Gründe:
[1] Mit – unangefochten in Rechtskraft erwachsenem – Urteil des Landesgerichts Feldkirch als Schöffengericht vom 6. Juli 2023, AZ 21 Hv 48/23m, wurde der zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Feldkirch angehaltene (vgl ON 147 in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch) * P* eines Verbrechens schuldig erkannt und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt (ON 158 S 4 f in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch). [1] Mit – unangefochten in Rechtskraft erwachsenem – Urteil des Landesgerichts Feldkirch als Schöffengericht vom 6. Juli 2023, AZ 21 Hv 48/23m, wurde der zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Feldkirch angehaltene vergleiche ON 147 in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch) * P* eines Verbrechens schuldig erkannt und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt (ON 158 S 4 f in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch).
[2] Am 6. Juli 2023 ordnete die Vorsitzende den Strafvollzug an, worauf * P* um 14:15 Uhr in der Justizanstalt Feldkirch in Strafhaft übernommen wurde (ON 152.1 in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch).
[3] Seit 2. August 2023 wird die Freiheitsstrafe in der Justizanstalt Wien-Josefstadt (Wilhelmshöhe) vollzogen (ON 174.1 und ON 177.1 jeweils in AZ 21 Hv 48/23m des Landesgerichts Feldkirch).
[4] Mit – unangefochten in Rechtskraft erwachsenem – Beschluss vom 9. Oktober 2023 wies die Vorsitzende des Schöffengerichts den noch vor der Urteilsverkündung am 6. Juli 2023 gestellten Antrag des * P* auf Aufschub des Strafvollzugs wegen Vollzugsuntauglichkeit nach § 5 StVG (ON 2 S 19 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch) ab (ON 5.2 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch). [4] Mit – unangefochten in Rechtskraft erwachsenem – Beschluss vom 9. Oktober 2023 wies die Vorsitzende des Schöffengerichts den noch vor der Urteilsverkündung am 6. Juli 2023 gestellten Antrag des * P* auf Aufschub des Strafvollzugs wegen Vollzugsuntauglichkeit nach Paragraph 5, StVG (ON 2 S 19 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch) ab (ON 5.2 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch).
[5] Sodann veranlasste die Vorsitzende die Übermittlung des Aktes an das Landesgericht für Strafsachen Wien als Vollzugsgericht zur Entscheidung über den „Antrag des Strafgefangenen * * P* nach § 133 StVG“ (ON 1.1 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch). [5] Sodann veranlasste die Vorsitzende die Übermittlung des Aktes an das Landesgericht für Strafsachen Wien als Vollzugsgericht zur Entscheidung über den „Antrag des Strafgefangenen * * P* nach Paragraph 133, StVG“ (ON 1.1 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch).
[6] Das Landesgericht für Strafsachen Wien verfügte am 15. November 2023 „zuständigkeitshalber“ die Rückabtretung des Aktes an das Landesgericht Feldkirch (ON 1.4 in AZ 183 Ns 20/23h des Landesgerichts für Strafsachen Wien).
[7] Dieses übermittelte den Akt am 17. November 2023 neuerlich dem Landesgericht für Strafsachen Wien mit der Begründung, dass der Antrag gemäß § 5 StVG abgewiesen worden ist, jedoch ein nachträglicher Strafaufschub wegen Vollzugsuntauglichkeit nach § 133 StVG zu prüfen sei, über den gemäß §§ 16 Abs 2 Z 9, 133 Abs 3 StVG das Landesgericht für Strafsachen Wien als örtlich zuständiges Vollzugsgericht zu entscheiden habe (ON 5.1 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch). [7] Dieses übermittelte den Akt am 17. November 2023 neuerlich dem Landesgericht für Strafsachen Wien mit der Begründung, dass der Antrag gemäß Paragraph 5, StVG abgewiesen worden ist, jedoch ein nachträglicher Strafaufschub wegen Vollzugsuntauglichkeit nach Paragraph 133, StVG zu prüfen sei, über den gemäß Paragraphen 16, Absatz 2, Ziffer 9, 133, Absatz 3, StVG das Landesgericht für Strafsachen Wien als örtlich zuständiges Vollzugsgericht zu entscheiden habe (ON 5.1 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch).
[8] Am 20. November 2023 stellte das Landesgericht für Strafsachen Wien den Akt dem Landesgericht Feldkirch mit dem Bemerken zurück, dass eine neuerliche Rückabtretung gesetzlich nicht vorgesehen sei (ON 1.5 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch).
[9] Das Landesgericht Feldkirch bezweifelte (weiterhin) seine Zuständigkeit und legte mit Verfügung vom 6. Dezember 2023 die Akten dem Obersten Gerichtshof zur Entscheidung des negativen Kompetenzkonflikts vor (ON 6 in AZ 21 Ns 2/23t des Landesgerichts Feldkirch).
Der Oberste Gerichtshof hat erwogen: