Entscheidung 4 N 3/96
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
16.04.1996
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr. Niederreiter als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag, Dr.Rohrer, Dr.Griß und Dr.Zechner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr.Michael H*****, vertreten durch Dr.Richard Köhler und Dr.Anton Draskovits, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagten Parteien 1. Dr.Ernst C*****, 2. Dr.Maximilian G*****, 3. Dr.Alexander A*****, alle in ***** 4. W***** AG, ***** 5. M***** Gesellschaft mbH, ***** vertreten durch Dr.Ernst Chalupsky und andere Rechtsanwälte in Wels, wegen Unterlassung (Streitwert S 70.000,--), über die Befangenheitsanzeige des Hofrates des Obersten Gerichtshofes Dr.Ernst Tittel den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der Befangenheitsanzeige wird stattgegeben.
Text
Begründung:
Der vom Landesgericht Wels mit außerordentlicher Revision des Klägers vorgelegte Akt 1 Cg 69/95g ist gemäß Geschäftsverteilungsübersicht des Obersten Gerichtshofes für das Jahr 1995 zu 4 Ob 2038/96a im vierten Senat angefallen. Das Ersatzmitglied des vierten Senats, Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr.Ernst Tittel, ist mit dem Kläger befreundet; er hat auch vom vorliegenden Verfahren Kenntnis. Dr.Tittel hat gemäß § 22 Abs 2 GOG angezeigt, daß mit Rücksicht auf diesen Umstand Gründe vorliegen, die seine volle Unbefangenheit einem Zweifel aussetzen.Der vom Landesgericht Wels mit außerordentlicher Revision des Klägers vorgelegte Akt 1 Cg 69/95g ist gemäß Geschäftsverteilungsübersicht des Obersten Gerichtshofes für das Jahr 1995 zu 4 Ob 2038/96a im vierten Senat angefallen. Das Ersatzmitglied des vierten Senats, Hofrat des Obersten Gerichtshofes Dr.Ernst Tittel, ist mit dem Kläger befreundet; er hat auch vom vorliegenden Verfahren Kenntnis. Dr.Tittel hat gemäß Paragraph 22, Absatz 2, GOG angezeigt, daß mit Rücksicht auf diesen Umstand Gründe vorliegen, die seine volle Unbefangenheit einem Zweifel aussetzen.
Rechtliche Beurteilung
Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Dr.Tittel und dem Kläger sind ein zureichender Befangenheitsgrund im Sinne des § 19 Z 2 JN.Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Dr.Tittel und dem Kläger sind ein zureichender Befangenheitsgrund im Sinne des Paragraph 19, Ziffer 2, JN.
Der Befangenheitsanzeige war daher stattzugeben.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1996:00400N00003.96.0416.000
Dokumentnummer
JJT_19960416_OGH0002_00400N00003_9600000_000