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Entscheidung 5 Ob 1067/93×

Entscheidung 5 Ob 1067/93

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob1067/93

Entscheidungsdatum

09.11.1993

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Jensik als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Zehetner, Dr.Klinger, Dr.Schwarz und Dr.Flossmann als weitere Richter in der Mietrechtssache der Antragstellerin Irmgard R*****, Studentin, ***** Wien, R*****gasse 7/42, vertreten durch Dr.Thomas Prader und Dr.Werner Goeritz, Rechtsanwälte in Wien, wider den Antragsgegner Josef P*****, Hauseigentümer, ***** Wien, R*****gasse 7/48, wegen Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 8, MRG in Verbindung mit Paragraph 16, MRG, verbunden mit dem Antrag auf Feststellung der Ausstattungskategorie einer Wohnung, infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für ZRS Wien als Rekursgericht vom 8.Juni 1993, GZ 41 R 653/92-11, mit welchem der Sachbeschluß des Bezirksgerichtes Hernals vom 23.März 1992, GZ 5 Msch 80/91-5, bestätigt wurde, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die Akten werden dem Erstgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, den Sachbeschluß des Rekursgerichtes gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 2, MRG auch den anderen Hauptmietern - allenfalls durch einen Anschlag im Sinne des Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 4, MRG - zuzustellen.

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die Vorinstanzen waren ua mit dem Begehren der Antragstellerin befaßt, die Ausstattungskategorie ihrer Wohnung (konkret die Kategorie "D") festzustellen. An einem solchen Verfahren sind gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 2, MRG auch die anderen Hauptmieter der Liegenschaft zu beteiligen, weil deren Interessen durch die Stattgebung des Antrages unmittelbar berührt werden könnten (MietSlg 39.523; MietSlg 40.528; WoBl 1992, 150/108; WoBl 1993, 118/84). Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs aller Parteien reicht daher die Zustellung des zweitinstanzlichen Sachbeschlusses an die Antragstellerin und den Antragsgegner nicht aus.

Nach Behebung des Zustellmangels werden die Akten spätestens nach Verstreichen der vierwöchigen Rechtsmittelfrist des Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 17, Litera b, MRG wieder direkt dem Obersten Gerichtshof vorzulegen sein.

Anmerkung

E34976

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:0050OB01067.93.1109.000

Dokumentnummer

JJT_19931109_OGH0002_0050OB01067_9300000_000