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Fassungsvergleich zu Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung – Protokoll (P4)××

Änderungen zwischen den Fassungen

Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung – Protokoll (P4) 1
Anl. 4neu
in Kraft ab 29.09.1997 · idF BGBl. III Nr. 164/1997 Anl. 4↗RIS↗
Anhang IV
Klassifizierung flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) auf der Grundlage ihres photochemischen Ozonbildungspotentials (POCP)
1. In diesem Anhang werden die zur Verfügung stehenden Informationen zusammengefaßt und die Elemente bestimmt, die als Anleitung für die durchzuführenden Arbeiten noch entwickelt werden müssen. Die Grundlage bilden Informationen über Kohlenwasserstoffe und Ozonbildung in zwei für die Arbeitsgruppe für flüchtige organische Verbindungen erarbeiteten Berichten (EB.AIR/WG.4/R. 11 und R. 13), die Ergebnisse weiterer Forschungsarbeiten, die insbesondere in Deutschland, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Schweden, den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Vereinigten Königreich und dem EMEP Meteorological Synthesizing Centre-West (NSC-W) durchgeführt wurden, sowie zusätzliche Informationen, die von den durch die Regierungen bestellten Sachverständigen zur Verfügung gestellt wurden.
2. Der POCP-Lösungsansatz soll letztlich eine Orientierung für regionale und nationale Strategien zur Bekämpfung flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) geben, wobei der Einfluß jeder VOC-Art sowie der sektorspezifischen VOC-Emissionen auf die episodische Ozonbildung, ausgedrückt als photochemisches Ozonbildungspotential (POCP), zu berücksichtigen ist, das Ozonbildungspotential ist definiert als die Änderung der photochemischen Ozonerzeugung infolge einer Änderung der Emission dieser bestimmten VOC-Art. Das photochemische Ozonbildungspotential kann bestimmt werden durch photochemische Modellrechnungen oder durch Laborversucne. Es dient dazu, die verschiedenen Aspekte bei der episodischen Bildung von Oxidantien darzustellen, zB Ozonspitzen oder verstärkte Ozonerzeugung während einer bestimmten Episode.
3. Das Konzept des photochemischen Ozonbildungspotentials wird hier eingeführt, weil bestimmte flüchtige organische Verbindungen für die episodische Ozonerzeugung von sehr unterschiedlicher Bedeutung sind. Charakteristisch ist dabei, daß jede flüchtige organische Verbindung in Gegenwart von Sonnenlicht und Stickstoffoxiden Ozon auf ähnliche Weise erzeugt, selbst wenn die Umstände, unter denen Ozon erzeugt wird, große Unterschiede aufweisen.
4. Verschiedene photochemische Modellrechnungen zeigen, daß eine beträchtliche Verringerung der VOC- und NOx-Emissionen notwendig ist (in einer Größenordnung von über 50 vH), um eine deutliche Ozonverringerung zu erreichen. Außerdem werden die Höchstkonzentrationen von Ozon in Bodennähe bei einer Verringerung der VOC-Emissionen unterproportional verringert. Diese Wirkung wird im Grundsatz durch theoretische Szenarioberechnungen verdeutlicht. Wenn die anthropogenen VOC-Emissionen außer Methan um 50 vH (Masse), dh. alle VOC-Arten im gleichen Verhältnis verringert werden, verringern sich die Ozonhöchstwerte (über 75 ppb 1-Stunden-Mittelwert) in Europa je nach vorhandenem Ozonniveau nur um 10 bis 15 vH. Dagegen würde nach den Berechnungen eine 50prozentige Verringerung (Masse) der Emissionen der wichtigsten anthropogenen VOC-Arten außer Methan (bestimmt nach dem photochemischen Ozonbildungspotential und den Massenwerten oder der Reaktivität) zu einer 20- bis 30prozentigen Verringerung der episodischen Ozonspitzenkonzentration fuhren. Dies bestätigt die Vorteile eines POCP-Lösungsansatzes bei der Festlegung der Prioritäten für die Bekämpfung der VOC-Emissionen und zeigt deutlich, daß flüchtige organische Verbindungen zumindest in große Kategorien entsprechend ihrer Bedeutung bei der episodischen Ozonbildung eingeordnet werden können.
5. Die POCP-Werte und die Reaktivitätsskalen wurden als Schätzwerte berechnet, wobei jeweils ein bestimmtes Szenarium (zB Anstieg und Rückgang der Emissionen, Luftmassentrajektorien) zugrunde gelegt und auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet wurde (zB Ozonspitzenkonzentration, integriertes Ozon, durchschnittliches Ozon). Die POCP-Werte und die Reaktivitätsskalen hängen von chemischen Mechanismen ab. Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen POCP-Schätzungen Unterschiede, die in einigen Fällen mehr als 400 vH betragen können. Die POCP-Zahlen sind nicht konstant, sondern variieren je nach Ort und Zeit. Um ein Beispiel zu nennen: Das berechnete photochemische Ozonbildungspotential von Ortho-xylol in der sogenannten „Frankreich-Schweden“-Trajektorie hat einen Wert von 41 am ersten Tag und einen Wert von 97 am fünften Tag des Transportzeitraums. Nach den Berechnungen des Meteorological Synthesizing Centre-West (MSC-W) des EMEP variiert das photochemische Ozonbildungspotential von Ortho-xylol für O3 oberhalb von 60 ppb zwischen 54 und 112 (5 bis 95 Perzentile) für die Rasterfelder des EMEP-Gebiets. Die Unterschiedlichkeit der photochemischen Ozonbildungspotentiale je nach Ort und Zeit ist nicht nur auf die Zusammensetzung der Luftmasse in bezug auf anthropogene VOC-Emissionen zurückzuführen, sondern ist auch ein Ergebnis der Schwankungen der meteorologischen Bedingungen. In der Tat kann jede reaktive flüchtige organische Verbindung je nach den NOx- und VOC-Konzentrationen sowie den meteorologischen Parametern in größerem oder geringerem Umfang zur episodischen Bildung photochemischer Oxidantien beitragen. Kohlenwasserstoffe mit sehr geringer Reaktivität wie Methan, Methanol, Ethan und einige Chlorkohlenwasserstoffe spielen in diesem Prozeß praktisch keine Rolle. Es gibt außerdem Unterschiede auf Grund unterschiedlicher meteorologischer Bedingungen zwischen bestimmten Tagen und über Europa als Ganzes. Die POCP-Werte hängen implizit davon ab, wie die Emissionskataster berechnet werden, Gegenwärtig gibt es keine für ganz Europa einheitliche Methode und einheitlichen Informationen. Sicherlich muß die POCP-Methode noch verbessert werden.
6. Natürliche Isopren-Emissionen von Laubbäumen können zusammen mit Stickstoffoxiden (NOx), die hauptsächlich aus anthropogenen Quellen stammen, bei warmem Sommerwetter in Gebieten mit großem Laubbaumbestand erheblich zur Ozonbildung beitragen.
7. In Tabelle 1 werden die VOC-Arten entsprechend ihrer Bedeutung bei der Erzeugung episodischer Ozonspitzenkonzentrationen in Gruppen zusammengefaßt. Drei Gruppen wurden ausgewählt. Die Bedeutung in Tabelle 1, wird auf der Grundlage der VOC-Emissionen je Einheitsmasse ausgedrückt. Einige Kohlenwasserstoffe wie n-Butan haben auf Grund ihrer Massenemission Bedeutung erlangt, obwohl sie gemessen an ihrer OH-Reaktivität nicht sehr bedeutend erscheinen mögen.
Tabelle 1
Einteilung der flüchtigen organischen Verbindungen in drei Gruppen entsprechend ihrer Bedeutung bei der episodischen Ozonbildung
Relativ bedeutend
Alkene
Aromatische Substanzen
Alkane
> C6 Alkane außer 2,3 Dimethylpentan
Aldehyde
Alle Aldehyde außer Benzaldehyd
Biogene Stoffe
Isopren
Weniger bedeutend
Alkane
C3-C5 Alkane und 2,3 Dimethylpentan
Ketone
Methylethylketon und Methyl t-Butylketon
Alkohole
Ethanol
Ester
Alle Ester außer Methylacetat
Unbedeutend
Alkane
Methan und Ethan
Alkine
Acethylen
Aromatische Substanzen
Benzol
Aldehyde
Benzaldehyd
Ketone
Aceton
Alkohole
Methanol
Ester
Methylacetat
Chlorkohlenwasserstoffe
Methylchloroform
Methylenchlorid
Trichlorethylen und Tetrachlorethylen
8. Aus den Tabellen 2 und 3 geht die Auswirkung einzelner flüchtiger organischer Verbindungen hervor, ausgedrückt als Index im Verhältnis zu der Auswirkung einer bestimmten Art (Ethylen), die mit dem Index 100 versehen wird. Diese Tabellen zeigen, wie anhand solcher Indizes, dh. anhand der photochemischen Ozonbildungspotentiale, die Auswirkung verschiedener Verringerungen von VOC-Emissionen abgeschätzt werden kann.
9. Tabelle 2 weist das mittlere photochemische Ozonbildungspotential für jede größere Kategorie von Quellen auf der Grundlage einer zentralen POCP-Schätzung für jede VOC-Art in jeder Kategorie von Quellen aus. Für diese Zusammenstellung und Darstellung wurden Emissionskataster verwendet, die unabhängig voneinander im Vereinigten Königreich und Kanada erstellt wurden. Bei vielen Quellen, zB Kraftfahrzeugen, Feuerungsanlagen und zahlreichen industriellen Prozessen, werden Kohlenwasserstoffgemische emittiert. Maßnahmen, durch die spezifisch diejenigen flüchtigen organischen Verbindungen verringert werden, die sich im Rahmen der POCP-Methode als besonders reaktiv erwiesen haben, stehen in den meisten Fällen nicht zur Verfügung. In der Praxis führen die meisten möglichen Verringerungsmaßnahmen zu einer Verringerung der Emissionen nach der Masse, unabhängig von ihrem photochemischen Ozonbildungspotential.
10. In Tabelle 3 werden eine Reihe verschiedener Gewichtungssysteme für ein ausgewähltes Spektrum von VOC-Arten verglichen. Bei der Festlegung von Prioritäten innerhalb eines nationalen Programms zur Bekämpfung flüchtiger organischer Verbindungen können eine Reihe von Indizes verwendet werden, die sich auf bestimmte flüchtige organische Verbindungen beziehen. Die einfachste, aber auch am wenigsten wirksame Methode besteht darin, die relative Massenemission oder die relative Umgebungskonzentration in den Mittelpunkt zu stellen.
11. Die relative Gewichtung auf der Grundlage der OH-Reaktivität geht auf einige – aber bei weitem nicht alle – wichtigen Aspekte der atmosphärischen Reaktionen ein, durch die Ozon in Gegenwart von NO, und Sonnenlicht gebildet wird. Die vom SAPRC (Statewide Air Pollution Research Centre) vorgenommenen Gewichtungen beziehen sich auf die Lage in Kaltfornien (Anm.: richtig: Kalifornien). Auf Grund der unterschiedlichen Modellbedingungen im Becken von Los Angeles und in Europa ergeben sich größere Unterschiede für das Verhalten photochemisch labiler Arten wie zB Aldehyd. Die photochemischen Ozonbildungspotentiale, die anhand photochemischer Modelle in den Niederlanden, Schweden, den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Vereinigten Königreich und von EMEP (MSC-W) berechnet wurden, gehen auf verschiedene Aspekte des Ozonproblems in Europa ein.
12. Einige der weniger reaktiven Lösungsmittel verursachen andere Probleme; beispielsweise sind sie außerordentlich schädlich für die menschliche Gesundheit, schwierig zu handhaben, persistent und können in anderen Schichten der Atmosphäre negative Umweltauswirkungen haben (zB in der freien Troposphäre oder der Stratosphäre). In vielen Fällen besteht die beste verfügbare Technologie zur Verringerung von Lösungsmittelemissionen in der Anwendung von Systemen, die keine Lösungsmittel verwenden.
13. Für jede kostenwirksame Strategie zur Bekämpfung flüchtiger organischer Verbindungen und insbesondere für Strategien auf der Grundlage der POCP-Methode sind zuverlässige Kataster über die VOC-Emissionen unerläßlich. Die nationalen VOC-Emissionen sollten deshalb nach Sektoren, zumindest aber entsprechend den Richtlinien des Exekutivorgans, angegeben werden und sollten soweit wie möglich durch Angaben über die Arten und die zeitlichen Schwankungen der Emissionen ergänzt werden.
Tabelle 2
Sektorspezifische photochemische Ozonbildungspotentiale der verschiedene Emissionsektoren und Prozentsatz (Masse) der flüchtigen organischen Verbindungen in jeder Ozonbildungsklasse
Sektor
Sektorspezifisches photochemisches Ozonbildungspotenzial
Masse in Prozenten in jeder Ozonbildungsklasse
Kanada
Vereinigtes Königreich
relativ
weniger
unbedeutend
unbekannt
bedeutend
Abgase aus benzin-betriebenen Fahrzeugen
63
61
76
16
7
1
Abgase aus diesel-betriebenen Fahrzeugen
60
59
38
19
3
39
Verdampfung aus benzin-betriebenen Fahrzeugen
–
51
57
29
2
12
Andere Verkehrsmittel
63
–
–
–
–
–
Ortsfeste Verbrennung
-
54
34
24
24
18
Verwendung von Lösungsmitteln
42
40
49
26
21
3
Oberflächenbeschichtung
48
51
–
–
–
–
Emissionen aus industriellen Prozessen
45
32
4
41
0
55
Industriechemikalien
70
63
–
–
–
–
Erdölraffinierung und
-verteilung
54
45
55
42
1
2
Erdgasleckagen
–
19
24
8
66
2
Landwirtschaft
–
40
–
–
100
–
Kohleabbau
–
0
–
–
100
–
Hausmülldeponien
–
0
–
–
100
–
Chemische Reinigung
29
–
–
–
–
–
Holzverbrennung
55
–
–
–
–
–
Brandrodung
58
–
–
–
–
–
Nahrungsmittelindustrie
–
37
–
–
–
–
Tabelle 3
Vergleich zwischen den Gewichtungssystemen (ausdrückt im Verhältnis zu Ethylen, Ethylen = 100) für 85 Arten flüchtiger organischer Verbindungen
Flüchtige organische Verbindung
OH Skala
Kanada nach Masse
SAPRC MIR
Vereinigtes Königreich
Schweden
POCP
Bandbreite
max. Diff.
0 – 4 Tage
EMEP
LOTOS
[a]
[b]
[c]
[d]
[e]
[f]
[g]
[h]
[i]
Methan
0,1
–
0
0,7
0-3
–
–
–
–
Ethan
3,2
91,2
2,7
8,2
2-30
17,3
12,6
5-24
6-25
Propan
9,3
100
6,2
42,1
16-124
60,4
50,3
–
–
n-Butan
15,3
212
11,7
41,4
15-115
55,4
46,7
22-85
25-87
i-Butan
14,2
103
15,7
31,5
19-59
33,1
41,1
–
–
n-Pentan
19,4
109
12,1
40,8
9-105
61,2
29,8
–
–
i-Pentan
18,8
210
16,2
29,6
12-68
36,0
31,4
–
–
n-Hexan
22,5
71
11,5
42,1
10-151
78,4
45,2
–
–
2-Methylpentan
22,2
100
17,0
52,4
19-140
71,2
52,9
–
–
3-Methylpentan
22,6
47
17,7
43,1
11-125
64,7
40,9
–
–
2,2-Dimethylbutan
10,5
–
7,5
25,1
12-49
–
–
–
–
2,3-Dimethylbutan
25,0
–
13,8
38,4
25-65
–
–
–
–
n-Heptan
25,3
41
9,4
52,9
13-165
79,1
51,8
–
–
2-Methylhexan
18,4
21
17,0
49,2
11-159
–
–
–
–
3-Methylhexan
18,4
24
16,0
49,2
11-157
–
–
–
–
n-Octan
26,6
–
7,4
49,3
12-151
69,8
46,1
–
–
2-Methylheptan
26,6
–
16,0
46,9
12-146
69,1
45,7
–
–
n-Nonan
27,4
–
6,2
46,9
10-148
63,3
35,1
–
–
2-Methyloctan
27,3
–
13,2
50,5
12-147
66,9
45,4
–
–
n-Decan
27,6
–
5,3
46,4
8-156
71,9
42,2
–
–
2-Methylnonan
27,9
–
11,7
44,8
8-153
71,9
42,3
–
–
n-Undecan
29,6
21
4,7
43,6
8-144
66,2
38,6
–
–
n-Duodecan
28,4
–
4,3
41,2
7-138
57,6
31,1
–
–
Methylcyclo-hexan
35,7
18
22,3
–
–
40,3
38,6
–
–
Methylenchlorid
–
–
–
1
0-3
0
0
–
–
Chloroform
–
–
–
–
–
0,7
0,4
–
–
Methyl-chloroform
–
–
–
0,1
0-1
0,2
0,2
–
–
Trichlorethylen
–
–
–
6,6
1-13
8,6
11,1
–
–
Tetrachlorethylen
–
–
–
0,5
0-2
1,4
1,4
–
–
Allylchlorid
–
–
–
–
–
56,1
48,3
–
–
Methanol
10,9
–
7
12,3
9-21
16,5
21,3
–
–
Ethanol
25,5
–
15
26,8
4-89
44,6
22,5
9-58
20-71
i-Propanol
30,6
–
7
–
–
17,3
20,3
–
–
Butanol
38,9
–
30
–
–
65,5
21,4
–
–
i-Butanol
45,4
–
14
–
–
38,8
25,5
–
–
Ethylenglycol
41,4
–
21
–
–
–
–
–
–
Propylenglycol
55,2
–
18
–
–
–
–
–
–
But-2-diol
–
–
–
–
–
28,8
6,6
–
–
Dimethylether
22,3
–
11
–
–
28,8
34,3
–
–
Methyl-t-butylether
11,1
–
8
–
–
–
–
–
–
Ethyl-t-butylether
25,2
–
26
–
–
–
–
–
–
Aceton
1,4
–
7
17,8
10-27
17,3
12,4
–
–
Methylethylketon
5,5
–
14
47,3
17-80
38,8
17,8
–
–
Methyl-i-butylketon
–
–
–
–
–
67,6
31,8
–
–
Methylacetat
–
–
–
2,5
0-7
5,8
6,7
–
–
Ethylacetat
–
–
–
21,8
11-56
29,5
29,4
–
–
i-Propylacetat
–
–
–
21,5
14-36
–
–
–
–
n-Butylacetat
–
–
–
32,3
14-91
43,9
32,0
–
–
i-Butylacetat
–
–
–
33,2
21-59
28,8
35,3
–
–
Methylpropylen-glycolether
–
–
–
–
–
77,0
49,1
–
–
Methylpropylen-glycoletheracetat
–
–
–
–
–
30,9
15,7
–
–
Ethylen
100
100
100
100
100
100
100
100
100
Propylen
217
44
125
103
75-163
73,4
59,9
69-138
55-120
1-Buten
194
32
115
95,9
57-185
79,9
49,5
–
–
2-Buten
371
–
136
99,2
82-157
78,4
43,6
–
–
1-Penten
148
–
79
105,9
40-288
72,7
42,4
–
–
2-Penten
327
–
79
93,0
65-160
77,0
38,1
–
–
2-Methyl-1-buten
300
–
70
77,7
52-113
69,1
18,1
–
–
2-Methyl-2-buten
431
24
93
77,9
61-102
93,5
45,3
–
–
3-Methyl-1-buten
158
–
79
89,5
60-154
–
–
–
–
Isobuten
318
50
77
64,3
58-76
79,1
58,0
–
–
Isopren
515
–
121
–
–
53,2
58,3
–
–
Acetylen
10,4
82
6,8
16,8
10-42
27,3
36,8
–
–
Benzol
5,7
71
5,3
18,9
11-45
31,7
40,2
–
–
Toluol
23,4
218
34
56,3
41-83
44,6
47,0
–
–
o-Xylol
48,3
38
87
66,6
41-97
42,4
16,7
54-112
26-67
m-Xylol
80,2
53
109
99,3
78-135
58,3
47,4
–
–
p-Xylol
49,7
53
89
88,8
63-180
61,2
47,2
–
–
Ethylbenzol
25
32
36
59,3
35-114
53,2
50,4
–
–
1,2,3-Trimethylbenzol
89
–
119
117
76-175
69,8
29,2
–
–
1,2,4-Trimethylbenzol
107
44
119
120
86-176
68,3
33,0
–
–
1,2,5-Trimethylbenzol
159
–
140
115
74-174
69,1
33,0
–
–
o-Ethyltoluol
35
–
96
66,8
31-130
59,7
40,8
–
–
m-Ethyltoluol
50
–
96
79,4
41-140
62,6
40,1
–
–
p-Ethyltoluol
33
–
96
72,5
36-135
62,6
44,3
–
–
n-Propylbenzol
17
–
28
49,2
25-110
51,1
45,4
–
–
i-Propylbenzol
18
–
30
56,5
35-105
51,1
52,3
–
–
Formaldehyd
104
–
117
42,1
22-58
42,4
26,1
–
–
Acetaldehyd
128
–
72
52,7
33-122
53,2
18,6
–
–
Propionaldehyd
117
–
87
60,3
28-160
65,5
17,0
–
–
Butyraldehyd
124
–
–
56,8
16-160
64,0
17,1
–
–
i-Butyraldehyd
144
–
–
63,1
38-128
58,3
30,0
–
–
Valeraldehyd
112
–
–
68,6
0-268
61,2
32,1
–
–
Acrolein
–
–
–
–
–
120,1
82,3
–
–
Benzaldehyd
43
–
–10
–33,4
–82-(–12)
–
–
–
–
________________
[a] Koeffizient von OH + VOC-Quote, dividiert durch das Molekulargewicht.
[b] VOC-Umgebungskonzentration an 18 Orten in Kanada, ausgedruckt auf der Grundlage der Masse.
[c] Maximale zusätzliche Reaktivität (MIR) auf der Grundlage kalifornischer Szenarien, Statewide Air Pollution
Research Centre, Los Angeles, USA.
[d] Mittleres photochemisches Ozonbildungspotential auf der Grundlage von 3 Szenarien und 9 Tagen, Bundesrepublik Deutschland–Irland, Frankreich–Schweden und Vereinigtes Königreich.
[e] Bandbreite der photochemischen Ozonbildungspotentiale auf der Grundlage von 3 Szenarien und 11 Tagen.
[f] Photochemische Ozonbildungspotentiale, berechnet für eine einzige Quelle in Schweden, an der maximale
Ozonunterschiede auftreten.
[g] Photochemische Ozonbidlungspotentiale, berechnet für eine einzige Quelle in Schweden, unter Anwendung einer mittleren Ozondifferenz über 4 Tage.
[h] Bandbreite (5. bis 95. Perzentil) von photochemischen Ozonbildungspotentialen, berechnet über dem EMEPRaster.
[i] Bandbreite (20. bis 80. Perzentil) von photochemischen Ozonbildungspotentialen, berechnet über dem LOTOSRaster.
Photochemisches Ozonbildungspotential =
wobei
(a) –
Änderung der Bildung photochemischer Oxidantien auf Grund einer Änderung einer VOC-Emission
(b) –
Integrierte VOC-Emissionen bis zu diesem Zeitpunkt
(c) –
Änderung der Bildung photochemischer Oxidantien auf Grund einer Änderung der Ethylen-Emissionen
(d) –
Integrierte Ethylen-Emissionen bis zu diesen Zeitpunkt
Es handelt sich um eine Größe, die aus einem photochemischen Ozonmodell abgeleitet ist, in dem die photochemische Ozonerzeugung bei Vorhandensein eines einzelnen Kohlenwasserstoffs und ohne einen solchen Kohlenwasserstoff untersucht wurde. Der Unterschied in den Ozonkonzentrationen zwischen zwei solchen Modellrechnungen ist ein Maßstab für den Beitrag, den flüchtige organische Verbindungen zur Ozonbildung leisten.