Entscheidung 12 Ns 6/19g
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
18.02.2019
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 18. Februar 2019 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. Solé als Vorsitzenden sowie den Hofrat Dr. Oshidari und die Hofrätin Dr. Brenner in der Strafsache des Amir M***** wegen des Vergehens der fortgesetzten Gewaltausübung nach § 107b Abs 1 und 2 StGB, AZ 17 Hv 80/18f des Landesgerichts Feldkirch, über die Anregung des genannten Gerichts auf Delegierung nach Anhörung der Generalprokuratur gemäß § 60 Abs 1 Satz 2 OGH-Geo. 2005 denDer Oberste Gerichtshof hat am 18. Februar 2019 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. T. Solé als Vorsitzenden sowie den Hofrat Dr. Oshidari und die Hofrätin Dr. Brenner in der Strafsache des Amir M***** wegen des Vergehens der fortgesetzten Gewaltausübung nach Paragraph 107 b, Absatz eins und 2 StGB, AZ 17 Hv 80/18f des Landesgerichts Feldkirch, über die Anregung des genannten Gerichts auf Delegierung nach Anhörung der Generalprokuratur gemäß Paragraph 60, Absatz eins, Satz 2 OGH-Geo. 2005 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Antrag wird nicht Folge gegeben.
Die Akten werden dem Oberlandesgericht Innsbruck zurückgestellt.
Gründe:
Rechtliche Beurteilung
Mit Blick auf das Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen (vgl Nordmeyer, WK-StPO § 28 Rz 2; Oshidari, WK-StPO § 39 Rz 3) kann angesichts der Verantwortung des Angeklagten die Notwendigkeit der Vernehmung der Zeugin Arzu T***** (der als einziger der in Betracht kommenden Zeugen kein Aussagebefreiungsrecht zukommt) mit Ladungsadresse in Lustenau nicht ausgeschlossen werden (§ 258 Abs 2 StPO). Hinsichtlich der angedachten Vernehmung dieser Zeugin per Videokonferenz fehlt es am Einverständnis bzw am übereinstimmenden Antrag der Verfahrensparteien iSd § 247a Abs 1 zweiter Satz StPO (statt vieler 11 Os 87/17h).Mit Blick auf das Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen vergleiche Nordmeyer, WK-StPO Paragraph 28, Rz 2; Oshidari, WK-StPO Paragraph 39, Rz 3) kann angesichts der Verantwortung des Angeklagten die Notwendigkeit der Vernehmung der Zeugin Arzu T***** (der als einziger der in Betracht kommenden Zeugen kein Aussagebefreiungsrecht zukommt) mit Ladungsadresse in Lustenau nicht ausgeschlossen werden (Paragraph 258, Absatz 2, StPO). Hinsichtlich der angedachten Vernehmung dieser Zeugin per Videokonferenz fehlt es am Einverständnis bzw am übereinstimmenden Antrag der Verfahrensparteien iSd Paragraph 247 a, Absatz eins, zweiter Satz StPO (statt vieler 11 Os 87/17h).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2019:0120NS00006.19G.0218.000
Zuletzt aktualisiert am
14.03.2019
Dokumentnummer
JJT_20190218_OGH0002_0120NS00006_19G0000_000