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Entscheidung 14 Os 126/07x×

Entscheidung 14 Os 126/07x

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

14Os126/07x (14Os163/07p)

Entscheidungsdatum

04.12.2007

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 4. Dezember 2007 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Holzweber als Vorsitzenden, durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Philipp und Hon.-Prof. Dr. Schroll sowie durch die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Mag. Hetlinger und Mag. Fuchs in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Wiaderek als Schriftführer in der Strafsache gegen Helmut K***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten schweren Betruges als Beteiligter nach Paragraphen 12, dritter Fall, 146, 147 Absatz eins, Ziffer eins,, Absatz 3 und 15 StGB über die Beschwerde des Angeklagten K***** gegen den Beschluss des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 11. September 2007, GZ 38 Hv 65/04d-165, sowie über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des selben Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichtes Wiener Neustadt als Schöffengericht vom 19. März 2007, GZ 38 Hv 65/04d-157, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Beschwerde gegen den Beschluss des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 11. September 2007, GZ 38 Hv 65/04d-165, wird Folge gegeben und dieser Beschluss ersatzlos aufgehoben.

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Beschluss des Landesgerichtes Wiener Neustadt vom 11. September 2007, GZ 38 Hv 65/04d-165, wurde die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Helmut K***** als verspätet zurückgewiesen.

Der Beschwerdeführer zeigt unter Hinweis auf den in Fotokopie vorgelegten Aufgabeschein des Postamtes Wiener Neustadt zutreffend auf, dass die Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung bereits am 22. März 2007 zur Post gegeben wurde. Nachdem das angefochtene Urteil am 19. März 2007 gefällt worden war, erfolgte die Rechtsmittelanmeldung rechtzeitig.

Der angefochtene Zurückweisungsbeschluss nach Paragraph 285 a, Ziffer eins, StPO war daher ersatzlos aufzuheben.

Mit dem angefochtenen, auch rechtskräftig gewordene Schuldsprüche betreffend Johann B***** und Sabine R***** sowie Freisprüche enthaltenden Urteil wurde Helmut K***** des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten schweren Betruges als Beteiligter nach Paragraphen 12, dritter Fall, 146, 147 Absatz eins, Ziffer eins,, Absatz 3 und 15 StGB schuldig erkannt.

Danach haben - soweit hier von Bedeutung - Sabine R***** und Helmut K***** in Wiener Neustadt bzw Wien

A./ mit dem Vorsatz, durch das Verhalten der Getäuschten sich, bzw die Firma U*****GesmbH („U*****") unrechtmäßig zu bereichern, Angestellte von Versicherungsgesellschaften durch Täuschung über Tatsachen, indem sie vorgaben, die auf den von ihnen eingereichten Versicherungs-Antragsformularen als Versicherungsnehmer unterschreibenden Personen seien tatsächlich willens, entsprechende Lebensversicherungsverträge abzuschließen, und Versicherungsprämien zu bezahlen, zu Handlungen, nämlich zur Annahme fingierter Anträge und Anweisung von Provisionen verleitet, welche die Versicherungsgesellschaften an ihrem Vermögen schädigten, wobei sie durch die Taten einen 40.000 Euro (richtig: 50.000 Euro) übersteigenden Schaden herbeiführten, und zwar:

römisch zwei./ Sabine R*****

1./ in der Zeit von 8. April 1999 bis 22. Juni 1999 Angestellte der Un***** AG zur Anweisung von Provisionen an „U*****" im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums) a./ Christine Z***** (8. April 1999)

b./ Mehmet E***** (8. April 1999)

c./ Djordje J***** (15. April 1999)

d./ Zoran Za***** (17. Mai 1999)

e./ Zaklina S***** (17. Mai 1999)

f./ Martin Sch***** (17. Mai 1999)

g./ Zlatica J***** (17. Mai 1999)

h./ Andreas F***** (17. Mai 1999)

i./ Fadila M***** (22. Juni 1999)

j./ Petra Bu***** (22. Juni 1999)

Schaden insgesamt zumindest 20.600 Euro;

3./ am 8. April 1999 Angestellte der Ba***** AG zur Anweisung von Provisionen an „U*****" im Zusammenhang mit dem fingierten Antrag von Roland R***** (Eingangsdatum 8. April 1999);

4./ in der Zeit vom 12. April 1999 bis 8. Juni 1999 versucht Angestellte der Zü***** AG zur Anweisung von Provisionen an „U*****" im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Dejan St***** (12. April 1999)

b./ Valentine G***** (12. April 1999)

c./ Martin H***** (23. bzw 29. April 1999)

d./ Petra Bu***** (17. Mai 1999)

e./ Navidan A***** (17. Mai 1999)

f./ Murat Er***** (17. Mai 1999)

g./ Nadica V***** (28. Juni 1999)

wobei es hier beim Versuch geblieben ist;

5./ in der Zeit vom 26. April 1999 bis 28. Juni 1999 Angestellte der Al***** AG zur Anweisung von Provisionen an „U*****" im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen (unter Anführung des Eingangsdatums) a./ Navidan A***** (26. April 1999)

b./ Rosine E***** (17. Mai 1999)

c./ Robert Ste***** (23. Juni 1999)

d./ Anna Wi***** (23. Juni 1999)

e./ Josef He***** (25. Juni 1999)

f./ Milord Mi***** (26. Juni 1999)

g./ Heinrich Ka***** (28. Juni 1999)

Schaden insgesamt zumindest 16.770 Euro;

6./ Angestellte der Sk***** AG in der Zeit vom 15. April 1999 bis 14. Mai 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Valentine G***** (14. Mai 1999)

b./ Silvana L***** (15. April 1999)

c./ Thomas Br***** (15. April 1999)

d./ Slavica D***** (14. Mai 1999)

e./ Hamidja M***** (14. Mai 1999)

f./ Cüneytz Kas***** (14. Mai 1999)

Schaden insgesamt 3.190 Euro;

7./ Angestellte der Ö***** (Ö*****) am 8. April 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums) a./ Petra Bu***** (8. April 1999)

b./ Jürgen G***** (8. April 1999)

c./ Silvana L***** (8. April 1999)

Schaden insgesamt zumindest 6.400 Euro;

C./ Helmut K***** ab April 1999 bis 27. Juli 1999 zur Ausführung von Straftaten anderer beigetragen, indem er als eingetragener handelsrechtlicher Geschäftsführer der Firma „U*****" gegenüber Sabine R***** das von Johann B***** verfügte Einreichen fingierte Versicherungsanträge guthieß, und für den Fortbestand der Firma als erforderlich darstellte,

römisch eins./ zur Ausführung von Straftaten der Sabine R*****, und zwar:

1./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 1 a-j des Schuldspruches („Un*****") inkriminierten Straftaten;

2./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 3 des Schuldspruches („Ba*****") inkriminierten Straftaten;

3./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 4 a-g des Schuldspruches („Zü*****") inkriminierten Straftaten;

4./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 5 a-g des Schuldspruches („Al*****") inkriminierten Straftaten;

5./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 6 a-f des Schuldspruches („Sk*****") inkriminierten Straftaten;

6./ im Fall der unter Punkt A römisch zwei 7 a-c des Schuldspruches („Ö*****") inkriminierten Straftaten;

römisch zwei./ zur Ausführung von Straftaten unbekannter Täter, die in Wiener Neustadt bzw in Wien mit dem Vorsatz, sich oder die Firma „U*****" unrechtmäßig zu bereichern, Angestellte nachgenannter Versicherungsgesellschaften durch Täuschung über Tatsachen, indem sie vorgaben, die auf den von ihnen eingereichten Versicherungsantragsformularen als Versicherungsnehmer unterschreibenden Personen seien tatsächlich willens, entsprechende Lebensversicherungsverträge abzuschließen und Versicherungsprämien zu bezahlen, zu Handlungen, nämlich zur Annahme fingierter Anträge und zur Anweisung von Provisionen an „U*****" verleiteten, welche die Versicherungsgesellschaften an ihrem Vermögen schädigten, und zwar 1./ Angestellte der Un***** AG in der Zeit von 12. April 1999 bis 22. Juni 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Christian Kö***** (12. April 1999)

b./ Gerlinde Ka***** (21. April 1999)

c./ Gertrude H***** (21. April 1999)

d./ Jürgen T***** (22. Juni 1999)

e./ Aleksander S***** (22. Juni 1999)

f./ Jugoslav P***** (22. Juni 1999)

g./ Radisa N***** (22. Juni 1999)

h./ Ferda A***** (22. Juni 1999)

Schaden insgesamt zumindest 12.830 Euro;

2./ Angestellte der Ba***** AG in der Zeit von 8. April 1999 bis Mai 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Slavica D***** (8. April 1999)

b./ Bojan D***** (8. April 1999)

c./ Nebojsa Mik***** (Mai 1999)

d./ Tahir Kar***** (Mai 1999)

e./ Sabine Her***** (Mai 1999)

f./ Nicole Vo***** (Mai 1999)

Schaden insgesamt zumindest 10.020 Euro;

3./ Angestellte der Zü***** AG in der Zeit von 27. April 1999 bis 26. Mai 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Bojan D***** (27. April 1999)

b./ Eva Gl***** (26. Mai 1999)

Schaden insgesamt zumindest 3.390 Euro;

4./ Angestellte der Al***** AG in der Zeit von 20. April 1999 bis 27. Juli 1999 in Wiener Neustadt bzw Wien zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Ingrid W***** (20. April 1999)

b./ Petra Bu***** (17. Mai 1999)

c./ Sabine Her***** (17. Mai 1999)

d./ Murat Er***** (17. Mai 1999)

e./ Valentine G***** (20. Mai 1999)

f./ Liljana Ha***** (20. Mai 1999)

g./ Petra St***** (21. Juli 1999)

h./ Miroslav St***** (21. Juli 1999)

i./ Manfred Ja***** ((27. Juli 1999)

Schaden insgesamt zumindest 21.570 Euro;

5./ Angestellte der I***** AG in der Zeit von 8. April 1999 bis 22. Juni 1999 in Wiener Neustadt zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Zeljko Mil***** (8. April 1999)

b./ Vesna Mil***** (8. April 1999)

c./ Robert Ste***** (15. April 1999)

d./ Jürgen W***** (15. April 1999)

e./ Petra Bu***** (21. April 1999)

f./ Valerica Gh***** (14. Mai 1999)

g) Gerlinde Ka***** (14. Mai 1999)

h./ Tahir Kar***** (14. Mai 1999)

i./ M. Mi***** (22. Juni 1999)

j./ A. Wi***** (22. Juni 1999)

k./ Jugoslav P***** (22. Juni 1999)

l./ Ilse Gr***** (22. Juni 1999)

m./ Sem A***** (22. Juni 1999)

Schaden insgesamt zumindest 20.930 Euro;

6./ Angestellte der Sk***** AG in der Zeit von 14. Mai 1999 bis 29. Juli 1999 in Wiener Neustadt zur Anweisung von Provisionen im Zusammenhang mit den fingierten Anträgen von (unter Anführung des Eingangsdatums)

a./ Bojan J***** (14. Mai 1999)

b./ „Alh*****"/Monika He***** (29. Juli 1999)

Schaden insgesamt zumindest 815 Euro;

7./ Angestellte der Ö***** (Ö*****)

a./ Sabine Her***** (14. Mai 1999)

b./ Nicole Vo***** (14. Mai 1999)

c./ Ingrid W***** (14. Mai 1999)

Schaden insgesamt zumindest 8.820 Euro.

Dagegen richtet sich die auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4 und 5 StPO gestützte Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Helmut K*****, der jedoch keine Berechtigung zukommt.

Rechtliche Beurteilung

In der Verfahrensrüge (Ziffer 4,) bemängelt der Beschwerdeführer die Abweisung seines Antrags auf Ladung und Einvernahme eines informierten Vertreters des Schweizer Bankinstitutes S***** zum Beweis dafür, dass Johann B***** im Frühjahr 1999 über eine Zusage zur Finanzierung der Lebensversicherungen durch diese Bank verfügte. Entgegen dem Rechtsmittelvorbringen gab Johann B***** in der letzten diesen Vorwurf betreffenden Hauptverhandlung vom 4. April 2001 an (S 335 ff/IX in Verbindung mit S 33/XII), dass über Kreditfinanzierungen mit einem diesem Angeklagten damals namentlich nicht geläufigen Schweizer Kreditinstitut bloß informative Gespräche geführt worden waren; von der Zusage einer Finanzierung war daher keine Rede. Im Übrigen bezogen sich diese Angaben keineswegs auf die Finanzierung von Prämien neu abgeschlossener Versicherungsverträge, sondern auf die Belehnung von Polizzen, auf die zumindestens zwölf Monatsprämien bzw die zweite Jahresprämie des über den Rückkaufwert zu belehnenden Versicherungsvertrages geleistet worden sein müssten (S 337 bis 339/IX; vergleiche auch S 53 ff/XII). Selbst auf Basis dieser Bedingungen hätte daher die Vernehmung eines informierten Zeugen dieser Bank zur Schuldfrage betreffend die erst im Zeitraum April bis Juni 1999 abgeschlossenen Versicherungsverträge keinen Ausschluss über ein Fehlen der subjektive Tatseite des Helmut K***** vergleiche dessen Angaben, wonach ihm ab April 1999 bewusst war, dass eine Bankfinanzierung nicht mehr möglich sei; S 197, 365 und 369/IX) geben können, zumal eine Finanzierung der Prämien der im inkriminierten Tatzeitraum neu abgeschlossenen Lebensversicherungen mit diesem Modell in keinem Fall gesichert gewesen wäre.

Unter diesen Voraussetzungen war das Erstgericht entgegen der weiteren Verfahrensrüge auch nicht gehalten, dem Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens aus dem Versicherungsfach zum Beweis dafür stattzugeben, dass das vom Angeklagten Johann B***** verfolgte System geeignet war, „die schlechte finanzielle Situation zu bereinigen, das System plausibel war und man davon ausgehen konnte, dass es funktioniert" (S 61/XII).

Die Mängelrüge (Ziffer 5,) kritisiert, dass die im Schuldspruch C./II./1./a./ und C./I./6./b./ angeführten Zeitpunkte, an denen der Vertrag bei der Versicherung eingegangenen ist, mit dem vom Sachverständigen dazu jeweils genannten Versicherungsbeginn (einmal um drei und einmal um elf Tage) divergiert. Das Rechtsmittel zeigt aber nicht auf, inwieweit diese Unterschiede schulderheblich und daher erörterungsbedürftig wären. Insbesondere fehlen Ausführungen, inwieweit der sich nicht am konkreten Versicherungsbeginn orientierende Schadenseintritt oder die Schadenshöhe in einem die Qualifikation tangierenden Umfang betroffen sein könnten. Tatsächlich wurde nämlich der Schaden dadurch ermittelt, dass Zahlungen auf dem konkreten Versicherungsvertrag, die bereits geleistet worden waren, von der ausbezahlten Prämien abgezogen wurden.

Soweit die Mängelrüge unter Bezug auf den Urteilstenor (Gutheißen der Einreichpraxis; US 12) fehlende Feststellungen zu Tathandlungen des Nichtigkeitswerbers (inhaltlich Ziffer 9, Litera a,) vermisst, übergeht sie die entsprechenden Konstatierungen des erkennenden Gerichtes (US 41 f, 44).

Entgegen dem weiteren Vorbringen der Mängelrüge erwog das Schöffengericht die Verantwortung des Beschwerdeführers, er habe bis zuletzt an eine Finanzierbarkeit über das von Johann B***** vorgegebene „Versicherungsmodell" geglaubt (US 43 f). Dass Helmut K***** noch am 29. April 1999 in die Firma „U*****" 100.000 S eingebracht habe, geht aus der in der Rüge bezeichneten und vom Sachverständigen vorgelegten Kontoaufstellung nicht hervor vergleiche die keinen Einzahler ausweisende Tabelle in S 497/XI:

„Bareinzahlung"). Nachdem sich der Rechtsmittelwerber auch in den Hauptverhandlungen auf eine solche Einlage nicht bezogen hatte (er machte nur eine Einzahlung von 300.000 S geltend, mit der sich das erkennende Gericht sehr wohl auseinandersetzte - vergleiche US 43 f), fehlt es an einem erörterungsbedürftigen Beweisergebnis.

Der Kritik einer Undeutlichkeit des Schuldspruches C./II./ (inhaltlich Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 3, StPO in Verbindung mit Paragraph 260, StPO) genügt es zu erwidern, dass zu sämtlichen Schuldsprüchen C./ klarstellend vorangestellt wurde, dass Helmut K***** in den nachfolgend aufgezählten Fällen zur Ausführung von Straftaten anderer Personen beitrug (US 12 und 41).

Die Rüge einer unvollständigen Begründung, weil die Angaben des Peter Schu***** unerörtert blieben, wonach einige Versicherungsnehmer geklagt wurden, andere teils bezahlt, teils Ratenvereinbarungen getroffen hätten (S 447 ff/IX in Verbindung mit ON 72) übergeht, dass die von diesem Zeugen angesprochenen, in der Beilage zu seiner Vernehmung vor der Untersuchungsrichterin aufgelisteten Versicherungsfälle, in denen Exekutionen und Vergleiche aufgezählt werden, allesamt Verträge betreffen, die unter Heranziehung der vom Sachverständigen ausgewiesenen Schadensfälle (S 313/XI) vom Schuldspruch C./ nicht mitumfasst sind. Mangels Schuldrelevanz erübrigte sich daher eine Auseinandersetzung mit dieser Aussagenpassage.

Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO). Dies hat die Kompetenz des Gerichtshofes zweiter Instanz zur Entscheidung über die Berufung zur Folge (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung stützt sich auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

Anmerkung

E86132 14Os126.07x

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:0140OS00126.07X.1204.000

Dokumentnummer

JJT_20071204_OGH0002_0140OS00126_07X0000_000