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Entscheidung 5 Ob 1595/90×

Entscheidung 5 Ob 1595/90

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob1595/90

Entscheidungsdatum

29.01.1991

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Jensik als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Zehetner, Dr. Klinger, Dr. Schwarz und Dr. Floßmann als weitere Richter in der Verlassenschaftssache nach dem am 30. Mai 1989 verstorbenen Josef *****, Pensionist, zuletzt wohnhaft gewesen in *****, infolge außerordentlichen Rekurses der ue Söhne Franz ***** und Friedrich *****, beide *****, gegen den Beschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz als Rekursgerichtes vom 7. November 1990, GZ 3 R 358/90-25, den Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs wird mangels der Voraussetzungen des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zurückgewiesen (Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508, a Absatz 2 und Paragraph 510, ZPO).

Rechtliche Beurteilung

Begründung:

Die Rechtsmittelwerber begehrten nur die Zuerkennung des Pflichtteiles, machten aber nicht die den Pflichtteilsberechtigten durch die Paragraphen 784, 804 und 812 ABGB eingeräumten Rechte geltend. Über die Zuerkennung des Pflichtteiles wäre aber (über Klage gegen die Erbin) im Streitverfahren zu entscheiden (SZ 54/122). Der Antrag der ue Söhne wurde daher im Ergebnis zutreffend zurückgewiesen. Für diesen Zurückweisungsbeschluß ist die Bestimmung des Paragraph 754, Absatz 2, ABGB, dessen Verfassungsmäßigkeit die Rekurswerber bezweifeln, nicht präjudiziell.

Anmerkung

E25202

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:0050OB01595.9.0129.000

Dokumentnummer

JJT_19910129_OGH0002_0050OB01595_9000000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung