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Entscheidung 10 Os 24/87×

Entscheidung 10 Os 24/87

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

10Os24/87

Entscheidungsdatum

17.02.1987

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 17.Februar 1987 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Bernardini als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Friedrich, Dr. Reisenleitner, Dr. Kuch und Dr. Massauer als weitere Richter in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr. Sulzbacher als Schriftführer in der Strafsache gegen Marianne T*** und andere wegen des Verbrechens des schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz eins, Ziffer eins und Absatz 3, bzw. Paragraph 12, StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Richard G*** sowie die Berufungen der Angeklagten Marianne T*** und Angelika R*** gegen das Urteil des Landesgerichtes Innsbruck als Schöffengericht vom 8. Oktober 1986, GZ 29 römisch fünf r 357/86-55, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Richard G*** sowie die Berufung der Angeklagten Marianne T*** werden zurückgewiesen. Zur Entscheidung über die Berufungen der Angeklagten Richard G*** und Angelika R*** werden die Akten dem Oberlandesgericht Innsbruck zugeleitet.

Gemäß Paragraph 390, a StPO fallen den Angeklagten Richard G*** und Marianne T*** auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens vor dem Obersten Gerichtshof zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden Marianne T***, Richard G*** und Angelika R*** des Verbrechens des schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz eins, Ziffer eins und Absatz 3, StGB schuldig erkannt.

Darnach haben sie in der ersten Jahreshälfte 1985 in Innsbruck und anderen Orten Tirols durch Manipulationen mit gefälschten Bankbelegen und Schecks in mehreren Angriffen, an denen sie durchwegs alle drei - allerdings in unterschiedlicher Weise - beteiligt waren (Paragraph 12, erster bis dritter Fall StGB), das Ö*** C***-I*** AG um einen Betrag von insgesamt

2,649.165 S geschädigt.

Rechtliche Beurteilung

Nur der Angeklagte G*** bekämpft diesen Schuldspruch mit einer nominell auf die Gründe der Ziffer 5 und 9 Litera b, (gemeint wohl: Ziffer 10,) des Paragraph 281, Absatz eins, StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerde, die jedoch nicht dem Gesetz gemäß ausgeführt ist; denn die als mangelhaft begründet gerügte Feststellung der nachträglichen Aufteilung der Beute auf die Tatbeteiligten (US 18) ist - wie der Beschwerdeführer selbst einräumt - nur für die Strafbemessung von Bedeutung und die einen qualifzierenden (Paragraph 147, Absatz 3, StGB) Vorsatz bestreitende Rechtsrüge geht nicht von den (gegenteiligen) Urteilsannahmen (US 19, 20) aus.

Die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten G*** war daher schon bei einer nichtöffentlichen Beratung gemäß Paragraphen 285, d Absatz eins, Ziffer eins, 285, a Ziffer 2, StPO sofort zurückzuweisen.

Gleichzeitig war auch die ohne bestimmte Beschwerdepunkte angemeldete und sodann nicht ausgeführte vergleiche S 119/II) Berufung der Angeklagten T*** zurückzuweisen (Paragraph 294, Absatz 4, StPO; Mayerhofer-Rieder, StPO 2 , ENr. 10 a zu Paragraph 296, uva). Demnach sind die Akten zur Entscheidung über die Berufungen der Angeklagten G*** und R*** in sinngemäßer Anwendung des Paragraph 285, b Absatz 6, StPO dem (hiefür an sich zuständigen) Oberlandesgericht Innsbruck zuzuleiten.

Anmerkung

E10232

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:0100OS00024.87.0217.000

Dokumentnummer

JJT_19870217_OGH0002_0100OS00024_8700000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung