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Entscheidung 5 Ob 1022/91×

Entscheidung 5 Ob 1022/91

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob1022/91

Entscheidungsdatum

09.04.1991

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Jensik als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Zehetner, Dr. Klinger, Dr. Schwarz und Dr. Floßmann als weitere Richter in der Rechtssache des Antragstellers Mag. Prof. Thomas H*****, vertreten durch Dr. Karl Zingher, Rechtsanwalt in Wien, wider die Antragsgegner 1.) Kurt M*****, Kaufmann, ***** 2.) R***** AG, ***** und 3.) G***** Gesellschaft mbH, ***** Zweit- und Drittantragsgegnerin, vertreten durch Mag. Dr. Otto Köhler, Rechtsanwalt in Wien, wegen Paragraph 2, Absatz 3, MRG infolge außerordentlichen Rekurses des Antragstellers gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgerichtes vom 8. Jänner 1991, GZ 41 R 521/90-15, den Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs des Antragstellers wird gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16 und 18 MRG in Verbindung mit Paragraph 526, Absatz 2, Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528 a, in Verbindung mit Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Rechtliche Beurteilung

Begründung:

a) Die Zulässigkeit des ordentlichen Revisionsrekurses gegen Sachbeschlüsse im Verfahren nach Paragraph 37, MRG hängt seit 1. Jänner 1990 gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16 und 18 MRG (in der Fassung des Revisionsrekursanpassungsgesetzes, BGBl. 1989/654) in Verbindung mit Paragraph 528, Absatz eins, ZPO nicht davon ab, ob konforme oder difforme Entscheidungen der Vorinstanzen vorliegen, sondern nur davon, ob eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne der letztgenannten Gesetzesstelle zu lösen ist.

b) Auf andere Umstände als die Verwirklichung eines Umgehungstatbestandes oder das Vorliegen eines Scheingeschäftes (s. Würth-Zingher, Miet- und Wohnrecht19, Rz 9 zu Paragraph 2, MRG) kann das Begehren auf Feststellung eines Hauptmietverhältnisses nach Paragraph 2, Absatz 3, MRG im Verfahren nach Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer eins, MRG nicht gestützt werden (z.B. Irrtum etc.; vergleiche Würth-Zingher, Miet- und Wohnrecht19 Paragraph 37, Rz 13). Weder nach den Behauptungen des Antragstellers noch nach den Feststellungen liegt ein Schein- oder Umgehungsgeschäft vor.

Anmerkung

E25991

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:0050OB01022.91.0409.000

Dokumentnummer

JJT_19910409_OGH0002_0050OB01022_9100000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung