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Entscheidung 7 Ob 1684/95×

Entscheidung 7 Ob 1684/95

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

7Ob1684/95

Entscheidungsdatum

18.10.1995

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Warta als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Niederreiter, Dr.Schalich, Dr.Tittel und Dr.I.Huber als weitere Richter in der Verlassenschaftssache nach ***** Helmut G*****, infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Erben 1. Carmen Sch*****, und 2. Mario Sch*****, beide vertreten durch Dr.Walter Loacker, Rechtsanwalt in Bregenz, gegen den Beschluß des Landesgerichtes Feldkirch als Rekursgericht vom 3.August 1995, GZ 3 R 216/95-31, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Revisionsrekurs wird mangels der Voraussetzungen des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zurückgewiesen (Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2 und Paragraph 510, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die Begräbniskosten gehören zu den Nachlaßverbindlichkeiten, werden vom Gesetz (Paragraph 549, ABGB) also so behandelt, als ob sie vom Erblasser selbst zu tragen wären (RZ 1958, 12). Die Aufnahme von Passiva ins Inventar hat gemäß Paragraph 105, AußStrG stattzufinden, soweit sie ohne weitläufige Verhandlungen und großen Zeitverlust ins Klare gesetzt werden können. In der Aufnahme liegt kein Schuldanerkenntnis (SZ 25/254). Die Aufnahme ins Inventar hat für die allfällige Pflichtteilsklage keinen Einfluß (EFSlg 35.122). Die Frage, ob in einem konkreten Fall die Begräbniskosten dem Ortsgebrauch, dem Stand und Vermögen des Verstorbenen angemessen sind, berührt keine erhebliche Rechtsfrage.

Anmerkung

E40615 07A16845

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:0070OB01684.95.1018.000

Dokumentnummer

JJT_19951018_OGH0002_0070OB01684_9500000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung