Entscheidung 13 Os 15/98
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
11.02.1998
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 11.Februar 1998 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Brustbauer als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Markel, Dr.Rouschal, Dr.Habl und Dr.Ratz als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr.Benner als Schriftführer, in der Strafsache gegen Annabella Martina S***** und Günter A***** wegen des Verbrechens nach § 12 Abs 1 SGG und einer weiteren strafbaren Handlung über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Günter A***** sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichtes Feldkirch als Schöffengericht vom 14.Oktober 1997, GZ 18 Vr 1019/97-23, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung denDer Oberste Gerichtshof hat am 11.Februar 1998 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof.Dr.Brustbauer als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Markel, Dr.Rouschal, Dr.Habl und Dr.Ratz als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Dr.Benner als Schriftführer, in der Strafsache gegen Annabella Martina S***** und Günter A***** wegen des Verbrechens nach Paragraph 12, Absatz eins, SGG und einer weiteren strafbaren Handlung über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Günter A***** sowie die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichtes Feldkirch als Schöffengericht vom 14.Oktober 1997, GZ 18 römisch fünf r 1019/97-23, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Die Nichtigkeitsbeschwerde sowie die Berufung wegen des Ausspruches über die Schuld werden zurückgewiesen.
Zur Entscheidung über die Berufungen (gegen den Ausspruch über die Strafe) werden die Akten dem Oberlandesgericht Innsbruck zugeleitet.
Gemäß § 390 a StPO fallen dem Angeklagten Günter A***** die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.Gemäß Paragraph 390, a StPO fallen dem Angeklagten Günter A***** die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.
Rechtliche Beurteilung
Die Rechtsrüge (§ 281 Abs 1 Z 10 StPO) des vor dem Schöffengericht geständigen (S 187 f, US 12) Günt(h)er A***** gegen seinen Schuldspruch (I 2) wegen des Verbrechens nach § 12 Abs 1 SGG entbehrt einer gesetzmäßigen Darstellung, weil sie die ausdrücklichen Konstatierungen des Urteils, wonach der Genannte bewußt und gewollt als Mittäter der mit gleichem Urteil rechtskräftig schuldig erkannten Annabella Martina S***** von Mitte Juli bis 19.August 1997 in drei Schmuggelfahrten ca 50 Gramm Heroin und ca 2 Gramm Kokain von der Schweiz aus- und nach Österreich eingeführt hat (US 3, 9) negiert und demgegenüber (anstatt an diesen Feststellungen festzuhalten) behauptet, er hätte zu keinem Zeitpunkt Suchtgift in einer großen Menge aus der Schweiz nach Österreich geschmuggelt, er sei an den Straftaten der Annabella S***** nicht beteiligt gewesen und ein bloßes Begleiten derselben in der Schweiz sei noch kein Tatbeitrag.Die Rechtsrüge (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO) des vor dem Schöffengericht geständigen (S 187 f, US 12) Günt(h)er A***** gegen seinen Schuldspruch (römisch eins 2) wegen des Verbrechens nach Paragraph 12, Absatz eins, SGG entbehrt einer gesetzmäßigen Darstellung, weil sie die ausdrücklichen Konstatierungen des Urteils, wonach der Genannte bewußt und gewollt als Mittäter der mit gleichem Urteil rechtskräftig schuldig erkannten Annabella Martina S***** von Mitte Juli bis 19.August 1997 in drei Schmuggelfahrten ca 50 Gramm Heroin und ca 2 Gramm Kokain von der Schweiz aus- und nach Österreich eingeführt hat (US 3, 9) negiert und demgegenüber (anstatt an diesen Feststellungen festzuhalten) behauptet, er hätte zu keinem Zeitpunkt Suchtgift in einer großen Menge aus der Schweiz nach Österreich geschmuggelt, er sei an den Straftaten der Annabella S***** nicht beteiligt gewesen und ein bloßes Begleiten derselben in der Schweiz sei noch kein Tatbeitrag.
Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher gemäß §§ 285 d Abs 1 Z 1 iVm § 285 a StPO zurückzuweisen (Mayerhofer StPO4 ENr 61 zu § 285 a). Dieses Schicksal teilt die Schuldberufung, weil ein derartiges Rechtsmittel gegen Schöffenurteile nicht zusteht (§ 283 Abs 1 StPO).Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher gemäß Paragraphen 285, d Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 285, a StPO zurückzuweisen (Mayerhofer StPO4 ENr 61 zu Paragraph 285, a). Dieses Schicksal teilt die Schuldberufung, weil ein derartiges Rechtsmittel gegen Schöffenurteile nicht zusteht (Paragraph 283, Absatz eins, StPO).
Zur Entscheidung über die Berufungen waren demnach die Akten dem zuständigen Oberlandesgericht zu übermitteln (§ 285 i StPO).Zur Entscheidung über die Berufungen waren demnach die Akten dem zuständigen Oberlandesgericht zu übermitteln (Paragraph 285, i StPO).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:0130OS00015.98.0211.000
Dokumentnummer
JJT_19980211_OGH0002_0130OS00015_9800000_000