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Entscheidung 14 Os 114/21b×

Entscheidung 14 Os 114/21b

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

14Os114/21b

Entscheidungsdatum

16.11.2021

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 16. November 2021 durch die Senatspräsidentin des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger als Vorsitzende, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Nordmeyer, die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Dr. Mann und Dr. Setz-Hummel LL.M. sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Haslwanter LL.M. in Gegenwart der Schriftführerin Mag. Vizthum in der Strafsache gegen ***** A***** und weitere Angeklagte wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter und dritter Fall, Absatz 2, Ziffer 3, SMG und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung der Angeklagten ***** G***** sowie über die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichts Linz als Schöffengericht vom 1. Juni 2021, GZ 26 Hv 57/20g-165, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Linz zugeleitet.

Der Angeklagten G***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

[1] Mit dem angefochtenen Urteil wurde – soweit für die Erledigung der Nichtigkeitsbeschwerde von Relevanz – ***** G***** jeweils eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter und dritter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (A./I./a./ und b./) sowie nach Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (A./II./b./), des Vergehens der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach Paragraph 28, Absatz eins, erster Satz erster und zweiter Fall SMG (A./III./b./), der Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach Paragraph 27, Absatz eins, Ziffer eins, erster und zweiter Fall, Absatz 2, SMG (A./V./b./) sowie des Vergehens der Hehlerei nach Paragraph 164, (richtig:) Absatz 2, zweiter Fall und Absatz 3, StGB (B./) schuldig erkannt.

[2]           Danach hat sie in L***** und andernorts

A./ vorschriftswidrig Suchtgift

römisch eins./ in einer das 25-fache der Grenzmenge (Paragraph 28 b, SMG) übersteigenden Menge aus der Slowakei aus- und nach Österreich eingeführt, indem sie

a./ von Juni bis Mitte Juli 2020 im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit ***** A***** und ***** L***** in zumindest zwei Fahrten insgesamt 240 Gramm Crystal Meth (enthaltend durchschnittlich rund 70 % Methamphetamin) mit dem Pkw von Bratislava nach Österreich brachte;

b./ im Juli „und“ Anfang August 2020 im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit L***** in zumindest einer weiteren Fahrt insgesamt 170 Gramm Crystal Meth (enthaltend durchschnittlich rund 70 % Methamphetamin) mit dem Pkw von Bratislava nach Österreich brachte;

römisch zwei./b./ in einer das 25-fache der Grenzmenge (Paragraph 28 b, SMG) übersteigenden Menge anderen überlassen, indem sie von Juni bis 8. September 2020 im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit L***** in zahlreichen Angriffen insgesamt zumindest 410 Gramm Crystal Meth (enthaltend durchschnittlich rund 70 % Methamphetamin), zumindest 4.311 Gramm Cannabiskraut (enthaltend rund 11,4 % THCA und 0,87 % Delta-9-THC), 3 Gramm Kokain (enthaltend rund 40 % Cocain) und 25 Stück Ecstasy-Tabletten (enthaltend MDMA) an die im Urteil zu 1./ bis 40./ genannten Abnehmer in den dort konkretisierten Mengen großteils gewinnbringend verkaufte;

römisch drei./b./ in einer die Grenzmenge (Paragraph 28 b, SMG) übersteigenden Menge, nämlich insgesamt 521,4 Gramm Cannabiskraut (beinhaltend rund 11,4 % THCA und 0,87 % Delta-9-THC), mit dem Vorsatz erworben und besessen, dass es in Verkehr gesetzt werde, indem sie am 8. September 2020 im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit L***** rund 57,3 Gramm Cannabiskraut in Wohnungen und 464,1 Gramm Cannabiskraut in einem Pkw aufbewahrte;

römisch vier./b./ ausschließlich zum persönlichen Gebrauch erworben und besessen, indem sie von zumindest Juni bis 8. September 2020 regelmäßigen Crystal Meth mit dem Wirkstoff Methamphetamin und Cannabiskraut mit dem Wirkstoff THCA und Delta-9-THC konsumierte;

B./ etwa Mitte Juli 2020 im bewussten und gewollten Zusammenwirken mit L***** Sachen im Gesamtwert von rund 8.440 Euro, die ***** S***** und ***** Sc***** jeweils durch mit Strafe bedrohte Handlungen gegen fremdes Vermögen, nämlich durch Diebstähle (teils durch Einbruch) erlangt hatten, an sich gebracht, indem sie

römisch eins./ in zwei Angriffen ein Mountainbike im Wert von 2.399 Euro und ein E-Bike im Wert von 6.040 Euro jeweils im Eintausch gegen 3 Gramm sowie gegen 6 Gramm Crystal Meth von S***** entgegennahm;

römisch zwei./ einen E-Scooter im Wert von rund 400 Euro von Sc***** im Eintausch gegen 3 Gramm Crystal Meth entgegennahm.

[3]           Die Angeklagte G***** hat rechtzeitig die Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde und der Berufung angemeldet (ON 166), nach Zustellung der Urteilsausfertigung an den Verteidiger jedoch nur die Berufung ausgeführt (ON 180).

Rechtliche Beurteilung

[4] Da auch bei der Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde keine Nichtigkeitsgründe deutlich und bestimmt bezeichnet wurden, war diese bereits bei der nichtöffentlichen Beratung zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, Ziffer eins,, Paragraph 285 a, Ziffer 2, StPO).

[5] Daraus folgt die Zuständigkeit des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen (Paragraph 285 i, StPO).

[6] Die Kostenentscheidung gründet auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Textnummer

E133263

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2021:0140OS00114.21B.1116.000

Im RIS seit

14.12.2021

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2021

Dokumentnummer

JJT_20211116_OGH0002_0140OS00114_21B0000_000