Gründe:
Mit dem angefochtenen Urteil - das auch einen Teilfreispruch enthält (B/1 bis 3) - wurden die Angeklagten Witold Ko***** (zu A/I/1 und 2) des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach §§ 15, 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB, (zu A/I/3) des Vergehens der Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB, (zu A/II und C) des Vergehens der Freiheitsentziehung nach § 99 Abs 1 StGB und (zu D) des Verbrechens der versuchten Vergewaltigung nach §§ 15, 201 Abs 2 StGB; Zbiegniew Ku***** (zu A/I/1 und 2) des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach §§ 15, 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB, (zu A/I/3) des Vergehens der Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB, (zu A/II) des Vergehens der Freiheitsentziehung nach § 99 Abs 1 StGB, (zu E/1 und 3) des Verbrechens der teils vollendeten, teils versuchten Vergewaltigung nach § 201 Abs 1 und § 15 StGB und (zu E/2) des Verbrechens der geschlechtlichen Nötigung nach § 202 Abs 1 und Abs 2 dritter Fall StGB schuldig erkannt und zu 2 1/2 Jahren (Ko*****) bzw 3 1/2 Jahren (Ku*****) Freiheitsstrafe verurteilt.Mit dem angefochtenen Urteil - das auch einen Teilfreispruch enthält (B/1 bis 3) - wurden die Angeklagten Witold Ko***** (zu A/I/1 und 2) des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach Paragraphen 15, 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins, StGB, (zu A/I/3) des Vergehens der Nötigung nach Paragraph 105, Absatz eins, StGB, (zu A/II und C) des Vergehens der Freiheitsentziehung nach Paragraph 99, Absatz eins, StGB und (zu D) des Verbrechens der versuchten Vergewaltigung nach Paragraphen 15, 201, Absatz 2, StGB; Zbiegniew Ku***** (zu A/I/1 und 2) des Verbrechens der versuchten schweren Nötigung nach Paragraphen 15, 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins, StGB, (zu A/I/3) des Vergehens der Nötigung nach Paragraph 105, Absatz eins, StGB, (zu A/II) des Vergehens der Freiheitsentziehung nach Paragraph 99, Absatz eins, StGB, (zu E/1 und 3) des Verbrechens der teils vollendeten, teils versuchten Vergewaltigung nach Paragraph 201, Absatz eins und Paragraph 15, StGB und (zu E/2) des Verbrechens der geschlechtlichen Nötigung nach Paragraph 202, Absatz eins und Absatz 2, dritter Fall StGB schuldig erkannt und zu 2 1/2 Jahren (Ko*****) bzw 3 1/2 Jahren (Ku*****) Freiheitsstrafe verurteilt.
Darnach haben sie in Wien
A
Witold Ko***** und Zbigniew Ku***** im bewußten und gewollten Zusammenwirken als Mittäter (§ 12 StGB)Witold Ko***** und Zbigniew Ku***** im bewußten und gewollten Zusammenwirken als Mittäter (Paragraph 12, StGB)
I. Nachgenannte durch gefährliche Drohung zu Handlungen oder Unterlassungen, und zwarrömisch eins. Nachgenannte durch gefährliche Drohung zu Handlungen oder Unterlassungen, und zwar
1. am 18.Mai 1993 die Michaela B***** durch die Äußerung, wenn sie jemanden insbesondere von der zu Punkt A/II/1 beschriebenen Tat verständigte, würde sie Dariusz G***** nicht mehr lebend wiedersehen, wobei Ku***** mit einem Klappmesser das Durchschneiden der Kehle andeutete, mithin durch gefährliche Drohung mit dem Tod, zu einer Unterlassung, nämlich zur Abstandnahme von der Verständigung Dritter, insbesondere der Polizei, zu nötigen versucht;
2. in der Nacht vom 17. auf 18.Mai 1993 die Agnieszka P***** durch die Äußerung, sie würden sie umbringen, wenn sie den Führerschein und den Reisepaß des Ko***** nicht herausgebe, wobei ihr Zbigniew Ku***** ein Messer am Hals anhielt, sohin durch Drohung mit dem Tod, zu einer Handlung, nämlich zur Herausgabe der genannten Urkunden zu nötigen versucht;
3. am 18.Mai 1993 den Dariusz G***** durch die Äußerung, wenn er nicht wahrheitsgemäß bekanntgebe, wo sich Tadeusz K***** aufhalte, werde er etwas erleben, wobei Ku***** ein Klappmesser gegen ihn richtete, mithin durch gefährliche Drohung zumindest mit einer Verletzung am Körper, zu einer Handlung, nämlich zur Bekanntgabe des Aufenthaltsortes des K***** zu nötigen versucht;
II. Nachgenannte widerrechtlich gefangengehalten, und zwarrömisch zwei. Nachgenannte widerrechtlich gefangengehalten, und zwar
1. am 18.Mai 1993 den Dariusz G***** dadurch, daß sie ihn in ihrer Wohnung in W*****, einsperrten;
2. am 17.Mai und 18.Mai 1993 die Edyta S***** und die Danuta T***** dadurch, daß sie sie mehrfach für einen jeweils nicht mehr festzustellenden Zeitraum in ihrer unter A/II/1 näher bezeichneten Wohnung einsperrten;
C
Witold Ko***** im bewußten und gewollten Zusammenwirken mit einem bisher noch nicht ausgeforschten unbekannten Täter ("Marek") in der Nacht vom 17. auf 18.Mai 1993 die Agnieszka P***** dadurch, daß er die Genannte für mehrere Stunden in der Wohnung in W*****, einsperrte, widerrechtlich gefangengehalten;
Witold Ko***** allein am 16.Mai 1993 die Edyta S***** dadurch, daß er sie auf dem Bett festhielt, sie entkleidete und ihre Beine gegen ihren Willen spreizte, sohin mit Gewalt zur Duldung des Beischlafes zu nötigen versucht;
E
Zbigniew Ku***** allein
1. in der Nacht vom 17. auf 18.Mai 1993 die Agnieszka P***** durch eine gegen sie gerichtete Drohung mit gegenwärtiger schwerer Gefahr für Leib und Leben, nämlich durch die Äußerung, daß er sie beim Fenster hinunterwerfen werde, sie mit einer Rasierklinge schneiden oder mit dem Messer stechen werde, zur Vornahme eines Oralverkehrs, somit einer dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung zu nötigen versucht und zur Duldung des Beischlafes genötigt;
2. in der Nacht vom 17. auf 18.Mai 1993 die Agnieszka P***** durch gefährliche Drohung und durch Gewalt, indem er die Knöpfe ihrer Bluse mit einem Messer abschnitt und äußerte, er werde sie am ganzen Körper zerschneiden, wenn sie sich nicht ausziehe, und sie in der Folge am Bett festhielt, zur Duldung einer geschlechtlichen Handlung, nämlich der mehrfachen Einführung eines erhitzten Lockenstabes in ihren After, genötigt, wobei sie durch die Tat in besonderer Weise erniedrigt wurde;
3. am 16.Mai 1993 die Danuta T***** durch mehrfache gegen sie gerichtete Drohungen mit gegenwärtiger schwerer Gefahr für Leib und Leben, indem er äußerte, er werde sie zusammenschlagen und anschließend aus dem Fenster werfen, weiters würde ihr noch "Schlimmeres" drohen, falls sie ihm nicht zu Willen sei, zur Duldung des Beischlafes genötigt.