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Entscheidung 5 Ob 1568/91×

Entscheidung 5 Ob 1568/91

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob1568/91

Entscheidungsdatum

10.12.1991

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Jensik als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Zehetner, Dr. Klinger, Dr. Schwarz und Dr. Floßmann als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ing. Wilhelm S*****, Kaufmann, ***** Graz, E*****straße 33, vertreten durch Dr. Michael Nierhaus, Rechtsanwalt in Graz, gegen die beklagte Partei Karl M*****, H*****gesellschaft m.b.H., ***** L***** 96, vertreten durch Dr. Guido Held, Rechtsanwalt in Graz, wegen restlich S 38.003,-- s.A. infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Graz als Berufungsgerichtes vom 17. Juli 1991, GZ 8 R 8/90-31, den Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision der klagenden Partei wird als verspätet zurückgewiesen.

Die beklagte Partei hat die Kosten ihrer Revisionsbeantwortung selbst zu tragen.

Rechtliche Beurteilung

Begründung:

Das Urteil des Berufungsgerichtes wurde dem Kläger am 8. Oktober 1991 zugestellt, sodaß die vierwöchige Revisionsfrist (Paragraph 505, Absatz 2, ZPO) am 5. November 1991 endete. Innerhalb dieser Frist, nämlich am 4. November 1991, gab er zwar die jetzt vorliegende außerordentliche Revision zur Post, adressierte sie jedoch an den Obersten Gerichtshof in Wien, wo sie am 6. November 1991 einlangte. Trotz sofortiger Weiterleitung an das Prozeßgericht erster Instanz, das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz, ist sie dort erst am 7. November 1991 angekommen (s. AS 154).

Paragraph 505, Absatz eins, ZPO, der anordnet, die Revisionsschrift beim Prozeßgericht erster Instanz zu überreichen, unterscheidet nicht zwischen ordentlichen und außerordentlichen Revisionen. Auch die außerordentliche Revision muß daher beim Erstgericht eingebracht werden (Fasching, Zivilprozeßrecht2, Rz 1942). Wird das Rechtsmittel beim unzuständigen Gericht überreicht, entscheidet der Tag des Einlangens beim zuständigen Gericht (E 1 zu Paragraph 465, ZPO, MGA14).

Es war daher wie im Spruch zu entscheiden.

Die Kostenentscheidung stützt sich auf Paragraphen 40, 50, ZPO in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2, letzter Satz ZPO.

Anmerkung

E26848

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:0050OB01568.91.1210.000

Dokumentnummer

JJT_19911210_OGH0002_0050OB01568_9100000_000