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Entscheidung 2 Ob 568/93×

Entscheidung 2 Ob 568/93

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

2Ob568/93

Entscheidungsdatum

26.08.1993

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Melber als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Zehetner, Dr.Graf, Dr.Schinko und Dr.Tittel als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1.) Edeltraud K*****, und 2.) Peter K*****, beide *****, beide vertreten durch Dr.Gerhard Rößler, Rechtsanwalt in Zwettl, wider die beklagte Partei Verein M*****, vertreten durch dessen Obmann Gerhard S*****, dieser vertreten durch Dr.Edmund Kitzler, Rechtsanwalt in Gmünd/NÖ, wegen Unterlassung (Streitwert 30.000 S sA), infolge außerordentlicher Revision der klagenden Parteien gegen das Urteil des Landesgerichtes Krems a.d. Donau als Berufungsgerichtes vom 3.Juni 1993, GZ 2 R 103/93-24, womit infolge Berufung der klagenden Parteien das Urteil des Bezirksgerichtes Gmünd vom 20.Jänner 1993, GZ 2 C 1404/92-14, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluß

gefaßt:

Rechtliche Beurteilung

Die außerordentliche Revision wird gemäß Paragraph 513, ZPO in Verbindung mit Paragraphen 471, Ziffer 2 und 474 Absatz 2, ZPO zurückgewiesen, weil der Streitgegenstand, über den das Berufungsgericht entschieden hat, 50.000 S nicht übersteigt (Paragraph 502, Absatz 2, ZPO), zumal das auf Unterlassung von Musikdarbietungen unter Verwendung von Verstärkeranlagen und Lautsprechern bei bestimmt genannten Veranstaltungen auf der der beklagten Partei gehörigen Nachbar-Liegenschaft gerichtete, nicht jedoch eine unbewegliche Sache selbst betreffende Klagebegehren nicht der gem Paragraph 500, Absatz 3, ZPO sinngemäß anzuwendenden Bewertungsvorschrift des Paragraph 60, Absatz 2, JN unterliegt, das Berufungsgericht somit nicht von einer zwingenden Bewertungsvorschrift abgewichen ist und damit eine Bindung des Obersten Gerichtshofes an die berufungsgerichtliche Bewertung des nicht in Geld bestehenden, wohl aber vermögensrechtlichen Entscheidungsgegenstandes besteht (MGA ZPO14 Paragraph 500, ZPO E 24.), und außerdem kein Ausnahmsfall nach Paragraph 502, Absatz 3, ZPO vorliegt.

Anmerkung

E31532

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:0020OB00568.93.0826.000

Dokumentnummer

JJT_19930826_OGH0002_0020OB00568_9300000_000