Gründe:
Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 23. Juli 1996, GZ 1 b E Vr 6990/96-16, wurden Kurt Pe***** und Eva Maria Pi***** anklagekonform des Vergehens des schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 2 StGB schuldig erkannt und zu bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafen verurteilt.Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 23. Juli 1996, GZ 1 b E römisch fünf r 6990/96-16, wurden Kurt Pe***** und Eva Maria Pi***** anklagekonform des Vergehens des schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz 2, StGB schuldig erkannt und zu bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafen verurteilt.
Darnach haben sie im September 1994 in Wien "in Gesellschaft mit dem abgesondert verfolgten Franz G***** als Beteiligte (§ 12 StGB)" mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, Angestellte der V***** Allgemeine Versicherungs AG durch die Vorgabe, die in der am 12. September 1994 eingelangten Schadensmeldung angeführten Schäden am KKW VW 3 des Kurt Pe*****, polizeiliches Kennzeichen ZT PENZ 1, und am BMW 325i der Eva Maria Pi*****, polizeiliches Kennzeichen S 256 ZM, stammten von einem am 7. September 1994 in Wien 22, Rautenweg, fahrlässig verschuldeten, tatsächlich jedoch von Franz G***** und Kurt Pe***** gemeinsam geplanten und absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfall, zur Auszahlung von Versicherungsleistungen, und zwar von 57.392 S (aus dem Titel der Kaskoversicherung) an Kurt Pe***** und von 110.676 S (aus dem Titel der Haftpflichtversicherung) an Eva Maria Pi*****, somit zu Handlungen verleitet, die diese Versicherung um insgesamt 168.068 S an ihrem Vermögen schädigten.Darnach haben sie im September 1994 in Wien "in Gesellschaft mit dem abgesondert verfolgten Franz G***** als Beteiligte (Paragraph 12, StGB)" mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, Angestellte der V***** Allgemeine Versicherungs AG durch die Vorgabe, die in der am 12. September 1994 eingelangten Schadensmeldung angeführten Schäden am KKW VW 3 des Kurt Pe*****, polizeiliches Kennzeichen ZT PENZ 1, und am BMW 325i der Eva Maria Pi*****, polizeiliches Kennzeichen S 256 ZM, stammten von einem am 7. September 1994 in Wien 22, Rautenweg, fahrlässig verschuldeten, tatsächlich jedoch von Franz G***** und Kurt Pe***** gemeinsam geplanten und absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfall, zur Auszahlung von Versicherungsleistungen, und zwar von 57.392 S (aus dem Titel der Kaskoversicherung) an Kurt Pe***** und von 110.676 S (aus dem Titel der Haftpflichtversicherung) an Eva Maria Pi*****, somit zu Handlungen verleitet, die diese Versicherung um insgesamt 168.068 S an ihrem Vermögen schädigten.
Nach den wesentlichen Urteilsfeststellungen planten Franz G***** und Kurt Pe***** einen Versicherungsbetrug, als der Erstgenannte am 7. September 1994 mit dem bei der V***** Allgemeine Versicherungs AG haftpflicht- und vollkaskoversicherten PKW seines Komplizen gegen den Wagen seiner Lebensgefährtin Eva Maria P***** fuhr und dadurch beide Fahrzeuge schwer beschädigte. Kurt P***** verfaßte sodann tatplangemäß am folgenden Tag eine Schadensmeldung, in welcher er wahrheitswidrig angab, als Lenker des versicherten Fahrzeuges fahrlässig den vor diesem abgestellten PKW Marke BMW durch einen Auffahrunfall beschädigt zu haben. Er übergab diese - nachdem auch die Daten der "Unfallsgegnerin" Eva Maria Pi***** eingetragen worden waren - an Franz G***** zur Weiterleitung an die Versicherung. Dort langte sie am 12. September 1994 ein. Darüber hinaus füllten die beiden gemeinsam mit Eva Maria Pi***** einen Unfallbericht (ON 4, S 135) aus, in welchem diese als Versicherungsnehmerin gegenüber dem Haftpflichtversicherer wahrheitswidrig behauptete, am 7. September 1994 die Lenkerin des unfallbeteiligten Kraftfahrzeuges gewesen zu sein. Franz G***** übernahm auch die Weiterleitung dieses Berichts, überdies die gesamte weitere Schadensabwicklung und den Verkauf des Autowracks, für das er in der Folge an Kurt Pe***** 96.000 S bezahlte.
Die V***** Allgemeine Versicherungs AG erbrachte sodann am 6. Oktober 1994 aus dem Titel der Vollkaskoversicherung an Kurt Pe***** eine Versicherungsleistung von 57.392 S und am 10. Oktober 1994 aus dem Titel der Haftpflichtversicherung an Eva Maria P***** eine solche von
110.676 S.
Sowohl Kurt Pe***** als auch Eva Maria P***** handelten bei Abfassung der Unfallberichte und Überlassung derselben an den gesondert verfolgten Franz G***** zwecks Einreichung an die Versicherung in der Absicht, die Versicherungsangestellten über den wahren Sachverhalt in Irrtum zu führen und das Versicherungsunternehmen im Ausmaß der angestrebten Ersatzleistungen von jedenfalls mehr als 25.000 S am Vermögen zu schädigen.
Mit Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 13. Mai 1997, AZ 20 Bs 105/97 (= GZ 1 b E Vr 6990/96-24) wurde Eva Maria Pi***** in Stattgebung ihrer Berufung wegen Nichtigkeit und Schuld auf Grund mangelnder Kausalität der dieser Angeklagten angelasteten Tathandlung gemäß § 259 Z 3 StPO freigesprochen.Mit Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 13. Mai 1997, AZ 20 Bs 105/97 (= GZ 1 b E römisch fünf r 6990/96-24) wurde Eva Maria Pi***** in Stattgebung ihrer Berufung wegen Nichtigkeit und Schuld auf Grund mangelnder Kausalität der dieser Angeklagten angelasteten Tathandlung gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO freigesprochen.
Entscheidungsgrundlage dafür war der im Ersturteil festgestellte Sachverhalt und die vom Berufungsgericht nach Beweiswiederholung getroffene ergänzende Konstatierung, daß der von Eva Maria P***** unterfertigte Unfallbericht beim Versicherungsunternehmen erst am 12. Jänner 1995 eingelangt und daher ohne Einfluß auf die Schadensliquidierung war.