Entscheidungsgründe:
Am 22. 6. 1956 kam es im Café Rasumofsky in Wien zu einer Rauferei, weil sich Walter S*****, der im Kartenspiel gegen Leopold L***** gewonnen hatte, weigerte, Revanche zu geben. L*****, Anton P***** und Franz Z***** gerieten deshalb mit S***** in einen Wortwechsel, der in Tätlichkeiten ausartete. Die Tätlichkeiten gingen von L***** aus, der dann im Verein mit P***** und Z***** den S***** blutig schlug. Daraufhin rief S***** den Siegfried K***** zu Hilfe, der sich in der Tat einmengte, gar nicht versuchte, die Raufenden zu trennen, sondern den Z***** mit einem Barhocker auf den Kopf schlug. Z***** ging in die Knie und wurde gemeinsam von S***** und K***** unter einen Tisch geschleudert; dort blieb er liegen und wurde von S***** noch mit Fußtritten traktiert. Z***** erlitt auf diese Weise eine Rißquetschwunde am Hinterhaupt, einen Nasenbeinbruch und eine Kopfprellung oder leichte Gehirnerschütterung; außerdem verlor er zwei Zähne. Welche dieser Verletzungen von S***** und welche von K***** zugefügt wurden, lässt sich nicht feststellen. Z***** hatte eine Woche hindurch starke Schmerzen, eine weitere Woche mittlere Schmerzen und vier Wochen leichte Schmerzen.
S***** und K***** wurden wegen dieses Vorfalls rechtkräftig nach § 157 (2) StG verurteilt.S***** und K***** wurden wegen dieses Vorfalls rechtkräftig nach Paragraph 157, (2) StG verurteilt.
Z***** stellt das Begehren, S***** und K***** zur ungeteilten Hand zur Zahlung eines Schmerzengelds in der Höhe von S 8.000 s. A. zu verurteilen.
In der Tagsatzung zur mündlichen Streitverhandlung am 5. 12. 1958 hat der Kläger mit S***** einen Prozessvergleich geschlossen, in dem sich S***** verpflichtete, dem Kläger S 7.000 in Raten zu bezahlen (S. 23). Damit schied S***** aus dem Rechtsstreit aus. K***** führte den Prozess fort; er wendete ein Mitverschulden des Klägers ein. Das Erstgericht setzte das Schmerzengeld mit 2.500 fest, teilte das Verschulden im Verhältnis von 1 : 4 zu Lasten des Beklagten und sprach dem Kläger demgemäß S 2.000 s. A. zu.
Der Beklagte gab sich mit dem Urteil zufrieden; der Kläger berief einerseits deshalb, weil er eine Verschuldensteilung für unangebracht hielt, und anderseits deshalb, weil er das Schmerzengeld als zu gering bemessen erachtete, und hatte teilweise Erfolg. Das Berufungsgericht billigte zwar die Verschuldensteilung des Erstgerichts, erhöhte aber den Zuspruch an den Kläger auf S 4.000 s. A., weil es einen Schmerzengeldgrundbetrag von S 5.000 als angemessen ansah.
Nur der Beklagte erhebt Revision aus dem Grund des § 503 Z 4 ZPO mit dem Antrag, das Berufungsurteil im Sinn einer Wiederherstellung des Ersturteils abzuändern. Sich dessen bewusst, dass von den Untergerichten (übereinstimmend) angenommene Quotenverhältnis der Verschuldenteilung nicht mehr bekämpfen zu können, weil er ja schon das Ersturteil unangefochten gelassen hatte, wendet er sich nur gegen die Höhe des Schmerzengeldgrundbetrags. Dabei geht er von bestimmten Tagessätzen für Schmerzen verschiedenen Grades aus, meint, dass sich das Berufungsgericht offenbar aus psychologischen Erwägungen zur Erhöhung des Schmerzengelds veranlasst gesehen habe, nämlich deshalb, weil sich S***** im früheren Prozessvergleich zur Zahlung einer höheren Summe verstanden hatte, dass aber diese Erwägungen nicht standhalten könnten, da es S***** gewesen sei, der dem Kläger die erheblichen Verletzungen zugefügt habe, wie ja überhaupt der in erster Linie schuldtragende S***** aus der abändernden Entscheidung des Berufungsgerichts Vorteil ziehe.Nur der Beklagte erhebt Revision aus dem Grund des Paragraph 503, Ziffer 4, ZPO mit dem Antrag, das Berufungsurteil im Sinn einer Wiederherstellung des Ersturteils abzuändern. Sich dessen bewusst, dass von den Untergerichten (übereinstimmend) angenommene Quotenverhältnis der Verschuldenteilung nicht mehr bekämpfen zu können, weil er ja schon das Ersturteil unangefochten gelassen hatte, wendet er sich nur gegen die Höhe des Schmerzengeldgrundbetrags. Dabei geht er von bestimmten Tagessätzen für Schmerzen verschiedenen Grades aus, meint, dass sich das Berufungsgericht offenbar aus psychologischen Erwägungen zur Erhöhung des Schmerzengelds veranlasst gesehen habe, nämlich deshalb, weil sich S***** im früheren Prozessvergleich zur Zahlung einer höheren Summe verstanden hatte, dass aber diese Erwägungen nicht standhalten könnten, da es S***** gewesen sei, der dem Kläger die erheblichen Verletzungen zugefügt habe, wie ja überhaupt der in erster Linie schuldtragende S***** aus der abändernden Entscheidung des Berufungsgerichts Vorteil ziehe.
Der Kläger beantragt Revisionsabweisung.
Die Revision ist nicht begründet.