Entscheidung 13 Os 122/01
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
12.09.2001
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 12. September 2001 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Brustbauer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Rouschal, Dr. Schmucker, Dr. Habl und Dr. Philipp als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Emsenhuber als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Alois K***** wegen des Verbrechens des versuchten Diebstahls durch Einbruch nach §§ 15, 127, 129 Z 1 StGB über die vom Generalprokurator erhobene Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gegen den Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 3. April 2001, GZ 2d EVr 1823/01-49, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Staatsanwalt Mag. Holzleithner und der Verteidigerin Dr. In der Maur zu Recht erkannt:Der Oberste Gerichtshof hat am 12. September 2001 durch den Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon. Prof. Dr. Brustbauer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Rouschal, Dr. Schmucker, Dr. Habl und Dr. Philipp als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Emsenhuber als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Alois K***** wegen des Verbrechens des versuchten Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 15, 127, 129, Ziffer eins, StGB über die vom Generalprokurator erhobene Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes gegen den Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 3. April 2001, GZ 2d EVr 1823/01-49, nach öffentlicher Verhandlung in Anwesenheit des Vertreters des Generalprokurators, Staatsanwalt Mag. Holzleithner und der Verteidigerin Dr. In der Maur zu Recht erkannt:
Spruch
Der Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 3. April 2001, GZ 2d EVr 1823/01-49, auf Widerruf der mit dem Urteil des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 13. Februar 1996, GZ 13 U 1223/95-11, gewährten bedingten Nachsicht einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verletzt das Gesetz in den Bestimmungen der § 53 Abs 1 StGB und § 494a Abs 1 StPO.Der Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 3. April 2001, GZ 2d EVr 1823/01-49, auf Widerruf der mit dem Urteil des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 13. Februar 1996, GZ 13 U 1223/95-11, gewährten bedingten Nachsicht einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verletzt das Gesetz in den Bestimmungen der Paragraph 53, Absatz eins, StGB und Paragraph 494 a, Absatz eins, StPO.
Er wird aufgehoben und der darauf abzielende Antrag der Staatsanwaltschaft abgewiesen.
Rechtliche Beurteilung
Mit am 16. Februar 1996 in Rechtskraft erwachsenen Urteil des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 13. Februar 1996, GZ 13 U 1223/95-11, wurde Alois K***** zu einer bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt. Nachdem die mit drei Jahren bemessene Probezeit mit Beschluss des Bezirksgerichtes Donaustadt vom 23. Jänner 1998 (GZ 18 U 414/97y-18) auf fünf Jahre verlängert worden war, wurde die bedingte Strafnachsicht vom Einzelrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien anlässlich der Verurteilung K*****s wegen eines am 22. Februar 2001 - und somit (nicht einzurechnende Zeiten gemäß § 49 Abs 2 StGB lagen nicht vor) nach Ablauf der am 16. Februar 2001 endenden Probezeit - begangenen Diebstahls durch Einbruch widerrufen (GZ 2d E Vr 1823/01 - 49, wobei der Erstrichter seinen Irrtum bei Beschlussausfertigung erkannte, S 279), worin der Generalprokurator zutreffend eine Verletzung der § 53 Abs 1 StGB und § 494a Abs 1 StPO erblickt.Mit am 16. Februar 1996 in Rechtskraft erwachsenen Urteil des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien vom 13. Februar 1996, GZ 13 U 1223/95-11, wurde Alois K***** zu einer bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt. Nachdem die mit drei Jahren bemessene Probezeit mit Beschluss des Bezirksgerichtes Donaustadt vom 23. Jänner 1998 (GZ 18 U 414/97y-18) auf fünf Jahre verlängert worden war, wurde die bedingte Strafnachsicht vom Einzelrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien anlässlich der Verurteilung K*****s wegen eines am 22. Februar 2001 - und somit (nicht einzurechnende Zeiten gemäß Paragraph 49, Absatz 2, StGB lagen nicht vor) nach Ablauf der am 16. Februar 2001 endenden Probezeit - begangenen Diebstahls durch Einbruch widerrufen (GZ 2d E römisch fünf r 1823/01 - 49, wobei der Erstrichter seinen Irrtum bei Beschlussausfertigung erkannte, S 279), worin der Generalprokurator zutreffend eine Verletzung der Paragraph 53, Absatz eins, StGB und Paragraph 494 a, Absatz eins, StPO erblickt.
Der Beschluss war aufzuheben und der darauf abzielende Antrag der Staatsanwaltschaft abzuweisen (§ 292 letzter Satz StPO).Der Beschluss war aufzuheben und der darauf abzielende Antrag der Staatsanwaltschaft abzuweisen (Paragraph 292, letzter Satz StPO).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:0130OS00122.01.0912.000
Dokumentnummer
JJT_20010912_OGH0002_0130OS00122_0100000_000