Änderungen zwischen den Fassungen
Anl. 3neu
ANHANG C
Beispiele für Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung von Paratuberkulose in Rinderbetrieben
Geburtshygiene
– vom Hauptstall getrennte Abkalbebox
– Abkalbebox vor Belegung gründlich reinigen (Hochdruckreiniger) und desinfizieren
– Kuh vor Verbringen in Abkalbebox reinigen (Klauen, Euter, Hinterextremitäten, Bauch)
– besondere Vorsicht nach Belegung der Abkalbebox mit kranken Kühen (vermehrte Erregerausscheidung!)
– nur mit sauberen Händen ins Kälbermaul greifen
– Kälber, die im Stall zwischen anderen Kühen geboren werden, sind besonders gefährdet und sollten vor Erreichen des zweiten Lebensjahres geschlachtet werden
Maßnahmen in der Aufzucht
– Kalb nicht von Euter der Mutter trinken lassen
– Kalb nicht von Mutter ablecken lassen
– sofortige getrennte Aufstallung der neugeborenen Kälber
– Gruppenhaltung von gleichaltrigen Tieren
– kein Mischkolostrum verfüttern
– kein Kolostrum positiver Mütter verfüttern
– nur Kolostrum von der eigenen Mutter oder einer einzelnen MAP-unverdächtigen Kuh mit einem Mindestalter von fünf Jahren verfüttern
– Kolostrum sauber ermelken und nicht längere Zeit stehen lassen
– keine Milch mit hoher Zellzahl verfüttern
– keine Milch mit Hemmstoffen verfüttern
– keine Tankmilch für Zuchtkälber
– möglichst rasche Umstellung auf Milchaustauscher, vorzugsweise unmittelbar nach der Kolostrumphase 2 – 3 Tage nach der Geburt
– Tränkeimer nach Gebrauch mit heißem Wasser (mind. 95°C) auswaschen
– Heu birgt am wenigsten Risiko
– kein Heu von mit Gülle gedüngten Wiesen
– Heu in Raufen, nicht vom Boden, anbieten
– Maissilage ist als sicher anzusehen
– „All in all out“ bei Umstallungen im Betrieb
– Reinigung und Desinfektion bei Neubelegung
– keine Futterreste von Kühen an Kälber und Jungrinder verfüttern
– eigenes Wassersystem für Kälber und Jungrinder (Nippeltränken)
– getrennte Weidehaltung von Kühen und Jungtieren
– Jungtiere in den ersten beiden Jahren nicht auf die Weide verbringen, auf denen im Vorjahr Kühe geweidet haben
Weitere Maßnahmen
– räumliche Trennung der Rinder von nicht untersuchten Schafen und Ziegen
– getrenntes Arbeitsgerät und Gewand bei Kälbern und Jungrindern
– Arbeitsvorgänge immer zuerst bei Kälbern, dann bei Jungrindern und als letztes bei erwachsenen Tieren verrichten
– Weidetränken so anbringen, dass sie nicht mit Kot verunreinigt werden können
– Tümpel und Gräben umzäunen
– Weide kalken
– Kotfladen verteilen (bessere Einwirkmöglichkeit durch UV-Licht)
– schattige Wiesen nicht beweiden
– Rot- und Rehwild von Jungtierweiden fernhalten
– betriebseigene Schutzkleidung für Besucher, Tierarzt etc.
– Umkleideraum mit reiner und unreiner Seite
– keine Nutzung von Gemeinschaftsgeräten
– Transportfahrzeuge nach jeder Verwendung reinigen und desinfizieren
– Quarantänestall
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