Rechtstracker.at
Entscheidung 10 Ob 49/07i×

Entscheidung 10 Ob 49/07i

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

10Ob49/07i

Entscheidungsdatum

11.05.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schinko als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Fellinger, Dr. Hoch, Hon. Prof. Dr. Neumayr und Dr. Schramm als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei W. K***** N***** Vertriebs- und Beteiligungs GesmbH, ***** vertreten durch Dr. Gernot Helm, Rechtsanwalt in Feldkirchen, gegen die beklagte Partei W***** & P***** Zementwerke GmbH, ***** vertreten durch Dr. Karlheinz de Cillia und Mag. Michael Kalmann, Rechtsanwälte in Klagenfurt, wegen EUR 24.018,02 sA, infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgericht vom 15. Februar 2007, GZ 6 R 219/06g-72, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die außerordentliche Revision der klagenden Partei wird gemäß Paragraph 508 a, Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Wurde - wie hier - ein angeblicher Mangel des Verfahrens erster Instanz (hier: Abweisung des Antrages der klagenden Partei auf Beiziehung des von ihr beauftragten Privatsachverständigen zur mündlichen Gutachtenserörterung mit dem gerichtlich bestellten Sachverständigen sowie auf Einvernahme des Privatsachverständigen als Zeuge) in der Berufung zwar geltend gemacht, vom Berufungsgericht aber verneint, dann kann der Mangel nach ständiger Rechtsprechung nicht mehr in der Revision gerügt werden (Klauser/Kodek, ZPO16 Paragraph 503, E 36; Kodek in Rechberger, ZPO3 Paragraph 503, Rz 9 jeweils mwN uva). Dieser Grundsatz wäre nur dann unanwendbar, wenn das Berufungsgericht infolge unrichtiger Anwendung verfahrensrechtlicher Vorschriften eine Erledigung der Mängelrüge unterlassen oder sie mit einer durch die Aktenlage nicht gedeckten Begründung verworfen hätte (Klauser/Kodek aaO Paragraph 503, E 40; Kodek aaO Paragraph 503, Rz 9 jeweils mwN), was aber hier beides nicht der Fall ist (Paragraph 510, Absatz 3, dritter Satz ZPO).

Anmerkung

E84243 10Ob49.07i

Schlagworte

Kennung XPUBL Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in EFSlg 118.209 = EFSlg 118.212 XPUBLEND

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0100OB00049.07I.0511.000

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2009

Dokumentnummer

JJT_20070511_OGH0002_0100OB00049_07I0000_000