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Entscheidung 8 Ob 1501/93×

Entscheidung 8 Ob 1501/93

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8Ob1501/93

Entscheidungsdatum

14.01.1993

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Griehsler als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.E. Huber, Dr.Jelinek, Dr.Rohrer und Dr.I. Huber als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Hermine K*****, vertreten durch Dr.Hermann Fromherz und Dr.Friedrich Fromherz, Rechtsanwälte in Linz, wider die beklagten Parteien 1. und 2. Kurt und Erika E*****, 3.) Renate M*****, 4.) Heinz K*****, 5.) Ing.Ernst D*****, 6.) Ingeborg Katharina B*****,

7.) Brigitte K*****, 8.) und 9.) Dr.Helmut und Gertraud A*****, 10.) Ingrid A*****, 11.) und 12.) Johann und Elisabeth W*****, 13.) Michaela P*****, 14.) Anneliese B*****, 15.) und 16.) Christian und Monika W*****, 17.) Mag.Adelheid N*****, 18.) Pauline S*****, 19.) Johann P*****, 20.) Elisabeth S*****, 21.) Wilhelmine R*****, 22.) Franz S*****, 23.) Anna M*****, 24.) Oskar D*****, 25.) Manfred M*****, 26.) und 27.) Rudolf und Leopoldine S*****, und 28.) Siegfried K*****, alle ***** L*****, sämtliche vertreten durch Dr.Wolfgang Dartmann und Dr.Haymo Modelhart, Rechtsanwälte in Linz, wegen S 57.951,00 sA, infolge außerordentlicher Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgericht vom 28.Oktober 1992, GZ 3 R 192/92-32, den

Beschluß

gefaßt:

Rechtliche Beurteilung

Die außerordentliche Revision der klagenden Partei wird gemäß Paragraph 508 a, Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO), weil nach der Rechtsprechung der Schuldlosigkeitsbeweis des Hauseigentümers nach Paragraph 1319, ABGB schon dann erbracht ist, wenn er jene Vorkehrungen getroffen hat, die nach den Umständen vernünftigerweise von ihm erwartet werden konnten - hier wurde das Haus mit der Dachkonstruktion von einem befugten Baumeister errichtet und es war für die Beklagten auch bei entsprechender Sorgfaltsanwendung eine zum Eintritt des Schadens der Klägerin führende Mangelhaftigkeit des Werkes nicht erkennbar vergleiche Reischauer in Rummel, ABGB2, Rz 17 letzter Absatz zu Paragraph 1319,) -, sich das Maß der Zumutbarkeit geeigneter Vorkehrungen gegen einen Schadenseintritt also nach den Umständen des Einzelfalles richtet vergleiche SZ 59/121) und der berufungsgerichtlichen Entscheidung somit keine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukommt.

Anmerkung

E30964

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:0080OB01501.93.0114.000

Dokumentnummer

JJT_19930114_OGH0002_0080OB01501_9300000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung