Gründe:
Mit dem auf dem Wahrspruch der Geschwornen beruhenden Urteil, das auch andere Entscheidungen enthält, wurden Günter F*** und Erwin S*** zu 1.) des Verbrechens des schweren Raubes nach §§ 142 Abs. 1, 143 erster Deliktsfall StGB, 2.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** des Verbrechens des schweren Raubes nach §§ 142 Abs. 1, 143 erster Deliktsfall StGB, 3.) Günter F*** des Verbrechens des gewerbsmäßigen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs. 2, 148 zweiter Strafsatz StGB, sowie 4.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** des Vergehens nach § 36 Abs. 1Mit dem auf dem Wahrspruch der Geschwornen beruhenden Urteil, das auch andere Entscheidungen enthält, wurden Günter F*** und Erwin S*** zu 1.) des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, erster Deliktsfall StGB, 2.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** des Verbrechens des schweren Raubes nach Paragraphen 142, Absatz eins, 143, erster Deliktsfall StGB, 3.) Günter F*** des Verbrechens des gewerbsmäßigen schweren Betruges nach Paragraphen 146, 147, Absatz 2, 148, zweiter Strafsatz StGB, sowie 4.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** des Vergehens nach Paragraph 36, Absatz eins
lit a WaffenG schuldig erkannt.Litera a, WaffenG schuldig erkannt.
Darnach haben
1.) Günter F*** und Erwin S*** am 18.Februar 1985 in Kemeten in Gesellschaft als Beteiligte dadurch, daß Günter F*** mit einer Faustfeuerwaffe Kaliber 9 mm und mit einer schwarzen Mütze mit Sehschlitzen vermummt, den Kassenraum der R*** K*** betrat, die Pistole auf die Angestellten Anneliese G***, Hildegard R*** und Josef H*** richtete, erklärte, daß es sich um einen Überfall handelt und alles Geld herauszugeben sei, wobei er im Verlaufe des Raubes drei Warnschüsse mit der Pistole abgab und Erwin S*** dadurch, daß er Günter F*** die beim Raub verwendete Waffe zu diesem Zweck zur Verfügung stellte, ihn mit seinem PKW an den Tatort brachte und sich mit einem Anteil an er zu erwartenden Beute vor dem Raubüberfall einverstanden erklärt hat, den Angestellten der R*** K*** unter Verwendung einer Waffe fremde bewegliche Sachen, nämlich Bargeld in der Höhe von 153.529,89 S mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern,
2.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** am 7. Mai 1985 in St.Magdalena in Gesellschaft als Beteiligte dadurch, daß Günter F*** Wolfgang M*** zur Begehung eines Raubes überredete, ihm zu diesem Zwecke eine Faustfeuerwaffe ausfolgte, ihm erklärte, wo und wie er den Raub zu begehen habe und sich mit einem Anteil an der zu erwartenden Beute einverstanden erklärte, Erwin S*** dadurch, daß er Wolfgang M*** und Günter F*** mit seinem PKW in die Nähe des Tatortes brachte und Wolfgang M*** durch die Äußerung, der Bankangestellte in der R*** St.M*** sei sehr ängstlich, sodaß ihm ein Banküberfall leicht gelingen werde, wobei er sich mit einem Anteil an der zu erwartenden Beute einverstanden erklärte, ferner Wolfgang M*** dadurch, daß er mit einer Pistole
P 38, Kaliber 9 mm die R*** St.M*** betrat, nachdem er sich maskiert hatte, die Waffe auf den dort anwesenden Bankbeamten Gerhard G*** richtete und diesen unter Vorlage einer Plastiktasche aufforderte: "Voll füllen und nur die Scheine und schnell" dem Angestellten der R*** St.M*** unter Verwendung einer Waffe fremde bewegliche Sachen, nämlich Bargeld in der Höhe von 97.010 S mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern,
3.) Günter F*** in der Zeit vom 14.Dezember 1984 bis 17. Juni 1985 in Graz und Hartberg in wiederholten Angriffen mit dem Vorsatz, sich durch das Verhalten der Getäuschten unrechtmäßig zu bereichern und in der Absicht, sich durch die wiederkehrenden Begehungen von schweren Betrugshandlungen eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, nachgenannte Personen durch die Vorgabe eines zahlungsfähigen und zahlungswilligen Ratenkäufers, bzw zahlungsfähigen und zahlungswilligen Gastes, somit durch Täuschung über Tatsachen zur Ausfolgung nachgenannter Geräte gegen Ratenzahlung bzw Gewährung von Quartier, Speisen und Getränken gegen nachträgliche Bezahlung, mithin zu Handlungen verleitet, die die Genannten an ihrem Vermögen schädigten, wobei der Gesamtschade 100.000 S übersteigt, und zwar
a) am 17.Dezember 1984 und 12.Jänner 1985 Angestellte der Fa. G***, Graz, zur Ausfolgung eines Videosets im Wert von 19.900 S und einer Moviekamera im Wert von 30.480 S gegen spätere Bezahlung,
b) am 14.Dezember 1984 Angestellte der Fa. K*** in Hartberg zur Ausfolgung eines Videorecorders im Werte von 15.500 S gegen spätere Bezahlung,
c) am 3.Jänner 1985 Angestellte der Fa. B*** in Hartberg zur Ausfolgung eines Fernsehgerätes im Wert von 16.900 S gegen spätere Bezahlung,
d) in der Zeit vom 17.Juni bis 24.Juni 1985 in Hartberg Irene G*** zur Vermietung eines Zimmers gegen Bezahlung zu Ende des Aufenthaltes, wobei er jedoch ohne zu bezahlen das Lokal verließ, im Werte von 1.510 S,
4.) Wolfgang M***, Günter F*** und Erwin S*** im Jahre 1985 unbefugt mehrere Faustfeuerwaffen besessen und geführt. Dieses Urteil bekämpfen die Angeklagten Günter F*** und Erwin S*** mit getrennt ausgeführten Nichtigkeitsbeschwerden, alle Angeklagten fechten die sie betreffenden Strafaussprüche mit Berufung an.
Der Angeklagte F*** stützt seine Nichtigkeitsbeschwerde auf Z 8 des § 345 Abs. 1 StPO, der Angeklagte S*** macht die Gründe der Z 5, 6, 8 und 12 der genannten Gesetzesstelle geltend. Beiden Nichtigkeitsbeschwerden kommt Berechtigung zu, da das angefochtene Urteil mit dem Nichtigkeitsgrund der unrichtigen Rechtsbelehrung (Z 8) behaftet ist.Der Angeklagte F*** stützt seine Nichtigkeitsbeschwerde auf Ziffer 8, des Paragraph 345, Absatz eins, StPO, der Angeklagte S*** macht die Gründe der Ziffer 5, 6, 8 und 12 der genannten Gesetzesstelle geltend. Beiden Nichtigkeitsbeschwerden kommt Berechtigung zu, da das angefochtene Urteil mit dem Nichtigkeitsgrund der unrichtigen Rechtsbelehrung (Ziffer 8,) behaftet ist.