Änderungen zwischen den Fassungen
Anl. 1geändert
… 171 unveränderte Absätze
Anlage
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LEHRPLAN DER BILDUNGSANSTALT FÜR
KINDERGARTENPÄDAGOGIK
I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
1. Art und Gliederung des Lehrplans
- die allgemeinen Bestimmungen,
- das allgemeine Bildungsziel,
- die allgemeinen didaktischen Grundsätze,
- die Stundentafel und
- die Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände, jeweils Bildungs- und Lehraufgabe, Lehrstoff (nach Klassen gegliedert) und didaktische Grundsätze des Unterrichtsgegenstandes.
2. Unterrichtsprinzipien
- Gesundheitserziehung
- Interkulturelles Lernen
- Leseerziehung
- Medienerziehung
- Musische Erziehung
- Politische Bildung (einschließlich Staatsbürgerliche Erziehung und Friedenserziehung)
- Sexualerziehung (einschließlich Erziehung zu partnerschaftlichem Verhalten zwischen den Geschlechtern)
- Sprecherziehung
- Umwelterziehung
- Verkehrserziehung
- Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt
- Vorbereitung auf die Anwendung neuer Techniken, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechniken
- Wirtschaftserziehung (einschließlich Sparerziehung und Konsumentenerziehung)
Die Umsetzung der Unterrichtsprinzipien im Schulalltag erfordert eine wirksame Koordination der Unterrichtsgegenstände und der Ausnützung ihrer Querverbindungen, den Einsatz geeigneter zusätzlicher Unterrichtsmittel und allenfalls die gelegentliche Heranziehung außerschulischer Fachleute. Für diese Umsetzung bieten sich vor allem projektorientierter Unterricht und Projekte an. Die Koordination insbesondere im Hinblick auf die Anwendung in der zukünftigen Berufsarbeit der Schülerinnen und Schüler wird schwerpunktmäßig von Didaktik, allenfalls Pädagogik, wahrzunehmen sein. Die Unterrichtsprinzipien sollen jedoch nicht eine Vermehrung des Lehrstoffes bewirken, sondern zu einer besseren Durchdringung und überlegter Auswahl des im Lehrplan beschriebenen Lehrstoffs beitragen. Unterrichtsprinzipien bleiben auch gleich bedeutend, wenn in bestimmten Schulstufen zur selben Thematik eigene Unterrichtsgegenstände geführt werden.
3. Unterrichtsplanung
Die Lehrerin/der Lehrer hat ihre/seine Unterrichts- und Erziehungsarbeit auf der Grundlage des Lehrplans eigenständig und verantwortlich zu planen (§ 17 Abs. 1 des Schulunterrichtsgesetzes). Die Entscheidungsfreiräume im Rahmenlehrplan erfordern von der Lehrerin/vom Lehrer
- die Konkretisierung des allgemeinen Bildungsziels, der Bildungs- und Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände und der fachübergreifenden Lernbereiche („Unterrichtsprinzipien”),
- die Auswahl der Lehrstoffe,
- die zeitliche Verteilung und Gewichtung der Ziele und Lehrstoffe sowie
- die Festlegung der Methoden und Medien des Unterrichts.
Die Unterrichtsplanung hat einerseits den Forderungen des Lehrplans bezogen auf eine Schulstufe zu entsprechen und andererseits pädagogisch und didaktisch angemessen auf die Fähigkeiten, Bedürfnisse und Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie auf aktuelle Ereignisse einzugehen.
Um diesen verschiedenen Anforderungen gerecht werden zu können, erfolgt die Planung in zwei Stufen: Jahresplanung und mittelfristige Planungen.
In der Jahresplanung, die in den ersten Wochen des Schuljahres zu erstellen ist, erfolgt eine erste zeitliche Anordnung der wesentlichsten Ziele und Stoffbereiche auf der Grundlage des Lehrplans. Die Reihung geschieht nach sachlogischen bzw. lehrgangsmäßigen Gesichtspunkten. Wo dies nicht sinnvoll bzw. notwendig ist, orientiert sich die Anordnung an jahreszeitlichen Gegebenheiten, Querverbindungen der Unterrichtsgegenstände, Schulveranstaltungen, Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und ähnlichem. Ungefähre Zeitrichtwerte sollen festgelegt werden, wobei auf genügend Freiräume für aktuelle Anlässe, Wiederholungen, Übungen, Differenzierungen und ähnliches zu achten ist.
Es wird empfohlen, die Jahresplanung während des Schuljahres durch mittelfristige Planungen zu ergänzen. Nun können die in der Jahresplanung festgelegten Planungsabsichten auf die jeweiligen unterrichtlichen Gegebenheiten und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt und konkretisiert werden. Mittelfristige Planungen enthalten neben den Zielen und Inhalten eine vorläufige Festlegung der Methoden und Medien.
Bei der Jahresplanung und den mittelfristigen Planungen sind entsprechend ihren Erfordernissen zu berücksichtigen:
- geographische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bedingungen einer Region bzw. Hinweise auf besondere örtliche Gegebenheiten;
- die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler durch entsprechende Maßnahmen der inneren Differenzierung;
- die Einplanung von Lernzeiten, die der Schülerin/dem Schüler ausreichend Raum zur Wiederholung, Festigung und Einübung sichern;
- die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler in einem ihrer Reife entsprechenden Ausmaß;
- die Einordnung des Lehrbuches und anderer Unterrichtsmedien.
In allen Unterrichtsgegenständen können in der Unterrichtsplanung berücksichtigt werden:
- fachbezogener und fächerübergreifender Projektunterricht,
- die Gestaltung von Festen und Feiern,
- Formen der inneren Differenzierung,
- Schulveranstaltungen,
- die Einbeziehung von Eltern und Experten in den Unterricht.
Gemeinsame Planung mit Lehrerinnen und Lehrern des eigenen Unterrichtsgegenstandes oder anderer Unterrichtsgegenstände ist wünschenswert.
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
III. ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
1. Jugendgemäßheit - Wissenschaftsorientierung - Soziales Lernen
2. Berufsorientierung und Allgemeinbildung
3. Berufsorientierung im Theorie-Praxis-Bezug
4. Persönlichkeitsbildung und Wissensintegration
5. Aktivierung und Motivierung
6. Strukturierung und Exemplarität
7. Lebensbezogenheit und Veranschaulichung
8. Individualisierung durch Differenzierungsmaßnahmen
9. Berücksichtigung verschiedener Lehr- und Lernformen
10. Sicherung und Kontrolle des Unterrichtsertrags
IV. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände)
---------------------------------------------------------------------
Wochenstundenzahl zusätzlich Lehrver-
Pflichtgegenstände Ausbildung zum pflich-
Klasse Summe Erzieher an tungs-
1. 2. 3. 4. 5. Horten gruppe
3. 4. 5.
---------------------------------------------------------------------
Religion ........... 2 2 2 2 2 10 (III)
Pädagogik
(einschließlich
Pädagogische
Psychologie,
Pädagogische
Soziologie,
Philosophie) ..... - 2 3 3 3 11 II
Pädagogik für
Erzieher an Horten 1 II
Heil- und
Sonderpädagogik .. - - - 1 1 2 II
Didaktik
(insbesondere
Didaktik der
Kindergarten- und
Vorschulerziehung) 2 3 3 3 12 II
2 III
Kindergartenpraxis *1) 2 4 5 5 17 III
Didaktik der
Horterziehung 1 2 II
2 III
Hortpraxis *1) ..... 2 2 III
Deutsch
(einschließlich
Sprecherziehung,
Kinder- und
Jugendliteratur) 4 3 3 3 3 16 1 I
Lebende Fremdsprache 3 3 2 2 2 12 1 (I)
Geschichte und
Sozialkunde ...... 2 2 2 - 2 8 (III)
Geographie und
Wirtschaftskunde . 2 2 2 1 - 7 (III)
Rechtskunde ........ - - - - 2 2 III
Mathematik ......... 3 3 2 2 - 10 1 (II)
Physik ............. - 2 2 2 - 6 (III)
Chemie ............. - 2 2 - - 4 (III)
Biologie und
Umweltkunde ...... 2 2 1 2 - 7 III
Gesundheitslehre ... - - - - 1 1 (III)
Musikerziehung ..... 2 2 1 2 2 9 (IVa)
Instrumentalmusik
Gitarre *2) ...... 2 1 1 0/1 - 4/5 V
Flöte *2) ........ - 1 1 1/0 - 3/2 V
Rhythmisch-
musikalische
Erziehung ........ - 2 - - - 2 IV
Bildnerische
Erziehung *2) .... 2 2 2 2 0/2 8/10 (IVa)
Werkerziehung *2) .. 5 2 2 2 2/0 13/11 (IV)
Leibeserziehung .... 3 2 2 2 3 12 (IVa)
---------------------------------------------------------------------
Wochenstundenzahl zusätzlich Lehrver-
Verbindliche Übungen Ausbildung zum pflich-
Klasse Summe Erzieher an tungs-
1. 2. 3. 4. 5. Horten gruppe
3. 4. 5.
---------------------------------------------------------------------
Ergänzende
berufskundliche
Unterrichts-
veranstaltungen
Hauswirtschaftlich-
gesundheitlicher
Bereich ........ 3 - - - - 3 V
Kindergartenpraxis - - 1 - - 1 III
Figurenspiel/
Verkehrserziehung - - - 1 - 1 IV
Buchhaltung/
Kommunikations-
techniken und
Gruppendynamik ... - - - 2 - 2 2 III
---------------------------------------------------------------------
… 4076 unveränderte Absätze
37 39 38 36 33 183 2 4 7
(40)(40)(40)(196) (13)
---------------------------------------------------------------------
Wochenstundenzahl Lehrver-
Freigegenstände Summe pflich-
Klasse tungs-
1. 2. 3. 4. 5. gruppe
---------------------------------------------------------------------
Stenotypie *3) *4) ...... (2) (2) (2) - - 2 (V)
Instrumentenbau *3) *4) . (2) (2) (2) - - 2 (V)
Früherziehungspraxis .... - - - 2 2 4 III
Rhythmisch-musikalische
Erziehung *3) ......... - - 1 1 1 3 IV
Instrumentalmusik
Gitarre ............... - - - - 1 1 V
Flöte ................. - - - - 1 1 V
Slowenisch .............. 2 2 2 2 2 10 I
Kroatisch ............... 2 2 2 2 2 10 I
Ungarisch ............... 2 2 2 2 2 10 I
Französisch ............. 2 2 2 2 2 10 I
Italienisch ............. 2 2 2 2 2 10 I
Unverbindliche Übungen
Chorgesang *3) .......... 1 1 1 1 1 5 (V)
Spielmusik *3) .......... - 1 1 1 1 4 (V)
Praxisanleitung *3) ..... 2 2 - - - 4 III
Interkulturelle
Erziehung *3) *4) ..... - - - (2) (2) 2 III
Darstellendes Spiel *3) . 2 2 2 2 - 8 V
Sprecherziehung ......... - 2 - - - 2 IV
Literaturpflege ......... - - - 1 1 2 (III)
Biologische Übungen *3)*4) (2) (2) (2) - - 2 III
Informatik *3) .......... 2 2 - - - 4 II
Medienkunde ............. - - - 2 2 4 III
Leibeserziehung ......... 2 2 2 2 2 10 (IVa)
Förderunterricht
Deutsch *5) ............. 2 2 2 2 2 10 (I)
Mathematik *5) .......... 2 2 2 2 - 8 (II)
Lebende Fremdsprache *5). 2 2 2 2 2 10 (I)
Musikerziehung *5) ...... 2 2 - - - 4 (IVa)
V. LEHRPLÄNE FÜR DEN
RELIGIONSUNTERRICHT AN DER
BILDUNGSANSTALT FÜR
KINDERGARTENPÄDAGOGIK
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des
Religionsunterrichtsgesetzes)
a) Katholischer Religionsunterricht
Das Grundkonzept des Lehrplanes
a) jedes Thema sowohl einem theologischen wie auch einem anthropologischen Richtziel zugeordnet wird (= Wahrung der „Treue zu Gott” und der „Treue zum Menschen”);
b) die theologischen, religionspädagogischen, anthropologischen und schulisch-didaktischen Unterrichtsprinzipien und Erziehungsanliegen das Strukturprinzip bestimmen;
c) der Lehrstoff in Themenfelder gegliedert ist, die je nach Situation der Klasse intensiver oder mehr kursorisch behandelt werden können;
d) die Lehrinhalte in Kernstoff und Erweiterungsstoff differenziert werden;
e) zentrale Anliegen des Religionsunterrichtes an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik wiederholt werden, zum Teil in jeder Klasse berücksichtigt sind;
f) grundsätzlich jedes Unterrichtsthema für eine religionspädagogische Umsetzung fruchtbar gemacht werden kann und soll;
g) die religionspädagogischen Themenfelder die Stoffverarbeitung für den Religionsunterricht (dh. für den Schüler und den künftigen Erwachsenen) mitbestimmen.
Bildungsziele und Lehraufgaben:
1. Der Religionsunterricht hat folgende Ziele zu verfolgen:
- Er hat die Frage nach Gott, Welt und Leben zu wecken, zu reflektieren und dabei die Antwort aus Offenbarung und Kirche verstehbar zu machen.
- Er hat insbesondere mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt, vertraut zu machen.
- Er muß in der Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen und Ideologien zur persönlichen Entscheidung befähigen und zugleich Verständnis und Toleranz wecken.
- Er soll versuchen, die Schüler zu einem religiösen Leben zu motivieren und aus dem Glauben zum verantwortlichen Handeln in Kirche und Gesellschaft zu ermutigen.
Der Religionsunterricht soll die unterschiedlichen Voraussetzungen und Erwartungen, die der Schüler für diesen Unterrichtsgegenstand mitbringt, berücksichtigen.
Das bedeutet:
Er muß dem gläubigen Schüler helfen, sich bewußter für seinen
Glauben zu entscheiden;
dem suchenden und im Glauben angefochtenen Schüler die Möglichkeit geben, die Antworten der Kirche auf seine Fragen kennenzulernen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen;
dem sich als ungläubig betrachtenden Schüler Gelegenheit geben, den eigenen Standort klarer zu erkennen oder auch zu revidieren (vgl. dazu Österreichisches Katechetisches Direktorium, S 23).
Er soll - soweit es der zeitliche Rahmen zuläßt - die berufsbezogene Qualifikation für die religionspädagogische Tätigkeit als Kindergärtner und als Erzieher an Horten gewährleisten.
2. Aus dieser allgemeinen Aufgaben- und Zielbeschreibung
(Globalziele) wurden für den vorliegenden Lehrplan folgende
Richtziele formuliert:
Der Religionsunterricht soll den Schüler befähigen:
(Theologischer Gesichtspunkt)
A. Welt und Mensch (im Lichte des Glaubens und der wissenschaftlichen Erkenntnisse) zu deuten;
B. das befreiende Handeln Gottes für die Menschen und mit den Menschen zu sehen und anzuerkennen;
C. die Bibel als Zeugnis des befreienden Handelns Gottes für die Menschen zu sehen und anzuerkennen;
D. Inkulturation als Wesensmerkmal des christlichen Glaubens erfassen und zu verwirklichen;
E. aus christlicher Verantwortung heraus zu handeln. (Anthropologischer Gesichtspunkt)
1. sich selbst zu verstehen und anzunehmen;
2. sich mit allen Menschen solidarisch sehen;
3. sich im Kosmos als abhängig und mitgestaltend bejahen;
4. in den Grunderfahrungen und -bedürfnissen die Sinnfrage wahrzunehmen.
Die Themen sind jeweils sowohl unter dem theologischen wie auch unter dem anthropologischen Gesichtspunkt zu behandeln.
Hinweise auf die Richtziele, denen ein Inhalt schwerpunktmäßig zuzuordnen ist, geben die Klammerausdrücke nach den Themen und Inhaltsangaben.
Unterrichtsprinzipien und Erziehungsanliegen:
Für den Religionsunterricht haben die Unterrichtsprinzipien der Schultype Geltung wie für jeden anderen Unterrichtsgegenstand. Der Religionsunterricht dient dem Wissenserwerb im Sinne der Allgemeinbildung, der berufsvorbereitenden Ausbildung und ist den Erziehungsaufgaben der österreichischen Schule (siehe § 2 SchOG) verpflichtet.
Er nimmt diese Aufgaben im besonderen durch Beachtung folgender Unterrichtsprinzipien und Erziehungsanliegen wahr.
1. Theologische Unterrichtsprinzipien:
- Medienerziehung,
- Politische Bildung,
- Sexualerziehung,
- Erziehung zur Partner- und Elternschaft,
- Gewissensbildung,
- Friedenserziehung,
- Erziehung zu verantwortlicher Haltung im Beruf,
- Erziehung zu einem integrativen Lebensstil.
GEMEINSAM UNTERWEGS
FRAGEN AN MEIN LEBEN
1. Schule: Lebens- und Arbeitsraum des Schülers (E 2).
2. Religion als Unterrichtsthema und Religion als Lebensvollzug (E 3).
3. Aufgaben und Gestaltung des Religionsunterrichtes an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (B 4).
4. Religiöse Erziehung im Kleinkindalter - Thema des Religionsunterrichtes an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Überblick) (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Die Kirche als Bildungsträger und Träger von Erziehungseinrichtungen (D 2) (Bedeutung der Kirche für Bildungsarbeit, Leistung für Kultur, für die Erziehung, für die Schulen usw.).
1. Der Jugendliche in der Umbruchsituation (B 2).
2. Die Suche des Menschen (des Kindes) nach dem Glück und Sinn (A 4).
3. Der Zusammenhang von Glück und Lebenssinn (A 4).
4. Gott - Urheber des Glücks (B 4).
Erweiterungsstoff:
11. Zeichen und Symbole für das Glück (A 4).
12. Zukunftserwartungen und Sinnfrage des Menschen (A 4).
13. Scheinantworten auf die Sinnfrage (A 4).
14. Beispiele menschlicher Sinnfindung (biblische Texte, Geschichten, Märchen, Bilder ...) (A 4).
1. Leben als Ruf und Antwort, als Gabe und Aufgabe (A 1).
2. Vorfelder des Glaubens (Vertrauen, Zuwendung, Geborgenheit, Aufbruch, Hören, Miteinander sprechen usw.) (A 1).
3. Glaube - Glaubensschwierigkeiten - Zweifel - Unglaube (A 1/E 1).
4. Verständnis von und Beispiele für Glauben aus der Bibel (C 2).
5. Glaubenszeugnis - Glaubensfeier - Glaubenstat (E 1).
Erweiterungsstoff:
11. Beispiele von gläubigen Menschen aus Geschichte und Gegenwart - Heilige (D 2, E 2).
12. Die Bedeutung des Vorbildes für die Entwicklung des Glaubens (E 2).
1. Lebensverlust und Lebensgewinn (Erhebung von Erfahrungen) (A 4).
2. Der Umgang des heutigen Menschen mit Leid und Tod (E 4).
3. Leid und Tod im Leben eines Kindes (A 4).
Erweiterungsstoff:
11. Verdrängung und Bearbeitung von Leid und Tod (A 4).
12. Eschatologie (B 4, D 4).
13. Das Sakrament der Krankensalbung (B 4).
NACH GOTT FRAGEN
1. Gottesvorstellungen junger Menschen (A 1).
2. Möglichkeiten der Gotteserfahrung (A 1).
3. Gott im Mitmenschen begegnen - Zeugen der Gotteserfahrung (A 1).
4. Gotteserfahrungen des Kleinkindes - „Spuren Gottes” in der kindlichen Welt (A 1).
Erweiterungsstoff:
11. Das Verhältnis von Glaube und Wissen (D 1).
12. Gotteserfahrungen in Kunst und Literatur (D 3).
13. Das Gottesbild in Kinderbüchern (D 3).
1. Beispiele der Gotteserfahrung im Alten Testament (C 2).
2. Jesu Gottesbild und Gottesbeziehung (C 1).
3. Gott, der befreit und mitgeht: (Dtn. 6,20-25; Lk. 1,46-55 ...) (C 4).
4. Der nahe und der ferne Gott (zB Ps. 22) (C 1).
5. Biblische Vorstellungen über Gott für das Kleinkind (C 1).
Erweiterungsstoff:
11. Die Schöpfung - der schaffende Gott (C 3).
12. Vaterbild und Gottesbild (A 1, C 1).
13. Der Monotheismus - das erste Gebot (C 4).
1. Überblick über die wichtigsten christlichen Konfessionen (D 4).
2. Wesensmerkmale der außerchristlichen Religionen: Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Universismus (A 2).
Erweiterungsstoff:
11. Verbreitung der Konfessionen und Weltreligionen (A 2).
12. Die Aussagen des 2. Vatikanums zu den Andersgläubigen (D 4).
DER EINZELNE UND DIE GEMEINSCHAFT
1. Grundlegende Bedürfnisse des Menschen in materieller, geistiger, sozialer und religiöser Hinsicht (A 1, B 1).
2. Grundbedürfnisse des Kindes, wie Angenommensein, Geborgenheit, Vertrauen, Versöhnung, Gemeinschaft, Liebe ua. (A 2, B 2).
3. Leben mit christlichen Grundwerten (E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Allgemein anerkannte Werte in den Religionen (B 4).
12. Die Bedürfnisse des Schülers gegenüber der Klassengemeinschaft (E 2).
13. Werterziehung nach christlichen Grundsätzen (E 4).
1. Bedeutung und Aufgaben von Gemeinschaften: Familie, Schule, Kirche, Staat (E 2).
2. Das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft (A 2, E 2).
3. Die Gemeinschaft der Glaubenden - Kirche (D 2).
4. Probleme, die in und durch die Gemeinschaft entstehen und deren Bewältigung (E 2).
5. Die Bedeutung und die Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens im Kindergarten (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Kirchliche Jugendgemeinschaften (E 2).
12. Kirchliche Erneuerungsbewegungen (D 2).
13. Die Gemeinschaft der Heiligen (D 2).
14. Das „ausgeschlossene” Kind (E 2).
VOLLZÜGE DES GLAUBENS
1. Die eigene Glaubensgeschichte (E 1).
2. Ausdrucksformen und Grundzüge des katholischen Glaubenlebens (D 1, E 1).
3. Leben mit der Kirche (E 2).
4. Feste des katholischen Glaubens und das Kirchenjahr (D 4).
5. Kirchliche Feste in der Kindergartenarbeit (E 4).
6. Möglichkeiten christlichen Lebens für das Kleinkind (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Möglichkeiten religiöser Bildung (E 2).
2. Klasse (2 Wochenstunden):
FREIHEIT UND SINNVOLLE BINDUNG
FREI WERDEN UND FREI SEIN
1. Freiheit als Wesensmerkmal des Menschen (A1).
2. Freiheit für und Freiheit von (A 4).
3. Freiheit und Normen (A 2, E 2).
4. Freiheit und Gewissen (E 1).
5. Menschliche Entscheidungsfreiheit (A 1, E 1).
6. Freiheit und Verantwortung (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Jesus Christus und seine Freiheit bewirkende Botschaft (C 4).
12. Das Kind und dessen persönliche Freiheit (A 4).
13. Freiheit durch Regeln geschützt (E 2).
14. Fehlformen der Freiheit (A 2).
15. Freiheitsberaubung in unserer Zeit (A 2).
AUFBRÜCHE UND PROTEST
1. Jugendliche auf der Suche nach neuen Lebensformen (A 4).
2. Jugendkultur als Protest gegen Erstarrung in der Gesellschaft (A 2).
3. Aufbruch und Protest Jesu gegen verschiedene Strömungen und Verhaltensweisen seiner Zeit (C 1).
4. Flucht in die Sucht: Drogen, Alkohol, Medikamente ... (A 4).
5. Die „Eigenart” des Kindes im religiösen Verhalten (A 4, E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Jugend zwischen Aufbruch und Flucht: Alternativgruppen und Aussteiger (A 2).
12. Das Engagement der Jugend für den Frieden (E 2, A 2).
1. Sekten: Eine Herausforderung für die großen Kirchen (A 2).
2. Sekten und Neue religiöse Bewegungen (Jugendreligionen) (A 2).
3. Umgang mit Vertretern der Sekten und Jugendreligionen (E 4).
4. Gespräche mit betroffenen Eltern und Kindern, die mit diesen Gruppen in Berührung gekommen sind (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Der Unterschied zwischen kirchlichem und sektiererischem Umgang mit der Bibel (C 4).
12. Die im Bundesland/in der Diözese tätigen Sekten und Neuen religiösen Bewegungen (D 4).
13. Sekten als kirchengeschichtliches Phänomen (Längsschnitt) (D 4).
1. Berufungen, Charismen, Aufbrüche im Geiste Gottes (C 2).
2. Berufungen, Impulse, Aufbrüche in der Geschichte der Kirche:
Heilige (D 2).
3. Das Pfingsereignis als Aufbruchserfahrung (B 2, C 2).
4. Umkehr und Reform als dauernder Auftrag der Kirche (D 2, E 2).
5. Veränderungen im Glaubensverhalten des Erziehers durch das Kind (E 2).
6. Neue Wege in der religiösen Erziehung im Kleinkindalter (E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Jugend in der Erwachsenenkirche (E 2).
12. Charismatische Bewegungen (D 2).
13. Basisgemeinden in der Kirche (D 4).
14. Gelebte Ökumene am Beispiel von Taize (D 2).
PARTNER SEIN - GEMEINSCHAFT
1. Gezielte Lebensgestaltung und Berufsvorbereitung als Auftrag und Aufgabe (E 2).
2. Berufung zum Dienst im Licht der Bibel (C 2).
3. Das allgemeine Priestertum als Berufung zu verschiedenen Diensten in und an der Kirche, in und an der Welt (E 2).
4. Das Weihesakrament als Berufung zum Dienst (D 2, E 2).
5. Leben nach evangelischen Räten (E 2).
6. Laientheologen - Form des kirchlichen Dienstes (E 2).
Erweiterungsstoff:
12. Berufen zum Beruf eines Kindergärtners (E 2).
13. Die Aufgabe der Frau in der Kirche (E 2).
14. Berufungsgeschichten in der Bibel (C 4).
1. Freundschaft als Weg der Selbstfindung und Glückserfahrung (A 1).
2. Merkmale von Freundschaft: Treue, Wahrhaftigkeit, Achtung, Rücksichtnahme, Verzicht, Hingabe (A 4).
3. Gefährdung und Fehlformen der Freundschaft (A 2).
4. Nähe und Distanz des Kindergärtners zum Kind (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Beispiele für Freundschaft in der Bibel (C 2).
12. Symbole für Freundschaft (D 4).
13. Freundschaft, Kameradschaft, Liebe (A 2).
14. Wert der Beziehungen im Kindergarten für die religiöse Entwicklung des Kindes (E 4).
1. Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).
2. Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).
3. Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).
4. Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).
5. Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).
6. Unvollständige Familien (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).
12. Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).
13. Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).
1. Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).
2. Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).
3. Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).
12. Außenseiter in der Schule (A 2).
13. Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).
MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN
1. Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).
2. Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).
3. Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).
4. Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).
5. Die Religionskritik Jesu (C 4).
6. Palästina zur Zeit Jesu (C 2).
Erweiterungsstoff:
11. Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).
12. Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).
1. Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).
2. Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).
3. Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).
4. Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).
Erweiterungsstoff:
11. Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).
12. Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).
13. Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).
1. Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).
2. Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).
3. Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).
4. Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).
5. Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).
6. Biblische Inhalte für Kinder (C 2).
Erweiterungsstoff:
11. Die Bibel als Literatur (C 2).
12. Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).
13. Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).
14. Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).
3. Klasse (2 Wochenstunden):
DEN GLAUBEN LEBEN - HANDELN AUS
DEM GLAUBEN
GLAUBE: URSPRUNG UND GESTALT
1. Wege zum Glauben (B 4).
2. Die religiöse Entwicklung des Kindes (E 2).
3. Vermittlungsprozesse von Glauben an das Kind (E 2).
4. Die erste Glaubensentscheidung: die Taufe (B 3).
5. Jesus Christus: Grund des Glaubens (C 2).
Erweiterungsstoff:
11. Urvertrauen - Urangst (A 4).
12. Das ungetaufte Kind im Kindergarten (E 2).
13. Taufe und Ökumene (D 3).
14. Das Patenamt (E 2).
15. Die Kindertaufe (B 2, D 2).
16. Markante Glaubensgestalten für das Kleinkind (D 2).
1. Gelebter Glaube (E 1).
2. Die Glaubensfähigkeit des Kindes (A 2, E 2).
3. Firmung als bewußte Entscheidung für den Glauben (B 1, E 1).
4. Leben mit dem Hl. Geist (B 2).
5. Mit Kindern Pfingsten feiern (D 2).
6. Zeichen religiöser Mündigkeit (E 4).
7. Der Glaube und Krisen des Glaubens (A 4).
Erweiterungsstoff:
11. Firmung und Pfarre (E 2).
12. Symbole aus der Firmliturgie (B 4).
13. Einheit in Glaube, Hoffnung und Liebe (E 1).
14. Die Beziehung des Erwachsenenglaubens zur kindlichen Glaubensfähigkeit (A 4, E 4).
GLAUBENSERFAHRUNG FÜR DAS
KLEINKIND
1. Die Bedeutung der vollen Wirklichkeitserfassung für den Glauben (D 4).
2. Die Bedeutung des Handelns für den Glauben (E 4).
3. Die Bedeutsamkeit religiöser Grundfähigkeiten (zB Ehrfurcht haben, Toleranz zeigen ...) für den Glauben (A 4,D 4).
4. Die „Kräfteschulung” als Weg zur Glaubenserfahrung (A 4).
5. Methoden der Kräfteschulung (A 4).
Erweiterungsstoff:
11. Kräfte (= Grundfähigkeiten), die für Glaubensverhalten von Bedeutung sind (A 4).
1. Die Bedeutung der Symbole im kindlichen Leben (A 4).
2. Symbole im Leben des heutigen Menschen (A 4).
3. Vorgang der Symbolentdeckung und -verarbeitung (D 4).
4. Begriffserklärung und Differenzierung: Zeichen, Symbole, Verwendungsmerkmale usw. (A 4).
Erweiterungsstoff:
11. Vorsakramentale Erziehung (B 4).
12. Die Symbole in den Sakramenten (D 4).
13. Die Symbole in der katholischen Liturgie (D 4).
1. Der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Jesus (E 2, C 2).
2. Kindgemäße Inhalte aus den Evangelien (Auswahl, Ausmaß und Kriterien) (C 4).
3. Möglichkeiten des persönlichen Umgangs mit der Bibel (C 1).
Erweiterungsstoff:
11. Gleichnisse (Neues Testament) und Wunderberichte für die Kleinkindererziehung (C 2).
12. Gleichnisse und Wunder für den Glauben des Christen (C 1).
13. Die Herausforderung von Kreuz und Auferstehung für den Glauben (C 1).
LEBEN ALS ANTWORT
1. Anthropologische Begründung: Rechte und Pflichten des Menschen (A 2).
2. Das Recht des Menschen auf Leben (A 4).
3. Die Rechte und die Würde des Kindes aus christlicher Perspektive (A 4, B 4).
4. Gefährdung der Menschenwürde (A 2).
5. Die christliche Begründung der Menschenrechte und die daraus resultierenden Verpflichtungen (B 4, C 4).
6. Das christliche Menschenbild (B 4).
Erweiterungsstoff:
11. Verbriefte Menschenrechte (A 4).
12. Abtreibung und Euthanasie (E 4).
13. Das behinderte Leben (A 4).
14. Gefährdungen des Kindes durch die Gesellschaft (E 4).
15. Die Begegnung des Kindes mit dem behinderten Leben (A 2).
1. Das Wesen und die Formen des Gewissens (A 4).
2. Inhalte der kindlichen Gewissensbildung (A 2).
3. Wege der Gewissensbildung beim Kind (A 2, E 2).
4. Gewissensfunktion und Gewissensentscheidung (E 4).
Erweiterungstoff:
11. Gewissen und Gesetz (= soziales Gewissen).
12. Gewissen und Verantwortung (A 2, E 2).
13. Gewissenskonflikt (E 2).
14. Die Bedeutung des Vorbildes für das Kind (E 2).
15. Moralisches Lernen (Piaget - Kohlberg) (A 4).
16. Die Frage der Strafe (E 4).
1. Menschliche Sehnsucht nach Befreiung und Liebe (A 4).
2. Das biblische Modell dieser Sehnsucht und deren Erfüllung (C 4).
3. Biblische Texte für das Kind, die befreiende Erlebnisse bewirken (E 4).
4. Gottes und Nächstenliebe (B 4, E 4).
5. Dekalog (C 4).
6. Bergpredigt (C 4).
7. Einübung des Kindes in christliche Gebote und Verhaltensweisen (E 2).
Erweiterungstoff:
11. Möglichkeiten befreiender Erlebnisse und Schritte im Kindergarten (E 2).
12. Bibelwissenschaftliche Ergebnisse zu den Dokumenten der Bergpredigt und des Dekalogs (C 4).
13. Dekalog und Bergpredigt im Vergleich mit ähnlichen Texten aus anderen Religionen und Weltanschauungen (A 4).
BEFREIENDE ERFAHRUNGEN IM GLAUBEN
1. Menschliche Erfahrungen von Heil und Unheil (A 3, B 3).
2. Heil- und Unheilserfahrungen in biblischen Texten, besonders in der Urgeschichte (C 4).
3. Texte der Urgeschichte für das Kleinkind (C 2).
4. Formen der Schuldbewältigung (A 2).
5. Bewältigung von Schuld aus dem Geist des Evangeliums (aus der Praxis Jesu und der Kirche) (C 4, D 4).
6. Das Bußsakrament (E 1).
7. Kindliche Bewältigung von „Schuld” und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Die Lehre vom Teufel (D 3).
12. Die Bedeutung des Ablasses (D 4).
13. Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).
14. Kollektivschuld (A 3).
15. Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).
1. Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).
2. Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).
3. Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).
4. Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).
Erweiterungsstoff:
11. Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).
12. Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).
13. Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).
1. Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).
2. Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).
3. Voreucharistische Erziehung (E 4).
4. Kinderliturgie (D 4).
5. Gestaltung von Kindermessen (E 4).
6. Der Sonntag (D 3).
Erweiterungsstoff:
11. Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).
12. Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).
13. Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).
14. Leben mit der Eucharistie (E 4).
4. Klasse (2 Wochenstunden):
DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT
LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG
1. Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).
2. Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).
3. Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).
4. Partnerschaft in der Kirche (D 2).
5. Kind als „Partner” in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).
Erweiterungsstoff:
11. Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).
12. Ökumene als Partnerschaft (D 2).
13. Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).
14. Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).
1. Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).
2. Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).
3. Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).
4. Das sechste Gebot (E 4).
5. Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).
12. Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).
1. Wesen und Sinn der Ehe (E 2).
2. Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).
3. Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).
4. Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).
5. Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).
6. Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2)
12. Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).
13. Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).
14. Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).
AUSEINANDERSETZUNG MIT DER
UMWELT
1. Verantwortete Elternschaft (A 4).
2. Familie = Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).
3. Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).
4. Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).
5. Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).
6. Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).
12. Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).
13. Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).
1. Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).
2. Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).
3. Berufsehtos des Kindergärtners (E 2).
4. Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).
5. Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).
Erweiterungsstoff:
11. Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).
12. Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).
13. Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).
14. Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).
15. Berufliche Fortbildung (E 4).
1. Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).
2. Die Sozialisationsnormen im Pflichtschulalter (E 4).
3. Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).
4. Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).
12. Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).
13. Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).
1. Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).
2. Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).
3. Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit ( A 2, E 2).
4. Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).
5. Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).
Erweiterungsstoff:
11. Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).
12. Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).
13. Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).
14. Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).
15. Caritas als Lebenshaltung (E 4).
1. Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).
2. Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).
3. Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).
12. Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).
13. Friedenserziehung (A 4, E 4).
1. Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).
2. Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).
3. Das christliche Weltbild (B 4).
4. Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).
12. Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).
13. Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).
1. Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).
2. Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).
3. Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).
4. Kindliches Erleben von Kirche (D 4).
5. Kirche und Kindergarten (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).
12. Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).
13. Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).
14. Kind und Pfarrgemeinde (E 2).
15. Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).
5. Klasse (2 Wochenstunden):
LEBEN IN CHRISTLICHER
VERANTWORTUNG
RELIGIÖSE ERZIEHUNG
1. Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).
2. Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).
3. Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).
4. Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).
5. Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).
6. Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).
12. Religiöse Weiterbildung (E 1).
13. Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).
1. Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).
2. Begründung für die Gebetserziehung (E 3).
3. Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).
4. Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).
5. Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Meditation (D 4).
12. Mit Kindern meditieren (E 2).
13. Das biblische Gebet (C 4).
14. Die christliche Gebetstradition (D 3).
1. Zugänge zur Bibel (C 3).
2. Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).
3. Das biblische Gottesbild (C 4).
4. Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).
5. Biblische Texte in Feiern (D 4).
6. Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).
Erweiterungsstoff:
11. Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).
12. Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).
13. Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).
ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN
LEBENS UND GLAUBENS
1. Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).
2. Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).
3. Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).
4. Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).
5. Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).
12. Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).
13. Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).
14. Die Ökumene (E 4).
15. Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).
1. Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).
2. Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).
3. Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).
4. Das Feiern von Festen (D 4, E 4).
5. Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).
6. Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).
Erweiterungsstoff:
12. Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).
13. Sakramentalien (B 4).
14. Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).
1. Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).
2. Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).
3. Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).
4. Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).
5. Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).
6. Leben nach christlichen Normen (E 4).
Erweiterungsstoff:
11. Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).
12. Die österreichische Caritas (E 2).
13. Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).
1. Leben aus dem Glauben (E 2).
2. Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).
3. Die Verantwortung im Beruf (E 2).
4. Die politische Verantwortung des Christen (E 4).
5. Ehe und Familie (A 4, E 2).
Erweiterungsstoff:
11. Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).
12. Die Verantwortung für das Kind (E 2).
13. Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).
14. Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).
b) Evangelischer Religionsunterricht
Didaktische Grundsätze:
Der Rahmenlehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist ein Lehrplan, der sich der theologischen Korrelationsmethode verpflichtet weiß. Insofern sind in diesem Lehrplan die spezifischen Anliegen evangelischer Theologie genauso berücksichtigt wie die unterschiedlichen möglichen religionspädagogischen Ansätze. Damit soll der Lehrplan für die Kindergartenpädagogik einen spezifischen evangelischen Beitrag in diesem Schultyp darstellen und es dem Lehrer ermöglichen, diesen spezifischen evangelischen Beitrag im Erziehungsanliegen der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik einzubringen und zu vertreten. Dabei wird in besonderer Weise darauf Bedacht genommen, daß die Schülerinnen und Schüler der Bildungsanstalten in doppelter Weise unterrichtet werden müssen, einerseits sollen sie für ihre persönliche und religiöse Entwicklung die notwendigen Impulse und Hilfestellungen erhalten, andererseits soll aber auch bedacht werden, daß die Schülerinnen und Schüler in Zukunft in Kindergärten arbeiten werden und von daher gefordert sind, christliche Vorstellungen, Lebensweisen und auch Inhalte vertreten sowie vermitteln zu können.
Weiters ist der Lehrplan dadurch gekennzeichnet, daß die klassischen religionspädagogischen Disziplinen wie Bibelkunde, Kirchengeschichte und so weiter nicht als eigene Themenbereiche ausgewiesen werden, sondern daß Bibel- und Kirchengeschichte sowie die anderen klassischen Gegenstandsbereiche als didaktische Prinzipien in jedem Themenfeld und in jedem Themenvorschlag vorauszusetzen sind. Dabei wird dem korrelativen Ansatz Rechnung getragen, der besagt, daß religiöse und theologische Aussagen eingebettet sein sollen in den Lebensvollzug der Lernenden und in diesem Fall auch der später Lehrenden, um auf diese Weise sowohl Daseinserhellung als auch Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Es ist also strikt davon auszugehen, daß die angegebenen Themenfelder auf einer theologischen Folie zu sehen sind, wobei diese Folie explizit ausgewiesen werden muß, weil sie in einzelnen Themenfeldern von ihrer inneren Logik her bestimmend ist. Weiters ist als didaktischer Grundsatz zu beachten, daß der/die Lehrer/in entsprechend der vorhandenen Lerngruppe aus den Themenfeldern die einzelnen Themen auswählt und von daher die Inhalte vermittelt. Diese Freiheit des Lehrers/der Lehrerin bedeutet aber gleichzeitig die Bindung an eine verantwortete Lehrstoffverteilung, die von dem/der Lehrer/in genau zu führen ist und alle Klassen zu umfassen hat. In diesem Zusammenhang soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß die einzelnen Themenfelder natürlich auf Grund entwicklungspsychologischer und schulpädagogischer sowie religionspädagogischer Vorgaben einzelnen Schulstufen zugewiesen werden, daß die Themenfelder aber von ihrer Konzeption her alle miteinander eng verknüpft sind und von daher ein Netzwerk ergeben, das die Beziehungen der einzelnen Themenfelder zueinander sichert und die Stringenz der Unterrichtsinhalte in ihren gegenseitigen Verknüpfungen immer wieder neu aufweist. Es sind also die einzelnen Themenfelder in ihrer schulstufenübergreifenden und allgemeinbildenden Perspektive zu sehen. Damit ist der evangelische Religionsunterricht in seinem Ansatz als fächerverbindender Unterricht definiert, der auf die Zusammenarbeit und die Impulse der anderen Lehrgegenstände in der Bildungsanstalt in der Kindergartenpädagogik hinweist. Gleichzeitig ist damit aber auch festgelegt, daß die Inhalte der einzelnen Schulstufen in aufbauender und, wie schon gesagt, in verknüpfender Weise zur Vorbereitung auf die Matura dienen. Insofern ist der evangelische Religionsunterricht zielgeleitet, um den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Unterlagen für die Berufsberechtigung, die mit der Matura erworben wird, zu liefern.
Die Themenfelder sind nach drei übergeordnete Gesichtspunkten geordnet nämlich nach: I. Individualen Themen, II. Sozialen Themen und III. Globalen Themen. Diese Zuordnung bedeutet für die einzelnen Themenfelder eine Schwerpunktsetzung bedeutet aber nicht, daß sie sachlich, geschweige denn theologisch auf diesen Themenbereich eingeschränkt sind, sondern natürlich weisen die individualen Themenfelder genauso soziale und globale Momente auf wie dies bei den anderen Themenfeldern umgekehrt auch der Fall ist. Es wird in der didaktischen Reflexion notwendig sein, die dauernden Querverbindungen der einzelnen Themenfelder untereinander und auch der einzelnen Themenfelderbereiche zu suchen, aufzuzeigen und für die Schüler/innen transparent zu machen. Auf diese Weise wird die Kompetenz des Lehrers im Gefüge der relevanten Themenfelder einerseits und im Gefüge der übrigen Gegenstände gesichert, andererseits wird aber durch die konsequente Verarbeitung der einzelnen Themenfelder der spezifische Beitrag des evangelischen Religionsunterrichtes in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik festgeschrieben. Schulpraktische Prinzipien
Der evangelische Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist bestimmt durch die Anzahl der Schüler/innen und daher die Möglichkeit, welche die zur Verfügung stehende Zeit dem Unterrichtsverlauf gibt. Der/die Lehrer/in hat also stärker als in anderen Gegenständen aus didaktischen Prinzipien heraus, die dargestellt worden sind, auszuwählen und den Lehrstoffverteilungsplan für die einzelne Schulstufe zu erstellen. Dabei werden die didaktischen Prinzipien, die für die anderen Gegenstände im Bereich der Bildungsanstalten gelten, zB vom Einfachen zum Komplizierten, vom Anschaulichen zum Abstrakten ebenfalls für den evangelischen Religionsunterricht gelten und von daher die Vergleichbarkeit dieses Unterrichtes mit anderen Unterrichtsgegenständen und Unterrichtsformen innerhalb der Bildungsanstalt herzustellen. Die zeitliche Begrenzung des Unterrichtes bedeutet aber keine Beschränkung in der Auswahl der Themenfelder und im Angebot der zu besprechenden Einzelthemen, sondern eine Konzentration auf wesentliche Themenfelder. Diese didaktische Entscheidung hat der/die jeweilige Lehrer/in aus schulpraktischen Erwägungen, die von der pädagogischen Soziologie, Psychologie und von der Lernpsychologie her begründbar sein müssen, zu treffen. Damit soll das Prinzip der Schülerorientierung des Unterrichtes besonders noch einmal angesprochen werden, weil natürlich der evangelische Religionsunterricht stark motivierenden Charakter hat und von daher auf die intensive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler angelegt ist. Insofern bietet sich auch als ein Bereich der didaktischen Entscheidung die Möglichkeit an, die Mitbestimmung der Schüler/innen bei der Reihung der einzelnen Themenfelder und bei der Auswahl konkreter Themen zu fördern. Gleichzeitig sind die angegebenen Themen im Rahmen der Themenfelder entsprechend der schulpädagogischen Situation zu modifizieren oder zu erweitern; allerdings unter Bedachtnahme auf die vorangestellten Lernziele. Die vorangestellten Lernziele in jedem Themenbereich nehmen das grundsätzliche didaktische Anliegen wieder auf, indem sie einerseits den daseinsauslegenden und daseinserhellenden Aspekt betonen (Lernziele 1-4) und andererseits aber auch den berufspraktischen Aspekt (Lernziel Nr. 5) jeweils aufnehmen.
Praktische Unterrichtsgestaltung
Die Frage nach der praktischen Unterrichtsgestaltung, die gewählte Methode und der Einsatz von Medien und anderen Lehr- und Lernmitteln richtet sich nach den oben genannten didaktischen Kriterien. Es soll also zwischen didaktischen Vorüberlegungen und deren Umsetzung in praktische Unterrichtsarbeit mit Hilfe von methodischen Hilfsmitteln unterschieden werden. Die jeweiligen methodischen Ansätze werden sich nach den didaktischen Überlegungen richten und nicht umgekehrt. Dabei ist das Prinzip der Schülerorientierung ein weiteres Mal zu beachten, damit einerseits sowohl Unter- wie auch Überforderungen vermieden werden und andererseits die Aktualität und Lebendigkeit des evangelischen Religionsunterrichtes nicht aufs Spiel gesetzt wird. An dieser Stelle wird die pädagogische Arbeit des Lehrers nach der Erstellung des verantworteten Lehrstoffverteilungsplanes ihre weitere Aufgabe erhalten, nämlich die adäquaten Unterrichtsmittel für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, wobei Unterrichtsmittel grundsätzlich so zu wählen und einzusetzen sind, daß durch sie die zunehmende Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet wird. Gerade hier wird das fächerverbindende Denken, das dem evangelischen Religionsunterricht zugrunde liegt, seine besondere Bedeutung haben, weil der Lehrer bzw. die Lehrerin sich von dem methodischen Vorgaben der anderen in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik gelernten Gegenstände inspirieren läßt. Die allgemeinen didaktischen Grundsätze für den Gesamtlehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik bieten hierfür die besten Voraussetzungen.
Übersicht über die Themenfelder des Lehrplans
1. Klasse
Frage nach Gott
Lebensgeschichte
Beziehungen
Spiele und Feste
2. Klasse
Glück und Leid
Leben in Kirchen und Konfessionen
Glauben „lernen”
Leben
Macht
3. Klasse
Wahrheit und Lüge
Religiöse Ausdrucksformen
Medien
Friede
4. Klasse
Gewissen
Bedeutung der Gemeinschaft
Freizeit
Glauben „lehren”
Arbeit und Leben
5. Klasse
Hoffnung
fremde Kinder
Gerechtigkeit
Leistung
THEMENFELDER
1. Gottesvorstellungen und entsprechende Anbetungsformen kennen.
2. Die Formen von Religionskritik, Atheismus und religiöse Indifferenz kennen und miteinander in Beziehung setzen können.
3. Motive für einen christlichen Gottesbegriff und eine christliche Gotteserfahrung sowie den daraus folgenden Glauben erwägen und darstellen können.
4. Eine eigene Stellung zu Gottesbildern und Glaubenserfahrungen gewinnen können.
5. Die Bedeutung von Gottesvorstellung, Glauben an Gott und der entsprechenden Sozialisation bzw. Erziehung darstellen und beurteilen können.
Mögliche Themen
Religion und Religionskritik (Feuerbach, Freud, Nitzsche, Marx, Sartre)
Die Gottesvorstellungen in Kindergebetsbüchern
Die Gottesvorstellungen und Formen des Gottesglaubens in den Veröffentlichungen zum Kindergottesdienst
Die Gottesvorstellungen der kirchlichen Feste
Probleme beim Erzählen von Gott
Eltern - Gott und Kinder - Gott
Formen der Anbetung und des kindgemäßen Gebetes
Gott: der Schöpfer - der Vertraute - der Tröster - der Helfer
Die Frage nach Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit im Leben der Kinder
Religiöse Stereotypen
Glück und Leid
1. Persönliche Glücksvorstellungen einordnen können.
2. Den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlbefinden und die daraus entstehende Lebensauffassung darstellen können.
3. Glück und Leid als Gegensatzpaar in Weltanschauungen erkennen und als Grundlage theologischer Anthropologie ausführen können.
4. Möglichkeiten und Grenzen des Wunsches nach dem persönlichen Glück darstellen können.
5. Weinen und Lachen bei Kindern verstehen können.
Mögliche Themen
Die Frage nach dem Lustgewinn
Geschenke und Liebe: Quellen allen Glücks?
Widerspruch und Widerstand - Ursachen für Leid
Regeln, Ordnungen und Grundeinstellungen als Begrenzungen und Hilfen menschlichen Lebens
Erzieherisches Handeln und Freiheitsstreben von Kindern
Die Frage nach dem Tod im Leben von Kindern
Familie: Glück für das Kind - keine Familie: Unglück für das Kind?
Umgang mit kindlichen Vorbildern
Glück in Werbung oder Spiel
Glück im Leben der Kinder
Gewissen
1. Die Bereiche des Guten und des Bösen benennen und nach den Begründungen für gutes Handeln und böses Handeln fragen können.
2. Die Freiheit menschlichen Handelns darstellen können.
3. Gewissen als Widerspruch zwischen Zielen und Wirklichkeit darstellen können.
4. Den christlichen Glauben als Dialektik des Handelns darstellen können.
5. Die Schuldproblematik im menschlichen Leben erkennen und akzeptieren können.
6. Unschuld und Schuld in der Gewissenserziehung bei Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Das Böse als Thema in der Literatur
Das Böse als Erfahrung in der Geschichte
Das Böse, ein verfehlter Begriff (Verhaltensforschung, Gesellschaftstheorien usw.)
Die Frage nach dem guten Menschen (Beispiele aus der Literatur) „Das Dichten und Trachten des Menschen ist böse von Jugend an” Strafe bei Kindern
Die Frage von Gut und Böse in den Märchen
Gewalt in der Erziehung
Gewalt in Beziehungen
Mut zum Widerstand
Lebensgeschichte
1. Die verschiedenen Wege der Identitäsbildung (Anm.: richtig: Identitätsbildung) aufzeigen können.
2. Lebensgeschichtliche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Heranwachsende darstellen können.
3. Vorstellungen von unterschiedlichen Arten der Lebensgestaltung aufzählen und ihre Begründungen benennen können.
4. Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung erkennen und deren christliche Motivation aufzeigen.
5. Die Lebensgeschichte von Kindern darstellen und die Möglichkeiten erzieherischen Einwirkens benennen können.
Mögliche Themen
Die Begründungen und die Folgen unterschiedlicher Erziehungsstile Lebensmöglichkeiten, Lebensinhalte und Statussymbole
Der ganz normale Alltag: Lebensläufe von Kindern
Die Frage nach Leistung und Belohnung
Wenn Kinder einmal erwachsen werden
Spiele für Kinder und die damit vermittelten sozialen Beziehungen
Bücher für Mädchen, Bücher für Buben: Welche Verhaltensmuster
werden vorgegeben?
Bilderbücher, die Lebensläufe schildern
Die Kinder und die Alten: Zwei Seiten der gleichen Sache?
Spiel, Tanz und Gebet: Reservate menschlichen Handelns?
Gottesdienst für Kinder: Gott für die Kleinen - Gott für die Großen Wahrheit und Lüge
1. Die Frage nach der Wahrheit als Frage nach zuverlässigen Leitlinien für das Leben verstehen.
2. Verschiedene Theorien der Wahrheit miteinander in Beziehung setzen können.
3. Glaube auf dem Hintergrund der Frage nach der Wahrheit betrachten können.
4. Die Bedeutung der Wahrheit für Glauben und Existenzfragen darstellen können.
5. Wahrheit und Lüge - Geschwister der gleichen Sache?
Mögliche Themen
Die Wahrheitsfrage in der Literatur
Wahrheit - nur eine Frage des Standpunktes
Lüge in Kinderkatechismen und religiöser Kinderliteratur
Das Verhältnis von Glaube, Wahrheit und Vertrauen bei Kindern Fehler menschlichen Verhaltens und die Angst vor den Folgen „Notlüge”
Wahrheit und Lüge in Märchen und Sagen
Streit um die Wahrheit als Zusammenhang von Einsicht, Liebe und Vertrauen
Durchsetzungswillen
Die Anthropologie der Lüge
Meine phantastische Welt
Ich baue ein neues Paradies
Hoffnung
1. Zukunftsentwürfe und deren Bedeutung für gegenwärtiges Handeln darstellen können.
2. Hoffnung als tragenden Sinn erkennen.
3. Weltprobleme und die Chancen ihrer Lösung benennen können.
4. Den christlichen Begriff Hoffnung beschreiben und auf das eigene Leben hin befragen können.
5. Den Begriff Hoffnung als Grundaussage für das Leben von Kindern benennen können.
Mögliche Themen
Utopien und künftige Weltvorstellungen
Die Bedeutung der Offenbarung und der Apokalypse
Das Prinzip Hoffnung und seine Bedeutung für die politische
Diskussion
Stadtplanung: Kindergärten und Spielplätze
Hoffnung in Theaterstücken für Kinder
Kinder als Zeichen der Hoffnung
Glauben „lernen”
1. Glaubensformen kennen und unterscheiden können.
2. Glaubensbegriffe miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen können.
3. Den evangelischen Glaubensbegriff definieren und in seinen Folgewirkungen darstellen können.
4. Den Zusammenhang von „Kopf-Herz-Hand” beschreiben können.
5. Glaubenswelten von Kindern beobachten und beschreiben können.
Mögliche Themen
Methoden der Bibelauslegung
Offenbarungs- bzw. Buchreligionen
Literatur über die Bibel
Das Entstehen dogmatischer Aussagen
Schrift als Bekenntnis - Bekenntnisschriften
Glaube ist Mut und Vertrauen
Das Lebensmodell Jesu
Die Bedeutung der Gemeinschaft
1. Die Erwartungen an und die Verbindlichkeit für menschliche Beziehungen darstellen können.
2. Die Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck grundsätzlicher anthropologischer Aussagen.
3. Die Ausformungen des Gemeinschaftsbegriffes und das jeweils daraus resultierende Menschenbild in religiösen Gruppierungen darstellen können.
4. Auffassungen des Gemeinschaftsbegriffes darstellen können und den eigenen Standpunkt dazu nennen können.
5. Die Bedeutung von Gemeinschaft in der Biographie von Kindern.
Mögliche Themen
Die Krise des Gemeinschaftsbegriffes in den verschiedenen Kulturen und in verschiedenen politischen Strukturen
Freunde, Gegner und Feinde bei Kindern Spielgemeinschaften als Probe für Lebensgemeinschaften
Die Anforderungen verschiedener Gemeinschaften für den Einzelnen Was will ich von der Gemeinschaft?
Das Mitmachen bei Gebeten, Feiern und Festen
Außenseiter und Insider
Die Gemeinschaft der Glaubenden - Gemeinschaft von Kindern
Die Bedeutung der Familienstrukturen für die Gemeinschaft
Kindergarten, Kinderspielplätze und Wohnbau
Die Frage nach dem Teilen und nach dem Eigentum
Religiöse Ausdrucksformen
1. Formen religiöser Äußerungen beschreiben, einordnen und verstehen können.
2. Religiöse Transzendenzerfahrungen in der Alltagssprache und in der Alltagssprache und in der Lebenswelt hören und verstehen können.
3. Die Schwierigkeiten in der Übereinstimmung von religiösen Ausdrucksformen und christlichen Grundaussagen darstellen können.
4. Grundformen für religiöse Sprache entwickeln können.
5. Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen und fördern können.
Mögliche Themen
Religiöse Ausdrucksformen und Erscheinungsformen wie zB New Age,
Esoterik, Okkultismus
Die Alltagssprache in ihrer religiösen Bedeutung
Die religiöse Erziehung durch die Eltern
Wie sind die Eltern religiös erzogen worden
Die Bedeutung von Glaubensbekenntnissen, Gebeten und festen Formeln
Die Frage nach der privaten und nach der öffentlichen Frömmigkeit
Die Frage nach Gott im Lebenshorizont der Kinder
Die Frage von Schöpfung und Umwelt im Verständnishorizont von Kindern
Die Bedeutung kirchlicher bzw. religiöser Feiertage
Die Frage nach der Religion als Frage nach Bindung und Freiheit Religiöse Entwicklungsstufen im Leben der Kinder
Vater- und Mutterstrukturen in der heutigen Gesellschaft
Die Bedeutung von Symbolen
Beziehungen
1. Bekannte und neue Formen des Zusammenlebens darstellen können.
2. Die sozialen und psychologischen Voraussetzungen für neue Lebensformen darstellen können.
3. Die Option der Gesellschaft für bestimmte Gemeinschafts- und Lebensformen argumentieren können und mit dem biblischen Menschenbild in Beziehung setzen.
4. Die eigenen Beziehungswünsche und Beziehungslosigkeiten reflektieren und begründen können.
5. Die Beziehungen unter Kindern bzw. zwischen Kindern und Erwachsenen beschreiben können.
Mögliche Themen
Die Bedeutung der Freundschaft für das Leben
Sexualität als Liebe - Leistung - Tabu?
Kindliche Sexualität und deren Bedeutung für die Entwicklung
Kinder und Geschwister
Kinder in familiären Strukturen
Die Beziehungen von Kindern zu Neugeborenen
Die Eheauffassungen der christlichen Konfessionen Kraft, Stärke und Gewalt in menschlichen Beziehungen Kampfspiele und Sozialisationsspiele für Kinder
Egoismus, Durchsetzungsvermögen und Verzicht als soziale Tugenden? Leben in Kirchen und Konfessionen
1. Die Ausformung religiöser Anschauungen in christlichen Konfessionen darstellen können.
2. Grundsätzliche Unterschiede der verschiedenen Konfessionen kennen.
3. Die Gemeinsamkeiten der Konfessionen darstellen können und ihren Beitrag zur Lösung von übergreifenden Sachfragen beschreiben können.
4. Den eigenen konfessionellen Standpunkt als Beitrag zu der einen Welt artikulieren können.
5. Die Konfessionsgebundenheit von Kindern und Eltern kennen und damit umgehen können.
Mögliche Themen
Die Entstehung der verschiedenen Konfessionen
Evangelisch-Katholisch im Alltagsleben
Wie erleben Kinder die unterschiedlichen Kirchen
Die Wünsche von Kindern an ihre Kirchen
Kinderkirche gegen Erwachsenenkirche
Die Bedeutung des Sonntages
Mission als Utopie der einen Weltfamilie
Grundzüge für einen Katechismus der Kinder
Die Frage nach der Taufe
Die Rolle von Mann und Frau in den Kirchen
Konfessionelles Selbstbewußtsein
Fremde Kinder
1. Wahrnehmen, daß es in der Umwelt verschiedene Gruppen gibt, die selber und deren Kinder benachteiligt sind.
2. Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als gesellschaftliche Aufgabe erkennen.
3. Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als Humanitätsbeitrag des Christentums argumentieren können.
4. Bereitschaft für den Einsatz für andere Gruppen und Benachteiligte in unserer Gesellschaft entwickeln.
5. Durch den Kontakt mit fremden Kindern fremde und eigene Kulturen kennenlernen.
Mögliche Themen
Ausländerkinder in der Umwelt
Mädchenerziehung in verschiedenen Kulturen
Erziehung von Buben in verschidenen (Anm.: richtig: verschiedenen)
Kulturen
Rolle von Mann und Frau in verschiedenen Kulturen und Religionen Küche und Eßgewohnheiten in anderen Kulturen
Wohnen und leben von Fremden in unserer Gesellschaft Freuden und Leiden von Fremden und Randgruppen in unserer
Gesellschaft
Gastfreundschaft als biblischer Auftrag
Spiele und Feste
1. Spiele und Feste als Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft beschreiben können.
2. Spiele und Feste als Entfaltung menschlicher Fähigkeiten und Lebensfreude ausdrücken können.
3. Spiele und Feste als Ausdrucksformen von Gotteserfahrungen in unserer Gesellschaft darstellen können.
4. Bereitschaft entwickeln, mit Spielen und Festen entsprechend ihren Spielregeln und ihren Formen umzugehen.
5. Spielen mit Kindern einüben und weiterführen.
Mögliche Themen
Die Bedeutung von Sport und Spiel für Kinder
Die Bewegung für Kinder als Abbau von Aggressionen
Der Einzelne und die Gemeinschaft im Spiel
Erwünschte und unerwünschte Spiele
Spiele und Feste als Zeichen von Sensationslust
Die Vermarktung von Spielen und Festen
Die Bedeutung von Spielen und Festen in der Politik
Feste in der Kirche
Spiele in Religion und Kirche
Lebensfeste: Taufe, Geburtstag, Weihnachten, Ostern
Besondere Feste im Jahr: Feste von Vereinen, Geburtstagsfeste und
anderes
Die Ritualisierung von christlichen Festen
Tanz, Bewegung und Animation bei Spielen und Festen Feste und Spiele als Einübung in Alltagserfahrungen Spiele, Feste und Feiern in Kinderbüchern
Literatur über Spiele und Feste und deren Intentionen
Der Wunsch nach Harmonie und die Erfahrung des Spielverderbers Spiel, Tanz und (Anm.: richtig: Ekstase) Extase
Lieder und Psalmen in der Bibel
Glauben „lehren”
1. Die Problematik der Vermittlung von Religion beschreiben können.
2. Lehraussagen verschiedener Religionen zueinander in Beziehung setzen können.
3. Die Differenz von Lehraussagen und Lebensvollzug beschreiben können.
4. Lehraussagen der christlichen Kirchen sichten und beurteilen können.
5. Lehraussagen mit Lebensäußerungen von Kindern verbinden und beurteilen können.
Mögliche Themen
„Klassische” evangelische Pädagogik
Konzepte evangelischer Religionspädagogik
Der Zusammenhang von Didaktik und Methodik
Die Frage des Kinderabendmahls
Religiöse Sprache und Alltagssprache
Das Erzählen von biblischen Geschichten
Fragen und zweifeln als Wege des Glaubens
Bausteine für einen Katechismus für Kinder
Macht
1. Die Schüler sollen Machtstrukturen im persönlichen und im gesellschaftlichen Bereich benennen können.
2. Die Schüler sollen den biblischen Begriff der Macht und den politischen Machtbegriff diskutieren können.
3. Die Schüler sollen Ohnmachtserfahrungen in ihrer Lebenswelt benennen und darstellen können.
4. Die Schüler sollen den Zusammenhang von Macht, Autorität und Freiheit diskutieren können.
5. Die Schüler sollen Machtmißbrauch an und Ohnmacht von Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Wenn ich krank bin, dann bete ich
Mein Kuscheltier versteht mich
Der Umgang von Kindern mit ihren Spielsachen
Sieger und Verlierer beim Spiel
Geprügelte und mißbrauchte Kinder
Wenn du mein Freund sein willst, dann ...
„Unsere Kinder sollen es besser haben”
Mein Vater ist der Stärkste
Was ich alles nicht darf
Wenn ich groß bin, dann werde ich
Arbeit und Leben
1. Die verschiedenen Konzeptionen und Konstellationen von Arbeit kennen.
2. Erkennen, daß die Verteilung und Entlohnung von Arbeit sowie die Freizeit in gesellschaftlicher Verantwortung zu betrachten sind.
3. Den Vergleich von Vorstellungen über Arbeit und Beruf im christlichen und nichtchristlichen Bereich ziehen können.
4. Die eigene Einstellung zu Arbeit, Beruf und Freizeit kritisch argumentieren können.
5. Die Fragen von Arbeit, Freizeit und Beruf in bezug auf das Leben darstellen können.
Mögliche Themen
Mögliche Berufswünsche von Kindern
Arbeit von Eltern - Leben in der Familie
Arbeit als Last und Abhängigkeit
Arbeit als Dienst in der Gemeinschaft
Der Zusammenhang von Arbeit, Ruhe und Feier in Familienstrukturen
„Arbeit” von Kindern und deren Bedeutung für die Erwachsenen
Leben nur am Wochenende?
Freizeit und Spiel
Arbeitslosigkeit von Eltern in ihren Auswirkungen auf Kinder
Die Bedeutung des Geldes für Kinder und für Erwachsene
Die arbeitenden Eltern - die alleingelassenen Kinder Sabbatgebote
Leistung
1. Formen, Motive und Auswirkungen des Leistungsdenkens aufzeigen können.
2. Arbeit und Leistung darstellen und argumentieren können.
3. Den Zusammenhang zwischen Rechtfertigungslehre und Leistungsdenken darstellen und argumentieren können.
4. Leistung im Arbeits- und Lebensbereich einsetzen lernen.
5. Die Leistungserwartung an Kinder darstellen und argumentieren können.
Mögliche Themen
Leistung und Leistungserwartung in Schule und Arbeitswelt
Der Zusammenhang zwischen Leistung und Anerkennung bzw. Selbstbewußtsein
Kindliche Leistung im Gegensatz zur Erwachsenenleistung
Die Kinderwelt in Zeichnungen und Bastelergebnissen im Bezug auf Leistungsanforderungen von Eltern
Kindliches Leistungsvermögen und elterliche Leistungserwartungen
Der Zusammenhang zwischen Leistungszwang und Leistungsfreude Fehlformen von Leistung im religiösen Bereich
Fehlformen von Leistung im sozialen Bereich
Luthers Rechtfertigungslehre angewendet auf Kinder
Freizeit
1. Erkennen, daß sinnvolle Freizeitgestaltung das große Problem der Zeit ist.
2. Freizeit als Möglichkeit für Selbstfindung und Selbstentfaltung des Menschen argumentieren können.
3. Die Chancen erkennen, in der Freizeit Lebensqualität und damit Lebenssinn zu gewinnen.
4. Die Arten von Freizeitgestaltung einander gegenüberstellen können.
5. Sinnvolle Freizeitangebote für Kinder nennen können.
Mögliche Themen
Die Bedeutung der manuellen Fähigkeiten für die Freizeitgestaltung von Kindern
Spiel als Teil der Freizeit von Kindern und Erwachsenen
Kinderwünsche als Wirtschaftsfaktor
Die Bedeutung der Medien im Freizeitbereich
Die Gestaltung von Urlaub und Ferien
Freizeitverhalten der Familie und Bedürfnisse von Kindern
Theater und Spiel als Freizeitangebot für Kinder
Die Bedeutung von Religion im Freizeitangebot
Das Verständnis von Zeit als geschenkter Zeit
Die Zeit der Ruhe als Impuls für das tägliche Leben
Die Bedeutung von Gesellschafts-, Familien- und Kinderspielen
Die automatisierten Spielzeuge für Kinder
Das Spielen von biblischen Geschichten
Der Sonntag
Friede
1. Die unterschiedlichen Interpretationen für Gewalt und die daraus folgende Diskussion um den Friedensbegriff kennen.
2. Die Bedingungen und Möglichkeiten der Gewaltverminderung bzw. Gewaltfreiheit in sozialen und internationalen Bezügen argumentieren können.
3. Aus der Reich-Gottes-Botschaft Maßstäbe für ein friedensgeleitetes Handeln erarbeiten können.
4. Die Bereitschaft erproben, bei Konfliktlösungen konstruktiv mitzuwirken.
5. Die Konfliktfähigkeit von Kindern kennen und die Versöhnungsbereitschaft fördern lernen.
Mögliche Themen
Der Unterschied zwischen sinnvollen und sinnlosen Konflikten
Streiten können unter Geschwistern
Streiten können in der Familie Konfliktlösungsmodelle nationaler und internationaler Art kennen
Die Pflicht des Widerstandes gegen Ungerechtigkeit Gerechtigkeitsempfinden von Kindern
Krieg spielen und Frieden stiften
Aggressionen unter Kindern
Gewalt gegen Kinder
Die Bedeutung der Autorität im Leben von Kindern und Heranwachsenden
Der Zusammenhang zwischen Ordnung, Disziplin und mögliche Gewalt
Die Gewaltlosigkeit Jesu gegenüber seinen Feinden
Der gewaltfreie Widerstand in der christlichen und hinduistischen Tradition
Die Verheißung des ewigen Friedens
Aggression als Grundzug der menschlichen Natur
Erziehungstheorien und deren Beurteilung von Gewalt
Die Rolle der Kirchen als Friedensstifter
Krieg, Leid und Tod in Darstellungen von Kindern
Schalom für Dorf und Stadt
Gerechtigkeit
1. Die Auseinandersetzungen um die Frage der Menschenrechte darstellen können.
2. Das Eintreten für die Menschenrechte in ihrer Verbindung mit der Wahrung der Menschenwürde argumentieren können.
3. Die Aussagen der christlichen Tradition für die Diskussion um Menschenrechte und Menschenwürde darstellen können.
4. Die Bereitschaft entwickeln, sich selber für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.
5. Erkennen, daß die pädagogische Arbeit mit Kindern in den Bereich der Wahrung der Menschenrechte einzuordnen ist.
Mögliche Themen
Die Menschenrechtserklärung und die Zehn Gebote
Sklaverei
Das Zusammenleben und das Zusammenwirken der verschiedenen Rassen
und Kulturen
Die Bedeutung der Fremden in der Gesellschaft
Kinder verschiedener Kulturen feiern Feste miteinander
Freiheit der Religionsausübung als Grundrecht
Die Arbeit von Menschenrechtsgruppen
Kinder als Leidtragende von politischer Gewalt
Kinder in der Dritten Welt
Die Bedeutung der Vorurteile
Menschenrechtserziehung in Kindergarten und Familie
Der offene und der verdeckte Rassismus
Leben
1. Die Umwelt als Verhältnis zwischen Natur und Mensch beschreiben können.
2. Alternative Vorstellungen zum Mensch - Naturverhältnis erarbeiten und argumentieren können.
3. Die Schöpfungstheologie als einen verantwortlichen Umgang mit der Natur erarbeiten und argumentieren können.
4. Die Bedeutung der Lebensgestaltung für Mensch, Natur und Umwelt darstellen können.
5. Das Engagement für den Schwachen in der Gesellschaft darstellen und argumentieren können.
Mögliche Themen
Die menschliche Ausbeutung der Natur
Die Bedeutung der Natur für die Kinder
Wasser, Luft und Sonne: Lebensgrundlage für die kommende Generation
Fortschrittsgläubigkeit als Voraussetzung für die technologische
Naturbeherrschung
Die Ehrfurcht vor dem Leben
Naturverständnis von Indianern, des Hinduismus und anderer
Traditionen kennen
Behinderte Kinder - bewahrte Kinder?
Bruder und Schwester - Lebenswirklichkeit oder Begriffe
Kinder bauen eine neue Welt
Verantwortlicher Umgang mit Mensch und Natur
Die biblische Schöpfungslehre
Die Aufgabe des Menschen in der Schöpfungstheologie
Der Mensch als Ebenbild und Geschöpf Gottes
Der „neue Mensch” als Zeichen für die Befreiung der Schöpfung Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit
Medien
1. Die Wirkungsmöglichkeiten der Massenmedien beschreiben und argumentieren können.
2. Die Einflüsse analysieren können, welche die Medien auf die Lebensführung haben.
3. Die Medienangebote auf ihre weltanschaulichen Grundhaltungen hin befragen und beurteilen können.
4. Mit den Kommunikationstechniken konstruktiv und kritisch umgehen können.
5. Die Wirkungsweise von Medien auf Kinder darstellen und beurteilen können.
Mögliche Themen
Die Medien in der Familie
Kind und Fernsehen
Kind und Buch, Kinderbuch, Kinderzeitung und Zeichnung
Kind und Theater
Kind und Musik
Kind und Werbung, Kinder in der Werbung
Gebetbücher für Kinder
Bibelausgaben für Kinder
Vorlesebücher für Kinder
Technische Medien bei Kindern: Computer und Video sowie Kassetten
und Schallplatten und CD
Der Zusammenhang zwischen Unterhaltung, Information und Meinungsbildung Bedeutung und Zielrichtung von kirchlichen Medien
Der Umgang mit Krankheit und Tod als Problem der Medien Gewalt und Sexualität in den Medien
c) Altkatholischer Religionsunterricht
Allgemeines Bildungsziel:
Durch den altkatholischen Religionsunterricht sollen die zukünftigen Kindergärtner befähigt werden, den ihnen anvertrauten vorschulpflichtigen Kindern christliche Grundwahrheiten zu vermitteln und in ihnen Ehrfurcht und Liebe zu Gott und Jesus Christus zu wecken.
Die zukünftigen Kindergärtner sollen auch befähigt werden, den vorschulpflichtigen Kindern das Leben in der Kirche und das Feiern der religiösen Feste im Kirchenjahr nahezubringen.
Ziel des altkatholischen Religionsunterrichtes muß es vor allem sein, den zukünftigen Kindergärtner zu vermitteln, daß religiöser Glaube zur Sinnfindung und Selbstverwirklichung im Leben beiträgt und zu besseren mitmenschlichen Beziehungen in unserer Gesellschaft führen kann.
Spezielle Lehraufgaben:
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Die biblische Geschichte des Alten Testamentes.
Das Kirchenjahr (kirchliche Feste, Sitten und Gebräuche). Das Gotteshaus, der Gottesdienst.
Erlernen von Liedern und Gebeten für das Vorschulkind.
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Die biblische Geschichte des Neuen Testamentes.
Die Sakramente und ihre Bedeutung für das Leben des Kindes. Das Leben in der Gemeinschaft (Kindergartengruppe, Familie ...).
3. Klasse (2 Wochenstunden):
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Die Geschichte der altkatholischen Kirche.
Aufbau der altkatholischen Kirche (Gemeinde- und Synodalordnung).
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Christus lehrt uns, in Gemeinschaft zu beten.
1. Pflichtgegenstände für alle Schülerinnen und Schüler
PÄDAGOGIK
(einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische
Soziologie, Philosophie)
Bildungs- und Lehraufgabe:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
3. Klasse (3 Wochenstunden):
4. Klasse (3 Wochenstunden):
5. Klasse (3 Wochenstunden):
2. Klasse vor allem die Aufgabe hat, die Hinführung der Schülerinnen
und Schüler zum Sehen und Verstehen kindzentrierter prozeßhafter Abläufe zu gewährleisten.
- durch seminaristisches Arbeiten (individuelle Arbeiten, Partner- und Gruppenarbeiten unter Betonung der Selbständigkeit und der Eigenständigkeit);
- durch Anleitung zum Erfassen von aktuellen Problemstellungen, zur differenzierten Auseinandersetzung mit diesen, um eigenständige Problemlösungen entwickeln zu können (dabei ist den Schülerinnen und Schülern die Effektivität von gruppendynamischen Prozessen sowie die Rolle des Gruppenleiters für die Bewältigung von Konflikten und Problemen in der Gruppe bewußtzumachen);
- durch Projektaufgaben auch unter Ausnützung der Konzentration von Unterrichtsgegenständen (dabei ist auf die Motivierung der Schülerinnen und Schüler zur späteren selbstverantwortlichen Weiterbildung hinzuarbeiten).
HEIL- UND SONDERPÄDAGOGIK
4. Klasse (1 Wochenstunde):
5. Klasse (1 Wochenstunde):
DIDAKTIK
(insbesondere Didaktik der Kindergarten- und
Vorschulerziehung)
1. Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Kindergartenpraxis):
Einführende Information über die Institution Kindergarten.
2. Klasse (2 Wochenstunden):
3. Klasse (3 Wochenstunden):
4. Klasse (3 Wochenstunden):
5. Klasse (3 Wochenstunden):
1. Klasse:
2. Klasse:
3. Klasse:
4. Klasse:
5. Klasse:
KINDERGARTENPRAXIS
1. Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Didaktik):
2. Klasse (2 Wochenstunden):
3. Klasse (4 Wochenstunden):
4. Klasse (5 Wochenstunden):
5. Klasse (5 Wochenstunden):
3. Klasse auch in zweisprachig geführten Kindergärten praktizieren.
Es ist ihnen eine Einführung in diese Form der Kindergartenarbeit zu bieten. Diese Schülerinnen und Schüler haben ab der 3. Klasse jeweils eine der vorgesehenen Praxiswochen, sofern nach Organisation und Ausstattung geeignete Kindergärten vorhanden sind, in einem zweisprachig geführten Kindergarten zu absolvieren. Eine Zusammenarbeit mit der Lehrerin/dem Lehrer der Zweitsprache ist anzustreben.
1. Semester anzusetzen.
DEUTSCH
(einschließlich Sprecherziehung, Kinder- und
Jugendliteratur)
- kritische Sprachbetrachtung
- Pflege berufsspezifischer Kommunikationsformen
- standortsprachliche Kompetenz beim Lesen und Schreiben
- sinnerfassendes und sinnvermittelndes Lesen
- Kenntnisse der Textgrammatik
- Förderung der Schreibrichtigkeit
- Erkennen sprachlicher Strukturen und ihrer Funktion
- Lektüre fiktionaler und nichtfiktionaler, deutschsprachiger und fremdsprachiger Texte
- Überblick über die zeitbezogene Einordnung von Texten, unter vorrangiger Behandlung österreichischer Texte
- Förderung des Verständnisses für den ästhetischen Wert von Texten
- selbständiges Auseinandersetzen mit Texten durch die Schülerin bzw. den Schüler und Hinführung zur kritischen Stellungnahme
- Kenntnis von ausgewählten Werken der Kinder- und Jugendliteratur
- Vermittlung von Kriterien zur Beurteilung von Kinder- und Jugendliteratur
- Einsicht in die Bedeutung von Kindergarten und Hort für die Verbreitung von adäquater Kinder- und Jugendliteratur (auch im Wege der Elternberatung)
- Bewußtmachen der Mitverantwortung des Kindergartens und Hortes für die sprachliche und somit sozio-kulturelle Entwicklung der Kinder
Lehrstoff:
1. Klasse (4 Wochenstunden):
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Grundlage der Sprech- und Vortragstechnik. Üben des dialektfreien Sprechens, des Vorlesens und Erzählens. Vortragen - zum Teil auch auswendig gelernter - Textstellen in Prosa und Versen (Kinderreime, Märchen, phantastische Geschichten usw.)
Vorübungen zu Referaten und zu Diskussionen. Erproben verschiedener
Gesprächsformen.
Kinder- und Jugendliteratur:
Einige Werke aus der dem Alter der Schülerinnen und Schüler gemäßen Jugendliteratur (unter Berücksichtigung der wichtigsten Gattungen) als Ausgangspunkt für eine kritische Stellungnahme.
Das Kinderbuch in seinen Formen und Themenkreisen; Märchen, Sage.
Lektüre und Textbetrachtung:
Einführung in die Grundbegriffe der Poetik anhand konkreter Beispiele. (Die Texte sollen möglichst aus dem 19. und 20. Jahrhundert gewählt werden, wobei das österreichische Schrifttum besonders zu berücksichtigen ist.)
Funktion der Medien und Anleitung zu kritischer Auswahl aus dem Medienangebot.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Wort- und Satzgrammatik als Hilfe für den eigenen richtigen
mündlichen und schriftlichen Ausdruck.
Überblick über die häufigsten Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit (Einfluß der Mundart und Umgangssprache), über Fehlerquellen im mündlichen und schriftlichen Ausdruck.
Die wichtigsten Regeln der Rechtschreibung und der Zeichensetzung
sowie Übungen zu deren Sicherung.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Verschiedene Arten des Aufsatzes wie Erlebniserzählung, Schilderung, Bericht, Beobachtung und Beschreibung; Nacherzählung und Inhaltsangabe, Phantasieaufsatz und Erweiterung eines Erzählkerns. Verfassen von Texten mit unterschiedlichen Schreibabsichten.
Übungen zur Bereicherung und Belebung des Ausdrucks, zur Treffsicherheit und Anschaulichkeit.
Schriftliche Arbeiten:
Sechs einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, drei je
Semester.
2. Klasse (3 Wochenstunden):
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Erhöhte Anforderungen an ausdrucksvolles Lesen, Vortragen und Erzählen. Kontrolle der eigenen Sprechweise zur Verhaltenssteuerung und Meinungsbildung mit Hilfe von audiovisuellen Medien. Anhören von vorbildlich gesprochenen Texten.
Technik des selbständigen Lesens im Hinblick auf Lesetempo, Überblick und Sinnerfassen.
Übungen im Diskutieren (auf der Grundlage von Fachwissen) und Dramatisieren.
Kinder- und Jugendliteratur:
Standardwerke der Kinder- und Jugendliteratur.
Beurteilungskriterien im Hinblick auf sprachliche Gestaltung,
sachliche Richtigkeit, Inhalt, pädagogische Gesichtspunkte sowie
ethische und religiöse Werte.
Lektüre und Textbetrachtung:
Beispiele der deutschsprachigen Literatur von ihren Anfängen bis einschließlich Vorklassik, soweit sie für das Verständnis der Gegenwartsliteratur von Bedeutung oder von zeitloser Gültigkeit sind; Proben aus der Weltliteratur. Werke der zeitgenössischen Literatur.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Wiederholung und Vertiefung der Kenntnisse aus der Satz- und Wortgrammatik; Erarbeiten einer Übersicht über die Gliedsätze. Umformen und graphische Darstellung von Sätzen; Satzbaupläne. Bildhaftigkeit der Sprache.
Beispiele für den Wandel der deutschen Sprache im Laufe der Jahrhunderte; der deutsche Sprachschatz (Erb-, Lehn-, Fremdwörter); Sprachverwandtschaft, Sprachgemeinschaft.
Weitere Übungen zur Sicherung der Rechtschreibung und Zeichensetzung.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Direkte und indirekte Charakteristik, Bilddeutung; Kürzung, Erweiterung und Zusammenfassung vorgegebener Texte. Buchbesprechung. Stoffsammlungen, Klärung von verwandten Begriffen, Erörterung. Verfassen von Anleitungen. Fortsetzen der bisher geübten Aufsatzgattungen mit erhöhten Anforderungen.
Ersinnen und Erzählen von Geschichten für das Kleinkind. Übungen zur sprachlichen Formung der schriftlichen Vorbereitung für die Kindergartenpraxis (Fachsprache, Systematik).
Schriftliche Arbeiten:
Fünf Schularbeiten im Unterrichtsjahr, zwei einstündige und eine zweistündige im 1. Semester, eine einstündige und eine zweistündige im 2. Semester.
3. Klasse (3 Wochenstunden):
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Weiterführung der Sprecherziehung mit besonderer Berücksichtigung einer klangvollen und gut artikulierten Sprache. Gestalten von dramatischen Szenen nach gegebenen Mustern und aus dem Stegreif. Gespräche über aktuelle, insbesondere berufsbezogene Themen. Interpretationsübungen anhand von Texten aus verschiedenen Bereichen (Kinder- und Jugendliteratur, Dichtung, Trivialliteratur, Presse, Werbung usw.).
Vorlese- und Erzähltechnik vor einer Gruppe.
Kinder- und Jugendliteratur:
Kinder- und Jugendliteratur zu verschiedenen Themenkreisen im Hinblick auf Aktualität und Berufspraxis (Informationsquelle, Reifungshilfe, Kommunikationsmittel und Kreativimpulse).
Lektüre und Textbetrachtung:
Beispiele der Literatur des Sturm und Drang, der deutschen und österreichischen Klassik, Romantik und sozialkritischen Dichtung des Vormärz, soweit sie für das Verständnis der Gegenwartsliteratur von Bedeutung oder von zeitloser Gültigkeit sind. Werke der zeitgenössischen Literatur.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Stilkritische Übungen an verschiedenen Texten zur Festigung des Sprachgefühls und als sachliche Voraussetzung für die Interpretation von Dichtungen.
Erhöhte Anforderung bei der Sicherung der Rechtschreibung und Zeichensetzung. Bewußtmachen eigener Lernwege.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Dialoge; Stoffsammlungen und Gliederungsübungen, Problemarbeiten, Vorübungen für die literarische Facharbeit (Teilaspekte von Dichtungen, Interpretationen von kurzen Geschichten, Gedichten und Szenen). Abfassen von Protokollen und Exzerpten. Leserbrief.
Dramatisieren von Geschichten für das Kleinkind.
Schriftliche Arbeiten:
Vier zweistündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, zwei je
Semester.
4. Klasse (3 Wochenstunden):
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Kurze Referate, insbesondere über Themen aus berufsbezogenen Fachgebieten unter Benützung einschlägiger Literatur.
Diskussion. Gesprächstechnik in der Gruppe.
Übungen zur Steigerung des klaren und gewandten Ausdrucks beim
Formulieren abstrakter Inhalte.
Kinder- und Jugendliteratur:
Tendenz der modernen Kinder- und Jugendliteratur. Kinder und Jugendliteratur in ihrer Bedeutung im sozio-kulturellen Hintergrund der Jugendlichen. Beurteilung der sprachlichen Gestaltung nach entwicklungspsychologischen, jugendsoziologischen, pädagogischen und kommunikationstheoretischen Gesichtspunkten.
Jugendzeitschriften. Brückenliteratur. Themen- und Gattungsvergleiche zwischen Kinder- und Jugendliteratur und Erwachsenenliteratur.
Lektüre und Textbetrachtung:
Textbeispiele von 1848 bis zum Ersten Weltkrieg als Spiegelbild der Zeit (Realismus, Naturalismus, Impressionismus, Expressionismus usw.) unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen Beitrages zum deutschsprachigen Schrifttum. Werke der zeitgenössischen Literatur.
Randbereiche der Literatur (Unterhaltungsliteratur, Reiseromane, Kriminalromane) - Kriterien zur Beurteilung von Kitsch und Schund.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Herkunftssprache, Wirkungsanalyse und Konsumgewohnheiten im Rahmen der Massenmedien. Sprachanalyse und Sprachkritik. Funktion des Sprachzeichens (semantische, syntaktische und pragmatische), Objekt- und Metasprache. Natürliche Sprachen und Kunstsprachen.
Zweifelsfälle der Rechtschreibung und der Zeichensetzung. Hinweise im Hinblick auf Lernhilfe.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Problemarbeiten, literarische Facharbeit (Interpretation von dichterischen und pädagogischen Texten, Gegenüberstellung motivgleicher Texte, stilkritische Übungen).
Schriftverkehr mit Behörden (wie Eingaben, Ansuchen, Berichte, Protokolle, Planungsvorschläge). Übungen zur Steigerung des klaren und gewandten Ausdrucks beim Formulieren abstrakter Inhalte, besonders im Zusammenhang mit der Fachsprache.
Schriftliche Arbeiten:
Vier zweistündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, zwei je
Semester.
5. Klasse (3 Wochenstunden):
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Umfangreichere Referate über vorgegebene oder selbstgewählte Themen und unter stärkerer Verwendung von Arbeitsbehelfen (zB Sachbücher, Lexika, Zeitschriften). Kurzreferate im Hinblick auf die Elternarbeit (Reden zu besonderen Anlässen, Informationsgespräche usw.) Kinder- und Jugendliteratur:
Die Kinder- und Jugendliteratur in den Medien.
Darstellungsmöglichkeiten. Methoden zur Förderung der Leselust bei
Kindern und Jugendlichen. Bibliothekskunde.
Lektüre und Textbetrachtung:
Die literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, wobei der österreichische Beitrag besonders zu berücksichtigen ist. Tradition und Auflösung übernommener Dichtungsformen. Die Gegenwartsliteratur am Beispiel einiger bedeutender Vertreter und Werke.
Einfluß des ausländischen Schrifttums.
Medien und Literatur in ihrer Wechselwirkung.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Gefühlswert der Sprache. Kritische Betrachtung der Ausdrucksmittel
in Presse, Werbung, Hörfunk, Fernsehen und Film.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Problemarbeiten, literarische Facharbeit (Hinweise auf Formen des Zitierens und sinnvolle Verwendung von Zitaten). Lebenslauf, Bewerbungsschreiben.
Schriftliche Arbeiten für die Berufspraxis und Elternarbeit (wie Elternbriefe, Einladungen, Anschläge, Rundschreiben, usw.). Übungen zum Abfassen von Artikeln für Fachzeitschriften.
Schriftliche Arbeiten:
Drei Schularbeiten im Unterrichtsjahr, zwei dreistündige im
1. Semester und eine vierstündige im 2. Semester.
Didaktische Grundsätze:
Die getrennt aufgezählten Stoffbereiche sollen einander im Unterricht durchdringen, damit von verschiedenen Gesichtspunkten aus die Leistung der Sprache und das Wesen der Dichtung bewußt werden. Die einzelnen Stoffgebiete sind gleichwertig. Auf Können und Verstehen ist mehr Wert zu legen als auf bloßes Fachwissen. Die Schülerinnen und Schüler sind zur Verwendung von Nachschlagewerken (Sachbüchern, Lexika) anzuleiten.
Sprachpflege und Sprecherziehung:
Von den vorhandenen Grundlagen ausgehend, ist über natürlich gegebenen Sprechsituationen das freie Sprechen zu üben und durch verschiedene Kommunikationstechniken zu fördern, wobei neben dem vorbildlichen Sprechverhalten des Lehrers audiovisuelle Hilfsmittel eingesetzt werden sollen.
Auf gutes, richtiges Sprechen ist nicht nur in allen Bereichen des Deutschunterrichts, sondern auch in allen übrigen Unterrichtsgegenständen zu achten.
Pflege des schriftlichen Ausdrucks:
Die Fähigkeit, sich sicher und klar auszudrücken, soll durch planmäßig aufbauende Übungen erreicht werden. Verschiedene Textsorten mit altersgemäßer, berufsbezogener und dem Interessenbereich der Schülerinnen und Schüler entsprechender Themenstellung soll geübt werden.
Lektüre, Textbetrachtung, Kinder- und Jugendliteratur:
Bei der altersentsprechenden Auswahl der Lektüre ist darauf zu achten, daß die Schülerinnen und Schüler fähig werden, den Wert dichterischer Werke in ihrer zeitlosen sowie epochegebundenen Dimension als Spiegelbild gesellschaftlicher Verhältnisse zu erfassen, kritisch zu überdenken und daraus Anregungen für die Gestaltung des persönlichen und beruflichen Lebens zu gewinnen. Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sind herzustellen.
Von der ersten Klasse an soll mit der Erarbeitung einer Leseliste begonnen werden, die in den folgenden Klassen auszubauen ist. Sie soll auf allen Stufen sowohl Beispiele aus der Gegenwartsliteratur als auch zeitlosen Lesestoff einschließen, und zwar über alle zur Verfügung stehenden Medien (wie Printmedien, Theater, Film, Hörspiel, Rundfunk, Fernsehen).
Die Erscheinungsformen der Kinder- und Jugendliteratur in den verschiedenen Medien sind zu berücksichtigen. Die Kenntnis ausgewählter Werke soll durch Gemeinschafts- und Privatlektüre mit nachfolgender Besprechung sowie durch Referate vermittelt werden.
Sprach- und Stilkunde, Rechtschreibung:
Sprachlehre soll die Reflexion grammatischer Phänomene, dem persönlichen Sprachgebrauch sowie der Analyse und Beurteilung sprachlicher Äußerung dienen. Auch bei der Interpretation soll eine grammatisch-stilistische Betrachtungsweise und ihre kommunikative Intention zum Tragen kommen. Sprachlehre und Rechtschreibung sollen den Deutschunterricht ganzheitlich durchdringen. Partnerarbeit soll die Einübung in die Lernhilfe fördern.
Bei Lehraufgaben, die sowohl Gegenstand des Deutschunterrichtes als auch des Unterrichtes in Didaktik und Kindergarten-, allenfalls Hortpraxis sind, ist enge Zusammenarbeit der betreffenden Lehrerinnen und Lehrer erforderlich.
LEBENDE FREMDSPRACHE
(Englisch)
1. Klasse (3 Wochenstunden):
Hörverstehen:
2. Semester.
2. Klasse (3 Wochenstunden):
Hörverstehen:
1. Semester.
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Hörverstehen:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Hörverstehen:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Hörverstehen:
GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE
1. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Entwicklung von Primärgesellschaften zu frühen Hochkulturen
Lernziele:
- Einblick gewinnen in die Aufgaben und Methoden des Faches
- Kennenlernen der für die Entwicklung der Menschheit bestimmenden naturräumlichen und sozialen Faktoren
- Erkennen der wesentlichen Merkmale von Hochkulturen
Lerninhalte:
- Grundbegriffe der Geschichts- und Sozialwissenschaft
- Die Entwicklungsstufen menschlicher Zivilisation und Kultur in urgeschichtlicher Zeit, insbesondere in Österreich
- Arbeitsteilung und geschlechtsspezifisches Rollenbild; die Bedeutung der Familie
- Die Entwicklung einer differenzierten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in den frühen Hochkulturen
2. Politische Organisationsformen und kulturprägende Kräfte in der antiken Welt
Lernziele:
- Gewinnen eines Überblicks über die Entwicklung von Staaten und Staatsformen; Verstehen der Wechselwirkungen von Staat und Kultur in der Antike
- Erkennen der Problematik der politischen Organisation von Großreichen und von deren Einfluß auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
- Verstehen der Hellenisierung und Romanisierung als rechtschaffende und kulturverschmelzende Kräfte
- Erkennen der Auswirkungen des Christentums auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben
Lerninhalte:
- Polis und Res pulica; gesellschaftliche Auseinandersetzungen in Athen und Rom, ihre Ursachen und Folgen; die Entwicklung und Funktion der Sklaverei; antike und moderne Demokratie; Sparta als antagonistisches Modell
- Die Bedeutung griechischer Philosophie und Wissenschaft; die hellenistische Kultur
- Die Entwicklung Roms zum Weltreich; der römische Rechtsbegriff und seine Auswirkungen; die Romanisierung - besonders am Beispiel Österreichs
- Das Christentum als neuer religiöser, politischer und kultureller Faktor; das unterschiedliche Menschenbild der Antike und des Christentums (Wertschätzung der Arbeit, Personalität der Frau)
3. Von der Antike ins Mittelalter
Lernziele:
- Erfassen von Kontinuität und Wandel in neu entstehenden Kulturkreisen
- Verstehen der Feudalordnung im mittelalterlichen Europa
Lerninhalte:
- Die Auswirkungen der germanischen Völkerwanderung in Europa
- Der Islam als politische und kulturformende Kraft; das arabische Weltreich
- Neuordnung Europas durch das Frankenreich, Entwicklung von Lehenswesen und Grundherrschaft
2. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Europa im Mittelalter
Lernziele:
- Verstehen des abendländischen Dualismus von Kaisertum und Papsttum
- Gewinnen eines chronologischen und thematischen Überblicks über das Werden Österreichs im Mittelalter und die Kunststile dieser Zeit
- Erkennen der wirtschaftlichen Veränderungen im Spätmittelalter und deren Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft
Lerninhalte:
- Die universalen Mächte Kaisertum und Papsttum, ihr Zusammenwirken und ihre Rivalität
- Die Entwicklung der österreichischen Länder; Landesfürstentum, Hausmachtpolitik; Romanik und Gotik
- Verfall der Feudalherrschaft im Spätmittelalter und Aufstieg des Bürgertums
2. Renaissance, Humanismus, religiöse Reformbestrebungen und Konflikte
Lernziele:
- Erfassen des Erkenntnisfortschrittes am Beginn der Neuzeit
- Erkennen der Bedeutung der überseeischen Expansion europäischer Staaten
- Verstehen der religiösen Auseinandersetzungen in Reformation und Gegenreformation sowie ihres Zusammenhanges mit sozialem Wandel und politischem Machtkampf
Lerninhalte:
- Humanismus und Renaissance als Ausdruck des neuen Selbst- und Weltverständnisses; Fortschritte der Wissenschaft, Erfindungen, Entdeckungen und Auswirkungen der kolonialen Expansion, Frühkapitalismus
- Reformation und katholische Erneuerung in der Spannung von religiösen Anliegen und weltlicher Machtpolitik; der Dreißigjährige Krieg
3. Absolutismus und Aufklärung
Lernziele:
- Erfassen der Wesensmerkmale des Absolutismus, seiner Wirkungen und Folgen
- Gewinnen eines Überblicks über die Entwicklung Österreichs zur Großmacht
- Verstehen des Barock als Ausdruck eines veränderten Lebensgefühles
- Erkennen der Grundideen der Aufklärung und ihres Fortwirkens bis zur Gegenwart
Lerninhalte:
- Das System des höfischen Absolutismus am Beispiel Frankreichs
- Der Aufstieg Habsburgs in der Auseinandersetzung mit Frankreich und dem Osmanischen Reich. Die Kunst des österreichischen Barock
- Ideen der Aufklärung; ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Religion, Staat und Wirtschaft
- Der aufgeklärte Absolutismus in Österreich unter Maria Theresia und Josef II.
4. Revolutionäre Prozesse am Ende des 18. Jahrhunderts und restaurative Gegenbewegungen
Lernziele:
- Erfassen der Ursachen von Freiheitsbewegungen und revolutionären Prozessen sowie der Möglichkeiten ihrer Durchsetzung
- Erkennen der Gefahr totalitärer Machtansprüche bei Revolution, Gegenrevolution und Restauration
Lerninhalte:
- Das Werden einer modernen Demokratie in den USA
- Die Französische Revolution
- Das napoleonische Hegemonialsystem; nationale Freiheitsbewegungen in Europa
- Der Wiener Kongreß und die Restauration; Vormärz und Biedermeier in Österreich
3. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Gestaltende Kräfte des 19. Jahrhunderts in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat
Lernziele:
- Erkennen der Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlichen, technologischen und politischen Entwicklungen
- Kennenlernen verschiedener Lösungsversuche für die Bewältigung der sozialen Spannungen und Krisen des Industriezeitalters
- Erfassen des Liberalismus und Nationalismus als gesellschaftsformende und staatsbildende Kräfte im 19. Jahrhundert
- Erkennen der Grundlagen, Formen und Auswirkungen imperialistischer Politik
Lerninhalte:
- Die erste Industrielle Revolution und die damit verbundene Veränderung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur; ihre Auswirkungen auf die Familie
- Frau und Kind in den verschiedenen Gesellschaftsschichten des 19. Jahrhunderts
- Entstehung und Weiterentwicklung sozialistischer Theorien und christlicher Soziallehren
- Liberalismus und Nationalismus, ihr Durchbruch in den Revolutionen von 1848.
- Nationale Einigungsbewegungen und Entstehen neuer Nationalstaaten
- Imperialistische Politik der Weltmächte bis 1914
2. Österreich 1848 bis 1914
Lernziele:
- Verstehen der Probleme eines Vielvölkerstaates
- Erkennen von Zusammenhängen zwischen außenpolitischen Vorgängen und innenpolitischen Entwicklungen
- Erfassen des Wandels vom Untertanen zum Staatsbürger durch die Einführung von Verfassung und Wahlrecht
- Begreifen der Kunst als Spiegel gesellschaftlicher Zustände
Lerninhalte:
- Die Nationalitätenfrage, der Ausgleich mit Ungarn, die Entwicklung der Verfassung
- Die außenpolitische Entwicklung; Balkan- und Bündnispolitik
- Wirtschaftliche und soziale Probleme; Entwicklung des Wahlrechts; Entstehung der politischen Parteien und der Interessensverbände
- Die Kunst des Fin de siecle zwischen Epigonentum und Aufbruch
3. Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit
Lernziele:
- Erkennen der Ursachen für die Erschütterung der Vorrangstellung Europas
- Erfahren der katastrophalen Auswirkungen eines weltweiten Vernichtungskrieges mit moderner Kriegstechnik
- Verstehen der krisenhaften Erscheinungen im wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bereich während der Zwischenkriegszeit
- Erkennen der Ursachen für die Entwicklung autoritärer und totalitärer Ideologien und Herrschaftssysteme
Lerninhalte:
- Der Erste Weltkrieg, seine Auswirkungen auf europäische Staatsgebiete, Herrschaftsformen, Wirtschafts- und Sozialstrukturen
- Oktoberrevolution und Sieg des Kommunismus in Rußland; Stalinismus in der Sowjetunion
- Die Wirtschaftsmacht USA; die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen
- Faschismus in Italien; Nationalsozialismus in Deutschland
4. Österreich von 1918 - 1938
Lernziel:
- Erkennen der Bedeutung weltanschaulicher Gegensätze und politischen Machtstrebens für die Entwicklung des Staatswesens
- Erfassen der Ursachen für das Fehlen des Staatsbewußtseins und für die Abhängigkeit vom Ausland
Lerninhalte:
- Auflösung der Donaumonarchie und Kampf um das Staatsgebiet
- Das Entstehen der demokratischen Republik und die neue Verfassung
- Die politischen Parteien; Wirtschaftsprobleme; Radikalisierung des politischen Lebens; Austromarxismus und Austrofaschismus; Bürgerkrieg; Ständestaat
- Kultur der Zwischenkriegszeit
- Der „Untergang” Österreichs
5. Der Zweite Weltkrieg
Lernziel:
- Erfassen der Ursachen und Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges
- Betroffenheit über die Massenvernichtung in Konzentrationslagern und im Bombenkrieg und über die Zwangsdeportation von Millionen Menschen
Lerninhalte:
- Ursachen des Zweiten Weltkrieges
- Verfolgungen und Massenvernichtungen; Freiheits- und Widerstandsbewegungen
5. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Weltpolitik und Staatenwelt seit 1945
Lernziele:
- Gewinnen von Einsichten in die Wechselbeziehungen der Völker und Staaten und in die permanenten Veränderungen im weltpolitischen System
- Erkennen der Gründe für die Krisenanfälligkeit der gegenwärtigen Welt
- Erkennen des Interessenkonfliktes zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten
- Kennenlernen der Integrationsbestrebungen europäischer Staaten
Lerninhalte:
- Die Weltsituation im Jahr 1945; die Teilung Europas; der Kalte Krieg; Politik der Koexistenz und Entspannung; die Umwälzungen im Ostblock seit 1989 und ihre Folgen
- Schwerwiegende zwischenstaatliche Konflikte seit 1945, friedliche Lösungsstrategien oder kriegerische Gewaltakte
- Die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen
- Entkolonisierung in Asien und Afrika; wirtschaftliche und politische Probleme der Entwicklungsländer; der Nord-Süd-Konflikt; der Einfluß des religiösen Fundamentalismus auf die Politik
- Politische und wirtschaftliche Integrationsbestrebungen Europas
2. Österreich: die Zweite Republik
Lernziele:
- Erfassen der Entwicklung eines Österreichbewußtseins
- Erkennen der Vor- und Nachteile von Koalitions- und Alleinregierungen
- Erkennen der Bedeutung des Staatsvertrages und der österreichischen Neutralität
- Begreifen der gegenwärtigen Aufgaben und der Stellung Österreichs in Europa und in der Welt
Lerninhalte:
- Die Wiedererrichtung des österreichischen Staates und die geistige Neuorientierung
- Besetzung und Ringen um den Staatsvertrag; der wirtschaftliche Wiederaufbau
- Die Entwicklung der politischen Parteien und ihrer Programme; Koalitionen und Alleinregierungen
- Die österreichische Neutralität und die Umfassende Landesverteidigung
- Die Brückenfunktion Österreichs in der gegenwärtigen Weltpolitik
3. Politische und gesellschaftliche Probleme unserer Zeit Lernziele:
- Erkennen der Notwendigkeit politischer Mitwirkung und Mitverantwortung
- Gewinnen von Einsichten in die Bedingungen der Friedenssicherung
- Sensibel werden für die Probleme von Minderheiten, sozial Schwachen, Frauen und Kindern
- Erfassen der Auswirkungen der zweiten Industriellen Revolution und der Fortschrittsideologie
- Erfassen der Zusammenhänge aktueller politischer Ereignisse
Lerninhalte:
- Politische Mitwirkungsmöglichkeiten in der rechtsstaatlichen Demokratie; Verhältnis von Gruppeninteressen und Gesamtinteresse; Gefährdung der Demokratie durch extremistische Gruppen
- Möglichkeiten des Abbaues von Gewalt zwischen Einzelmenschen, Gruppen, Völkern und Staaten; Rüstungskontrolle und Friedensbewegungen
- Menschen und Bürgerrechte und die Probleme ihrer Durchsetzung aufgrund verschiedener Rechtsvorstellungen und Sozialstrukturen
- Die Rolle der Frau in verschiedenen Epochen und Kulturen; bedeutende Frauenpersönlichkeiten in der Geschichte; das Streben nach Gleichberechtigung; Frauenprobleme der Gegenwart
- Kinderarbeit in Vergangenheit und Gegenwart; Erziehung und Bildungspolitik im historischen Wandel
- Die zweite Industrielle Revolution; Ambivalenz der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung; Arbeitswelt und Freizeit; Verantwortung für die Umwelt
- Transparentmachung des tagespolitischen Geschehens Didaktische Grundsätze:
GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE
1. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Die Erde und ihre Darstellungsmöglichkeiten
Lernziele:
- Die Gestalt der Erde und ihre Bewegungen beschreiben und deren Folgewirkungen erklären
- Geographische Darstellungsmöglichkeiten kennen und interpretieren
- Hilfsmittel zur Orientierung anwenden
Lerninhalte:
Geoid, Revolution, Rotation, Ekliptik. Beleuchtungsverhältnisse; Globus, Karte, Bilder, Graphiken, Tabellen; Gradnetz, Zeitzonen, Orientierung im Gelände.
2. Die landschaftsökologischen Zonen der Erde
Lernziele:
- Die Verbreitung der natürlichen Landschaftskomponenten (Geofaktoren) analysieren und erklären
- Wechselbeziehung von Relief, Klima, Boden und Vegetation beispielhaft aufzeigen
- Landschaftsökologische Zonen der Erde als natürliche Lebensräume sehen und bewerten
Lerninhalte:
Formen des Reliefs und ihre Entstehung; Erklärung der Temperatur- und Niederschlagsverteilung der Erde; Klima- und Vegetationszonen der Erde; Wechselbeziehungen zwischen Boden, Klima, Relief und Vegetation; Charakterisierung und Verbreitung der landschaftsökologischen Zonen.
3. Der Mensch und seine wirtschaftlichen Bedürfnisse Lernziele:
- Bedürfnisbefriedigung und Güterknappheit als Ursachen wirtschaftlicher Aktivitäten des Menschen erfassen
- Antriebskräfte der Entwicklung einer Volkswirtschaft kennen
Lerninhalte:
Der Mensch und seine materiellen Bedürfnisse, das ökonomische Prinzip, Wirtschaften als Folge von Knappheiten, Arbeitsteilung und Geldwirtschaft als Kennzeichen volkswirtschaftlicher Entwicklung, der Einsatz von Produktionsfaktoren
4. Bevölkerungsstrukturen, ihre Entwicklungen und Veränderungen Lernziele:
- Die räumliche Verteilung der Erdbevölkerung beschreiben
- Die Ursachen, Formen und Folgen demographischer Prozesse erklären
Lerninhalte:
Topographische Verteilungsmuster der Weltbevölkerung, Kennziffern demographischer Prozesse, Regelhaftigkeiten und Entwicklungstendenzen der Bevölkerung, Bevölkerungswanderungen an Staatenbeispielen, regionale Beispiele zur Bevölkerungsentwicklung bei unterschiedlichen ökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen.
5. Regionale Differenzierung nach kulturellen und sozioökonomischen Merkmalen
Lernziele:
- Prägende Kulturfaktoren und grundlegende sozioökonomische Indikatoren kennen
- Die Gliederung der Erde nach kulturellen und sozioökonomische Gesichtspunkten begründen
Lerninhalte:
Die großen Sprachengruppen, die Verbreitung der Weltreligionen, unterschiedliche Lebensformen (mit besonderer Berücksichtigung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen); Gliederung der Erde unter Einbeziehung kultureller Merkmale; wichtige soziale und wirtschaftliche Kennzahlen, Gliederung der Erde nach sozioökonomischen Kriterien.
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Wirtschaftsformen und städtische Lebensweisen
1. Nutzung der natürlichen Ressourcen und ihre Folgen Lernziele:
- Agrarsoziale Strukturen und agrare Nutzungsformen und -zonen der Erde beschreiben und erklären
- Vorkommen und Begrenztheit mineralischer und fossiler Rohstoffe erkennen
Lerninhalte:
Soziale und ökonomische Strukturen der Landwirtschaft, Verteilung, Produktion und weltwirtschaftliche Bedeutung wichtiger Rohstoffe; Verkehrserschließung, Landschaftsveränderung und Wertwandel von Naturräumen durch den wirtschaftenden Menschen, Nutzung ökologischer Grenzräume und Neulandgewinnung, Entstehung und Auflösung von Landnutzungszonen.
2. Prozesse der Industrialisierung
Lernziele:
- Die Unterschiede zwischen Modellen und realen Erscheinungsformen von Wirtschaftssystemen erkennen
- Die Ausbreitung der industriellen Entwicklung über die Erde aufzeigen und deren Rahmenbedingungen und Antriebskräfte an Beispielen darstellen
- Industrielle Denkweisen und Arbeitsformen erkennen und deren Übergreifen auf andere Wirtschaftsbereiche erfassen
Lerninhalte:
Komponenten von Wirtschaftssystemen, ökonomische Modellvorstellungen, Konkretisierung an Staatenbeispielen. Soziale, politische und wirtschaftliche Voraussetzungen und Interessen, das räumliche Potential, externe Bedingungen. Alte und neue Industrieregionen der Erde, Industrialisierungsgrad und materieller Lebensstandard; Kapitaleinsatz, Massenproduktion, Formen der Rationalisierung und der Automation, Spezialisierung, Konzentrationserscheinungen und Marktstrategien; Auswirkungen auf andere Wirtschaftsbereiche.
3. Unternehmen und Betriebe
Lernziele:
- Innerbetriebliche Organisation kennenlernen
- Einsicht in grundsätzliche unternehmerische Entscheidungen gewinnen
- Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung von Unternehmen verstehen
Lerninhalte:
Unternehmerische Grundentscheidungen und ihre Faktoren: Forschung und Entwicklung, Produkt, Produktionsprozeß, Absatzmarkt, Finanzierung und Investition, Marketing, Unternehmensführung, Materialwirtschaft, Bilanz. Beispiele von Unternehmensformen und rechtlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit.
4. Industrie und Umwelt
Lernziele:
- Einsicht gewinnen in die Spannungsverhältnisse zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen
- Die Notwendigkeit internationaler umweltpolitischer Maßnahmen als Folge der fortschreitenden technologisch-wirtschaftlichen Entwicklung verstehen
Lerninhalte:
Aktuelle Fallstudie von Umweltproblemen, die sich überregional
auswirken
5. Die Stadt als Ausdruck wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen
Lernziele:
- Den weltweiten Vorgang der Verstädterung in seinen Ursachen, Abläufen und Auswirkungen beschreiben und seine unterschiedlichen Ausprägungen erläutern
- Struktur und funktionale Gliederung von Städten in verschiedenen Kulturkreisen vergleichen
- Die Qualität des urbanen Lebensraumes bewerten
Lerninhalte:
Der Verstädterungsprozeß in einzelnen Regionen der Erde, Push- und Pullfaktoren der Verstädterung, Satellitenstädte, Marginalsiedlungen, Besonderheiten der Verstädterung in Entwicklungsländern.
Die Stadt als wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt. Städtische Funktionen als Ausdruck wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Strukturen und Entwicklungen. Stadtbilder, gewachsene und geplante Städte, urbanes Leben: ökologische und soziale Umweltprobleme einer Großstadt; Stadt-Umland-Beziehungen.
6. Regionale Disparitäten
Lernziele:
- Räumliche Differenzierung in Aktiv- und Passivräume aufzeigen
Lerninhalte:
Beispiele aus verschiedenen Regionen der Erde, Kriterien der Abgrenzung, Mechanismen, die zur Herausbildung von Aktiv- und Passivräumen führen.
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Raum, Gesellschaft und Wirtschaft Österreichs
1. Lagebeziehungen und Naturraumpotential
Lernziele:
- Die Bedeutung der Lagebeziehungen für Österreich erfassen
- Die unterschiedlichen naturräumlichen Voraussetzungen österreichischer Landschaften für die ökonomischen Tätigkeiten erkennen
Lerninhalte:
Veränderungen der Lagebeziehung und deren Auswirkungen; landschaftsökologische Grundlagen, naturräumliche Gliederung, politisch-administrative Einheiten.
2. Demographische und gesellschaftliche Entwicklungen Lernziele:
- Kenntnis charakteristischer demographischer Strukturen und Prozesse
- Ursachen und Auswirkungen des sozioökonomischen Strukturwandels der Gegenwart analysieren
Lerninhalte:
Strukturen, Entwicklung und Verteilung der österreichischen Bevölkerung, Bevölkerungsprognosen, Auswirkungen des demographischen Wandels, die Veränderungen der Erwerbsstruktur, nicht bezahlte Dienstleistungen, soziale und berufliche Mobilität, Arbeitsmarkt, Einkommens- und Vermögensverteilung.
3. Gesamtwirtschaftliche Leistungen und Probleme
Lernziele:
- Leistungen und Strukturmerkmale der österreichischen Volkswirtschaft und deren Veränderungen anhand wesentlicher ökonomischer Daten erfassen
- Die außenwirtschaftlichen Verflechtungen Österreichs in ihrer Bedeutung für die Gesamtwirtschaft erkennen und beurteilen
Lerninhalte:
Volkswirtschaftliche Kennzahlen und Strukturdaten, volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, sektorale Gliederung der Wirtschaft, die volkswirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs, Handels- und Kapitalverflechtungen mit dem Ausland, Zahlungsbilanz, Österreichs Stellung in der Weltwirtschaft.
4. Wirtschafts- und Sozialpolitik
Lernziele:
- Die österreichische Wirtschaftsordnung, deren Träger, Ziele und Instrumente kennenlernen
- Maßnahmen zur Umsetzung konkreter wirtschafts- und sozialpolitischer Ziele kennen und deren politische und ökonomische Effizienz einschätzen
Lerninhalte:
Träger, Instrumente und Ziele der Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Praxis der sozialen Marktwirtschaft in Österreich, Eigentumsverhältnisse in der österreichischen Wirtschaft, Wirtschaftsverbände, Interessensvertretungen der Arbeitgeber und -nehmer, Sozialpartnerschaft; öffentliche Haushalte und Budgetpolitik. Zielkonflikte anhand konkreter Beispiele aus der Tagespolitik, Wechselbeziehungen zwischen Konsumverhalten und Wirtschaft.
5. Regionale Disparitäten
Lernziele:
- Regionale Unterschiede der wirtschaftlichen und demographischen Dynamik und ihre Konsequenzen für Raum und Bevölkerung beobachten und einschätzen
- Verständnis für die Notwendigkeit von räumlichen Ordnungsmaßnahmen zur Sicherung von Lebens- und Wirtschaftsraum
Lerninhalte:
Raumtypen anhand von Beispielen, zentrale Orte und ihre Bedeutung für den ländlichen Raum, der Agglomerationsprozeß und seine Folgen, Zentralräume und Stadtregionen, Merkmale des stadtnahen und des stadtfernen Raumes, Funktionswandel eines ausgewählten Raumes, kommunalpolitische Probleme anhand eines konkreten Beispiels, Instrumente und Institutionen der Raumordnung in Österreich.
6. Ökologie- und Umweltprobleme
Lernziele:
- Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Interessen als Ursachen ökologischer Probleme erkennen
- Fähigkeiten zu verantwortungsvoller Mitgestaltung des Lebensraumes erwerben
- Maßnahmen zur Pflege von Siedlungs- und Landschaftsbild beurteilen
Lerninhalte:
Nutzungskonflikte anhand konkreter Beispiele, Instrumente der Umweltpolitik, Möglichkeiten der persönlichen Mitwirkung bei umweltpolitischen Maßnahmen, Landschaftsschutz, Dorferneuerung, Stadtsanierung.
4. Klasse (1 Wochenstunde):
Kraftfelder der Weltwirtschaft und Weltpolitik
1. Fragen der europäischen Integration
Lernziele:
- Integrationsbestrebungen in Europa mit besonderer Berücksichtigung der EG und Osteuropas analysieren
- Die Auswirkungen der europäischen Integration auf Österreich anhand von Beispielen aufzeigen
Lerninhalte:
Wirtschaftliche und politische Motive und Zielsetzungen, konkurrierende nationale und regionale Interessen; Auswirkungen supranationaler Organisationen; politische und wirtschaftliche Anpassungsprobleme.
2. Fragen der Weltwirtschaft
Lernziele:
- Handelspolitische Intentionen in Theorie und Praxis vergleichen
- Ziele und Funktionen internationaler Wirtschaftsorganisationen beschreiben
- Die Waren- und Zahlungsströme in ihren Grundzügen kennen
Lerninhalte:
Beispiele für Liberalisierung und Protektionismus, internationale Wirtschaftsorganisationen, Währung, Wechselkurs, Märkte und Börsen, internationale Arbeitsteilung, transnationale Konzerne.
3. Globale Disparitäten und Wahrnehmungen von Völkern und Staaten Lernziele:
- Erkennen, wie unterschiedliche Vorstellungen über Völker, Länder und Orte zustande kommen
- Unterschiedliche Vorstellungen und Wertungen des Entwicklungsbegriffes diskutieren
- Ursachen unterschiedlicher Entwicklung an regionalen Beispielen aufzeigen
- Die Problematik der Entwicklungspolitik durchleuchten
Lerninhalte:
Unterschiedliche Informationsquellen, gesteuerte oder zufällige Wahrnehmung, unterschiedliche Wertvorstellungen. Leitbilder und Wertvorstellungen für Entwicklung, Lebensqualität und Entwicklung, Problematik sozioökonomische Indikation, endogene und exogene Ursachen und deren Verflechtung, Motive, Träger und Instrumente der Entwicklungspolitik, Zusammenarbeit von Industrie- und Entwicklungsländern, Vorstellungen über eine neue Weltwirtschaftsordnung.
Didaktische Grundsätze:
1. Aussagekraft (bezüglich exemplarischer Übertragbarkeit und des Erkennens von Zusammenhängen),
2. Vorwissen, Interessen und Verständnis der Schülerinnen und Schüler,
3. Aktualtität (Anm.: richtig: Aktualität) und Lebensnähe,
4. Sicherung topographischer Grundkenntnisse,
5. vorhandenes Unterrichtsmaterial.
Der Unterricht soll darauf ausgerichtet sein, die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, das erworbene Wissen in sachlich richtiger und altersadäquater Form an Kinder weiterzugeben. Zusammenhänge und die Bildung klarer Begriffe haben Vorrang vor einer Überfrachtung des Unterrichts durch Fakten. Topographisches Wissen bedeutet die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung. Auf die Entwicklung dieser Fähigkeit ist bei jeder geeigneten Unterrichtssituation Bedacht zu nehmen.
Alle Sozial- und Aktionsformen haben ihre Berechtigung im Unterricht, solange ihr Einsatz gründlich überlegt wird und zum Erwerb bestimmter Qualifikationen führt. Besondere Bedeutung kommt dem projektorientierten und dem fächerübergreifenden Unterricht zu, da beide die Zusammenschau der Fächer fördern.
Der Unterricht in Geographie und Wirtschaftskunde muß sich auch vermehrt der realen Umwelt zuwenden. In Lehrausgängen und Betriebserkundungen können Schülerinnen und Schüler unmittelbar räumliche und wirtschaftliche Situationen und Prozesse beobachten und erleben.
Das Fach Geographie und Wirtschaftskunde ist eines der medienintensivsten Fächer. Der regelmäßige Einsatz von Medien aller Art ermöglicht die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler und fördert individuelles wie soziales Lernen und Üben.
RECHTSKUNDE
5. Klasse (2 Wochenstunden):
MATHEMATIK
- grundlegende Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Einsichten in den Stoffgebieten Algebra, Geometrie, Analysis und Stochastik erwerben und verwenden können,
- mit mathematischen Methoden und Denkweisen vertraut werden, auch im Hinblick auf mathematisch orientierte Lernspiele,
- mit der Verwendung geeigneter mathematischer Texte und Arbeitsmittel, insbesondere elektronischer Rechengeräte, vertraut werden.
Anwenden von Mathematik.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- ihr mathematisches Wissen und Können in verschiedenen Bereichen, insbesondere in solchen, die zu ihrer Lebens- und Wissenswelt Bezug haben, anwenden können,
- Mathematik als nützliches Werkzeug zur Lösung von Alltagsproblemen erkennen,
- wesentliche Erkenntnisse für mathematische Früherziehung und Lernhilfe nützen können.
Allgemeine mathematische Fähigkeiten.
In Zusammenhang mit dem Erwerb von mathematischem Wissen und Können und dem Anwenden von Mathematik sind folgende Lernziele anzustreben:
- Argumentieren und exaktes Arbeiten.
Insbesondere: präzises Beschreiben von Sachverhalten, Eigenschaften und Begriffen (Definieren); Arbeiten unter bewußter Verwendung von Regeln; Begründen; Vollständigkeit einer Argumentation überblicken; Rechtfertigen von Entscheidungen (etwa der Wahl eines Lösungsweges oder einer Darstellungsform).
- Darstellen und Interpretieren.
Insbesondere: verbales, formales und graphisches Darstellen von Sachverhalten; Deuten von formalen Begriffen durch Belegen mit Vorstellungen und Inhalten; Wechseln von Darstellungsformen; Herauslesen von Eigenschaften und Beziehungen aus Darstellungen.
- Produktives geistiges Arbeiten.
Insbesondere: Kombinieren von vertrauten Methoden; Analysieren von Problemen, Begründungen, Darstellungen oder mathematischen Objekten; Anwenden bekannter Verfahren in teilweise neuartigen inner- oder außermathematischen Situationen; Abstrahieren und Konkretisieren, Verallgemeinern und Spezialisieren, Analogisieren und Kontrastieren.
- Kritisches Denken.
Insbesondere: Überprüfung von Vermutungen, von Ergebnissen; Erkennen von Mängeln in Darstellungen oder Begründungen; Erkennen der beschränkten Gültigkeit von Aussagen, Feststellen von Voraussetzungen; Erkennen von Unzulänglichkeiten mathematischer Modelle.
Persönlichkeits- und Sozialentwicklung.
Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden,
- sorgfältig, konzentriert, planmäßig und überlegt zu arbeiten,
- gesetzmäßig zu denken, klare Begriffe zu bilden, sinnvolle Fragen zu stellen sowie kontrolliert zu abstrahieren und zu verallgemeinern,
- Informationsquellen sachgerecht zu nutzen,
- selbständig Wissen zu erwerben,
- Darstellungsformen, die zur Beschreibung konkreter wie abstrakter Sach- und Denkverhalte erforderlich sind, zu verwenden oder zu erarbeiten,
- kritisches Denken zu entwickeln und gegenüber verschiedenen Standpunkten und Sichtweise offen zu sein,
- ihre Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln,
- sowohl selbständig als auch kooperativ zu arbeiten,
- Freude an kreativem Verhalten und intellektuellen Leistungen zu gewinnen.
Lehrstoff:
1. Klasse (3 Wochenstunden):
Fundamentale Idee: Elementare Algebra (Wiederholen und Vertiefen) Zahlenmengen (Mengentheoretische Begriffe, Vergleichen und Verknüpfen von Mengen an den erforderlichen Lehrstoffstellen und in einem für das Verständnis des jeweiligen Sachverhaltes notwendigen Umfang, keine Wahrheitstafeln, Primat der Anschauung).
Kennen von Eigenschaften und Arbeiten mit Rechengesetzen (Zahlengefühl).
Erarbeitete Rechengesetze beim Umformen von linearen Gleichungen, Bruchgleichungen und Ungleichungen (einfache Textaufgaben) anwenden können, Beherrschen von Probetechniken, Vertrautmachen mit unterschiedlichen Schreibweisen der Naturwissenschaften.
Potenzen mit Exponenten aus N und Z. Fundamentale Idee: Koordinatenungebundene Geometrie Flächen und Körper: Grundbegriffe der Geometrie, Dreieck, Viereck,
Kreis und Kreisteile (ohne Segment), Lehrsatz des Pythagoras.
Kongruenzabbildung - Symmetrie (Ornamente und Fliesenmuster), Strahlensatz - Vergrößern und Verkleinern.
Volumen und Oberfläche von Körpern.
Allenfalls: Rißleseübungen zur Förderung der Raumanschauung.
Schriftliche Arbeiten:
Fünf einstündige Schularbeiten (zwei oder drei im 1. Semester).
2. Klasse (3 Wochenstunden):
Fundamentale Idee: Einbindung der Geometrie in ein rechtwinkeliges Koordinatensystem
Beherrschung des rechtwinkeligen Koordinatensystems im R2; Punkte einzeichnen, herauslesen können, Entfernungen von Punkten, Mittelpunkt von Strecken, Länge von Strecken.
Vektor: Koordinatendarstellung, Addition, Subtraktion, Multiplikation mit einer Zahl, Betrag.
Analytische Geometrie: Einfache Fragestellungen (Merkwürdige Punkte im Dreieck - ohne Inkreismittelpunkt).
Funktion - Mengendiagramm, Funktionsgleichung, Wertetabelle,
Funktionsgraph.
Lineare Funktion: Interpretation (Anstieg, ua.).
Allenfalls: Gleichungen zur Beschreibung von Modellen,
Geradengleichung über Parameterdarstellung.
Fundamentale Idee: Funktionsbegriff (Entwicklung aus der Anschauung)
Lineare Gleichungen mit zwei Variablen (Schnittpunkte als Nichtrasterpunkte), Zusammenhang lineare Gleichung mit zwei Variablen
- Graphische Darstellung, praxisnahe Textbeispiele.
Potenzen mit Exponenten aus Q, Wurzeln, Zusammenhang Wurzel - Potenz, Abschätzen von Wurzeln.
Potenzfunktion: Symmetrie, Umkehrfunktion, Monotonie, Stetigkeit (im Sinne von durchzeichenbaren Funktionen).
Allenfalls: Quadratische Gleichung; Beschränktheit, Interpretation der Funktionsgraphen. Anwendungsorientierte Beispiele
Schriftliche Arbeiten:
Fünf einstündige Schularbeiten (zwei oder drei im 1. Semester).
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Fundamentale Idee: Vertiefung und Präzisierung des Funktionsbegriffes.
Elemente der Differential- und Integralrechnung.
Folgen: Anschauliche Einführung des Grenzwertbegriffes (Graphische Darstellung: Nullfolge), Monotonie, Beschränktheit, Konvergenz - Divergenz, arithmetische Folge - lineare Funktion.
Allenfalls: arithmetisches und geometrisches Mittel.
Winkelfunktionen: Sinus- und Cosinusfunktion als Beispiele periodischer Funktionen, Darstellung als Funktionsgraph, Auflösen von Dreiecken im Rahmen anwendungsorientierter Aufgaben (Einstieg über das rechtwinkelige Dreieck).
Exponential- und Logarithmusfunktion: Anwendungsbeispiele, Erkennen der umfassenden Bedeutung (auch gesellschaftspolitische Fragen),
Anwendungen: Bevölkerungswachstum, Waldsterben, Ausbreitung von Seuchen ua. Ganzrationale Funktionen, Gleichungen höheren Grades in einer Variablen in R, Graphische Darstellung von Polynomfunktionen, Abspalten eines Linearfaktors (wenn Lösung ganzzahlig), Stetigkeit und Grenzwert (orientiert am Funktionsgraphen aus der Anschauung).
Allenfalls: Herleitung des Differenzen(Differential)quotienten.
Schriftliche Arbeiten:
Vier einstündige Schularbeiten, je zwei im Semester.
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Fundamentale Idee: Präzisierung und Anwendung der Differential- und Integralrechnung
Wiederholung und Präzisierung der Begriffe aus der Differentialrechnung.
Anwendung der Differentialrechnung anhand praxisrelevanter Aufgaben.
Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung (Die Stammfunktion als Flächeninhaltsfunktion - Flächenberechnungen).
Fundamentale Idee: Modellierung der Wirklichkeit mit Hilfe der Stochastik
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:
Elemente der beschreibenden Statistik: absolute und relative Häufigkeit, Mittelwert, Median, Varianz, Standardabweichung.
Allenfalls: Korrelationskoeffizient.
Elemente der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Beziehung Wahrscheinlichkeit - relative Häufigkeit als zentrale Idee, Zufallsexperiment (symmetrisch, unsymmetrisch), Additions- und Multiplikationsregel, (abgekürztes) Baumdiagramm.
Zufallsvariable, Binomialverteilung (Lesen von Tabellenwerten bzw. Berechnung von Werten mit dem Computer).
Allenfalls: Normalverteilung, Elemente der beurteilenden Statistik Praxisrelevante Beispiele.
Zusammenfassende Wiederholung und Vertiefung des gesamten
Lehrstoffes.
Schriftliche Arbeiten:
Vier zweistündige Schularbeiten, je zwei im Semester.
Didaktische Grundsätze:
Planung und Durchführung des Unterrichts erfordert eine Reihe von Überlegungen und Entscheidungen, wozu im folgenden wichtige Gesichtspunkte genannt sind.
Aktivierung der Schülerinnen und Schüler:
Die Ziele des Mathematikunterrichts beziehen sich vor allem auf die Entwicklung von Fähigkeiten, die sich darin äußern, daß die Schülerinnen und Schüler entsprechende Handlungen durchführen können. Dementsprechend sind beim Lehrstoff die Lernziele der einzelnen Klassen durch Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler beschrieben, die von diesen im Unterricht durchgeführt und beherrscht werden sollen. Dazu sind geeignete Aufgabenstellungen notwendig.
Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur mathematisches Wissen und Können reproduzieren, sondern sie sollen auch lernen, Wissen zu rekonstruieren oder selbständig zu entwickeln sowie vielfältig anzuwenden. Um selbständiges Arbeiten und Schüleraktivitäten zu ermöglichen, werden vielfach gezielte Informationen und Anleitungen notwendig sein.
Wahl passender Sozialformen des Unterrichts:
Der Einsatz passender Sozialformen des Unterrichts soll auf die angestrebten Lernziele, die Eigenart des Stoffes und auf das Vorverständnis der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden:
- Lehrervortrag für rasche und klare Information, Hilfestellungen, Erklärungen und zum Hervorheben wichtiger Aspekte.
- Fragend-entwickelnder Unterricht für Denkanstöße und zur Feststellung von Schwierigkeiten bzw. von Verständnis bei einzelnen Schülerinnen und Schülern.
- Lösen von Aufgaben durch Schülerinnen und Schüler an der Tafel zur Demonstration von Lösungswegen oder zur Beobachtung einzelner.
- Einzel- oder Partnerarbeit zur Förderung von selbständigem Denken und von Eigenaktivitäten der Schülerinnen und Schüler, zum Erkennen von unterschiedlichen Schwierigkeiten einzelner und für differenzierte Hilfestellungen im Sinne von Lernhilfe.
- Partner- und Gruppenarbeit zum selbständigen Arbeiten, zum sozialen Lernen und zum Anstreben allgemeiner Lernziele (zB Argumentieren, kritisches Denken).
- Mitwirken der Schülerinnen und Schüler bei der Organisation von Projektarbeit.
Im Rahmen der verschiedenen Sozialformen sollen die Schülerinnen und Schüler auch planmäßig dazu angeleitet werden, Texte und sonstige Informationen für ihre Arbeit zu verwenden.
Motivierung der Schülerinnen und Schüler:
Motivierung kann vielseitig erfolgen:
- durch fachbezogene Aspekte (etwa durch Beziehungshaltigkeit, Anwendungs- oder Problemorientierung, durch theoretische Aspekte zur Gewinnung von Einsicht und Übersicht, durch Verfahrensaspekte, die Sicherheit vermitteln, durch eine Entwicklung des Stoffes, die die Bedeutung, die Zweckmäßigkeit oder den Sinn erkennen läßt),
- vom Unterrichtsstil und von Unterrichtsformen her (etwa durch persönliche Autorität und Engagement der Lehrerin/des Lehrers, durch Kooperationsbereitschaft, gut überlegten Vortrag, Schülerselbsttätigkeit),
- im Hinblick auf die Einzelpersönlichkeit (etwa durch Beachtung von Vorerfahrungen, Vorkenntnissen und Interessen, durch Erfolgserlebnisse, durch Gespräche über den Sinn mathematischer Tätigkeiten im Unterricht, durch persönliche Beziehungen zur Lehrerin/zum Lehrer),
- durch Förderung der Einsicht, daß Erfolge im Mathematikunterricht persönliche Anstrengungen erfordern, daß damit aber wertvolle und nachhaltige Qualifikationen erarbeitet werden können
- mit ihren möglichen Transferwirkungen auf andere Bereiche der Schule, des späteren Lebens, Berufs und Studiums.
Produktives geistiges Arbeiten:
Um produktives geistiges Arbeiten zu ermöglichen, muß den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geboten werden, zu experimentieren, Probleme zu entdecken und zu formulieren, zu erkennen, ob Daten fehlen oder überflüssig sind, Vermutungen und Plausibilitätsbetrachtungen anzustellen, selbständig Problemlösungsversuche durchzuführen. Gute Gelegenheit dazu bietet auch der projektorientierte Unterricht.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich gegebenenfalls mit mehreren Lösungsmöglichkeiten eines Problems auseinandersetzen, ein Festlegen auf einen bestimmten Lösungswegs soll nicht immer angestrebt werden. Zur Schulung des Problemlösens können auch Aufgaben gestellt werden, bei denen die Schülerinnen und Schüler nur den Lösungsweg beschreiben. Im Laufe der Zeit sollen sie mit mathematischen Problemlösestrategien vertraut werden, die sie bewußt einsetzen. Für selbständiges und produktives Arbeiten ist die Vermeidung von Zeitdruck wesentlich. Dazu sind sorgfältige Überlegungen notwendig, in welchem Ausmaß und auf welchem Niveau einzelne Inhalte behandelt und welche Aufgaben gestellt werden.
Entwicklung von Verständnis für mathematische Begriffe:
Das Verständnis für einen Begriff kann sich darin äußern, daß man verschiedene Darstellungen (verbal, symbolisch, bildhaft) geben kann, daß man inner- und außermathematische Vorstellungen mit dem Begriff verbinden kann, daß man theoretische Beziehungen zu anderen mathematischen Begriffen herstellen kann, daß man formale Operationen, Argumentationen sowie Anwendungen durchführen kann und daß man Angaben zu Sinn und Zweck eines Begriffes machen kann. Dies setzt eine überlegte Entwicklung von Begriffen im Unterricht voraus. Ein Präzisieren und ein verbindliches Festlegen von Begriffen in Form von Definitionen sollte im allgemeinen angestrebt werden, muß aber nicht am Anfang stehen.
Anwendungen eines Begriffes sollten schon bei dessen Entwicklung mitberücksichtigt werden. Es muß keineswegs immer die Theorie den Anwendungen vorangehen.
Ein umfangreiches Begriffsverständnis wird vielfach durch ein Lernen in Phasen, die auch durch längere Zeitabschnitte getrennt sein können, erreicht werden. Das Arbeiten mit einem Begriff kann auf verschiedenen Exaktheitsniveaus erfolgen; die Wahl eines passenden Niveaus hängt vor allem vom Kontext und den zu behandelnden Aufgabenstellungen ab.
Sicherung des Unterrichtsertrages:
Im Unterricht ist eine angemessene Zeit für das Üben einzuplanen, insbesondere für den Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fertigkeiten. Den Schülerinnen und Schülern sollen aber auch Übungsaufgaben zur Schulung von mathematischen Grundtätigkeiten (Argumentieren und exaktes Arbeiten, Darstellen und Interpretieren, produktives geistiges Arbeiten, kritisches Denken) gestellt werden. Eine Festigung des Gelernten tritt auch durch dessen Anwendungen in verschiedenen, teils neuartigen Zusammenhängen ein.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Gedanken, die zum Erwerb mathematischen Wissens geführt haben, wiederholen und dabei lernen, erworbenes Wissen zu rekonstruieren und auch zu begründen. Ein Beschreiben der eigenen mathematischen Tätigkeiten, etwa des Lösens von Problemen, kann zu einem Bewußtmachen und Festigen des Wissens - auch im Hinblick auf die didaktische Weitergabe in der Lernhilfe - führen. Zusammenfassen, Einordnen in Bekanntes, Herstellen von Beziehungsnetzen, überblicksartiges Betrachten und Auseinandersetzen mit aufgetretenen Fehlern sollen bei möglichst hoher Aktivität der Schülerinnen und Schüler zur Festigung und Vertiefung führen.
Durch eine innere Differenzierung, etwa dadurch, daß unterschiedliche Aufgabenstellungen (in der Anzahl oder im Schwierigkeitsgrad) gegeben oder daß leistungsstärkere anderen Schülerinnen und Schülern helfen, können individuelle Unterschiede im Lerntempo berücksichtigt werden.
Die Lehrerinnen und Lehrer sollen sich laufend über den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler informieren, etwa durch schriftliche Informationsfeststellungen, durch Beobachtung bei Einzelarbeit oder durch persönliche Gespräche. Hausübungen sind regelmäßig in geeigneter Form zu korrigieren.
Mündliche Prüfungen und Schularbeiten sollen sich möglichst auf unterschiedliche Lernziele beziehen. Es sollen sich daher nicht alle Aufgaben in numerischen Berechnungen, algebraischen Umformungen oder geometrischen Konstruktionen erschöpfen, sondern es sollen auch Aufgaben oder Aufgabenteile zum Argumentieren und exakten Arbeiten, zum Darstellen und Interpretieren sowie in eingeschränktem Maß zum produktiven Arbeiten gestellt werden. Die Aufgaben werden somit vielfach weder quantitativ noch qualitativ gleichwertig sein können.
Einsatz von Rechengeräten und anderen Hilfsmitteln:
Rechengeräte und andere Hilfsmittel (insbesondere Formelsammlungen, Tabellen) sind in einer den Zielen und den übrigen didaktischen Grundsätzen des Lehrplanes angemessenen Form als Arbeitsmittel einzusetzen. Die Wahl dieser Arbeitsmittel (zB Taschenrechner, auch programmierbare, Personalcomputer) obliegt der Lehrerin/dem Lehrer. Die Einbettung neuer Techniken (anwendungsorientierte Software, zB Computeralgebrasysteme) ist wünschenswert, darüber hinaus auch Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen.
PHYSIK
1. Zur Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu Mündigkeit und zu
Verantwortungsbewußtsein sich selbst gegenüber:
Fähigkeit, die Wechselbeziehungen zwischen Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft und Politik zu erkennen und kritisch zu beurteilen. Erkennen, daß Forschung und Verantwortung untrennbar sind. Bereitschaft und Fähigkeit, konstruktiv zu Problemlösungen beizutragen. Im besonderen auch die Bereitschaft zuzuhören und auf andere einzugehen. Einsicht in die Stellung des Menschen in der Natur und im Kosmos gewinnen.
Fähigkeit, durch richtiges Einschätzen von Gefahren zur Unfallverhütung beizutragen.
2. Zur Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Mitwelt und der Umwelt:
Erkennen, daß zwischen dem Stand naturwissenschaftlicher Forschung (mit Einschluß der Grundlagenforschung) in einem Staat und dessen wirtschaftlicher und politischer Bedeutung ein Zusammenhang besteht.
Erkennen der Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Forschern und Politikern bei Entscheidungsprozessen. Erkennen, daß Naturwissenschaft das Ergebnis der Arbeit zahlreicher Menschen aus vielen Nationen ist und daher die Zusammenarbeit und Verständigung zwischen den Völkern fördert. Einsicht, daß Forschung von der Öffentlichkeit unterstützt, aber auch kontrolliert werden muß. Einsicht, in welcher Weise die Auswirkungen der naturwissenschaftlich-technischen Entwicklung unsere Umwelt verändert.
Den Einfluß der Naturwissenschaften auf die Geisteshaltung der Menschheit erfassen.
3. Zur Befähigung der Schülerinnen und Schüler, notwendige Einsichten, grundlegende Verfahrensweisen und Haltungen im Sinne der Studierfähigkeit zu gewinnen:
Bereitschaft und Fähigkeit, naturwissenschaftliche Probleme zu erkennen und mit geeigneten Mitteln Lösungsversuche anzustellen.
Fähigkeit, erworbene Kenntnisse auf verwandte Probleme anzuwenden und Analogien zu erkennen.
Einsicht in die Arbeitsweise der Technik anhand bestimmter technischer Entwicklungen.
Kenntnis von Beiträgen österreichischer Forscher. Fähigkeit, Informationen aufzusuchen, zu verarbeiten und weiterzugeben.
Fähigkeit, Arbeiten in der Gruppe zu organisieren und
durchzuführen.
Fachspezifische Ziele:
1. Wissen und Verständnis:
Grundlegende physikalische Erscheinungen und Versuche in ihrem Ablauf beschreiben können.
Grundlegender Umgang mit physikalischen Größen und Begriffen. Verstehen physikalischer Erscheinungen des Alltags. Verständnis der physikalischen Grundlagen technischer Geräte. Einblick in physikalische Modellvorstellungen und ihre Aussagekraft.
2. Fähigkeiten und Fertigkeiten:
Fähigkeit, genau zu beobachten, Einzelheiten zu sehen und das Beobachtete sprachlich richtig wiederzugeben.
Fähigkeit, einfache Experimente durchzuführen und deren Ergebnisse zu interpretieren.
Erkennen der Bedeutung von Meßfehlern und Abschätzen ihrer Folgen. Einblick in den Gebrauch der Mathematik zur Beschreibung physikalischer Zusammenhänge, in die graphische Darstellung von Meßreihen sowie die Auswertung von Graphen gewinnen. Fertigkeit in der Lösung einfacher physikalischer Aufgaben. Fähigkeit, physikalische Vorgänge mit Hilfe grundlegender bekannter Gesetze oder Modelle zu erklären.
3. Einsichten, Bewertungen und Haltungen:
Anbahnen der Fähigkeit, Ergebnisse und Verfahrensweisen der Physik in ihrer technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung zu beurteilen.
Fähigkeit, Informationen und Darbietungen der Massenmedien kritisch zu beurteilen.
Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation beim Beobachten, Experimentieren und Forschen.
Erreichen eines energie- und umweltbewußten Verhaltens auf Grund gewonnener Einsichten.
Einsicht, daß persönliche Weiterbildung auf dem Wissensgebiet der Physik notwendig ist.
Einsicht, daß physikalische Denkweisen unter dem Zwang neuer Erkenntnisse modifiziert werden müssen.
Einsicht, daß physikalisches Wissen für demokratische Entscheidungsprozesses unerläßlich ist.
Einsicht, daß die Naturwissenschaften und damit auch die Physik einen wesentlichen Teil der menschlichen Kultur darstellen.
Lehrstoff:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Einführung in die Aufgaben und Arbeitsweisen der Physik.
3. Klasse (2 Wochenstunden):
4. Klasse (2 Wochenstunden):
CHEMIE
1. Die Kenntnis der Stoffeigenschaften, die bezüglich ihrer Anwendung im täglichen Leben und ihrer Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und die Umwelt von Bedeutung sind. Voraussetzung dafür ist das Kennenlernen
- des Aufbaues der Materie und der damit im Zusammenhang stehenden Gesetzmäßigkeiten,
- stofflicher Veränderungen und der dafür notwendigen Bedingungen,
- einfacher Arbeitsmethoden, um Zusammenhänge zwischen Eigenschaft und Aufbau von Stoffen zu erfassen.
2. Die Anwendung ausgewählter Arbeitsmethoden auf einfache chemische Problemstellungen im Demonstrations- und Schülerexperiment.
3. Das Wecken und Festigen des Sicherheitsbewußtseins beim Umgang mit Chemikalien und Geräten im Labor und im Alltag.
4. Das Umsetzen von chemischen Sachverhalten in die chemische Fachsprache.
5. Das Entwickeln des Verständnisses für Modellvorstellungen zur Deutung der Struktur und der davon abhängigen Eigenschaften der Stoffe.
6. Das Erfassen der Bedeutung von analytischen Methoden und Verfahren zur Strukturaufklärung, um das Verhalten der Stoffe - von den einfachsten Molekülen bis zu biochemischen Systemen - aus ihrem Aufbau ableiten zu können.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Bedeutung und Stellung der Chemie im Rahmen der Naturwissenschaften erkennen und Querverbindungen zu den anderen Unterrichtsgegenständen herstellen können.
Dazu dienen Themen wie: Energie; Rohstoffe; Recycling; Auswirkung menschlicher Tätigkeit auf Boden, Wasser und Luft sowie Maßnahmen zur Reinhaltung; Beiträge der Chemie zum Schutz des Lebensraumes und der Gesundheit.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu verantwortungsbewußter Haltung beim Einsatz technischer Hilfen befähigt werden. Das Sicherheitsbewußtsein beim Arbeiten mit Materialien und beim Umgang mit Lösungsmitteln (Werken; Bildnerische Erziehung) ist, besonders auf das in diesen Schularten vorgesehene Arbeiten mit Kindern, zu wecken und zu fördern.
Lehrstoff:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
1. Chemie vermittelt Kenntnisse von den Stoffen unserer Umwelt und ihrer praktischen Bedeutung.
Gewinnung von Einsichten durch Beispiele aus dem Alltag:
Umweltschutzmaßnahmen; Gewinnung und Wiederverwertung von Rohstoffen.
Aufgabenbereiche:
- Charakterisierung von Stoffen und stofflichen Veränderungen
- Beispiele für Trennmethoden
- Beispiele für die Bestimmung von Stoffeigenschaften
- Beispiele für chemische Vorgänge im Alltag
- Berücksichtigung der Gesichtspunkte Sicherheit und Umwelt
2. Bausteine der Stoffe
Erkennen des Zusammenhanges zwischen:
- Atombau und Periodensystem
- Atombau und chemischen Eigenschaften der Elemente
a) Kleinste Teilchen
Bausteine von Atomen: Proton, Neutron, Elektron
Charakterisierung der Atome durch: chemische Symbole, Protonenzahl, Massenzahl, Atommasse
b) Elektronen ändern ihre Energiezustände innerhalb eines Atoms Grundzustand und angeregter Zustand, Ionisierungsenergie Modellvorstellung zur Deutung dieser Phänomene: Orbitalmodell (Orbitale als Aufenthaltsbereiche der Elektronen)
c) Die Ordnung der Elemente
Aufbauprinzip der Elektronenhülle
Einteilung des Periodensystems:
- Haupt- und Nebengruppenelemente (s-, p-, d- und f-Block)
- 18-Gruppen-Periodensystem
- Verteilung von Metallen und Nichtmetallen
Ableitung physikalischer und chemischer Eigenschaften von Elementen aus ihrer Stellung im Periodensystem (Alkalimetalle, Halogene, Edelgase oder auch andere Gruppen)
Querverbindungen zB:
Physik: Elemente und Isotope, Modellbild vom Aufbau der Materie, Emission und Absorption, Spektralanalyse, Elektronenhülle des Atoms, Periodensystem.
3. Die chemische Bindung. - Der Zusammenhalt der Teilchen und die Eigenschaften der Stoffe.
a) Aus Elementen entstehen Verbindungen
Formel, chemische Reaktion, chemische Gleichung
b) Stoffklassen und Bindungstypen
Beispiele für Stoffklassen aus Alltag, Technik und Umwelt Elektronenaktivität als Grundlage für verschiedene Bildungstypen
c) Ionenbindung - Salze
Elektronenabgabe und -aufnahme, Kationen und Anionen, Ionenwertigkeit
Oxidation und Reduktion als Begriffe
Ionengitter
Charakteristische Ionenverbindungen
d) Atombindung - Molekulare Stoffe
Bindung gleichartiger und ungleichartiger Nichtmetallatome Charakteristische Eigenschaften polarer und unpolarer Moleküle Atomgitter und Molekulargitter
e) Metallbindung - Metalle
Charakteristische Metalleigenschaften Elektronengasmodell
Atome treten in den meisten Fällen nicht frei auf, sondern in Atomverbänden bzw. Verbindungen vereinigt. Die Art der Atome und die chemische Bindung bestimmen die Eigenschaften der Atomverbände bzw. Verbindungen. Daraus ergeben sich die Möglichkeiten der experimentellen Darstellung und praktischen Gewinnung wichtiger Elemente und Verbindungen.
Didaktischer Hinweis:
Die dazu notwendigen Sicherheitsaspekte sind zu beachten und zu besprechen, die Probleme der Beeinflussung der Umwelt aufzuzeigen und die Bedeutung einer verantwortungsbewußten Haltung beim Einsatz technischer Hilfsmittel zu betonen.
4. Chemische Vorgänge - Energieumsatz bei chemischen Reaktionen und ihre praktische Bedeutung
a) Energieumsatz bei chemischen Reaktionen (einfache Beispiele)
b) Chemisches Gleichgewicht (Prinzip des kleinsten Zwanges)
c) Protolysen (Säure-Base-Reaktionen) pH-Wert/Indikatoren
d) Redox-Reaktionen
Elektrochemische Reaktionen, Galvanische Zellen (Akkumulator, Batterie, Umwelt)
5. Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Umwelt und Technik Ausgewählte Themen und technologische Prozesse
- Rohstoffbeschaffung
- Rückgewinnung von Rohstoffen (Recycling)
- Energieausnützung
- Nebenprodukte bei chemischen Prozessen
- Umweltbelastung
Aus folgenden Beispielen kann eine Auswahl getroffen werden:
Wasser: Lösungsmittel, Wasserhärte
Kochsalz: Elektrolyse und Solvayverfahren (Natronlauge, Soda,
Chlor, Halogene, Abraumsalze)
Schwefel: Schwefeldioxid, Gips, Schwefelsäure,
Schwefelwasserstoff
Kalk: gebrannter und gelöschter Kalk
Luft: Ammoniaksynthese, Salpetersäureherstellung,
Düngemittel
Phosphate: Phosphor, Phosphorsäuren, Düngemittel
Silikate: Glas, Keramik, Zement
Metalle: Gewinnung, Anwendung, Korrosion
Wirtschaftliche und umweltrelevante Aspekte: Emissionen,
Immissionen, Verunreinigungen, Recycling.
Didaktischer Hinweis:
Durchführung von Messungen, Abschätzung und Interpretation von
Meßergebnissen; Einschätzen von Meßwerten (pH-, MAK-, MIK-Wert, ppm und ppb).
Querverbindungen zB:
Physik: Leitfähigkeit, Elektrolyse, Korrosion
Biologie und Umweltkunde: Reinigung von Luft und Wasser,
Düngemittel, Minerale
Mathematik: Interpretation von Meßwerten
Geographie und Wirtschaftskunde: Rohstoffbeschaffung
3. Klasse (2 Wochenstunden):
6. Grundlage der organischen Chemie
Aus der historischen Entwicklung der organischen Chemie soll die Bedeutung organischer Verbindungen in der heutigen Zeit für Technik und Alltag verdeutlicht werden.
a) Der Bauplan organischer Verbindungen
Die Bindungseigenschaften des Kohlenstoffatoms bedingen die Vielfalt organischer Verbindungen Kohlenwasserstoffe: Alkane, Alkene, Alkine, Aromaten
Die Kohlenwasserstoffgerüste dieser Verbindungen bilden die Grundgerüste aller abgeleiteten organischen Verbindungen (Derivate).
Arten der Isomerie
Nomenklatur der Kohlenwasserstoffe
Fremdatome im Kohlenstoffgerüst (Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Halogene)
Didaktischer Hinweis:
Zur Veranschaulichung von unterschiedlichen Strukturen sind
Molekülbaukästen zu verwenden.
b) Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe
Experimentelle Unterscheidung verschiedener Kohlenwasserstofftypen durch Untersuchungen physikalischer und chemischer Eigenschaften
7. Herstellung organischer Verbindungen aus fossilen Rohstoffen Erdgas, Erdöl und Kohle sind Energieträger und Syntheserohstoffe. Ihr Einsatz als Primärenergieträger ist mit Umweltproblemen verbunden. Die Verwendung dieser Stoffe als Syntheserohstoffe führt zu den Reaktionstypen Substitution, Addition, Elimination, Umlagerung und Polymerisation.
a) Erdgas - Erdöle - Kohle
Unterschiede in der Zusammensetzung
Bedeutung:
- Rohstoff
- Energieträger
b) Aliphate - Aromate
Basisprodukte industrieller Synthesen
Didaktischer Hinweis:
Einhaltung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen bei Versuchen zur Löslichkeit, Brennbarkeit und Reaktionsfähigkeit unter Beachtung der Sicherheitsdatenblätter.
8. Derivate der Kohlenwasserstoffe, die Halogene, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel enthalten
Bedeutung funktioneller Gruppen für die Eigenschaften organischer Verbindungen. Herstellung, Eigenschaften, Reaktionen und Anwendungen der folgenden Stoffklassen an ausgewählten Beispielen auch in Zusammenhang mit dem Kapitel 10, Hinweis auf mögliche Umweltbelastungen und Toxizität.
a) Halogenverbindungen
Aliphatische und aromatische Halogenkohlenwasserstoffe Lösungsmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Kühl- und Treibmittel
b) Hydroxydverbindungen - Alkohole und Phenole
Ein- und mehrwertige Hydroxydverbindungen
Oxidierbarkeit von Alkoholen
Alkoholische Getränke, Lösungsmittel, Frostschutzmittel,
Treibmittel
c) Aldehyde und Ketone
Syntheserohstoffe, Lösungsmittel, Aromastoffe
d) Carbonsäuren
Carbonsäuren als Synthese- und Naturprodukte (zB Methansäure, Ethansäure-Essig, Milchsäure, höhere Fettsäuren), Chirale Verbindungen - optische Aktivität
e) Ester
Prinzip der Veresterung und ihrer Umkehrung (Hydrolyse bzw. Verseifung), Bedeutung der Ester als Lösungsmittel und Aromastoffe
f) Stickstoffverbindungen
Aufbau von Aminen und Säureamiden Aminosäuren - prinzipieller Aufbau natürlicher Aminosäuren, Nitroverbindungen
Didaktischer Hinweis:
Mit Hilfe einfacher Reaktionen sollen die Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit in selbst durchgeführten Experimenten an Produkten aus dem Alltag deren Eigenschaften und Inhaltstoffe erkennen.
9. Ausgewählte organische Verbindungen
Durch Kombination von Verbindungen mit verschiedenartigen funktionellen Gruppen und unterschiedlichem sterischem Aufbau entstehen durch Synthese neue Verbindungsklassen.
a) Fette
Aufbau und Bedeutung als Nahrungsmittel und technischer Rohstoff
b) Kohlehydrate
Aufbau verschiedener Kohlehydrate: Mono-, Di- und Polysaccharide
Bedeutung von Zucker und Stärke als Nahrungsmittel Cellulose als Textilrohstoff
c) Proteine
Proteinaufbau aus Aminosäuren (Aminosäurensequenz), Funktion der Proteine im Organismus
d) Nucleinsäuren
Bausteine der Nucleinsäuren
Unterschied zwischen DNA und RNA
Bedeutung für die Weitergabe der genetischen Information und Synthese körpereigener Proteine
e) Wasch- und Reinigungsmittel
Gewinnung von Seifen
Waschmittel, der Natur nachgebaute Syntheseprodukte
f) Kunststoffe
Struktur und allgemeines Syntheseprinzip
Eigenschaften von Polymeren
g) Farbstoffe
Strukturmerkmale farbiger Verbindungen an Beispielen natürlicher und synthetischer Farbstoffe. Beispiele für die Synthese von Farbstoffen
h) Nahrungsmittel (Rückstände, Haltbarmachung)
Didaktischer Hinweis:
Mit Hilfe einfacher Reaktionen sollen die Schülerinnen und Schüler in selbst durchgeführten Experimenten an Produkten aus dem Alltag deren Eigenschaften erkennen. Querverbindungen zu Biologie und Umweltkunde.
10. Chemie im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie
An ausgewählten Beispielen sollen positive und negative Auswirkungen bei der Herstellung und Anwendung organischer Stoffe verdeutlicht werden. Möglichkeiten des Recyclings organischer Verbindungen.
Didaktische Grundsätze:
Der Lehrplan enthält die Grundlagen der Allgemeinen, Anorganischen und Organischen Chemie, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis Wert zu legen ist.
Dem Konzept liegt die Methode zugrunde, ausgehend von den Eigenschaften der Stoffe und ihren einfachsten Bausteinen, bis zu höheren Strukturen vorzudringen. Innerhalb eines Lernjahres kann die Reihenfolge der einzelnen Kapitel entsprechend der Jahresplanung in sinnvoller Weise geändert werden.
Durch das Erkennen von Gesetzmäßigkeiten soll das Verständnis für Vorgänge in der Natur vertieft werden. Praktische Beispiele sollen die Theorie ergänzen. Lebensnahen Problemen, mit denen die Schülerinnen und Schüler bei ihrer zukünftigen beruflichen Tätigkeit im Kindergarten, allenfalls im Hort, täglich konfrontiert werden, ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Schülerexperimente, Lehrausgänge und Exkursionen sollen nach Möglichkeit zur Vertiefung der Praxisbezogenheit durchgeführt werden.
Diskussionen über aktuelle Anlässe und Probleme fördern die Entwicklung eigenständiger Gedankengänge und Lösungsmöglichkeiten. Dabei sollen Querverbindungen zu den anderen Naturwissenschaften und zur Didaktik hergestellt werden.
Das Interesse der Schülerinnen und Schüler kann durch Bildung von Arbeitsgruppen oder Durchführung von Projektunterricht verstärkt werden. Gruppenarbeit fördert die Selbsttätigkeit beim
- Durchführen von Experimenten
- Abschätzen von Gefahrenmomenten
- Entwickeln eines Sicherheitsbewußtseins
- Beobachten
- Auswerten
- Protokollieren
- Erfassen neuer Zusammenhänge und
- Entwickeln neuer Ideen
Die Diskussion über die Ergebnisse einer Gruppenarbeit fördert die Entwicklung eigenständiger Gedankengänge und Lösungsmöglichkeiten. Durch die Formulierung der Ergebnisse wird die Ausdrucksweise inhaltlich und sprachlich geformt.
BIOLOGIE UND UMWELTKUNDE
- die Zusammenhänge zwischen Bau- und Lebensvorgängen bei Pflanzen und Tieren sowie deren Beziehung zur Umwelt zu erkennen;
- den Menschen in seiner Individualität, aber auch seinem Eingefügtsein in die Gesellschaft und die Gesamtheit der Natur zu erkennen;
- die vielfältigen Möglichkeiten zu erkennen, die Natur im Interesse des Menschen verantwortungsbewußt zu nützen, aber auch zur Erkenntnis zu gelangen, daß Eingriffe in biologisch-ökologische Systeme nur nach verantwortungsvoller Prüfung erfolgen dürfen;
- durch Erkennen der Einsparungspotentiale im Energie- und Verpackungsbereich zur sinnvollen und schonenden Nutzung unserer natürlichen Ressourcen beizutragen;
- durch grundlegende Informationen über die der Natur innewohnenden Gesetzmäßigkeiten und die Schulung des kritischen Beobachtens im künftigen Erzieherberuf, Fragen der Kinder und Jugendlichen aus dem Bereich der Biologie und Umweltkunde richtig zu beantworten und Beobachtungsfreude zu wecken.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- mit dem Bau und der Funktion des menschlichen Körpers vertraut werden, wobei der körperlichen Entwicklung des Kindes und Jugendlichen besondere Bedeutung zukommt;
- Einblick in die Gesetze der Fortpflanzungsbiologie des Menschen unter Berücksichtigung der Sexualethik und der Familienplanung gewinnen;
- Einblick in den Anteil der Biologie am naturwissenschaftlichen Weltbild der Gegenwart erhalten;
- zu Achtung vor dem Leben und Verantwortungsbewußtsein gegenüber Mitwelt, Umwelt und Nachwelt gelangen.
Ziel ist der verantwortungsbewußte Mensch, der aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse und seiner Einsicht in die biologischen Zusammenhänge in seinem späteren Wirkungsbereich - insbesondere in Kindergärten, Horten oder Heimen - Entscheidungen so zu treffen vermag, daß die Gesunderhaltung der ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen im weiteren Sinne die Erhaltung der Natur und des Lebens in einem für ihn physisch und psychisch optimalen Ausmaß gewährleistet ist.
Lehrstoff:
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Die Zelle als lebende Einheit. Zellaufbau und Zellfunktionen. Bakterien und Viren. Wichtige pflanzliche und tierische Einzeller.
Von der Ein- zur Vielzelligkeit: Zellteilung, Zelldifferenzierung, Arbeitsteilung, Zellkolonie, Gewebe, Organ.
Überblick über das System der Pflanzen. Algen, Pilze, Flechten, Moose, Farnpflanzen, Samenpflanzen - unter Berücksichtigung bedeutender Pflanzenfamilien und geschützter Pflanzen.
Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Assimilation, Dissimilation, Stoffaufnahme, Stoffleitung und Speicherung von Stoffen unter Bezugnahme auf die entsprechenden Pflanzenorgane. Kreislauf der Stoffe und Energiefluß.
Reizreaktionen der Pflanzen.
Überblick über das System der Tiere. Baupläne unter Berücksichtigung bedeutender Vertreter sowie geschützter Tiere. Funktionssysteme (Bewegung, Kreislauf, Stoffwechsel, Empfindungs- und Steuerungssysteme, Fortpflanzung).
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Stellung der Erde im Weltall. Entstehung und Aufbau der Erde. Schalenbau. Struktur und Entstehung wichtiger Gesteine. Kreislauf der Gesteinsbildung. Berücksichtigung von Mineralen und Gesteinen, die für die Wirtschaft von Bedeutung sind; Energieträger. Bodenbildung.
Ökologie: Grundbegriffe (Biosphäre, Ökosystem, Biotop, Biozönose):
Abiotische und biotische Umweltfaktoren; Anpassung von Tieren an jahreszeitliche Abläufe; Biorhythmen; Beziehung der Tiere zur Umwelt - Anpassungen an verschiedene Lebensräume; Nahrungsketten; Nahrungskreisläufe; Staatenbildung; Symbiose; Parasitismus. Naturnahe und naturferne Ökosysteme - ausgewählte Beispiele heimischer Lebensräume (Tümpel, Bach, Wald, Boden, Stadt ua.).
Das biologische Gleichgewicht, Störfaktoren und Möglichkeiten der Abhilfe: Wasser (Wasseraufbereitung, Kläranlagen), Boden (Erosion, Düngung, Verdichtung, Humus), Luft (Luftverschmutzung, Luftreinhaltung), Abfall (Vermeidung und Beseitigung, Recycling).
Gefährdung des Menschen durch Umweltfaktoren: Chemikalien und Gifte, Lärm, Streß. Naturschutz; Arten- und Biotopschutz.
3. Klasse (1 Wochenstunde):
Bau, Funktion und Entwicklung der menschlichen Organsysteme unter dem besonderen Aspekt der Gesunderhaltung.
Ausgewählte Regelsysteme: Aufbau und Entwicklung des aktiven und passiven Bewegungsapparates.
Bedeutung der richtigen Ernährung, insbesondere für Kinder und Jugendliche; Pflege des Dentalapparates. Organe des Stoffwechsels (Verdauung, Enzyme, Atmung, Blut- und Kreislaufapparat, Immunsystem, Ausscheidung).
Haut; Ganzheitskosmetik.
Hormonale Steuerung. Nervensystem; Psychohygiene; Gefährdung des Menschen durch verschiedene Suchtgifte (beispielsweise durch Alkohol, Nikotin und Drogen), Arzneimittelmißbrauch. Sinnesorgane.
Fortpflanzungsbiologie des Menschen: Bau und Funktion der Geschlechtsorgane. Empfängnis, Schwangerschaft, Geburt, Mutter-Kind-Paß. Familienplanung. Geschlechtskrankheiten.
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Ethologie: Angeborenes und erlerntes Verhalten (Reflexe, Automatismen, Instinktverhalten; Lernverhalten; einsichtiges Verhalten). Beispiele für Verhaltenskreise (Sozialverhalten, Aggression, Sexualverhalten uä.).
Richtige Haltung von Nutz- und Haustieren.
Humanethologie: Typisch menschliche Verhaltensweisen; Gebrauch und Mißbrauch in verschiedenen Lebensbereichen (Werbung, Kindchenschema ua.)
Genetik: Klassische Vererbungslehre; Mutation und Modifikation;
Molekulargenetik. Angewandte Genetik: Tier- und Pflanzenzucht;
Humangenetik (Erbkrankheiten, Eugenische Maßnahmen); Gentechnik.
Evolution: Abiotische und biotische Evolution; Evolution der zellulären Organisation - molekularbiologische und biochemische Aspekte der Zellfunktionen. Evolutionstheorien. Beweise der Evolution. Stammesgeschichte des Menschen.
Ausgewählte Beispiele der Biotechnologie.
Didaktische Grundsätze:
Die Überlastung mit bloßem Gedächtniswissen ist zu vermeiden.
Umfangreiche systematische Betrachtungen müssen zugunsten wesentlicher allgemeinbiologischer und ökologischer Inhalte zurücktreten. Bei der Behandlung des Lehrstoffes sind Aktualität, Lebensnähe sowie Praxisbezug sehr wichtig. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft sind in die Unterrichtsarbeit miteinzubeziehen. Auf eine ausreichende Artenkenntnis der heimischen Fauna und Flora ist hinzuarbeiten. Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen (insbesondere zu Geographie und Wirtschaftskunde, Chemie, Physik, Pädagogik, Heil- und Sonderpädagogik, Didaktik, Praxis, Leibeserziehung) sollen nach Möglichkeit wahrgenommen werden.
Von besonderer Bedeutung ist die Erziehung zu exaktem Beobachten und sprachlich richtigem Beschreiben der Sachverhalte. Von großer Bedeutung ist weiters die Erziehung der Jugendlichen zu umwelt- und gesundheitsbewußten Staatsbürgern.
Der Unterricht ist durch Verwendung von Naturobjekten, womöglich aus der engeren Heimat, und durch intensive Ausnützung der audiovisuellen Unterrichtsmittel wirklichkeitsnahe zu gestalten.
Kleine physiologische und ökologische Versuche sowie das Beobachten der Natur im jahreszeitlichen Wechsel sind durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei selbst aktiv werden, etwa durch Versuchsplanung, Protokollführung, Darstellung und Auswertung der Ergebnisse.
Einschlägige Schulveranstaltungen wie Exkursionen, Lehrausgänge und Projektwochen sind im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten einzuplanen.
GESUNDHEITSLEHRE
5. Klasse (1 Wochenstunde):
MUSIKERZIEHUNG
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Singen, Musizieren, Gestalten:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Singen, Musizieren, Gestalten:
3. Klasse (1 Wochenstunde):
Singen, Musizieren, Gestalten:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Singen, Musizieren, Gestalten:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Singen, Musizieren, Gestalten:
4. und 5. Klasse zusammengefaßt wird, ist bereits ab der 1. Klasse
der jeweils mögliche Bezug zwischen Lehrstoff und beruflichen Erfordernissen aufzuzeigen. In diesem Sinne ist auch mit den Lehrerinnen und Lehrern der Didaktik und Kindergarten- bzw. Hortpraxis in geeigneter Weise zusammenzuarbeiten, um die Übertragung der Methoden zu sichern.
Beim Singen - Musizieren - Gestalten sind drei Ebenen zu beachten:
1. Singen von Liedern. Die Liedauswahl nach Inhalt und musikalischer Gestaltung soll den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der Altersgemäßheit angepaßt sein.
2. Funktionales Singen (Singen zur Stimmbildung oder zur Erarbeitung musikkundlicher Grundbegriffe). Entsprechend dem ganzheitlichen Prinzip wäre in der Stimmbildung vom Experiment, der Erprobung der eigenen Möglichkeiten ausgehend, zum Singen nach Gehör und Noten überzugehen. Singen darf jedoch nicht nur als Mittel zur Stimmbildung und Musikkunde eingesetzt werden, vielmehr soll die Freude am Singen (das zweckfreie Singen) vor jeder Verschulung des Singens stehen und Singen im geselligen Kreis so oft als möglich gepflegt werden. Es sollte eine bewußte Trennung zwischen „Singen an sich” und der „Arbeit am Lied” erfolgen.
3. Singen als Vorführung. Die Arbeit am Lied erfolgt mit dem Ziel einer besonderen musikalischen Leistung, zB in der Fest- und Feiergestaltung.
Auch für das instrumentale Musizieren ist das Prinzip der drei Ebenen anwendbar:
1. Erfahrung sammeln. Freies spontanes Gestalten sowohl mit Geräuschen und Klängen als auch mit vorgegebenen musikalischen Strukturen.
2. Systematisieren und Bewußtmachen von Notation, musikalischen Strukturen, Gestaltungsmitteln und instrumentalen Spieltechniken.
3. Aufbereiten von Lied- und Spielgut im Hinblick auf das Vorspiel. Technik des Übens und der Einstudierung.
Die im Instrumentalunterricht erworbenen Fertigkeiten sind schon von der 1. Klasse an, insbesondere aber in der 4. und 5. Klasse, in den Dienst der Musikerziehung zu stellen, allenfalls auch unter Einbeziehung außerhalb der Schule erlernter Instrumente.
Die Musikkunde sollte ebenso wie die Instrumentenkunde an praktisches Erleben anschließen bzw. eine Systematisierung der im elementaren Singen und Musizieren gewonnenen Erfahrungen bringen. Das Erwerben und Erweitern von musikkundlichen Kenntnissen ist aber nicht als übergeordnetes Lernziel anzusehen, sondern hat einerseits dem Vertiefen der musikalischen Wahrnehmungsfähigkeit zu dienen, andererseits die nötigen Grundlagen für das Vermitteln und Umsetzen von Musik im Beruf zu liefern. Die ausgewählten Hörbeispiele sollen aus Meisterwerken verschiedener Epochen stammen, wobei auch die zeitgenössische sowie die außereuropäische Musik zu berücksichtigen ist. In der 1. bis 3. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler die Werke zunächst von Funktion, Bedeutung und musikalischer Form her erfassen lernen. In der 4. und 5. Klasse sind Musikgeschichte und Stilkunde schwerpunktmäßig zu berücksichtigen, dabei ist eine Beschränkung auf Höhepunkte geboten. Bei der Besprechung einzelner Beispiele sind, wo immer möglich, die Zusammenhänge zwischen der Musik weit zurückliegender Zeiträume und der Musik der Gegenwart bzw. der jüngeren Vergangenheit herzustellen. Biographische Hinweise haben nur dem Verständnis der Werke zu dienen.
Im Unterricht sind solche Werke vorzuziehen, die von den Schülerinnen und Schülern oder von der Lehrerin/vom Lehrer musiziert werden können, doch ist auch der Einsatz der technischen Mittler unentbehrlich. Neben der Kenntnis der Funktion sollte die Befähigung zum Umgang mit Tonträgern und Wiedergabegeräten sowie deren Einsatz in Freizeit und Beruf vermittelt werden. In der Werkbetrachtung sind die Möglichkeiten eines fächerübergreifenden Unterrichtes wahrzunehmen.
INSTRUMENTALMUSIK
1. Klasse (2 Wochenstunden):
2. Klasse (1 Wochenstunde):
3. Klasse (1 Wochenstunde):
Fortsetzung der technischen Übungen mit gesteigerten Anforderungen.
4. Klasse (1 Wochenstunde):
2. Klasse (1 Wochenstunde):
3. Klasse (1 Wochenstunde):
4. Klasse (1 Wochenstunde):
2. Klasse (1 Wochenstunde):
3. Klasse (1 Wochenstunde):
4. Klasse (1 Wochenstunde):
RHYTHMISCH-MUSIKALISCHE
ERZIEHUNG
- Primärerfahrungen mit Musik und Bewegung als Mittel der Persönlichkeitsentwicklung im kognitiven, affektiven, sozialen und motorischen Bereich
- Sensibilisierung der Sinne und Körpererfahrung
- Verfeinerung der Aufnahme-, Verarbeitungs- und Reaktionsfähigkeit
- Entfaltung des schöpferischen Umgangs mit Musik und Bewegung im persönlichen und beruflichen Bereich
- Verständnis für Einzelsituationen, Partnerbeziehung und Gruppe
- Einsicht in psychosomatische Vorgänge und deren Beachtung im persönlichen und beruflichen Leben
- Erwerb didaktischer Umsetzungsmöglichkeiten im Beruf
- Erwerben der theoretischen und praktischen fachlichen Grundlagen sowie der Fähigkeit, die Rhythmisch-musikalische Erziehung in die pädagogische Arbeit mit Kindern im Kindergarten, allenfalls im Hort, einzubeziehen.
Lehrstoff:
2. Klasse (1 Wochenstunde):
Sensibilisierung der Wahrnehmungsbereiche (auditiv, taktil, visuell, kinästhetisch) in Verbindung mit Körpererfahrung. Differenzierung von Eindrücken über die einzelnen Sinneskanäle zur Förderung der Aufmerksamkeit, der Konzentrations- und Merkfähigkeit. Steigerung der Aufnahmebereitschaft und Fähigkeit zur angemessenen, flexiblen Verarbeitung von wechselnden Ansprüchen der Umwelt.
Entwicklung von Körperbewußtsein. Erfahrung des Wechselspiels von körperlicher Spannung und Entspannung und deren Auswirkung auf den emotionalen Bereich. Ansätze zur Analyse der nonverbalen Körpersprache. Vielfältige Bewegungserfahrungen zur Erweiterung des eigenen Bewegungsrepertoires. Differenzierung des individuellen Bewegungsausdrucks durch Spiel, Imitation, Improvisation und Gestaltung mit und ohne Material. Steigerung der Bewegungsqualität in der praktischen Auseinandersetzung mit Elementen, die der Musik und Bewegung gleichermaßen zugrunde liegen: Zeit (Tempo, Metrum, Rhythmus, Takt), Dynamik, Melodie, Form.
Einsatz von Musik zur Differenzierung des Hörvermögens sowie zur Steigerung des musikalischen Bewegungsausdrucks. Musikalische Improvisation zur Bewegung mit Körperinstrumenten, Sprache, Stimme, auf Stabspielen, Flöten und selbst gebautem Instrumentarium. Erarbeiten von Bewegungsabläufen frei improvisierter und gebundener Tanzformen unter Einbeziehung von Liedern, Texten und Spielen, mit instrumentaler Illustration und Begleitung im Hinblick auf die Arbeit mit Kindern. Tänzerische Gestaltung von Musikstücken. Einsicht in die charakteristischen Merkmale und Elemente von Musik und deren Auswirkungen auf den Bewegungsausdruck und auf soziale Beziehungen.
Förderung der sensiblen Wahrnehmungsfähigkeit für gruppendynamische Vorgänge. Bewußtmachen nonverbaler Kommunikationsformen in Einzel-, Partner- und Gruppenaufgaben. Entwicklung von Selbständigkeit, Verantwortungsbewußtsein, Einfühlungsvermögen, Anpassung, Toleranz, Fairneß sowie der Fähigkeit zur Kooperation und zum Lösen von Konflikten. Umsetzen der Eigenerfahrung im Bereich des sozialen Lernens bei der Arbeit mit Kindern.
Entwicklung und Förderung von Phantasie und Kreativität in Bewegung und Musik mit Materialien und Objekten. Intensivieren der Erlebnisfähigkeit. Didaktische Auswertung und Anwendung von rhythmisch-musikalischen Spielformen unter Berücksichtigung von Kombinationsmöglichkeiten mit sensomotorischem Training und freiem Gestalten.
Bedeutung und Geschichte der „Rhythmisch-musikalischen Erziehung”.
Einführung in die praktische Arbeit mit Kindern. Elemente der Rhythmisch-musikalischen Erziehung als Erziehungsansatz in allen Bereichen der Kindergartenarbeit. Methodischer Aufbau von Übungseinheiten. Didaktische Analyse von Modellen Rhythmisch-musikalischer Erziehung im Kindergarten. Hinweise auf entwicklungsspezifisches Arbeiten mit Kindern und auf gruppendynamische Vorgänge. Hinführen zum eigenen Arbeiten in der Kindergruppe.
Didaktische Grundsätze:
Im Hinblick auf die allgemeine Bildungs- und Lehraufgabe wird die individuell angemessene Entwicklung der körperlichen, geistigen und emotionalen Kräfte angestrebt. Das Erfahren und Erkennen ihrer Wechselbeziehung im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung soll auch den Sozialbezug miteinschließen. Erkenntnisse und Haltungen, die durch den Unterricht in Rhythmisch-musikalischer Erziehung erworben werden, müssen auf Eigenerfahrungen aufbauen und durch Analyse sowie Reflexion bewußtgemacht werden. Einschlägige Literatur dient als Anregung und Vertiefung des Verständnisses. Die Zusammenarbeit mit Didaktik und Kindergartenpraxis ist wahrzunehmen.
BILDNERISCHE ERZIEHUNG
- für persönlichen Ausdruck
- für visuelle Verständigung
- für die Arbeit in Kindergarten und Hort
- zur Verfeinerung der Wahrnehmungsfähigkeit
Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler elementare Sach- und Methodenkenntnisse für eine Auseinandersetzung mit Kunst und visuellen Medien erwerben und zu einer sinnvollen Nutzung des ästhetischen Angebots sowie zu einer fundierten Werthaltung gegenüber diesen Bereichen der Kultur geführt werden.
Insbesondere sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, für ihre künftige Arbeit in Kindergarten und Hort bildnerische Tätigkeiten bei Kindern anzuregen, entsprechende Gestaltungs- und Verfahrensweisen, Materialien und Medien auszuwählen und kreatives Verhalten zu fördern.
Damit soll die Bildnerische Erziehung einen wesentlichen Beitrag zu berufsspezifischer Ausbildung, zur Allgemeinbildung und zur Persönlichkeitsbildung leisten.
Lehrstoff:
1. und 2. Klasse (2 Wochenstunden):
Praktische Arbeit
Bereiche: Bildnerisches Gestalten (Farbe, Grafik)
Ornament
- ihre Erfahrungen mit verschiedenen Materialien, Bildformaten, Darstellungs- und Gestaltungsmitteln erweitern sowie unter Berücksichtigung individueller Ausdrucksmöglichkeiten Einsicht in deren Zusammenhänge vorwiegend anhand gegenständlicher Aufgabenstellungen gewinnen,
- ihre Sachkenntnis und Kenntnisse verschiedener Arbeitsverfahren erweitern und zielorientiert einsetzen lernen,
- Probleme bildnerischen Gestaltens hinsichtlich Entwurfs-, Planungs- und Arbeitsprozessen erkennen und entsprechende Lösungen finden,
- zunehmend befähigt werden, Arbeitsschritte zu organisieren und auszuführen, allein aber auch in der Gruppe,
- lernen, bildnerisches Gestalten zu einer verfügbaren Methode der Verfeinerung sinnlicher Erfahrungen, visueller Mitteilung, persönlichen Ausdrucks und schöpferischen Handelns zu gebrauchen.
Teilbereich Farbe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- aufbauend auf den Lehrstoff der vorhergegangenen Bildung, sich mit Farbe auseinandersetzen lernen (Ordnungsprinzipien, Grundfarben, Mischfarben, Farbfamilien, Farbqualitäten, Farbwirkungen, Farbkontraste ua.),
- Einsatzmöglichkeiten der Farbe als Gegenstandsfarbe, Erscheinungsfarbe, Symbolfarbe und Farbe als Ausdrucksträger kennenlernen und anwenden können.
Teilbereich Grafik (Handzeichnung und Drucktechniken):
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- die verschiedenen Verfahren in ihrer Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeit kennenlernen,
- die Druckgrafik als Medium der Vervielfältigung und der Information sowie als künstlerisches Ausdrucksmittel kennenlernen und für schulische, berufsbezogene und persönliche Zwecke einsetzen können.
Lerninhalte:
- Deckende und lasierende Malweise.
- Unterschiedliche Farbmaterialien (Deckfarben und Dispersionsfarben, Aquarellfarben, farbige Beizen ua.) und entsprechende Werkzeuge (Haar- und Borstenpinsel, Spachtel ua.) und geeignete Malgründe (Papier, Textilien, Pappe, Faserplatten, Holz ua.).
- Farbdifferenzierung und Farbmodulation.
- Möglichkeiten der körperhaften und räumlichen Gestaltung mittels Farbe.
- Farbkontrast.
- Lineares, flächiges und körperhaft-räumliches Gestalten, Umriß- und Binnenzeichnung, Textur, Schraffur.
- Verschiedene graphische Materialien (Graphit, Kreiden, Kohle, Feder, Pinsel ua.) und entsprechende Bildgründe (Zeichenpapier, Tonpapier, Packpapier ua.).
- Hochdrucktechniken (zB Stempeldruck, Kordeldruck, Materialdruck, Linolschnitt), Schablonendruck, Siebdruck, Tiefdruck.
Ornament:
Lernziele:
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- Grundprinzipien der ornamentalen Gestaltung kennen und
- insbesondere berufsbezogen anwenden lernen.
Lerninhalte:
- Freies und angewandtes Ornament, Grundprinzipien wie Spiegelung, Streuung, Reihung, Flächenfüllung mit geeigneten Werkzeugen und Materialien.
Schrift und Typografie:
Lernziele:
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- Sicherheit in der Ausformung der Buchstaben und Gestaltung von Schriftbildern gewinnen,
- Schrift anwenden lernen, unter Beachtung des flächenübergreifenden Prinzips auch für schulische und berufsbezogene Aufgaben.
Lerninhalte:
- Wiederholendes Üben der Schreib- und Blockschrift, rhythmisches Schreiben und Gestalten von Schriftfeldern mit verschiedenen Werkzeugen.
- Allenfalls: Anfertigen von Schriftschablonen, Verwendung von vorgefertigten Buchstaben.
Werkbetrachtung - Kunstbetrachtung
Lernziele:
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- Begriffe und Fachausdrücke erarbeiten und anwenden lernen,
- Einblicke gewinnen in das Wesen der Kunstgattungen,
- die Werkstruktur analysieren,
- die inhaltliche Bedeutung von Werken erkennen,
- das Verhältnis von Wirklichkeit und Darstellung klären,
- die Frage nach Entstehungsbedingungen von Werken stellen,
- Einsichten gewinnen in künstlerische Schaffensprozesse und zu einer fundierten Werthaltung gegenüber den Produkten der Kunst gelangen,
- in der Lage sein, signifikante Kunstwerke in das Gesamtbild einer Kultur einzuordnen und elementare stilgeschichtliche Zusammenhänge herzustellen.
Lerninhalte:
- Exemplarische Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik und Ornament - womöglich ausgehend von den Erfahrungen der praktischen Arbeit,
- einfache Analysen und Interpretationsversuche.
Fachdidaktik
Lernziele (1. bis 5. Klasse):
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- Planung, Gestaltung und Methodik des Unterrichtsgeschehens bewußt erleben und im Hinblick auf spätere fachbezogene Aktivitäten in Kindergarten und Hort reflektieren lernen,
- das im Unterricht erworbene Bildungsgut nicht nur für sich selbst, sondern unter Beachtung fächerübergreifender Aspekte in Kindergarten und Hort sinnvoll nutzen und gezielt einsetzen lernen und in selbständiger, eigenverantwortlicher pädagogischer Arbeit die entsprechende Auswahl für die Tätigkeit in Kindergarten und Hort treffen lernen,
- Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die sie im Hinblick auf die Arbeit im Hort befähigen, den entsprechenden Lehrplaninhalten der
5. - 9. Schulstufe gerecht zu werden,
- durch Einblicke in die Entwicklungsstufen der bildnerischen Gestaltungsweisen des Vorschulkindes, vorwiegend aber des Hortkindes, bildnerische Tätigkeiten anregen und entsprechende Materialien, Verfahrensweisen, Medien ua. auswählen können,
- erkennen, daß bildnerisches Gestalten einen sinnvollen Beitrag zur Freizeitgestaltung leisten kann (Hort) und für die Integration von Kindern mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Begabungen von wesentlicher Bedeutung ist,
- befähigt werden, für ihre Arbeit in Kindergarten und Hort unter Berücksichtigung fächerübergreifender Aspekte Aufgabenreihen (zB nach Schwierigkeitsgrad) zu erstellen,
- ihre in „Kunstbetrachtung” erworbenen Kenntnisse sinnvoll nutzen und einsetzen lernen, um für ihre Arbeit in Kindergarten und Hort eine entsprechende Auswahl treffen zu können.
Lerninhalte:
- Erläutern der Verwendung von Materialien, Bildgründen und Arbeitsverfahren, die für das Bildnerische Gestalten im Vorschulalter und im Hort geeignet sind. Erörtern von motivierenden Aufgabenstellungen für Kindergarten- und Hortkinder.
- Auseinandersetzung mit Drucktechniken und Malverfahren, die für den Kindergarten und für den Hort geeignet und mit einfachen Mitteln durchführbar sind.
- Einsatz von Drucktechniken, Schrift und Schriftgestaltung für Fest- und Feiergestaltung, im Rahmen der Elternarbeit und als Mittel der Information.
3. und 4. Klasse (je 2 Wochenstunden):
Praktische Arbeit
Bereiche: Bildnerisches Gestalten (Farbe, Grafik)
Schrift und Typografie
Ornament
Planzeichnen
- grundlegende gebundene Abbildungsverfahren (Schnitte, Risse, Pläne ua.) anfertigen und angemessen einsetzen können.
Apparative Medien:
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- mit apparativen Medien vertraut werden,
- erfahren, daß auch Foto, Film, Video und andere Geräte (Computer, Kopiergerät ua.) geeignete Medien für bildnerisches Gestalten, für Dokumentation und Interpretation von Realität sowie für Kommunikation sind.
Lerninhalte:
Bildnerisches Gestalten:
- Freies Gestalten,
- Erweitern der Gestaltungsfähigkeiten bei Studien vor dem Objekt im Hinblick auf das Erfassen wesentlicher Proportionen, Richtungsbezüge, Bau und Gliederung, Oberflächenbeschaffenheit sowie plastischer und räumlicher Sachverhalte an einfachen Gegenständen,
- Anfertigen von Sachzeichnungen zur Verwendung im Kindergarten,
- Perspektive; Zusammenhang von Raumgegebenheiten und Dekorationskonzepten,
- Großformatiges Zeichnen zur Erläuterung und Illustration bestimmter Sachverhalte,
- Farbe in bezug auf Thema und Aussage, als optisches Signal und Symbol,
- Bildfolgen (Comics) zur Darstellung einfacher Handlungsabläufe,
- das Bilderbuch.
Schrift und Typografie:
- Einsatz von Schriftarten, vorgefertigten Buchstaben, von Computer und Kopiergerät ua. Ornament:
- Lerninhalte der 1. und 2. Klasse mit gesteigerten gestalterischen und technischen Anforderungen, allenfalls auch mit Hilfe apparativer Medien (Foto, Computer).
Planzeichnen:
- Entwurf, Dokumentation und anschauliche Mitteilung von einfachen baulichen, räumlichen und gegenständlichen Gegebenheiten,
- Lesen, Besprechen, Entwerfen und Zeichnen von Plänen aus dem Lebensbereich und der künftigen Berufswelt der Schülerinnen und Schüler.
Apparative Medien:
- Praktische Übungen und Aufzeigen grundlegender Gestaltungsmöglichkeiten.
Kunstbetrachtung
Lernziele:
siehe 1. und 2. Klasse
Lerninhalte:
- Die Kinderzeichnung: Aufzeigen von Gestaltungsprinzipien und Gesetzmäßigkeiten anhand von geeigneten Beispielen. Bedeutung der Kinderzeichnung für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
- Das Bilderbuch: Erarbeiten von Bewertungskriterien (zB Aussagewert, künstlerische Gestaltung); historische Entwicklung des Kinderbuches.
- Naturstudien in Malerei und Grafik (Skizze, Entwurf, Studie);
- Gebrauchsgrafik (Plakat, Schrift, Typografie ua.);
- Erscheinungsformen der Perspektive in der bildenden Kunst;
- Exemplarische Werke der Architektur, Grundriß, Aufbau, Material, Konstruktion, Lichtführung. Konstruktive und dekorative Bauelemente.
- Vergleich von Werken aus verschiedenen Kunstepochen.
Fachdidaktik
Lernziele:
siehe 1. bis 5. Klasse.
Lerninhalte:
- Entwicklung der bildnerischen Gestaltungsweise des Kindes (Gründe für die kindliche Farbwahl, Formgebung ua.),
- Hinführung zu differenzierter Farb- und Formgebung,
- Technik und Aussage von Illustrationen in Kinderbüchern, Bildgeschichten, Comicstrips und Trickfilmen,
- Erarbeiten von Beurteilungskriterien für die optische Gestaltung,
- Anbahnen eines Qualitätsempfindens,
- Methoden der Kunst- und Werkbetrachtung mit Kindern anhand von Reproduktionen und Originalen,
- Gestaltung der beruflichen Umwelt: Einsatz von Sachzeichnen, Raum- und Dekorationskonzepten.
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Praktische Arbeit
Bildnerisches Gestalten (grafischer und farbiger Bereich sowie Bereich apparativer Medien).
Lernziele:
siehe 1. bis 4. Klasse.
Lerninhalte:
- Selbstgewählte Aufgaben zur Entfaltung der persönlichen Ausdrucksfähigkeit.
Kunstbetrachtung
Lernziele:
siehe 1. bis 4. Klasse.
Lerninhalte:
- Stilgeschichtliche und kunsthistorische Zusammenhänge in den wesentlichen Kunstepochen und den Bereichen Architektur, Plastik, Malerei und Grafik,
- Aufzeigen grundlegender Gestaltungsmöglichkeiten in den Bereichen der apparativen Medien.
Fachdidaktik
Lernziele:
siehe 1. bis 5. Klasse.
Lerninhalte:
- Auseinandersetzung mit Aufbaureihen im Hinblick auf die zunehmende Differenzierung von Bildformen und Gestaltungstypen sowie Bereicherung der Bildgestaltung,
- Schaffung von räumlichen und materiellen Bedingungen für die bildnerische Arbeit; Motivation zu bildnerischem Gestalten;
- die Bedeutung des bildnerischen Gestaltens für das Kind.
Didaktische Grundsätze:
Allgemeines:
Zur Durchführung des Unterrichtes sind mehrstündige Unterrichtseinheiten eine unerläßliche Voraussetzung.
Die im Lehrplan angeführte Reihenfolge der Bereiche ist nicht bindend, eine ausreichende Berücksichtigung jedes einzelnen Bereiches ist jedoch zu gewährleisten. Um einen angemessenen Unterrichtsertrag in den Bereichen sicherzustellen, sind diese in den Schulstufen schwerpunktmäßig anzuordnen und aufbauend zu behandeln.
Querverbindungen zwischen den Bereichen, aber auch zu anderen Unterrichtsgegenständen (wie Werkerziehung, Didaktik, Kindergarten- bzw. Hortpraxis, Pädagogik ua.) werden empfohlen. Themen, die sich aus aktuellen Anlässen (insbesondere im Übungskindergarten, allenfalls im Übungshort) anbieten, sind wegen ihres hohen Motivationscharakters und ihrer Berufsbezogenheit nach Möglichkeit in den Unterricht einzubeziehen.
Zur Sicherung des Unterrichtsertrages sollen gemeinsam erarbeitete Zusammenfassungen, vorgegebene Unterlagen und eigene Notizen der Schülerinnen und Schüler in einer Mappe zusammengestellt werden. Diese Mappe soll durch eine Sammlung von Zeitungsausschnitten, Kunstkarten, Fotos ua. ergänzt werden. Ebenso sind die fachdidaktischen Hinweise zur Umsetzung der gelernten Techniken und Arbeitsweisen für die Arbeit im Kindergarten und im Hort festzuhalten.
Schwerpunktsetzungen in der Bildnerischen Arbeit in den einzelnen Klassen schließen eine Behandlung in anderen Klassen nicht aus. Praktische Arbeit
Die Schülerinnen und Schüler sollen zur ökonomischen Verwendung von Materialien und Werkzeugen angeleitet werden. Auf Unfallverhütung ist hinzuweisen.
Zum Bildnerischen Gestalten ist eine dem Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler angemessene Ausdrucksform anzustreben. Das gelegentliche Erproben von Materialien und Verfahren darf nicht zum Selbstzweck werden. Innerhalb der einzelnen Aufgabenstellungen, aber auch bei der Planung von umfassenden Arbeitsprojekten, sind Selbständigkeit und kreatives Verhalten der Schülerinnen und Schüler sowie die Fähigkeit zu Koordination und Kooperation (Gruppenarbeit) zu fördern. Unterrichtsformen, welche die Darstellung schematisch festlegen, sind zu vermeiden.
Für das Studium vor dem Objekt wird ein Aufbau in Teilschritten empfohlen (schwerpunktmäßiges Eingehen auf einzelne Probleme und Fortschreiten von einfachen zu komplexeren Objekten).
Planzeichnen darf nicht als Selbstzweck betrieben werden. Komplizierte Verfahren sind auszuschließen. Ebenso sind Konstruktionsaufgaben der Darstellenden Geometrie kein Auftrag dieses Teilbereiches der Bildnerischen Erziehung. Die hergestellten Pläne und Werkzeichnungen sind als sachliches Verständigungsmittel vornehmlich für die Berufswelt aufzufassen.
Im Bereich der apparativen Medien soll der Ausbildungsschwerpunkt bei Darstellungsprinzipien und Anwendungsmöglichkeiten liegen und nicht im Technischen. Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in fast allen Unterrichtsgegenständen, bei Unterrichtsprojekten, im Berufsalltag, auch als Mittel der Dokumentation, im Dienste von Schulveranstaltungen ua. sollen dargelegt und Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen, insbesondere Didaktik, Kindergarten bzw. Hortpraxis und Pädagogik, wahrgenommen werden.
Das Ornament wird insbesondere im Rahmen des Textilen Gestaltens, des Werkens, der Raum- und Bühnengestaltung und fächerübergreifend bei der Gestaltung von Festen und Feiern sinnvoll und berufsbezogen Anwendung finden.
Grundprinzipien ornamentaler Gestaltung können ua. im Rahmen der Kunstbetrachtung sowie des Studiums vor dem Objekt erarbeitet werden. Kunstbetrachtung - Werkbetrachtung
Bei der Kunst- und Werkbetrachtung soll von der praktischen Erfahrung der Schülerinnen und Schüler ausgegangen werden. Auch in diesem Bereich sollen sie aktiv an der Unterrichtsgestaltung mitwirken. Sie sind anzuregen, Bildmaterial und Texte zu beschaffen, Problemstellungen vorzutragen und das Angebot von Fachliteratur, Museen, Ausstellungen, Hörfunk, Fernsehen, Zeitschriften ua. selbständig zu nutzen. Die Werke sollen so ausgewählt werden, daß sie den angestrebten Aspekt exemplarisch veranschaulichen. Auf angemessene Präsentation ist zu achten. Die herangezogenen Bildbeispiele müssen genügende Größe aufweisen, für alle gut sichtbar sein und ausreichende technische Qualität besitzen (Nutzung der verschiedenen AV-Medien). Die Begegnung mit dem Original ist anzustreben (Museumsbesuche, Lehrausgänge).
Fachdidaktik
Den Schülerinnen und Schülern ist die Möglichkeit zu einer späteren Erweiterung des Berufsfeldes in Richtung Horterziehung durch entsprechende Planung der Unterrichtsarbeit ab der 1. Klasse zu sichern.
Die didaktische Gestaltung der Unterrichtsarbeit soll jeder Schülerin und jedem Schüler bewußtgemacht werden, sodaß die Möglichkeit des Transfers im Hinblick auf die Arbeit im Kindergarten und im Hort gegeben ist, zB Einsatz und Handhabung von Geräten, Werkzeugen und Materialien, Organisation von Arbeitsschritten, Vermeidung von Fehlerquellen ua. Die Berücksichtigung der Altersgemäßheit bei der Wahl der Methode, der Materialien und Werkzeuge sowie bei der Auswahl des Schwierigkeitsgrades und des Arbeitsumfanges ist den Schülerinnen und Schülern auch bei den einzelnen Arbeitsschritten bewußtzumachen.
WERKERZIEHUNG
1. Klasse:
Werken (3 Wochenstunden):
Textiles Gestalten (2 Wochenstunden):
2. Klasse
Werken (2 Wochenstunden):
Praktische Arbeit
Lernziele (1. bis 5. Klasse):
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- ihre werktechnischen und gestalterischen Fertigkeiten und Erfahrungen ständig erweitern und festigen,
- bei der Gestaltung von Werkstücken die Arbeitsmittel, Werkstoffe und Arbeitsverfahren sachgerecht und ökonomisch einsetzen lernen,
- Werkstoffe, Werkzeuge und Verfahren richtig benennen können,
- Probleme bei der Gestaltung von Werkstücken hinsichtlich Entwurfs-, Planungs- und Arbeitsprozessen erkennen und lösen können,
- erkennen, daß bei der Gestaltung von Werkstücken (Produkten) Funktion, Material (Werkstoffe) und Form in Einklang zu bringen sind.
Lerninhalte (1. und 2. Klasse):
Werken:
Körperhaftes und räumliches Gestalten: Plastisches Gestalten, vorwiegend figurativ, in additiven und subtraktiven Techniken mit leicht formbaren Materialien (zB Knetwachs, Ton, Papiermache, Plastilin, Seife ua.). Aufbauend auf den Erkenntnissen der vorhergegangenen Schulstufen, Erweitern der Erfahrungen bei der Gestaltung von Vollplastik und Relief (zB Menschen- und Tierdarstellungen, Masken, Kacheln). Heranziehen auch weiterer Materialien wie Gips, Holz ua. Montageverfahren mit verschiedenen vorgefundenen Materialien. Gußverfahren (zB Gipsguß, Wachsguß). Abdruckverfahren.
Bauen unter Berücksichtigung verschiedener Funktionen, wie Umschließen, Abgrenzen, Durchbrechen, Überdachen ua.; allenfalls auch großformatig (begehbar) mit Karton, Stangen, Plachen ua.; Anfertigen von Grundelementen für das Zusammenstellen von Bauwerken und Raumgestaltungen.
Produktgestaltung:
Flechten mit verschiedenen Materialien. Papierarbeiten (auch Faltarbeiten wie Mützen, Schiffchen, Faltschachteln ua.).
Kindgemäßes Spielzeug aus verschiedenen Materialien.
Gefäßkeramik:
Daumenschale, Aufbaukeramik, Glasieren und Engobieren, Plattenkeramik, allenfalls Drehen auf der Töpferscheibe.
Textiles Gestalten:
Gestaltung textiler Produkte: Raumdekoration, textiles Gebrauchsgut, freie Textilgestaltung unter Anwendung von flächenbildenden, flächenverändernden, flächenverarbeitenden Verfahren, allenfalls Bekleidung.
3. Klasse:
Werken (ein Semester/2 Wochenstunden):
Textiles Gestalten (ein Semester/2 Wochenstunden):
4. Klasse:
Werken (2 Wochenstunden):
Lerninhalte (3. und 4. Klasse):
Werken:
Körperhaftes und räumliches Gestalten:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Lerninhalte:
Werken:
- bei der Beurteilung von Werkstücken sachgemäße Kriterien anlegen lernen,
- Einsichten gewinnen in das Zusammenwirken von Funktion, Material und Verfahren anhand von Werken aus verschiedenen Kulturkreisen, Vergangenheit und Gegenwart und auch der Volkskunst,
- bei der Bewertung von Produkten aus Gegenwart und Vergangenheit zu verfeinertem Qualitätsempfinden und fundierten Werthaltungen geführt werden.
Lerninhalte (1. und 2. Klasse):
Werken:
Spielzeug
Werke der Plastik, Keramik
Materialauswahl
Produktanalyse
Unterschied zwischen handwerklicher und industrieller Fertigung
Textiles Gestalten:
Textile Arbeiten aus dem Bereich der Kunst und Volkskunst, aus
verschiedenen Zeiten und Ländern.
Lerninhalte (3. und 4. Klasse):
Werken:
Kritierien für die Bewertung von Produkten (Gebrauchswert, ästhetischer und ökonomischer Wert).
Subjektive und objektive Bewertung.
Betrachten beispielhafter Lösungen aus Bühnengestaltung und Bühnendekoration: Technische Probleme wie Veränderungen der Bühne, Kulissenwechsel, Vorhang, Beleuchtungseinrichtungen, Zuschauerperspektive ua. Grundtypen des Bühnenspiels wie Guckkastenbühne, Arena ua. Dekorationen für Alltag, Feste und Feiern im Kindergarten und im Hort.
Einblicke in entsprechende Formen des Brauchtums.
Skulpturen im Zusammenhang mit den bei der praktischen Arbeit gestellten Aufgaben.
Textiles Gestalten:
Beachtung der optischen und haptischen Wirkung von textilen Materialien an typischen Werken in verschiedenen Techniken.
Bekleidungsgeschichte, erläutert an wenigen exemplarischen Beispielen.
Mode und Modetrends.
Kritisches Konsumverhalten.
Lerninhalte (5. Klasse):
Exemplarische Auseinandersetzung mit Werken aus den Bereichen „Körperhaftes und räumliches Gestalten”, „Produktgestaltung”, „Textiles Gestalten” unter Berücksichtigung der europäischen Kunst, einschließlich Volkskunst und Brauchtum, allenfalls auch außereuropäischer Kulturkreise.
Zusammenhang von Material, Form, Funktion und Ausdruck.
Stilprobleme.
Fachdidaktik
Lernziele (1. bis 5. Klasse):
Die Schülerinnen und Schüler sollen:
- Planung, Gestaltung und Methodik des Unterrichtsgeschehens bewußt erleben und im Hinblick auf spätere werkbezogene Aktivitäten in Kindergarten und Hort reflektieren lernen,
- das im Unterricht erworbene Bildungsgut nicht nur für sich selbst, sondern - unter Beachtung fächerübergreifender Aspekte - in Kindergarten und Hort sinnvoll nutzen und gezielt einsetzen sowie in selbständiger, eigenverantwortlicher pädagogischer Arbeit die entsprechende Auswahl für die Tätigkeit in Kindergarten und Hort treffen lernen,
- Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die sie im Hinblick auf die Arbeit im Hort befähigen, den entsprechenden Lehrplaninhalten der Schule der 6- bis 14-jährigen gerecht zu werden,
- durch Einblicke in die Entwicklungsstufen und Gestaltungsweisen des Vorschulkindes, vorwiegend aber des Hortkindes, gestalterische Tätigkeiten anregen und entsprechende Materialien, Verfahrensweisen, Medien ua. auswählen können,
- erkennen, daß Werken und Textiles Gestalten einen sinnvollen Beitrag zur Freizeitgestaltung leisten kann (Hort) und für die Integration von Kindern mit unterschiedlichen Verhaltensweisen, Begabungen und Behinderungen von wesentlicher Bedeutung ist,
- befähigt werden, für die Arbeit in Kindergarten und Hort unter Berücksichtigung fächerübergreifender Aspekte Aufgabenreihen (zB nach Schwierigkeiten und Materialien) zu erstellen,
- die in „Werkbetrachtung” erworbenen Kenntnisse sinnvoll nutzen und einsetzen lernen, um für die Arbeit in Kindergarten und Hort eine entsprechende Auswahl treffen zu können.
Lerninhalte (1. und 2. Klasse):
Werken/Textiles Gestalten:
Organisation von Arbeitsschritten,
Möglichkeiten zur Motivation,
Aufbaureihen mit abgestuften Schwierigkeiten,
Wecken des Verständnisses für handwerkliche Anforderungen
verschiedener Techniken,
Auseinandersetzung mit Gestaltungskriterien (Material, Funktion, Form und Farbe) im Hinblick auf die Arbeit in Kindergarten und Hort,
Formmöglichkeiten im plastischen Bereich in Kindergarten und Hort, Möglichkeiten des Bauens unter Bedachtnahme auf Material,
Materialverbindung und Werkzeug,
Hinweise zur Herstellung von Spielgaben (zB Fingerpuppen) und zur Ausstattung von Festen und Feiern in Kindergarten und Hort.
Lerninhalte (3. und 4. Klasse):
Werken/Textiles Gestalten:
Auseinandersetzung mit Aufbaureihen zu plastischer Gestaltung und Produktgestaltung in Kindergarten und Hort, Möglichkeiten des Einsatzes von Dekoration, Spielzeug, Bühnengestaltung, Kostümen, Puppen ua. in Kindergarten und Hort, Gestaltung der beruflichen Umwelt.
Lerninhalte (5. Klasse):
Theoretische Auseinandersetzung mit der in Praktischer Arbeit
gewählten Aufgabenstellung
Didaktische Grundsätze:
Allgemein:
Beim Werken und beim Textilen Gestalten stehen sowohl bei der praktischen Tätigkeit als auch bei Werkbetrachtung und theoretischer Auseinandersetzung die berufsbezogenen Zielsetzungen im Vordergrund.
Zur Durchführung des Unterrichtes sind mehrstündige Unterrichtseinheiten eine unerläßliche Voraussetzung.
Die im Lehrplan angeführte Reihenfolge der Bereiche ist nicht bindend, eine ausreichende Berücksichtigung jedes einzelnen Bereiches ist jedoch zu gewährleisten. Um einen angemessenen Unterrichtsertrag in den Bereichen sicherzustellen, sind diese in der Jahresplanung der Schulstufen schwerpunktmäßig anzuordnen und aufbauend zu behandeln.
Querverbindungen zwischen den Bereichen, aber auch zu anderen Unterrichtsgegenständen (wie Bildnerische Erziehung, Didaktik, Pädagogik, Kindergarten- bzw. Hortpraxis) werden empfohlen und sollen wahrgenommen werden. Themen, die sich aus aktuellen Anlässen (insbesondere im Übungskindergarten, allenfalls im Übungshort) anbieten, sind wegen ihres hohen Motivationscharakters und ihrer Berufsbezogenheit nach Möglichkeit in den Unterricht einzubeziehen.
Zur Sicherung des Unterrichtsertrages werden gemeinsam erarbeitete Zusammenfassungen und kurze, eigene Notizen der Schülerinnen und Schüler empfohlen. Als Arbeitsmappe für den künftigen Beruf soll eine Zusammenstellung von Proben der verschiedenen Techniken, von Arbeitsanweisungen, fachspezifischen, pädagogisch-didaktischen Hinweisen, Ausschnitten aus Zeitungen und Zeitschriften, Kunstkarten, Fotographien ua. angelegt werden. Hinweise auf die Umsetzung der gelernten Techniken und Arbeitsweisen in die Gegebenheiten des Kindergartens, allenfalls des Hortes, sollen - eventuell in Beispielsreihen - gegeben werden.
Schwerpunktsetzungen von Bereichen in den einzelnen Klassen schließen ihre Behandlung in anderen Klassen nicht aus.
Werken/Textiles Gestalten:
Praktische Arbeit:
Auf zielführende Organisation innerhalb der Arbeitsaufgaben, vor allem auf einen zeitsparenden und wirtschaftlichen Arbeitsablauf, sowie den sinnvollen Einsatz von technischen Hilfsmitteln und Medien ist Bedacht zu nehmen. Arbeitsproben sollen nur im Zusammenhang mit den geplanten Werkstücken gemacht werden und sind nur bis zur Beherrschung der Arbeitsverfahren durchzuführen. Innerhalb der einzelnen Aufgabenstellung, aber auch bei der Planung von umfassenden Arbeitsprojekten sind Selbständigkeit und kreatives Verhalten der Schülerinnen und Schüler sowie die Fähigkeit zur Koordination und Kooperation (Gruppenarbeit) zu fördern. Schematisches Nacharbeiten von Mustervorlagen ist unzulässig. Erziehung zur Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt und Hilfsbereitschaft ist zu pflegen. Kostenberechnungen sollen zur Planung einer ökonomischen Arbeit im Kindergarten, allenfalls im Hort, befähigen.
Der Unfallverhütung ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Benützung von Elektrogeräten und Maschinen sind zu beachten und den Schülerinnen und Schülern nachweislich zur Kenntnis zu bringen.
Bei Bühnengestaltung sind Improvisation und Gestaltung mit einfachen Mitteln unter Ausnutzung vorhandener räumlicher Gegebenheiten vorrangig zu bedenken. Bühnengestaltung kann auch im Hinblick auf fächerübergreifende Aspekte Lerninhalt der Bildnerischen Erziehung sein.
Werkbetrachtung:
Werkbetrachtung und theoretische Auseinandersetzung soll von eigenen praktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Einsichten in Sachverhalte sollen womöglich selbständig erarbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen angeregt werden, von sich aus Problemstellungen im Unterricht vorzubringen und Informationsmaterial (Bilder, Texte ua.) zu beschaffen. Die Werke sollen so ausgewählt werden, daß sie den angestrebten Aspekt exemplarisch veranschaulichen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen auch angeleitet werden, die einschlägige Fachliteratur und das Angebot von Museen, Ausstellungen, Hörfunk, Fernsehen, Zeitschriften ua. selbständig zu nutzen. Die Problematik von rezepthaften Arbeitsanleitungen (zB in Bastel- und Hobbybüchern) ist den Schülerinnen und Schülern bewußt zu machen. Die Begegnung mit dem Originalwerk ist anzustreben (Lehrausgänge ua.).
Fachdidaktik:
Die Erweiterung des Berufsfeldes im Hinblick auf Horterziehung soll den Schülerinnen und Schülern durch entsprechende Planung der Unterrichtsarbeit ab der 1. Klasse gesichert werden.
Die didaktische Gestaltung der Unterrichtsarbeit soll den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht werden, sodaß die Möglichkeit des Transfers im Hinblick auf die Arbeit in Kindergarten und Hort gegeben ist. Besondere Hinweise scheinen beim Einsatz und der Handhabung von Geräten, Werkzeugen und Materialien sowie bei der Organisation von Arbeitsschritten angebracht.
Bei der Wahl der Methode, der Materialien und Werkzeuge sowie der Auswahl des Schwierigkeitsgrades ua. ist auf Altersgemäßheit zu achten.
LEIBESERZIEHUNG
- einerseits die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zum Bewegen, Spielen, Leisten und zu gesunder Lebensführung durch entsprechende Zielsetzungen weiterzuentwickeln und festzulegen,
- andererseits sind im didaktisch-methodischen Bereich die Bewegungserziehung im Kindergarten und die sportliche Freizeitgestaltung im Hort zu berücksichtigen.
Für den ersten Bereich ist der „Lehrplan für Leibesübungen an Polytechnischen Lehrgängen, allgemeinbildenden höheren Schulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten” (BGBl. Nr. 37/1989 in der jeweils geltenden Fassung) vollinhaltlich heranzuziehen.
Die didaktisch-methodische Ausbildung umfaßt eine Ergänzung und Erweiterung des schon genannten Lehrplanes für Leibesübungen. Sie ist in allen Klassen im engen Zusammenhang mit der praktischen Ausbildung zu vermitteln.
Didaktisch-methodische Ausbildung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die didaktisch-methodische Ausbildung ist in allen Klassen anknüpfend an die praktische Ausbildung in verstärktem Ausmaß in der
3. bis 5. Klasse zu berücksichtigen. Im folgenden sind auch die für
die berufsspezifische Ausbildung wichtigen Zielsetzungen der allgemeinen und speziellen Methodik der Leibesübungen, allenfalls auch der Bewegungslehre, exemplarisch enthalten. Die fachdidaktischen Grundlagen für die Durchführung der Übungseinheiten mit Kindern sind unter Bedachtnahme auf Querverbindungen mit den jeweils relevanten Unterrichtsgegenständen zu erarbeiten.
1. Begriffserklärungen:
- Einführung in Fachsprache und Fachliteratur; Gerätekunde.
- Kenntnis der Funktion und der Inhalte einer Systematik der Leibesübungen.
2. Der Übungsbedarf und die Belastungsfähigkeit der Kinder:
- Wissen um den Übungsbedarf und die Belastungsfähigkeit der Kinder beiderlei Geschlechts, Erkennen von Haltungs- und motorischen Schwächen.
- Sammlung von altersspezifischen Übungs- und Spielgut.
3. Grundelemente des motorischen Lehr- und Lernprozesses des Kindes:
- Kenntnis der Lehr- und Lernstufen mit Erarbeitung von praktischen Beispielen aus verschiedenen Sportarten.
4. Methodische Reihen und ihre Anwendungsmöglichkeiten:
- Kenntnis und Struktur von methodischen Reihen.
- Sammlung und Anwendung von methodischen Übungs- und Spielreihen.
5. Mittel der Planung und Organisation von Übungseinheiten mit besonderer Berücksichtigung eines zweckmäßigen Ordnungsrahmens:
- Vorbereitung von Übungseinheiten und deren aufbauende Planung auf längere Sicht.
- Einführung in die verschiedenen Organisationsformen.
6. Sicherheitsmaßnahmen:
- Wissen um die Unfall- und Verletzungsgefahr.
- Kenntnis der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen:
Beherrschung von Sicherungs- und Hilfegriffen, Geräteüberprüfung, Verwendung von Matten, Ordnungsrahmen ua.
- Kenntnis der Baderegeln, Pistenregeln, Wanderregeln, Sicherheitsbestimmungen beim Wandern und Skilaufen.
- Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen unter erschwerten Rahmenbedingungen.
- Verhaltensweisen bei Unfällen.
Für Erzieher an Horten auch:
7. Bedeutung von Wettkampf und Wettspielen:
- Kenntnis der wichtigsten Spiel- und Wettkampfregeln, Kampfrichter- und Spielleitertätigkeit.
- Kenntnis der wichtigsten Organisationsformen: zB Planung und Durchführung eines Sportfestes, Anwendung der verschiedenen Austragungsarten von Wettspielen usw.
Didaktische Grundsätze:
Bei der Vermittlung der Lerninhalte kommt der Zusammenarbeit mit den Didaktik- und Praxislehrerinnen und -lehrern sowie auch gegebenenfalls mit den Übungskindergärtnerinnen und -kindergärtnern besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus ist jede Möglichkeit des fächerübergreifenden Unterrichtes auszunützen, zB Vorbereitung und Analyse von Bewegungseinheiten in der Kindergarten- und Hortpraxis.
Im Verlauf der Ausbildung ist die praxisorientierte Wissensvermittlung zu intensivieren und über verschiedene unterrichtliche Verfahren herzustellen: zB transparente Unterrichtsweise (begründete Unterrichtsverfahren), häufige Verwendung didaktisch-methodischen Begleitmaterials (Film, Bild, schriftliche Unterlagen ua.), Kleingruppenarbeit, Arbeitsaufträge, Umgang mit der vorhandenen Fachliteratur (Schulbibliothek).
Wenn möglich sollen im Rahmen der schulorganisatorischen Gegebenheiten (Schulveranstaltungen, schulbezogene Veranstaltungen) leibeserziehliche Schwerpunkte im Zusammenhang mit den für die Ausbildung spezifischen Lerninhalten gesetzt werden (zB Kinderschilauf, Schwimmen, kreative Bewegungsspiele zur psychomotorischen Förderung, vorbeugendes Haltungsturnen).
Das Erreichen eines für die beruflichen Erfordernisse ausreichenden Schwimmenkönnens (Erarbeiten der für den Helferschein geltenden Leistungen) ist von wesentlicher Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler sind von Anfang an zur Mitgestaltung der Übungsstunden (Üben, Trainieren, Versuchen, Experimentieren, Diskutieren) anzuregen.
Ebenso können Arbeitsaufträge als selbständige schriftliche Vorbereitung zur Durchführung von Bewegungsangeboten, Übungseinheiten ua. gegeben werden.
2. Pflichtgegenstände der zusätzlichen Ausbildung zum Erzieher an Horten
PÄDAGOGIK FÜR ERZIEHER AN HORTEN
4. Klasse (1 Wochenstunde):
DIDAKTIK DER HORTERZIEHUNG
3. Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Hortpraxis):
4. Klasse (1 Wochenstunde):
5. Klasse (2 Wochenstunden):
HORTPRAXIS
3. Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Didaktik der Horterziehung):
4. Klasse (2 Wochenstunden):
5. Klasse (2 Wochenstunden):
DEUTSCH
5. Klasse (1 Wochenstunde):
LEBENDE FREMDSPRACHE
(Englisch)
5. Klasse (1 Wochenstunde):
MATHEMATIK
5. Klasse (1 Wochenstunde):
B. VERBINDLICHE ÜBUNGEN
ERGÄNZENDE BERUFSKUNDLICHE UNTERRICHTSVERANSTALTUNGEN
- in einem hauswirtschaftlich-gesundheitlichen Schwerpunkt grundlegende Erfahrungen mit hauswirtschaftlichen Arbeiten, vor allem im Hinblick auf die Erfordernisse im künftigen Beruf, erlangen. Sie sollen die Fähigkeit erwerben, einfache Mahlzeiten nach gesundheitlichen und wirtschaftlichen Grundsätzen herzustellen. Sie sollen befähigt werden, Speisen und Getränke, die für die Zubereitung mit Kindern geeignet sind, auszuwählen sowie pflegerische Handlungen und Sofortmaßnahmen in Erster Hilfe, insbesondere bei Kindern, zu setzen;
- befähigt werden, als Multiplikatoren Aufgaben der Verkehrserziehung wahrnehmen zu können;
- Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bewältigung der einfachen Arbeiten im Rechnungswesen sowie Kenntnis der Rechtsgrundlagen des Rechnungswesens und der Folgen von Mängeln erwerben;
Vertrautheit mit der einfachen Buchhaltung, insbesondere Budgetplanung, Kontoführung, Rechnungsführung, Material- und Inventarverwaltung, erlangen und Einblick in Personalverrechnung gewinnen;
- Sensibilität für Gruppenprozesse erwerben;
- Einblick in aktuelle einschlägige Arbeits- und Forschungsprojekte gewinnen.
Lehrstoff:
1. Klasse (3 Wochenstunden):
Hauswirtschaftlich-gesundheitlicher Bereich:
Ausarbeitung von Speiseplänen auf das Basis elementarer Grundbegriffe der Ernährungslehre, Vorbereitung und Herstellung einfacher Mahlzeiten. Anregungen für das Aufwerten von Speisen, die aus Großküchen geliefert werden.
Aufbau und Pflege von Tischkultur.
Hauswirtschaftliche Arbeiten.
Haushalts- und Wirtschaftsführung nach ökonomischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten
Sofortmaßnahmen zur Ersten Hilfe (insbesondere Behandlung von Wunden, Stillen von Blutungen, Anlegen von Verbänden bei Kindern). Richtige Maßnahmen bei plötzlichen Erkrankungen und Unfällen verschiedenster Art. Pflegerische Handhabungen bei Kleinkindern.
3. Klasse (1 Wochenstunde):
Kindergartenpraxis:
Vorbesprechung und Analyse von Übungseinheiten der Kindergartenpraxis auf der Grundlage fachdidaktischer Erkenntnisse und nach aktuellen methodischen Gesichtspunkten.
4. Klasse (1 Wochenstunde):
Figurenspiel:
Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten des Puppenspiels, Erproben
unterschiedlicher Formen, Figuren und Techniken.
Verkehrserziehung:
Einführung in die Ziele und Aufgaben der Verkehrserziehung im Kindergarten (zB Wecken positiver Einstellung zum Straßenverkehr; Aufbau von verkehrsgerechtem Verhalten; Anbahnung eigenverantwortlichen Handelns und partnerschaftlichen, defensiven Verhaltens im Hinblick auf die künftige Verkehrsteilnahme); Sicherung der für die Verkehrserziehung im Kindergarten notwendigen fachlichen Voraussetzungen (zB Beachtung des jeweiligen Entwicklungsstadiums der Kinder; Kennen der sozialpsychologischen Grundlagen; Kenntnis von Übungs- und Trainingsmöglichkeiten; Bewußtmachen des Zusammenwirkens von Straßenbeschaffenheiten, Verkehrs- und Witterungseinflüssen, Fahrzeugart und Verkehrsregeln); Planung der Verkehrserziehung im Kindergarten und allenfalls im Hort (zB Anwenden didaktischer Modelle; Einsatz geeigneter Methoden; Zusammenarbeit mit Eltern und Exekutive).
Aktuelle Arbeits- und Forschungsgebiete, abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse des Kindergartens und der Kleinkinderziehung.
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Buchhaltung:
Begriff, Gliederung und Teilgebiete des Rechnungswesens; Interessenten am Rechnungswesen; gesetzliche Bestimmungen, Systeme der Buchführung, Abrechnungssysteme in Kindergärten, insbesondere in Übungskindergärten; Belege, Belegbearbeitung, Ausstellung von Rechnungen, Buchführungspflicht - Aufzeichnungspflicht; Kassabuch und Bankbuch (Brutto-Verbuchung); die Umsatzsteuer, Kassabuch-Nettoverbuchung; allenfalls Verwendung von Buchhaltungs-Software.
Kommunikationstechniken und Gruppendynamik:
Übungen zur Gesprächsführung und Kooperation, insbesondere mit
Erwachsenen: Unterschiedliche Ziele und Formen des Einzel- und Gruppengesprächs (informierendes Gespräch, nondirektives Beratungsgespräch), Technik der Gesprächs- und Diskussionsleitung.
Verhaltenstraining: Konditionierung, Gegenkonditionierung; Erstellung und Durchführung von Verstärkerprogrammen.
Methoden der Reflexion von Gruppenprozessen: Wahrnehmen von Gruppenrollen und Gruppenprozessen, verschiedene Techniken der Darstellung von Gruppenprofilen, Möglichkeiten der Lenkung von Gruppenprozessen.
Begriff, Anliegen und Vorgangsweisen der Supervision.
Methoden der kompensatorischen und emanzipatorischen Erziehung:
Kindorientierte Individualisierung von Erziehungs- und Bildungsprogrammen; kompensatorische Maßnahmen zur Streßbewältigung;
Einübung in Vorgangsweisen der Konfliktlösung und Entscheidungsfindung.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht der verbindlichen Übungen ist von Fachkräften, allenfalls außerschulischen Experten der betreffenden Sachgebiete, zu halten. Der Unterrichtsertrag ist durch entsprechende Maßnahmen zu sichern.
Die methodische Gestaltung des Unterrichts in der 1. Klasse soll vorrangig die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleisten, um den Aufbau von Fähigkeiten und Fertigkeiten im hauswirtschaftlichen und kinderpflegerischen Bereich zu sichern.
Weiters soll durch das Prinzip der Selbsterfahrung das Verantwortungsbewußtsein der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Dadurch soll der Transfer für die praktische Arbeit im Kindergarten, allenfalls im Hort, sichergestellt werden. - Die Blockung der Unterrichtsstunden ist aus didaktischen Gründen zum Teil erforderlich. Für den Bereich der Verkehrserziehung in der vierten Klasse sind acht bis zehn Stunden vorzusehen. Im Hinblick auf ein gezieltes Funktionstraining ist auf den Erfahrungen in der Rhythmisch-musikalischen Erziehung aufzubauen bzw. enge Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Freigegenstand anzubahnen.
C. FREIGEGENSTÄNDE
STENOTYPIE
1. oder 2. oder 3. Klasse (2 Wochenstunden):
Kurzschrift:
1. Auf graphische und systematische Korrektheit im Schreiben und
auf sicheres Lesen nicht nur der eigenen, sondern auch fremder Niederschriften ist zu achten. Das Beherrschen der Kürzel ist besonders einzuüben. Durch entsprechende Fühlungnahme mit den Lehrerinnen und Lehrern anderer Unterrichtsgegenstände ist die vielfältige Anwendung der Kurzschrift zu sichern.
Das Ausmaß der Kürzungslehre sowie die Schreibfertigkeit sind dem Aufnahmevermögen der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Die Systemrichtigkeit und die Genauigkeit der Übertragung haben den Vorzug gegenüber der Schreibgeschwindigkeit.
Die Ansage- und Abschreibübungen sind der Umwelt der Schülerinnen und Schüler und den Stoffgebieten anderer Unterrichtsgegenstände zu entnehmen, sodaß die kurzschriftliche Praxis für die einzelnen möglichst umfassend wird.
2. Im Maschinschreibunterricht ist das Hauptaugenmerk auf die Brauchbarkeit aller angefertigten Schriftstücke zu lenken. Darüberhinaus sollen die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen in der zukünftigen Berufspraxis vorkommenden, geläufigen Aufgaben vertraut gemacht werden.
Die maschinschriftlichen Reinschriften sind auf losen Blättern durchzuführen und in Mappen zu ordnen.
INSTRUMENTENBAU
- Bau einfacher Musikinstrumente
- Erwerb instrumentaltechnischer Fertigkeiten
- kreativer und improvisatorischer Einsatz der Instrumente
- Erwerb der Fähigkeit, einfache Musikinstrumente mit Kindern im Kindergarten und Hort - entsprechend der jeweiligen Entwicklungsstufe - herzustellen
- praxisbezogene Verwendung der Instrumente.
Durch das eigenständige Herstellen des Instrumentariums soll der Schülerin/dem Schüler ein besonderer Zugang zu den Instrumenten und zum Musizieren eröffnet werden.
Die Verbindung von herkömmlichem und selbstgefertigtem Instrumentarium soll der Schülerin/dem Schüler erweiterte Klang- und Gestaltungsmöglichkeiten für die Berufspraxis eröffnen.
Lehrstoff:
1. oder 2. oder 3. Klasse (2 Wochenstunden):
Bau einfacher Musikinstrumente (Schlaghölzer, Rassel-, Klapper- und Schelleninstrumente, Trommeln verschiedener Art, allenfalls einfache Flöten, Stabspiel und andere) in entsprechender handwerklicher und klanglicher Qualität.
Richtige Handhabung und Pflege der Instrumente.
Praktische Anwendung durch Experimentieren und Improvisieren mit Geräuschen und Klängen und vorgegebenen musikalischen Strukturen.
Didaktische Grundsätze:
Beim Bau der Instrumente ist auf handwerkliche und klangliche Qualität sowie auf materialgerechte Verarbeitung größter Wert zu legen. Besondere Bedeutung kommt ständiger Gehörschulung zu. Beim Experimentieren und Improvisieren soll rhythmisches Empfinden geweckt und gefördert werden. Unter Einbezug der Fest- und Feiergestaltung ist gemeinsames Musizieren mit selbstgebauten Instrumenten zu fördern.
Im Interesse eines praxisorientierten Unterrichts und im Hinblick auf die Anforderungen aus der Kindergarten- und Hortpraxis ist ein koordiniertes Vorgehen insbesondere mit den Unterrichtsgegenständen Musikerziehung, Instrumentalmusik, Didaktik, Kindergarten- und Hortpraxis, Spielmusik und Chorgesang erforderlich. Besprechungen zur gemeinsamen Unterrichtsplanung sind wünschenswert.
Alle genannten didaktischen Grundsätze sollen es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Instrumente sowohl berufsspezifisch als auch zur persönlichen Bereicherung einzusetzen.
FRÜHERZIEHUNGSPRAXIS
4. und 5. Klasse (je 2 Wochenstunden):
RHYTHMISCH-MUSIKALISCHE ERZIEHUNG
INSTRUMENTALMUSIK
5. Klasse (1 Wochenstunde):
Technische Übungen im Hinblick auf die Solo- und Ensembleliteratur. Sololiteratur aus verschiedenen Epochen und Stilbereichen.
5. Klasse (1 Wochenstunde):
Technische Übungen im Hinblick auf die Solo- und Ensembleliteratur. Stilgerechte Verzierungen.
Sololiteratur aus verschiedenen Epochen und Stilbereichen.
5. Klasse (1 Wochenstunde):
Technische Übungen im Hinblick auf die Solo- und Ensembleliteratur. Stilgerechte Verzierungen.
Sololiteratur aus verschiedenen Epochen und Stilbereichen.
SLOWENISCH
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
KROATISCH
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
UNGARISCH
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachpflege:
FRANZÖSISCH
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachgebiete:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachgebiete:
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachgebiete:
ITALIENISCH
1. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
2. Klasse (2 Wochenstunden):
Sprachgebiete:
3. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
4. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
3. Klasse mit gesteigerten Anforderungen.
Fachdidaktik:
Erweiterung der Sammlung; Auswahl an geeigneten Bilderbüchern.
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Sachgebiete:
D. UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
CHORGESANG
- richtige Atmung und Körpergefühl
- klangvolles Singen und Sprechen
- reine Intonation
- ökonomischer Gebrauch der Stimme und Aufbau einer stimmlichen Kondition im Hinblick auf die berufliche Belastbarkeit
- grundlegende Fähigkeiten der Chorleitung.
Lehrstoff:
1. bis 5. Klasse (je 1 Wochenstunde):
Lockerungsübungen
Stimmbildungsübungen zu Zwerchfellatmung und Atemreflex, zu weichem
Einsatz und Registerausgleich
Artikulationsübungen
Geistliche und weltliche Chorliteratur aus allen Epochen und Stilrichtungen, auch unter Einbeziehung von Instrumenten.
Didaktische Grundsätze:
Bei der Auswahl der Chorliteratur ist aus Gründen der Motivation auf Stilvielfalt zu achten und der Interessenbereich der Schülerinnen und Schüler miteinzubeziehen.
Textverständnis ist als Grundlage für die musikalische Erarbeitung zu sehen.
Chorsätze sind nach den jeweiligen schulischen Gegebenheiten auszuwählen und einzurichten.
Besonders interessierten und begabten Schülerinnen und Schülern sind solistische Aufgaben zu ermöglichen.
Vielfältige Auftritte des Chores, zB bei Gottesdiensten, Festen, Feieren und Wettbewerben sind einzuplanen.
Alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern anderer Unterrichtsgegenstände sind zu nützen.
SPIELMUSIK
2. bis 5. Klasse (je 1 Wochenstunde):
PRAXISANLEITUNG
1. und 2. Klasse (je 2 Wochenstunden):
INTERKULTURELLE ERZIEHUNG
4. und/oder 5. Klasse (1 Wochenstunde durch 2 oder 2 in einem Schuljahre):
Mögliche Zielperspektiven für die Arbeit in Kindergarten und Hort:
- Bewußtwerdung von Vorurteilen, Stereotypen und Klischees
- Sensibilisierung für gefühlsmäßiges Angemutetsein von „fremd” und „vertraut”
- Bewußtmachung von Konfliktpotentialen, die interkulturellen Begegnungen inhärent sind.
- Integration dieser Bewußtseinsinhalte in die eigene Identität, um den Umgang mit Integrationsproblemen (Sprachbarrieren, Ausgrenzungen und dgl.) in der Kindergruppe möglichst adäquat zu gestalten.
Erfahrungsbereich Strukturierung und Organisation (Rahmenbedingungen, Raum, Zeit)
- spezielle räumliche Vorkehrungen
- spezielle materielle Ausstattung
- spezielle Rahmenbedingungen hinsichtlich Personal, Anzahl der Kinder pro Gruppe und Altersstruktur der Gruppe
- spezielle Planung (lang-, mittel- und kurzfristige Zielsetzungen) im Hinblick auf die Möglichkeiten der Integration von interkulturellem Lernen und interkulturellen Bildungsinhalten in die Kindergartenarbeit.
Erfahrungsbereich Erziehungs- und Bildungsarbeit
- Verschiedenheit der Vorerfahrungen von Kindern, daher unterschiedliche Ausgangssituationen bei der Eingewöhnung
- Umgang mit Muttersprache und Zweitsprache
- das Spiel als Medium interkulturellen Lernens (Gleichheiten bzw. Unterschiede der Spielformen, der Spielregeln)
- Möglichkeiten der Mitarbeit von mit der jeweiligen Muttersprache und Kultur vertrauten Personen im Kindergarten bzw. im Hort
- Möglichkeit, das Gruppenprofil (Gruppierungen innerhalb der Kindergruppe) zu beobachten, zu beeinflussen bzw. zu lenken
- Vermittlung von Alltagskultur in Erwachsenen/Kind und Kind/Kind Begegnung („small talk”, Kleidung, Essen, Einkaufen, Sitten und Gebräuche und dgl.)
- Spezielle Probleme der Zusammarbeit (Anm.: richtig: Zusammenarbeit) mit der Familie bzw. der Schule Didaktische Grundsätze:
Das bevorzugte didaktische Vorgehen der unverbindlichen Übung Interkulturelle Erziehung ist die Selbsterfahrung, möglichst im Rahmen von kulturell heterogenen Gruppen. Vermittlungsebene ist die Alltagskultur, und zwar sowohl die landesübliche als auch die fremder Länder. Es geht dabei um die Werte, Sitten und Traditionen, die in bestimmten Gesetzen, religiösen Vorschriften, Normen sowie in Gewohnheiten, Regeln und Bräuchen ihren Ausdruck finden. Sie sind Orientierungshilfen für das individuelle Verhalten des Menschen sowie für das Zusammenleben des Menschen im Rahmen (s)einer bestimmten Kulturzugehörigkeit.
Es geht dabei um das erzieherische Bemühen, neben der als natürlich empfundenen, selbstverständlichen (im eigentlichen Sinn des Wortes!) Alltagskultur auch andere kennenzulernen und als gleichwertig anzuerkennen. Solche Kenntnis kann den Erfahrungshorizont im Sinne von Multikulturalität erweitern helfen und so den friedlichen Umgang der Menschen untereinander fördern. Interkulturelle Orientierung in der Bildungsarbeit soll verhindern helfen, daß Kinder anderer kultureller Provenienz um jeden Preis - auch den des Verlustes der eigenen Identität - in unsere Kultur integriert werden, aber auch, daß die eigene, österreichische Kultur verwässert, verallgemeinert, angeglichen wird, weil das gleichermaßen den Verlust der eigenen Identität zur Folge hätte. Die Verteidigung der Unterschiede wie auch der Gleichheiten der jeweiligen Identität gegenüber autoritärer und/oder totalitärer Versuchung ist ein wesentliches Ziel dieser Arbeit.
Aus derartigen Versuchungen entwickeln sich Spannungen und Konflikte, deren Opfer zumeist die Angehörigen der „fremden” Kultur sind. Diese Thesen sollten als Grundlage des Unterrichtes dienen.
Interkulturelle Orientierung der Bildungsarbeit kann nicht in der bedingungslosen Integration von Kindern anderer Kulturräume in unser Wertsystem münden. Die Verteidigung der Unterschiede und Identitäten gegenüber jeglicher totalitärer und autoritärer Versuchung ist ein wesentliches Ziel dieser pädagogischen Arbeit. Demnach soll Interkulturelle Erziehung im Kindergarten und im Hort auch keine schleichende Landnahme durch fremde Kulturen, sondern eine Bereicherung unseres kulturellen Lebens sein.
Der Unterricht ist von Fachkräften zu gestalten, die eine Koordination mit der Didaktik und Kindergarten- bzw. Hortpraxis durchführen können. Der Unterrichtsertrag ist durch fundierte Vor und Nachbesprechungen sowie Führung einfacher Protokolle zu sichern. In der praktischen Arbeit sollen die Schülerinnen und Schüler persönliche Möglichkeiten entfalten können.
Die Blockung der Unterrichtsstunden aus didaktischen Gründen ist möglich.
DARSTELLENDES SPIEL
- eine Sensibilisierung im Hinblick auf Selbsterfahrung, Partnererfahrung und Raumwahrnehmung;
- die Erziehung zur kritischen Wahrnehmung von Kommunikationssignalen;
- die Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Handhabung und Darbietung szenischen Materials;
- die Bedachtnahme auf die beruflichen Erfordernisse im Hinblick auf die Auswahl der Spielformen und Stoffe.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- soziale Interkationsfähigkeit auf der Basis darstellender Spiele erwerben;
- eigene Kreativität bei verbalen und nonverbalen Kommunikationsformen innerhalb der Gruppe kennenlernen und entfalten;
- szenisches Spiel in seiner gesellschaftlichen und erzieherischen Funktion durchschauen;
- kreativen Einsatz der sprachlichen, mimischen und körperlichen Ausdrucksfähigkeit bei szenischen Aktivitäten aller Art erproben;
- dramaturgische Problemlösungen in allen Bereichen des szenischen Spieles planen und durchführen.
Lehrstoff:
1. bis 4. Klasse (je 2 Wochenstunden):
Von einfachen zu schwierigen Aufgaben fortschreitend, Übungen im Rezitieren und Darstellen (verbal und nonverbal) ausgewählter, der Altersstufe angemessener Werke; Spielformen wie Stegreifspiel, Situationsspiel, Entscheidungsspiel, Planspiel (Debatte, Verhandlung), selbsterarbeitetes Spiel, Pantomime, Maskenspiel, Menschenschattenspiel, Figurenschattenspiel, Puppenspiel. Anleitung zur weitgehend selbständigen Ausführung aller damit verbundenen künstlerischen und technischen Arbeiten. Vertrautwerden mit dem Theaterbetrieb. Anlegen einer Spielkartei oder einer Spielsammlung.
Didaktische Grundsätze:
Die bei den darstellenden Spielen gebotenen Möglichkeiten zur Persönlichkeitsbildung, Gemeinschaftserziehung und Teamarbeit sind auszunutzen. Die Umsetzung auf die spätere berufliche Arbeit in Kindergarten und Hort sowie die Anwendung bei der Fest- und Feiergestaltung ist speziell zu berücksichtigen.
Zusammenarbeit mit den Unterrichtsgegenständen Pädagogik, Deutsch, Didaktik, Kindergarten- und Hortpraxis, Rhythmisch-musikalische Erziehung, Leibeserziehung, Musikerziehung, Instrumentenbau, Spielmusik, Bildnerische Erziehung und Werkerziehung.
SPRECHERZIEHUNG
2. Klasse (2 Wochenstunden):
LITERATURPFLEGE
4. und 5. Klasse (je 1 Wochenstunde):
BIOLOGISCHE ÜBUNGEN
1. oder 2. oder 3. Klasse (2 Wochenstunden):
- zur sachgerechten Verwendung von Arbeitsgeräten,
- zur Einrichtung und Betreuung einer permanenten Ausstellung von verschiedenen Naturobjekten,
- zum selbständigen Anlegen von Sammlungen,
- zur eigenständigen Betreuung von Zimmerpflanzen und Kulturen,
- zur Einrichtung und Pflege von Aquarien, Terrarien, Kleinbiotopen,
- zum exemplarischen Beobachten von Tieren (unter Einhaltung und Berücksichtigung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen),
- zum eingehenden Studium von Naturobjekten mit Hinweisen auf methodenwissenschaftliche Forschung.
Didaktische Grundsätze:
Diese Vertiefung sollte in Einzel- und in Gruppenarbeit erfolgen. Die Schülerinnen und Schüler sollten durch die eigene Betätigung zusammenhängendes Naturgeschehen besser erfassen und eine auf Verständnis beruhende verantwortungsvolle Einstellung zur Natur gewinnen, um sie Kindern (und Jugendlichen) vermitteln zu können. Durch die eigene Betätigung sollen die Schülerinnen und Schüler wertvolle Impulse für die Berufsarbeit gewinnen.
Auf Genauigkeit bei der Durchführung der Beobachtungen und Versuche ist stets Wert zu legen. Das Führen von Protokollen ist zweckmäßig. Die gültigen Sicherheitsbestimmungen sind zu beachten.
INFORMATIK
1. und 2. Klasse (2 Wochenstunden):
MEDIENKUNDE
4. und 5. Klasse (je 2 Wochenstunden):
LEIBESERZIEHUNG
1. bis 5. Klasse (je 2 Wochenstunden):
E. FÖRDERUNTERRICHT