Entscheidungsgründe:
Der Kläger verlangt den Klagsbetrag von 16.875 S 15 g samt Nebengebühren als Anwaltshonorar, die Beklagte den Widerklagsbetrag von 59.088 S samt Nebengebühren als Schadenersatz wegen schlechter Vertretung, weil der Kläger daran Schuld trage, dass sie für das Wohnungseigentum an dem von ihr erworbenen Geschäftslokal je Quadratmeter den viel zu hohen Preis von 950 S bezahlt habe und ferner daran, dass sie nicht ins Grundbuch kommen könne, weil der Vertrag mit Wilhelmine P***** geschlossen worden sei, obwohl nicht sie, sondern der Verein ***** grundbücherlicher Eigentümer sei. Jede Partei beantragt die Abweisung des gegnerischen Begehrens. Das Erstgericht erkannte gemäß dem Klagebegehren und wies das Widerklagebegehren ab. Es stellte fest:
Der Wortlaut des § 20 WWG ist der Beklagten bereits mit dem Schreiben der Hausverwaltung T***** vom 14. 1. 1952 mitgeteilt worden. Am 21. 8. 1952 wurde statt Wilhelmine P***** der Verein ***** als Eigentümer der Liegenschaft intabuliert. Am 25. 1. 1954 hatte Dr. St***** (der Sachbearbeiter des Klägers) einen Brief der Beklagten erhalten, mit welchem sie mitgeteilt hatte, dass ihr der Verein erklärt hätte, sie müsste sich mit Frau P***** in Verbindung setzen, weil der Verein zwar die Ruine gekauft habe, ihm aber nur die Vergebung der Wohnungen zustehe, die Vergebung der Geschäftslokale sich aber Frau P***** vorbehalten habe und ihr diese Vergebung auch überlassen worden sei. Die Beklagte war von diesem Sachverhalt auch gemäß ihrem Schreiben vom 28. 1. 1954 unterrichtet. Gemäß dem Aktenvermerk vom 29. 1. 1954 ist der Beklagten von Dr. S***** mitgeteilt worden, dass Dr. P***** (der Vertreter Wilhelmine P*****s) für die Einräumung des Wohnungseigentumsrechts verlangen könne, was er wolle, vom Altmieter aber nicht mehr als ein Dritter zu zahlen hätte, dass ferner die Beklagte dann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit rechnen könne, das Wohnungseigentum zu erlangen, wenn Dr. P***** berechtigterweise so viel verlange, dass es die Beklagte nicht zahlen könne oder wolle. Die Altmietrechte waren zunächst streitig. Bei der Unterredung vom 29. 1. 1954 ist ein Preis von 500 S bis 600 S pro m2 erörtert worden, den aber die Beklagte zu hoch gefunden hat. Im Schreiben vom 28. 1. 1954 spricht sie auch von einem Preis von 500 S bis 600 S und überlässt es dem Kläger beziehungsweise Dr. S*****, vor Absendung eines Schreibens an Dr. P***** eine Schätzung durch einen Sachverständigen vornehmen zu lassen, falls sie dies für notwendig fänden. Der Vertrauensmann der Beklagten Dr. S***** hatte bei der Unterredung erklärt, man müsse aufpassen, dass man durch die Behauptung, der Preis wäre zu hoch, seiner Altmietrechte nicht verlustig gehe, denn es handle sich um ein Textilviertel, wo die Preise für derartige Lokale sehr hoch seien. Auf Anfrage von Dr. St***** hat Dr. P***** den Preis von 950 S genannt und zu Vergleichszwecken den von der Firma S***** bezahlten Preis herangezogen. Dr. St***** gab die Mitteilungen des Dr. P***** kommentarlos an die Beklagte weiter. Nach dieser Mitteilung hat Dr. St***** erwartet, dass nun ein Sachverständiger bestellt werden würde, damit die Angemessenheit des Preises ermittelt werden würde. Statt dessen rief die Beklagte am 5. 3. 1954 an, teilte mit, dass sie das Anbot Dris. P***** annehme, doch möge dies Dr. St***** dem Dr. P***** noch nicht bekanntgeben, da sie erst mit der Länderbank wegen Bedeckung des Kaufpreises sprechen müsste. Am 6. 3. 1954 hat die Beklagte neuerlich angerufen und mitgeteilt, dass die Flüssigmachung des erforderlichen Betrages bis nächste Woche zugesagt sei und dass Dr. St***** Dr. P***** mitteilen solle, dass sie das Anbot annnehme. Dies ist auch geschehen. Dass Dr. St***** mit Dr. P***** verhandelt und abgeschlossen hat, ergab sich aus der Zwangslage, die dadurch geschaffen worden war, dass der Verein bei Ankauf der Bombenruine der Wilhelmine P***** die Vergebung der Parterregeschäftsräumlichkeiten überlassen hat. Dass sich daraus Schwierigkeiten bei der Intabulierung ergeben würden, wurde offenbar nicht bedacht. Daraus ist aber ein Schaden nicht entstanden, die Intabulierung wird vielleicht trotz aller Schwierigkeiten erfolgen können. Dr. St***** ist ein Irrtum unterlaufen, indem er Dr. P*****, bzw Wilhelmine P***** als grundbücherliche, bzw Grundeigentümer bezeichnete. Über Preisrelationen ist nichts gesprochen worden, aber in der Unterredung, bei welcher Dr. S*****, der in derartigen Dingen selbst bewandert ist (Gebäudeverwalter), anwesend war, ist genau erörtert worden, was der Altmieter zu bezahlen habe. Darauf hat Dr. S***** geraten, mit dem Sachverständigen zuzuwarten und schließlich hat die Beklagte den von Dr. P***** geforderten Preis, ohne die Frage der Angemessenheit weiter zur Diskussion zu stellen, angenommen. Im Schreiben vom 8. 3. 1954 hat Dr. P***** erklärt, er habe veranlasst, dass der Verein sofort nach Eingang der Kaufsumme die Intabulierung der Firma P***** & K***** in die Wege leite. Dr. St***** hatte sich vergewissert gehabt, dass Dr. P***** Wilhelmine P***** vertrete, dass er die Nationalbankgenehmigung verschaffe. Dass er mit P***** zu verhandeln habe, geschah auf Weisung des Vereins. Dr. P***** hatte auch erklärt, dass ein Sammelkaufvertrag gemacht werden würde. Mit Schreiben vom 15. 3. 1954 hat der Kläger dem Dr. P***** mitgeteilt, dass vor weiterer Verwendung des Kaufvertrages die zumindest treuhändige Übergabe des Vertrags über das Wohnungseigentum und die Nationalbankgenehmigung stattfinden müsste. Die Beklagte hat den Kläger mit Schreiben vom 23. 3. 1954 ersucht, die Kaufsumme treuhändig zu verwahren, bis Seitens P***** ein Vertragsabschluss erfolgt. Der Vertragsabschluss ist erfolgt. Die Beklagte hat das Lokal auch erhalten. Nachdem alle Zusicherungen gemacht worden waren, hat Dr. St***** das Geld ausgezahlt. Mit Schreiben vom 31. 3. 1954 hat der Verein der Eigentumsübertragung zugestimmt, mit Schreiben vom 7. 4. 1954 hat Dr. P***** erklärt, er werde alle Vorkehrungen treffen, dass die Eigentumsrechte der Firma P***** & K***** in das Grundbuch eingetragen werden und auf die Sammeleintragung verwiesen. Damit waren alle Sicherungen gegeben, die der Sachlage nach möglich waren. Dr. St***** hat den Kaufpreis über fernmündliche Weisung der Beklagten ausgezahlt.Der Wortlaut des Paragraph 20, WWG ist der Beklagten bereits mit dem Schreiben der Hausverwaltung T***** vom 14. 1. 1952 mitgeteilt worden. Am 21. 8. 1952 wurde statt Wilhelmine P***** der Verein ***** als Eigentümer der Liegenschaft intabuliert. Am 25. 1. 1954 hatte Dr. St***** (der Sachbearbeiter des Klägers) einen Brief der Beklagten erhalten, mit welchem sie mitgeteilt hatte, dass ihr der Verein erklärt hätte, sie müsste sich mit Frau P***** in Verbindung setzen, weil der Verein zwar die Ruine gekauft habe, ihm aber nur die Vergebung der Wohnungen zustehe, die Vergebung der Geschäftslokale sich aber Frau P***** vorbehalten habe und ihr diese Vergebung auch überlassen worden sei. Die Beklagte war von diesem Sachverhalt auch gemäß ihrem Schreiben vom 28. 1. 1954 unterrichtet. Gemäß dem Aktenvermerk vom 29. 1. 1954 ist der Beklagten von Dr. S***** mitgeteilt worden, dass Dr. P***** (der Vertreter Wilhelmine P*****s) für die Einräumung des Wohnungseigentumsrechts verlangen könne, was er wolle, vom Altmieter aber nicht mehr als ein Dritter zu zahlen hätte, dass ferner die Beklagte dann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit rechnen könne, das Wohnungseigentum zu erlangen, wenn Dr. P***** berechtigterweise so viel verlange, dass es die Beklagte nicht zahlen könne oder wolle. Die Altmietrechte waren zunächst streitig. Bei der Unterredung vom 29. 1. 1954 ist ein Preis von 500 S bis 600 S pro m2 erörtert worden, den aber die Beklagte zu hoch gefunden hat. Im Schreiben vom 28. 1. 1954 spricht sie auch von einem Preis von 500 S bis 600 S und überlässt es dem Kläger beziehungsweise Dr. S*****, vor Absendung eines Schreibens an Dr. P***** eine Schätzung durch einen Sachverständigen vornehmen zu lassen, falls sie dies für notwendig fänden. Der Vertrauensmann der Beklagten Dr. S***** hatte bei der Unterredung erklärt, man müsse aufpassen, dass man durch die Behauptung, der Preis wäre zu hoch, seiner Altmietrechte nicht verlustig gehe, denn es handle sich um ein Textilviertel, wo die Preise für derartige Lokale sehr hoch seien. Auf Anfrage von Dr. St***** hat Dr. P***** den Preis von 950 S genannt und zu Vergleichszwecken den von der Firma S***** bezahlten Preis herangezogen. Dr. St***** gab die Mitteilungen des Dr. P***** kommentarlos an die Beklagte weiter. Nach dieser Mitteilung hat Dr. St***** erwartet, dass nun ein Sachverständiger bestellt werden würde, damit die Angemessenheit des Preises ermittelt werden würde. Statt dessen rief die Beklagte am 5. 3. 1954 an, teilte mit, dass sie das Anbot Dris. P***** annehme, doch möge dies Dr. St***** dem Dr. P***** noch nicht bekanntgeben, da sie erst mit der Länderbank wegen Bedeckung des Kaufpreises sprechen müsste. Am 6. 3. 1954 hat die Beklagte neuerlich angerufen und mitgeteilt, dass die Flüssigmachung des erforderlichen Betrages bis nächste Woche zugesagt sei und dass Dr. St***** Dr. P***** mitteilen solle, dass sie das Anbot annnehme. Dies ist auch geschehen. Dass Dr. St***** mit Dr. P***** verhandelt und abgeschlossen hat, ergab sich aus der Zwangslage, die dadurch geschaffen worden war, dass der Verein bei Ankauf der Bombenruine der Wilhelmine P***** die Vergebung der Parterregeschäftsräumlichkeiten überlassen hat. Dass sich daraus Schwierigkeiten bei der Intabulierung ergeben würden, wurde offenbar nicht bedacht. Daraus ist aber ein Schaden nicht entstanden, die Intabulierung wird vielleicht trotz aller Schwierigkeiten erfolgen können. Dr. St***** ist ein Irrtum unterlaufen, indem er Dr. P*****, bzw Wilhelmine P***** als grundbücherliche, bzw Grundeigentümer bezeichnete. Über Preisrelationen ist nichts gesprochen worden, aber in der Unterredung, bei welcher Dr. S*****, der in derartigen Dingen selbst bewandert ist (Gebäudeverwalter), anwesend war, ist genau erörtert worden, was der Altmieter zu bezahlen habe. Darauf hat Dr. S***** geraten, mit dem Sachverständigen zuzuwarten und schließlich hat die Beklagte den von Dr. P***** geforderten Preis, ohne die Frage der Angemessenheit weiter zur Diskussion zu stellen, angenommen. Im Schreiben vom 8. 3. 1954 hat Dr. P***** erklärt, er habe veranlasst, dass der Verein sofort nach Eingang der Kaufsumme die Intabulierung der Firma P***** & K***** in die Wege leite. Dr. St***** hatte sich vergewissert gehabt, dass Dr. P***** Wilhelmine P***** vertrete, dass er die Nationalbankgenehmigung verschaffe. Dass er mit P***** zu verhandeln habe, geschah auf Weisung des Vereins. Dr. P***** hatte auch erklärt, dass ein Sammelkaufvertrag gemacht werden würde. Mit Schreiben vom 15. 3. 1954 hat der Kläger dem Dr. P***** mitgeteilt, dass vor weiterer Verwendung des Kaufvertrages die zumindest treuhändige Übergabe des Vertrags über das Wohnungseigentum und die Nationalbankgenehmigung stattfinden müsste. Die Beklagte hat den Kläger mit Schreiben vom 23. 3. 1954 ersucht, die Kaufsumme treuhändig zu verwahren, bis Seitens P***** ein Vertragsabschluss erfolgt. Der Vertragsabschluss ist erfolgt. Die Beklagte hat das Lokal auch erhalten. Nachdem alle Zusicherungen gemacht worden waren, hat Dr. St***** das Geld ausgezahlt. Mit Schreiben vom 31. 3. 1954 hat der Verein der Eigentumsübertragung zugestimmt, mit Schreiben vom 7. 4. 1954 hat Dr. P***** erklärt, er werde alle Vorkehrungen treffen, dass die Eigentumsrechte der Firma P***** & K***** in das Grundbuch eingetragen werden und auf die Sammeleintragung verwiesen. Damit waren alle Sicherungen gegeben, die der Sachlage nach möglich waren. Dr. St***** hat den Kaufpreis über fernmündliche Weisung der Beklagten ausgezahlt.
Rechtlich kam das Erstgericht zu dem Ergebnis, dass dem Klagebegehren stattzugeben sei, weil die Klagsforderung unbestritten sei. Das Widerklagebegehren sei unbegründet, weil die Frage, ob ein überhöhter Kaufpreis aus Verschulden des Klägers bezahlt worden sei, verneint werden müsse.
Die Berufung der Beklagten blieb erfolglos. Das Berufungsgericht fand keine Bedenken gegen die erstrichterliche Beweiswürdigung und rechtliche Beurteilung. Weiter führt das Berufungsgericht im Wesentlichen aus:
Der Kläger hat sich mit Schreiben vom 25. 1. 1954 geweigert, mit Dr. P***** Verhandlungen über die Erwerbung des Lokales zu führen und hat den Verein ***** aufgefordert, die Angelegenheit zu ordnen. Darauf wurde er, und zwar zunächst durch die Beklagte selbst mit dem Schreiben vom 28. 1. 1954 in Kenntnis gesetzt, dass die Geschäftslokale nach einer Mitteilung des Vereines ***** Eigentum des Dr. P***** (richtig der Gattin desselben, Wilhelmine P*****) sind. Als der Verein ***** dem Kläger dann auf dessen Schreiben vom 28. 1. 1954 mit Schreiben vom 11. 2. 1954 bekanntgab, dass tatsächlich alle Parterreräumlichkeiten der Voreigentümerin Wilhelmine P***** vorbehalten geblieben sind, blieb dem Kläger nichts anderes übrig, als die Verbindung mit Wilhelmine P***** aufzunehmen, was er erstmalig mit dem Schreiben vom 18. 2. 1954 getan hat. Die Rückübertragung der Eigentumsanteile an Wilhelmine P***** ist bisher nicht erfolgt, aber der Verein ***** hat sich bereit erklärt, als formeller Hauseigentümer mit der Beklagten einen Kaufvertrag zu den Bedingungen abzuschließen, die zwischen der Beklagten und P***** vereinbart worden waren, dies unter der Bedingung, dass Frau P***** dem Kaufvertrage zum Zeichen der Quittierung des Kaufpreises beitritt. Dazu aber hat sich Dr. P***** namens seiner Gattin mit Schreiben vom 8. 3. 1954 verpflichtet, nachdem auch der Verein ***** mit Schreiben vom 31. 3. 1954 eine gleiche Erklärung über die Veranlassung der grundbücherlichen Eigentumsrechtseinverleibung der Beklagten abgegeben hatte. Zur Errichtung des Kaufvertrages ist es nicht deshalb nicht gekommen, weil rechtliche Schwierigkeiten der Errichtung des Vertrages entgegenstanden, sondern deshalb, weil nach Ansicht des Vereines ***** zwischen der Beklagten und Frau P***** ein Streit wegen des Kaufpreises bestehe. Nach diesem Sachverhalt war die vom Kläger geleistete Vertretung durchaus nicht fehlerhaft. Auch die Preisvereinbarung kann die Beklagte ihrem Anwalt nicht zur Last legen. Vor allem hat sie, wie aus ihrem Schreiben an den Kläger vom 28. 1. 1954 hervorgeht, ganz genau gewusst, dass der von Dr. P***** verlangte m2-Preis zu hoch sein dürfte, und hat auch ganz genau gewusst, was dagegen unternommen werden kann. Die Beklagte hat den Preis nicht überprüfen lassen, weil sie das Lokal unter keinen Umständen verlieren wollte.
Die Beklagte bekämpft das Urteil des Berufungsgerichtes mit Revision wegen Mangelhaftigkeit des Verfahrens, Aktenwidrigkeit und unrichtiger rechtlicher Beurteilung. Sie beantragt, es dahin abzuändern, dass das Klagebegehren abgewiesen und dem Widerklagebegehren Folge gegeben werde, allenfalls es aufzuheben und die Rechtssache im Rahmen der Widerklage an ein Untergericht zurückzuverweisen.
Der Kläger beantragt, der Revision nicht Folge zu geben.