Gründe:
Mit dem angefochtenen Urteil wurden die Angeklagten Johann R***** und Ing. Karl H***** der Finanzvergehen der gewerbsmäßigen Abgabenhehlerei nach §§ 37 Abs 1 lit a, 38 Abs 1 lit a FinStrG und der Monopolhehlerei nach § 46 Abs 1 lit a FinStrG schuldig erkannt. Demnach haben sie in Wien und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien jeweils gewerbsmäßig vorsätzlich eingangsabgabepflichtige Waren, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, bezüglich welcher in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft bzw weiterzuverkaufen versucht, nämlich (I) Johann R***** im Jahre 1995 insgesamt 19.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag 36.480 S); (II) Ing. Karl H***** ab 1992 bis 1995 sukzessive insgesamt 20.000 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag 38.000 S).Mit dem angefochtenen Urteil wurden die Angeklagten Johann R***** und Ing. Karl H***** der Finanzvergehen der gewerbsmäßigen Abgabenhehlerei nach Paragraphen 37, Absatz eins, Litera a,, 38 Absatz eins, Litera a, FinStrG und der Monopolhehlerei nach Paragraph 46, Absatz eins, Litera a, FinStrG schuldig erkannt. Demnach haben sie in Wien und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien jeweils gewerbsmäßig vorsätzlich eingangsabgabepflichtige Waren, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, bezüglich welcher in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft bzw weiterzuverkaufen versucht, nämlich (römisch eins) Johann R***** im Jahre 1995 insgesamt 19.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag 36.480 S); (römisch zwei) Ing. Karl H***** ab 1992 bis 1995 sukzessive insgesamt 20.000 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag 38.000 S).
Das Urteil enthält weiters eine Reihe von - teils auf § 259 Z 3 StPO, teils auf § 214 FinStrG gestützten - Teilfreisprüchen. So wurden die Angeklagten Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H*****, Karin P*****, Michael R***** und Dusko St***** von der wider sie erhobenen Anklage, sie hätten in Kleinneusiedl und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien vorsätzlich (A) durch die Herstellung und Weiterleitung inhaltlich unrichtiger Urkunden, welche den Austritt der Waren aus dem Zollinland bescheinigten, während die bei der Austria Tabak AG gekauften Waren tatsächlich im Inland verhandelt wurden, dazu beigetragen, daß unter Verletzung einer abgabenrechtlichen Anzeige- und Wahrheitspflicht eine Verkürzung der durch die Erzeugerin selbst zu berechnenden Tabaksteuer bewirkt wurde, nämlich (I) durch Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H***** und Karin P***** in der Zeit vom 27. Mai 1992 bis 14. Jänner 1993 "gemeinsam" in sieben Teilakten um insgesamt 28,185.850 S hinsichtlich einer Gesamtstückanzahl von 35,490.000 Zigaretten verschiedener Marken; (II) durch Michael R***** am 27. Mai 1992 und am 31. August 1992 in zwei der zu unter A/I/ bezeichneten Fällen "gemeinsam mit den dort genannten Personen" um 9,431.125 S hinsichtlich einer Gesamtstückanzahl von 12,000.000 Zigaretten verschiedener Marken; (B) jeweils gewerbsmäßig zu ihrem Vorteil eingangsabgabepflichtige Monopolgegenstände, nämlich Zigaretten verschiedener Marken dem Zollverfahren entzogen und einem monopolrechtlichen Einfuhrverbot zuwider eingeführt, indem sie den Transport ins Inland unter Verletzung einer zollrechtlichen Stellungs- und Erklärungspflicht bewirkten, nämlich (I) Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H***** und Karin P***** als Mitglieder einer Bande, die sich zum Schmuggel verbunden haben, in der Zeit vom 6. November 1992 bis zum 27. Oktober 1993 "gemeinsam" in neun, insgesamt 39,090.000 Stück Zigaretten betreffenden Teilakten; (II) Michael R***** am 5. April 1993 in einem der oben zu B/I/ bezeichneten Teilakte "gemeinsam" mit den dort angeführten Personen hinsichtlich 2,000.000 Stück Zigaretten; (C) jeweils gewerbsmäßig eingangsabgabepflichtige Waren, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, somit auch Monopolgegenstände, bezüglich deren in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft, nämlich (I) Dusko St***** von August 1995 bis 12. Dezember 1995 wiederholt insgesamt 78.600 Stück, indem er sie von bisher unbekannten Tätern erwarb und weiterveräußerte; (II) Johann R***** von 1995 bis 12. Dezember 1995 wiederholt insgesamt 59.400 Stück aus den oben zu C/I/ bezogenen Beständen, indem er sie von Dusko St***** erwarb und zum Teil an unbekannt gebliebene Käufer veräußerte; (III) Dusko St***** im Jänner 1995 1.117 Gramm Rohedelsteine, indem er sie von unbekannt gebliebenen Tätern zum Zweck der Weiterveräußerung erwarb, durchwegs gemäß § 259 Z 3 StPO freigesprochen.Das Urteil enthält weiters eine Reihe von - teils auf Paragraph 259, Ziffer 3, StPO, teils auf Paragraph 214, FinStrG gestützten - Teilfreisprüchen. So wurden die Angeklagten Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H*****, Karin P*****, Michael R***** und Dusko St***** von der wider sie erhobenen Anklage, sie hätten in Kleinneusiedl und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien vorsätzlich (A) durch die Herstellung und Weiterleitung inhaltlich unrichtiger Urkunden, welche den Austritt der Waren aus dem Zollinland bescheinigten, während die bei der Austria Tabak AG gekauften Waren tatsächlich im Inland verhandelt wurden, dazu beigetragen, daß unter Verletzung einer abgabenrechtlichen Anzeige- und Wahrheitspflicht eine Verkürzung der durch die Erzeugerin selbst zu berechnenden Tabaksteuer bewirkt wurde, nämlich (römisch eins) durch Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H***** und Karin P***** in der Zeit vom 27. Mai 1992 bis 14. Jänner 1993 "gemeinsam" in sieben Teilakten um insgesamt 28,185.850 S hinsichtlich einer Gesamtstückanzahl von 35,490.000 Zigaretten verschiedener Marken; (römisch zwei) durch Michael R***** am 27. Mai 1992 und am 31. August 1992 in zwei der zu unter A/I/ bezeichneten Fällen "gemeinsam mit den dort genannten Personen" um 9,431.125 S hinsichtlich einer Gesamtstückanzahl von 12,000.000 Zigaretten verschiedener Marken; (B) jeweils gewerbsmäßig zu ihrem Vorteil eingangsabgabepflichtige Monopolgegenstände, nämlich Zigaretten verschiedener Marken dem Zollverfahren entzogen und einem monopolrechtlichen Einfuhrverbot zuwider eingeführt, indem sie den Transport ins Inland unter Verletzung einer zollrechtlichen Stellungs- und Erklärungspflicht bewirkten, nämlich (römisch eins) Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H***** und Karin P***** als Mitglieder einer Bande, die sich zum Schmuggel verbunden haben, in der Zeit vom 6. November 1992 bis zum 27. Oktober 1993 "gemeinsam" in neun, insgesamt 39,090.000 Stück Zigaretten betreffenden Teilakten; (römisch zwei) Michael R***** am 5. April 1993 in einem der oben zu B/I/ bezeichneten Teilakte "gemeinsam" mit den dort angeführten Personen hinsichtlich 2,000.000 Stück Zigaretten; (C) jeweils gewerbsmäßig eingangsabgabepflichtige Waren, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, somit auch Monopolgegenstände, bezüglich deren in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft, nämlich (römisch eins) Dusko St***** von August 1995 bis 12. Dezember 1995 wiederholt insgesamt 78.600 Stück, indem er sie von bisher unbekannten Tätern erwarb und weiterveräußerte; (römisch zwei) Johann R***** von 1995 bis 12. Dezember 1995 wiederholt insgesamt 59.400 Stück aus den oben zu C/I/ bezogenen Beständen, indem er sie von Dusko St***** erwarb und zum Teil an unbekannt gebliebene Käufer veräußerte; (römisch drei) Dusko St***** im Jänner 1995 1.117 Gramm Rohedelsteine, indem er sie von unbekannt gebliebenen Tätern zum Zweck der Weiterveräußerung erwarb, durchwegs gemäß Paragraph 259, Ziffer 3, StPO freigesprochen.
Birgit R***** und Dusko St***** wurden überdies gemäß § 214 FinStrG von der weiteren Anklage freigesprochen, sie hätten in Kleineusiedl und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien vorsätzlich jeweils gewerbsmäßig eingangsabgabepflichtige Waren, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, somit auch Monopolgegenstände, bezüglich welcher in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft, nämlich (I) Birgit R***** ab 1992 bis 1995 insgesamt 1.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag: 2.280 S); (II) Dusko St***** 1.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag: 2.280 S).Birgit R***** und Dusko St***** wurden überdies gemäß Paragraph 214, FinStrG von der weiteren Anklage freigesprochen, sie hätten in Kleineusiedl und an anderen Orten im Bereich des Zollamtes Wien vorsätzlich jeweils gewerbsmäßig eingangsabgabepflichtige Waren, hinsichtlich deren ein Schmuggel begangen worden ist, nämlich Zigaretten verschiedener Marken, somit auch Monopolgegenstände, bezüglich welcher in Monopolrechte eingegriffen worden ist, an sich gebracht und gewinnbringend weiterverkauft, nämlich (römisch eins) Birgit R***** ab 1992 bis 1995 insgesamt 1.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag: 2.280 S); (römisch zwei) Dusko St***** 1.200 Stück Zigaretten (strafbestimmender Wertbetrag: 2.280 S).
Gegen dieses Urteil richten sich sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch vom Hauptzollamt Wien als Finanzstrafbehörde erster Instanz erhobene Nichtigkeitsbeschwerden. Die Staatsanwaltschaft bekämpft einerseits zugunsten des Angeklagten Ing. Karl H***** den ihn betreffenden Schuldspruch II/ aus § 281 Abs 1 Z 8 StPO, andererseits aber zum Nachteil der Angeklagten Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H*****, Karin P***** und Michael R***** deren auf § 259 Z 3 StPO gestützte Freisprüche mit Ausnahme des Johann R***** betreffenden Teilfreispruchs zu C/II/ aus § 281 Abs 1 Z 5 StPO. Den letztbezeichneten Nichtigkeitsgrund macht auch die Finanzstrafbehörde erster Instanz gegen sämtliche erstgerichtlichen Teilfreisprüche geltend.Gegen dieses Urteil richten sich sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch vom Hauptzollamt Wien als Finanzstrafbehörde erster Instanz erhobene Nichtigkeitsbeschwerden. Die Staatsanwaltschaft bekämpft einerseits zugunsten des Angeklagten Ing. Karl H***** den ihn betreffenden Schuldspruch II/ aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 8, StPO, andererseits aber zum Nachteil der Angeklagten Johann R*****, Birgit R*****, Ing. Karl H*****, Karin P***** und Michael R***** deren auf Paragraph 259, Ziffer 3, StPO gestützte Freisprüche mit Ausnahme des Johann R***** betreffenden Teilfreispruchs zu C/II/ aus Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5, StPO. Den letztbezeichneten Nichtigkeitsgrund macht auch die Finanzstrafbehörde erster Instanz gegen sämtliche erstgerichtlichen Teilfreisprüche geltend.