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Entscheidung 7 Ob 1042/95×

Entscheidung 7 Ob 1042/95

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

7Ob1042/95

Entscheidungsdatum

10.01.1996

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Warta als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Niederreiter, Dr.Schalich, Dr.Tittel und Dr.I. Huber als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Josef E*****, vertreten durch Dr.Longin Josef Kempf und Dr.Josef Maier, Rechtsanwälte in Peuerbach, und der Nebenintervenientin auf Seiten der klagenden Partei D*****gesellschaft mbH,***** vertreten durch Dr.Alfred Windhager, Rechtsanwalt in Linz, wider die beklagte Partei I***** AG, ***** vertreten durch Dr.Gerhard Hoyer, Rechtsanwalt in Wels, wegen Feststellung, hilfsweise Zahlung von S 106.326,60 s.A. infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgericht vom 20.September 1995, GZ 3 R 169/95-23, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Die außerordentliche Revision der klagenden Partei wird gemäß Paragraph 508, a Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Adolf F*****, der den Versicherungsantrag des Klägers ausfüllte, war weder von der beklagten Partei noch von der Nebenintervenientin mit dem Abschluß oder der Vermittlung des Versicherungsvertrages "betraut" und somit weder Agent der beklagten Partei noch der Nebenintervenientin vergleiche zum Begriff des Agenten etwa VR 1992/279, 186 sowie Prölss/Martin VVG25, 321). Er trat nach den Feststellungen vielmehr als Vertreter des Klägers als Versicherungsnehmer auf. Die Formulierung des Versicherungsantrages ist daher alleine dem Kläger zuzuschreiben, sodaß eine Haftung der beklagten Partei für das Verhalten des Adolf F***** nicht in Bedacht kommt. Die Frage, ob die von der Rechtsprechung bevorzugte "Dissenslösung" oder die Kritik der Lehre hieran zutrifft, stellt sich somit nicht.

Anmerkung

E41294 07A10425

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:0070OB01042.95.0110.000

Dokumentnummer

JJT_19960110_OGH0002_0070OB01042_9500000_000