Entscheidung 5 Ob 504/97x
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
13.01.1998
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schwarz, Dr.Floßmann, Dr.Baumann und Dr.Hradil als weitere Richter in der Mietrechtssache der Antragstellerin Johann D***** KG, ***** vertreten durch Dr.Hans Wagner, Rechtsanwalt in Wien, wider die Antragsgegner 1.) Johann D*****, Pensionist, ***** und 2.) W***** GmbH, ***** beide vertreten durch Dr.Helmut Boller, Dr.Günter Langhammer und Dr.Wolfgang Schubert, Rechtsanwälte in Wien, wegen § 37 Abs 1 Z 6 MRG infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgerichtes vom 30.September 1997, GZ 41 R 610/97d-10, denDer Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schwarz, Dr.Floßmann, Dr.Baumann und Dr.Hradil als weitere Richter in der Mietrechtssache der Antragstellerin Johann D***** KG, ***** vertreten durch Dr.Hans Wagner, Rechtsanwalt in Wien, wider die Antragsgegner 1.) Johann D*****, Pensionist, ***** und 2.) W***** GmbH, ***** beide vertreten durch Dr.Helmut Boller, Dr.Günter Langhammer und Dr.Wolfgang Schubert, Rechtsanwälte in Wien, wegen Paragraph 37, Absatz eins, Ziffer 6, MRG infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgerichtes vom 30.September 1997, GZ 41 R 610/97d-10, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin wird gemäß § 37 Abs 3 Z 16 bis 18 MRG iVm § 526 Abs 2 Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 528 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528a iVm § 510 Abs 3 ZPO).Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin wird gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16 bis 18 MRG in Verbindung mit Paragraph 526, Absatz 2, Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528 a, in Verbindung mit Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).
Rechtliche Beurteilung
Der dem Gericht bei der Auslegung des § 9 Abs 1 Z 2 MRG eingeräumte Spielraum bei Beurteilung der Umstände des Einzelfalles wird nicht überschritten, wenn das Gericht den Umbau eines Teiles des als Büro gemieteten Bestandobjektes in einen Heizraum für das angrenzende, unabhängig davon für Zwecke einer Reparaturwerkstätte gemietete Objekt als eine nicht der Übung des Verkehrs entsprechende Änderung ansieht und demgemäß eine diesbezügliche Duldungspflicht des Vermieters verneint.Der dem Gericht bei der Auslegung des Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 2, MRG eingeräumte Spielraum bei Beurteilung der Umstände des Einzelfalles wird nicht überschritten, wenn das Gericht den Umbau eines Teiles des als Büro gemieteten Bestandobjektes in einen Heizraum für das angrenzende, unabhängig davon für Zwecke einer Reparaturwerkstätte gemietete Objekt als eine nicht der Übung des Verkehrs entsprechende Änderung ansieht und demgemäß eine diesbezügliche Duldungspflicht des Vermieters verneint.
Solange jedoch nicht in Verkennung der Rechtslage der dem Rechtsanwender eingeräumte Beurteilungsspielraum verlassen wird, liegt keine erhebliche Rechtsfrage vor (vgl MietSlg 46.239, 46.240).Solange jedoch nicht in Verkennung der Rechtslage der dem Rechtsanwender eingeräumte Beurteilungsspielraum verlassen wird, liegt keine erhebliche Rechtsfrage vor vergleiche MietSlg 46.239, 46.240).
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:0050OB00504.97X.0113.000
Dokumentnummer
JJT_19980113_OGH0002_0050OB00504_97X0000_000