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Entscheidung 15 Os 83/04×

Entscheidung 15 Os 83/04

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

15Os83/04 (15Os94/04)

Entscheidungsdatum

11.08.2004

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 11. August 2004 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Markel als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schmucker, Dr. Zehetner, Dr. Danek und Dr. Kirchbacher als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Finster als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Zlatan S***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des versuchten schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 15, 127, 128, Absatz eins, Ziffer 4, 129, Ziffer eins, StGB und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Mikica P***** und Blagojce M***** sowie die Berufungen der Angeklagten Zlatan S*****, Nenad J***** und Milan P***** gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 16. April 2004, GZ 091 Hv 24/04x-111, sowie die Beschwerden der Angeklagten Zlatan S*****, Milan P***** und Blagojce M***** gegen den Beschluss gemäß Paragraph 494 a, StPO nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen und die Beschwerden werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Den Angeklagten Mikica P***** und Blagojce M***** fallen die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil - das auch in Rechtskraft erwachsene Schuldsprüche des Zlatan S*****, des Nenad J***** und des Milan P***** enthält - wurden Mikica P***** des Verbrechens des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, 130, zweiter Fall StGB und des Vergehens der Fälschung besonders geschützter Urkunden nach Paragraphen 223, Absatz 2, 224, StGB und Blagojce M***** des Verbrechens des versuchten schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 15, 127, 128, Absatz eins, Ziffer 4, 129, Ziffer eins, StGB schuldig erkannt.

Rechtliche Beurteilung

Neben noch offenen - gegen die Strafaussprüche gerichteten - Berufungen sämtlicher Angeklagter haben Mikica P***** und Blagojce M***** rechtzeitig Nichtigkeitsbeschwerden gegen die sie betreffenden Schuldsprüche angemeldet, diese jedoch in der Folge innerhalb der gesetzlichen Frist (Paragraph 285, Absatz eins, StPO) nicht ausgeführt. Weil sie es auch bei der Anmeldung verabsäumt haben, einen Nichtigkeitsgrund deutlich und bestimmt zu bezeichnen, wären ihre Nichtigkeitsbeschwerden gemäß Paragraph 285 a, Ziffer 2, StPO bereits von der Vorsitzenden des Schöffengerichts zurückzuweisen gewesen. Da dies unterblieb, waren sie nunmehr vom Obersten Gerichtshof bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, Ziffer eins, StPO), woraus die Kompetenz des Gerichtshofs zweiter Instanz zur Entscheidung über die Berufungen und die Beschwerden folgt (Paragraphen 285 i, 498, Absatz 3, StPO). Das Oberlandesgericht wird auch über den vom Verteidiger des Blagojce M***** eingebrachten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Ausführung (inhaltlich ausschließlich) der Berufung zu entscheiden haben.

Die Kostenentscheidung gründet sich auf Paragraph 390 a, StPO.

Anmerkung

E74381 15Os83.04

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:0150OS00083.04.0811.000

Dokumentnummer

JJT_20040811_OGH0002_0150OS00083_0400000_000