und damit auf die Stärkung bzw. Schwächung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels? c) der Versorgung mit natürlichen Rohstoffen, die Bodenqualität oder das Wasserdargebot? | ||
a) der Sicherheit von Verkehrsinfrastrukturen gegenüber zunehmenden Naturgefahren und Extremwetterereignissen? b) dem Schutz von Fahrgästen, Personal und Verkehrsteilnehmern vor Naturgefahren? | ||
a) Nutzungskonflikte von Fläche (zum Beispiel Raumnutzungsansprüche zwischen Energieinfrastruktur, Biodiversität, Retentionsflächen etc.)? b) natürliche Bodenfunktionen und damit auf die Stärkung bzw. Schwächung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels? c) den Schutz von Siedlungsraum vor Naturgefahren? | ||
a) Arbeitsbedingungen und -sicherheit bei Hitze? b) der Sicherheit von Wertschöpfungsketten gegenüber den Folgen des Klimawandels? c) der Sicherheit von betrieblicher Infrastruktur gegenüber Extremwetterereignissen und Naturgefahren? | ||
a) der Hitzeanfälligkeit, insbesondere durch Zunahme der Hitzetage und Tropennächte? b) Veränderungen der urbanen Pflanzen- und Tierwelt und Ausbreitung von invasiven Arten? c) dem Risiko von Naturgefahren und Extremwetterereignissen in urbanen Gebieten, insbesondere Starkregenereignissen? | ||
Schlagworte