Die Nichtigkeitsklage ist aber nicht begründet. Nach § 529 Abs 1 Z 2 ZPO kann eine rechtskräftige Entscheidung, durch welche eine Sache erledigt ist, mit Nichtigkeitsklage angefochten werden, wenn eine Partei in dem Verfahren gar nicht vertreten war, sofern die Prozessführung nicht nachträglich ordnungsgemäß genehmigt wurde. Im Verfahren 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes Wien ist in allen drei Instanzen Dr. Anton G***** für die dort beklagte, hier klagende Partei, eingeschritten. Die Vollmacht, die er vorgelegt hatte, liegt nicht mehr im Akt; sie wurde von der klagenden Partei auch nicht vorgelegt. Auch V***** und Dr. G***** wurden von der an sich beweispflichtigen klagenden Partei nicht als Zeugen über Form und Inhalt der Vollmacht Dris. G***** geführt. Da die beklagte Partei nicht ausdrücklich bestritten hat, dass V***** die Vollmacht an Dr. G***** namens der I***** unterschrieben hat, kann von dieser Behauptung der klagenden Partei als unbestritten ausgegangen werden. V***** war nach den gleichfalls unbestrittenen Angaben der klagenden Partei und der Aussage des Zeugen M***** Verkaufsleiter der Wiener Repräsentanz der klagenden Partei. Als solcher war er Handlungsbevollmächtigter der klagenden Partei im Sinne des § 54 HGB und zur Prozessführung nur ermächtigt, wenn ihm eine solche Befugnis besonders erteilt worden ist. V***** war daher nicht kraft Gesetzes, sondern allenfalls kraft besonders erteilter Befugnis berechtigt, Dr. G***** Prozessvollmacht namens der I***** zu erteilen. In welcher Form die Ermächtigung zur Prozessführung nach § 54 Abs 2 HGB zu erteilen ist, ist dem Gesetz nicht zu entnehmen. Da es sich hiebei um eine Willenserklärung handelt, kann eine solche Ermächtigung ausdrücklich oder stillschweigend erteilt werden (so auch Schlegelberger, Kommentar zum HGB4, S 303, Anm 5, und Reichsgerichtsrätekommentar zum Handelsgesetzbuch3 S 562, Anm 6). Ob V***** eine ausdrückliche Befugnis zur Prozessführung erteilt wurde, konnte nicht geklärt werden, weil aus der zu ON 12 vorgelegten Urkunde vom 10. 6. 1967 nur hervorgeht, dass im Aktenbuch der Sitzungen des Verwaltungsrates der klagenden Partei über eine solche Ermächtigung keine Beschlussfassung vorkommt. Der Zeuge M***** war bei der Anstellung V*****s nicht zugegen und weiß nicht, was mit ihm anlässlich der Anstellung besprochen wurde. V***** wurde, wie erwähnt, von keiner Partei als Zeuge geführt.Die Nichtigkeitsklage ist aber nicht begründet. Nach Paragraph 529, Absatz eins, Ziffer 2, ZPO kann eine rechtskräftige Entscheidung, durch welche eine Sache erledigt ist, mit Nichtigkeitsklage angefochten werden, wenn eine Partei in dem Verfahren gar nicht vertreten war, sofern die Prozessführung nicht nachträglich ordnungsgemäß genehmigt wurde. Im Verfahren 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes Wien ist in allen drei Instanzen Dr. Anton G***** für die dort beklagte, hier klagende Partei, eingeschritten. Die Vollmacht, die er vorgelegt hatte, liegt nicht mehr im Akt; sie wurde von der klagenden Partei auch nicht vorgelegt. Auch V***** und Dr. G***** wurden von der an sich beweispflichtigen klagenden Partei nicht als Zeugen über Form und Inhalt der Vollmacht Dris. G***** geführt. Da die beklagte Partei nicht ausdrücklich bestritten hat, dass V***** die Vollmacht an Dr. G***** namens der I***** unterschrieben hat, kann von dieser Behauptung der klagenden Partei als unbestritten ausgegangen werden. V***** war nach den gleichfalls unbestrittenen Angaben der klagenden Partei und der Aussage des Zeugen M***** Verkaufsleiter der Wiener Repräsentanz der klagenden Partei. Als solcher war er Handlungsbevollmächtigter der klagenden Partei im Sinne des Paragraph 54, HGB und zur Prozessführung nur ermächtigt, wenn ihm eine solche Befugnis besonders erteilt worden ist. V***** war daher nicht kraft Gesetzes, sondern allenfalls kraft besonders erteilter Befugnis berechtigt, Dr. G***** Prozessvollmacht namens der I***** zu erteilen. In welcher Form die Ermächtigung zur Prozessführung nach Paragraph 54, Absatz 2, HGB zu erteilen ist, ist dem Gesetz nicht zu entnehmen. Da es sich hiebei um eine Willenserklärung handelt, kann eine solche Ermächtigung ausdrücklich oder stillschweigend erteilt werden (so auch Schlegelberger, Kommentar zum HGB4, S 303, Anmerkung 5, und Reichsgerichtsrätekommentar zum Handelsgesetzbuch3 S 562, Anmerkung 6). Ob V***** eine ausdrückliche Befugnis zur Prozessführung erteilt wurde, konnte nicht geklärt werden, weil aus der zu ON 12 vorgelegten Urkunde vom 10. 6. 1967 nur hervorgeht, dass im Aktenbuch der Sitzungen des Verwaltungsrates der klagenden Partei über eine solche Ermächtigung keine Beschlussfassung vorkommt. Der Zeuge M***** war bei der Anstellung V*****s nicht zugegen und weiß nicht, was mit ihm anlässlich der Anstellung besprochen wurde. V***** wurde, wie erwähnt, von keiner Partei als Zeuge geführt.
Es ist daher zu untersuchen, ob V***** stillschweigend im Sinne des § 863 ABGB von der klagenden Partei ermächtigt wurde, für die klagende Partei einen Prozessbevollmächtigten zu bestellen. Hiebei kommt es, wie überhaupt bei stillschweigenden Willenserklärungen, darauf an, ob nach objektivem Maßstab, nach der Verkehrssitte (Gschnitzer im Klang2 IV/1 S 74), Handlungen gesetzt wurden, welche mit Überlegungen aller Umstände keinen vernünftigen Grund daran zu zweifeln übrig lassen.Es ist daher zu untersuchen, ob V***** stillschweigend im Sinne des Paragraph 863, ABGB von der klagenden Partei ermächtigt wurde, für die klagende Partei einen Prozessbevollmächtigten zu bestellen. Hiebei kommt es, wie überhaupt bei stillschweigenden Willenserklärungen, darauf an, ob nach objektivem Maßstab, nach der Verkehrssitte (Gschnitzer im Klang2 IV/1 S 74), Handlungen gesetzt wurden, welche mit Überlegungen aller Umstände keinen vernünftigen Grund daran zu zweifeln übrig lassen.
Diesbezüglich stellt der Oberste Gerichtshof fest: Die klagende Partei hat ihren Sitz in Madrid, sie unterhält in verschiedenen Orten Bezirksdirektionen und an anderen Orten diesen untergeordnete Repräsentanzen. In Wien war nur eine Repräsentanz errichtet, die die Aufgabe hatte, Flugkarten zu verkaufen, bzw durch Reiseagenturen verkaufen zu lassen. Aufgabe des mit der Leitung der Wiener Repräsentanz betrauten Hok Rainer V***** war, den Flugkartenverkauf zu vermitteln und Kontakte mit Reisegesellschaften zu pflegen (Zeuge M*****). Die klagende Partei war im Wiener Handelsregister nicht eingetragen und auch bei der Gewerbebehörde war nicht zu erfahren, wer für die klagende Partei in Österreich vertretungsbefugt sei (Zeugen Dr. Otto G***** und Dr. Ernst S*****). Gegen Hok Rainer V***** hat die W***** GesmbH zu 18 E 9050/64 des Exekutionsgerichts Wien Gehaltsexekution geführt; das Zahlungsverbot an die klagende Partei hat V***** und dem Vermerk „Chef" übernommen. Desgleichen hat Dr. Walter S***** zu 18 E 7042/64 des Exekutionsgerichtes Wien Gehaltsexekution gegen V***** geführt (Akt 4 Cr 1325/65-11 des Arbeitsgerichtes Wien). Auch Silvia L***** hat zu 18 E 7378/64 des Exekutionsgerichtes Wien gegen V***** Gehaltsexekution geführt. Das Zahlungsverbot an die klagende Partei hat am 8. 9. 1964 gleichfalls V***** übernommen und mit „Chef der Firma" unterzeichnet (Akt 18 E 7378/64 des Exekutionsgerichtes Wien). Dr. Otto G***** hat namens der Silvia L***** der klagenden Partei in mehreren Schreiben über die Exekutionsführung berichtet. Die klagende Partei hat am 8. November 1965 Dr. G***** ua geantwortet: „Wir wenden uns neuerlich an unseren Delegierten in Zürich, von dem das Büro der I***** abhängt, damit er dafür Sorge trage, Herrn V***** anzuraten, die Erledigung dieser Angelegenheiten endgültig vorzunehmen. Jedenfalls können wir Ihnen keine Zusagen machen, weshalb es Ihnen freisteht, in einer Weise vorzugehen, die Ihnen als richtig erscheinen mag, um die Ihnen übertragenen Interessen Ihres Mandanten zu wahren" (Zeuge Dr. Otto G*****, Zeuge M***** und Beilage I). Gehaltsexekution gegen V***** wurde auch im August 1965 beim Betreibungsamt Zürich I zu Arrest Nr 57 geführt. Das Drittverbot wurde der Schweizer Bezirksdirektion der I***** (Direktor D*****) zugestellt (Beil J-R). Dr. Anton G***** hat gegen die I***** eine Klage auf Bezahlung des Honorars in der Höhe von S 7.311,03 für die Vertretung in der Rechtssache 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes eingebracht und in I. Instanz obsiegt. Dieses Urteil wurde von der I***** nicht angefochten, weil es sich um einen verhältnismäßig geringen Betrag gehandelt hat (Zeuge M*****). Die Steuerangelegenheiten der I***** besorgte Dr. Kurt C*****, und zwar aufgrund einer Steuervollmacht, die Stampiglie der klagenden Partei und die Unterschrift V*****s trug. C***** stand wegen der Steuer- und Lohnbuchhaltung in Kontakt mit der Schweizer Bezirksleitung der klagenden Partei (Zeuge Dr. Kurt C***** im Akt 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes Wien).Diesbezüglich stellt der Oberste Gerichtshof fest: Die klagende Partei hat ihren Sitz in Madrid, sie unterhält in verschiedenen Orten Bezirksdirektionen und an anderen Orten diesen untergeordnete Repräsentanzen. In Wien war nur eine Repräsentanz errichtet, die die Aufgabe hatte, Flugkarten zu verkaufen, bzw durch Reiseagenturen verkaufen zu lassen. Aufgabe des mit der Leitung der Wiener Repräsentanz betrauten Hok Rainer V***** war, den Flugkartenverkauf zu vermitteln und Kontakte mit Reisegesellschaften zu pflegen (Zeuge M*****). Die klagende Partei war im Wiener Handelsregister nicht eingetragen und auch bei der Gewerbebehörde war nicht zu erfahren, wer für die klagende Partei in Österreich vertretungsbefugt sei (Zeugen Dr. Otto G***** und Dr. Ernst S*****). Gegen Hok Rainer V***** hat die W***** GesmbH zu 18 E 9050/64 des Exekutionsgerichts Wien Gehaltsexekution geführt; das Zahlungsverbot an die klagende Partei hat V***** und dem Vermerk „Chef" übernommen. Desgleichen hat Dr. Walter S***** zu 18 E 7042/64 des Exekutionsgerichtes Wien Gehaltsexekution gegen V***** geführt (Akt 4 Cr 1325/65-11 des Arbeitsgerichtes Wien). Auch Silvia L***** hat zu 18 E 7378/64 des Exekutionsgerichtes Wien gegen V***** Gehaltsexekution geführt. Das Zahlungsverbot an die klagende Partei hat am 8. 9. 1964 gleichfalls V***** übernommen und mit „Chef der Firma" unterzeichnet (Akt 18 E 7378/64 des Exekutionsgerichtes Wien). Dr. Otto G***** hat namens der Silvia L***** der klagenden Partei in mehreren Schreiben über die Exekutionsführung berichtet. Die klagende Partei hat am 8. November 1965 Dr. G***** ua geantwortet: „Wir wenden uns neuerlich an unseren Delegierten in Zürich, von dem das Büro der I***** abhängt, damit er dafür Sorge trage, Herrn V***** anzuraten, die Erledigung dieser Angelegenheiten endgültig vorzunehmen. Jedenfalls können wir Ihnen keine Zusagen machen, weshalb es Ihnen freisteht, in einer Weise vorzugehen, die Ihnen als richtig erscheinen mag, um die Ihnen übertragenen Interessen Ihres Mandanten zu wahren" (Zeuge Dr. Otto G*****, Zeuge M***** und Beilage römisch eins). Gehaltsexekution gegen V***** wurde auch im August 1965 beim Betreibungsamt Zürich römisch eins zu Arrest Nr 57 geführt. Das Drittverbot wurde der Schweizer Bezirksdirektion der I***** (Direktor D*****) zugestellt (Beil J-R). Dr. Anton G***** hat gegen die I***** eine Klage auf Bezahlung des Honorars in der Höhe von S 7.311,03 für die Vertretung in der Rechtssache 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes eingebracht und in römisch eins. Instanz obsiegt. Dieses Urteil wurde von der I***** nicht angefochten, weil es sich um einen verhältnismäßig geringen Betrag gehandelt hat (Zeuge M*****). Die Steuerangelegenheiten der I***** besorgte Dr. Kurt C*****, und zwar aufgrund einer Steuervollmacht, die Stampiglie der klagenden Partei und die Unterschrift V*****s trug. C***** stand wegen der Steuer- und Lohnbuchhaltung in Kontakt mit der Schweizer Bezirksleitung der klagenden Partei (Zeuge Dr. Kurt C***** im Akt 4 Cr 1325/65 des Arbeitsgerichtes Wien).
Aus diesen Feststellungen ergibt sich, dass die klagende Partei in Wien eine Repräsentanz eröffnet und Handelsgeschäfte geführt hat, ohne ausdrücklich jemanden zu bestellen, der zu ihrer Vertretung bei österreichischen Behörden, Gerichten usw berechtigt gewesen wäre. Die klagende Partei musste aus ihrem übrigen Geschäftsbetrieb wissen, dass sich bei der Abwickung von Handelsgeschäften, insbesondere bei der Führung der Repräsentanz einer Fluggesellschaft immer wieder die Notwendigkeit ergibt, einen befugten Vertreter für die Wahrung der Belange der Gesellschaft am Sitz der Repräsentanz zu haben. Sie hat geduldet, dass V***** für sie Steuervollmachten erteilt, sie hat mindestens von zwei gegen sie erlassenen, zum Teil von V***** übernommenen Zahlungsverboten gewusst, hat sich nicht gegen die Zustellung der Verbote an V***** gewehrt und hat keinen Bevollmächtigten in diesem Exekutionsverfahren bestellt. Im Gegenteil, sie hat an den Vertreter der betreibenden Partei L*****, an Dr. Otto G***** geschrieben, dass ihr Delegierter in Zürich V***** anraten würde, „die Erledigung dieser Angelegenheit endgültig vorzunehmen". Sie hat also in Kenntnis des ergangenen Zahlungsverbotes Dr. G***** an V***** verwiesen, damit dieser „die Angelegenheit endgültig erledige". Diese Verweisung kann nur dahin verstanden werden, dass die klagende Partei Dr. G***** an V***** als ihren Vertreter in der genannten Exekutionssache verwiesen hat und nicht dahin, dass sie Dr. G***** an den Schuldner V***** verwiesen habe, weil der klagenden Partei als großem Unternehmen und dem das Schreiben unterfertigenden Zeugen M***** als Rechtsanwalt bewusst gewesen sein muss, dass es nicht angeht, bei einer Forderungsexekution den betreibenden Gläubiger einfach an die verpflichtete Partei zu verweisen.
Zusammenfassend muss also gesagt werden, dass die klagende Partei, wenn auch nicht ausdrücklich, so doch durch schlüssige Handlungen, die zu keinem Zweifel Anlass geben, es Hok Rainer V***** überlassen hat, auch gegenüber Gerichten und anderen Behörden die Interessen der I***** in Österreich zu vertreten. Darin ist die Erteilung der Befugnis zur Prozessführung im Sinne des § 54 Abs 2 HGB und die Befugnis zur Bestellung eines Prozessbevollmächtigten für die klagende Partei zu erblicken.Zusammenfassend muss also gesagt werden, dass die klagende Partei, wenn auch nicht ausdrücklich, so doch durch schlüssige Handlungen, die zu keinem Zweifel Anlass geben, es Hok Rainer V***** überlassen hat, auch gegenüber Gerichten und anderen Behörden die Interessen der I***** in Österreich zu vertreten. Darin ist die Erteilung der Befugnis zur Prozessführung im Sinne des Paragraph 54, Absatz 2, HGB und die Befugnis zur Bestellung eines Prozessbevollmächtigten für die klagende Partei zu erblicken.
Selbst wenn noch irgend ein Zweifel geblieben wäre, ob Hok Rainer V***** stillschweigend zur Vertretung der I***** vor österreichischen Behörden und Gerichten befugt war, wäre ein solcher Zweifel dadurch zerstreut, dass die I***** das von Dr. G***** verlangte Honorar für sein Einschreiten im Verfahren 4 Cr 1325/65 bezahlt hat, ohne den Instanzenzug auszuschöpfen. Auf das Motiv dieser Zahlung kommt es nicht an, sondern auf die objektive Wertung der Tatsache der freiwilligen Zahlung. Objektiv muss aber nach der Verkehrssitte in dieser freiwilligen Zahlung des Honorars die nachträgliche Genehmigung der von V***** vorgenommenen Bestellung Dr. G*****s als Prozessbevollmächtigter der klagenden Partei erblickt werden. Die Nichtigkeitsklage war daher abzuweisen.
Die Kostenentscheidung gründet sich auf die §§ 41 und 50 ZPO.Die Kostenentscheidung gründet sich auf die Paragraphen 41 und 50 ZPO.