HEIL- UND SONDERPÄDAGOGIK
1. bis 4. Semester (je 2 Wochenstunden):
Ursachen (Ätiologie) und Erscheinungsformen (Syndrome) von Behinderungen und Störungen unter Berücksichtigung ausgewählter Kapitel der Psychopathologie und Psychiatrie (zB Oligophrenie, Epilepsie, Encephalopathie; Autismen, Neurosen, Psychosen; Drogenmißbrauch, Sucht).
Unterscheidung von Behinderungen im organischen Bereich und Behinderungen im seelisch-geistigen Bereich sowie deren wechselseitige Beeinflussung; Unterscheidung von Primär- und Sekundärbeeinträchtigungen.
Paradigmen und Modelle der Behindertenpädagogik, Grundvoraussetzungen für das Lernen und deren Störanfälligkeit, Einfluß von Angst und Überforderung auf die Lernleistung, Stufen der Lernschwächen, Teilleistungsschwächen, hirnphysiologische Modelle als Grundlage funktionell-therapeutischer Übungen.
Möglichkeiten heil- und sonderpädagogischer Hilfestellung:
Prinzipien heil- und sonderpädagogischer Betreuung, Probleme der Zielsetzung in der Sondererziehung (Gefahr von Fehlzielen), Diagnostik (Früherkennung und Erfassungssysteme, erziehliche Interpretation psychologischer Gutachten), Methoden der Sondererziehung unter besonderer Beachtung des Problems Separation - Integration, gezielte Elternarbeit.
Spezielle Probleme einzelner Behinderungsarten (zB der Erziehungs- und Bildungsanspruch schwerstbehinderter Kinder, Wirkung von Defekten und Störungen auf die engere und weitere Gemeinschaft; Kommunikationsprobleme behinderter Kinder; Vorurteile).