Gründe:
Mit dem angefochtenen Urteil wurden Dr. Wolfgang K*****, Mag. Günter St*****, Mag. Gerhard S***** und Dipl. Oec. Milan L***** gemäß § 259 Z 3 StPO vom wider sie erhobenen Vorwurf freigesprochen, es hättenMit dem angefochtenen Urteil wurden Dr. Wolfgang K*****, Mag. Günter St*****, Mag. Gerhard S***** und Dipl. Oec. Milan L***** gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO vom wider sie erhobenen Vorwurf freigesprochen, es hätten
(I) in K***** jeweils die ihnen durch Gesetz bzw Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen bzw einen anderen, nämlich die H***** ***** B***** Int***** AG zu verpflichten, wissentlich missbraucht bzw zu missbrauchen versucht und dadurch diesem Bankinstitut einen Vermögensnachteil zugefügt bzw zuzufügen getrachtet, und zwar(römisch eins) in K***** jeweils die ihnen durch Gesetz bzw Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen bzw einen anderen, nämlich die H***** ***** B***** Int***** AG zu verpflichten, wissentlich missbraucht bzw zu missbrauchen versucht und dadurch diesem Bankinstitut einen Vermögensnachteil zugefügt bzw zuzufügen getrachtet, und zwar
(1) Dr. Wolfgang K***** und Mag. Günter St*****, indem sie als Vorstände der H***** B***** Int***** AG im Credit Committee dieser Bank am 14. April 2003 pflichtwidrig der lediglich über mangelnde Bonität verfügenden und insolvenzgefährdeten kroatischen Kapitalgesellschaft A***** d.o.o. ohne hinreichend werthaltige Sicherheiten und unter Abstandnahme von der Befassung des für die Kreditbewilligung nach bankinternen Richtlinien zuständigen Kreditausschusses einen Kredit von 4.810.000 Euro bewilligten (eingetretener Schaden jeweils 771.880 Euro, Versuchsschaden 413.200 Euro);
(2) Mag. Gerhard S*****, indem er als Leiter des Bereichs Markt der H***** B***** Int***** AG im April 2003 pflichtwidrig den unter Punkt I 1 beschriebenen unvertretbaren Kredit durch den Kreditsachbearbeiter Mag. Miroslav P***** positiv aufbereiten und dem Credit Committee der Bank befürwortend vorlegen ließ (eingetretener Schaden jeweils 771.880 Euro, Versuchsschaden 413.200 Euro);
(II) Dipl. Oec. Milan L***** in Kroatien Anfang April 2003 Dr. Wolfgang K***** und Mag. Günter St***** durch Aufforderung zur Ausführung der unter Punkt I 1 beschriebenen strafbaren Handlung bestimmt, wobei er den vorsätzlichen Fehlgebrauch der Befugnis durch die genannten Bankvorstände für gewiss gehalten und mit dem Vorsatz gehandelt habe, der H***** B***** Int***** AG einen 50.000 Euro übersteigenden Vermögensnachteil zuzufügen.(römisch zwei) Dipl. Oec. Milan L***** in Kroatien Anfang April 2003 Dr. Wolfgang K***** und Mag. Günter St***** durch Aufforderung zur Ausführung der unter Punkt I 1 beschriebenen strafbaren Handlung bestimmt, wobei er den vorsätzlichen Fehlgebrauch der Befugnis durch die genannten Bankvorstände für gewiss gehalten und mit dem Vorsatz gehandelt habe, der H***** B***** Int***** AG einen 50.000 Euro übersteigenden Vermögensnachteil zuzufügen.
Den Urteilsannahmen zufolge genehmigten die angeklagten Mitglieder des Vorstands der H***** B***** Int***** AG (im Folgenden: HBInt), Dr. K***** und Mag. St*****, den der kroatischen Kapitalgesellschaft A***** d.o.o. gewährten Kredit – in innerer Überzeugung von dessen wirtschaftlicher Vertretbarkeit und nach Durchführung einer Bonitätsprüfung – auf Basis des Kreditantrags in Zusammenschau mit im Credit Committee (CC) referierten weiteren Informationen (US 15). Zum Zeitpunkt der Kreditschuldentstehung bestanden ausreichende – nämlich sogar das Kreditobligo übersteigende – Sicherheiten (US 11 ff, US 16 f, US 24), worüber Dr. K*****, Mag. St***** und Mag. S***** zum Zeitpunkt der Kreditvergabe informiert waren (US 15). Für die Sanierung der in einer „kritischen wirtschaftlichen“ Situation stehenden Kreditnehmerin bestand zudem eine reelle Erfolgschance, wovon auch die Angeklagten ausgingen (US 15 f).
Der Schöffensenat lehnte weiters ausdrücklich die Feststellung ab, dass sich der den Kredit genehmigende Vorstand über bankinterne Regeln, nämlich über die Anforderungen einer am Unternehmenswohl orientierten Risikobeurteilung durch ein weiteres Gremium, sehenden Auges hinweggesetzt hätte (US 17).
In subjektiver Hinsicht verneinte das Erstgericht bei Dr. K*****, Mag. St***** und Mag. S***** sowohl Wissentlichkeit (irgend-)eines Befugnisfehlgebrauchs als auch jeglichen Schädigungsvorsatz (US 7). Es konstatierte vielmehr das Vorliegen innerer Überzeugung von der wirtschaftlichen Vertretbarkeit bei der Genehmigung des Kredits (US 15) und sprach allen Angeklagten „doloses“ Handeln ab (US 17; vgl auch US 20 zu Mag. S*****).In subjektiver Hinsicht verneinte das Erstgericht bei Dr. K*****, Mag. St***** und Mag. S***** sowohl Wissentlichkeit (irgend-)eines Befugnisfehlgebrauchs als auch jeglichen Schädigungsvorsatz (US 7). Es konstatierte vielmehr das Vorliegen innerer Überzeugung von der wirtschaftlichen Vertretbarkeit bei der Genehmigung des Kredits (US 15) und sprach allen Angeklagten „doloses“ Handeln ab (US 17; vergleiche auch US 20 zu Mag. S*****).
Zu Dipl. Oec. L***** – dem Bestimmungs- und Beitragshandlungen angelastet wurden – stellte das Erstgericht fest, dieser sei stets vom wirtschaftlichen Erfolg der A***** d.o.o. und davon überzeugt gewesen, dass der gegenständliche Kredit bedient und der Bank keinesfalls ein Schaden entstehen werde (US 21). Eine Konstatierung, wonach er gegenüber irgendeinem Mitarbeiter oder Organ der HBInt auf eine Kreditgewährung oder Zuzählung von Kreditmitteln gedrängt, den Kredit auch nur verlangt oder angenommen hätte, lehnten die Tatrichter ausdrücklich ab (US 23).