Rechtstracker.at
Entscheidung 11 Os 98/88×

Entscheidung 11 Os 98/88

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

11Os98/88

Entscheidungsdatum

09.08.1988

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 9.August 1988 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Piska als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Kießwetter, Dr. Walenta, Dr. Reisenleitner und Dr. Felzmann als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr. Doblinger als Schriftführer, in der Strafsache gegen Mario G*** wegen des Vergehens der schweren Sachbeschädigung nach den Paragraphen 125, 126, Absatz eins, Ziffer 7, StGB über die Beschwerde des Angeklagten gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien vom 20.August 1988, GZ 22 Bs 198/88-3 (AZ 1 b E römisch fünf r 13.557/87 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien), nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Beschluß wies das Oberlandesgericht Wien die vom Angeklagten Mario G*** gegen das Urteil des Einzelrichters des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 25. Jänner 1988, GZ 1 b E römisch fünf r 13.557/87-13, erhobene Berufung wegen Nichtigkeit, Schuld und Strafe als unzulässig zurück.

Rechtliche Beurteilung

Die gegen diesen Beschluß des Oberlandesgerichtes von Mario G*** erhobene, als Rekurs bzw Oberrekurs bezeichnete Beschwerde ist einer sachlichen Behandlung nicht zugänglich. Gegen Beschlüsse der Gerichtshöfe zweiter Instanz ist nämlich nur in den gesetzlich ausdrücklich normierten Fällen eine Beschwerde an den Obersten Gerichtshof zulässig vergleiche Paragraphen 63, Absatz 2, StPO, 6 StEG, 41 Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 39, Absatz eins, GebAnspG 1975). Die Anfechtung einer in Strafsachen von einem Gerichtshof zweiter Instanz als Rechtsmittelgericht gefällten Entscheidung ist dem österreichischen Strafprozeßrecht - abgesehen von der Möglichkeit zur Erhebung einer Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes durch die Generalprokuratur gemäß dem Paragraph 33, Absatz 2, StPO - überhaupt fremd vergleiche 11 Os 48/87, 11 Os 154/83, 11 Os 53/86, 10 Os 17/86, 12 Os 61/85, 13 Os 145/81 und die ENr 1 bis 4 bei Mayerhofer-Rieder2 zu Paragraph 16, StPO).

Mithin war spruchgemäß zu erkennen.

Anmerkung

E14780

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:0110OS00098.88.0809.000

Dokumentnummer

JJT_19880809_OGH0002_0110OS00098_8800000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung