Gründe:
Mit dem durch einen Protokolls- und Urteilsvermerk beurkundeten Urteil des Einzelrichters des Kreisgerichtes Wr. Neustadt vom 3. Dezember 1986, GZ 12 a E Vr 1392/86-6, wurde der am 12. März 1967 geborene Martin P***** der Vergehen der Hehlerei nach § 164 Abs. 1 Z 2 und Abs. 2 StGB (I./) und nach § 36 Abs. 1 Z 1 und 4 WaffenG (II./1/ und 2/) schuldig erkannt.Mit dem durch einen Protokolls- und Urteilsvermerk beurkundeten Urteil des Einzelrichters des Kreisgerichtes Wr. Neustadt vom 3. Dezember 1986, GZ 12 a E römisch fünf r 1392/86-6, wurde der am 12. März 1967 geborene Martin P***** der Vergehen der Hehlerei nach Paragraph 164, Absatz eins, Ziffer 2 und Absatz 2, StGB (römisch eins./) und nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer eins und 4 WaffenG (römisch zwei./1/ und 2/) schuldig erkannt.
Darnach hat er
(zu I./) Anfang Juli 1986 in Spittal an der Drau ein Sturmgewehr, Modell 58, im Werte von ca. 12.000 S, das ein unbekannter Täter durch ein mit Strafe bedrohtes Vergehen gegen fremdes Vermögen erlangt hatte, gekauft und(zu römisch eins./) Anfang Juli 1986 in Spittal an der Drau ein Sturmgewehr, Modell 58, im Werte von ca. 12.000 S, das ein unbekannter Täter durch ein mit Strafe bedrohtes Vergehen gegen fremdes Vermögen erlangt hatte, gekauft und
(zu II./) unbefugt(zu römisch zwei./) unbefugt
1./ von 1982 bis 27.August 1986 in Gutenstein Faustfeuerwaffen, nämlich eine Pistole Walther PP und einen aufgebohrten Gasrevolver, besessen und geführt sowie
2./ von Anfang Juli 1986 bis 27.August 1986 in Spittal an der Drau, Gutenstein und anderen Orten Kriegsmaterial, nämlich ein Sturmgewehr, Modell 58, erworben, besessen und geführt.
Mit Strafverfügung des Bezirksgerichtes Spittal an der Drau vom 7. Juli 1987, GZ 5 U 254/87-5, wurde Martin P***** - ungeachtet der vorgenannten Verurteilung - der Vergehen der Hehlerei nach § 164 Abs. 1 Z 2 StGB und nach § 36 Abs. 1 lit. d (richtig: Abs. 1 Z 4) WaffenG schuldig erkannt, weil erMit Strafverfügung des Bezirksgerichtes Spittal an der Drau vom 7. Juli 1987, GZ 5 U 254/87-5, wurde Martin P***** - ungeachtet der vorgenannten Verurteilung - der Vergehen der Hehlerei nach Paragraph 164, Absatz eins, Ziffer 2, StGB und nach Paragraph 36, Absatz eins, Litera d, (richtig: Absatz eins, Ziffer 4,) WaffenG schuldig erkannt, weil er
1./ im Juli 1986 in Spittal an der Drau ein Sturmgewehr StG 58 mit der Nummer 29.489, das ein anderer durch eine mit Strafe bedrohte Handlung gegen fremdes Vermögen erlangt hatte, von Erwin M***** gekauft und
2./ in der Zeit von Juli 1986 bis 27.August 1986 Kriegsmaterial, nämlich das zu 1./ bezeichnete Sturmgewehr, unbefugt erworben und besessen hat.
Da beiden Verurteilungen der rechtswidrige Erwerb, Besitz und das Führen derselben Schußwaffe, sohin ein identes Tatgeschehen zugrunde liegt, verstößt die am 6.August 1987 in Rechtskraft erwachsene, auf einem bereits urteilsmäßig abgesprochenen Sachverhalt beruhende Strafverfügung des Bezirksgerichtes Spittal an der Drau zum Nachteil des Martin P***** gegen den aus den Vorschriften des XX. Hauptstücks der StPO hervorgehenden Grundsatz der materiellen Rechtskraft.Da beiden Verurteilungen der rechtswidrige Erwerb, Besitz und das Führen derselben Schußwaffe, sohin ein identes Tatgeschehen zugrunde liegt, verstößt die am 6.August 1987 in Rechtskraft erwachsene, auf einem bereits urteilsmäßig abgesprochenen Sachverhalt beruhende Strafverfügung des Bezirksgerichtes Spittal an der Drau zum Nachteil des Martin P***** gegen den aus den Vorschriften des römisch zwanzig. Hauptstücks der StPO hervorgehenden Grundsatz der materiellen Rechtskraft.
In Stattgebung der vom Generalprokurator gemäß § 33 Abs. 2 StPO erhobenen Beschwerde war mithin spruchgemäß zu erkennen.In Stattgebung der vom Generalprokurator gemäß Paragraph 33, Absatz 2, StPO erhobenen Beschwerde war mithin spruchgemäß zu erkennen.