Entscheidung 12 Ns 34/12i
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
03.05.2012
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 3. Mai 2012 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll als Vorsitzenden sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. Solé und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Bachner-Foregger in der Strafsache gegen Dr. Reimar G***** wegen des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 StGB und weiterer strafbarer Handlungen, AZ 173 Bl 2/12t des Landesgerichts für Strafsachen Wien, über den Antrag des Herbert B***** auf Delegierung nach Anhörung der Generalprokuratur gemäß § 60 Abs 1 Satz 2 OGH-Geo. 2005 denDer Oberste Gerichtshof hat am 3. Mai 2012 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll als Vorsitzenden sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. Solé und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Bachner-Foregger in der Strafsache gegen Dr. Reimar G***** wegen des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach Paragraph 302, Absatz eins, StGB und weiterer strafbarer Handlungen, AZ 173 Bl 2/12t des Landesgerichts für Strafsachen Wien, über den Antrag des Herbert B***** auf Delegierung nach Anhörung der Generalprokuratur gemäß Paragraph 60, Absatz eins, Satz 2 OGH-Geo. 2005 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Antrag wird nicht Folge gegeben.
Die Akten werden dem Oberlandesgericht Wien zurückgestellt.
Gründe:
Rechtliche Beurteilung
Nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Dr. Reimar G***** gemäß § 190 Z 1 StPO beantragte Herbert B***** die Fortführung des Strafverfahrens und gleichzeitig die Delegierung des Verfahrens in den Sprengel des Oberlandesgerichts Innsbruck.Nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Dr. Reimar G***** gemäß Paragraph 190, Ziffer eins, StPO beantragte Herbert B***** die Fortführung des Strafverfahrens und gleichzeitig die Delegierung des Verfahrens in den Sprengel des Oberlandesgerichts Innsbruck.
Letzterem Antrag war schon deshalb nicht Folge zu geben, weil eine gerichtliche Kompetenz zur Delegierung erst im Haupt- und Rechtsmittelverfahren gegeben ist (Fabrizy, StPO11 § 39 Rz 1). Im Übrigen fehlt es dem Fortführungswerber an der erforderlichen Antragslegitimation, die gemäß § 39 Abs 2 StPO nur der Staatsanwaltschaft und dem Beschuldigten zukommt.Letzterem Antrag war schon deshalb nicht Folge zu geben, weil eine gerichtliche Kompetenz zur Delegierung erst im Haupt- und Rechtsmittelverfahren gegeben ist (Fabrizy, StPO11 Paragraph 39, Rz 1). Im Übrigen fehlt es dem Fortführungswerber an der erforderlichen Antragslegitimation, die gemäß Paragraph 39, Absatz 2, StPO nur der Staatsanwaltschaft und dem Beschuldigten zukommt.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2012:0120NS00034.12I.0503.000
Zuletzt aktualisiert am
06.06.2012
Dokumentnummer
JJT_20120503_OGH0002_0120NS00034_12I0000_000