Entscheidung 12 Os 25/00
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
13.04.2000
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 13. April 2000 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Rzeszut als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schindler, Dr. E. Adamovic, Dr. Holzweber und Dr. Philipp als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Graf als Schriftführer, in der Strafsache gegen Bekim A***** und einen weiteren Angeklagten wegen des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen Diebstahls nach §§ 127, 130 erster Fall und 15 StGB, AZ 1b EVr 3198/99 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, über die vom Generalprokurator erhobene Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 9. Dezember 1999, AZ 20 Bs 497/99 (= ON 34), nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr. Fabrizy, des Angeklagten Haxhi K***** und seiner Verteidigerin Dr. Beatrice Strnad, jedoch in Abwesenheit des Angeklagten Bekim A***** zu Recht erkannt:Der Oberste Gerichtshof hat am 13. April 2000 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Rzeszut als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schindler, Dr. E. Adamovic, Dr. Holzweber und Dr. Philipp als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Graf als Schriftführer, in der Strafsache gegen Bekim A***** und einen weiteren Angeklagten wegen des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen Diebstahls nach Paragraphen 127, 130, erster Fall und 15 StGB, AZ 1b EVr 3198/99 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, über die vom Generalprokurator erhobene Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 9. Dezember 1999, AZ 20 Bs 497/99 (= ON 34), nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Generalanwalt Dr. Fabrizy, des Angeklagten Haxhi K***** und seiner Verteidigerin Dr. Beatrice Strnad, jedoch in Abwesenheit des Angeklagten Bekim A***** zu Recht erkannt:
Spruch
Im Verfahren AZ 1b E Vr 3198/99 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien wurde durch die Mitwirkung des Richters Dr. Wolfgang N***** beim Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 9. Dezember 1999, AZ 20 Bs 497/99 (ON 34), das Gesetz im § 68 Abs 1 Z 2 StPO verletzt.Im Verfahren AZ 1b E römisch fünf r 3198/99 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien wurde durch die Mitwirkung des Richters Dr. Wolfgang N***** beim Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vom 9. Dezember 1999, AZ 20 Bs 497/99 (ON 34), das Gesetz im Paragraph 68, Absatz eins, Ziffer 2, StPO verletzt.
Dieses Urteil wird aufgehoben und dem Oberlandesgericht Wien die neuerliche Entscheidung über die Berufung der Staatsanwaltschaft Wien aufgetragen.
Rechtliche Beurteilung
Im oben bezeichneten Verfahren entschied das Oberlandesgericht Wien am 9. Dezember 1999 unter anderem durch den Richter Dr. Wolfgang N***** über die von der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 6. Mai 1999, GZ 1b E Vr 3198/99-25, erhobene Berufung wegen Nichtigkeit, Schuld und Strafe (ON 34).Im oben bezeichneten Verfahren entschied das Oberlandesgericht Wien am 9. Dezember 1999 unter anderem durch den Richter Dr. Wolfgang N***** über die von der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 6. Mai 1999, GZ 1b E römisch fünf r 3198/99-25, erhobene Berufung wegen Nichtigkeit, Schuld und Strafe (ON 34).
Zutreffend macht die Generalprokuratur gemäß § 33 StPO geltend, dass Dr. Wolfgang N***** von der Wirksamkeit als (Rechtsmittel)-Richter ausgeschlossen war, weil er in diesem Verfahren seinerzeit durch die Stellung des Antrages auf Bestrafung der Angeklagten als Ankläger mitgewirkt hatte (§ 68 Abs 1 Z 2 StPO).Zutreffend macht die Generalprokuratur gemäß Paragraph 33, StPO geltend, dass Dr. Wolfgang N***** von der Wirksamkeit als (Rechtsmittel)-Richter ausgeschlossen war, weil er in diesem Verfahren seinerzeit durch die Stellung des Antrages auf Bestrafung der Angeklagten als Ankläger mitgewirkt hatte (Paragraph 68, Absatz eins, Ziffer 2, StPO).
Das somit gesetzwidrige Urteil des Oberlandesgerichtes Wien war demnach zu kassieren und dem Rechtsmittelgericht die neuerliche Entscheidung über die Berufung aufzutragen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:0120OS00025..0413.000
Dokumentnummer
JJT_20000413_OGH0002_0120OS00025_0000000_000