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Anlage 20
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MEDIZINISCHE UND CHEMISCHE LABORDIAGNOSTIK
Das Sonderfach Medizinische und Chemische Labordiagnostik umfaßt die Anwendung und Beurteilung morphologischer, biologischer, chemischer, physikalischer und spezieller immunologischer Untersuchungsverfahren von Körpersäften, ihrer morphologischen Bestandteile sowie von abgeschiedenem und ausgeschiedenem Untersuchungsmaterial zur Erkennung physiologischer Eigenschaften und krankhafter Zustände sowie zur Verlaufskontrolle einschließlich der dazu erforderlichen Funktionsprüfungen und diagnostischen Eingriffe samt Begutachtungen, weiters Beratung der Patienten und Unterstützung der in der Vorsorge und in der Krankenbehandlung tätigen Ärzte, wobei sich dieses Tätigkeitsspektrum vor allem auf Probenahmen, Gerinnungsuntersuchungen, Antikoagulantieneinstellungen, Medikamentenüberwachung, Funktionstests, Therapie-, Krankheitsverlaufs- und Immunitätskontrollen erstreckt.
1. Hauptfach:
Vier Jahre.
2. Pflichtnebenfächer:
3. Wahlnebenfächer:
Zwölf Monate in einem oder mehreren der im § 16 Abs. 1 Z 4, 5, 8, 12, 13, 18, 20, 28, 30, 32, 34, 36, 37, 38 und 43 genannten Sonderfächer, wobei in einem Wahlnebenfach zumindest drei Monate zu absolvieren sind.
1. medizinische und chemische Labordiagnostik mit besonderer Berücksichtigung von Untersuchungsverfahren zur Feststellung physiologischer Eigenschaften sowie der Erkennung und Verlaufskontrolle von Krankheiten des Menschen und die Durchführung der dazu erforderlichen diagnostischen Eingriffe und Funktionsprüfungen;
2. spezielle medizinische und chemische Labordiagnostik mit Stoffwechsel- und Funktionsabhängigkeit, Nachweisbarkeit und Mengenverhältnis der für die Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle bedeutsamen körperlichen Stoffe und Zellen, der Fremdstoffe und Mikroorganismen einschließlich Gewinnung des Untersuchungsmaterials und Befundauswertung;
3. medizinisch-chemische und medizinisch-physikalische Meßmethoden sowie Verfahren der medizinischen Chemie und Physik einschließlich der in-vitro-Untersuchungen mit radioaktiven Isotopen;
4. medizinische Mikroskopie, einschließlich Mikroskopier-, Färbe- und Meßmethoden;
5. Hämatologie und Gerinnungsanalytik;
6. Kenntnisse der Blutgruppenserologie;
7. Kenntnisse der Transfusionsmedizin;
8. Immunhaematologie und Routinemethoden der Immunologie;
9. Kenntnisse der Zytologie und Humangenetik und dazugehörender molekularbiologischer Untersuchungen;
10. Serologie, Mikrobiologie und Parasitologie;
11. Grundlagen der Antibiotika- und Chemotherapie;
12. quantitative und qualitative Untersuchungen von Körpersäften und -proben sowie Gewebe auf Inhaltsstoffe, wie etwa Hormone, Medikamente, Spurenelemente, Drogen und Toxine sowie tumorbiologische Untersuchungen;
13. Apparatekunde;
14. Verfahren der Qualitätssicherung, Dokumentation und Elektronische Datenverarbeitung;
15. allgemeine Hygiene (Desinfektion und Sterilisation);
16. Kenntnisse medizinischer und chemischer labordiagnostischer Verfahren der Präventiv-, Arbeits- und Umweltmedizin;
17. Kenntnisse umwelt- und arbeitsbedingter Erkrankungen;
18. Kenntnisse der Geriatrie;
19. Information und Kommunikation mit Patienten über Vorbereitung, Indikation, Durchführung und Risken von Untersuchungen und Behandlungen;
20. Dokumentation;
21. Kenntnisse der für die Ausübung des ärztlichen Berufes einschlägigen Rechtsvorschriften;
22. Begutachtungen.
1. Kenntnisse der Humangenetik, der Zytogenetik, der klinischen Genetik, der Populationsgenetik, der Mutationsforschung sowie der Teratologie;
2. genetische Beratung, zytogenetische Diagnostik hinsichtlich aller Zellkulturarten und aller Chromosomendarstellungsverfahren, biochemische Humangenetik einschließlich der wichtigsten biochemischen Diagnoseverfahren von Erbkrankheiten und Interpretation entsprechender Befunde sowie experimentelle Zytogenetik und Mutationsforschung;
3. Diagnose und Therapie bei genetisch bedingten oder durch Chromosomenaberrationen hervorgerufenen Krankheiten sowie bei angeborenen Fehlbildungen anderer Genese;
4. prophylaktische Maßnahmen zur Verhütung von Erbkrankheiten und angeborenen Fehlbildungen sowie Beratung.
1. Kontaktzytologie, Exfoliativzytologie, Effusionszytologie und Punktionszytologie aller Organsysteme;
2. Kenntnisse auf dem gesamten Gebiet der Pathohistologie.
1. Kenntnisse auf dem Gebiet der Spezifischen Prophylaxe und Tropenhygiene;
2. Kenntnisse auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten, anderer Infektionskrankheiten und ihrer differentialdiagnostischen Einordnung;
3. Kenntnisse der Infektionsepidemiologie, eingeschlossen umwelthygienische und sozialmedizinische Aspekte sowie Pathogenese der Tropenkrankheiten, Infektionsimmunologie und Immunparasitologie;
4. Kenntnisse der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten für Tropenkrankheiten und Infektionskrankheiten;
5. Kenntnisse allgemeiner und spezifischer Prophylaxe der Infektionskrankheiten, insbesondere Tropenkrankheiten einschließlich Seuchenhygiene;
6. Entwicklung neuer Testsysteme, Entwicklung und Prüfung neuer Vakzinen;
7. Kenntnisse mikrobiologischer Untersuchungsmethoden aus dem Bereich der Tropenmedizin;
8. Untersuchungsverfahren der Immunologie infektiöser Erkrankungen;
9. Kenntnisse serologischer Methoden zur Beurteilung der Immunität nach Schutzimpfungen;
10. fachspezifische Dokumentation;
11. Begutachtungen, insbesondere Tropentauglichkeits- und Tropenrückkehruntersuchungen.