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Entscheidung 12 Ns 46/10a×

Entscheidung 12 Ns 46/10a

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

12Ns46/10a

Entscheidungsdatum

01.07.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 1. Juli 2010 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Schwab als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll und Dr. T. Solé als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Mechtler als Schriftführer, in der Strafsache gegen Walter W***** wegen des Verbrechens des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach Paragraph 206, Absatz eins, StGB und weiterer strafbarer Handlungen, AZ 631 Hv 19/02v des Landesgerichts Korneuburg, über die Anzeige der Ausgeschlossenheit der Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. K***** und Dr. L***** den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. K***** und Dr. L***** sind von der Entscheidung über den Antrag des Verurteilten auf Erneuerung dieses Strafverfahrens gemäß Paragraph 363 a, StPO ausgeschlossen.

An ihre Stelle treten Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. S***** und Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. B*****.

Gründe:

Rechtliche Beurteilung

Der Oberste Gerichtshof hat über einen Antrag des Verurteilten auf Erneuerung des Strafverfahrens AZ 631 Hv 19/02v des Landesgerichts Korneuburg betreffend die Entscheidung des Oberlandesgerichts Wien vom 28. April 2010, AZ 18 Bs 89/10k, gemäß Paragraph 363 a, StPO zu befinden.

Nach der Geschäftsverteilung des Obersten Gerichtshofs hat der Senat 13 über diesen Erneuerungsantrag zu entscheiden. Die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. K***** und Dr. L***** sind Mitglieder dieses Senats.

Hofrat des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. K***** hat bereits an der in diesem Verfahren gefassten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 12. Juni 2003, AZ 15 Os 49/03, mitgewirkt.

Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. L***** schritt in diesem Verfahren des Obersten Gerichtshofs, als Generalanwalt ein und übte daher im gegenständlichen Strafverfahren eine staatsanwaltschaftliche Funktion aus.

Nach Paragraph 43, Absatz 4, StPO ist ein Richter von der Entscheidung über einen Antrag auf Wiederaufnahme oder einen Antrag auf Erneuerung des Strafverfahrens (Paragraph 363 a, StPO) und von der Mitwirkung und Entscheidung im erneuerten Verfahren ausgeschlossen, wenn er im Verfahren bereits als Richter tätig gewesen ist.

Nach Paragraph 43, Absatz eins, Ziffer eins, StPO ist vom gesamten Verfahren gleichfalls als Richter ausgeschlossen, wer am Verfahren zuvor schon als Staatsanwalt mitwirkte.

Hofrat des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. K***** ist somit als in diesem Verfahren bereits tätig gewordener Richter und Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. L***** aufgrund seiner in diesem Verfahren ausgeübten staatsanwaltschaftlichen Funktion von der Entscheidung über den Antrag des Verurteilten auf Erneuerung in diesem Verfahren ausgeschlossen.

An ihre Stelle treten aufgrund der laufenden Vertretungsregelung der Geschäftsverteilung des Obersten Gerichtshofs Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. S***** und Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. B***** (Paragraph 45, Absatz 2, StPO).

Textnummer

E94525

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:0120NS00046.10A.0701.000

Im RIS seit

20.08.2010

Zuletzt aktualisiert am

20.08.2010

Dokumentnummer

JJT_20100701_OGH0002_0120NS00046_10A0000_000