Gründe:
Mit dem angefochtenen Urteil wurden Kadi B***** des Verbrechens nach § 28 Abs 2 vierter Fall, Abs 3 erster Fall SMG und in Ansehung der Restmenge der Vergehen nach § 27 Abs 1 sechster Fall und Abs 2 Z 2 erster Fall SMG (I A), zahlreicher Vergehen nach § 27 Abs 1 erster und zweiter Fall SMG (I B), des Verbrechens der Verleumdung nach § 297 Abs 1 zweiter Fall StGB (II) und der Vergehen des Diebstahls nach § 127 StGB (III) und der Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB (IV) sowie Abdenour A***** zahlreicher Vergehen nach § 27 Abs 1 sechster Fall und Abs 2 Z 1 erster Fall SMG (I A) schuldig erkannt. Demnach haben Kadi B***** und Abdenour A***** in LinzMit dem angefochtenen Urteil wurden Kadi B***** des Verbrechens nach Paragraph 28, Absatz 2, vierter Fall, Absatz 3, erster Fall SMG und in Ansehung der Restmenge der Vergehen nach Paragraph 27, Absatz eins, sechster Fall und Absatz 2, Ziffer 2, erster Fall SMG (römisch eins A), zahlreicher Vergehen nach Paragraph 27, Absatz eins, erster und zweiter Fall SMG (römisch eins B), des Verbrechens der Verleumdung nach Paragraph 297, Absatz eins, zweiter Fall StGB (römisch zwei) und der Vergehen des Diebstahls nach Paragraph 127, StGB (römisch drei) und der Nötigung nach Paragraph 105, Absatz eins, StGB (römisch vier) sowie Abdenour A***** zahlreicher Vergehen nach Paragraph 27, Absatz eins, sechster Fall und Absatz 2, Ziffer eins, erster Fall SMG (römisch eins A) schuldig erkannt. Demnach haben Kadi B***** und Abdenour A***** in Linz
I) den bestehenden Vorschriften zuwider Suchtgiftrömisch eins) den bestehenden Vorschriften zuwider Suchtgift
A) gewerbsmäßig in Verkehr gesetzt, wobei Kadi B***** die Tat in Bezug auf eine mehr als einfache große Menge (§ 28 Abs 6 SMG) beging und zwar:A) gewerbsmäßig in Verkehr gesetzt, wobei Kadi B***** die Tat in Bezug auf eine mehr als einfache große Menge (Paragraph 28, Absatz 6, SMG) beging und zwar:
1) Kadi B*****, indem er zumindest 985 Gramm Cannabisharz zu einem Grammpreis von 10 Euro, sohin gewinnbringend, an nachstehende Personen verkaufte, nämlich
a) im Zeitraum Ende Juli/Anfang August 2005 bis Ende Dezember 2005 an Orhan J***** ca 900 Gramm in regelmäßigen (beinahe täglichen) Teilverkäufen in Teilmengen zwischen 5 und 10 Gramm;
b) im Zeitraum Oktober 2005 bis Ende Dezember 2005 an Daniel P***** ca 35 Gramm in regelmäßigen Teilverkäufen in Teilmengen zwischen 2 und 5 Gramm;
c) im Zeitraum Anfang August 2005 bis November 2005 an Harald E***** ca 50 Gramm in regelmäßigen (zwei Mal wöchentlich) Teilverkäufen in Teilmengen zwischen 2 und 3 Gramm;
2) Kadi B***** und Abdenour A***** in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken als Mittäter, indem sie im Zeitraum Mitte Dezember 2005 bis um den 10. Jänner 2006 an Nadjib S***** in drei Angriffen insgesamt ca 300 Gramm Cannabisharz (in Teilmengen zu je ca 100 Gramm) mit dem Auftrag übergaben, dass er ihnen in der Folge das Cannabisharz ins Lokal „C*****" bringt, was S***** in drei Fällen (durch Übergabe von insgesamt ca 195 Gramm) bewerkstelligte, wofür er je 20 Euro als Entlohnung erhielt;
3) Kadi B***** und Abdenour A***** in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken als Mittäter teils im Zusammenwirken mit der abgesondert verfolgten Birgit H*****, indem sie im Zeitraum von zumindest Oktober 2005 bis 11. Jänner 2006 insgesamt unbekannte Mengen, zumindest aber 300 Gramm Cannabisharz (beinhaltend die von S***** im Lokal „C*****" an sie übergebenen ca 195 Gramm) gewinnbringend an zahlreiche namentlich unbekannte Abnehmer (darunter auch Bernd G*****) zu einem Grammpreis von 10 Euro verkauften;
B) Kadi B***** erworben und besessen, und zwar
1) im Zeitraum von Ende Juli 2005 bis 12. Jänner 2006 unbekannte Mengen Cannabis und Kokain;
2) am 12. Jänner 2006 23,7 Gramm Cannabisharz sowie eine geringe Menge Kokain, das er im Lokal „C*****" in einem Mauerdurchbruch unmittelbar neben der Toilette gebunkert hatte, bis zur Sicherstellung durch Beamte des SPK Linz besessen;
II) Kadi B***** am 13. Jänner 2006 Harald E***** dadurch der Gefahr einer behördlichen Verfolgung ausgesetzt, dass er im Zuge seiner niederschriftlichen Befragung gegenüber Beamten des SPK Linz angab:römisch zwei) Kadi B***** am 13. Jänner 2006 Harald E***** dadurch der Gefahr einer behördlichen Verfolgung ausgesetzt, dass er im Zuge seiner niederschriftlichen Befragung gegenüber Beamten des SPK Linz angab:
„Hari (gemeint Harald E*****) machte im 'C*****' Geschäfte mit Haschisch. Über die Bezugsquellen kann ich leider keine Angaben machen. Jedenfalls hat er das Suchtgift stets bei sich, bevorzugt in der Kleidung oder Zigarettenpackung verwahrt und verkaufte es an interessierte Abnehmer zum Preis von 10 Euro pro Gramm. Bei Hari (gemeint Harald E*****) muss man sofort bezahlen. Er verkauft auf diese Weise seit einem Zeitraum von ca 1 ½ Monaten Haschisch. Ich selbst habe die zahlreichen Übergaben (Ware gegen Geld) beobachtet.", ihn mithin einer von Amts wegen zu verfolgenden, mit einem Jahr übersteigender Freiheitsstrafe bedrohten Handlung, nämlich des Vergehens nach § 27 Abs 1 sechster Fall, Abs 2 Z 2 erster Fall SMG falsch verdächtigt, wobei er wusste, dass die Verdächtigung falsch ist;„Hari (gemeint Harald E*****) machte im 'C*****' Geschäfte mit Haschisch. Über die Bezugsquellen kann ich leider keine Angaben machen. Jedenfalls hat er das Suchtgift stets bei sich, bevorzugt in der Kleidung oder Zigarettenpackung verwahrt und verkaufte es an interessierte Abnehmer zum Preis von 10 Euro pro Gramm. Bei Hari (gemeint Harald E*****) muss man sofort bezahlen. Er verkauft auf diese Weise seit einem Zeitraum von ca 1 ½ Monaten Haschisch. Ich selbst habe die zahlreichen Übergaben (Ware gegen Geld) beobachtet.", ihn mithin einer von Amts wegen zu verfolgenden, mit einem Jahr übersteigender Freiheitsstrafe bedrohten Handlung, nämlich des Vergehens nach Paragraph 27, Absatz eins, sechster Fall, Absatz 2, Ziffer 2, erster Fall SMG falsch verdächtigt, wobei er wusste, dass die Verdächtigung falsch ist;
III) Kadi B***** um Weihnachten 2005 Daniel H***** eine fremde bewegliche Sache, nämlich 2 Gramm Cannabisharz im Wert von 20 Euro, mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern;römisch drei) Kadi B***** um Weihnachten 2005 Daniel H***** eine fremde bewegliche Sache, nämlich 2 Gramm Cannabisharz im Wert von 20 Euro, mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern;
IV) Kadi B***** um Weihnachten 2005 Daniel H*****, den er verdächtigte, ihm Suchtgift aus seinem Bunker im Lokal „C*****" gestohlen zu haben, mit Gewalt zu einer Duldung genötigt, indem er H***** im Anschluss an die zu III) geschilderte Tathandlung mit Körperkraft gegen die Lokalwand drückte und sodann gegen dessen Willen nach (weiterem) Suchtgift durchsuchte.römisch vier) Kadi B***** um Weihnachten 2005 Daniel H*****, den er verdächtigte, ihm Suchtgift aus seinem Bunker im Lokal „C*****" gestohlen zu haben, mit Gewalt zu einer Duldung genötigt, indem er H***** im Anschluss an die zu römisch drei) geschilderte Tathandlung mit Körperkraft gegen die Lokalwand drückte und sodann gegen dessen Willen nach (weiterem) Suchtgift durchsuchte.
Die dagegen von den Angeklagten gemeinsam ausgeführten, allein auf den Grund der Z 5a des § 281 Abs 1 StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerden gehen fehl.Die dagegen von den Angeklagten gemeinsam ausgeführten, allein auf den Grund der Ziffer 5 a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerden gehen fehl.