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Entscheidung 5 Ob 8/84×

Entscheidung 5 Ob 8/84

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob8/84

Entscheidungsdatum

18.09.1984

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshof Dr. Marold als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Griehsler, Dr. Jensik, Dr. Zehetner und Dr. Klinger als Richter in der Rechtssache der Antragsteller C***** G*****, N***** B*****, A***** B*****, V*****, M*****-GesmbH & Co KG, M***** Z*****, J***** S*****, M***** S*****, Dr. B***** R*****, E***** H*****, W***** H*****, M***** S*****, J***** F*****, P***** S*****, E***** R*****, A***** R*****, F***** K*****, A***** K*****, W***** KG, E***** K*****, Ing. K***** P*****, E***** R*****, Ing. Mag. J***** R*****, E***** E*****, H***** E*****, Dipl. Ing. H***** F*****, M***** F*****, Dkfm. Dr. P***** M*****, W***** M*****, O***** S*****, E***** M*****, I***** S*****, sämtliche *****, sämtliche vertreten durch Dr. Peter Wagner, Rechtsanwalt in Linz, wider die Antragsgegnerin W***** Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau mbH, *****, vertreten durch Dr. Eckhard Tasler, Rechtsanwalt in Linz, wegen Rechnungslegung nach Paragraphen 17, Absatz 2, Ziffer eins und 16 Absatz 3, WEG und Herausgabe des Überschusses infolge Revisionsrekurses der Antragsteller, gegen den Beschluss des Landesgerichts Linz als Rekursgericht vom 5. Oktober 1983, GZ 13 R 459/83-41, womit der Beschluss des Bezirksgerichts Linz vom 26. April 1983, GZ 1 Nc 12/81-28, teils als nichtig aufgehoben, teils die Rechtssache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückgewiesen wurde, folgenden

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Akten werden dem Landesgericht Linz als Rekursgericht mit dem Auftrag zurückgestellt, seinen Beschluss vom 5. Oktober 1983, AZ 13 R 459/83, hinsichtlich der Entscheidung über den Antrag auf Rechnungslegung für die Jahre 1975 bis 1980 durch die nach Paragraph 526, Absatz 3, ZPO in Verbindung mit Paragraph 500, Absatz 2, Ziffer eins und 3 ZPO erforderlichen Aussprüche, allenfalls durch Beisetzung des Ausspruchs gemäß Paragraph 526, Absatz 3, ZPO in Verbindung mit Paragraph 500, Absatz 3, ZPO, ob der Revisionsrekurs nach Paragraph 502, Absatz 4, Ziffer eins, ZPO zulässig ist, zu ergänzen.

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die Antragsteller sind Miteigentümer der Liegenschaft EZ ***** KG ***** mit der Wohnungseigentumsanlage Linz, *****. Die Antragsteller repräsentieren 8104/10.000stel Anteile dieser Liegenschaft.

Die Antragsteller begehrten mit ihrem am 21. Jänner 1981 beim Erstgericht überreichten Antrag, der Antragsgegnerin binnen 14 Tagen die Herausgabe sämtlicher Unterlagen betreffend das Haus Linz, ***** und die Rechnungslegung über die Rücklage und Herausgabe des Überschusses sowie die Rechnungslegung über die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 aufzutragen.

Die Antragsgegnerin beantragte die Abweisung der Anträge.

Das Erstgericht trug der Antragsgegnerin auf, über die Jahre 1975 bis 1980 und über die Rücklage Rechnung zu legen und den – ziffernmäßig nicht festgestellten – Überschuss an den – von den Antragstellern ab 1. Jänner 1981 mit der Hausverwaltung betrauten – Antragsteller J***** S***** herauszugeben. Der darüberhinausgehende Antrag auf Herausgabe sämtlicher das angeführte Haus betreffender Unterlagen wurde wegen Unzulässigkeit des außerstreitigen Rechtsweges ab (richtig: zurück-)gewiesen.

Das Gericht zweiter Instanz hob aus Anlass des Rekurses der Antragsgegnerin den Beschluss des Erstgerichts samt vorangegangenem Verfahren insoweit als nichtig auf, als der Antragsgegnerin verhalten wurde, den Antragstellern über die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 Rechnung zu legen und wies in diesem Umfang den Antrag zurück; im Übrigen gab es dem Rekurs Folge, hob den angefochtenen Beschluss auf und wies die Rechtssache diesbezüglich zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück.

Gegen diesen Beschluss des Rekursgerichts, insoweit er die erstinstanzliche Entscheidung wegen Nichtigkeit aufhob und den Rechnungslegungsantrag betreffend die Jahre 1975 bis einschließlich 1980 zurückwies, richtet sich der Revisionsrekurs der Antragsteller mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss im Sinne der Wiederherstellung der diesbezüglichen erstinstanzlichen Entscheidung abzuändern; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Über dieses Rechtsmittel kann derzeit noch nicht abgesprochen werden.

Infolge der Verweisung der hier nach Paragraph 26, Absatz 2, WEG anzuwendenden Bestimmung des Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16, MRG auf die Vorschriften der ZPO über den Rekurs hat das Gericht zweiter Instanz, wenn der Streitgegenstand nicht ausschließlich in einem Geldbetrag besteht, auszusprechen, ob der Wert des Streitgegenstands 15.000 S und auch 300.000 S übersteigt (Paragraphen 526, Absatz 3, 500, Absatz 2, Ziffer eins und 3 ZPO). Übersteigt der Wert des Streitgegenstands 15.000 S nicht aber 300.000 S so hat das Rekursgericht gemäß Paragraphen 526, Absatz 3, 500, Absatz 3, ZPO auszusprechen, ob der Rekurs gegen seine Entscheidung nach Paragraph 502, Absatz 4, Ziffer eins, ZPO zulässig ist; dieser Ausspruch ist kurz zu begründen.

Das Rekursgericht hat es jedoch unterlassen, auf diese Bestimmungen Bedacht zu nehmen. Dem Rekursgericht musste daher aufgetragen werden, dies nachzuholen.

Textnummer

E116090

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:0050OB00008.840.0918.000

Im RIS seit

10.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

10.11.2016

Dokumentnummer

JJT_19840918_OGH0002_0050OB00008_8400000_000