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Entscheidung 11 Os 142/09f×

Entscheidung 11 Os 142/09f

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

11Os142/09f

Entscheidungsdatum

24.11.2009

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 24. November 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Zehetner als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kirchbacher, Dr. Schwab, Mag. Lendl und Dr. Bachner-Foregger als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr. Kurz als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Jürgen S***** und andere wegen Paragraph 206, Absatz eins, StGB und anderer strafbarer Handlungen über den Antrag des Josef K***** auf Erneuerung des Strafverfahrens gemäß Paragraph 363 a, Absatz eins, StPO in Bezug auf den Beschluss des Landesgerichts Korneuburg vom 11. August 2009 (AZ 901 Bl 26/09k) nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Text

Gründe:

Mit Beschluss des Landesgerichts Korneuburg als Drei-Richter-Senat vom 11. August 2009, AZ 901 Bl 26/09k, wurde der Antrag des Anzeigers Josef K***** auf Fortführung des von der Staatsanwaltschaft Korneuburg am 26. März 2009 eingestellten Ermittlungsverfahrens gegen Jürgen S***** wegen Paragraph 206, Absatz eins, StGB, Andrea K*****, Dr. Rudolph P***** und einen unbekannten Täter (Verantwortlicher der Kinderschutzgruppe des Krankenhauses M*****) wegen Paragraphen 302, Absatz eins, 12, StGB, gegen Dr. Gabriele F***** wegen Paragraphen 288, Absatz eins, 299, Absatz eins, StGB und gegen Dr. R***** D***** und Dr. N***** Sa***** wegen Paragraph 299, Absatz eins, StGB abgewiesen.

Josef K***** begehrt mit einem von ihm persönlich beim Obersten Gerichtshof eingebrachten Antrag die Verfahrenserneuerung nach Paragraph 363 a, StPO, weil er in den Grundrechten des Artikel 3 und Artikel 6, MRK beeinträchtigt worden sei.

Rechtliche Beurteilung

Er ist nicht antragslegitimiert, weil aus Paragraph 363 b, Absatz 2, Ziffer eins, StPO folgt, dass nicht von einem Verteidiger unterschriebene Anträge bereits bei nichtöffentlicher Beratung zurückgewiesen werden können vergleiche 13 Os 162/07h). Verteidiger schreiten nach der Legaldefinition des Paragraph 48, Absatz eins, Ziffer 4, StPO jeweils für Beschuldigte sowie für Angeklagte und Betroffene im Verfahren nach Paragraph 21, Absatz eins, StGB (Paragraph 48, Absatz 2, StPO), nicht aber für Anzeiger oder Opfer einer Straftat ein. Der Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens war somit - in Übereinstimmung mit der Stellungnahme der Generalprokuratur - bereits bei nichtöffentlicher Beratung zurückzuweisen (Paragraph 363 b, Absatz 2, Ziffer 2, StPO).

Anmerkung

E92611 11Os142.09f

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0110OS00142.09F.1124.000

Zuletzt aktualisiert am

21.01.2010

Dokumentnummer

JJT_20091124_OGH0002_0110OS00142_09F0000_000