Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 15.Dezember 1994 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Mag.Strieder als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kuch, Dr.Mayrhofer, Dr.Ebner und Dr.Schmucker als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr.Hobel als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Josef P***** und einen anderen Angeklagten wegen des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach §§ 127, 128 Abs 1 Z 2, 129 Z 3 StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Josef P***** sowie über die Berufung des Angeklagten Dieter Gerhard M***** gegen das Urteil des Landesgerichtes Salzburg als Schöffengericht vom 19.September 1994, GZ 39 Vr 2141/94-16, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung denDer Oberste Gerichtshof hat am 15.Dezember 1994 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Mag.Strieder als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kuch, Dr.Mayrhofer, Dr.Ebner und Dr.Schmucker als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr.Hobel als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Josef P***** und einen anderen Angeklagten wegen des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz eins, Ziffer 2, 129, Ziffer 3, StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Josef P***** sowie über die Berufung des Angeklagten Dieter Gerhard M***** gegen das Urteil des Landesgerichtes Salzburg als Schöffengericht vom 19.September 1994, GZ 39 römisch fünf r 2141/94-16, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.
Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Linz zugeleitet.
Gemäß § 390 a StPO fallen dem Angeklagten P***** auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.Gemäß Paragraph 390, a StPO fallen dem Angeklagten P***** auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.
Rechtliche Beurteilung
Mit dem bekämpften Urteil vom 19.September 1994 wurden Josef P***** und Dieter Gerhard M***** des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach §§ 127, 128 Abs 1 Z 2, 129 Z 3 StGB schuldig erkannt.Mit dem bekämpften Urteil vom 19.September 1994 wurden Josef P***** und Dieter Gerhard M***** des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz eins, Ziffer 2, 129, Ziffer 3, StGB schuldig erkannt.
Nach Urteilsverkündung meldete der Angeklagte P***** (nur) Strafberufung an, der Angeklagte M***** erklärte, sich Bedenkzeit vorzubehalten (S 171).
Während M***** in der Folge rechtzeitig eine Berufung wegen Strafe anmeldete und ausführte, brachte der Angeklagte P***** am 28.Oktober 1994 neben einer Berufung wegen Strafe auch eine Nichtigkeitsbeschwerde ein, die er nicht angemeldet hatte.
Diese Nichtigkeitsbeschwerde ist demnach verspätet und wäre bereits vom Vorsitzenden des Schöffengerichtes gemäß § 285 a Z 1 iVm § 285 b Abs 1 StPO zurückzuweisen gewesen. Da dies unterblieb und die Akten dem Obersten Gerichtshof vorgelegt wurden, hatte dieser schon bei einer nichtöffentlichen Beratung die Nichtigkeitsbeschwerde gemäß § 285 d Abs 1 Z 1 StPO zurückzuweisen.Diese Nichtigkeitsbeschwerde ist demnach verspätet und wäre bereits vom Vorsitzenden des Schöffengerichtes gemäß Paragraph 285, a Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph 285, b Absatz eins, StPO zurückzuweisen gewesen. Da dies unterblieb und die Akten dem Obersten Gerichtshof vorgelegt wurden, hatte dieser schon bei einer nichtöffentlichen Beratung die Nichtigkeitsbeschwerde gemäß Paragraph 285, d Absatz eins, Ziffer eins, StPO zurückzuweisen.
Die Entscheidung über die Berufungen fällt dem Oberlandesgericht Linz zu (§ 285 i StPO).Die Entscheidung über die Berufungen fällt dem Oberlandesgericht Linz zu (Paragraph 285, i StPO).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:0150OS00176.9405.1215.0
Dokumentnummer
JJT_19941215_OGH0002_0150OS00176_9400005_000